Corvus Belli - Warcrow - Neuer Fantasy Skirmisher

Ich bin bisher ehrlicherweise von Warcrow so gar nicht gecatcht worden. Die ersten 3 Fraktionen waren mit zu generisch und die Sculpts für Corvus Belli Ansprüche fast schon nur Mittelmaß. Ork vs Humans und Waldelfen - generischer geht es fast schon nicht mehr.

Die neuen Dämonen sind mit ihrem asiatischen Einschlag da schon etwas außergewöhnlicher, aber auch hier bin ich kein großen Fan der Designs.

Diese Ritterfraktion allerdings... Die gefällt mir richtig gut. Zwar finde ich auch hier die Designs teilweise nicht so gut wie sie sein könnten, aber es ist die erste Warcrow Fraktion, die mich wirklich interessiert. (ein wenig zu SciFi-artig im Design und diese Lederkapuzen-Helme wirken arg komisch in einem Mittelalter-Fantasy-Setting.)

PS:
Leider bedeutet das aber auch, dass man die dicke Box kaufen müsste, um an die zu kommen, denn die Starterbanden aus der Ork vs Humans Starterbox gibt es bisher auch nicht einzeln zu kaufen, soweit ich das überblicken kann.

Schade, denn meine ideale Starterbox für Warcrow wäre aktuell diese neue Feudom Fraktion vs Orks, aka Northern Tribes.
 
Ich habe mir kurzentschlossen denn doch mal das Warcrow Regelbuch und die Starterbox der Waldelfen - also das Syennan Action Pack 😉 vorbestellt.

Da kann ich schon einmal lesen und ein paar Minis bemalen - und wenn dann die neue 2-Spieler-Box kommt, werde ich mir die zulegen, denn die wird ja auch einen Spielplan, Gelände und die besonderen Würfel beinhalten - und dann habe ich die Feudom (FEUdal kingDOM ?) Fraktion. Die Dämonen muss ich dann irgendwo loswerden, aber das wird wohl möglich sein.
 
Ich habe gestern Abend die ersten paar meiner Syenann Miniaturen gebaut und will mal ein paar erste Eindrücke abgeben.

Ich hatte ja im Vorfeld viel Negatives über Corvus Bellis Sio-Cast-Material gehört, aber zumindest in Punkto Details kann ich Entwarnung geben, denn in der Beziehung sind zumindest die Waldelfen sehr ordentlich geraten. Wer sich darüber aufregt, müsste sich bspw. auch über GWs aktuellen Plastikguss aufregen, denn auf dem Niveau sind die schon. Klar, mit richtigem Resin-Guss ginge es sicher noch einen Ticken besser, aber hier kann ich nicht meckern.

Auch das Problem, dass es keine Bauanleitungen gibt, entpuppte sich als nicht so schwerwiegend, denn jede Mini ist ein einem eigenen kleinen Plastiktütchen abgepackt – und wohl nur ein paar große Teile liegen einzeln bei, die kriegt man aber wohl zugeordnet.

Meckern möchte ich aber über das Kleben, denn eigentlich will ich mit Sekundenkleber nichts mehr zu tun haben – aber anders kommt man hier nicht klar, Plastikkleber funktioniert nicht. Wo aber Resin-Minis gefühlt immer zu schnell anziehen, so war das Kleben der Warcrow Minis keine Freude, denn da wurde der Sekundenkleber mal wieder zum Minutenkleber. Am Ende hatte ich dann drei Minis der Standard-Infanterie des Action Packs zusammen – und hierzu kommen noch ein paar weitere Anmerkungen.

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Die Identifikation der Minis ist – schwierig. Dass bspw. die Bogenschützen-Einheit aus 4 Modellen besteht, findet sich weder auf der Einheitenkarte noch auf der Box oder im Eintrag von Corvus Bellis Webshop. Gleiches gilt für die ganzen Helden in der Kiste. Auf den Einheitenkarten sind nur Artworks der Gesichter abgebildet, die aber nicht unbedingt den Minis entsprechen. Erst wenn man sich das offizielle Corvus Belli Preview-Video zum Action Pack auf Youtube anschaut, kann man endlich die Einheiten identifizieren.

