TWS über Negativität im Hobby

Ich denke das hat sich in den letzten 10 Jahren schon zu einer sozialen Konvention entwickelt, dass man sich keine öffentliche Kritik mehr äußert, wenn man nicht gleich als Troll oder Hater abgestempelt werden will. Hat schon nen Grund, warum ich kaum im Malen Bereich poste.

Diverse User haben sich da stetig zurückgezogen. Für mich war klar vor einigen Jahren sich komplett aus den Bereichen zurückzuziehen. Nutze das Forum mehr oder weniger als Restkorpus also so als quasi Blog für meinen Armeeaufbau, Alternative wäre ansonsten sich gleich ganz abzumelden, bzw. den Account dann löschen zu lassen. Was mir die Augen geöffnet hatte war eine Diskussion (damals) wo es um "Unregelmäßigkeiten" bei einer Abstimmung im Paintmaster gegangen war und wie die üblichen Verdächtigen dann sich wahlweise komplett dumm gestellt oder Derailing vom feinsten betrieben hatten. Das ganze war dann soweit gegangen (nach Schließung der sogenannten Diskussion) das daraus die Forenregeln platt "nur noch Lob, keine Kritik, bitte alle lieb haben" abgeleitet worden waren. Vermutlich um entsprechende Diskussion damit gleich im Keim zu ersticken und die üblichen Verdächtigen Posse praktischer Weise zu schützen.
Ein paar Jahre weiter, zum hier und jetzt. Beteiligung im Paintmaster und Armeeaufbau (also die Abstimmungen) auf dem Tiefpunkt, wo sich die Handvoll immergleichen User die Bälle zuwerfen. Mit einem Chefansager der gebetmühlenartig "Loben und Knuddeln" beschwört. Falls einer mal den Text vergessen haben sollte, das wird immer wieder eingebimst. Ohne unterlass. Meinungskorridor klar vorgegeben, muss sich keiner mehr Verfahren. Eine quasi rundum Savespace Ideologie. Und immer mal wieder das gelegentliche Wundern darüber warum kaum noch wer mitmacht. Ein Rätsel.
Naja, wenn's so gewünscht gewesen ist. Geliefert wie bestellt. 🫶
 
Ja gut, was ist da nun Ursache, was ist Wirkung, was ist ein gesellschaftliches Phänomen und wo bist du selbst verantwortlich?

Wir sind halt in einer Zeit in der du mit Youtube-Tutorials, Blogs, Patreon usw beworfen wirst. Wenn ich einen Effekt sehe, der mir gefällt oder eine Technik probieren möchte, gucke ich mir ein Youtube-Video an. Auf deine Antwort zu warten dauert halt länger. So richtige Newbies bekommen wir in diesem Medium auch selten. Wer soll nun also nach OSL fragen.

Listenbaudiskussionen haben wir auch deutlich weniger und sind da nicht "erzwungen nett zueinander".

Bleibt am Ende halt übrig, dass wenn du etwas an Beteiligung willst, kümmere dich selber drum. Wenn du Kritik möchtest, kannst du das auch im Armeeaufbau an jeden deiner Beiträge setzen.
 
Ich denke das hat sich in den letzten 10 Jahren schon zu einer sozialen Konvention entwickelt, dass man sich keine öffentliche Kritik mehr äußert, wenn man nicht gleich als Troll oder Hater abgestempelt werden will. Hat schon nen Grund, warum ich kaum im Malen Bereich poste.

Echt? Ich habe eher das Gefühl, dass ständig betont wird, dass man ja gar nichts mehr sagen und äußern könne, während man genau das macht, teilweise in epische Bandbreite, aber eigentlich nur keinen Widerspruch will. Eine besondere Scheu sich in irgendeiner Form kritisch zu äußern kann ich - insbesondere gesamtgesellschaftlich und in den Subkategorien "des Netzes" - nicht feststellen, "lediglich" stärkere Polarisierungs- und Vereinahmungstendenzen.

