40k Ferrus Mortis - Deck 115 Beta

Harald der Haarige

Codexleser
14. Januar 2015
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Hallo zusammen,
nach längerer Zeit möchte ich euch einmal wieder ein größeres Geländeprojekt vorstellen. Ziel ist der Bau einer modularen 120 x 120 cm großen Sci-Fi-Spielplatte, die sowohl für Warhammer 40.000, Kill Team, Necromunda als auch andere Science-Fiction-Systeme genutzt werden kann.
Die Platte soll einen stark genutzten Industriekomplex darstellen: verwitterte Stahlplatten, Rost, Schmutz, Wartungsbereiche und die Spuren jahrzehntelanger Nutzung. Dabei war mir wichtig, dass die Oberfläche nicht bunt oder überladen wirkt, sondern einen möglichst glaubwürdigen und atmosphärischen Eindruck vermittelt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Bemalung. Die Metalloptik wurde bewusst ohne Metallicfarben umgesetzt. Stattdessen kamen verschiedene Schichten, Farbmodulationen, Washes und Pigmente zum Einsatz, um den Eindruck von gealtertem Stahl zu erzeugen.
Die Platte besteht aus mehreren modularen Segmenten, die zunächst grundiert, anschließend mit Roststrukturen versehen und danach Schritt für Schritt gealtert wurden. Ergänzt wird das Ganze durch einzelne Warnmarkierungen, Gullys und weitere Details, die später zusammen mit Gebäuden und Scatter Terrain das Gesamtbild abrunden sollen.
In diesem Thread möchte ich den Entstehungsprozess dokumentieren – von den ersten grundierten Segmenten bis zur fertigen Spielplatte. Dabei werde ich regelmäßig Bilder, Arbeitsschritte und verwendete Techniken zeigen.
Über Anregungen, Kritik und Fragen freue ich mich natürlich jederzeit.
Viel Spaß beim Mitverfolgen!
 

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Ferrus Mortis – Deck 115 Beta

Der Bau eines imperialen Industriekomplexes für Warhammer 40.000, Kill Team & Necromunda
Ave Imperator!

Nach mehreren kleineren Geländeprojekten wollte ich mich endlich an etwas Größeres wagen: eine vollständig modulare Industrieplatte im Grimdark-Stil des 41. Jahrtausends.

Die Idee hinter Ferrus Mortis – Deck 115 Beta ist ein vergessener Verlade- und Wartungsbezirk tief in den unteren Ebenen eines imperialen Manufactorums. Ein Ort, an dem Förderbänder längst stillstehen, Maschinengeister nur noch flüsternd antworten und Rost langsam die Arbeit des Omnissiah zurückfordert.

Die Platte soll sowohl für Warhammer 40.000, Kill Team, Necromunda als auch andere Sci-Fi-Systeme nutzbar sein. Ziel war eine möglichst atmosphärische Industrieumgebung mit starkem Fokus auf:

  • modularem Aufbau
  • realistischer Alterung
  • industrieller Optik
  • hohem Wiedererkennungswert auf dem Spieltisch

Die Anfänge
Den Anfang machten zahlreiche gedruckte Bodenmodule. Noch in den unterschiedlichsten Farben direkt vom Drucker kommend, war von einer späteren Industrieanlage kaum etwas zu erkennen.

Danach folgte die Grundierung aller Segmente in Schwarz. Bereits hier wurde deutlich, wie viele einzelne Platten letztendlich für die Spielfläche benötigt werden würden.

Anschließend begann der eigentliche Spaß: Roststrukturen, Farbmodulationen, Schmutz, Pigmente und erste Warnmarkierungen sollten die sterile Kunststoffoberfläche Schritt für Schritt in jahrzehntealte Industrieanlagen verwandeln.

Besonders wichtig war mir dabei eine glaubwürdige Metallwirkung – und das komplett ohne Metallicfarben.

