Wieviel "sollte" oder "muss" man seinem Gegner mitteilen?

Absolut!

Wenn einer explizit nach etwas fragt, kann ich nicht einfach das Gegenteil behaupten oder schweigen.

Genau. Und da sollte man nicht klüngelich sein was die Auslegung von "explizit" ist. Wenn mich wer fragt ob die Reaper abfangen können, dann ist die Frage nicht, ob auf dem Datenblatt der Dark Reaper steht, dass sie das können, sondern ob sie im Ergebnis die Möglichkeit haben ihn abzufangen. Wenn ich mit nein antworte und ihn dann nach dem schocken umballer mit der Begründung "naja du hast mich gefragt ob die DARK REAPER abfangen können, nicht ob der farseer denen die Fähigkeit verleihen kann" dann bin ich schon eine sehr spezielle Art mensch um mal keine bösen Worte zu sagen 😀

Selbe gilt finde ich für movement. Beispiel auch beim Turnier. Ich deploye meine Phantome press nach vorne. Der Gegner fragt mich wie weit können die sich bewegen und dann noch chargen? Dann sag ich ihm nicht die haben 12" Bewegung und 2w6 charge. Ich sage ihm die ganze Wahrheit, ohne die entscheidenste info auszulassen, weil er fahrlässigerweise nicht noch ein "inklusive stratagems, buffs, dynastie und sonstiger sonderregeln" an seine Frage angefügt hat. Ich sage ihm das und gebe ihm die Info, dass ich mit nem Stratagem advancen und chargen kann, denn darauf zielt die Frage ab.
Fände das richtig assi ihn in sicherheit zu wiegen damit er sachen dann auf zu nah deployt, weil er denkt, dass er safe ist aufgrund meiner antwort. Die Frage ist zwar nicht 100% präzise formuliert, aber es ist 100% klar worauf sie abzielt. Wenn man sich nen Vorteil erschleichen will, indem die Formulierung auf die Goldwaage legt und sich selbst so das Recht einräumt die entscheidenste Information aus zu lassen... Wer hat da Spaß dran!? Und wie ist das Klima an Tischen wenn das jeder macht? Hinterher hat jeder nen schild wie der schlussatz bei ebay kleinanzeigen: "Diese Frage erfolgt unter einbeziehung der Frage nach sämtlichen Regeln, stratagems, buffs, fraktionsregeln und gewagter auslegungen die nicht auf dem angesprochenen Datenblatt stehen, aber Einfluss auf die ganzheitliche wahrheitliche Beantwortung der Frage haben."

Wenn man ohne sowas nicht gewinnen kann, sollte man an seinen skills arbeiten. Wenn man auch ohne sowas gewinnen kann hat mans nciht nötig und sollte es lassen^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Duderus sagt. :clap: Immerhin spielt man MITeinander, sonst kann man es sein lassen. Wohin das führt hat mir die 7. Edition TTM mit gewissen hochambitionierten Spielern gezeigt. Als Turnieranfänger haben manche mich oft in´s offene Messer laufen lassen. Ganz cool war dann, wenn sie mir HINTERHER erklärt haben was ich falsch gemacht habe und was ich hätte wissen müssen.
 
Ich stelle immer sicher, dass mein Mitspieler alle relevanten Informationen zur Verfügung hat, um fundierte taktische Entscheidungen treffen zu können. Dabei weise ich ihn auch explizit auf wichtige Stratageme hin, wenn er die nicht ohnehin schon kennt.

Würde ich das nicht tun, müsste mein Gegner sich für ein faires Spiel alle relevanten Informationen aus meinem Codex selbst besorgen, was um ein Vielfaches länger dauern würde.
 
Und wo zieht ihr die Grenze zwischen einem Spieler der es einfach nicht besser weiß und einem der es so langsam mal lernen müsste?
Wenn mein Gegner immer und immer wieder die gleichen Regeln vergisst, bin ich irgendwann nicht mehr gewillt, es ihm jedes mal vor zu kauen. Irgendwann gilt einfach "Lernen durch Schmerz", vor allem wenn es in manchen Extremfällen dann sogar (seltener genutzte) Grundregeln sind.
Meiner Erfahrung nach lernen vor allem regelmäßige Gegenspieler am Besten, wenn man sie auch mal ins Messer laufen lässt (vorausgesetzt sie hatten die Chance es zu vermeiden). Ich bin nicht dafür da, meinen Gegner vor dummen Zügen zu warnen. Dann könnte ich auch gegen mich selbst spielen.
 
