TWS über Negativität im Hobby

Das in Foren aber jeder der zu AoS was positives gesagt hat, dann regelrecht angegangen wurde.. ist das echt in Vergessenheit geraten ?!
2015? Da war ich mit meiner Masterarbeit beschäftigt Opa. Spaß beiseite, kann ich mir leider vorstellen, ich war da weder bei AOS, noch bei Fantasy irgendwie involviert. Ich lese erst jetzt die Old World Hintergründe und verstehe die Probleme, welche angeführt werden in der Retrospektive besser. Davon ab mag ich die AOS Modelle, Designs usw. Nur der Hintergrund holt mich nicht ab. Und zu Anfang existierten halt nur neue Designs für Khorne und Stormcast....
 
Erfahrungen:
Negativität ist in der Community schon immer der Antreiber gewesen. Skandale haben Traffic gebracht. Dennoch sind die Leute jahrelang dabei

Das jemand ins Hobby kommt und schnell wieder aufhört oder gar nicht erst anfängt weil die Community so negativ ist hasserfüllt ist. Noch nie erlebt.

Gerade Social Media Content Creators leben von mehr Klicks, mehr Reach, mehr Traffic. Und damit zwangsweise, mehr widersprüchliche Meinungen.

In TWS Beispielen waren Beleidigungen dabei ja. Aber auch Beispiele für Kritik die vom Creator einfach in Hatespeech umgewandelt wird weil man sich mit der Kritik nicht auseinander setzen will. Was halt von diesen Laien geführten Kanälen der schnellste Defensiv Mechanismus ist.

Auch hier im Forum driften die Diskussionen und "Hot Topics" schnell ins Negative ab. Gerade Preisdiskussionen. Frühes AoS. Old World. You Name it.
Wir hatten und haben ja immer Kandidaten die dann verschwunden sind weil ihre Negativität für sie die freie Meinungsäußerung war. Und die Allgemeinheit denen widersprochen hat.
 
Sorry, kurzes Offtopic:

Ist in München tatsächlich passiert, quasi vor der Haustür! 🤣😄 ... okay, vmtl. nur witzig, wenn man nicht im Bus saß! 😇
Hier haben wir son wahren Kern. ^^

Aber ich muss dir auch zustimmen, was das doch eher positivere Feedback der Community angeht, als man zunächst denkt.
Wenn ich in die Kommentarspalten meiner liebsten YouTuber schaue, finde ich dort nicht nur überwiegend, sondern tatsächlich sehr viele positive Kommentare. So das ich nach negativen kommentare erst suchen müsste.
Aber das sind auch keine 100k+ Sub channel.

Edit @Jim war schneller:
Was ich aber auch bemerkt habe, ist, dass einige Content Creator auf konstruktive Kritik echt allergisch reagieren und diese gerne mal mit irgendwelchen Assi-Kommentaren in einen Topf werfen.
Alles halt sehr menschlich – auf allen Seiten.
Aber ich finde trotzdem nicht, dass unsere Community an allen Stellen eine toxische Kloake wäre.

Im Gegenteil, ich finde, die Leute sind sehr oft hilfsbereit und verstärken positiv die persönlichen Errungenschaften ihrer Mitglieder.
Man braucht sich nur den positiven Zuspruch anzuschauen, den Leute für ihre gemalten oder gebauten Modelle auf Social Media erhalten.
 
Ich glaube, dass das mit der Negativität echt davon abhängt, wo und wie man sein Hobby auslebt. Ich hatte für eine kurze Zeit einmal Discourse Minis in meinem Youtube Feed, weil ich ihre Art ganz witzig fand. Bis mir ihr Unique Selling Point ein wenig auf den Senkel ging. Natürlich weiß ich, dass sie damit ihre Klicks generiert und vieles wahrscheinlich gespielt ist, aber wenn ich das weiterhin geschaut hätte, wäre diese „Negativität“ vielleicht auch auf mich abgefärbt. Wie bei vielen Dingen sind es halt die Meinungsblasen, in denen man sich bewegt, die einen (oft unbewusst) beeinflussen.

Außerhalb medialer Angebote habe ich Negativität in all den Jahren aber relativ selten kennengelernt. Eigentlich hat die extreme Faszination am Hobby immer überwogen. Ob jetzt bei Neulingen oder hartgesottenen Kollegen, die das Hobby wortwörtlich leben. Das habe ich in nur wenigen Hobbies so erlebt. Man könnte es als Spleen abtun, ich sehe dies aber als etwas Positives. Als eine gemeinsame Identität im Hobby.