Geplante Elemente
  • Industriehallen
  • Rohrleitungen
  • Förderanlagen
  • Scatter Terrain
  • Wartungs- und Ladezonen
  • Gullys und Versorgungsschächte
  • Hazard-Markierungen
  • umfangreiche Alterungs- und Verschmutzungseffekte

Im weiteren Verlauf dieses Threads möchte ich die einzelnen Bauabschnitte dokumentieren und zeigen, wie aus einem Stapel Kunststoffplatten langsam Ferrus Mortis – Deck 115 Beta entsteht.
Kritik, Anregungen und Ideen sind wie immer willkommen.


Der Omnissiah beschützt. ⚙️☠️
"From the weakness of the flesh, steel shall endure."
 

Die ersten Spuren des Verfalls​


Nachdem die ersten Farbmodulationen aufgebracht waren, begann der Teil des Projekts, auf den ich mich besonders gefreut hatte: Rost, Korrosion und die ersten echten Gebrauchsspuren.

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Für diesen Arbeitsschritt wurden ausgewählte Bodenplatten mit Strukturpaste und verschiedenen Rosttönen bearbeitet. Ziel war es nicht, die gesamte Oberfläche verfallen wirken zu lassen, sondern einzelne Bereiche hervorzuheben, in denen sich über Jahrzehnte Feuchtigkeit, Schmutz und chemische Rückstände gesammelt haben könnten.


Gerade bei Industrieanlagen gefällt mir der Gedanke, dass nicht jede Platte gleich stark beansprucht wird. Einige Bereiche bleiben relativ intakt, während andere langsam vom Zahn der Zeit zurückerobert werden.


In diesem Stadium wirkte die Oberfläche noch sehr roh. Die Rostflächen erschienen stellenweise fast zu dominant und die Übergänge waren noch recht hart. Doch genau das gehört für mich zum Weathering-Prozess dazu. Viele Effekte entfalten ihre Wirkung erst in den folgenden Schritten, wenn Schmutz, Pigmente und weitere Farbschichten alles miteinander verbinden.


Langsam begann die sterile Kunststoffoberfläche zu verschwinden und Deck 115 Beta bekam erstmals eine eigene Geschichte.


"Rost ist nichts anderes als der langsame Sieg der Zeit über den Stahl."





Arbeitsschritt:


  • Farbmodulation abgeschlossen
  • Strukturrost auf ausgewählten Segmenten aufgebracht
  • Erste Korrosionszonen definiert
  • Vorbereitung für Pigmente, Washes und weitere Alterungseffekte
 

Alles kommt zusammen​


Mit den Roststrukturen und den ersten Alterungseffekten war die Grundlage geschaffen. Jetzt folgte der Arbeitsschritt, der die gesamte Platte optisch zusammenführen sollte: das Pigmentwash.


Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten viele Bereiche noch wie einzelne Effekte nebeneinander. Die Rostflächen, Verfärbungen und Modulationen funktionierten zwar bereits für sich, hatten aber noch keinen gemeinsamen Kontext. Erst durch das Pigmentwash begannen die Farben miteinander zu verschmelzen.


Die Pigmente lagerten sich in Vertiefungen, um Nieten, entlang der Fugen und an den Kanten der Platten ab. Dadurch entstanden feine Schmutzablagerungen und natürliche Übergänge, wie sie sich über Jahrzehnte in einem stark beanspruchten Industriekomplex bilden würden.


Besonders spannend war zu beobachten, wie sich die Stimmung der gesamten Oberfläche veränderte. Die einzelnen Segmente wirkten plötzlich nicht mehr wie bemalte Bodenplatten, sondern wie Teile eines zusammenhängenden Decks, das seit Generationen Maschinen, Arbeiter und schwere Lasten trägt.


Mit diesem Arbeitsschritt erhielt Ferrus Mortis – Deck 115 Beta erstmals seine endgültige Atmosphäre.


"Staub, Öl und Rost sind die Chronisten imperialer Industrie. Sie zeichnen die Geschichte dort auf, wo längst niemand mehr zuhört."