Würde ich das nicht tun, müsste mein Gegner sich für ein faires Spiel alle relevanten Informationen aus meinem Codex selbst besorgen, was um ein Vielfaches länger dauern würde.
Oder man geht davon aus, dass ein Spieler sich im Vorfeld über die gegnerische Armee informiert hat...

In meinen Augen muss man klar trennen zwischen Freundschaftsspielen und Turnierspielen. Und zwar aus einem ganz einfach Grund, nämlich der Zeit!
Bei Freundschaftsspielen kann man sich oft viel Zeit lassen (solange man keinen festgelegten Termin danach hat^^) und kann somit auch viel Zeit fürs Erklären verwenden. Bei Turnieren hat man genau x Minuten Zeit, ein Ergebnis abzugeben, da habe ich zumindest nicht die Muse, ewig Lange alle Regeln zu besprechen. Mein Gegner bekommt meine Armeeliste und ich sage ihm alles, was er dazu wissen muss, das muss dann aber auch reichen. Umgekehrt erwarte ich das aber auch nicht anders! Und oft ging es mir während des Spieles schon so "Hätte ich das nur gewusst...", aber das kreide ich dann nicht dem Gegner an, sondern meiner fehlenden Vorbereitung.

Und JA, die 8te Edition ist leider nunmal recht kompliziert aus zwei Gründen: Die Sonderregeln stehen direkt im Codex dabei und heißen auch immer anders, des weiteren gab es wohl noch nie so eine große Vielzahl von spielbaren Codizes. Deshalb muss man einfach selber dafür sorgen, dass man sich selber im Vorfeld informiert, will man auf Augenhöhe mit dem Gegner spielen. Das alles vor dem Spiel zu erklären, dauert in meinen Augen deutlich zu lange, als das man das jedes mal zeitlich auf einem Turnier durchkauen kann.
 
Und wo zieht ihr die Grenze zwischen einem Spieler der es einfach nicht besser weiß und einem der es so langsam mal lernen müsste?
Wenn mein Gegner immer und immer wieder die gleichen Regeln vergisst, bin ich irgendwann nicht mehr gewillt, es ihm jedes mal vor zu kauen. Irgendwann gilt einfach "Lernen durch Schmerz", vor allem wenn es in manchen Extremfällen dann sogar (seltener genutzte) Grundregeln sind.
Meiner Erfahrung nach lernen vor allem regelmäßige Gegenspieler am Besten, wenn man sie auch mal ins Messer laufen lässt (vorausgesetzt sie hatten die Chance es zu vermeiden). Ich bin nicht dafür da, meinen Gegner vor dummen Zügen zu warnen. Dann könnte ich auch gegen mich selbst spielen.

Das!

Wenn einer absolut nichts dazu lernen will, hilft es auch nichts alles hundert Mal zu erklären. Ich betrachte Spielen als angenehmen Zeitvertreib. Nicht als Lehramt-Ersatz.
 
Das!

Wenn einer absolut nichts dazu lernen will, hilft es auch nichts alles hundert Mal zu erklären. Ich betrachte Spielen als angenehmen Zeitvertreib. Nicht als Lehramt-Ersatz.

Und was genau hindert jemand daran es ein-, zweimal zu probieren und wenns bis dann nicht geklappt hat das eigene Spiel durchzuziehen? Niemand verlangt, dass irgendjemand mit PowerPoint-Präsentation + Laserpointer und Beamer zu einem Spiel kommt aber ne grundlegende Erklärung einiger Besonderheiten ist doch wohl drin. Z.B. habe ich es meinem Gegenüber (nur ein Kumpel be B&B) schon angerechnet, dass er mir gesagt hat, dass seine TS bei dem ganzen Psi-Kram einen Reichenweitenvorteil genießen. Gleichzeitig habe ich ihm gesagt, dass in der Tau Sept alle Einheiten in 6" des Chargeziels Abwehrfeuer auf 5+ geben dürfen bevor er gecharged ist. Beim nächsten mal erinner ich ihn vielleicht nochmal dran ("Du weißt noch, das da was mim Abwehrfeuer war?") und beim dritten Mal bin ich still.
 
