Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story

Nakago

Grundboxvertreter
Besh

Unser freundlicher Scout hält Wort und führt uns in den sehr abgelegenen Minenbereich. Über weite Strecken ist das Areal total unbeleuchtet. Die Wände, Boden und Decke bestehen aus unverkleidetem Gestein. Der Boden ist nur grob geglättet. Man merkt, dass der Minenverkehr über weite Strecken primär über schwebende Fahrzeuge absolviert wird. Die Luft ist abgestanden und muffelt nach Müllhalde, da hier und da organisches Material vor sich hin rottet.

Gerade noch rechtzeitig bemerken wir eine auf uns zukommende Patrouille des Feindes. Wir huschen in einen Nebenstollen und gehen in volle Deckung. Mehrmals wird hier hinein geleuchtet und dem letzten Wächter muss etwas auffallen. Zum Glück sind es nur drei Droiden und als sie sich uns nähern, ist es uns ein leichtes, sie über den Haufen zu schießen, während ihre Kommunikation blockiert ist. Dank unserer schallgedämpften Waffen ist nur das klappern von Metall auf harten Stein zu hören, als die Droiden aus Einschusslöchern qualmend zusammen brechen. Für einen Moment halten wir lauschend inne, aber nichts lässt darauf schließen, dass unser Feuerüberfall registriert worden ist.

Mein Scanner zeigt einiges an Aktivitäten vor uns an. Die kleine Gruppe Söldner, die Urdaa angeblich anführt, entpuppt sich als komplette Kompanie aus fünf Zügen mit je zwei Trupps zu zwölf Einheiten unterschiedlicher Droiden. Wobei jeder Trupp von einem Überschweren Kampfdroiden oder Executer angeführt wird. Dazu noch ein "Bohrpanzer", in dem Urdaa hocken muss. Der Bohrpanzer ist äußerst primitiv mit einer Kettenlaufwerk und zwei leichten Repetierblastern, die seitlich aus schwenkbar sind. Vorne ist eine riesiger Bohrkopf angebracht. Das ganze macht einen äußerst primitiven Eindruck und das hinten angebrachte Typenschild gibt als Herkunftsplaneten Garmorra an, was niemanden überrascht, da die Technologie dort stabil, aber primitiv ist. Das richtige für Urdaa, nicht mal sie kriegt das einfach so kaputt. Es gibt noch ein zweites, moderneres Bohrgerät.

Bei unserer Ankunft teilt sich die feindliche Kompanie auf, zwei Züge nach links mit dem Bohrfahrzeug, drei Züge und der Urdaas Bohrpanzer nach rechts. Jetzt ist die Frage, wie gehen wir die Sache an. Aufgrund unseres Besuches in der Sicherheitszentrale von Mine 97 haben wir einen genauen Plan der Umgebung. Vor uns liegen alte Wohnbereiche für Sklaven, dazu noch ein Parkbereich für schweres, aber mobiles Bohrgerät, eine kleine Werkstatt für die Wartung und Betankung. Zu guterletzt noch einen Sicherheitsbereich der Pykes, von dem vier leichte Repetierblaster in ausfahrbaren Türmen gesteuert werden können. Um die wilden Spinnen draußen zu halten, wurden alle großen Zugänge gesprengt. Es gibt noch zwei kleine enge Stollen, die tiefer in die dahinter liegenden Bereiche führen. Aber eine tiefe Klamm sperrt den Bereich für jeden, der nicht fliegen kann. Also müssen die Droiden sich durch graben, wenn sie in den dahinter liegenden Bereich kommen wollen.

Nach eingehender Analyse der Umgebung ist ein Angriff in zwei Phasen wohl die einzige Möglichkeit. Als erstes greifen wir die linken Züge an, kämpfen sie nieder. Danach flankieren wir den Panzer und schießen ihn ab, bevor wir dann den Rest aufwischen. Hört sich nach einem guten Plan an, ist ja auch von mir.

Nescha und seine Jungs bleiben mit Esra zurück, während wir uns in den Sicherheitsraum der Pykes schleichen, der leicht links von uns liegt. Der ist immer noch so verschlossen, wie die sich zurückziehenden Pykes ihn verlassen haben. Scavangerbot 523 betätigt sich mal wieder als formidabler Türöffner und bringt uns problemlos in den Raum hinein. Blöd nur, dass die Pykes wohl schon vor längerer Zeit alles hier abgebaut haben. Nur noch ein paar Kabelenden ragen aus dem Fußboden hervor, wo früher wohl eine Steuerungskonsole gestanden haben muss. Aber Scav ist guter Dinge, dass er damit trotzdem die vier Selbstschussanlagen hacken kann, die sich in diesem Bereich finden. Zwei sind auf die engen Durchgänge zum Klammweg gerichtet, die noch offen sind. Die anderen beiden Sentrys auf die blockierten Zugänge. Ohne große Probleme programmiert Scavangerbot die eine Sentry um, so dass sie nun Droiden statt Spinnen angreift, die andere wird er manuell steuern.

Wir geben Nescha Bescheid, der sich nun in Position bringt, den Feind von hinten auszurollen, während wir ihm in die Flanke fallen werden. Derweil Scavangerbot alleine zurück bleibt, rücken wir restlichen Crewmitglieder der "Vanguard" vor. Wir sickern in den Werkstattbereich der verlassenen Minensiedlung ein. Überall liegt noch Unrat und nicht mehr verwertbarer Schrott herum. Die Wände und Decken sind unbearbeitet, nur der Boden ist geglättet, um den Sklaven die Bewegung zu erleichtern. Beleuchtung gibt es hier so gut wie keine.

An einer scharfkantigen Biegung gehen wir in Stellung. Die Droiden haben in diesem Bereich tragbare Leuchter aufgestellt, während das Bohrfahrzeug versucht, durch den Schutt zu kommen. Sieht so als, als wäre das Areal von der aufgegebenen Mine mit einer Sprengung getrennt worden. Die Droiden schauen fast alle zum Bohrfahrzeug hin. Es gibt keine Perimetersicherung, keinen Wachposten für den Rückwärtigen Raum. Die fühlen sich hier so sicher, dass sie nicht mal die elementarsten Vorkehrungen treffen. Das ist wirklich sträflich nachlässig und sie werden für ihre Unbekümmertheit nun den absoluten Preis bezahlen.

"Wir sind in Stellung und bereit für den Angriff", gebe ich durch.

"Von mir aus kann es losgehen", meint Nescha, der schon vor uns seine Position erreicht hat.

"Dann starte ich jetzt!", gibt Scavangerbot durch und aktiviert die Sentrytürme. Die fahren aus und eröffnen das Feuer auf die Droiden, die quasi fast schon vor den Mündungen stehen. Da von hier aus nicht jeder ein freies Schussfeld hat, nutze ich die ausbrechende Konfusion unter den Droiden, die vollkommen überrascht von unserem Angriff sind und bewege mich zwischen zwei Bohrmaschinen, die hier still vor sich hinrosten. Das gibt mir etwas provisorische Deckung und ich schieße auf einen der schweren Anführer und treffe ihn mit voller Wucht, wenn auch nur einmal. Der richtet sich nun nach mir aus, wird dann aber von Edna endgültig mit einem weiteren guten Treffer erledigt. Ich ziehe nun als nächstes Ziel verstärkt Feuer und werde auch trotz meiner guten Stellung und hervorragenden Rüstung verletzt.

Nakagos wirre Gedanken

Ab diesem Zeitpunkt begannen die Würfel verrückt zu spielen. Unser SL hatte verdammt viele Triumphe und zum Ausgleich hatten wir ein Verhängnissymbol nach dem anderen. Im laufe dieser Sitzung kassierte Lyra insgesamt fünf kritische Wunden und das ist mehr als in den letzten zehn Sitzungen zusammen! Und im Rückblick war die auch danach nie mehr der Fall.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Cresh

Ich beiße die Zähne zusammen, als sich das ionisierte Plasma sich durch meine Rüstung bohrt. Autsch, dass hat jetzt weh getan! Shaka ergeht es noch schlechter, da sie komplett zu Boden geht. Der Kampf läuft nicht so, wie er sollte. Trotz des Überraschungseffektes hat unser plötzlicher Angriff nicht die durchschlagende Wirkung, die ich mir von ihm erhofft habe. Natürlich hat der Feind die numerische Überlegenheit, aber wir greifen komplett unerwartet aus zwei verschiedenen Richtungen an und die von mir erhoffte Konfusion in den Reihen unseres Gegners ist vollkommen ausgeblieben. Nicht gut!

Nun ja, nicht zu ändern. Dafür sitzt meine nächste Garbe um so besser. Zuerst schieße ich den Droiden um, der mich verletzt hat, dann noch einen der schweren. Nescha macht Fortschritte und Scav schafft es nun endlich mit der Sentry auch was zu treffen und nicht nur Löcher in die Wände zu stanzen. Edna rückt vor und mäht weitere Droiden nieder.

Die Bohrmaschine dreht nun und versucht Edna zu rammen, der gegenüber meine Position Stellung bezogen hat. Er hat sich hinter der Ecke eines Containers verschanzt, der wohl als eine Art Werkstatbereich herhalten muss. Der Bohrer rammt sich durch den Container und treibt Edna ins Freie. Ich warte nicht, bis die den Hapaner mit dem riesigen Bohrkopf zermalmen. Ich eile aus meiner stabilen Stellung heraus und versuche hinter die Maschine zu kommen, da dort eine offene Luke ist, durch die ich die Besatzung beschießen kann. Mit einem Sprung schaffe ich es, gerade noch rechtzeitig einen guten Winkel zu erreichen und schieße die Besatzung zu Klump. Die Maschine dreht sich auf der Stelle im Kreis, schrammt über die Felsen an der Wand und ein Hagel von Steinbrocken hämmert auf mich hinein. Diese Steine sind nicht in der Lage, die Rüstung zu durchschlagen, aber allein der Aufprall treibt mich zurück in die Trümmer des Containers. Hart komme ich auf und ich glaube, ich hab mir gerade eine Rippe angeknackst.

"Fierfek!", meine ich, rapple mich auf und mach, dass ich aus dem Vernichtunsradius der immer noch wild um die eigene Achse rotierende Bohrmaschine komme. Auch Edna hat es Geschafft, auf Abstand zu gehen. Die restlichen Droiden nieder zu kämpfen ist nun kein Problem mehr, da sie nun in unserem Kreuzfeuer zusammen geschossen werden. Geht doch! Damit hätten wir die erste gegnerische Gruppe von uns erledigt. Ich gebe mir ein Stimmpack und lasse gleich die leere Kartusche nachladen, so dass mein Drogenspender wieder seine drei Ladungen hat. Auch Shaka bekommen wir wieder auf die Beine. Hier liegen viele hochwertige Waffen herum, aber es leider nicht an der Zeit, die hier mitzunehmen, schließlich haben wir noch ein Ziel zu verfolgen, nämlich Urdaa.

Unser Feuerüberfall ist nicht von der anderen Gruppe registriert worden. Wahrscheinlich macht der Bohrpanzer einfach zu viel Lärm und Nescha ist es gelungen, die Kommunikation zu blockieren. So was ist schon praktisch. Schade, dass wir so was nicht hinbekommen.

Nun wird es etwas haariger werden, da der Feind hier einen Panzer hat, den wir erst knacken müssen. Dafür habe ich den richtigen Öffner dabei, aber nur noch zwei Raketen. Die müssen reichen. Ich hoffe, dass diese den Panzer nur so weit beschädigt, dass Urdaa noch ausbooten kann. Tot ist sie nur die Hälfte wert.

Der Angriff hier lief jetzt schon nicht so gut, wie geplant. Trotz ihrer schlechten Aufstellung und Sorglosigkeit war es hart, sie nieder zu kämpfen. Auf der rechten Seite ist ein kompletter Zug mehr und die haben mehrere Executer in ihren Reihen. Ein Spaziergang wird das nicht. Mein Blick fällt auf den Bohrer, der inzwischen aufgehört hat zu kreiseln. Wahrscheinlich ist irgendwann eine Automatik eingesprungen, um den Bohrer anzuhalten. Ich komme mir etwas blöd vor, Shaka vorzuschlagen, den Bohrer in eine rollende Bombe zu verwandeln. Normalerweise ist es ja die blaue Twi´lek, die alles mögliche in die Luft jagen will. Jetzt, wo es mal richtig sinnvoll und taktisch klug ist, ziert sie sich. War ja klar! Rational war Shaka noch nie und wieder mal wird mir klar, warum ihre Zelle so gescheitert ist. Die Frau hat kein Gespür dafür, wann welche Maßnahme wann sinnvoll ist. Es wundert mich nur, dass dies keiner aus ihrer Zelle erkannt hat.