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Arbeitsschritt:


  • Pigmentwash auf die gesamte Oberfläche aufgebracht
  • Rost- und Schmutzeffekte miteinander verbunden
  • Vertiefungen und technische Details betont
  • Farbübergänge vereinheitlicht
  • Deutlich stärkere Tiefenwirkung und Atmosphäre erzeugt
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Warnmarkierungen und Identität​


Bis zu diesem Zeitpunkt bestand Deck 115 Beta aus Stahl, Rost und Schmutz. Die Oberfläche wirkte bereits glaubwürdig gealtert, doch ihr fehlte noch ein Element, das sofort ins Auge fällt und dem Deck einen eigenen Charakter verleiht.


Deshalb fiel die Entscheidung auf einen markierten Wartungs- oder Ladebereich. Mithilfe von Maskierband wurden zunächst die Grundformen angelegt, bevor die ersten gelb-schwarzen Warnmarkierungen aufgebracht wurden.


Für die Farbaufträge kam dabei kein Airbrush zum Einsatz. Stattdessen wurden die Farben mit einem einfachen Schminkei aufgetupft. Die weichen Übergänge und die leicht unregelmäßige Oberfläche entstanden genau durch diese Technik. Das Ergebnis wirkt deutlich weniger steril als ein sauber deckender Farbauftrag und passt hervorragend zum gealterten Industriecharakter der Platte.


Schon unmittelbar nach dem Entfernen der Maskierung war klar, dass sich die Wirkung der Platte dadurch grundlegend verändern würde.


Zum ersten Mal entstand ein Bereich, der eine Geschichte erzählt. Vielleicht wurden hier schwere Maschinenteile verladen. Vielleicht befand sich darunter ein Wartungsschacht oder ein Versorgungsknoten des Manufactorums. Unabhängig von seiner ursprünglichen Funktion erzeugt dieser Abschnitt einen natürlichen Blickfang und durchbricht die Gleichförmigkeit des Decks.


Nach der Bemalung wurden die Markierungen erneut gealtert und verschmutzt. Sie sollten nicht wie frisch aufgetragene Sicherheitskennzeichnungen wirken, sondern wie ein Teil des Komplexes selbst – verblasst, beschädigt und von Jahrzehnten industrieller Nutzung gezeichnet.


Mit diesem Arbeitsschritt erhielt Ferrus Mortis – Deck 115 Beta erstmals eine eigene Identität.


"Selbst Warnfarben überdauern nicht die Ewigkeit. Doch ihre Schatten erinnern noch lange an die Gefahren vergangener Tage."

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Arbeitsschritt:


  • Bereich für Warnmarkierungen definiert
  • Maskierung mit Tape angelegt
  • Gelb-schwarze Sicherheitsmarkierungen aufgebracht
  • Farbauftrag mittels Schminkei getupft
  • Markierungen gealtert und in die Oberfläche integriert
  • Erster zentraler Blickfang der Platte geschaffen
 

Ferrus Mortis nimmt Gestalt an​


Nach zahlreichen Stunden des Druckens, Grundierens, Alterns und Verschmutzens war es endlich Zeit, die einzelnen Segmente erstmals zu einer vollständigen Spielfläche zusammenzusetzen.


Erst in diesem Moment wurde sichtbar, ob die vielen kleinen Entscheidungen während des Bauprozesses tatsächlich zusammen funktionieren würden. Die Rostflächen, Pigmente, Farbmodulationen, Gullys und Warnmarkierungen mussten nun nicht mehr als einzelne Module überzeugen, sondern als zusammenhängender Industriekomplex.


Die größte Überraschung war dabei, wie stark das Pigmentwash die gesamte Platte miteinander verbunden hat. Bereiche, die zuvor wie einzelne Effekte wirkten, fügten sich nun zu einer gemeinsamen Oberfläche zusammen. Die unterschiedlichen Verschmutzungen und Abnutzungen erzeugen den Eindruck eines Decks, das über Jahrzehnte hinweg genutzt, repariert und wieder vernachlässigt wurde.


Auch die Warnmarkierung erfüllt nun genau die Aufgabe, die ich mir von ihr erhofft hatte. Sie setzt einen klaren Blickfang, ohne die Fläche zu dominieren, und verleiht dem Deck einen charakteristischen Mittelpunkt.


