1. Edition Fernkampf zu schwach?

hydrias

Aushilfspinsler
28. April 2017
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Moin,

ich versuche zur Zeit in meinen Club AoS populär zu machen, habe damit aber größere Schwierigkeiten. Meine Clubkollegen haben noch große Altbestände von whfb zeiten und wenn ich nun zb gegen Waldelfen spiele die auf Fernkampf getrimmt sind geht das Spiel meist maximal 3 Runden, in den ersten 1-2 Runden schießt er auf mich, wo meist kaum was passiert und im Nahkampf hat er mir auch nichts entgegen zu setzen.
Gibt es irgendwas, was man tun kann damit die Fernkampfphase irgendwie besser wird?
Auf 5+ treffen, 4+ verwunden, da passiert irgendwie recht wenig.. oder sind alte Völker generell nicht Konkurenzfähig zu neuen?

So wie es aktuell ist heißt es bei uns im Club nur 'AoS ist einfach nur im Nahkampf aufeinander zurennen und schauen was passiert'
 
Er braucht Nahkämpfer, die deine Truppen ein paar Runden aufhalten können, um seinen Fernkämpfern den Rücken bzw. das Schussfeld frei zu halten und sie so lange wie möglich aus dem Nahkampf heraus zu halten.

Ansonsten kommt es auf die Einheit an. Waywatchers haben +3 +4, Glade Guard +4 +4 bzw. +3 +4 solange es mehr als 20 Modelle in einer Einheit sind. Ich habe mal das Kompendium durchgeblättert und würde sie jetzt nicht als schwächer als meine Zwerge ansehen.


Was spielst du denn für eine Armee? Mindestens die Fraktionen mit neuen Battletomes, die nach dem Generals Handbook erschienen sind, haben meistens deutlich bessere Werte und sind gerade bei Szenarien mit (vor allem mehreren) Missionszielen auch schnell dominant. Wenn man die Stärke seiner Armee nutzen kann (also z.B. als Disposessed eher defensiv und als geschlossener Block kämpfend spielen), sind recht ausgeglichene Schlachten möglich.
 
Naja, es gibt bezüglich AoS momentan einfach viele Völker die ihre Anpassung noch erst erhalten. Bevor z.B. Tzeentch das Disciples of Tzeentch Battletome bekam, gab es echt selten Chancen ein Spiel mit ihnen zu gewinnen. Den Faktor Spaß hatte man mit ihnen dennoch, zwar nicht immer, aber es gab ihn. 😉

Man muss hierbei einfach ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen, macht mir etwas nur Spaß wenn ich gute Chance habe zu gewinnen oder bereits wenn ich einfach nur dabei sein kann.

Es gibt mit Sicherheit derzeit für die alten Völker einige Probleme mit den aktuellen Völkern konkurrieren zu können. Aber auch deren Zeit wird noch kommen!
Bis dato, sollte sich für einen Waldelf Spieler doch anbieten unter der Treue Order seine Waldelfen mit Einheiten der Sylvaneth zu verstärken. Immerhin hatten diese auch damals Dryaden etc. in ihrer Armee.
Vor allem wird er sich darauf einstellen müssen, dass aufgrund der nun einfacheren Bewegung der Einheiten, sich eine ganze Armee nun mal nicht mehr 5-6 Runden lang vor einem Nahkampf verkriechen kann.

Zur Frage, was sicher einiges bringen können würde. Wäre das Waffenprofil der Fernkämpfer anzupassen, in dem er besser trifft / wundet oder der Damagewert erhöht wird.
Dazu könnte man vergleichsweise die Fernkampf Einheiten der Sylvaneth, der Stormcast Eternals oder die der Kharadron Overlords heran ziehen.
Aber wie gesagt, er wird sich taktisch umstellen müssen da er nicht mehr wie früher mit Waldelfen 5-6 Runden lang jeden Nahkampf vermeiden kann.

