Read First: DER MUSTERAUFTRAG (101 für Auftraggeber) Aktualisiert: 12.09.2017

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
Moderator
Feedback: 1 / 0 / 0
Hallo,

Du möchtest einen Auftrag erteilen? Dann möchte ich Dich bitten, nach Möglichkeit den folgenden Musterauftrag zu nutzen, damit die Künstler hier es einfacher haben Dir ein passendes Angebot zu schneidern. Wenn möglich verlinke oder poste ein Bild das Deinen Vorstellungen entspricht (auch Beispielarbeiten der verschiedenen Künstler hier sind hilfreich).

Nur so haben die Maler und auch Du eine Vergleichsbasis da ungefähr klar ist welche Dienstleistungen Du erwarten kannst, denn unter TT-Standard oder Vitrinenqualität versteht jeder etwas anderes.

Bitte vergiss nicht das dieser Musterauftrag nur der Orientierung dient. Auch wenn vom selben Auftragsaufwand gesprochen wird, wird der unterschiedliche Malstil eines jeden Künstlers andere Resultate bringen, die dann auch in das Honorar einfließen können.

Ein Nach Musterauftrag ausgelobter Auftrag ist immer nur ein Anfang und es wird immer noch ein paar Dinge zu klären geben!

Im Spoiler findest Du eine sehr Ausführliche Beschreibung über das was alles zu bedenken ist. (Ein riesen Danke an Elizablumi :)!)

Wie man als Auftraggeber einen Malauftrag beschreiben sollte und den richtigen Maler findet:

Die Wahl des richtigen Malers ist oft nicht leicht. Der Markt ist undurchsichtig und Preise, Stil und Qualität unterscheiden sich sehr stark. Damit es am Ende keine große Enttäuschung gibt, sollte man etwas Arbeit in Vornherein aufwenden. Um euch bei der Wahl des Malers zu helfen gibt es hier ein paar einfache Regeln an denen Ihr euch orientieren könnt.

1.: Was wollt Ihr und wieviel könnt / wollt Ihr dafür zahlen: Werdet euch möglichst genau bewusst wofür ihr euer hart erarbeitetes Geld eigentlich ausgeben wollt. Dieser Punkt beinhaltet die Zahl und Art der Minis, das gewünschte Farbschema, eventuell gewünschte Techniken und Effekte, den gewünschten Bemalstil, die Zeit die der Auftrag dauern darf und die gewünschte Qualität. Auch solltet ihr euch überlegen ob Ihr überhaupt das nötige Budget besitzt, damit eure Wünsche auch realistisch umgesetzt werden. Sollte es am Geld mangeln, ist es auch möglich einen großen Auftrag in mehrere kleine Aufträge aufzuteilen. Solltet ihr euch noch nicht 100 % sicher sein was Ihr wollt, solltet ihr Regel 2 betrachten.

2.: Recherche und Suche nach Referenzen: Dieser Punkt ist grundsätzlich zu empfehlen. Seht euch im Internet nach passenden Farbschemen und Bildern für eure Minis um. Oftmals findet man auf Blogs oder Seiten von Herstellern auch Malanleitungen und Tutorials zu den gezeigten Minis. Informiert euch gründlich und lasst Euch von anderen Malern inspirieren. Falls euch bestimmte Minis besonders gut gefallen speichert davon Bilder oder notiert euch die Adresse der Seite. Mit solchen Referenzen macht ihr es euch und den Auftragsmalern auf Dauer deutlich leichter.

3: Auftragsbeschreibung: Formuliert eure Wünsche so genau wie möglich und vergesst nicht falls möglich ein Paar Bilder anzuhängen. Auch solltet Ihr genau formulieren in welchen Zustand die Minis sind und welche Zusatzarbeiten eventuell auf den Maler zukommen können. Hier ist noch nichts in Stein geschrieben. Was am Ende genau gemacht wird oder möglich ist muss immer noch mit dem jeweiligen Maler besprochen werden. Falls Ihr euch bei manchen Dingen noch unsicher seid, fragt doch einfach den gewünschten Maler nach seiner Meinung