Mit dem ersten vollständigen Aufbau war klar: Ferrus Mortis – Deck 115 Beta funktioniert nicht nur als einzelne Bodenplatten, sondern als zusammenhängender Spieltisch.


Natürlich ist das Projekt damit noch nicht abgeschlossen. Gebäude, Rohrleitungen, Scatter Terrain und weitere Details werden folgen. Doch die Grundlage ist geschaffen und die Atmosphäre des Industriekomplexes ist bereits deutlich spürbar.


Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, nicht mehr auf einzelne Geländestücke zu schauen, sondern auf einen Ort innerhalb des 41. Jahrtausends.


"Unter Milliarden Tonnen Stahl und Beton vergessen die Menschen ihre Geschichte. Der Rost vergisst nie."

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Arbeitsschritt:


  • Erste vollständige Stellprobe der Spielfläche
  • Kontrolle der Übergänge zwischen den Modulen
  • Wirkung von Pigmenten und Alterungseffekten auf der Gesamtfläche geprüft
  • Positionierung von Gullys und Markierungsbereichen bewertet
  • Grundlage für den weiteren Ausbau des Industriekomplexes geschaffen


Nächste Schritte:

  • zusätzliche Verschmutzungen und Ölflecken ausarbeiten
  • Bau der ersten Rohrleitungen und Versorgungssysteme
  • Entwicklung modularer Gebäude und Industrieanlagen
  • Fertigung von Scatter Terrain wie Fässern, Kisten, Containern und Wartungseinrichtungen
  • Ausgestaltung von Lade-, Wartungs- und Produktionsbereichen
  • Finale Zusammenstellung des Industriekomplexes Ferrus Mortis – Deck 115 Beta
 
Der gelbe Drybrush oder was das ist, kommt richtig, richtig gut.
Hey, Danke für das Feedback. Das ist kein Drybrush sondern ein Pigmentwash. Total einfach herzustellen. Nimmst ein Pigment deiner Wahl und mischt es mit Isopropanol, das verläuft dann fast wie ein Oilwash.
 
Erste Brückensegmente und Turm
Während die Bodenplatten langsam Gestalt annehmen, wächst nun auch die vertikale Ebene. Die ersten Brückensegmente und der Turm sind frisch aus dem Drucker und geben bereits einen Eindruck davon, wie das Gelände später wirken könnte.
Aktuell schwanke ich allerdings noch zwischen zwei Konzepten: Einer riesigen Industrieanlage im Stil einer imperialen Manufactorum-Welt oder einer unterirdischen Kathedrale, die über Jahrtausende dem Verfall preisgegeben wurde und inzwischen von Rost, Schutt und Staub zurückerobert wird. Beide Ideen reizen mich sehr – vielleicht entsteht am Ende sogar eine Mischung aus beidem.
Als Nächstes werden die Teile entgratet, grundiert und im gleichen Farbschema wie Ferrus Mortis – Deck 115 Beta bemalt, damit alles wie aus einem Guss wirkt.

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Mich würde interessieren: Industriekomplex oder verfallene Untergrund-Kathedrale – wofür würdet ihr euch entscheiden?
 
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Industriekomplex! Imperialer Kult gut und schön, finde aber, dass sich damit charakterisierende Elemente in ihrer Anzahl einschränken, während Industrieanlagen eine viel größere Vielzahl an Gerätschaften und Zeugs beinhalten: Generatoren, Speicher, Plattformen, Konverter, Reaktoren, Filter, Rohstoffbehälter & -Leitungen, automatische Anlangen, Abfälle & Schrott, Lager, Schmelzen und und und...
 
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Industrie ist oft zu sehen .... etwas kathedralisches, zumal im Untergrund, wäre mal eine schöne Abwechslung.
Zumal gerade da ja wirklich die unmöglichsten Dinge drin stehen oder hängen können ... etwa eingeweckte oder getrocknete Heilige(nteile) oder auch nur deren Statuen ... 😏 ... separierte Kapellen voller Tand und Trödel ... Anlagen für Beleuchtung&Belüftung .... auch der Wandschmuck bietet viele Möglichkeiten.
Und man hat auch die Chance, ein bisschen im verfallenden Prunk zu schwelgen.
 
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