Die Gitmob Goblins der Sümpfe
Tief in den schwärzlichen Marschen südlich von Tempelhof, dort wo das Wasser nicht mehr fließt, sondern blubbert, hausen sie: die Gitmob-Goblins, von den Menschen Styrlands auch spöttisch
"Dreckgierlinge" oder
"Pilzstinker" genannt – doch wer schon einmal einen Überfall überlebt hat, lacht darüber nicht mehr.
Die Gitmob-Goblins sind keine einfachen Höhlenkreaturen. Sie haben in den Marschen eine ganze Kultur aufgebaut – wenn auch eine verworrene, krankhaft paranoide und zutiefst vom Wahnsinn durchdrungene.
Der Kult der Gleißenden Angst
Im Zentrum ihres Glaubens steht ein Wesen, das sie nur "Da Brennda Augnball" nennen – die Sonne. Für sie ist die Sonne kein Himmelskörper, sondern ein mächtiger, wütender Geist, der nur darauf wartet, Goblins lebendig zu garen wie gammelige Pilze.
In ihrer Mythologie war einst ein besonders kluger Goblinhäuptling so dummdreist, die Sonne anzustarren. Seitdem „kocht“ sie vor Wut und sendet Licht, Hitze und Trockenheit in die Sümpfe – Dinge, die jeder anständige Sumpfgoblin hasst. Um ihren Zorn zu besänftigen, ziehen die Goblins auf Raubzüge. sie plündern, morden und verbrennen, in der Hoffnung, dem „Brennden Augnball“ genug Opfer zu bringen, um nicht selbst in stinkende Pilzsuppe verwandelt zu werden.
Ihre religiösen Feste sind ebenso absurd wie gefährlich: Goblin-Schamanen werfen brennende Pilze in modrige Wasserlöcher, während Wölfe heulen und die Menge sich selbst in Schlamm wälzt. Man glaubt: je mehr Chaos, desto besänftigter ist die Sonne.
Im Gegensatz zu den dummen Troggoths oder den rohen Kruleboyz setzen die Gitmobs auf Tempo, Masse und Wahnsinn. Ihre bevorzugten Taktiken bestehen aus Überfällen bei Dämmerung oder Nebel, um das gleißende Licht der Sonne zu vermeiden – doch wenn es sein muss, greifen sie auch am Tag an, die Haut bedeckt mit Schlamm und Moos.
Gitmob-Goblins reiten auf wilden, abgemagerten Sumpfwölfen, die vor Hunger fast rasen. Diese Reiter formieren sich zu wimmelnden Schwärmen, die wie ein lebendiger Hagel über feindliche Linien herfallen. Ihre Reiterhorden schlagen zu, reißen Verwundete nieder – und verschwinden wieder im Dickicht, bevor der Gegenschlag kommt.
Noch gefürchteter sind ihre Wolf-Streitwagen. Knarzende, von mageren Wölfen gezogene Holzgestelle, mit rotierenden Klingen und knarrenden Speeren ausgestattet. Man nennt sie „Rudelzermatscher“, da sie oft in Formation angreifen und gegnerische Linien zerbrechen wie morsches Holz.
Die Gitmobs leben in stinkenden Lagern aus Schlamm, Tierknochen und von Sonnenlicht abgeschirmten Zelten aus getrockneten Häuten und Pilzgewebe. Ihr Anführer – ein selbsternannter „Sonnenfürst“ – trägt stets eine Rüstung, die das „brennende Antlitz“ nachahmen soll: mit goldenen Platten, Spiegeln und Pilzsporen verziert.
Was wie bloßer Wahnsinn erscheint, ist eine wachsende Bedrohung. Die Überfälle nehmen zu, die Kriegsmaschinen werden raffinierter, und sogar die Kruleboyz beginnen, mit den Goblins zu kooperieren – ein böses Omen.