Generell scheint das Spiel etwas schwierig positioniert zu sein. Klar, Corvus Belli ist eine kleine Firma und nur so richtig in Europa beheimatet und auch Infinity hat seine besten Zeiten wohl hinter sich. Aber dass die es nicht schaffen, die Figuren vernünftig zu kommunizieren – also was ist was, wie viele Modelle sind in einer Einheit, etc. - ist schon schade. Eine App gibt es nicht (wäre wohl zu teuer), aber dass es nicht mal die Einheitenkarten im Netz gibt, ist ebenfalls schade, denn die bei den Minis mitgelieferten Karten sind auf Grund der kleinen Schrift etwas schwer zu lesen. Für ein aktuelles System schon sehr oldschool, dass es so gar keine Online-Anbindung gibt – mit dem fast schon ironischen Spin, dass man für die Einheiten-Identifikation denn doch Youtube anwerfen muss…

So, jetzt wird erst einmal der Hintergrund gelesen – und dann die Regeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, nachdem ich doch ein wenig mehr von Warcrow angefixt wurde, habe ich noch ein paar mehr Bestellungen getätigt und will auch mal einen weiteren Erfahrungsbericht abgeben.

1. Das richtig Werkzeug bzw. die richtige Klebe ist wichtig! Ich habe für die ersten Miniaturen billigen Sekundenkleber genutzt, den ich zuletzt beim lokalen Action gekauft habe. Eigentlich dachte ich, dass Sekundenkleber gleich Sekundenkleber ist, aber dem ist offensichtlich nicht so. Ich habe jetzt eine Tube teuren Markenkleber (der mit dem P 😉 ) besorgt, und damit gingen die Figuren richtig gut zusammen.

2. Ich habe mir auch mal die recht neue berittene Hetman von der Hegemonie bestellt – und war überrascht. Die Mini ist aus einem komplett anderen Material. Und die kam auch fast ohne Gussanhänger aus der Kiste, so als wäre die schon händisch für mich vorbereitet worden. Außerdem hatte die eine nahezu perfekte Passgenauigkeit – und ging auch superleicht zu kleben. Mit gefällt die Minis auch so richtig gut und der Guss ist scharf und ebenfalls quasi makellos. Aber das sollte auch so sein, immerhin kostet die Dame mehr als ein vergleichbares GW Charaktermodell.

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(Ich denke, dass die aus echtem Resin gegossen wurde und nicht dem Siocast-Material wie die restlichen Minis.)
Zum Vergleich daneben mal die besondere Heldin Lioslaith aus der Syannen Starterbox – für die hatte ich mir zusammen mit der Hetman und den Grove Curtailers noch die Syennan Special Bases bestellt...

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Ja Corvus Belli benutzt neben Metall zwei unterschiedliche "Plastik" Materialien. Nach dem Sicoast zuerst in Infinity für Tags und Remotes genutzt wurde, wurde auch bei Tags zunächst das neue dunkelgraue Material benutzt.
Ich hatte mir ja das Syennan Bundle gegönnt, die limitierte Figur war auch aus diesem Material.

Wäre interessant zu wissen, ob das blaue Material aus der kommenden Box das gleiche, oder wieder was anderes ist.
 
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Ich wollte noch ein paar weitere Infos und Gedanken mit euch teilen.

Ich habe jetzt ein wenig die Regeln studiert und finde die im Prinzip recht eingängig. Gespielt wird auf einer 3 x 3 Fuß Platte, damit findet das Spiel doch auf einem überschaubaren Raum statt – und glücklicherweise habe ich noch eine 3x3er Platte bei mir rumliegen, die ich mal selber gebaut hatte (die üblichen Modul-Geländesysteme haben ja eher 2x2 Fuß-Quadrate). Gelände ist auch weniger ein Problem, auch wenn ich jetzt eher wenig generisches Fantasy Gelände habe – und Warcrow ist ja vom Setting her eher irgendwo 17.es Jahrhundert, was die Menschengebäude angeht.

Eine Standard-Armee hat einen Wert von 250 Punkten und ist von der Zusammenstellung her ziemlich frei. Man ist nicht gezwungen, Einheiten mitzunehmen, eine Armee kann daher komplett aus Helden bestehen. Einzige Einschränkung ist, dass man nur einen Helden mit dem „High Command“ Schlüsselwort mitnehmen kann, der dann automatisch der Anführer der Truppe ist (ansonsten muss man einen beliebigen Helden zum Anführer bestimmen).