4.: Hobby-Maler, professioneller Maler und Studios: Der Markt ist groß und es gibt unterschiedliche Arten von Malern. Nehmt die folgende Beschreibung bitte nicht zu genau und seid euch bewusst das es Ausnahmen davon geben wird. Bei Hobby-Malern spreche ich von Künstlern die Malerei als Hobby betreiben und sich damit gerne in paar € nebenbei verdienen möchten. Die Preise und gebotene Qualität können sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel sind Hobby-Maler aber günstiger als professionelle Maler und Studios. Der Nachteil ist das höhere Risiko und die oft deutlich längere Bemalzeit. Wer also nur Hobby-Preise bezahlen möchte, sollte auch nicht mit einer fertig bemalten Armee in einer Woche rechnen. Auch ist es ratsam sich vorher etwas über einen Hobby-Maler zu informieren. Schwarze Schafe gibt es leider immer wieder Bei professionellen Malern und Studios handelt es sich um Maler die mit dem bemalen von Minis ihren Lebensunterhalt ganz oder zu einem großen Teil verdienen. Hier fallen nicht nur Kosten von Gehältern / Lebensunterhalt an, sondern es müssen auch Miete, Versicherungen, Strom und vieles mehr gezahlt werden. Es sollte also Niemand wunder wenn man hier mehr als 5 € Stundenlohn zahlen muss. Als Ausgleich hat man dafür mehr Sicherheit, eine meist kürzere Bemalzeit und oftmals ein ganzes Team aus Experten mit verschiedenen Stärken und Zusatzdiensten. In der Regel kann man hier davon ausgehen das man auch genau das bekommt, was man vereinbart hat.

5.: Eigene Suche nach Malern und Kommunikation: In der Fanworld, auf Google und in anderen Foren lassen sich eine große Anzahl an Malern finden. Es kann sich lohnen selber nach malern zu gucken anstatt einfach ein Angebot zu schreiben. So habt ihr viele für euch uninteressante Maler schon mal ausgesiebt. Auch gucken viele gute Maler gar nicht so oft in die Kleinanzeigen, da auch so schon mehr als genug Angebote kommen. Falls euch Bemalstil und Bilder gefallen, schreibt den Maler doch einfach mal mit eurer Auftragsbeschreibung an und fragt nach Preisen. Falls Ihr euch noch unsicher seid, macht am besten deutlich das Ihr euch erst mal informieren möchtet. Es macht auch Sinn sich ein wenig nach dem Hintergrund des Malers zu erkundigen und abzuklären wie lange ein Auftrag geschätzt dauern wird.

6.: Auftrag öffentlich ausschreiben: Den größten Teil der Arbeit habt ihr mit der Recherche und Auftragsbeschreibung schon erledigt. Jetzt müsst ihr das ganze natürlich noch an der richtigen Stelle hochladen. Ob ihr dabei euer Budget nennt oder lieber auf Preisvorschläge wartet, bleibt natürlich Euch überlassen. Bitte seid so fair und schreibt wenn ein Auftrag vergeben wurde. Keiner macht sich gern die Arbeit für einen schon vergeben Auftrag ein Angebot zu schreiben. Falls sich etwas beim Auftrag ändern sollte, macht das möglichst kenntlich. Nach Ende eines Auftrags kann eine kurze Review nicht schaden und erleichtert anderen Auftragsgebern eventuell die Suche nach einem Maler. Bitte seid dabei jedoch fair und nicht unfreundlich.

7.: Probeaufträge: Dieser Schritt ist optional aber nicht unwichtig. Ein oder mehrere Probeaufträge helfen sehr bei der Wahl des richtigen Malers.

8.: Maler sind auch Menschen: Bitte versucht fair und freundlich mit den Auftragsmalern umzugehen. Auch solltet Ihr bedenken das es sich bei Malaufträgen um Arbeit handelt. Ja, malen sollte Malern auch Spaß machen, aber es ist trotzdem Arbeit. Reich werden durchs malen wohl nur die Wenigsten, aber zumindest ein paar € wollen die Meisten dann doch für Ihre Zeit verdienen. Auch sollte man bedenken das Farben, Pinsel und Werkzeuge nicht billig sind. Bitte seid außerdem so fair gebt euren Maler an wenn Ihr Bilder von Euren Minis online postet (oder fragt Ihn um Erlaubnis).

