10. Edition Deluge of Nurgle

Themen über die 10. Edition von Warhammer 40.000

Seitenkleber

Codexleser
10. Dezember 2023
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Eine Einheit mit 6" Move characteristic ist 11" von Rotigus entfernt. Wenn diese Einheit sich 5" auf Rotigus zu bewegt wäre sie innerhalb 6" von Rotigus, und ihre Move characteristic wäre nur noch 4". Muss diese Einheit mehr als 6" entfernt von Rotigus stehen bleiben, weil sie sich mit 4" Move characteristic nicht 5" bewegen kann ?

Deluge of Nurgle (Aura): While an enemy unit is within 6" of this model, subtract 2 from the Move characteristic and subtract 1 from the Objective Control characteristic of models in that unit.
 
Lösung
Nein. Die Einheit beginnt ihre Bewegung außerhalb der 6" und bewegt sich mit voller Bewegungsreichweite.
When a unit makes a Normal move, each model in that unit can move a distance in inches less than or equal to its Move (M) characteristic, but no model can be moved within Engagement Range of any enemy models. A unit cannot make more than one Normal move per phase.

Ich wähle die Einheit, kündige eine normale Bewegung an, darf mich 6" bewegen. Diese Bewegung reduziert sich nur explizit, wenn mein Modell unter die "Pivot" Regeln fällt - und selbst da wird nicht reduziert, sondern die Pivot-Summe von der restlichen (ursprünglich vollständigen) Bewegung abgezogen.

The first time you do this during each...
Die Regeln aber sagen, dass ich meine Bewegung so weit machen darf, wie meine Bewegungscharakteristik besagt. Also schaue ich vorher, was meine Bewegungscharakteristik ist (in unserem Fall 6"), sage eine 6" Bewegung an, und darf die vollumfänglich durchführen - wobei bei bestimmten Modellen eben bei Drehungen noch die Pivot-Distanzen auf die bereits zurückgelegte Strecke aufgeschlagen werden.
Es steht nichts in den Regeln das die Bewegungscharakteristik zu Beginn der Bewegung festgelegt wird, und danach von nichts mehr verändert werden kann.
 
Nach Deiner Argumentation müsste ich also bei einer Einheit, die als Fähigkeit "während eine gegnerische Einheit innerhalb von 6" um diese Einheit ist, ziehe 2 vom Angriffswurf ab" hat prinzipiell 2 höher würfeln und könnte sie erst ab 10.9" Entfernung überhaupt anchargen, da ich - so dein Gedankengang - beim erreichen der 6" Zone sofort 2 vom Angriffswurf abziehe.

Wenn ich in 11.5" Entfernung meinen Charge starte, eine 12 würfele, würde die 12 ja ab 6" Entfernung zum Ziel zu einer 10 reduziert und nicht mehr ausreichen.
Auf Basis der Argumentation, dass derartige Mali sofort bei Unterschreiten der Grenzdistanz wirken.

Verstehe ich Deine Argumentation da korrekt?
 
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Es steht aber auch nicht drin, dass sie danach noch verändert werden kann.
Beantworte doch mal worauf Du begründest das zu dürfen obwohl die Regeln nicht sagen das es so geht @Seitenkleber

Schließlich ist beides richtig. Es wird sowohl nicht gesagt das der M Wert zu Beginn der Bewegung bis zum Ende der Bewegung unverändert gültig ist, als auch nicht gesagt, dass der Wert während der Bewegung durch Abilities verändert werden kann.

cya
 
Ich hab's jetzt noch mal etwas intensiver nachgeschaut, und auch wenn es rein nach Buchstaben nicht eindeutig geregelt ist - es gilt afaik weltweit in der community der naheliegende und vernünftige Ansatz, dass Aura-Effekte zu dem Zeitpunkt geprüft werden, an dem sie relevant werden.
Also in unserem Beispiel zu Beginn einer Bewegung.

Ansonsten muss man sich eben auf den Austausch mit dem Gegenüber oder einen Würfelwurf berufen.
 
Du - und alle anderen auch - hast mit dieser naheliegenden Annahme ja auch absolut recht. Ich selber sehe das genau so.

Aber es gilt halt auch mal die Frage zu beantworten, womit diese Einzelmeinung begründet wird.