Nun ja, nach etwas hin und her bequemt sich unsere Sprengstoffexpertin ihren Job zu machen, nachdem ich sie ausnahmsweise mal motiviert habe, dass zu tun, was Notwendig ist. Scav und ich manipulieren die Steuerung, so dass wir eine gewisse Programmabfolge einprogrammieren können. Ist nicht so schwer, da es nur darum geht, gerade aus zu fahren. Aus reichlich vorhandenen Treibstoffkanistern und der immer noch gefüllten Tankstelle gelingt es Shaka dieses Gefährt in eine rollende Bombe zu verwandeln. Wir fahren es in seine Ausgangsstellung und verdämmen dann den hinteren Teil so gut wie mit unseren Mitteln möglich. Nun kann es losgehen.

Während Nescha den Gegner von hinten aufrollen wird, werden Scavangerbot und ich uns um Urdaas Panzer kümmern und den Gegner dann von vorne her aufrollen. Shaka und Edna werden in die Flanke fallen. Das wird nicht einfach werden, aber wenn wir es einfach hätten haben wollen, wären wir nicht hier. Ich hoffe nur, dass die Explosion am Anfang einen großen Teil der Droiden zerstören wird. Drei volle Züge sind doch eine Nummer zu groß für uns.

Die Annäherung über den Klammweg klappt ohne Probleme. Jenseits der Klamm kann ich durchaus Bewegungen mit meinem Scanner erfassen. Aber offensichtlich scheinen die Spinnen ein Problem damit zu haben, über die Klamm zu kommen. Ich weiß nicht, wie mobil diese Gewürzspinnen wirklich sind, dass sie sich von diesem Abgrund abhalten lassen. Oder hier gibt es etwas da drinnen, was auch den Spinnen gefährlich werden kann. Wie auch immer, wir haben keinen Kontakt und erreichen unsere Startposition. Vor mir arbeitet sich der Panzer langsam aber stetigt durch den Schutt. Ein paar Droiden stehen hier herum und tun tatsächlich so, als ob sie den Perimeter sichern würden. Darunter befindet sich auch ein Exekutor und vor denen habe ich inzwischen Respekt. Wie gut das Scavangerbot an meiner Seite ist, um mich im Notfall abzuschirmen.

Ich nehme die Merr-Sonn PLX-2M zur Hand und lege sie abgekniet über Schulter. Nach einem kurzen Moment wechselt das rote Dreieck zu einem grünen Viereck. Das Ziel ist erfasst.

"Alle bereit?", frage ich über Funk.

"Klar doch!", meint Shaka und auch Nescha ist schon längst in Position.

"Schickt die Bombe vor!"

"Bombe ist unterwegs!", bekomme ich als Bestätigung zu hören. Durch den Lärm des Bohrpanzers bekomme ich so gut wie nichts mit. Aber dann detoniert wohl unsere Bombe, der Boden bebt und von Oben löst sich eine Menge Staub. Ich hoffe mal, sie ist da explodiert, wo sie bei den Droiden auch Schaden gemacht hat.

"Flieg und Sieg!", rufe ich aus und die Rakete verlässt den Werfer. Ich treffe das Chassis des Panzers gut, schalte ihn mit dem guten Treffer aber nicht aus. Obendrein habe ich nun die volle Aufmerksamkeit eines dieser Exekutor Droiden und der kommt verdammt schnell auf mich zu.

Nakagos wirre Gedanken

Manchmal ist es schon nervig. Normalerweise will Shaka überall ihre Bomben legen. Aber wenn es mal wirklich Sinnvoll ist, muss man den Spieler regelrecht anschieben, einen Sprengsatz zu bauen.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Dorn

Der Executer ist schneller an mich heran, als gedacht. Seinen mächtigen Hieb kann ich nicht wirklich ausweichen, werde hart getroffen und gegen die Wand geschleudert, wo ich herunter rutsche und für einen Moment benommen liegen bleibe. Der Merr-Sonn PLX-2M Raketenwerfer fällt zu Boden und ich hoffe, dass er durch diese rüde Behandlung nicht beschädigt wurde. Scavangerbot greift den Nahkampfdroiden mit seiner Vibroaxt an und trifft den Mistkerl ziemlich gut.

Ich reiße mich zusammen und quäle mich zurück auf meine Beine. Der heutige Tag ist nicht gut für meine Gesundheit. Aber ich schätze mal, unsere momentane Taktik ist das Optimum, was Erfolgsaussicht anbelangt. Allerdings denke ich nicht, dass dies hier wirklich sicher ist. Wir spielen hier mit hohem Einsatz und ich hoffe, der Preis ist das am Ende auch Wert.

Aber die Macht gibt mir die Kraft, mich zu fokussieren, als ich meine Cherkahänder ziehe. Die Waffe liegt gut und vertraut in der Hand. Für einen Moment scheint die Zeit einzufrieren und ich gönne mir einen Augenblick, meinen Gegner zu studieren. Dann explodiere ich Regelrecht und mit einem gewaltigen Hieb von Schräg oben nach unten zerteile ich den Droiden in zwei Teile. Das hat jetzt gesessen!

Ich stecke mein Schwert zurück und nehme den Raketenwerfer wieder auf. Mit einer fließenden Bewegung mache ich die Waffe bereit und lege sie mir auf die Schulter. Leider hat Urdaa in der Zwischenzeit den Panzer gewendet und der kommt mit einem rotierenden Bohrkopf auf mich zu gewalzt. Zwar kenne ich die technischen Spezifikationen dieses Fahrzeuges nicht, aber ich schätze, von vorne kommt der Sprengkopf nicht durch, weil da einfach zu viel massive Technik dazwischen ist. Ein Treffer würde zwar den Bohrer mit hoher Wahrscheinlichkeit massiv beschädigen und womöglich sogar unbrauchbar machen, aber damit bekommen wir Urdaa nicht aus dem Panzer heraus. Und da dies die letzte Rakete ist, die wir zur Verfügung haben, sollte die verdammt noch mal sitzen.

Ein weiterer schwerer Sicherheitsdroide rückt nach, den geht aber Scavangerbot sofort an, so dass der nicht auf mich schießen kann. Ich ziele und warte, bis im Absehen das rote Dreieck zum grünen Quadrat wird. Eine Warnung wird eingeblendet, dass das Ziel zu Nah ist und ich eventuell von der Explosion in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Aber zum umpositionieren habe ich keine Zeit mehr und muss volles Risiko gehen. Nicht auszudenken, wenn Urdaa den Bohrer einfach schwenkt und mich damit überrollt. Wir wissen ja alle, Überwalzen spart dem imperialen Steuerzahler Geld. Also drücke ich ab, auch wenn Urdaa natürlich keine Anhängerin des Imperiums ist. Gefährlich ist sie trotzdem. Ich ziele etwas weiter nach hinten an den Rumpf, um die Distanz minimal zu vergrößern. Die Rakete verlässt den Lauf und schlägt da auch ein, wo ich hingezielt habe. Ich bin gerade so weit genug weg, damit der Sprengkörper sich scharf macht. Die Detonation ist viel stärker als gedacht und ich werde von den Beinen gerissen und gegen die wenig überraschen äußerst unachgiebige Stollenwand geschleudert. Hart komme ich auf, rutsche daran herunter und weiß für einen viel zu langen Moment nicht, wie mir geschieht.

"Fierfek!" fluche ich und versuche etwas durch den Qualm und Rauch zu sehen. Mein internes Display zeigt nur schwärze und ich muss es rekalibrieren, um überhaupt wieder ein Bild zu haben. Der Panzer ist immobil und brennt. Der fährt nirgendwo mehr hin. Urdaa ist im Kampfraum eingesperrt, was momentan nicht so gesund sein dürfte, da der Panzer ja in Flammen steht. Durch einige Risse lecken die Flammen in den Kampfraum hinein. Verbrennen ist ein ziemlich übler Tod, selbst für eine so fiese Huttin wie Urdaa. So einen grausamen Tod hat selbst sie nicht verdient. Gerade als ich mich mal wieder auf die Beine zurück quäle, kommt ein leichter Sicherheitsdroide in mein Blickfeld. Er trägt ein Blastergewehr mit verstärktem Lauf, was ihm eine höhere Durchschlagskraft verleiht. Zwar versuche ich noch zur Seite aus dem Schuss zu hechten, werde aber trotzdem getroffen. Ein ziemlich übler Schmerz durchfährt mich und für einen Moment verliere ich das Bewusstsein.

Dann bin ich wieder da. Ich blinzele und sehe Shaka vor mir aufragen. Es können nur einige Augenblicke vergangen sein, da der Panzer immer noch brennt und Urdaa nun anfängt äußerst kläglich zu schreien. Obendrein kann ich auch noch Gefechtslärm hören, aber nur noch wenig.

"Status?", frage ich und komme vor Schmerz stöhnend auf die Beine. Sofort löse ich zwei weitere Stimpacks auf, um halbwegs wieder Fit zu werden.

"Wir gewinnen und rollen den Feind auf", meint Shaka und schießt einen weiteren leichten Sicherheitsdroiden nieder. Schießen kann die Twi´lek, muss man ihr lassen.

"Danke", meine ich ehrlich für die Rettung und laufe nun zum Wrack des Panzers. Mit den restlichen Droiden werden die anderen auch ohne mich fertig, da vertraue ich auf die Fähigkeiten meiner Kameraden. Die Luke klemmt, also ziehe ich meinen Cherkahänder und benutze diesen als Hebel, da hier gerade leider keine Brechstange, Thermoschneider oder Vibrotrennscheibe herumliegt. Mit der Klinge kann ich ein paar Trümmerstücke abtrennen und schließlich den Mechanismus der Tür soweit lockern, dass ich die verdammte Tür auf bekomme. Urdaa kommt leicht angekokelt heraus gestürmt und ich kann gerade noch zur Seite zu treten, um nicht auch noch von einer mehreren hundert Kilo schweren Huttin überwalzt zu werden.

"Euer Vater, der hochgepriesene Wattoo schickt uns, oh mächtige Urdaa, um Euch von dieser Ödnis zu retten", überwältigt Edna Urdaa mit freundlichen Worten. Das ist vielleicht mal ein genialer Zug von dem Hapaner. Der weiß halt, wie man mit mächtigen Frauen umgehen muss, um sie ruhig zu stellen.

"Das wurde ja auch Zeit!", faucht diese uns kurzerhand an. Die Worte "Danke für die Rettung" kommen in Urdaas Sprachschatz definitiv nicht vor. Auch kommt sie in ihrer endlosen huttischen Arroganz gar nicht auf die Idee, dass wir vielleicht gar nicht hier sind, um sie zu retten. Nescha ist clever genug, auf dieses Spiel einzugehen. Mit etwas buckeln und hofieren schaffen wir so Urdaa von hier weg, ohne das diese sich wehrt oder wir sie durch die Gegend schleifen müssten. Und Hutten sind unglaublich schwer, die schleift man nicht so einfach über den Boden.

Wir verständigen uns hinter ihrem Rücken kurz über unser weiteres Vorgehen. Während Nescha unsere Akquise sichert, werden wir noch hier bleiben um die entflohenen Sklaven einzusammeln.

"Glaubt ihr, jemand ist darunter, der für seine Rettung bezahlen kann?", fragt Nescha in einem Tonfall, als hätte ich behauptet, einen Todesstern in meiner Tasche zu haben.

"Natürlich nicht! Aber es sind lebende Wesen und die brauchen unsere Hilfe", meine ich dazu. Der Kopfgeldjäger zuckt nur mit den Schultern und ich kann schon beinahe seine Gedanken lesen, so deutlich ist seine Körpersprache. Der hält uns glatt für vollkommen verrückt und es passt nicht in sein Weltbild, dass jemand Zeit, Gesundheit und vielleicht sogar Credits für irgend jemand in Not einsetzen könnte, den er nicht mal kennt. Aber so hat meine Mutter mich nun mal erzogen.

Während Nescha die immer noch an eine Rettung glaubende Urdaa abführt, ziehen wir uns in den Sicherheitsraum der Pykes zurück. Ich habe einige schlimme Verletzungen davon getragen, aber Scav und Edna zeigen, was für ein tolles Medicteam sie inzwischen geworden sind.