Es gibt auch zig Abstufungen zwischen "absolut keine Kritik" und "völlig überdrehter Lobhudelei", der Post fordert lediglich zu einem respektvollem Umgang miteinander und einem positiven Grundton auf. Wenn das schon die völlige Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist, liegt die Latte inzwischen recht tief.
 
Eines der Hauptprobleme ist doch, dass viele Menschen weder Kritik annehmen können
noch sie auch äußern können.
Sachlich bleiben, nicht persönlich werden, die eigene Meinung außen vor lassen
und von einem objektiven Blickwinkel aus etwas betrachten, wo wird das denn heute noch gelehrt
und angewendet.

Kritikfähigkeit in beide Richtungen muss man erlernen und die wenigsten werden gern kritisiert,
eben weil es oft als Angriff auf die Person verstanden oder auch so formuliert wird.
Und ein respektvolles Miteinander im Internet ist eben nicht so einfach wie in der wahren
Welt da draußen, wo man die Reaktion der Mitmenschen recht schnell zu sehen bekommt.

Vor allem sind da aber auch die Eltern gefragt, als ich letzes Wochenende mit meiner Tochter
unterwegs war, gab es da so ein Springbrunnen.
Da kann ein Kind raufspringen wie auf einem Trampolin und dann spritzt links und rechts Wasser raus.
Meine Tochter wollte da rauf, aber ein anderes Kind war schneller also wollte ich mit ihr schnell daran vorbei,
muss ja nicht sinnlos nass werden.
Also sagte ich dem 8jährigen Burschen, er solle kurz warten, damit ich aus der Gefahrenzone kann,
denn er sprang schon und es spritzte Wasser.
Daraufhin schaltete sich der dazugehörige Vater ein und meinte, ich solle mich nicht so haben,
ist doch bloß Wasser, davon wird schon keiner sterben.

Und das ist die Respektlosigkeit, die einem überall begegnet. Statt dem Kind Rücksichtnahme auf andere Menschen
beizubringen, zeigt der Vater dem Kind nur das die anderen halt Pech gehabt haben, wenn sie daneben stehen.
 
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Ganz klar fehlende Fähigkeit zur Empathie.
Ansonsten sehe ich das wie du ...

Die Fähigkeit Kritik sozial verträglich und vielleicht auch konstruktiv zu äußern ist genauso Teil von sozialer Kompetenz wie die Fähigkeit, mit Kritik umzugehen.

Beides lernt man imho nicht ohne den Umgang mit Menschen in der realen Welt. Vermutlich ist das sogar Teil der frühkindlichen Prägung und Erziehung.
 
Echt? Ich habe eher das Gefühl, dass ständig betont wird, dass man ja gar nichts mehr sagen und äußern könne, während man genau das macht, teilweise in epische Bandbreite, aber eigentlich nur keinen Widerspruch will. Eine besondere Scheu sich in irgendeiner Form kritisch zu äußern kann ich - insbesondere gesamtgesellschaftlich und in den Subkategorien "des Netzes" - nicht feststellen, "lediglich" stärkere Polarisierungs- und Vereinahmungstendenzen.

Es gibt auch zig Abstufungen zwischen "absolut keine Kritik" und "völlig überdrehter Lobhudelei", der Post fordert lediglich zu einem respektvollem Umgang miteinander und einem positiven Grundton auf. Wenn das schon die völlige Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist, liegt die Latte inzwischen recht tief.
Na ich habe die Regeln ja anscheinend schon überschritten, weil ich jemanden persönlich angesprochen habe? Ich komme da nicht ganz mit und halte lieber mal die Klappe. Will ja eh keiner hören.
 
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Na ich habe die Regeln ja anscheinend schon überschritten, weil ich jemanden persönlich angesprochen habe? Ich komme da nicht ganz mit und halte lieber mal die Klappe. Will ja eh keiner hören.
Hier sind mehrere Moderatoren anwesend. Sofern ich nichts verpasst habe, hast du wohl keine Regel überschritten. Von daher sind wir doch zum Austausch hier und deine Meinung ausdrücklich erwünscht. Das wir im Forum Interessen gegenseitig abwägen müssen steht auf einem anderen Blatt. Wenn sich am Ende keiner mehr traut da Modelle zu zeigen, weil sonst ein "Paintjob-Bully" kommt, haben wir auch wenig gewonnen.