Damit verbunden ist aber auch der Punkt, der mich seit geraumer Zeit wirklich ein wenig unglücklich macht und das oben genannte Positive am Hobby zwar nicht komplett verdrängt, dem Ganzen aber einen etwas faden Beigeschmack gibt. Und das hat für mich auch etwas mit Negativität im Hobby zu tun, weil es das eigentlich Positive gefährdet. Und zwar ist es die Praxis, einen Gewinn aus dem Hobby zu ziehen, welche sich in weiten Teilen der Community breit macht. Von GW als Aktiengesellschaft erwarte ich, dass sie Gewinnmaximierung betreiben. Dass dort Rendite erwartet wird, das ist ja zu verstehen, auch wenn es unschön für den Geldbeutel ist. Dass aber ein nicht zu unterschätzender Teil der Community versucht, Mit-Hobbyisten auf verschiedensten Wegen „über den Tisch“ zu ziehen, das finde ich problematisch. Weil es in der Community eine Art Verrohung darstellt und den Weg zu einer Ellenbogengesellschaft ebnet. Es sind ja nicht nur 2-3 professionell agierende Menschen, die zum Beispiel via Scalping Hobbydinge aufkaufen und dann weiterverkaufen wollen. Es sind auch oft ganz normale Teile unserer Community, die das im kleinen Maßstab machen. Aus verschiedensten Gründen. Wenn ich das Gefühl bekomme, dass es nicht mehr primär darum geht, eine Faszination am gemeinsamen Hobby zu teilen, sondern dass es oft darum geht, irgendeinen Profit zu machen, dann finde ich das problematisch. Auch wenn ich mir manchmal außerhalb des Scalpings die Preisgestaltung rarer Gegenstände auf Ebay und Co. ansehe, zum Beispiel beim Gelände, habe ich das Gefühl, dass die Kommerzialisierung unseres Hobbies so richtig krass auf die Community selbst durchgeschlagen hat. Das führt dann tatsächlich zu einer negativen Grundstimmung bei mir, weil ich von meinem Hobby halt eigentlich anderes erwarte.

Ich sehe das mittlerweile zwar ein wenig entspannter, da ich mein Kaufverhalten stark reduziert habe, aber dennoch ist dieser Eindruck in der letzten Zeit stark gewachsen. Wie gesagt, eine Community sollte (meiner Meinung nach) für einen Hobbyisten da sein, gemeinsam eine Faszination zu teilen. Sie sollte nicht versuchen, irgendeinen überhöhten Profit auf Kosten anderer zu generieren.

Beispielhaft dafür stand die Tage unser geschätzter Captain Centos. Da man ja nur eine Miniatur pro Person erhalten konnte, diese aber dennoch hunderte Male zu Preisen von 100 Euro plus auf Ebay landete, ist das ja ein Anzeichen dafür, dass sich viele von uns mehr oder weniger an dieser Praxis beteiligen. So nach dem Motto, wenn andere das machen, dann kann ich es doch auch machen. Das kommt unserer Community aber nicht zugute. Und das meine ich jetzt gar nicht allein auf den Umgang mit diesem Modell bezogen, welches ja nüchtern betrachtet eine lächerliche und unbedeutende Trivialität darstellte, sondern auf das allgemeine Verhalten in unserer Community, welches dahintersteckt und wofür dieses Modell tatsächlich ein gutes Beispiel war.

PS: Will da auch niemanden persönlich mit angreifen. Es gibt wie immer verschiedenste Gründe, die zu so einem Verhalten führen. Ich möchte nur aufzeigen, wo ich negative Einflüsse auf unser Hobby sehe, die zum großen Teil aus unserer eigenen Community entspringen, die Negativität und Missgunst befördern und eigentlich Positives kaputt machen können. Mit einzelnen Youtubern, die gewisse Rants ablassen, oder Kommentaren unter deren Videos, damit kann ich gut leben. Mit dem oben genannten Verhalten unserer Conmunity eher weniger.

Langer Text am Abend.. Aber vielleicht konnte ich so auch etwas Negativität abbauen! 😅

Und kleiner Edit, weil ich es doch noch zum Positiven bezüglich des genannten Beispiels anfügen muss: Der @Lord Protector hat mir dann doch noch einen Kontakt zu einem Captain zu einem halbwegs fairen Preis vermittelt, was mir zeigt, dass es natürlich Leute gibt, welche im Sinne der Community handeln. Ebenso wie es Leute gab, die ein solches Modell für einen Kollegen besorgt haben oder generell Dinge hier im Forum zu fairen Preisen anbieten. Aber es gibt halt auch viele, die nicht im Sinne der Community handeln. Und wie gerade in einer PM geschrieben: Teilweise beleidigt es mich mehr, ein Hobbyprodukt zum dreifachen Preis angeboten zu bekommen, obwohl es dafür keinen gerechtfertigten Grund gibt, als irgendwelche Kommentare in Online-Medien es je könnten. Aber ich bin auch kein Content-Creator, daher kann mir das eh egal sein. 🫣
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde auf jeden Fall sehr stark differenzieren.