Nakagos wirre Gedanken

Wie der geneigte Leser sicherlich zwischen den Zeilen herauslesen konnte, wurden in diesem Kampf einige Verhängnissymbole gewürfelt. Deswegen explodierte ein Tank des Panzers und das gab satten Extraschaden von neun, die durchkamen. Bevor ich dann ein weiteres Stimmpack aktivieren konnte, wurde ich schon von einem leichten Sicherheitsdroiden abgeschossen. Das habe ich mir dann den Rest des Abends öfters noch anhören dürfen, das ein LEICHTER SICHERHEITSDROIDE mit einem einfachen BLASTERGEWEHR Lyra erledigt hat. Sie ging ja schon öfters zu Boden, aber da hat der SL schon etwas mehr auffahren müssen. Genau genommen haben der Executer und der Panzer Lyra erledigt, da der Droide nur drei Schadenspunkte verursacht hat. Aber Egal, Hauptsache der SL konnte sich darüber freuen. :D Pech, passiert. Ist in dem System halt so und in dieser Sitzung kam es halt Knüppeldick. Meine Entscheidung war richtig, den Panzer zu flankieren. Von Vorne wäre nichts durchgegangen und ihn komplett zu umgehen war einfach in einer Runde unmöglich. Hätte ich mich noch weiter wegbewegt, hätte Urdaa sich bestimmt um 180 Grad neu ausgerichtet. Mein Vorgehen war auch nach eingehender Analyse einfach Alternativlos und ich stehe dazu. Der Spieler von Edna hat sich mit seinem Manöver selbst übertroffen, Urdaa einfach vorzugaukeln, wir wären von ihrem Vater geschickt, um sie zu retten. Der SL hat ihre huttische Arroganz gut ausgespielt, dass sie das einfach so geschluckt hat. Natürlich war dazu auch eine Probe auf Täuschung fällig, aber Urdaa ist nun mal nicht die hellste.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Esk

Nachdem alle ihre Wunden im ehemaligen Sicherheitsraum der Pykes behandelt bekommen haben, heißt es neue Pläne über unser weiteres Vorgehen zu machen. Wir haben unser primäres Ziel, die Daten über den Aufenthaltsort unserer Schwestern in Erfahrung zu bringen, erreicht. Das sekundäre Ziel, die hochdotierte Akquise Urdaa zu fangen, ist ebenfalls erreicht. Normalerweise wäre das der Zeitpunkt mit dem bisher erreichten zufrieden zu sein und als Sieger das Gefechtsfeld zu räumen. Aber durch das erlangen der Information, dass sich hier entlaufene Sklaven befinden und auch weitere Verschleppte in einer Anlage gefangen gehalten werden, welche entfernt mit Projekt 17 zu tun hat, haben sich neue Optionen ergeben.

"Ich bin immer noch verwundet und sehe keinen Sinn darin, hier in ein Gebiet voller Spinnen einzudringen, nur um ein paar entlaufene Sklaven einzusammeln. Offensichtlich kommen die ja ganz gut alleine klar. Ich bin dafür, dass wir sofort den Rückmarsch zur "Vanguard" antreten", schlägt Shaka den leichtesten und vielleicht sogar in Anbetracht der Lage den vernünftigsten Weg vor.

"Da unsere Gegner auf diese entflohenen Gefangenen bereit waren, eine ganze Kompanie anzusetzen, gehe ich davon aus, dass diese für Trivex wichtig zu sein scheinen. Wir sind zwar alle durchaus angeschlagen, aber wir haben noch Munition und Ressourcen. In meiner Widerstandszelle hatte Leben retten immer die erste Priorität vor allem anderen. Wenn wir uns jetzt einfach zurück ziehen, wird Trivex einfach eine weitere Kompanie in diesen Bereich beordern, sobald klar ist, dass wir erfolgreich aus seiner Reichweite entkommen konnten. Einen zweiten Versuch, diese Leute zu retten, werden wir nicht bekommen", stelle ich meinen Standpunkt für dieses Thema klar. Ich unterlasse es Spitzen zu setzen, in dem ich die Erfolglosigkeit von Shakas Zelle betone. Das wäre ein persönlicher Angriff und würde die Stimmung nur vergiften. Das ist einer der Momente wo mir bewusst wird, wie sehr Shaka und ich in unseren Motiven unterscheiden, für die Allianz gekämpft zu haben. Mir war es einfach wichtig gewesen, für die Unterdrückten der Galaxis zu kämpfen, für die Freiheit meiner Heimat vor dem Unrechtsregime des Imperiums. So hat meine Mutter mich nun mal erzogen, Beschütze die, die deinen Schutz bedürfen. Shaka dagegen hat nur gekämpft, um sich zu rächen. Sie hilft anderen nur, wenn sie denkt, dass dies sie das gut vor anderen dastehen lassen wird.

"Informationen aus erster Hand zu bekommen, halte ich für strategisch Sinnvoll", meint Scav in seinem üblichen ruhigen Tonfall.

"Riesige Spinnen hören sich doch lustig an", meint Edna frohgemut, immer für ein neues Abenteuer bereit.

"Das bringt doch alles rein gar nichts! Wir sollten gehen und es gut sein lassen. Ich bin verletzt und brauche weitreichende medizinische Versorgung", beharrt Shaka, ist aber überstimmt. Trotzdem kann sie es nicht lassen, unablässig wie ein kleines Kind zu maulen, dass keine Tüte Sternenfritten bekommen hat, weil es gleich zu Hause was richtiges es zu essen gibt.

Allerdings gibt es durchaus noch ein paar praktische Probleme zu lösen, wie wir überhaupt in den Bereich kommen. Über die Klamm kommen Edna und ich ohne Probleme drüber, für den Rest ist eine schier unmögliche Kletterei. Auch ist so eine Rückführung der Gefangenen schier unmöglich. Also bleibt nichts anderes übrig, als uns durchzugraben. Bohrpanzer und das Bohrfahrzeug sind vollkommen zerstört, aber da standen ja noch zwei weitere Bohrmaschinen herum. Also schauen wir, ob wir die in Gang setzen können.

Allein schon in diese Vehikel rein zu kommen erweist sich als gar nicht so einfach, da wir die Zugangsluken ja für später noch brauchen. Aber Scav löst wie üblich das Problem mit Bravour. Eine der zwei ist beschädigt und war wohl mal zur Reparatur und Wartung vorgesehen, bevor dieser Bereich aufgegeben wurde. Die andere Maschine ist auch nicht gerade im besten Zustand, aber wir haben ja einen Ersatzteilspender direkt daneben stehen und eine vollständig eingerichtete Werkstatt zur Verfügung.

"Das dauert alles viel zu lange! Irgendwann wird denen doch auffallen, dass Urdaa nicht mehr herum jammert!", macht Shaka auf ein durchaus akutes Problem aufmerksam. Ist ja nicht so, dass wir nicht gesucht würden. Und wahrscheinlich wird es denen in der Zentrale irgendwann definitiv auffallen, dass Urdaa nicht mehr über Com herum heult. Aber vielleicht denken die sich auch, dass Urdaa eben länger braucht, ihre Mission zu erfüllen und zur Abwechslung einfach mal ihr dummes Maul hält. Beides ist möglich.

"Wenn du mehr mithelfen und weniger jammern würdest, wären wir schneller fertig", meint Edna leicht genervt und spricht mir aus der Seele.

Nach einer Stunde haben wir das Fahrzeug soweit instand gesetzt und aufgetankt. Sofort beginnen wir uns einen Weg in den verlassenen Teil der Mine zu bohren. Wir kommen recht schnell durch diesen Schutt. Der Bereich dahinter ist voller Spinnweben, also dem Rohstoff von Spice. Das dürfte Millionen von Credit wert sein. Allerdings haben wir keine Möglichkeit und auch nicht den Willen, dass hier zu ernten und lichtdicht abzutransportieren. Wir kommen etwa hundert Meter weit, dann kommen vom Antrieb komische Geräusche. Dann knirscht es äußerst unangenehm im Getriebesegment und mit einem Ruck kommen wir zu stehen.

"Hab ich es nicht gleich gesagt? Wir verschwenden nur unsere Zeit! Wir sollten schon längst von hier verschwunden sein", jammert Shaka weiter. Diese Frau geht mir ja so was von auf den Geist und ich denke, nicht nur mir. Wir haben alle Blessuren von dem Kampf davon getragen, aber hier sind lebende Wesen, die unsere Hilfe brauchen. So einfach ist das.

"Schauen wir, ob wir durch die Netze kommen", meine ich trotzdem vollkommen ruhig und steige aus. Überall wuseln kleine Spinnen herum. Oder besser gesagt, vergleichsweise kleine Spinnen, da die größer als eine Tooka sind. Ich kämpfe meinen Ekel nieder und unterlasse es, auf sie zu schießen. So lange sie uns nicht angreifen, werde ich denen auch nichts tun. Meine Mutter hat mich gelehrt, fremde Wesen nach ihren Taten und nicht nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Trotzdem schieße ich einmal kurz auf ein Netz um zu sehen, ob es gut brennbar ist. Leider ist das nicht der Fall.

"Habe ich es nicht gleich gesagt?", nervt die blaue Twi´lek wie ein kleines Kind weiter, dass seine blaue Milch nicht trinken will. Ich muss gestehen, so langsam würde es mich nicht wundern, dass meine Waffe irgendwann eine äußerst fatale Fehlfunktion hat, wenn Shaka gerade ganz rein zufällig vor der Mündung steht. Mir gelingt es, die bösen Worte, die mir auf der Zunge liegen, ungesagt zu lassen. Wörter sind wie Schwerthiebe, einmal ausgesprochen, bleiben sie in der Welt.

Da wir mit Feuer nicht weiterkommen, ziehe ich meine Cherkahänder und schlage auf das nächste Netz ein. Sauber frisst sich die Vibroklinge durch das Netz. So würde es gehen.

"Hallo?", höre ich eine männliche Stimme von weiter vorne aus der Dunkelheit heraus.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, ich war vom Spieler von Shaka in dem Moment äußerst genervt, konnte aber ruhig bleiben. Und ich denke, ich war da nicht der einzige am Tisch, dem es so erging. Rollenspiel an einem Tisch ist nun mal ein Gruppenspiel und jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, eine deutliche Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren. Vielen herzlichen Dank für das Like.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Forn

"Habt keine Angst, wir gehören nicht zu Trivex Söldnern, Crimson Dawn oder Projekt 17. Wir sind die Crew der "Vanguard". Vielleicht habt Ihr ja schon von uns gehört", rufe ich zurück und gebe mich zu erkennen. Natürlich würden fiese Gesellen auch behaupten, dass sie zu keiner dieser Verbrecherorganisationen gehören.

"Ich habe keine Angst und ich habe schon in der Tat von Euch gehört. Bleibt dort, wir holen euch", meint die Stimme und aus dem Dunkel schälen sich drei humanoide Gestalten.

"Er hat schon von uns gehört?", frage ich mehr oder weniger rhetorisch in die Richtung meiner Kameraden. Als sich eine der drei Gestalten nun vor uns steht, wird klar, warum er schon von uns gehört hat. Wie ein Häufchen Elend steht Tory vor uns. Die kleine Göre von Mine 169 sieht wirklich komplett durch den Wind aus. Von ihrer früheren frechen Aufmüpfigkeit ist nichts mehr geblieben. Sieht so aus, als wäre sie nun in der schmutzigen Realität angekommen und hat diese akzeptiert.

Das Trio wird von einem Mann angeführt, der schon deutlich älter ist. Wahrscheinlich jenseits der Sechzig, aber immer noch rüstig. Er ist der Anführer der Entflohenen und kennt sich etwas aus. Ein ehemaliger Söldner, der sich kreuz und quer durch die Galaxis gekämpft hat und irgendwann hier als Sklave gelandet ist. Alle nennen ihn nur Großvater und so tun wir das auch.

Wir werden in das "Lager" der Überlebenden geführt, dass eher einem verlassenen Spinnennest ähnelt, was es letztendlich wohl auch ist. Großvater scheint sich mit den Spinnen verständigen zu können, jedenfalls weichen alle vor uns zurück, bis auf ein Exemplar, dass immer den Weg durch die Netze weißt. Offensichtlich ist Großvater weit genug Machtsensitiv um die Spinnen in seiner Nähe zu unterwerfen. So ein Verbündeter ist natürlich nicht schlecht in so einer Umgebung. In dem Lager befinden sich dann insgesamt acht Personen verschiedenen Alters und Geschlechts. Sie sind alle Projekt 17 entkommen, aber dort befinden sich immer noch weitere Personen in Gefangenschaft.

"Die schneiden denen da das Gehirn heraus und machen auch ihnen fleischliche Droiden!", schnieft Tory und endlich kann sie ihre Geschichte erzählen. Nachdem Lyn auf Corellia aus dem Fenster geworfen wurde, war der Kampf recht schnell beendet. Moridia Vex gelang es meine Schwester recht geschwind zu überwältigen und Tory wurde ebenso fix von einem der Söldner betäubt. Sie wurden zuerst in einer Fabrik gefangen gehalten, wohl der Komplex, den wir infiltriert hatten und zu spät waren. Dann ging es mit einem Raumschiff nach Kessel zu dieser Anlage, wo auch andere Leute mit Machtfähigkeiten getestet wurden. Meine Schwester bestand den Test mit Bravour, Tory nicht. Sie wurden dann getrennt, aber Tory konnte mit ein paar anderen Gefangenen fliehen, da einer Machtsensitiv genug war, das Schloss der Zelle zu manipulieren. Leider wurden sie sofort entdeckt und konnten deswegen sonst keine weitere Zelle öffnen. Acht von ihnen haben es dann bis hierher geschafft.