Also ich hätte für meinen Teil keine Lust gegen so einen Spieler zu spielen, der alles ständig nachfragt und sich wirklich jede Aktion im Spiel inklusive aller möglichen Konsequenzen genaustens überlegt. Was sind das denn dann bitte für zähe und verbissene Spiele? Wo ist denn da der Spielfluss? Hat so ja schon fast etwas von einer Schachpartie. Nagut vll ein wenig übertrieben, aber ich denke es ist klar was ich meine.
Ich klammere Tuniere mal aus, aber grade im Freundeskreis, oder im Verein, spielt man doch sowieso öfters gegeneinander. Beim 2. oder 3. Mal weiß man es dann eben.
Ich persönlich würde lieber 2 Spiele spielen, als ein langes mit endlosem Frage/Erklärungsspiel.
 
Hai allerseits ^^

Eine interessante Fragestellung Fauk und faszinierend. Ich gebe meine Antwort in zwei Teilen. Der erste ist direkt ohne meh als Deine Eröffnung gelesen zu haben. Der zweite Teil bezieht dann alle Posts mit ein.

Da wir schon das Vergnügen hatten weißt Du wie ich meine Listen aufbereite wenn es mir ernst ist. Ich erstell eine Datei wo alle Einheiten mit Profilen, Waffen und Sonderegeln benannt sind und in Kurzform dahinter steht was Sonderegeln tatsächlich im Spiel machen. Es ist aber nicht das exakte wording, sondern nur meine Kurzform.
Jeder Mitspieler kriegt die Liste ausgehändigt zur Durchsicht. Viele machen dies nicht, aus zwei Gründen:
1. Sie sind orientiert und wissen was auf sie zu kommt, sie stellen wenn überhaupt gezielte Fragen wenn ihnen was nicht klar ist oder komisch erscheint.
2. Sie lesen keinen Zettel mit fast allen Infos, wobei ich dann auf Verlangen den kompletten Zettel vorlese… (je nachdem wie Erfahren mein Mitspieler ist geben ich mehr oder weniger Infos: der Anfänger kriegt die Info das der 1er reroll vom CSM Daemon prince auch für Chaos Deamons der selben Gottheit wirkt, der Erfahrene Spieler nicht)

Stratagems stehen bei mir nicht auf dem Zettel, diese erwähne ich auch nicht bei der Listenvorstellung, sie gehören da auch nicht hin für mich. Stratagems sind strategische Mittel und Ressourcen. Ich kann meinem Mitspieler auch gleich sagen wie die Einheiten & Sonderegel Kombi funktioniert mit der meine Liste den Lucky Punch macht und mich selber vorsätzlich Schachmatt setzen.
Gezielte Fragen zu Stratagems beantworte ich natürlich. Je nach Erfahrung auch wieder detaillierter oder reinen Regeltext runterleiern.

Um Deine Frage zu beantworten:
Möglichkeit 1:

8" Bewegung + 1W6 Advance + 2W6 Charge Reichweite = Maximal 26" Bedrohung (8 + 6 + 12)

Möglichkeit 2:

Kraken hat ein Stratagem die den Advance Wurf verdoppelt

8" Bewegung + 1W6x2 Advance + 2W6 Charge Reichweite = Maximal 32" (8 + 12 + 12)
Dem Unerfahrenen Spieler gebe ich einen Hinweis, ggf. Frage ich gezielt nach ob er tatsächlich so aufstellen will vor dem Spiel oder er sich mit der Bewegung sicher ist. Normalerweise kommt dann die Frage nach dem Warum. Dann erkläre ich was Möglich ist.
Dem Erfahrenen Spieler traue ich zu das er weiß was er macht. Spielt er das erstmal gegen Tyraniden kriegt er mehr Infos damit ich ihn nicht gleich auflaufen lasse.