YouTube Kommentarspalten, YouTube Kanäle mit Content, Leit/Massenmedien und GW Lizenzprodukten.

Die Kommentarspalten bei YouTube sind nicht sehr rühmlich und werfen eigentlich ein schlechtes Bild auf die jeweiligen Communities. Aber es wurde auch völlig richtig angesprochen - wer liest denn heute noch groß YouTube Kommentare und wie ernst werden die denn genommen? Außer von alten Säcken wie mir, und ich bin sicherlich nicht die Zielgruppe von GW.

Das auf YouTub und Social Media allgemein polarisierende Beiträge und Skandale für mehr Traffic, Reichweite und damit Geld für die Betreiber bringen, ist irgendwie deprimierend, aber Realität. Und fördert natürlich negative Berichterstattung.
Beides liegt imho nicht wirklich im Einflussbereich von GW, auch wenn man hier vielleicht "Auch negative Presse ist Presse" anführen kann (was im übrigen ein sehr umstrittener Grundsatz ist).

Ich denke der Ton, in dem über GW und unser Hobby gesprochen wird, ist in den großen Leit/Massenmedien für GW viel wichtiger als auf Social Media. Genauso wie Skandale um einen Warhammer Film in den klassischen Medien.
Das untergräbt das Vertrauen in die Marke und macht Anleger und Investoren nervös.

So ... jetzt hab ich den Faden verloren. Ist schon spät 🙁
 
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Ich glaube Internet gemecker gabs schon immer (GW hat mal aus Gründen sein Forum geschlossen). Und die Gründe sind auch immer dieselben gewesen: das Design gefällt nicht, die Lore ist nicht mehr das was sie mal war und alles ist zu teuer!
Irgebdwie wirkte der Ton in dem Video besonders daneben. Das kann sich gewandelt haben!

Ich mag deutlich lieber positves über das Hobby hören! Ist immerhin mein Hobby das ich aus Freude daran in meiner freien Zeit betreibe.
 
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A trip down memory lane: Damals als das Wargate noch das meistbesuchte deutsche Warhammer Forum war, mancher mag sich vielleicht erinnern, hatte die Fanworld den Spitznamen GW-Hateworld!

Des einen Meinung ist des anderen Kritik ist des nächsten Hate. In einem Umfeld wie unserem, in dem es aufs Bauchgefühl ankommt, weil es keine Maßstäbe gibt (und man diese auch nicht etablieren will) prallen Zwangsläufig gegensätzliche Meinungen aufeinander und erzeugen Stimmungen.

Mein Eindruck ist, dass die Grundstimmung im Hobby Recht konstant ist. Die "Negativitätsamplitude" geht mal rauf und mal runter, abhängig von der Tagesform des jeweilig Schreibenden. Hier im Forum finde ich es im Sommerloch immer friedlicher. Ganz allgemein finde ich die Fanworld meist ziemlich entspannt, wobei das auch ein wenig davon abhängt wo man gerade liest. Die kreativen Foren sind hier einfach unübertroffen!!!

Es kommt für mich auch immer drauf an wie ein Beitrag formuliert ist, ob ich das als Meinung, Stimmungsmache oder bis zu Hate wahrnehme. Subjektive Formulierungen finde ich immer unkritisch, sobald es "objektiv" und "generalistisch" wird fangen für mich die Schwierigkeiten an.

In Social Media (die Abkürzung wäre SM 😳) funktioniert die Empörungsökonomie sehr gut, also muss das worüber geredet wird irgendwie kritisch oder skandalös sein, sonst ist es (oder man selbst) nicht relevant. Ob das aber der Spiegel unserer Community ist, kann ich nicht sagen. Vermutlich wie immer nur ein Teil des ganzen.

