Necromunda Erste Erfahrungen, Spielbericht N26

Themen über das Nebensystem "Necromunda" von Warhammer 40.000

Nuc

Codexleser
05. April 2003
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cypramundi.de
Spielbericht, neue Edition (N26), Delaque vs. Escher

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Ich hatte das Glück zeitig an das neue Regelbuch zu kommen und jemanden zu finden, um die Regeln auszuprobieren (Danke an Stefan) und möchte gerne berichten, was unser Eindruck war.

Tldr; Die neue Edition hat viel gewöhnungsbedürftiges, aber vieles wurde definitiv besser gemacht. Das Spiel fühlt sich anders an, dabei geht es in die richtige Richtung, aber bei einigen Aspekten ist auch schade, dass sie nun weg sind oder noch etwas merkwürdig. Es macht aber viel Spaß und weckt Lust auf mehr.

Erster Eindruck:
Die Regeln sind sehr gut geschrieben, viele Fehlinterpretationen werden im Vorhinein ausgeschlossen. Für Einsteiger macht es dies aber nicht unbedingt einfacher, vieles wird in einen Kontext gestellt, den man erst versteht, wenn man einmal alles gelesen hat. Ohne zweimal lesen geht es nicht. Aber für ein GW-System ist das wirklich beindruckend gut gemacht.

Das Spiel:
Ich habe zwei Teams zusammengestellt mit dem Gangs of the Underhive Buch. Je ein Leader, ansonsten eher einfache Ganger und Juves. Jeder also 5 Minis und dann einfach mal los.

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Was auffällt; da alle normalen Ganger Spezialisten sind, also mit einem Skill starten, haben auch alle Minis eine Aufgabe. Der 0-8-15 Ganger mit Lasgun ist dank Marksman oder Hip Shooting durchaus eine interessante Spielfigur geworden, Medic oder Munitioneer ändern sogar die Spielweise der Gang, da zusammen bleiben wesentlich mehr Sinn macht.
Mission:
Ich bin ein großer Fan des neuen Missionsgenerator, obwohl er für dieses Testspiel tatsächlich nur die klassische Aufstellungszone (Gegenüber) und gegenseitiges Wegballern ergeben hat… was solls, für ein Testspiel passt das. Nebenmission und Karten haben wir erstmal weggelassen.

Der Tisch war eines dieser alten Killteam Bretter, ich glaube 44x32. Eher zu klein, aber dafür gibt es sofort Action!

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Spielverlauf:
Stefan (Delaque) ist neu bei Necromunda, hat aber durchaus Erfahrung mit Tabletops.
Er bekommt die Ini… und hat sie auch bis auf eine Runde immer gehalten grrr
:P

Natürlich war er vorsichtig und ich bin dann halt eher aggressiv rangegangen. Hat sich auch direkt gelohnt. Relativ schnell hatte ich mein erstes Opfer in Serious Injured.

Die Würfel haben ihn nicht gemocht und ich habe schon überlegt, wie ich den Druck rausnehme, damit er nicht direkt weggefegt wird… „Denkste“ nach der zweiten Runde drehte sich das Würfelglück und Stück für Stück nahm er die Escher auseinander. Sicher hat er gute Moves gemacht, aber viel Taktik war auf der engen Platte eh nicht möglich. Die Würfel waren ihm gnädig. Während mir selbst der Medic den Dienst versagte und seine Patienten umbrachte, nur um kurze Zeit spät selbst gehen zu müssen. Delaque gewann 5-1.

Eindrücke über die neuen Regeln:

Action Dynamic (single/double), so viel klarer, einfacher und eindeutiger, sehr gut.

Laufen aka Dash… leibe es, Initiative ist wirklich ein wichtiger Wert geworden.

Schießen ist merkwürdig. (Fast) keine Modifikationen, fühlt sich nicht nach Necromunda an… macht aber mehr Spaß, da es keine quasi automatischen Treffer (2+) oder fast unmöglich Schüsse mehr gibt (6+). Das ist wesentlich gnädiger, man bekommt also schnell mall ein Suppressed hin. Schade ist, das Suppressed nahezu keine Vorteile hat, vorher (Pinned) war das ja wie Verstecken und man konnte Beschuss vermeiden, das geht nun nicht mehr.

Waffen… darüber kann man Seiten schreiben… viel Charakter ist weg, schade. Völlig überpowerte Sachen aber auch, …gut. Das es kaum mehr als Damage 1 gibt (also wirklich Damage nicht Lethality) ist krass, dazu gleich nochmal mehr. Flamer sind nun weit aus weniger scary, gut. Webber sind fast witzlos, vor allem für die Kosten, nicht gut, wenn auch ein Nerv nötig war.

Nahkampf… fühlt sich ganz anders an. Nichts ist mehr sicher. Man kommt schneller rein, cool. Aber dann ist es Chaos, keine tödliche/sichere Sache… ich mag es, wird nicht jeder mögen. Fühlt sich sehr Necromunda an, also nach einem Glücksspiel ums Überleben.

Verwundungen… OMG, da sehe ich deutliche Schwächen. Auf der einen Seite cool: Modelle mit W2 oder mehr sind es nun wirklich wert, sehr gut. Alle Waffen die mehr als einen Schaden oder zumindest Treffer machen sind deutlich im Wert gestiegen. Auf der anderen Seite… es gibt kein Limit mehr für Serious Injured. Es kann sein, dass jemand immer und immer wieder einen auf den Kopf bekommt und immer noch am Boden liegt und vor sich hin blutet. Da sollte mehr erfolgreiches Verwunden das Out of Action erzwingen… so ist es komisch, damit muss ich erst warm werden. Im Ergebnis liefen in unserem Spiel teilweise 8 Zombies rum (Null Wounds aber Active und Injured ) Das einzig gute daran, Toughness wird im Wert etwas reduziert, da es nun nicht länger Lebenspunkte 2.0 sind, sehr gut.

Coup de grace, love it, ist nun wirklich ein Kampf mit den Händen am Hals des Opfers.

Bottle, love it. Du verliest eine Mini nicht das Spiel, perfekt, denn es bleibt spannend.

XPs… OMG, die gibt es nun wie Sand am Meer und Aufsteigen ist auch einfacher, ich find’s geil. Wird aber wieder wie in den alten Zeiten sein (90er) … die Über-Profile kommen.

Fazit
Verwundungen nach W=0… meah
Schießen (fast) ohne Modifikationen… merkwürdig aber ok-ish
Waffen weniger divers… meah… wird sich wahrscheinlich mit mehr Veröffentlichung eh ändern.
Ansonsten, ich find’s gut. Das Spiel ist nun mehr Glücksabhängig, aber das sollte Necromunda auch irgendwie sein. Es gibt immer noch Killer Combos oder Über-Loadouts aber längst nicht so völlig übertrieben und die Würfel haben mehr Chancen den eigenen Plan zu zerschießen. Ich finde, das Feeling ist besser geworden, wenn es auch nicht ein 100% Volltreffer geworden ist.
Nun wünsche ich allen viel Spaß beim Ausprobieren und freue mich auf Eure Meinungen