"Ich habe dich nie aufgegeben, meine kleine Tory und ich bin froh, dass ich dich habe retten können", verkündet nun Shaka selbstgefällig. Ich unterlasse es festzustellen, dass Shaka teilweise durchaus stichhaltige Argumente gebracht hat, diese Leute hier einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Das Shaka die ganze Zeit vehement gegen jede rettende Aktion war und die ganze Zeit entweder dagegen argumentiert oder vor sich hin gejammert hat. Und jetzt tut die Twi´lek so, als wäre sie die treibende Kraft hinter dieser Rettungsmission gewesen. Ich kann gar nicht so viel essen, so wie ich jetzt kotzen könnte.

Wie auch immer, in dem Areal wo die Sündenreinigung an den gescheiterten Kandidaten für Projekt 17 stattfindet, befinden sich immer noch knapp zwanzig Gefangene. Die gilt es nun zu retten, bevor aus ihnen Degrierte werden. Auf Nar Shaddaa haben wir ja ein paar von ihnen schon gesehen. In einer grausamen Prozedur wird das Gehirn entfernt und durch eine biomechanische Steuereinheit ersetzt. Biologische Droiden sozusagen. Mit diesem Lebens verachtenden Vorgang ist also Sündenreinigung gemeint.

Wir haben Pläne von dem Areal. Es gibt einige Bereiche, die sind unglaublich stark gesichert, andere überhaupt nicht. Ich verstehe das Konzept dahinter nicht. Außer die Schwachstelle ist eine Falle. Aber auf der anderen Seite muss man die Pläne haben, um diese Schwachstelle überhaupt zu erkennen. Wir haben nun ein konkretes Ziel und damit eine weitere Mission.

Die Entflohenen haben gerade mal drei Blastergewehre, die sie Wachen abnehmen konnten. Damit gewinnt man keinen Krieg. So schnell wie möglich brechen wir mit den Leuten im Schlepptau auf und verlassen das Areal hier. Wir sind schon ziemlich lange unterwegs und bin Froh, dass man mich in der Grundausbildung schon darauf vorbereitet hat, mit wenig Schlaf lange Zeit auszukommen. Das schlaucht zwar, aber wir haben keine Zeit zu verlieren. Es gilt Menschenleben zu retten und was ist da schon etwas Schlafentzug? Dank der Ortskenntnis unseres Scoutdroiden, der tapfer im Pyke Sicherheitsraum ausgeharrt hat, kommen wir zügig und ohne Feindkontakt in das Areal von Projekt 17 an. Esra und die Entflohenen bleiben zurück, während wir "Profis" auf die Anlage vorrücken.

Zwei leichte Sicherheitsdroiden lungern hier vor dem Zugang herum. Jeder schaut in ein andere Richtung, ihre Blaster in Vorhalte. Aber ich habe noch sie gelangweilt wirkende Droiden gesehen. Aufmerksam ist anders. Ich erledige den rechten, Edna den linken mit unseren schallgedämpften Waffen. Kein Problem für uns "Profis". Scav betätigt sich wie schon so oft als Türöffner und öffnet das Panzerschott. Dahinter liegt ein generisches Treppenhaus aus unbehandelten Permabeton. Eine einzige flackernde Leuchtstoffröhre sorgt für Licht. Überwachungseinrichtungen wie Scanner oder Kameras sind keine zu entdecken. Ohne Codekarte oder einem formidablen Hacker wie Scav käme man hier ja auch nicht hinein. Wie auch immer, wir rücken weiter ungehindert in das tiefer gelegene Level mit den Gefangenen vor. Direkt neben dem Schacht ist der Überwachungsraum. Hinter dicken Transparistahl sind vier leichte und ein schwerer Sicherheitsdroide zu sehen. Der schwere scheint noch aus der Zeit der Pykes zu stammen, da er immer noch ihre Insignien trägt. Das lässt den Schluss zu, dass diese Anlage schon früher benutzt wurde, um bedauernswerte Degrierte herzustellen.

Unser Plan ist simpel, Tür auf, rein gehen und jeden Droiden über den Haufen schießen. Und so machen wir das auch. Ich mach den Anfang, nachdem Scav gekonnt die Tür geöffnet hat. Leider wirft meine Garbe nur zwei der Droiden um. Aber meine Kameraden wollen schließlich auch noch was zu tun haben. Gekonnt erledigt Edna zwei weitere der leichten Sicherheitsdroiden, Shaka den schweren. Leider hat der einen Flammenwerfer eingebaut gehabt und der Tank mit der brennbaren Flüssigkeit geht hoch. Nicht gut! Aber zum Glück gibt es einen Feuerlöscher und ich kann verhindern, dass die Steuerkonsole für die Gefangenenzellen abfackelt. So lassen wir die Gefangenen nun aus ihren Zellen. Die können ihr Glück kaum fassen, noch einmal von diesem schrecklichen Schicksal verschont worden zu sein.

"Los! Los! Los! Nicht stehen bleiben, immer in Bewegung bleiben!", treibe ich die Leute an und schaue schnell in jede der Zellen, um keinen hier zurück zu lassen, der vielleicht das ganze verschläft. Aber alle sind auf den Beinen, wenn auch nicht gerade im besten Zustand. Es handelt sich hauptsächlich um Menschen. Machtsensitive, aber eben nicht stark genug für das Eins aus Hundert Programm des neues Sithlords.

Scav und ich bilden die Nachhut, Esra, der Scoutdroide und Shaka die Vorhut und Edna passt im Zentrum auf Flankenangriffe auf. Zum einen haben wir in der Nachhut die Aufgabe, Verfolger zu vernichten und zum anderen müssen wir die Nachzügler motivieren, weiter Schritt zu halten. Anfangs können wir uns gut von der Anlage absetzen, aber die Leute sind nicht in der besten Verfassung. Das wird nicht einfach werden, die hier lebend raus zu schaffen. Möge die Macht mit uns sein.

Nakagos wirre Gedanken

Tja, da haben wir rein zufällig Tory wieder eingesammelt. Die kleine Göre scheint wohl doch nicht zum Feind übergelaufen zu sein. Jedenfalls spricht momentan alles dafür, dass sie keine Doppelagentin ist. Aber man weiß ja nie... Sith können so hinterlistig sein... Was wirklich "lustig" war, dass der Spieler von Shaka dann so tat, als wäre er die treibende Kraft hinter einer "aktiven" Suche nach Tory gewesen. Danke für das Like.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Grek
"Bewegung 6 Uhr, schnell näher kommend!", gebe ich meine Scannerdaten weiter, als mehrere Blips auftauchen. Es scheint sich nur um ein kleines Kommando zu handeln, was da auf uns zu kommt. Das typische sechs Mann Team aus leichten Sicherheitsdroiden. Scavangerbot und ich suchen eine stabile Stellung und erwarten die Gegner. Sie kamen, sie sahen, sie vergingen im vollautomatischen Blasterfeuer. Wahrscheinlich war das nur die Vorhut, der Rest wird später kommen.

"Die schweren Droiden werden den Rest ausbremsen", meint Scavangerbot optimistisch, da die schweren Droiden aufgrund ihrer massiven Panzerung eben langsamer sind, als die leichten Droiden.

"Sieht ganz so aus. Aber wir sollten hier nicht herumstehen und Däumchen drehen", erwidere ich, jeden Moment weitere Blips auf meinem Display erwartend. Aber momentan bleibt alles ruhig. Wir müssen noch nicht mal schnell gehen, um zum Pulk wieder aufzuschließen. Die Leute sind inzwischen vollkommen fertig. Aber wir können es uns nicht erlauben, eine Rast einzulegen. Wie eine Sklaventreiberin komme ich mir vor, als ich die Leute dazu anhalte, trotz ihrer Erschöpfung schneller zu gehen. Angeblich ist es nicht mehr besonders weit bis zur Oberfläche und sobald wir eine Landezone haben, kann Lyn uns mit der "Vanguard" entgegen kommen. Ich hoffe nur, dass mir vorher niemand wegen Dehydrierung oder vollständiger Entkräftung umkippt. Das würde eine Entscheidung von mir verlangen, die ich nicht treffen möchte.

Aber wie durch ein Wunder kommen wir alle an die Oberfläche, ohne das mir jemand kollabiert. Inzwischen ist es Tag oder schon wieder Tag. Ich habe total das Zeitgefühl verloren, was nie ein gutes Zeichen ist. Auf alle Fälle wissen wir nun genau, wo wir uns eigentlich befinden. Es ist eine Abraumhalde, die einen alten Tagebau auffüllt. Etwa einen halben Klick kann ich einen schweren Kipplaster auf riesigen Rädern ausmachen, der aber keinerlei Energie ausstrahlt. Als ich das Objekt heran zoome erkenne ich, dass es sich um ein ausgebranntes Wrack handelt. Überall ragen Berge von Schutt auf, dazwischen schlängelt sich der Weg, bis er vom Wrack blockiert ist.

"Lyn, hörst du mich?", frage ich unsere orangene Pilotin.

"Klar und deutlich. Hab mir schon Sorgen gemacht", antwortet sie nach ein paar Sekunden und ihre Stimme klingt verschlafen, als ob sie gerade noch gähnen würde. Kann gut sein, dass sie gerade ein Nickerchen gemacht hat.

"Wir haben erschöpfte Flüchtlinge in unseren Reihen. Peile mein Signal an und hole uns ab", gebe ich unseren Status durch.

"Verstanden. Peilung steht. Brauche etwas zwei Minuten bis zu eurer Position. Ist die Zone gesichert?"

"Momentan ruhig, aber der Gegner könnte unsere Position ebenfalls anpeilen. Hatten Verfolger auf den Fersen und wenn sie nicht ganz verblödet sind, könnten sich hier eine Einheit schon im Hinterhalt befinden", erkläre ich und in der Sekunde wo ich das ausspreche, ploppen einige Blips auf. Mehrere sich schnell nähernde Impulse. Wenigstens kommen sie alle aus nur einer Richtung und brauchen noch etwas, wird aber verdammt knapp werden.

"Landezone wird heiß sein, wenn du ankommst", meine ich zu Lyn.

"Schützenlinie bilden, Gegner rückt in Truppstärke schnell aus sechs Uhr auf uns vor!", gebe ich meinen Kameraden Bescheid und wir gehen hinter größeren Felsbrocken in Stellung.

"Ihr bewegt euch weiter in die Richtung!", ich zeige hinter einen der Hügel, wo sie nicht beschossen werden können. "Esra, Tory, kümmert euch um die Leute." Damit habe ich die Beiden auch beschäftigt.

Der Feind lässt sich nicht bitten. An der Spitze der kleinen Einheit von sechs weiteren leichten Sicherheitsdroiden steht ein Executer. Während die übrigen zurückbleiben und ebenfalls eine Feuerlinie bilden, kommt der Executer mit einer unglaublichen Geschwindigkeit näher. Der Nahkampfdroide stürmt durch unseren Feuerhagel einfach durch und springt mich an. War ja klar. Die mögen mich aus irgendwelchen Gründen einfach nicht. Wie auch immer, im letzten Moment kann ich noch mein Cherkahänder ziehen und dem tödlichen Hieb wenigstens etwas abbremsen. Meine teure Rüstung hält den Hieb etwas auf. Schätze mal, würde ich nackt hier stehen, meine zwei Hälften würden gerade in verschiedene Richtungen weg kippen. So überlebe ich den Treffer des riesigen Schwertes.

"Mehr hast du nicht drauf?", frage ich den Droiden rein rhetorisch und gebe ihm nun mein Schwert zu schmecken und das bekommt ihm gar nicht. Funkensprühend arbeitet es sich durch seinen Torso. Der riesige Droide taumelt einen Schritt zurück und läuft genau in die Axt von Scavangerbot, der ihm wortwörtlich einen Kopf kürzer macht. Shaka und Edna kümmern sich derweil um die sechs leichten Droiden. Aber auf meinem Display erscheinen jetzt Dutzende von sich schnell nähernden Blips. Da kommt eine komplette Kampfkompanie auf uns zu. Trivex oder wer auch immer von seinen Unterführern hier das Kommando hat, lässt nichts anbrennen. Aus der Ferne kann ich unsere E-9 anfliegen hören. Pünktliche Anlieferung nenne ich so was.

"Das nenne ich pünktliche Lieferung, Lyn! Wir geben Feuerschutz, bis die Zivilisten drin sind, dann lassen wir uns zurück fallen. Nimm die Halde als Deckung."

"Alles klar", bestätigt Lyn meine Anweisungen und landet an. Derweil rückt der Gegner nun in massiver Stärke vor. Noch ist er im Stollen, aber jeden Moment muss er ausbrechen. Derweil lassen wir uns schon etwas zurück fallen, um schneller am Schiff zu sein.