Zumal ja auch jeder im entsprechenden Bereich beitragen kann, gänzlich ohne eigene Modelle zu zeigen.
 
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Eines der Hauptprobleme ist doch, dass viele Menschen weder Kritik annehmen können
noch sie auch äußern können.
Sachlich bleiben, nicht persönlich werden, die eigene Meinung außen vor lassen
und von einem objektiven Blickwinkel aus etwas betrachten, wo wird das denn heute noch gelehrt
und angewendet.

Kritikfähigkeit in beide Richtungen muss man erlernen und die wenigsten werden gern kritisiert,
eben weil es oft als Angriff auf die Person verstanden oder auch so formuliert wird.
Und ein respektvolles Miteinander im Internet ist eben nicht so einfach wie in der wahren
Welt da draußen, wo man die Reaktion der Mitmenschen recht schnell zu sehen bekommt.

Vor allem sind da aber auch die Eltern gefragt, als ich letzes Wochenende mit meiner Tochter
unterwegs war, gab es da so ein Springbrunnen.
Da kann ein Kind raufspringen wie auf einem Trampolin und dann spritzt links und rechts Wasser raus.
Meine Tochter wollte da rauf, aber ein anderes Kind war schneller also wollte ich mit ihr schnell daran vorbei,
muss ja nicht sinnlos nass werden.
Also sagte ich dem 8jährigen Burschen, er solle kurz warten, damit ich aus der Gefahrenzone kann,
denn er sprang schon und es spritzte Wasser.
Daraufhin schaltete sich der dazugehörige Vater ein und meinte, ich solle mich nicht so haben,
ist doch bloß Wasser, davon wird schon keiner sterben.

Und das ist die Respektlosigkeit, die einem überall begegnet. Statt dem Kind Rücksichtnahme auf andere Menschen
beizubringen, zeigt der Vater dem Kind nur das die anderen halt Pech gehabt haben, wenn sie daneben stehen.
Das mit den Kindern ist in den letzten Jahren tatsächlich ein immenses Problem geworden. Gefühlt scheint keiner seinem Kind mehr Respekt und Rücksichtnahme beizubringen, geschweige denn das Kind zurechtzuweisen. Das Nachbarskind hat vor kurzem mit seinem Fahrrad mein Auto beschädigt. Nachbar kam, hat es mir mitgeteilt - soweit, so gut. Schaden angeschaut, dabei wäre das Kind mit seinem Fahrrad fast noch zwei Mal (!) an das Auto gefahren - und der Vater steht nur daneben und versucht mit dem Bein das Kind davon abzuhalten..... hat mich sprachlos gemacht. Als ich es dann angesprochen habe, dass es vorsichtig sein soll, schaut es mich mit großen Augen an - ist wohl noch nie auch nur freundlich auf ein Mißverhalten angesprochen worden....

Objektive Blickwinkel gibt es zwar nicht - wir sind alle subjektiv - aber man kann versuchen sich in andere hineinzuversetzen und versuchen zu verstehen, was deren Punkt ist. Aber auch das fällt mir immer schwerer, die Leute werden gefühlt immer abgedrehter und "narzisstischer" - also wirklich nur das reine "Ich" und nicht mal der Versuch, einen Mittelweg zu finden.
Echt? Ich habe eher das Gefühl, dass ständig betont wird, dass man ja gar nichts mehr sagen und äußern könne, während man genau das macht, teilweise in epische Bandbreite, aber eigentlich nur keinen Widerspruch will.
Noch ein kleines Beispiel aus der realen Welt dazu - ich habe in Hotels schon mehrfach um einen ruhigen Raum zum Frühstücken gebeten, weil in dem Hauptraum eine einzige Familie mit Kindern den ganzen Laden zusammengebrüllt hat, dass man das eigene Wort nicht versteht. Wir reden hier über Hotels wo das günstigste Zimmer 400-500€ ohne Essen pro Nacht kostet. Früher hätten die anderen Gäste die Eltern angesprochen oder sogar zurechtgewiesen, jetzt traut sich nicht mal der Manager mehr was dazu zu sagen - an den Gesichtern der Mitgäste konnte man aber ablesen, dass wir nicht die Einzigen waren, denen der Morgen verdorben wurde und die wahrscheinlich nicht wiederkommen.