Ich persönlich weiß genug wenn ich die Liste meines Mitspielers überflogen habe um gezielt Fragen zu können. Wenn mir was entgeht habe ich einen Fehler gemacht und muss damit auf der Platte leben. Und dann kommt der nächste Versuch.

Es stellt sich auch immer die Frage ob ich jetzt einen entspannten Abend verbringen will und Spaß haben möchte. Oder ob es voll auf die Fresse geben soll.


Der zweite Teil ist gar nicht nötig nach lesen bis Post #29.
 
Stratagems stehen bei mir nicht auf dem Zettel, diese erwähne ich auch nicht bei der Listenvorstellung, sie gehören da auch nicht hin für mich. Stratagems sind strategische Mittel und Ressourcen. Ich kann meinem Mitspieler auch gleich sagen wie die Einheiten & Sonderegel Kombi funktioniert mit der meine Liste den Lucky Punch macht und mich selber vorsätzlich Schachmatt setzen.

Sehe ich ähnlich.

Wenn einen die Stratagems interessieren, darf derjenige gerne meinen Codex durchblättern. Aber sicher binde ich niemand auf die Nase, welche Kombinationen und Synergien davon ich im Spiel vorhabe zu nutzen. Dann kann man es nämlich wirklich gleich sein lassen und einfach generisch Marines und Marines aufeinander zuschieben.


Und was genau hindert jemand daran es ein-, zweimal zu probieren



Von ein- zweimal habe ich auch nicht gesprochen, sondern von erheblich mehr.
 
Sehe ich ähnlich.

Wenn einen die Stratagems interessieren, darf derjenige gerne meinen Codex durchblättern. Aber sicher binde ich niemand auf die Nase, welche Kombinationen und Synergien davon ich im Spiel vorhabe zu nutzen. Dann kann man es nämlich wirklich gleich sein lassen und einfach generisch Marines und Marines aufeinander zuschieben.




Von ein- zweimal habe ich auch nicht gesprochen, sondern von erheblich mehr.

Das stimmt. Du sagst "hundert Mal", was zugegebenermaßen nicht ganz realistisch ist finde ich 😉 Ich sehe es ja auch so, dass irgendwann gut ist. Dem Spaß und Spielfrieden tut es aber ganz gut lieber einmal zu oft umsichtig zu sein als einmal zu selten.
 
dass er mir gesagt hat, dass seine TS bei dem ganzen Psi-Kram einen Reichenweitenvorteil genießen. Gleichzeitig habe ich ihm gesagt, dass in der Tau Sept alle Einheiten in 6" des Chargeziels Abwehrfeuer auf 5+ geben dürfen bevor er gecharged ist.


ja mal ganz ehrlich sowas würde ich nur auf Verlangen erklären, das sind so einfache Dinge die kann sich jeder kurz anlesen, und wer kein Dex hat, sich diesen nicht kaufen will, kann sich den denk ich mal in jeder spielegruppe mal für paar Tage ausliehen.

aber wenn man selbst so kleine Dinge erklären will kämen ich gar nicht mehr zum spiel
 
... dass er mir gesagt hat, dass seine TS bei dem ganzen Psi-Kram einen Reichenweitenvorteil genießen. Gleichzeitig habe ich ihm gesagt, dass in der Tau Sept alle Einheiten in 6" des Chargeziels Abwehrfeuer auf 5+ geben dürfen bevor er gecharged ist. Beim nächsten mal erinner ich ihn vielleicht nochmal dran ("Du weißt noch, das da was mim Abwehrfeuer war?") und beim dritten Mal bin ich still.

Sowas würde ich erst erklären wenn die Situation eintritt. Zum Beispiel würde ich in der ersten Schlussphase meine Cadianer sagen, dass ich 1er wiederholen kann wehen dem Regimentsbonus und weil ich stationär geblieben bin, zum Beispiel. Oder halt auch Nachfrage zu jedem Zeitpunkt. Andersrum auch, der Gegner braucht mir das erst zu erzählen wenn es eintritt oder halt auf Nachfrage. Ich finde das macht einen Reiz des Spiels aus, auch mal gegen unbekanntes anzutreten und so überrascht zu werden und darauf spontan mit einem Strategiewechsel reagieren zu müssen 😀
 
Ich persönlich bin der Meinung dass man dem Mitspieler, wenn dieser den Codex nicht oder nur kaum kennt, die wichtigsten Dinge schon von sich aus erzählen sollte. Möglichkeiten, die gerade die Grundregeln außer kraft setzen, wie beispielsweise nach dem advancen noch Chargen, oder nach dem schocken noch laufen oder verbessertes Abwehrfeuer geben.
 