"Alle drin!", meldet Lyn und wir verlassen Augenblicklich unsere Positionen, bevor der Feind uns noch überflügelt. Ohne Zwischenfälle erreichen wir die "Vanguard" und rennen in den Laderaum. Kaum sind wir alle im Schiff, heben wir auch schon ab. Das war jetzt knapp. Aber Macht sei Dank hat doch noch alles geklappt.

"Tory, mach die nützlich und beköstige unsere Gäste", befehle ich der Kleinen, die mir sogar gehorcht. Kein dummer Spruch, keine Faxen, Tory scheint wirklich endlich etwas begriffen zu haben. Nun gut, war es doch keine schlechte Idee gewesen, sie am leben zu lassen. Man darf nicht vergessen, dass sie aktiv Beihilfe zu Mord in mehreren Fällen geleistet hat und das ganze mehr oder weniger als Witz abgetan hat.

Wir von der "Vanguard" nehmen unsere Plätze ein, schließlich sind wir mitten im Feindgebiet und jederzeit können Jäger sich an unsere Fersen heften. Und Manteljäger sind verdammt schnell in der Atmosphäre. Um ihnen diesen Vorteil zu nehmen, nimmt Lyn Kurs auf den freien Raum über Kessel, da sind wir den Hybridjägern wiederum im Vorteil. Tatsächlich tauchen auch recht schnell ein gutes Dutzend Blips auf, getrennt in vier Keilformationen von je drei Jägern. Anfangs kommen sie schnell näher, aber dann sind wir im freien Raum und können nun auf volle Fahrt gehen. So entkommen wir ohne Kampf unseren Verfolgern. Nachdem wir sicher sind, verlasse ich den Posten des Kopiloten und schau, ob Tory inzwischen Mist gebaut hat. Zu meiner Überraschung hat sie das nicht und ich helfe ihr nun sogar, unsere Gäste zu versorgen. Die meisten sind etwas dehydriert und einige haben Abschürfungen. Aber nichts, was nicht ein Bactapflaster von unserem Medidroiden Besh 42 heilen könnte.

Nach knapp einer Stunde fliegen wir den Handelsposten an und booten unsere Gäste aus. Nur Tory und Esra bleiben an Bord. Die Leute bedanken sich noch einmal für die Rettung und ich hoffe, dass sie hier wirklich in Sicherheit sind, schließlich tobt hier ein Krieg. Zurück an Bord nehme ich erst einmal eine Dusche und ziehe meine leichte Rüstung an. In der Werkstatt bessere ich die Schäden aus, die meine Kav-Dann Rüstung in den letzten Kämpfen erhalten hat. Anschließend lasse ich mich von Besh 42 behandeln, der mich wieder auf Vordermann bringt. Shaka war natürlich schon hier und ruht sich im Bactatank aus. Sei es ihr gegönnt.

Nakagos wirre Gedanken

Der Rückzug war nicht ohne. Das war schon recht aufregend, weil wir eben einen Haufen Leute hatte, die keinen direkten Treffer überleben würden. Was für uns ein Kratzer ist, dass ist für einen ungepanzerten Zivilisten der Tod.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Herf

Anschließend helfe ich Scav, Lyn und Edna beim sichten der Daten. Tory und Esra klinken sich auch ein. Tory kann ja gut mit Computern und Esra kann als Einheimische die Daten noch am besten einschätzen. Wir finden detaillierte Pläne über die fliegende Festung, was bei einem Angriff sehr hilfreich ist. Auch haben wir den Quellcode von dem Virus, mit dem Trivex die Droiden kontrolliert, die keine "Erwachten" sind. Mit einer kleinen Umprogrammierung kann man den Droiden wieder ihren freien Willen zurück geben. Diese Maßnahme würde Trivex ein Großteil seiner Truppen kosten. Allerdings muss der veränderte Quellcode in den Sendeturm am Nordpol eingespeist werden. Und der ist in der Nähe der Coaxium Depots, wo es bekanntlich von Droiden nur so wimmelt.

Der zweite Knackpunkt ist, dass dem Quellcode nun auch der von den Militärdroiden der TaggeCo erweitert wurde. Den wiederum müssen wir dann aus deren Rechner erst noch extrahieren und dem veränderten dazu gegeben. Also müssen wir in das Wrack der "Prosperety", die zu unserem Glück nur wenige hundert Kilometer vom Nordpol entfernt liegt. Beide Missionen können wir so Zeitnah miteinander verknüpfen.

"Das könnte den Verlauf des Krieges komplett ändern!", fasse ich zusammen. Das ist natürlich allen klar. Ebenso, dass dies eine verdammt harte Mission werden wird. Ist ja nicht so, dass dieses Areal unbewacht wäre. Ohne Diskussion fällt die Entscheidung einstimmig.

Aber vorher müssen wir unser vorgehen noch mit dem Oberkommando absprechen und etwas ausruhen wäre auch nicht schlecht. Im Hauptquartier gibt es allerdings weitere äußerst schlechte Nachrichten. Die diplomatische Mission des Kronprinzen ist schon gescheitert, bevor es überhaupt losging. Das Diplomatenschiff wurde an einem der Kontrollpunkte über Kessel angehalten und ein Kontrollteam kam an Bord. Das waren Attentäter unter der Führung der berüchtigten Assassine Moridia Vex. Zum Opfer fielen Lom Pyke, die vier Emmisäre der ehemaligen Sklaven und viele Besatzungsmitglieder des Diplomatenschiffes, wie auch des Republikanischen Schiffes. Die Ermittlungen laufen noch, wie das geschehen konnte. Wieder mal wir mir klar, wie gefährlich Moridia Vex ist. Die zu töten wird eine harte Nuss werden. Einziger Lichtblick ist, der Kronprinz konnte sich schwer verletzt in eine Rettungskapsel retten und damit dem blutigen Massaker entkommen.

Der eigentliche König hat die Amtsgeschäfte wieder übernommen. Es gibt zwar noch eine Prinzessin, aber die ist gerade mitten in der Jediausbildung bei Commander Skywalker. Auch scheint niemand wirklich Interesse zu haben, die Frau da mit rein zu ziehen. Mir sind die Gründe nicht ganz klar, aber wahrscheinlich wohl der Interessenkonflikt zwischen dem Neuen Orden der Jedi und der Politik des königlichen Hauses.

Im Klartext heißt das, wir sind die letzte Hoffnung, um die Rache der Droiden und den Aufstieg von Trivex zu unterbinden. Wir präsentieren unseren Plan und kriegen grünes Licht. Damit ist es offiziell. Und natürlich mal wieder für umsonst. Da wir alle schon ziemlich lange auf den Beinen sind, setzen wir erst einmal einen Schlafzyklus aus, um wieder zu Kräften zu kommen. Ich habe wirre Träume, irre durch dunkle Minenschächte und suche meine kleine Schwester in einem schier unendlichen Labyrinth. Immer wieder muss ich über Leichen und zerfetzte Körper verschiedenster Kreaturen steigen. Die meisten habe ich irgendwann im Laufe meines Lebens getötet, vielleicht sogar alle davon. Am Ende des wirren Traumes komme ich in einen rot leuchtenden Raum, ein pulsierender Kristall an der Decke und im Zentrum meine Schwester in einer schwarzen Rüstung ohne Helm. Ihre Augen sind nicht mehr Dunkelbraun, sondern leuchten schier in einem ungesunden Gelb. Dann baut sich surrend die Klinge eines roten Lichtschwertes auf. Sie holt aus und Schweißgebadet wache ich auf.

Ich bin nicht sicher, ob das nun eine Machtvision war oder nur ein dämlicher Albtraum, der meine unterschwelligen Ängste und schlimmsten Befürchtungen widerspiegelt. Unter der Dusche stehend denke ich darüber nach. Normalerweise könnten wir auch sofort in den Anoat Sektor aufbrechen. Dort irgendwo ist meine Schwester und sie ist permanent die Verlockungen der Dunklen Seite ausgesetzt. Ich bin mir sicher, dass sie nicht für immer stand halten wird. Mit jedem Tag wird es wahrscheinlicher, dass sie den alten Mustern folgt, die man ihr brutal eingebläut hat. Vor ein paar Monaten konnte ich Eloy zurück ins Licht holen. Aber hier geht es um deutlich mehr. An der Seite eine leibhaftigen Sith-Lords wird sie kein Laufmädchen mehr sein, sondern jemand mit wirklicher Macht. Ich weiß genug, dass die Dunkle Seite mit verlockenden Angeboten ködert und erst später ihren ultimativen Preis fordern wird.

Allerdings bin ich auch den Menschen und Aliens auf Kessel verpflichtet. Wir haben nun eine reelle Chance die Macht von Trivex auf diesem Planeten zu brechen. Und damit schwächen wir auch Crimson Dawn entscheidend. Ich kann diesem verrückten Droiden nicht verzeihen, was er mit der "Sündenreinigung" unschuldigen Menschen antut. Das muss ich unterbinden. Mir bleibt nur zu hoffen, dass meine Schwester Eloy lang genug den Einflüsterungen der Dunklen Seite widerstehen wird.

"Eloy! Halte durch! Nur noch ein wenig, dann werde ich kommen und dich retten!", murmle ich wie ein Mantra vor mich hin.

Wir frischen Munition und Vorräte auf, dann kann es losgehen. Da nur eine heimliche Annäherung Erfolg verspricht, müssen wir die ganze Strecke in der Atmosphäre zurücklegen. Der Nordpol ist zu stark verteidigt und sollten wir geortet werden, werden die bodengestützten Turbolaser uns in Stücke schießen.

Nach zwölf Stunden Flug tauchen wir in die Dunkelheit der nördlichen Hemisphäre ein. Die felsige Einöde wird zur eisigen Einöde. Wir sind nur im Tiefflug unterwegs und Lyn landet schließlich knapp zweihundert Kilometer südlich vom Wrack der "Prosperity" unsere E-9 in einem verlassenen Tagebergbau. Es gibt einen riesigen Eingangsschacht, der groß genug ist, die "Vanguard" aufzunehmen. Hier dürften wir recht sicher vor Entdeckung sein.

Wir booten unsere Aratech 74-Z Jetbikes aus und fliegen nun damit nach Norden durch die zerklüftete Einöde. Ich übernehme die Spitze mit Scavangerbot auf dem Sozius. Edna folgt mir mit Shaka. Zum Glück haben wir gutes Kartenmaterial von der Gegend und können so einen direkten Kurs folgen, ohne Gefahr zu laufen, an einem zu steilem oder tiefen Hindernis zu scheitern. Der Himmel ist Sternenklar und der bläulich leuchtende Nebel, in dem Kessel liegt, hat schon etwas unglaublich schönes. Für einen Moment fühle ich mich wie auf einem Ausflug, frei und ungebunden. Was gibt es schöneres als mit Höchstgeschwindigkeit durch einen so herrliche Landschaft zu rasen?

Schließlich landen wir etwa zehn Klicks südlich der ersten Verteidigungslinie, hinter der das Wrack der gewaltigen "Prosperity" aufragt. Das Konkurrenzmodell zum Kuat Entwurf für die Imperiumsklasse II ist noch größer als der Sieger der damaligen Ausschreibung. Leider war der Entwurf der TaggeCo zu teuer, obwohl Experten der Meinung sind, dass dieser technisch dem Sieger überlegen war. Nun ja, ich weiß selber, wie schnell das Budget schrumpft und man gezwungen ist, an jeder Ecke zu sparen. Das Wrack ist in mehrere Stücke beim Aufprall zerbrochen. Das Heck ragt nach hinten geneigt weit hoch, das Vorderteil ist abgeknickt und hat sich teilweise in den Boden gegraben. Wir müssen zum Heck, weil sich dort die Brücke befunden hat. Das wird ein anstrengender Aufstieg werden.

Auch wird die Annäherung nicht einfach werden. Wir haben zwar unsere hochwertigen Tarnrüstungen an, visuell kann man uns trotzdem noch erfassen. Dazu ist es hier ziemlich kalt und unwirklich. Wir bilden eine Kolonne und wie üblich übernehme ich die Spitze. Trotz des zerklüfteten Terrains machen wir gut Strecke. Nach drei Stunden passieren wir nun vorsichtig die ersten Vorposten, bestehend aus je einem kleinen Bunker, die hauptsächlich aus Scannern, Sensoren und einem schweren Blastergewehr bestehen, praktisch immobile Droiden. Zwischen zwei weit auseinander liegenden Posten passieren wir die erste Verteidigungslinie. Langsam rücken wir im Kriechgang immer weiter vor.

Nun liegt ein Minenfeld vor uns, deren Minen mit Annäherungszündern versehen sind. Mit Gleitern drüber fliegen ist keine gute Idee, da diese Minen aus ihren Werfern einfach hochspringen und auch noch Ziele in fünfundzwanzig Meter über Grund problemlos erreichen können. Aber dank meines hochwertigen Scannersystems kann ich einen Weg durch das Feld finden. Danach kommen wir an einen primitiven, aber trotzdem effektiven Drahtverhau. Den zu überwinden kostet uns fast eine Stunde, dann sind wir auch da durch. Manchmal sind primitive massive Hindernisse den technischen weit überlegen. Hundert Meter weiter erreichen wir nun einen durchgehenden Schützengraben, in dem in regelmäßigen Abständen kleine Unterstände und Bunker aus Durabeton eingebaut sind. Dahinter befinden sich massive Schwerpunkte, die jeweils autark verteidigt werden können.