Es gibt halt keinen Hinweis der zeigt, dass es so sein könnte. So lange ist das halt nur ein Brainfart, der nichts bedeutet, wie die weltweite spielende Community über die Laufzeit der Edition bereits bewiesen hat.

cya
 
Also ich könnte durchaus das Argument sehen das man dann eben garnicht erst in die Aura Reichweite laufen könnte, da man dann sofort den modifizierten M-Wert überschreitet.

Allerdings wäre das desaströs für Auren die +Movement/Advance/Charge geben. Denn in dem Moment wo man die Aura verlässt, würde der Bonus ja wegfallen und somit z.B. der Charge der scheitern, welcher durch die Aura ja eigentlich ging.

Auch interessant wenn eine Einheit advanced, in Aura Reichweite für+2 auf Advance roll kommt. Darf sie dann plötzlich weiter laufen? Noch schlimmer mit ner Reroll Aura für Advance. XD

Würde hier also wohl er zu der Lösung neigen, die nicht das Spiel extrem unhandlich/unspielbar macht.
 
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Wenn der Effekt mit Überschreiten bzw. Unterschreiten der Aura triggern bzw nicht triggern würde, dann wäre z.B. Magnus ja total broken:
Time Flux (Aura, Psychic): While a friendly THOUSAND SONS unit is within 6" of this PSYKER, add 2" to the Move characteristic of models in that unit.

Heißt wenn ich mit meinem Heldrake im Hover-Modus quer durch seine Aura flöge, hätte ich kurzzeitig 22", dann wieder 20" Movement. Oder ich könnte den Effekt nutzen, mich mit meinen Marines auf 5.9" an ihn heran zu bewegen und dann die Bewegung innerhalb seiner Aura um 2" verlängern.
Andersrum profitieren Einheiten, die die Bewegungsphase in seiner Aura beginnen dann ja überhaupt nicht davon, wenn sie sich während ihrer Bewegung aus der Aura bewegen - was halt bei seiner Größe zwangsläufig der Fall ist und ich dann bei jeder Einheit permanent gucken muss wann und wie und wo die seine Aura verlässt.

Kann also meines Erachtens nach schlichtweg weder beabsichtigt noch in irgendeiner Weise zielführend sein.
 
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Beantworte doch mal worauf Du begründest das zu dürfen obwohl die Regeln nicht sagen das es so geht @Seitenkleber
Habe ich bereits. Das Wort "while" bedeutet während, oder solange. Die Regel gilt während die Einheit in Reichweite ist. Solange eine Einheit innerhalb 6" von Magnus ist hat sie +2" Move. Ist sie außerhalb 6" nicht mehr. Wenn GW gewollt hätte das sich das nicht mehr verändert stünde da sowas wie "At the start of the movement phase, if a friendly unit is within 6" of Magnus, add 2" to their Movement Characteristic".

Agree to disagree, für mich ist das Thema durch.
 
Agree to disagree, für mich ist das Thema durch.
In meinen Augen gibt es deutlich mehr Grund, sich für die " Auras sind für die Dauer einer Aktion 'gelockt' " Variante (A) zu entscheiden.

  • Ein konsequentes Umsetzen der "Auren triggern im Moment der Grenzüberschreitung" Interpretation würd ein Spiel deutlich komplizierter, langwieriger und hakeliger machen. Es würde viel mehr Zeit mit Diskussionen und Messen und Nachschlagen verloren gehen, was den eigentlichen Spielfluss (einer der zentralen Aspekte des Hobbys) massiv bremst
  • Gemeinhin gilt bei so ziemlich allen anderen Aspekten des Spiels ein "alle Parameter werden vorher geprüft und die Aktion auf der Basis umgesetzt" Maxime. Angriffe gegen angeschlossene Einheiten verwenden bis zum Abschluss aller Attacken der angreifenden Einheit den Widerstand der Bodyguards. Eine Blast-Waffe verwendet die Modellzahl des Ziels bei Ansage der Attacke. Um jetzt zwei der markantesten Beispiele zu nennen.
  • Die angeführten Beispiele der Charge-Reduktion, von Magnus' extra Bewegungs-Aura... oder auch zum Beispiel die Aura des Löwen, die FNP4+ gegen MoWos vergibt. Steht ein verletztes Modell einer Einheit mit 1 LP und als einziges Modell dieser Einheit in 6" Entfernung zum Löwen, und die Einheit bekommt per Panzerschock 5 MoWos rein, dann würde nach dem ersten versiebten FNP dieses Modell entfernt, die Aura sofort erlöschen und der Rest der Einheit keinen FNP mehr haben. All das sind Dinge, die zu bizarren Situationen führen, die sich - wie die Diskussion hier bisher zeigt - nicht intuitiv oder gewollt und übertrieben konstruiert für die meisten Spieler anfühlen.