Bei den Syenann verhält es sich so, dass das Action Starter-Pack Modelle im Gesamtwert von 170 Punkten beinhaltet. Diese verteilen sich auf folgende Modelle:

Eine Einheit aus 4 Protectors of the Forest – Standard-Bogenschützen und im Hintergrund die typische Basis-Einheizt der Syenann
Eine Einheit aus 2 Shadows of the Yew (Yew ist das englische Wort für die Eibe) – Elite-Infiltrations-Einheit, die klassischen Schurken bzw. Rogues
Druide – Basis-Zauberer
Aoidos – Barde und Heiler
Ynyr Daa Lainn – besonderes Charaktermodell – der mit den Flügeln, besonderer Nahkämpfer
Lioslaith Coic Caladhee – besonderes Charaktermodell – Elite Heldin und Anführerin der Syenann – hat das High Command Schlüsselwort und ist damit automatisch die Anführerin der Truppe

Wie oben beschrieben kann man mit der Kiste alleine noch kein Standard-Spiel bestreiten. Ich habe mir daher noch eine Box Grove Curtailers (die Basis-Nahkampfinfanterie der Syenann) und die Box mit den Offizieren gekauft. Das ist auch alles, was es für die Armee gibt, wenn man mal von dem Special Edition Captain absieht, den Iceeagle erwähnt hat, und den es im Release-Bundle gab.

Mit den Curtailers und den beiden Offizieren kommt man dann auf 260 Punkte, würde also 10 Punkte über dem Limit liegen. Aber hier greift etwas, worüber ich mich erst gewundert habe. Im Action Pack liegen auch zwei Einheiten-Karten für einen Grand Captain und einen Aurios bei. Hierbei handelt es sich um die No-name Varianten der oben beschriebenen, besonderen Charaktermodelle. Die Regeln sagen hier, dass man diese namenhaften Helden auch als die No-Name Variante spielen kann. Und da die in den Punkten ein wenig günstiger sind, kommt man somit auf die benötigten 250 Punkte. PS: Der Special Edition Captain wäre dann der benannte, namenlose Grand Captain.

Warcrow wächst ja eher langsam, aber es sind ja schon weitere Modelle angekündigt, aktuell die Elite-Nahkämpfer der Syena Wardens und das besondere Charaktermodell Neakail Oen Fhiahra. Damit hätte man dann auch ein wenig mehr Auswahl.
Und der Fluff spricht unter anderem noch von Zentauren und einer Art Ziegen/Hirsch Kavallerie.



Apropos Hintergrund. Der ist doch besser geschrieben als gedacht. Leider wird da bisher wenig drüber geredet – was aber daran liegt, dass die Armeen an sich doch recht generisch aussehen. Ich versuche hier mal einen kleinen Abriss. Das mag auch etwas ironischer daherkommen und nicht so ganz stimmen, aber bei Interesse kann ich gerne auch ein wenig mehr schreiben – und dann weniger flapsig.

Warcow spielt auf der Welt Lindwurm. Diese hat zwei Monde und wird alle rund 1000 Jahre von einem magischen Asteroiden passiert, den die Einwohner Warcrow nennen. Immer wenn der Asteroid den Planeten passiert, kommt es zu einem massiven Anstieg der Magie in der Welt, was sich immer in massiven Umwälzungen äußert. Bei der letzten Passage von Warcrow ging das mächtige Elfenimperium von Gal Assail zu Grunde, was aber den Weg für den Aufstieg der Menschheit ebnete. Außerdem wabert seitdem ein seltsamer magischer roter Nebel durch die Lande, der alles Leben tötet, das mit ihm in Berührung kommt – oder es in rasende Monster verwandelt. Nun nähert sich Warcrow erneut – und schon jetzt merken die Völker den Anstieg der Magie und auch der rote Nebel wird häufiger und stärker – und alle fragen sich, was für Umwälzungen die nächste Passage bringen wird…


Hegemony of Embersig

Praktisch die Allianz von Warcraft, wenn die Allianz kompetent und expansionistisch veranlagt wäre. Will heißen: Primär Menschen, die aber auch Zwerge und Elfen in ihren Reihen willkommen heißen. Und im Gegensatz zu den Cities of Sigmar bei AoS gibt es auch entsprechende Modelle in den Reihen der Armee. In knapp hundert Jahren seit ihrer Gründung ist die Hegemonie zum mächtigsten Menschenreich aufgestiegen – was vor allem an einer straffen Organisation und der gut ausgebildeten Armee der Black Legion (ja ja… ) liegt. Das aktuelle Problem der Hegemonie ist aber, dass die ihre Grenzen überdehnt haben. Außerdem haben sie es fertig gebracht, sich mit ihrer Expansion so ziemlich jede andere Fraktion des Settings zum Feind zu machen.
Optisch sind die Modelle mal wieder eine Fantasy-Version der Landsknechte bzw. des WHFB Imperiums – Fußtruppen, Doppelsöldner-Bihandkämpfer, Musketenschützen, dick gepanzerte Ritter, erfahrende Haudegen als Anführer, ihr kennt die Routine.