...
Möglichkeit 1:
8" Bewegung + 1W6 Advance + 2W6 Charge Reichweite = Maximal 26" Bedrohung (8 + 6 + 12)

Möglichkeit 2:
Kraken hat ein Stratagem die den Advance Wurf verdoppelt
8" Bewegung + 1W6x2 Advance + 2W6 Charge Reichweite = Maximal 32" (8 + 12 + 12)

Welche Möglichkeit würdet ihr eurem Gegner erklären?
...
Wie sind da eure Erfahrungen? Wie würdet ihr vorgehen oder wie seid ihr bisher vorgegangen?

Ganz einfach: Ich nehme immer und ausnahmslos Möglichkeit 2.
Ich betreibe dieses Hobby, um Spaß zu haben und um nach einem langen Arbeitstag mit Freunden und Gleichgesinnten zu Entspannen. Das Verarschen meines Mitspielers ist weder spaßig noch entspannend und alles andere als fair.
Wie schon einige geschrieben haben, ist die 8te Edition um einiges komplexer und ausufernder als alle vorherigen Edition. Falls man alle Regeln kennen möchte, muss man zumindest viel Zeit in das Studium sämtlicher Codices stecken. Von nicht-Turnierspieler sollte man das meiner Meinung nach nicht verlangen.
Gerade die Stratagems und die dadurch möglichen Synergie sollten dem Mitspieler bekannt gemacht werden. Dies gilt insbesondere, wenn man mit neuen Spielern spielt und wenn jemand das erste Mal gegen die eigene Armee spielt.
Man trifft sich doch, um gemütlich 3-4 Stunden kleine und größere Püppchen über einen Tisch zu schieben und in die Welt von 40k einzutauchen. Da möchte ich meinen Mitspieler doch nicht nach Runde 3 von der Platte fegen, weil ihm irgendeine fiese Kombination nicht bekannt war oder, viel schlimmer, ich sein Unwissen ausgenutzt habe.
Auf Turnieren ist das was ganz anderes. Durch den Zeitdruck kann man zum einen nicht alles im Vorfeld erklären und zum anderen ist man hier in einem kompetitiven Umfeld. Da sollte man davon ausgehen dürfen, dass man einen informierten Mitspieler hat. Nichtsdestotrotz werden alle Fragen fair beantwortet, z. B. "Ja, die Dark Reaper können durch ein Stratagem auf Schocktruppen ballern". Ich würde ihm aber nicht auf die Nase binden, dass es dieses Stratagem gibt. Aber das ist auch auf Turnieren. In jedem normalen Spiel, bei dem nicht im Vorfeld geklärt wurde, dass man "hart" bzw. kompetitiv spielt, wird natürlich angemerkt, dass es jenes Stratagem gibt.

Und wo zieht ihr die Grenze zwischen einem Spieler der es einfach nicht besser weiß und einem der es so langsam mal lernen müsste?
Wenn mein Gegner immer und immer wieder die gleichen Regeln vergisst, bin ich irgendwann nicht mehr gewillt, es ihm jedes mal vor zu kauen. Irgendwann gilt einfach "Lernen durch Schmerz", vor allem wenn es in manchen Extremfällen dann sogar (seltener genutzte) Grundregeln sind. ...
Das ist ein Spezialfall. Falls ein regelmäßiger Mitspieler es offensichtlich einfach nicht lernen will, ist es völlig ok, da mal etwas härter zu fahren. Auf Nachfragen jenes Mitspieler wird aber dennoch umfassend und fair geantwortet.

