Was
@gopostal ,
@Shub Niggurath und andere anmerken, kann ich für mich so bestätigen.
Aus imHo vielen Gründen, aber ganz sicher mit nicht wenigem Einfluß der Social Media und des Algorithmus, hat sich eine Aufmerksamkeits und Lobkultur etabliert, die für mich das eigentlich toxische darstellt. Extreme Verengung auf Aufmerksamkeit, Lob, Positivismus, auf Teifel komm raus. Und wehe du weichst ab aus dem Meinungskorridor, dem Overton Fenster, wie man das auch gerade nennt, was da gerade an Begriffen rumgeistert, bin da nicht so aktuell, nehme mir raus das ich da nicht aktuell sein möchte.
Das hat was von "Bürger warum lächen sie nicht?"
Durchladegeräuscheinerschrotflinte "Sie sind doch glücklich und völlig zufrieden mit der Sache XY, oder?"
Laserpointeraufstirnrichte
Das empfinde ich als abstoßend, als surreal, als einfach nicht normal oder natürlich. Ich machs ja selbst, sag irgendwas belangloses Positives oder garnichts. Am Ende ist das Selbstzensur.
Und mit meinen 45 Jahren brauch ich mir nicht anmaßen, es anders zu kennen, ich kenne es anders. Ich kann für mich sogar den Beginn dieser Entwicklung einigermaßen um die späten 00er festmachen, als das Smartphone seinen Siegeszug begann, sowie auch die Social Media und die Algorithmen, die Bubbles bauen, sowie die potenziell globale Reichweite eines jeden Menschen.
Da spielen ganz viele zivilisatorische, kulturelle und gesellschaftliche Gründe zusätzlich mit rein. Aber an dem Punkt mach ich das für mich fest, da ging das langsam los.
Wenn ich mich bei Leuten in meinem Alter umhöre oder noch eine Gen früher, stoße ich oft auf diese Ansicht/Denkweise/Ahnung. Irgendwas fühlt sich nicht normal und gut an mit dieser Art miteinander umzugehen. Jüngere zucken mit den Schultern, kein Wunder, ab 35 und jünger diffundiert es rasend schnell in den Bereich rein, kennen es nicht anders. Auch das zu realisieren, WAS alles Menschen die die Mitte ihres Lebens beginnen oder schon mitten drin sind nicht mehr kennen, das zeigt wieviel Zeit schon vergangen ist, aber ich schweife ab. 😅