Northern Tribes

Ist die Hegemonie die Allianz, so sind die Nothern Tribes die Horde. Ein Zusammenschluss aus den Völkern der Orks und der Varank. Letztere sind das Semi-Äquivalent zu den Warcraftschen Trollen – drahtige, blauhäutige Spitzohren, aber anstelle von einem Voodoo/Jamaika-Einschlag ist hier der Hintergrund eine kuriose Mischung aus skandinavischen Wikingern und der Polynesier-Kultur. Beide Völker waren lange verfeindet und bewohnten den nördlichen Kontinent von Lindwurm. Allerdings hat dort zuletzt der rote Nebel massiv zugenommen und so die beiden Völker zur Kooperation und einen Zug nach Süden gezwungen. Dabei konnten sie der Hegemonie eine Provinz entreißen und bedrohen nur quasi alle anderen Fraktionen.
Optik ist klar: Klassische Warcraft-Orks und die eher frischeren Designs der Varank – deren im Hintergrund fest verankerten Tattoos dürften aber verdammt schwer zu Malen sein.


Syenann

Mehr oder weniger das klassische Elfen-Trope. Wie erwähnt ging das Elfenimperium von Gal Assail vor rund 1000 Jahren im einem blutigen Bürgerkrieg unter. Die (vermeintlich) guten Elfen und quasi Gewinner des Krieges merkten aber, dass die so geschwächt waren, dass die ihr Reich nicht halten konnten – also ab mit den willigen Überlebenden in die magischen Wälder, die dortigen Naturgeister entdeckt und flugs mit denen verbunden – und fertig sind die Waldelfen. Jahrhunderte in Isolation konnten die Syennan theoretisch den roten Nebel als einzige Fraktion sogar zerstreuen – sie haben dies aber nur in ihren Wäldern gemacht. Mit der Zunahme der Magie funktioniert dies aber nicht mehr richtig – außerdem dringen die Menschen immer öfter in deren Wälder vor. Die Syenann haben dafür eine einfache Lösung: Gewalt. Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht. Wer sich den Syenann gegenüber ergeben sollte wird trotzdem niedergemacht – auch Siedlungen um die Wälder sind nicht mehr sicher. Unschwer zu sagen, dass sich die Baumkuschler damit keine Freunde machen.
Die Optik könnt ihr ja hier sehen. Klassische Waldelfen – inklusive Blätter-Rüstungen, viele Bögen und ein wenig Elfen-Folklore.


Scions of Yaldabaoth

Erinnert ihr euch an den Elfen-Bürgerkrieg? Das hier sind die bösen Jungs und Mädels darin. Die hier waren bei der letzten Passage von Warcrow dafür, der Magie ungezügelt freien Lauf zu lassen. Dummerweise führt der exzessive Einsatz von Magie in der Welt von Warcrow aber zu Mutationen (Chaos, ick hör die trapsen). Und, ja, recht bald wurden diese Elfen zu mutierten Kreaturen, die dann ihr eigenes Volk angriffen. Im Krieg fast ausgelöscht, zeigte sich aber, dass diesen mutierten Elfen der rote Nebel nichts anhaben konnte – also haben sie sich dorthin zurückgezogen und konnten sich erholen. Jetzt, wo die Magie wieder zunimmt ist für die Scions der Zeitpunkt der Rache gekommen.
Optisch vielleicht die eigenständigste Fraktion. Diverse Mutationen mit ein paar noch recht normal aussehenden Elfen. Dazu einige aus anderen Völkern gezüchtete Monstrositäten.