9.: Speichert eure Kommunikation: Dieser Schritt ist für eure eigene Sicherheit. Falls etwas anders geliefert wurde als Ihr vereinbart habt, habt Ihr hier euren Beweis. Auch handelt es sich bei Malaufträgen um Rechtsgeschäfte. Sollte es also zum Schlimmsten kommen, habt ihr mit euren Nachrichten wenigstens Beweise für Polizei oder Gericht.

10.: Seid fair und freundlich, traut euch aber auch Eure Meinung zu sagen: Die ersten Punkte sollten in jeder geschäftlichen und privaten Beziehung gelten. Falls Euch etwas stört, etwas anders als vereinbart gemacht wird, oder es andere Probleme gibt, solltet Ihr aber auch den Mut haben etwas zu sagen. Auch hier bitte fair und respektvoll bleiben. Viele Probleme lassen sich nämlich durch Kommunikation gut lösen. Natürlich gilt das für beide Parteien bei einem Geschäft.

11.: Plant genug Zeit für einen Auftrag: Bisher hat bei fast jeder von mir vergebene Auftrag länger gedauert als am Anfang geschätzt wurde. Natürlich kann man auch hier mit den Malern reden. Trotzdem sollte man lieber zu viel als zu wenig Zeit einplanen.

12.: Prüft ob Chemie und Kommunikation stimmt: Ihr werdet öfters mit eurem Maler schreiben müssen. Daher ist es natürlich wichtig das ihr mit der Kommunikation und Art eures Malers auch klar kommt. Wichtig ist natürlich auch das Vereinbarungen eingehalten werden. Wenn sich ein versprochenes Update um 1 oder 2 Tage verschiebt ist das oft nicht schlimm, aber wenn die Kommunikation für längere Zeit abreißt, kann das ein Grund für Sorge sein.

Begriffe, Techniken und Effekte:

Grundierung: Bevor eine Mini bemalt werden kann, muss diese eine Grundierung erhalten. Meist werden dafür die Farben Weiß (sauberer und sorgt für leuchtende Farben) oder Schwarz (Deckt besser und kann erste Schatten und Dark Lining ersetzen) verwendet. Es gibt auch Sonderformen wie die 2-Komponenten-Grundierung die oft bei höheren Bemalstandards verwendet werden. Grundierung ist mit Spraydosen oder einer Air Brush möglich, wird in seltenen Fällen aber auch mit dem Pinsel gemacht.

Grundfarben: Grundfarben (nicht zu verwechseln mit dem Begriff Grundfarben/Primärfarben in der Farblehre) sind eine erste Schicht Farbe in der eine Miniatur bemalt wird. Oft werden hierfür Farben mit besonders hoher Pigmentdichte verwendet, die besonders gut decken. Auf niedrigeren Bemalleveln werden Minis oft hauptsächlich oder nur in Grundfarben bemalt.

Shades/Washes/Inks: Bei Washes handelt es sich um stark verdünnte Farbe die für Schatten in Vertiefungen sorgen soll. Durch Zusätze in der Farbe wird die Fließeigenschaft verändert, so dass die Farbe besser in Vertiefungen fließt. Bei sehr hochwertigen Bemalleveln wird oft ganz auf Washes verzichtet, da anderweitig noch bessere Ergebnisse produziert werden können

Glazes: Ähnlich wie Washes, aber mit anderen Fließeigenschaften. Die Farbe tendiert nicht dazu sich besonders in Vertiefungen zu sammeln. Wird oft dazu verwendet sanftere Farbübergänge und Highlights zu erhalten.

Trockenbürsten: Einfache aber etwas unsaubere Technik die für Highlights und mehr Tiefe verwendet wird. Man bürstet mit einem Pinsel der Kaum mehr Farbe enthält leicht über die Mini. Auf Kanten und erhöhten Stellen bleibt dabei mehr Farbe hängen. Eignet sich gut Für sehr unebene und raue Oberflächen wie Fell, Sand oder Felsen. Wird auf hohen Bemalleveln oft nicht verwendet.