Ich persönlich bin der Meinung dass man dem Mitspieler, wenn dieser den Codex nicht oder nur kaum kennt, die wichtigsten Dinge schon von sich aus erzählen sollte. Möglichkeiten, die gerade die Grundregeln außer kraft setzen, wie beispielsweise nach dem advancen noch Chargen, oder nach dem schocken noch laufen oder verbessertes Abwehrfeuer geben.
Das fasst es auch sehr schön zusammen. Man sollte sicherstellen, dass der Mitspieler über solche "fiesen" Sachen informiert ist. Vor allem, falls sie nicht auf dem Datasheet stehen.

Wer härter spielen möchte, soll das machen. Aber dann sollte man so aufrichtig sein und seinem Gegenüber mitteilen, dass man keine Auskunft zu möglichen Synergien gibt und er sich bitte selber Gedanken machen möchte. Ist das seinem Gegenüber klar und er hat damit keine Probleme, ist ja alles gut. Falls nicht, sollte man eher mit jemanden spielen, für den das ok ist und nicht so arschig sein und über einen "Sucker Punch" unbedingt gewinnen wollen.
 
Ich verstehe nicht wie Leute darauf kommen, dass es darum geht Regeln zu erklären, ggf auch x mal.
Grundregeln muss jeder kennen. Ich werde keinem Erklären, dass seine Einheit nicht schießen darf wenn sie sich aus dem Nahkampf zurückzieht. Ich brauch auch keinem Erklären dass eine figur sich nicht zurückziehen kann, wenn man sie umstellt, dass man zum schießen ne sichtlinie braucht und nach dem advancen nicht schießen darf.

Es geht darum auf Fragen die tatsächlich gestellt werden vollumfänglich zu antworten.
Wenn mich jemand beim deployment fragt wie weit sich meine genestealer bewegen und dann nohc angreifen können, dann gehört zur Wahrheit alles dazu was das modifiziert.
Ansonsten wäre es lügen durch weglassen.
Man wäre ja verpflichet ihm die informaion zu geben wenn er an seine Frage ein " inklusive aller Stratagems, psikräften, sonderregeln dritter, fraktionsregeln etc" anhängt.

Diese Information muss man auf Nachfrage geben, da führt kein Weg dran vorbei. Die Frage ist also nicht OB man das muss, sondern wie die Frage formuliert sein muss, damit man das muss.
Und da finde ich fängt die gaunerei an, wenn man die anfängt die Frage genau auf ihren Wortlaut analysiert.
In der Situation ist völlig klar was er wissen will und es völlig klar, dass man es sagen muss. Da kann man sich nur raus ziehen wenn man anfängt damit zu argumentieren, dass die Frage nicht mit genug bedacht formuliert wurde. Sollen wir alle mit nem Rechtsanwalt kommen, der vorher unsere Fragen auf lückenhafte formulierungen prüft, damit der gegner sie nicht zu seinen gunsten auslegen und wichtige informationen, die er bei korrekter fragestellung geben müsste, verschweigen darf?
Ernsthaft....
 
Man wäre ja verpflichet ihm die informaion zu geben wenn er an seine Frage ein " inklusive aller Stratagems, psikräften, sonderregeln dritter, fraktionsregeln etc" anhängt.

Diese Information muss man auf Nachfrage geben, da führt kein Weg dran vorbei.

man ist zu gar nix verpflichtet, außer die Regel wird jetzt in den Moment angewendet und die Gegenseite Bezweifelt das diese so gespielt wird bzw hätte jetzt gerne den Regel Text gelesen.

z.b. Ich nutze eine Synerie (z.b. das Ding mit dem Tyraniden) und der gegen will wissen wo es steht damit er selber sieht das das ich das so nutzen kann / darf.

alles andere ist entgegenkommen des Spielers und dient dem Fairplay.
 
Okay das ist steil^^

Aber selbst wenn du es so siehst, dass du auf garnix antworten musst, wäre es immornoch falsch die halbe Wahrheit zu sagen. Denn der Gegner verlässt sich darauf, dass du wahrheitsgemäß antwortest, wenn du antwortest. Dann sollte man lieber sagen " ich sag dir garnichts, lies den codex wenn du was wissen willst".
Aber auf ne Frage antworten, entscheidene informationen auslassen, damit den gegner in sicherheit wiegen und dann zuschlagen. Oh boy.
Würde ich das erleben würd ich das spiel callen, dass ist next level unsportlich^^