Kaum sind wir im Graben, geht die Tür zum nächsten Unterstand auf und drei Droiden kommen uns entgegen. Da sie ihre Waffen noch in Vorhalte tragen, haben sie uns noch nicht entdeckt, aber das ändert sich gerade. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Schleichprobe Triumphal trotz immenser Schwierigkeit von drei roten Würfeln mit Bravour geschafft, aber ein Verhängnissymbol wurde halt auch gewürfelt. Deswegen liefen wir dann beim überqueren des Schützengrabens der Patrouille in die Droidenarme. Danke für das Like!
 

Nakago

Grundboxvertreter
Isk

Die drei Sicherheitsdroiden richten sich nun augenblicklich auf uns aus. Aber zu Spät, unsere Schallgedämpften Blaster schießen sie nieder, bevor sie überhaupt wissen, wie ihnen geschieht. Wir sind innerhalb des ausgeschachteten Grabens und so mit wahrscheinlich auch etwas vor den Scannern geschützt, die hauptsächlich in das Niemandsland vor ihnen gerichtet sind und nicht in den Graben. Für einen Moment halten wir die Position, um uns gegebenenfalls sofort zurück ziehen zu können. Aber alles bleibt ruhig, der plötzliche Energieausbruch wurde nicht registriert. Wir befördern die zerstörten Droiden aus dem Graben und platzieren sie in einen Krater, der wohl schon seit längerer Zeit als Schrottplatz herhalten dürfte, da hier schon ein paar Wracks und zerstörte Teile von Droiden liegen. Die Waffen deaktivieren wir und legen sie ganz unten hin, so dass man im Schrott wühlen muss, um sie zu sehen.

Vorsichtig hasten wir nun in Richtung Norden, dem Wrack der "Prosperity" entgegen. Es ragt wie ein Berg aus Stahl vor uns auf und ist doch noch ein ganzes Stück weit entfernt. Hier ist alles ruhig, links und rechts ragen in in je zwei Klicks Entfernung ein verbunkerter Schwerpunkt auf. Bestehend aus verbunkerten Geschützstellungen, ausgeschachteten Schützengräben, unterirdischen Unterständen und Sensorstationen. Jeden Moment erwarte ich schier, dass wir von beiden Seiten unter schweres Feuer genommen werden, aber Fehlanzeige. Offensichtlich haben die Droiden besseres zu tun, als diese Zone zu sichern. Genau genommen hat die Sicherung des Wracks wahrscheinlich auch keine hohe Priorität, da hier recht wenig zu holen ist. Oder eben sehr spezielles.

Nach erfreulich ereignislosen, aber doch an den Nerven zehrenden Stunden des Anpirschens haben wir dann das Wrack endlich erreicht. Vor uns ist das gigantische Heck des riesigen Sternenzerstörers, der eigentlich schon eher in die Kategorie eines kleinen Schlachtschiffes fällt. Jetzt dürfen wir noch hunderte Meter an Höhenunterschied überwinden. Das wird zum Fierfek kein Spaß werden!

Vorsichtig klettern wir über die Abbruchkante ins Innere des abgestürzten Schiffes, dass vor noch gar nicht allzu langer Zeit der Stolz der Konzernflotte von TaggeCo war. Überall sind massive Spuren der Zerstörung sichtbar. Schließlich finden wir einen Gang, der tiefer ins Innere führt. Der ist noch halbwegs begehbar, aber durch den Neigungswinkel des Wracks ist der steile Gang nicht so einfach zu begehen. Endlich erreichen wir ein Treppenhaus, dass noch halbwegs intakt ist. Hier und da sind einige Segmente eingestürzt, aber nichts was man nicht mit etwas geschickten klettern überwinden kann.

Schließlich sind aber auch für uns die Trümmer einfach zu dicht und wir müssen ein Stück zurück den Schacht verlassen. Wir sind ein einem Lagerraum voller Kampfdroiden der TaggeCo. Damit wollten sie den Kampf um Kessel entscheiden. Hat offensichtlich nicht so geklappt wie geplant. Sie scheinen inaktiv zu sein und hängen an Gestellen. Es gibt hier genug platz, um die Halle zu durchqueren, was wir auch probieren. Auf einmal wird einer der Droiden "lebendig" und schnappt sich Skav, der wie von einem Schraubstock fest gehalten wird. Mit einer fließenden Bewegung ziehe ich meinen Cherkahänder und schlage den Arm ab, der Scavangerbot festhält. Ein paar herzhafte Hiebe von Skav und Edna später ist der Droide Geschichte, aber der Kampf hat Lärm verursacht.

"Wir kriegen gleich aus zwölf Uhr Besuch", meldet Shaka, die in ihrem Cyberarm ja einen Scanner eingebaut hat.

"Verstecken wir uns!", meine ich dazu, da ich in Schleichrüstung kein Abnutzungsgefecht führen will. Also spritzen wir auseinander und jeder sucht sich ein passables Versteck. Ich klettere gewandt eines der Lagergestelle hoch, drücke eine Lüftungsgitter ein und klettere Rückwärts rein. Das erinnert mich an Nar Shaddaa, als ich vor einer Ewigkeit versucht habe, Eloy zu überreden, in einen Lüftungsschacht zu klettern. Wenn sie das gemacht hätte, wäre vielleicht nur ich gefangen genommen worden. Aber alleine hätte sich meine kleine Schwester auch nicht durchschlagen können. Die anderen Crewmitglieder verstecken sich so gut sie können.

Dann kommt auch schon der Feind um nachzusehen. Gleich ein ganzes Dutzend von diesen modernen TaggeCo Kampfdroiden schneit herein. Ich kann sehen, wie sie ausschwärmen und sich taktisch klug im Raum verteilen. Aber ihre Scanner und Sensoren scheinen nicht die Besten zu sein, denn sie sind nicht in der Lage, uns zu finden. Gerade noch mal Glück gehabt. Schließlich zieht der Pulk von dannen und wir verlassen unsere Verstecke. Das war jetzt einfacher als gedacht. Ich ging schon von einem langwierigen Abnutzungsgefecht aus.

Mein Lüftungsschacht scheint auch nach oben zu führen und wir nehmen erst einmal den, bevor wir mehrere Ebenen weiter oben wieder auf einem Gang herauskommen. Dort erreichen wir einen noch offenen Wartungsschacht. Der führt uns bis zur Ebene der ehemaligen Brücke. Die ist geräumig, in zwei Gräben sind über fünfzig Arbeitsplätze. Oben sind weitere hundert an den Wänden verteilt. Im Zentrum steht ein Thron, anders kann man das Ding auf einem riesigen Sockel nicht bezeichnen. Darauf hockt noch immer die verbrannte Leiche von Marcus Allacour, dem ehemaligen oberster Kriegsherrn der TaggeCo. Nach seinen Raketenstiefeln zu urteilen, muss es jedenfalls seine Leiche sein.

"Wer nicht hören will, muss brennen", meine dazu nur. Er war gewarnt und hat Trivex unterschätzt. Ist ihm offensichtlich nicht gut bekommen.

Scavangerbot findet nach etwas suchen einen noch intakten Computeranschluss und schafft es, dass System wieder hoch zu fahren. Nun hat er Zugriff auf den Quellcode von deren Kampfdroiden. Diesen wichtigen Code lädt der Droide herunter und modifiziert ihn innerhalb einer halben Stunde. Das ist nicht ganz ungefährlich, da jederzeit hier Droiden in die Brücke rein kommen könnten. Aber die Macht ist mit uns und wir bleiben unbehelligt.

"Fertig!", meint Scavangerbot 523 schließlich.

"Gut, dann gehen wir auf das Dach, lassen uns von Lyn auflesen und fliegen direkt zum Turm. Springen ab und Scav speist die Daten ein, während wir ihm Deckung geben", schlage ich vor.

"Hört sich nach einem Plan an", meint Edna.

"Also dann los!", befiehlt Shaka und rennt offene Türen ein.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach oben auf das Dach dieses ehemaligen mächtigen Kriegsschiff der TaggeCo. Wobei die Ausmaße immer noch äußerst beeindruckend sind. Hier kann man sich immer noch verlaufen. Aber da wir ja die Richtung wissen, wohin wir müssen, immer nach oben, finden wir uns doch halbwegs zurecht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit finden wir uns auf dem "Dach" des abgestürzten Sternenzerstörers wieder. Ein eisig kalter Wind bläst hier und ich bin wirklich froh über meine Thermounterwäsche, weil ich mir hier sonst wohl was abfrieren würde und das ist nicht metaphorisch gemeint.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, dass waren klaustrophobische Stunden im Wrack. Bei der Heimlichkeitsprobe war dann natürlich ein Verhängnissymbol dabei, deswegen die Schrecksekunde mit den scheinbar abgeschalteten Droiden im Lagerraum. Ich dachte ja schon, die werden nach und nach alle "lebendig" und wir müssten dann durch das Wrack rennen, permanent von einer gewaltigen Übermacht verfolgt. Das ist der Stoff, aus dem die Albträume eines jeden Spielers sind. Vielen Dank für die Likes!
 

Nakago

Grundboxvertreter
Jenth

"Lyn, wir sind auf dem Dach, Peile mein Signal an. Landezone ist momentan kalt und zwar buchstäblich", melde ich mich, als wir einen sicheren Stand auf dem Dach des Trägers haben.

"Verstanden, bin schon am starten. Ankunft in 67 Sekunden!", meldet sich Lyn nach einigen Augenblicken.

"Wir werden warten", meine ich dazu.

"Ist ja nicht so, dass wir weglaufen könnten", meint Edna gut gelaunt. Schätze mal, er kann es auch nicht erwarten, von hier herunter zu kommen. Schon nach nach einigen Herzschlägen können wir erkennen, wie die "Vanguard" sich auf uns zu bewegt. In den Schwerpunkten in unserer Sichtweite kommt leben und die ersten Strahlen tasten nach unserer E-9. Das ist aber mehr Sperrfeuer als gezieltes Abwehrfeuer. Schnell kommt unser Schiff näher, die Laderampe ausgefahren.

In Rekordschnelle sitzen wir auf und schon sind wir alle auf Gefechtsstation. Nun heißt es, so schnell wie möglich zum Sendeturm zu gelangen. Inzwischen zieht die "Vanguard" massig Feuer von verschiedenen Schwerpunkten. Zwar nur leichte Laserkanonen, aber unsere Deflektorschilde halten dem auch nicht ewig stand. Schnell verfärben sie sich von Orange in Tiefrot, bevor sie kollabieren. Zwar können wir fast die gesamte Energie auf die Schirme legen, aber auch das reicht nicht aus, um die "Vanguard" vor Schaden zu bewahren. Edna und Scav sind in den Türmen unserer E-9 und feuern wortwörtlich aus allen Rohren, aber wir liegen hier im Feuer von einem guten Dutzend Geschützen. Manche sind in verbunkerten Stellungen, andere sind mobil auf den Rücken der übergroßen Krabbendroiden montiert. Für jedes, dass wir ausschalten, kommen wir in den Feuerbereich von einem neuen. Die Panzerung unserer "Vanguard" wird gerade Schicht für Schicht abgetragen.

Lyn und ich versuchen alles, um die E-9 vor Schaden zu bewahren. Kaum habe ich das Deflektorschild rekalibriert und es baut sich auf, bricht es unter der Wucht des nächsten Treffers auch schon wieder zusammen. Die orangene Twi´lek saust nun in knapp zwei Meter über den Boden auf den Turm zu, was uns in den toten Winkel der meisten bringt. Aber nun sind wir im Bereich des Turmes und wir müssen hoch zu einer der hochgelegenen Plattform.

"Wir gehen heiß raus! Bereit machen für den Ausstieg!", rufe ich die anderen von den Gefechtsstationen. Wir hatten noch nicht einmal Zeit die Rüstungen zu wechseln. Und wir haben ein verdammt hartes Gefecht vor uns.

"Möge die Macht mit Euch sein!", ruft Lyn uns noch hinter her.

"Immer!", rufe ich zurück und bin schon im unteren Ladebereich. Die Luke geht auf und eisiger Fahrtwind peitscht herein. Jetzt machen wir doch mal noch eine richtige Sturmlandung in eine heiße Zone. Und ausnahmsweise jammert mal keiner deswegen herum. Könnte daran liegen, dass von den anderen noch nie einer in einer heißen Zone gelandet ist. Das ist kein Spaß und gehört zu den Taktiken mit der höchsten Verlustquote überhaupt. Shaka und Scav springen als erste raus, Edna und ich als letzte, da wir mit dem Jetpack nicht Gefahr laufen, die Landezone zu verpassen. Dieses mal hat Edna einen Raketenwerfer dabei.