Kantenakzente: Häufig verwendete Form von Highlights auf Kanten. Kanten erhalten ein oder mehrere dünne Highlights, da sich dort Licht stärker bricht. Erfordert eine ruhige Hand und ist recht zeitaufwendig. Deshalb werden Kantenakzente auf den niedrigeren Bemalleveln oft nicht oder nur sehr begrenzt verwendet.

Highlighten: Um eine Mini besser und realistischer wirken zu lassen verwendet man Highlights. Wenn das Licht aus allen Richtungen kommen soll reichen oft Kantenakzente vollkommen für ein gutes Ergebnis aus. Soll Licht aus einer bestimmten Richtung kommen, wird es deutlich anspruchvoller, da nun alle Flächen die dem Licht zugewand sind heller bemalt werden müssen. Das erfordert theoretisches Wissen, etwas Erfahrung und einiges an zusätzlicher Bemalzeit. Für Highlights können viele verschiedene Techniken verwendet werden, die sich stark im Aufwand und Ergebniss unterscheiden. Einige dieser techniken sind Trockenbürsten, Schichten, Blending und Glazes. Highlights werden auf für verschiedene Effekte wie E-Waffen, Glüheffekte, Leuchtquellen, NMM, … verwendet.

Abschattieren: Technik die ähnlich wie das Highlighten funktioniert. Hier arbeitet man sich jedoch von den hellen Stellen in Richtung der dunklen Teile der Mini vor. Erfordert mehr Übung als Highlights, manche Maler schwören jedoch darauf.
Schichten: Technik die zum Aufbauen von helleren Farben, für einfache Farbübergänge oder für Highlights benutzt wird. Gerade bei helleren Farben, benötigt man oft mehrere Schichten um den gewünschten Farbton sauber und deckend zu erreichen.

Blending/Farbübergänge: Es gibt verschiedene Arten von Blending, wobei das Wet-Blending vermutlich am beliebtesten ist. Dabei wird versucht zwischen zwei ähnlichen Farbtönen einen Übergang zu schaffen indem man die noch nassen Farben miteinander vermischt (unzureichende Erklärung, aber hier wird es etwas komplex). Kann für Highlights, E-Waffen, Leuchtquellen, NMM, … verwendet werden. Je mehr und je feiner die Schritte beim Blending, desto besser das Ergebniss. Es handelt sich hierbei um eine anspruchsvolle und zeitaufwendige Technik.

Darklining / Blacklining: Bei dieser Technik versucht man 2 unterschiedliche Farben auf der selben Fläche voneinander zu trennen / abzuheben. Dazu malt man zwischen den beiden unterschiedlich farbigen Flächen eine dünne schwarze Linie.

Versiegeln mit Lack: Damit Minis trotz Transport und Einsatz im Spiel auch schön bleiben, verwendet man Lacke und die Minis zu schützen. Man unterscheidet zwischen Klarlack (Glänzend aber schützt besser) und Mattlack (Weniger Schutz aber sieht oft besser aus).

Minis entgraten und vorbereiten: Vor dem bemalen einer Mini sollte diese nicht nur ganz oder teilweise gebaut werden, sondern muss auch noch entgratet werden. Dabei entfernt man die Gussgrate die beim Herstellen der Mini entstanden sind mit feinem Schleifpapier, Feilen, Teppichmessern oder einem Skalpell. Hier muss jeder selbst probieren welches Werkzeug Ihm am besten liegt. Auch sollte eine Mini vor der Grundierung noch ordentlich gewaschen werden um ölige Rückstände aus der Produktion zu entfernen.

Lücken füllen: Oftmals passen Teile einer Mini nicht 100 % perfekt zusammen. Um die dabei entstandenen Lücken zu füllen verwendet man eine beliebige Modelliermasse oder Liquid Green Stuff. Sollte man etwas zu viel der Lückenfüller verwendet haben, kann man den Überschuss im getrockneten Zustand abschleifen.