Feudom

Steht wohl für Feudal Kingdom (originell…) und ist die zweite Menschenfraktion des Settings. Das wesentlich ältere Reich der Menschen und quasi die Bretonen der Settings (Feudalstruktur, Ritter, zum Dienst geknechtete Bauern, französisch klingende Namen). Außerdem religiös – allerdings wird eine kriegerische, ehemals elfische Mondgöttin angebetet – für Elune! Okay, sind eigentlich gleich zwei Mondgöttinnen – eine für jeden Mond, eine positiv besetzt, die andere eher negativ. Ansonsten die typischen religiösen Kreuzzugs-Fanatiker – und mit einer strikten Humanity First Politik. Will sagen, für die Feudoms ist nur ein toter Zwerg/Elf/Ork/Varank ein guter Zwerg/Elf/Ork/Varank. Militärisch aber gegenüber der Hegemonie arg ins Hintertreffen geraten. Das die Embersiger den Feudoms eine ihrer angestammten Kernlande durch einen geschickt eingefädelten Coup entreißen konnten und die Feudoms nicht in der Lage sind, diese zurückzufordern, lässt Bände sprechen. Allerdings sind die auch die Fraktion, die aktuell am meisten unter dem roten Nebel leidet (noch mehr als wie die Northern Tribes) – aber mit der Zunahme der Magie werden auch die real existierenden Mondgöttinnen stärker und beschenken ihre Anhänger mit immer stärkeren Gaben.
Optisch klar die Ritter-Fraktion und auch die Frankreich Thematik ist stark mit diesen da. Die ganzen Doppel-Mond-Symbole an den Figuren werden durch den Hintergrund wohl klarer.


Mounthaven

Jop, die typischen Tolkien-Zwerge. Also: Geschickte Bergleute, Handwerker und Schmiede in ihren Hallen aus Stein. Mit eine der ältesten Rassen des Settings, die sich noch an den vorletzten Vorbeizug von Warcrow erinnern können – und an das Reich der mittlerweile ausgestorbenen Astar, das damals zu Grunde ging. Ansonsten wollen die Zwerge der Welt den Frieden bringen und haben die letzten hunderte von Jahren in ihren Bergfestungen an Stärke gesammelt – für den Krieg der alle Kriege beenden soll. Unschwer zu sagen, dass die Stumpen hier an massiver Selbstüberschätzung leiden – zumal genug Zwerge über diesen Wahnwitz abtrünnig geworden sind und sich lieber der Hegemonie angeschlossen haben.
Optisch die klassischen Zwerge. Dicke Rüstungen, geometrische Formen, es sind im Regelbuch auch nur ein paar Minis abgebildet. Die dürfen wie die Syenann nach dem Disciples / Feudom Doppelpack wieder Stand alone rauskommen.


Was danach noch kommen können:

Merchant Alliance – im Südosten der Karte ansässige, menschliche Händlergilde. Könnten Söldner, quasi-Venezianer und / oder Piraten werden. Klingen nach Game of Thrones‘ Free Cities.
Osman – Menschenreich, liegt im Süden der Hegemonie und macht immer mal wieder Ärger – die klassischen Sarazenen / Orientalen (der Name ist leider wenig originell).


So viel erst einmal.
Ich werde später noch ein paar Bilder meiner fertigen Syenann machen und hier einstellen.
 
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Gestern habe ich in Bezug auf Warcrow einmal mehr Licht und Schatten erlebt.

Ich hatte mir noch ein paar mehr Minis für die Hegemonie bestellt – einmal die Black Angel Knights und die Aggressor Bihandkämpfer. Und da konnte man gut die beiden Enden der von Corvus Belli verwendeten Materialien sehen.

Die Ritter sind wie auch schon die berittene Hetman aus diesem „blauen“ und echten Resinguss – und ebenso qualitativ hochwertig. Praktisch keine Gussgrate, perfekte Passgenauigkeit (von der Gummilanze einmal angesehen, die ich aber mit etwas heißem Wasser gut wieder gerade bekommen konnte) – und ein Träumchen beim Zusammenbau. Komplett mit Wasser vorbereiten und Geradeziehen der Lanze hat der Bau des einen Ritters keine 20 Minuten gedauert.

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Dagegen die Aggressors… Die sind wieder aus dem Siocast Material – und da hatte ich bei zwei Figuren, der Anführerin und einem Soldaten, an den Armen so klare Spaltmaße, dass ich die mit Putty ausfüllen musste. Außerdem ist der Guss im Vergleich zu den Black Angel Knights nicht wirklich gut – um es mal nicht Katastrophe zu nennen. Ihr seht es ja selber.

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Ich wünschte mir hier, dass Corvus Belli alle Minis aus dem echten Resin gießen würde. Aber das scheinen die teilweise begriffen zu haben, denn zumindest für die kommenden besonderen Charaktermodelle ist jetzt auch das bessere Material angekündigt worden.