Schauen wir mal wo sich das ganze hinentwickelt wenn jetzt jede Menge AIs Kommentare schreiben. Guckt man dann da noch hin, oder ignoriert es ganz weil die "Meinung" eines Bots nicht wichtig ist?

cya
 
Irgendwie erkenne ich in der ganzen Diskussion auch überhaupt nicht „mein“ Hobby wieder. Mag sein, dass ich schon zu lange in der Wargaming-Diaspora lebe und Cons oder Turniere einfach nicht (mehr) mein Ding sind. Aber ich fühle mich nicht als Teil irgendeiner „Community“, die aufzubauen und zu erhalten ich mich verpflichtet hätte. Umgekehrt muss ich auch nicht darüber bestimmen, wer dazu gehören darf. Es gab schon immer Idioten und eine Mehrheit sehr korrekter Leute. Im Beruf bin ich dem ausgeliefert, im Hobby suche ich mir die Bettgenossen selbst.

Ich denke, wie viele hier, dieser Zwang, sich zu allem verhalten zu müssen, ist ein Social-Media-Ding. Es konserviert nicht nur unerwachsene Verhaltensweisen, weil jeder sein zu dürfen glaubt, was er will. Sondern es fördert auch die Kommerzialisierung, weil man selbst aus 💩 Geld machen kann. Schön für jeden, der per YouTube, Insta, TikTok oder was immer sich eine Karriere gebaut hat. Im Hobbybereich kann ich damit nichts anfangen, denn das macht es unehrlich, eben zum Geschäft im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie. Und da fällt alles, was sich nicht vermarkten lässt, ob Produkt oder Meinung, schnell untern Tisch.

Die Leute, die sich jetzt über „die Community“ echauffieren (und das, ehrlich gesagt, auch schon früher getan haben), sind also zum guten Teil selbst schuld, weil sie geholfen haben, den Diskurs zu vergiften. Ich kann mich zum Beispiel erinnern - ja, der Opa erzählt vom Krieg -, wie vor vielen Jahren die ersten YouTuber über die Hamburger Tactica tanzten. In ihren Videos kam komischerweise nichts vor, was für mich den Charme der Veranstaltung ausmachte - das Partizipative, Historische, Kreative. Dafür ganz viel Mainstream, product placement und ‚witzige‘ personality. Unser Tisch wurde sogar von einer dieser Figuren im Vorbeigehen mit einem „boah, sieht das öde aus“ bedacht. Das war wirklich lustig, weil wir Zeit, Geld und vor allem Herzblut in dieses kostenlose Angebot investiert hatten - und zu unserm größten Glück mit dem offenkundigen Spaß aller Mitspieler belohnt wurden.

Wenn also „Vollzeit-Hobbyisten“ über den Verfall der Community lamentieren, meinen sie damit vielleicht vor allem ihr Geschäftsmodell. Klar braucht das ständig neue Kunden, muss attraktiv werden und bleiben. Wie gesagt, mit „meinem“ Hobby hat das nichts zu tun. Und ich bin eigentlich froh drum.
 
Um nochmal auf das Video einzugehen, warum ich diesen Thread gestartet habe. Ich denke, TWS ist jetzt nicht sooo der reichweitenstarke Kanal und ich nehme ihm schon ab, dass er eine ehrliche Hobbyhaut ist. Habe auch schon auf FB (ja, das gibt es noch 😅) zu Frostgrave mit ihm geschrieben und empfand ihn auch immer als sympathisch. Ich denke, was ihn persönlich halt nervt, ist dieses kurze unsachliche und durchaus auch beleidigende, was wohl (seiner Meinung nach) immer mehr zunimmt. Wie gesagt, da ich da selten selbst unter Videos im Kommentarbereich unterwegs bin (das mache ich höchstens hin und wieder, wenn es um Nachrichten aus der realen Welt geht), kann ich da gar nicht so viel zu sagen. Ich war eher erstaunt, dass solcher Hate scheinbar auch einen so kleinen, aber etablierten Hobbykanal wie eben TWS trifft. Bei Diced kann ich es mir schon eher vorstellen, da er einfach Produkte präsentiert und da halt auch mal kritisch ist - womit offenbar einige dann wieder nicht umgehen können. Und sowas finde ich in der Tat ziemlich daneben.
 
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Tatsächlich ermüdet mich dieser Vorwurf zunehmend, zumal er nicht nur im Tabletop-Kontext, sondern auch bei Magic: The Gathering, im Gaming-Kontext, beim Sport-Fantum (in meinem Falle Eishockey), oder im Musik-Fan-Kontext auftritt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ich glaube schon, dass manche Leute sehr enthemmt kommentieren/agieren und dabei die Grenzen des guten Geschmacks übertreten. Das gab es früher aber eben auch schon, wie @Shub Niggurath treffend beschrieben hat, nur hat man, wie er m. E. korrekt ausführt, deswegen nicht so einen riesigen Aufstand betrieben. Es ist eben nicht einfach so, dass die "Härte" im Diskurs zugenommen hätte, sondern vielmehr auch so, dass die allgemeine Sensibilität gegenüber vermeintlich oder tatsächlich "harten" Aussagen extrem gestiegen ist und sich eine deutliche Kritikunfähigkeit etabliert hat.