Minis kleben: Es gibt viele verschiedene Arten von Kleber die man für Minis verwenden kann. Wichtig ist das Ihr die Sicherheitshinweise beachtet und prüft ob der Kleber das Material eurer Minis angreift. Für Plastikminis gibt es bestimmte Kleber die die Klebestellen eurer Minis kurzzeitig anschmelzen und die beiden Teile so miteinander verschmelzen. Für Minis aus anderem Material kann man Sekundenkleber oder 2-Komponenten-Kleber empfehlen. Manchmal ist hier jedoch das Pinnen/Stiften von Teilen ratsam.

Pinnen / Stiften: Diese Technik wird verwendet um Teile einer Figur beim Kleben fester miteinander zu verbinden. Hierzu bohrt man ein kleines Loch in beide Teile und stiftet die Teile mit einem kleinen Stück Draht zusammen. Der Draht kann natürlich nicht mit Plastikkleber geklebt werden.

Magnetisieren: Wird oft verwendet wenn eine Mini austauschbare Teile (z.B.: Waffen) erhalten soll. Man bohrt dafür 2 Löcher in die zu magnetisierenden Teile in die dann kleine aber starke Neodym-Magnete eingeklebt werden.

TMM: Bei diesem Bemalstil werden Farben mit metalischen Pigmenten verwendet. Oft werden Washes verwendet damit die Farben nicht zu sehr glänzen. Einfaches TMM ist deutlich leichter als einfaches NMM zu malen. Wenn man anspruchsvolle Techniken für ein optimales Ergebnis verwendet kann TMM aber genau so anspruchsvoll wie NMM werden.

NMM: Hier versucht man einen metallischen Effekt mit normalen Farben zu erzielen. Zum Beispiel für eine eiserne Rüstung werden viele Grautöne aber auch andere Farben benötigt. Es handelt sich um eine eher anspruchsvolle Technik die je nach Bemallevel auch sehr umständlich und Zeitintensiv werden kann.

OSL: Bei OSL handelt es sich um einen Leuchteffekt der von einer bestimmten Leuchtquelle ausgeht. Zum Beispiel könnte eine Mini eine Fackel halten und wird von Ihr teilweise angestrahlt. Technik die recht leicht anfängt aber auf höheren Leveln sehr anspruchsvoll werden kann.

Musterauftrag (Angepasst 12.09.2017 nochmal Danke an Elizablumi ;))

Zum bemalendes Model/Einheit/Armee: XXXNameXXX
Wird gebaut geliefert: ja/nein
Wird grundiert geliefert: ja/nein
Wird mit fertiger Basgestaltung geliefert: ja/nein

Gewünschter Bemalaufwand


Es handelt sich hier nur um Beispiele. Die Fähigkeiten, Angebote, Preise, Malstile, Ausrüstung und Levelbezeichnungen von verschiedenen Malern unterscheiden sich teilweise sehr stark. Außerdem gibt es keine feste Definition für Begriffe wie tabletop-Standard oder Vitrinenqualität. Um wenigsten ein klein wenig Vergleichbarkeit zu schaffen, wollen wir Euch hier zumindest mal eine kleine Idee geben was euch bei verschiedenen Leveln erwarten könnte. Am wichtigsten ist jedoch sich über den Maler und seinen angebotenen Service zu informieren und sich möglichst viele Bilder von seiner Arbeit anzusehen.

1. Minimum-Level: Hier bekommt man nur die absoluten Grundlagen, wird dafür aber auch nicht arm. Erwarten kann man hier Grundfarben und einen Wash oder Dip. Eventuell bekommt auch noch etwas Trockenbürsten. Auf kleine Details wird keine oder nur wenig Arbeit verwendet und Gesichter sind wenig detailliert. Dieser Level wird von vielen Malern nicht angeboten.