Es ist schon so, dass Kritik mittlerweile gar nicht mehr geäußert wird, und wenn schauen einen die Leute an als wäre man vom Mars - ist allerdings nur in Deutschland so, Polen, Frankreich, Italien hab ich das anders mitbekommen.
 
Das mit den Kindern ist in den letzten Jahren tatsächlich ein immenses Problem geworden.
Wir schweifen zwar sehr vom Hobby ab, aber du nennst es "narzisstisch", andere würden "individualistisch" sagen. Ich meine, wir haben hier mittlerweile Boards im Bus, die dir mitteilen, dass es nett wäre Rücksicht zu nehmen.

Das Gesetz der kleinen Arschlöcher gilt überall, "stört schon keinen", "geht nicht anders" und "ich habs ja eh schwerer" sind so meine liebsten Ausreden. Guck dir an, wie Leute parken und welche Vorbilder sie dabei abgeben. Da kannst du dann sehen, was den kleinen vorgelebt wird.

Zurück zum Hobby, ich habe keinen erlebt, der sich über sachliche Kritik geärgert hat. Netiquette hin oder her. Ich habe es mit Empathie versucht und bin damit gut gefahren ohne anzuecken. Von daher sollten wir uns vielleicht auf diesen Bereich konzentrieren anstatt Luftschlösser zu bauen. Die Wahrscheinlichkeit hier auf junge Menschen zu treffen ist eh gering 😜
 
Was @gopostal , @Shub Niggurath und andere anmerken, kann ich für mich so bestätigen.
Aus imHo vielen Gründen, aber ganz sicher mit nicht wenigem Einfluß der Social Media und des Algorithmus, hat sich eine Aufmerksamkeits und Lobkultur etabliert, die für mich das eigentlich toxische darstellt. Extreme Verengung auf Aufmerksamkeit, Lob, Positivismus, auf Teifel komm raus. Und wehe du weichst ab aus dem Meinungskorridor, dem Overton Fenster, wie man das auch gerade nennt, was da gerade an Begriffen rumgeistert, bin da nicht so aktuell, nehme mir raus das ich da nicht aktuell sein möchte.

Das hat was von "Bürger warum lächen sie nicht?" Durchladegeräuscheinerschrotflinte "Sie sind doch glücklich und völlig zufrieden mit der Sache XY, oder?" Laserpointeraufstirnrichte

Das empfinde ich als abstoßend, als surreal, als einfach nicht normal oder natürlich. Ich machs ja selbst, sag irgendwas belangloses Positives oder garnichts. Am Ende ist das Selbstzensur.
Und mit meinen 45 Jahren brauch ich mir nicht anmaßen, es anders zu kennen, ich kenne es anders. Ich kann für mich sogar den Beginn dieser Entwicklung einigermaßen um die späten 00er festmachen, als das Smartphone seinen Siegeszug begann, sowie auch die Social Media und die Algorithmen, die Bubbles bauen, sowie die potenziell globale Reichweite eines jeden Menschen.
Da spielen ganz viele zivilisatorische, kulturelle und gesellschaftliche Gründe zusätzlich mit rein. Aber an dem Punkt mach ich das für mich fest, da ging das langsam los.