Gut, man muss auch bedenken, dass die Ritter in der Box stolze 70 Euro UVP kosten, was dann 35 Euro für einen Resin Knight wären. Mit Rabatten kriegt man die Kiste schon für etwas über 50, aber teuer ist das schon. Mehr als eine Einheit braucht man aber von denen eh nicht, da die auf eine Einheit pro Armee beschränkt sind.

Unterm Strich würde ich mir aber wünschen, dass Corvus Belli das blaue Resin für alles verwenden würde – ich wäre auch bereit, dafür mehr zu bezahlen, denn immerhin stimmt die gebotene Qualität hier bisher uneingeschränkt.
 
Großer Schwung an Neuigkeiten zu Warcrow - vom Brückenkopf in einer schönen Bilderstrecke wiedergegeben:

Link zum Brückenkopf

Darunter:
  • Actionpacks für Hegemonie und Northern Tribes - sehr, sehr gut. Kriegt man die Minis aus der Grundbox und dem Boardgame jetzt auch so.
  • ganzer weiterer Schwung an Teasern für Feudom - inklusive "Jeanne d'Arc" und "la Hire" - Genevieve sieht klasse aus
  • Baum-Elfen-Hybriden für die Syennan, okay
  • mehr Untoten / Cthullu Zeug für die Scions - weiterhin die Fraktion, die mir so gar nichts sagt
  • Mit dem War Rig für die Hegemonie auch das erste Großmodell - ich finde den Walker gut.

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Zwei weitere Anmerkungen zu meinen Erfahrungen:

Ich habe mir für die Hegemonie jetzt noch die letzten Minis gekauft. Die Bulwarks waren die erste echte Enttäuschung, was die Gussqualität angeht, vor allem was die Speere (massive Gussgrate) and zwei der Körper (Formversatz) angeht.

Außerdem scheint das blaue Resin doch ein gewisses Formgedächtnis zu haben, denn die gerade gezogene Lanze des Black Angel Knights biegt sich langsam wieder nach unten weg - schade. Hätte ich das Teil eventuell länger im heißen Wasserbad lassen sollen?
 
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Außerdem scheint das blaue Resin doch ein gewisses Formgedächtnis zu haben, denn die gerade gezogene Lanze des Black Angel Knights biegt sich langsam wieder nach unten weg - schade. Hätte ich das Teil eventuell länger im heißen Wasserbad lassen sollen?
Heißes Wasser, zurückbiegen, dann kaltes Wasser sollte reichen.
Hast du das so gemacht?
 
Heißes Wasser, zurückbiegen, dann kaltes Wasser sollte reichen.
Hast du das so gemacht?

Das mit dem kalten Wasser habe ich nicht gemacht. Ich habe es jetzt nochmal geradegezogen und diesmal direkt von heiß nach kalt. Mal schauen, ob es jetzt hält.

Du meinst, wo du eine Designsprache oder -Konzept vermisst, oder die dir einfach ästhetisch oder erzählerisch nicht zusagt?

Hintergrund ist ganz okay, die sehen sich ja als die Opfer der großen eflischen Bürgerkrieges sind aber gleichzeitig doch wieder von maßloser Überheblichkeit geplagt. Allerdings finde ich die Fraktion optisch zu bemüht. Diverse Gerade an mutierten Elfen, die wahlweise Fleichformer-Bestien, magisch erzeugte Mutanten und/oder Untote anführen. Weniger wäre mehr gewesen, denke ich.
 
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Gutes Review von Dennis. Ich denke, dass ich mir die neuen Starterbox zulegen werde. Denn zum einen bin ich von den Feudoms schon sehr angetan - und ich will nicht ein knappes Jahr warten müssen, bis die die Minis mal in einem Action Pack der Fraktion bringen. Außerdem brauche ich ja noch die Marker und Schablonen. Hier stimme ich Dennis zu - echt schade, dass es für die keine Kopierseite im dicken Regelbuch oder ein online pdf-Template gibt.

Bei den Minis entspricht sein Eindruck ja dem, den wir hier auch schon hatten. Die blaugraue Resin (Unicool soll das heißen) ist nahezu perfekt, während es bei den Siocast-Minis sehr stark darauf ankommt, was man für einen Guss bekommt.

PS:
Auch hier gebe ich Dennis recht - die Scions Minis wirken in grau einfach besser - wohl ein typischer Fall von falscher Promobemalung.