In Summe betrachtet wären die spielerischen Nachteile, Konsequenzen und Irregularitäten durchaus signifikant, wohingegen es keinen erkennbaren Mehrwert oder Nutzen für die "Auras erlöschen unmittelbar" Variante (B) gibt. Außer dass sich ganz neue Möglichkeiten für Exploits auftun 😉

Regeltechnisch festgeschrieben ist da nichts, aber analoge Beispiele aus dem Regelwerk, sowie spielerisch sinnvoll ist Variante (A).
Als Spieler, der mehr Wert auf die Schlacht an sich und ein flüssiges Spiel legt, würde ich Variante B in einem Spiel nicht akzeptieren und mich darauf berufen, dass es hier eine Lücke gibt, die man - schlimmstenfalls - auswürfeln muss.

Und bzgl. "Wenn GW das gewollt hätte": Wir haben mehr als genug Beispiele im Grundregelwerk, wo GW absolut nicht aufgepasst hat und zigfach nachbessern musste, weil die Autoren deutlich überschätzt haben, wie intuitiv oder einleuchtend ihre Regeln formuliert sind. Die Tatsache dass es seitenweise Regelkommentare und FAQs gibt zeigt mehr al deutlich, dass vieles, was da steht, nicht automatisch so "gewollt" ist, wenn es missverständlich geschrieben ist. Sinnvoll wäre da ein Addendum zu den Aura-Fähigkeiten, in dem einfach noch mal drin steht, zu welchem Zeitpunkt die Wirksamkeit einer Aura nun geprüft wird.
 
Habe ich bereits. Das Wort "while" bedeutet während, oder solange. Die Regel gilt während die Einheit in Reichweite ist. Solange eine Einheit innerhalb 6" von Magnus ist hat sie +2" Move. Ist sie außerhalb 6" nicht mehr.
Während ist halt schwammig und da hast Du ja auch Recht bekommen. ABER daraus folgt nicht zwangsläufig, dass eine Veränderung während der Bewegung überhaupt gestattet ist! Dies ist nirgendwo definiert. Aus dem Fehlen einer Definition kannst Du aber keine Notwendigkeit dafür ableiten. Denn ohne diese klappt ja alles easy. Erst wenn Deine These ins Spiel kommt (no pun intended) entstehen Probleme, wie mehrfach von anderen dargelegt.

Zumindest ich würde das als sehr starken Hinweis sehen, dass ich gedanklich falsch abgebogen bin, wenn es meine These wäre. Passiert uns allen und das immer wieder.
Wenn GW gewollt hätte das sich das nicht mehr verändert stünde da sowas wie "At the start of the movement phase, if a friendly unit is within 6" of Magnus, add 2" to their Movement Characteristic".
Weil Du - und nur Du - das so siehst und verlangst? (Die Frage ist vorher nie aufgetaucht also ist diese Auffassung echt richtig selten) Man kann das natürlich so sehen, was ich davon halte weißt Du.

Aber man könnte auch systemisch drauf gucken - wenn man wirklich an Wahrheitsfindung interessiert ist - und da gibt es im Regelwerk tatsächlich ein Beispiel für sich verändernde Bewegungsreichweite während die Bewegung durchgeführt wird. Pivot! Und da gibt es die von Dir verlangte Formulierung. "do this during each model’s move".

Es gibt also tatsächlich Fälle in denen eine die Bewegungsreichweite während der Durchführung verändert wird und bei diesen wird das auch ausdrücklich so formuliert und streng reguliert. Weil die Notwendigkeit dafür gesehen wurde. Für andere Movementarten wurde diese Formulierung nicht verwendet und das hat halt Gründe. Auch die wurden hier schon ausführlich dargelegt.
Agree to disagree, für mich ist das Thema durch.

Knapp vier Monate vor der neuen Edition hat das ja auch keine lange Haltbarkeit mehr.

cya