Wenn ich mich bei Leuten in meinem Alter umhöre oder noch eine Gen früher, stoße ich oft auf diese Ansicht/Denkweise/Ahnung. Irgendwas fühlt sich nicht normal und gut an mit dieser Art miteinander umzugehen. Jüngere zucken mit den Schultern, kein Wunder, ab 35 und jünger diffundiert es rasend schnell in den Bereich rein, kennen es nicht anders. Auch das zu realisieren, WAS alles Menschen die die Mitte ihres Lebens beginnen oder schon mitten drin sind nicht mehr kennen, das zeigt wieviel Zeit schon vergangen ist, aber ich schweife ab. 😅
 
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Und wehe du weichst ab aus dem Meinungskorridor, dem Overton Fenster, wie man das auch gerade nennt, was da gerade an Begriffen rumgeistert, bin da nicht so aktuell, nehme mir raus das ich da nicht aktuell sein möchte.
Das sind halt immer ziemlich "harte Worte" für etwas, was selten ein Problem darstellt. Ist halt schön von einem "Meinungskorridor" zu sprechen, wenn ich mir selbst zu fein bin, einen Beitrag zu etwas zu verfassen, empathisch zu sein und sachlich (!) Kritik zu üben.

Wie heißt es so schön, ich bin kritikfähig, aber für Lob empfänglicher. Jeder mag Lob und wenn du dir die Beiträge über "die Jungend!" oben anschaust, ist das in einer individualistischeren Gesellschaft auch wichtiger. Nur haben wir dafür auch viele Jahre mit unseren neoliberalen Narrativen des "Machers" dran gearbeitet.
Das Maul verbietet dir hier keiner und selbst der Beitrag der Moderation dient eher dazu eine Handhabe zu haben, wenn Dinge eskalieren, denn Regeln müssen nun einmal transparent sein, falls das Sei-Kein-Arsch-Prinzip nicht funktioniert. Und wie oben zu sehen war, gibt es immer Beispiele wo das nicht funktioniert.

Es gibt sogar Verbesserungsvorschläge! Und keiner fühlte sich getreten und es gab kein Drama, schau hier:
Ich weiß, ist drei Jahre her, ich muss mehr Modelle zeigen. 😛
 
Ich bin mir nicht sicher ob sich das mit dem Meinungkorridor unbedinkt auf GW Fanworld bezieht. Hier finde ich das nur sehr selten vor.
Im restlichen Internet sieht das allerdings schon anders aus. Reddit, X, usw.... das sind schon sehr vorgegebene Meinungskorridore. Aus manchen Subreddits wird man per crawler bot gebannt, wenn man in den "falschen" Subreddits ist. Hab mich da überall raus gezogen.

Denke das Problem kommt auch daher, dass viele Influence, aber auch Zeitungen usw. auf "Ragebait" gewechselt sind. Das "farmt" mehr Reaktionen als objektiver Content oder Nachrichten. Jetzt mit AI kommt auch noch der ganze Ramsch dazu.
 
Denke das Problem kommt auch daher, dass viele Influence, aber auch Zeitungen usw. auf "Ragebait" gewechselt sind. Das "farmt" mehr Reaktionen als objektiver Content oder Nachrichten. Jetzt mit AI kommt auch noch der ganze Ramsch dazu.
Okay, reddit ist Fledermausland für mich 😛

Bei den Youtubern/Influencern gibts halt Leute die in das eine oder das andere Extrem schlagen und neutrale dazwischen. Da ist für jeden Geschmack was dabei, auch wenn diejenigen die Videos machen sich meistens auf ihren unique selling point eingeschossen haben. Die positiveren Videos hast du gerne mal von Leuten, die das Zeug von GW bekommen und mit Kritik "vorsichtiger" sind. Negative gibt es ausreichend. Neutraler empfinde ich Miniwargaming die gerade besonders auf die 4. Edition 40k abgeben.
 
@Xawebor
Wir sind beide quasi selbes Baujahr. 😉 Für dieses Forum würde ich aus meinen Beobachtungen und Erlebnissen einfach nüchtern feststellen: "that ship has sailed" wie man im englischen sagt. Naja, echte Tragödien sehen denke ich anders aus. Das hier ist ein Mikrokosmus, in der realen Welt geht diese Sehnsucht nach Safespaces doch bereits so weit das selbst Wissenschaft schon unerwünscht geworden ist, wenn sich dadurch bereits ein Schneeflöckchen in der eigenen Ideologie beeinträchtigt sieht. Dann ist 1+1 halt mal nicht 2, sondern auch gerne 3 oder irgendwas anderes. Da man doch nur lieb und nett und knuddeln will. Mal gucken wie sich das noch so entwickelt. Wird bestimmt großartig. Also großartige Unterhaltung, so als Realsatire. 🍿
Im Theater bezahlt man noch Geld für, so gibt's das ganze sogar kostenlos. 😇
 
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Wo ist denn der Meinungskorridor in einer gespaltenen Gesellschaft?