Die Aussage 'AoS ist einfach nur im Nahkampf aufeinander zurennen und schauen was passiert' hört man immer wieder von Leuten die sich lediglich in den ersten Wochen oder einfach nicht wirklich mit AoS beschäftigt haben. Denn die ganze taktische Tiefe von AoS steht nun mal nicht in den 4 Seiten Grundregeln, sondern erweitert sich durch die Sonderregeln/Synergien der verschiedenen Einheiten die in die Schlacht geführt werden. Bestes Beispiel, wird wohl momentan die mobile Ballerburg namens Kharadron Overlords sein. Gerade deren Luftschiff "Fregatte" bringt einen ganzen Haufen Sonderregeln mit, wie unter anderem bestimmte Einheiten besser platzieren zu können.

Wie Komplex also die taktischen Möglichkeiten sind, entscheidet der Spieler anhand daran, welche und wieviele versch. Einheiten er in die Schlacht führt !

AoS steckt zwar immer noch etwas in den Kinderschuhen, alleine weil eben bisher eher wenige Völker ein Update erhalten haben oder Battletomes der Fireslayers / Seraphon einen schlechten Start hingelegt haben. Ganz im Gegensatz dazu die Battletomes seit Disciples of Tzeentch, die nun einen guten Ausblick darauf geben wo die Reise wohl mit AoS hingehen dürfte.

Nachtrag: Mist, so lange getextet hier, da war nun der Dockeule schneller. 😀 Der mit seinen Dispossed aber ein gutes Beispiel ist, das auch ältere Armeen immer noch Spaß bereiten können. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt auch viele Einheiten die durch Helden gebufft werden. Popelige Imp Milizen zb kann man mit einem General und einem Celestial Hurricanum von 5+ 4+ auf 3+ und 3+ buffen. Wenn es 40 Modelle oder mehr sind bekommen sie nochmal +3 auf den Trefferwurf...

War jetzt nur ein Beispiel von vielen. Da hat bestimmt deine Armee oder die des Gegners auch was am Start.
 
Das eigentlich witzige an der gestellten Frage, ob Fernkampf zu schwach ist, ist dass es zu Beginn von AoS genau anders herum epfunden wurde: Fernkampf ist zu stark! Ich selbst halte das piel für recht ausgewogen was Fern- und Nahkampf angeht, obgleich es im Fernkampf schon echt harte Truppen gibt, die mit entsprechenden Buffs auch gleich mal ordentlich Schaden machen.

Wichtig ist, was hier schon oft angesprochen wurde: Man muss seine Armee um die strategische Ausrichtung herum aufbauen. Will ich zB auf Fernkampf setzen, dann brauche ich Einheiten und Konzepte, die meine guten Fernkämpfer möglichst lange agieren lassen.

Problematisch wird es dann aber unter Umständen im Szenariospiel, weil ich da ja auch Einheiten bewegen muss, um etwas erreichen zu können. Und echtes "hit and run", also schießen und sich anschließend verdrücken, bieten nur wenige Einheiten im Spiel.

Bezogen auf die Waldelfen, soweit ich das beurteilen kann:
- Gladeguard in 20er Blöcken hat +3/+4 und darf einmal im Spiel mit Rend -3 schießen, was wirklich gut ist!
- Der Spellweaver kann mit seinem Zauber dafür sorgen, dass der Trupp auch lange möglichst groß bleibt
- Der Nomad Prince erhöht mit seiner Befehlsfähigkeit die Trefferwahrscheinlichkeit, wenn auch nur mäßig
- sisters of the Thorn unterstützen erst den Fernkampf durch den W3 Schadensspruch und wenn dann etwas zu nahe kommt, hilft ihr eigener Zauber im Nahkampf
- Sisters of the Watch sind eine gute defensive Einheit. Stellt man sie vor seine große Schützeneinheit, können sie dort ihre Fähigkeiten gut ausspielen (zweimal ballern so lange es geht, anschließend den angreifenden Feind noch mal vor dem Nahkampf beschießen)
- meist werden an schnellen Einheiten Monster gespielt. Da sind die Ranger ganz gut dagegen.
- Verstärkung aus anderen Völkern holen: Wenn er zB Waldreiter hat, die ja offiziell nicht mehr unterstützt werden (sogenannte Kompendiumseinheiten), dann kann er die auch nach Regeln anderer Einheiten spielen (sogenanntes Proxxen). ZB sind da die Ellyrian Reavers zu nennen, die gut in eine Beschussliste passen. Oder er alliiert sich mit Sylvaneth, die ja auch sehr gute Beschusseinheiten haben (Kurnoth Hunters). Die Treelords oder Drycha sind auch gute Verbündete, weil sie thematisch passen (zumindest nach Maßstäben der alten Welt) und sowohl Fern- als auch Nahkampfsupport bieten.