2. BasicTT-Level: Erwarten kann man die gewünschten Farben, einen Wash und eine Ausbesserung von unsauberen Stellen (z.B.: durch den Wash). Trockenbürsten und/oder einfache Kantenakzente sind möglich. Kleine Details sollten farblich hervorgehoben werden

3. BetterTT-Level:
Hier kann man eine saubere Bemalung in den gewünschten Farben erwarten die auch bei näherer Betrachtung anständig aussieht. Saubere und anständige Details sollten vorhanden sein. Auf diesem Level erhaltet Ihr in der Regel auch anständige Akzente und erste Highlights. Kleine Details (wie z.B.: Schrift auf Reinheitssiegeln oder Decals) und sauber detaillierte Gesichter machen ab hier Sinn und sollten bei Bedarf vereinbart werden. Einfache Effekte wie Pigmente oder leichtes Weathering können vereinbart werden.

4. Gehobenes-Level: unterscheidet sich vom vorherigen Level durch bessere Details und mehr feine Highlights. Ab hier machen auch komplexe und anspruchsvollere Techniken Sinn. Dinge wie OSL, NMM und Farbübergänge können verhandelt werden. Im Preis sind oftmals schon leichte und kleine Freehands inbegriffen (zum Beispiel Symbole auf Schulterpanzern oder Truppnummern). Wenn ihr Licht aus einer bestimmten Richtung wollt, würde ich das an eurer Stelle auch ab diesem Level verhandeln. Auch komplexere oder aufwändigere Effekte machen ab diesem Level Sinn. Komplexe Dinge wie aufwändige Freehands werden in der Regel extra kosten. Nicht jeder Maler beherrscht diesen Level

5. Hohes- / Charakterlevel: Wie gehobener Standard aber mit feinen Farbübergängen und merkbar höherem Zeitaufwand. Dieser Level ist für Leute die viel Geld für ihre Armee ausgeben wollen oder ein paar besonderen Modellen eine besonders schöne Bemalung gönnen möchten. Nicht jeder Maler beherrscht diesen Level

6. Vitrinenlevel:
Dieser Level ist fast schon zu schade für das Spielfeld. Zeitlich und Preislich gibt es bei diesem Level fast keine Grenzen nach oben. Minis die auf Wettbewerben ausgestellt werden sind oft in 50 Stunden oder noch viel länger entstanden. Viele Maler beherrschen diesen Level nicht und nur sehr wenige sind auf demselben Level wie Gewinner von großen Malwettbewerben.

Sonderleistungen

Freehands: ja/nein (wenn ja was genau)
Weathering: ja/nein (wenn ja was genau)
Base: ja/nein (wenn ja was genau)
Spezial: ja/nein (genaue Beschreibung)

Beispiel:

Zum bemalende Einheit: Tyranidenkrieger Farbschema Leviathan (6 Modelle einen schwere Waffe )
Wird gebaut geliefert: ja
Wird grundiert geliefert: nein
Wird mit fertiger Basgestaltung geliefert: ja
Gewünschter Bemalaufwand:
2. BasicTT-Level

Sonderleistungen
Freehands: nein (wenn ja was genau)
Weathering: nein (wenn ja was genau)
Base: ja, Fleckenweise statisches Gras (wird mitgeliefert)
Spezial: nein

Dies ist Hilfsmittel das sich immer weiter verändern kann und wird, um es für alle Beteiligten in der Auftragsmalerei ein wenig klarer zu strukturieren. Wenn ihr Verbessrungsvorschläge habt immer her damit, dann wird angepasst.

cya
 
Zuletzt bearbeitet:

Elizablumi

Miniaturenrücker
Feedback: 0 / 0 / 0
Bin mir nicht sicher ob so wirklich Vergleichbarkeit hergestellt wird.
Bemallevel und Arbeitsaufwand unterscheiden sich ja nicht nur durch Akzentstufen.
Genau wie eine Aufteilung in Hundert verschiedene Stufen wenig Sinn macht.

Wäre es nicht viel nützlicher hier vielleicht mal bestimmte Begriffe wie Grundfarben, Blending, Washs, dippen, Trockenbürsten, Air Brush, NMM, ... kurz zu erklären und die User dann zu bitten möglichst genau zu beschreiben, was Sie wollen?
Ich finde ein geschriebener Text, bei dem man etwas überlegen musste, macht für beide Parteien deutlich mehr Sinn als einfach zu Schreiben "Ich möchte Ultramarines in Stufe X mit Y Akzenten".
Eventuell könnte man hier noch ein paar Beispiele für Auftragsbeschreibungen von eher einfachen, durchschnittlichen und eher anspruchsvollen Bemalleveln anfertigen.
Auch finde ich es wichtig nochmal ganz deutlich zu machen wie hilfreich Bilder für eine Auftragsbeschreibung sind.
 