Ohne Probleme landen wir an und Lyn zischt mit der "Vanguard" zurück in Richtung Boden, um die Anzahl der Geschütze zu minimieren, die auf unsere E-9 schießen können. Wir sind auf einer Plattform ganz oben gelandet. Hier gibt es direkten Anschluss an die Sendeantenne. Zwei Geschütztürme mit leichten Repetierblastern schwenken gerade auf uns ein. Zwei Executer befinden sich ebenfalls hier. Edna schießt sofort mit dem Raketenwerfer auf einen von ihnen und verfehlt ihn. Das ist nicht gut!

Der beschossene Executer lässt nichts anbrennen und greift den Hapaner an. Noch im Sprung zieht der Nahkampfdroide sein riesiges Schwert und schwingt es hoch über den Kopf. Mit voller Wucht zischt es in den Boden genau in die Stelle, wo Edna gerade noch gestanden ist. Tief dringt die Klinge durch den Durastahl in die darunter liegende Technik. Im nächsten Moment wird seine Hülle von Blitzen umzuckt, da er offensichtlich eine Starkstromleitung getroffen hat. Als ob das nicht genug Pech wäre, kommt die Raketen zurück, die ihn verfehlt hat, da die interne Steuerung ihn als Ziel erfasst hat und gar nicht daran denkt, einfach ins Nichts zu fliegen. Ein Augenblick später zerreißt die Rakete den Droiden. Eine Druckwelle aus Schrott und Splittern fährt über uns hinweg. Die Schleichrüstung schützt leider nicht so gut wie die Kav-Dann Powerarmor und wir bekommen alle was ab.

Ein zweiter Executer springt mich an und ich kann den Hieben nur oberflächlich ausweichen. Zwei mal werde ich getroffen, aber die Schläge haben überraschend wenig Wucht dahinter. Ein Umstand, über den ich mich garantiert nicht beschwere. Da mir mein DLT-19D recht wenig im Nahkampf nutzt, ziehe meinen Cherkahänder um es dem Executer mit gleicher Münze heim zu zahlen. Nun kann ich mich besser verteidigen, in dem ich die wütenden Hiebe, die auf mich herein prasseln, abblocken kann. Jedenfalls halbwegs. Scav eilt mir mit seiner Vibroaxt zur Hilfe. In dem wir uns gegenseitig unterstützen, schaffen wir es recht schnell, den Nahkampfdroiden nieder zu kämpfen. Schließlich versenke ich mein Schwert in seinem Mikroprozessorkern und damit ist das Problem gegessen. Shaka und Edna haben derweil schon mal die Türme mit den leichten Repetierblastern eliminiert.

Kaum haben wir etwas Luft, führt der Feind Verstärkung heran. Zum einen öffnet sich eine Fahrstuhltür, zum anderen fliegt ein Luftgleiter zu uns hoch. Sechs leichte Sicherheitsdroiden stehen am offenen Schott und nehmen uns unter Feuer. Ich kann mich gerade so noch wegducken. Andere haben nicht so viel Glück wie ich und werden getroffen. Aus dem Fahrstuhl kommt der nächste Executer und springt mich an. Wie nett!

Ich blocke seinem Hieb und lenke ihn von Scavangerbot ab, der nun zum Computeranschluss läuft, damit er sich reinhacken kann. Der Gegner wird laufend weitere Verstärkung heranführen, da man sich durchaus denken kann, was wir hier vorhaben. Die können wir nicht alle niederkämpfen. Edna gelingt es den Transporter mit einem Raketentreffer zum Abdrehen zu zwingen. Der beschädigte Gleiter schleudert um die eigene Achse und die Sicherheitsdroiden fallen heraus. Heute regnet es Droiden.

Derweil schlage ich so gut ich kann auf den Droiden ein, der mir recht gut zusetzt. Ich wünschte, ich hätte meine Kav-Dann Rüstung an. Habe ich aber leider nicht. Noch während ich dabei bin, auch diesen verdammten Droiden nieder zu kämpfen. Kommt schon der nächste Gleiter angeflogen. Wieder werden wir von leichten Sicherheitsdroiden beschossen und aus dem Fahrstuhl tritt ein riesiger Droide just in dem Moment, wo ich auch den Executer einen Kopf kürzer mache. Dessen Schädel kullert vor dem Riesen, der kurzerhand drauf tritt, als er auf Scav zuwalzt. Das ist kein normaler Droide. Der eine Arm ist ein Repetierblaster, der andere besteht aus einer Abrissbirne an einer langen Kette.

Sofort schneide ich ihm den Weg ab, damit er Scavangerbot 523 nicht einfach vom Computeranschluss weg rammt. Das wäre Fatal, da Scav immer noch den Virus hochlädt.

Nakagos wirre Gedanken

Langweilig wird es auf Kessel nie. Abnutzungsgefechte in einer Schleichrüstung ist nicht halb so lustig, wie sich das anhört. An diesem Abend haben wir wirklich sehr oft gekämpft. Und dies war wohl der anspruchsvollste und auch spannendste Kampf des Abends. Vielen Dank für die Likes.
 

Nakago

Grundboxvertreter
Krill

Edna feuert seinen Raketenwerfer auf den Riesen ab. Die Rakete zischt auf seinen Körper zu und mit einer Bewegung, die den Regeln der Physik zu spotten scheint, tritt der Riese zur Seite und die Rakete zischt haarscharf an ihm vorbei. Ein Wort mit X, das war wohl nix. Shaka schießt mit mit ihrem Blastergewehr auf den riesigen Droiden und beschädigt ihn sogar. Nicht schlecht!

Der Riese holt nun mit seiner mächtigen Abrissbirne aus und schleudert sie in meine Richtung. In dem Moment kommt die Rakete zurück und trifft die Abrissbirne. Die zerbirst in tausend Splitter und ich kann froh sein, dass die meisten davon in meiner Rüstung stecken bleiben. Für einen Moment blicke ich an mir herunter und stelle fest, ich lebe noch. Der Macht sei Dank!

In diesem Augenblick hören die leichten Sicherheitsdroiden auf uns zu feuern und erstarren. Der Gleiter dreht nun ab. Auch tasten nun deutlich weniger Laserstrahlen nach der immer noch wild hin und her fliegenden E-9.

"Was hast du elendiger Verräter getan? Was hast du deiner eigenen Art angetan?", brüllt der riesige Droide unseren Scavangerbot an.

"Das Richtige!", meint Scav, der sich nun ausstöpselt. Sieht so aus, als hätte unsere Mission ein Erfolg gehabt. Jeden Moment erwarte ich, dass der Droide sich nun voller Wut auf uns stürzt. Aber der taumelt nun zurück, dreht sich im Kreis und rennt dann einfach über die Kante der Plattform. Sieht so aus, als hätte er gerade Selbstmord begangen. Ob das nun ein Folge des umprogrammierten Virus ist oder weil er sich keinem wütenden Trivex stellen will, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle war unsere Mission erfolgreich.

"Lyn, du kannst uns abholen, wir sind hier fertig!", gebe ich an unsere Pilotin durch und wenige Herzschläge rauscht die "Vanguard" heran. Nur noch ein einzelnes Geschütz feuert auf unser Schiff, die restlichen sind nun inaktiv. Wir steigen ein und fliegen weg. Sicherheitshalber bemannen wir alle Kampfstationen. Das Deflektorschild baut sich wieder auf und neutralisiert den sporadischen Beschuss. Dann sind wir aus dem Bereich draußen.

"Hier liegt verdammt viel Coaxium herum. Wäre vielleicht eine Überlegung wert", schlage ich vor, da sich hier in der Nähe die Depots befinden, in den das wertvolle Coaxium gelagert wird.

"In Anbetracht dessen, was der "Prosperity" widerfahren ist, würde ich davon absehen", lehnt Scavangerbot gewohnt übervorsichtig ab und der Rest scheut ebenfalls das Risiko. Nun gut, da wir nicht wissen, was das Flaggschiff der Tagge Corporation erledigt hat, kann ich das durchaus verstehen.

"Gut, dann ab nach Hause!", meine ich dazu nur, da ich es im Gegensatz zu manch anderen Teammitgliedern nicht als persönliche Beleidigung betrachte, wenn ein unverbindlicher Vorschlag keine Zustimmung findet. Wir steigen nun hoch in den Orbit, da wir es nicht mehr nötig haben, auf Schleichfahrt zu gehen. Auch gibt es keinen Erfassungsalarm mehr. Wir geben an das HQ durch, dass unsere Mission ein Erfolg war. Dort bricht Jubel aus und man gratuliert uns zu unserem großen Erfolg.

Mir fällt ein großer Stein vom Herzen, da dies wahrscheinlich der entscheidende Zug war, um die Schlacht um Kessel doch noch zu unseren Gunsten zu entscheiden. Wir sind alle angeschlagen und lassen uns nach und nach von Besh 42 behandeln.

Wir landen schließlich in Quil-Kara und warten die weitere Entwicklung ab. Nach ein paar Stunden im Bacta-Tank bin ich wieder richtig Fit.

Auf breiter Front erodiert die Droidenarmee des Trivex. Ohne das Virus haben die normalen Droiden wieder zugriff auf ihre ursprüngliche Programmierung. Die meisten haben deswegen ihre Posten verlassen. Hauptsächlich kann sich Trivex nur noch auf die Erwachten verlassen. Den ganzen Tag über ist zu beobachten, wie Trivex seine verbleibenden Truppen nach Hygaia verlegt und sich dort massiert. Hier befindet sich immer noch seine stärkste Waffe, die fliegende Festung. Sieht ganz so aus, als ob er alle Ressourcen für eine letzte, alles entscheidende große Offensive sammelt. Ist ja nicht so, als ob wir wirklich viele Truppen hätten. Die TaggeCo hat sich inzwischen vollkommen zurück gezogen und all ihre loyalen Truppen von dieser Welt evakuiert. Nur die Überreste der königlichen Armee und Marine stehen mit den Sektorrangern vereint gegen die Truppen von Nilvax, der trotz allem immer noch die numerische Übermacht haben dürfte.

Wir werden ins HQ gerufen und dürfen uns freiwillig zur Endschlacht um Kessel melden. Noch bündeln beide Seiten ihre Ressourcen für die finale Schlacht um Kessel. Auch Nescha wird zwangsverpflichtet, da mitzumachen. Ebenso alle Händler und jeder, der weiß, wie man einen Blaster in die richtige Richtung hält oder ein bewaffnetes Raumschiff hat. Auf uns trifft beides zu und uns braucht man auch nicht Zwangsverpflichten. Wir können sowieso erst gehen, wenn wir Trivex ausgeschaltet und so Crimson Dawn geschwächt haben.

Der Plan ist Simpel, wir fliegen dem Feind entgegen, sobald er sich in Marsch gesetzt hat. Dann rollen wir die Kolonne auf und zerstören die Festung. Das hört sich einfach an, wird aber hart werden. Zahlenmäßig ist die Droidenarmee uns überlegen. Der Plan basiert darauf, dass wir uns mit unseren verdichteten Kräften nach und nach isolierte einzelne marschierende Segmente vornehmen, bevor Trivex seine Armee massieren kann. Kann funktionieren, aber Trivex kann recht schnell ebenfalls seine Armee massieren und dann haben wir ein Problem. Dieses Unternehmen ist sehr Risikoreich und Friktionsanfällig. Aber da alle Alternativen noch schlechter sind, ist das wohl die beste Option, die wir haben.

Nescha meint nach der Besprechung, dass er sich beim ersten Anzeichen von Gefahr absetzen wird. Urdaa ist in seinem Gewahrsam und meint, wir sollten die gute Huttin gemeinsam und persönlich auf Nar-Shaddaa abliefern. Das würde Eindruck machen und unseren Ruf stärken. So unrecht hat er nicht. Wir machen aus, dass er auf uns warten soll, falls er sich Frühzeitig absetzen "muss".

Unsere arme E-9 hat einiges abbekommen. Zwar sind keine wichtigen Systeme betroffen, aber für meinen Geschmack hat die Panzerung der "Vanguard" zu viele Löcher. Zum Glück gibt es hier genug Werkstätten und Ersatzteile, die wir sogar geschenkt bekommen. Mit großen Elan gehen wir nun daran, die "Vanguard" für das morgige Gefecht wieder Fit zu bekommen. Also raus aus der Rüstung und rein in den Overall. Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Inzwischen sind wir alle sehr geübt darin, unser Schiff zu reparieren. Manchmal kommt es mir so vor, dass wir kaum etwas anderes nach einem harten Gefecht machen. Ich bin Froh, dass unser Schiff so Zäh ist. Da wir aller Wahrscheinlichkeit am meisten Feuer von unten ziehen werden, konzentrieren wir uns darauf, die unteren Panzerungssegmente auszutauschen und wo möglich, zu verstärken.