Mit dieser Frage wird es schon imho sehr politisch. Wenn diese Richtung in diesem Thread unerwünscht ist, bitte verschieben.

Ansonsten versuche ich mich mal an einer Antwort beruhend auf meiner Wahrnehmung:

Die gesellschaftlichen Meinungskorridore hast du erst mal in der jeweiligen Bubble in der du dich äußerst bzw. ob Konservativ oder Liberal dominiert.
Wenn du dich da falsch äußerst kannst du Netiquette, Toleranz und Empathie vergessen.

Dann gibt es natürlich die umkämpften Bereiche, ich denke da zb. an X. Hier ist es teilweise egal wie du dich äußerst, weil du bekommst direkt den Hass der Gegenseite.

Und dann haben wir noch die Leit- und Massenmedien. Was hier passiert, prägt imho die Wahrnehmung der meisten Menschen (ab einem gewissen Alter). Imho größtenteils einseitige Berichterstattung innerhalb eines festgelegten Narrativs und Meinungskorridor verbunden mit Skandalisierung und Verteufelung der Gegenseite.
Was mich aber auch nicht wundert. Links-progressiv dominierte Politik der letzten Jahre und links-progressiv dominierte Leitmedien mit Journalisten, denen es wichtiger ist, politische Haltung zu zeigen und ihre Reichweite für ihre politischen Überzeugungen zu nützen, als der Pressekodex.

Aber da die akademische Landschaft bzw die Unis anscheinend extrem links-progressiv geprägt sind und die Journalisten ja aus diesem Umfeld stammen wundert mich das nicht ... da braucht es keine Verschwörungstheorien zu staatlich gesteuerten Medien, wenn diese politisch übereinstimmen.
 
Links-progressiv dominierte Politik der letzten Jahre und links-progressiv dominierte Leitmedien mit Journalisten, denen es wichtiger ist, politische Haltung zu zeigen und ihre Reichweite für ihre politischen Überzeugungen zu nützen, als der Pressekodex.

Okay, wir biegen weit ab, aber da befindest du dich definitiv in einem anderen Meinungskorridor oder betrachtest einen komplett anderen Zeithorizont als ich. Aber das wäre was für den Stammtisch.

Fassen wir das hier mal zusammen, wir konnten weder besondere Negativität, noch Positivität im Hobby feststellen und haben herausgefunden, dass wir bei der Betrachtung der selben Wirklichkeit andere Wahrnehmungen haben. Hier im Forum gibt es kein Verbot von Kritik, solange sie konstruktiv vorgetragen wird. Gibt's mehr hinzuzufügen?

Heben wir uns den Rest für den Stammtisch auf, denn da kommen wir nicht auf einen Zweig 😁
 
Vergleiche mal die Welt mit der Zeit. Die bedienen jeweils die Gegenseite des anderen Blatts. Und das obwohl sie aus der gleichen Schulbubble (Journalismus) kommen.

Dann wirf bitte einmal einen Blick in die Vergangenheit auch da waren die Leitmedien schon sehr unterschiedlich aufgestellt und das Auftreten war auch konfrontativ.

Von Übereinstimmung kann da in meinen Augen keine Rede sein. Für jede Position findest Du halt die die Beifall Klatschen und die die Kritisieren. Man muss aber hingucken.

cya
 
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Ich frage mich gerade, wie toll unsere Leitmedien während der 60er/70er waren, als wir die Starfigther-Affäre hatten.
292 (!) Starfighter stürzten ab und 116 Piloten kamen ums Leben.
Der Spiegel war einer der wenigen Agenturen, die damals kritisch berichteten, konnte damals aber kaum als Teil der Leitmedien angesehen werden.

Die Leitmedien waren damals ganz sicher nicht Linkspolitisch.

Good times..