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
Moderator
Feedback: 1 / 0 / 0
Finde ich absolut stimmig was Du sagst. Möchtest Du mal dazu etwas formulieren. Wie gesagt sehe ich das hier als Verbesserungswürdigen ersten Ansatz.

cya
 

Elizablumi

Miniaturenrücker
Feedback: 0 / 0 / 0
Ich bin selber kein professioneller Maler und daher vielleicht nicht am besten dafür geeignet.
Da ich aber schon viele Bemalaufträge vergeben habe, habe ich zumindest eine ganz gute Vorstellung wie ich einen Auftrag formulieren muss um dann auch zu bekommen was ich gerne hätte.
Ich würde wenn ich Zeit habe mal etwas dazu schreiben und mich bei dir dann mit einer PN melden.
 

Kryne

Testspieler
Feedback: 0 / 0 / 0
Also zumindest Beispielbilder fände ich sehr hilfreich, da ich von den reinen Stufen her nicht wirklich eine Vorstellung habe wie das am Ende aussieht :D
 

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
Moderator
Feedback: 1 / 0 / 0
Alles Neu macht der Elizablumi ;). Vielen Dank für die außerordentliche Mühe die Du Dir gemacht hast.

Alle anderen müssen jetzt nochmal neu lesen :p.

cya
 

von Hohenstein

Malermeister
Feedback: 0 / 0 / 0
Ja, das ist besser als die alte Version. Beispielbilder wären jetzt noch richtig toll. Oder eine vorraussichtliche Wertung, die man bei CMON erwarten kann. Dann kann man dort nach Figuren mit dem Level schauen und hat Vergleichsmöglichkeiten.
 

Elizablumi

Miniaturenrücker
Feedback: 0 / 0 / 0
Danke für die Blumen.
Lässt sich bestimmt noch wunderbar ergänzen.
Falls Jemand eine Idee hat, lasst dem Naysmith doch am besten hier in den Kommentaren mal eine Anregung dazu stehen.

@ von Hohenstein:
Beispielbilder finde ich selber etwas schwierig.
Dafür bräuchte man nämlich gute, detaillierte Bilder, an denen man auch noch die Rechte hat.
Am besten sind das dann noch Nahaufnahmen von jedes mal sehr ähnlichen oder den gleichen Minis, damit man auch wirklich Unterschiede vergleichen kann.
Auch sind die unterschiedlichen Techniken und Bemalstile ein kleines Problem.
Es ist ja schon schwierig eine großteils passende Beschreibung der verschiedenen Mallevel anzufertigen, da wird es mit Bildern nicht leichter.
Bewertungen von CMON sind was die Qualität von Minis angeht nicht unbedingt der beste Maßstab.
 

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
Moderator
Feedback: 1 / 0 / 0
Ja, das ist besser als die alte Version. Beispielbilder wären jetzt noch richtig toll. Oder eine vorraussichtliche Wertung, die man bei CMON erwarten kann. Dann kann man dort nach Figuren mit dem Level schauen und hat Vergleichsmöglichkeiten.
Ich habe da jetzt mal drüber geschlafen und denke nicht das Bilder helfen werden. Dies aus dem simplen Grund das sich spätesten bei 3. BetterTT-Level die Qualitästunterschiede ganz klar bemerkbar machen werden. Was ich dabei produziere sieht völlig anders aus als das was xyz dabei prodziert/en.
Auch CMON ist in meinen Augen nicht geeignet, die Unterschiede zwischen einer 6 und einer 6 sind einfach zu groß. Da voten dann die Freunde für ihre Freunde usw. was alles völlig verzerrt.

Daher ist es in meinen Augen am sinnvollsten von den Maler Bilder zu erbitten die zeigen was man auf dem angefragten Level von Ihnen bekommt. Direkter geht es nicht.

cya
 
Oben