Das ist jetzt nur mal auf die schnelle zusammen gesucht. Vielleicht gibt es mit den Treuefähigkeiten der Order und/oder anderer Order-Einheiten (man kann sie entsprechend umgestalten, um sie vom Look her passend zur eigenen Armee zu machen) noch weitere gute Synergien.
 
Moin,

ich versuche zur Zeit in meinen Club AoS populär zu machen, habe damit aber größere Schwierigkeiten. Meine Clubkollegen haben noch große Altbestände von whfb zeiten und wenn ich nun zb gegen Waldelfen spiele die auf Fernkampf getrimmt sind geht das Spiel meist maximal 3 Runden, in den ersten 1-2 Runden schießt er auf mich, wo meist kaum was passiert und im Nahkampf hat er mir auch nichts entgegen zu setzen.
Gibt es irgendwas, was man tun kann damit die Fernkampfphase irgendwie besser wird?
Auf 5+ treffen, 4+ verwunden, da passiert irgendwie recht wenig.. oder sind alte Völker generell nicht Konkurenzfähig zu neuen?

So wie es aktuell ist heißt es bei uns im Club nur 'AoS ist einfach nur im Nahkampf aufeinander zurennen und schauen was passiert'

Welche Missionen spielt ihr??
Die Baummenschen der Wandelfen sind super.
Natürlich sind Elfen sehr zerbrechlich aber wenn man weiß wie man Sie spielen muß sind Sie auch stark.
Das Problem ist: man muß sich mit AoS auseinander setzen wollen. Es ist sehr wichtig seine Einheiten zu kennen.
 
https://www.games-workshop.com/resources/PDF/AoS_Warscrolls/aos-warscroll-glade-guard-de.pdf
Glade Gaurds haben 4+/4+. Stellt er 20+ Modelle in einer Einheit auf wird daraus ein 3+/4+.

Das ist natürlich nicht berauschend aber damit kann man gemütlich die Pflichtstandards abdecken.
Diese können versuchen den Vormarsch anderer Einheiten zu decken. Ich schiele da mal in Richtung Wildwood Rangers: https://www.games-workshop.com/resources/PDF/AoS_Warscrolls/aos-warscroll-wildwood-rangers-de.pdf

Zusammen könnte da schon mit gearbeitet werden aber es stimmt schon, die alten Völker sind nun mal nicht mehr das obere Ende der Nahrungskette. Da muss man als freundlicher Gegner auch dran denken wenn man seine Liste bastelt.

EDIT
Eine kleine Anmerkung hätte ich noch.
Ich denke nicht das es im Sinne des Spiels liegt eine komplette Fernkampfarmee ins Feld zu führen und den Gegner nur durch Beschuss zu vernichten, denn das kann eigentlich kein Volk.
Ich sehe die Stärke von Fernkämpfern eher darin das sie genug Schaden austeilen um Hordenboni oder Buffhelden abzuschalten.
Der Rest muss eben mit Schwert/Knüppel/Faust erledigt werden. Wir sind hier schließlich nicht bei 40k.
 
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