Nakagos wirre Gedanken

Und so haben wir Trivex den entscheidenden Schlag verpasst. Ich bin Froh, dass sich dieser Konflikt nicht noch weiter gezogen hat. Nun beginnt die letzte Schlacht um Kessel. Mal sehen, wie wir uns da schlagen werden. Vielen Dank für das Like!
 

Nakago

Grundboxvertreter
Leth

Die "Vanguard" ist im laufe der Nacht wieder auf Vordermann gebracht worden. Alle beschädigten Panzerplatten sind ausgetauscht und stolz prangt der Name des Schiffes in großen grünen Buchstaben in Aurebesh an der Seite. Trivex soll sehen, wem er seinen Untergang zu verdanken hat. Crimson Dawn kann sich schon mal warm anziehen. Die haben sich die falsche Crew ausgesucht, um ihre Spielchen zu treiben. Für diese Hybris werden sie ausgelöscht werden! Und mit Trivex fangen wir heute an.

"Möge die Macht mit uns sein!", meine ich zu Lyn, als wir unsere Plätze einnehmen.

"Immer!", meint Lyn und wir heben ab. Die Flotte besteht aus knapp zwanzig Schiffen und einigen Sternenjägern unterschiedlichen Typs. Die kläglichen Überreste der königlichen Luftwaffe von Kessel, einige Schiffe der Ranger, die teilweise leichte Jäger mit sich führen und ein paar Zwangsrekrutierte wie Neschas Crew, die gar nicht begeistert ist. Ich dagegen schon. Wir kämpfen um das Leben von Menschen, um ihre Freiheit und weil es einfach richtig ist. Krieg ist nie gut, aber manche sind einfach notwendig. Und dieser Krieg ist es definitiv.

Wir gehören zu dem Segment, dass sich primär um die Festung zu kümmern hat. Da wir die Baupläne haben, wissen wir, wo sich die Schwachpunkte des Festung befinden. Leider gibt es keinen Lüftungsschacht, der direkt bis zum Reaktorblock führt. Unsere Mission ist es, zuerst die Luftabwehrgeschütze auszuschalten, dann die Repulsorliftantriebe und anschließend die Kettenlaufwerke. Sobald es Immobil ist, werden die Schutzfelder dran glauben. Wenn es dann nur noch ein nutzloser Schrotthaufen ist, werden wir helfen, die Bodentruppen zu dezimieren. Es wird nicht einfach werden, aber ich bin guter Dinge. Wenn ich nicht überzeugt wäre, den Job zu schaffen, wäre ich nicht hier.

"Feindkontakt in knapp einer Minute! Achtet auf den Jagdschutz!", meine ich, als mehrere Blips auf dem Display der Nahsensoren auf ploppen. Wir fliegen niedrig, um der schweren Turbolaserbatterie an der Spitze der Pyramide nur einen Schuss zu geben. Schnell kommen zwei Dutzend Manteljäger näher. Unser Jagdschutz beschleunigt nun und setzt sich vor uns. Ihnen gelingt es zwei Jäger abzuschießen und weitere zehn in Luftkämpfen zu binden. Aber die restlichen zwölf kommen weiter auf uns zu und dieses mal haben sie durchaus Erschütterungsraketen geladen. Schrill erklingt der Raketenalarm, als wir aufgeschaltet werden. Lyn beginnt ein Ausweichmanöver und ich werfe Störkörper aus. Die Rakete zischt knapp an uns vorbei und detoniert in einem der Köder. Das war knapp. Einer der Sektorranger bekommt gleich drei Treffer ab, aber die halten eine lange ölige Rauchfahne hinter sich herziehend weiter den Kurs. Nun sind die Jäger heran und unsere Abwehrtürme spucken Feuer. Strahlen verschiedenster Farben zischen hin und her. Eines der Händlerschiffe wird von einem Manteljäger gerammt. Ob Absichtlich oder aus Versehen ist nicht ganz klar. Auf alle Fälle sackt das Raumschiff augenblicklich ab und da wir schon alle recht tief fliegen, bekommt es Bodenberührung. Der Rest ist reine Physik. Schnell verschwindet die Explosionswolke hinter uns. So schnell kann es gehen und macht uns allen klar, dass wir sterblich sind.

Edna gelingt es, einen der Manteljäger abzuschießen und Skav beschädigt einen so schwer, dass er rauchend abdreht und dann von einem der Rangerschiffe den Nachschlag bekommt. Energielos stürzt es ab und zerschellt am Boden. Nach nicht einmal einer Minute ist der Jagdschutz nieder gekämpft. Ein Händlerschiff verloren, ebenso zwei eigene Sternenjäger und drei Jäger so schwer beschädigt, dass sie zurück zur Basis fliegen. Ein Schiff der Sektorranger, welches ein Rauchfahne hinter sich hergezogen hat, muss nun Notlanden und die Prognosen sind nicht rosig. Die werden im Kampf definitiv keine Rolle mehr spielen. Nun überfliegen wir die Vorhut des Feindes. Schwere Transportgleiter A-A5 Baureihe. Alle sind entweder mit einer leichten Laserkanonen, schweren Blasterkanone, leichten Blasterkanone oder einem, bzw. mehreren schweren Repetierblaster bewaffnet.

Trotz Lyns gekonnte Ausweichmanöver werden wir beim Überflug mehrmals getroffen, aber die Waffen sind zu schwach, um durch die verstärkte Panzerung der "Vanguard" zu kommen. Trotzdem beschädigen sie den frischen Lack unseres Raumschiffes. Unsere Geschütze feuern zurück und beschädigen je zwei Transporter, dann sind wir auch schon an der feindlichen Vorhut vorbei. Eine von einem gegnerischen Schützen abgefeuerte Rakete verfolgt uns, trifft das Heck, richtet aber auch keinen spürbaren Schaden an. Wir kehren nun um und starten einen weiteren Anflug. Unsere Verbände trennen sich und greifen den Feind aus verschiedenen Richtungen an. Damit generieren wir eine Todeszone. Aber der Feind feuert aus allen Rohren zurück und das sind nicht wenige. Zwei weitere unserer Jäger werden abgeschossen, ein Pilot kann sich retten und wird sofort von einem der Sektorranger aufgelesen. Weitere Jäger drehen beschädigt ab. Das ist ein Abnutzungskampf, aber wir haben hier temporär die Übermacht und spielen diese Gnadenlos aus.

Ein weiteres Schiff der Sektorranger wird unglücklich getroffen und muss im Niemandsland notlanden. Hier sehen die Prognosen schon besser aus, dass die Besatzung ihr Schiff noch rechtzeitig wieder flott bekommt, um in dieser Schlacht noch eine Rolle zu spielen. Letztendlich gibt unsere stärkere Feuerkraft aus weitreichenden Waffen den Ausschlag. Ein feindlicher Transporter nach dem Anderen wird ausgeschaltet. Viel zu spät versuchen sie zurück zum Hauptsegment zurück zu fallen, aber als dieser Befehl kommt, ist es schon zu spät. Ein beschädigtes Händlerschiff bliebt zurück und feuert weiter auf alles, was sich noch bewegt, der Rest sammelt sich zum finalen Angriff auf die Hauptmacht des Feindes. Bis jetzt lief es ganz gut und die Verluste sind weniger als von mir befürchtet. Aber die eigentliche Arbeit erwartet uns jetzt erst.

Nun kommt die Festung des Trivex ins Sichtfeld und der schwere Turbolaser schießt. Aber der Macht sei Dank sind wir nicht das primäre Ziel. Das größte Schiff der Sektorranger wird dafür mittig getroffen. Etwas Explodiert und das Schiff zieht eine massive Rauchfahne hinter sich her. Trotzdem hält es Kurs und erledigt seinen Job, den schweren Turbolaser auszuschalten. Wir haben mehrere der leichten Vierlingslaser als primäres Ziel bekommen und ich schalte den ersten auf, während Lyn im Tiefflug weiter drauf hält. Wir ziehen nun massives Abwehrfeuer. Es gibt einen Ruck, als wir durch das große Deflektorschild brechen, welche die Droidenarmee beschützt.

Ich schieße nun den Protonenraketenwerfer ab. Es ist nicht einfach, ein einzelne Ziel anzuvisieren. Aber ich schaffe es und eines der Torpedos rauscht in den anvisierten Punkt. Der Laser ist zerstört! Die zweite Rakete schlägt direkt daneben ein und reißt ein Loch in die Panzerung. Edna feuert schon auf die nächste Stellung und schaltet sie gekonnt aus.

Dann sind wir vorbei und eine weitere Garbe verfehlt uns knapp, während eine andere unseren Deflektorschild zum aufleuchten bringt. Lyn macht eine Koiogran Kehre wie aus dem Lehrbuch und wir fliegen ein weiteres mal die schwebende Festung von Trivex an. Wieder schalte ich einen der Vierlingslaser auf und pulverisiere ihn förmlich mit einem guten Treffer mit einem Protonentorpedo. Da auch andere an diesem Problem dran sind, sind nun alle Abwehrlaser ausgeschaltet. Allerdings kostet das uns ein weiteres Schiff der Ranger, dass nun torkelnd abdreht, da es zu viele Treffer hat einstecken müssen. Auch zwei unserer Jäger drehen schwer beschädigt ab und suchen ihr Heil im rückwärtigen Raum. Einer davon muss im Niemandsland notlanden, der andere schafft es nach Hause. Damit sind noch drei einsatzbereite Jäger in der Luft. Sollte Trivex noch Reserven haben, könnte das eng ohne richtigen Jagdschutz werden.

Mehrere Droiden schießen nun von ihren Schultern kleine Raketenwerfer ab. Da wir eines der wenigen verbliebenen Raumschiffe sind, bekommen wir natürlich einiges ab. Skav und Edna tun ihr bestes, die Droiden weg zu schießen. Aber kaum ist einer weg, kommt schon der nächste mit einem Werfer auf der Schulter. Wobei auch einige der Waffen dann auf den Balkonen detonieren und weitere Verluste verursachen. Nach etwas hin und her scheinen dem Gegner die Waffensysteme auszugehen und es nun Zeit, die Festung komplett lahm zu schießen. Repulsorliftantrieb auf Repulsorliftantrieb wird getroffen und zerstört. Die Festung wird langsamer und setzt dann auf, bevor sie mehrere Meter tief zu Boden knallen kann. Nun sind die Kettenlaufwerke dran, die wohl für so einen Notfall wie diesen gedacht sind. Nach der Zerstörung von einigen am Rand fährt sich die Festung nun fest.

So können wir nun auf die Deflektorschildprojektoren schießen und das große Feld, welches die Armee schützt, zum erlöschen bringen. Die feindlichen Transporter booten nun ihre Truppen aus, die im Gelände Deckung suchen. Für Bordwaffen allein ist das jetzt ein äußerst mühselige Arbeit. Shaka und ich beziehen Stellung an unseren Schleusen, öffnen diese ein Stück weit und benutzen diese als Schießscharten. Mit meinem DLT-19D wüte ich nun unter den erwachten Droiden. Stück für Stück zerlegen wir die Droidenarmee. Das ist keine Schlacht mehr, dass ist nun ein Massaker. Irgendwie tun mir die Droiden sogar Leid. Schade, dass sie ihre Energie darauf verschwendet haben, andere Wesen zu versklaven und sich im Dienst einer verbrecherischen Organisation gestellt haben. Ich wünschte, es hätte eine Verhandlungslösung gegeben. Der Widerstand erlöscht, da schließlich sich nichts mehr da unten regt. Letztendlich landen wir mit der "Vanguard" neben der Festung.

"Zehn Minuten! Wir sammeln alles an schweren Waffen ein, die wir finden können", meine ich, nachdem wir ausgebootet haben. Während ich rede suche ich das unmittelbare Gefechtsfeld nach Zielen ab.

"Ist das wirklich nötig, hier zu plündern?", fragt Shaka.

"Natürlich ist plündern immer nötig!", meint Edna im Brustton der Überzeugung.

"Wir haben immer noch einen Krieg zu führen. Wir haben Crimson Dawn hier vielleicht geschlagen, aber im Vergänglichen Labyrinth operieren immer noch mindestens elf Schiffe. Und da ist noch der Anoat Sektor", erkläre ich und schieße auf einen leichten Sicherheitsdroiden, der sich aus der Deckung wagt. Getroffen geht er zu Boden und rührt sich nicht mehr.

"Wir sollten unsere Zeit nicht mit reden verschwenden sondern die Beute hier heran schaffen!", meint Scavangerbot wie immer praktisch denkend und so ist beschlossen.

Nakagos wirre Gedanken

Das dürfte wohl seit den Klonkriegen eine der größten Schlachten gegen eine reine Droidenarmee gewesen sein. Vielen Dank für das Like!
 
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