Ich persönlich fühle mich damit tatsächlich ziemlich unwohl. Ja, vielleicht war man "früher" (und ich bin nicht so alt mit Anfang dreißig, damit meine ich vielleicht vor zehn Jahren oder so) weniger sensibel, vielleicht in manchen Fällen zu unsensibel. Aber ich hatte das Gefühl, dass man sich nach einem heftigen (Online-)Streit, bei dem vielleicht auch mal...unsachlichere Äußerungen hin und her geflogen sind, "früher" auch schneller und selbstverständlicher die (virtuelle) Hand geben konnte. Das bin zumindest ich gewohnt. Und zu merken, dass das offenbar so nicht mehr üblich ist, beunruhigt mich.

Aussagen wie "Games Workshop ist scheiße" oder "AoS ist für infantile Pseudo-Wargamer" sind unsachlich und irgendwie doof, aber halt auch kein "Hass" - jedenfalls empfinde ich das so. Das entlockt einem nicht mehr als das Hochziehen einer Augenbraue (na, aus welchem Armeebuch stammt die Formulierung?) und damit hat es sich dann.

Viele dieser angeblichen Konflikte sind zudem vermutlich selbst ein Produkt einer verzerrten Wahrnehmung, möglicherweise befeuert von "Influencern", wie @Sire Godefroy m. E. treffend mutmaßt.

Aussagen wie "die Black Templars-Community hat überproportional viele 'problematische' Mitglieder mit 'politisch fragwürdigen' Ansichten" oder "Mittelerde- und Warhammer Fantasy-Fans waren schon immer ein unangenehmer konservativer Haufen" lassen mich da ratlos zurück, weil ich diese Erfahrungen nie gemacht habe. Es ist diese Selbstverständlichkeit, mit der angeblich existierende Missstände in konstruierten Fan-"Communities" "problematisiert" werden, die mich irritiert, zumal meistens eine Politisierung des Hobbys bzw. seiner Inhalte damit verbunden ist. Früher hat man auch schon diskutiert, ob das Imperium des 41. Jahrtausends gut oder böse ist und Space Marines edle Krieger oder "Rassisten" - heute scheint eine Position zu der Frage für manche Personen einer politischen Standortbestimmung im realen Leben gleichzukommen.

Und schaut man dann in irgendwelche Foren, auf Youtube oder in einen Subreddit, sind die Leute bei Armeelisten-Tipps hilfsbereit, loben die ersten tapsigen Malversuche eines Neulings in höchste Höhen oder wägen für Neueinsteiger Alternativen ab, damit das Anfangen mit einem Spielsystem nicht zu teuer wird - alles sehr positiv. Da passt also irgendeine Wahrnehmung nicht mit der Realität zusammen und ich frage mich, wie man zu der entsprechenden Einschätzung einer "Toxizität der Community" kommt.
 
@Tarkus Da gilt dann aber: Wie man sich bettet, so liegt man. Wenn man Social-Media-Kanäle regelmäßig bespielen will, betreibt man das sehr bald nicht mehr bloß hobbymäßig. Und man weiß eigentlich auch, dass man ein dickes Fell braucht, weil „Social“ eben Nähe zwischen Sender und Empfänger suggeriert. Nicht umsonst hat Facebook als Bewertungssystem angefangen.
Klar kann ich mich in Zeiten zurückwünschen, da mein neues Klapphandy endlich farbige, dafür briefmarkengroße Fotos schießen konnte und am Modem der unerbittliche Zähler mitlief. Vielleicht war deshalb damals die Diskussionskultur im Netz eine andere. Sie hätte aber auch keine Einnahmen generiert.
Unbenommen, dass hinter TWS persönlich sympathische Leute stehen. Die öffentlichen Unkenrufe find ich trotzdem scheinheilig.
 
Und schaut man dann in irgendwelche Foren, auf Youtube oder in einen Subreddit, sind die Leute bei Armeelisten-Tipps hilfsbereit, loben die ersten tapsigen Malversuche eines Neulings in höchste Höhen oder wägen für Neueinsteiger Alternativen ab, damit das Anfangen mit einem Spielsystem nicht zu teuer wird - alles sehr positiv. Da passt also irgendeine Wahrnehmung nicht mit der Realität zusammen und ich frage mich, wie man zu der entsprechenden Einschätzung einer "Toxizität der Community" kommt.
Zumal ich hier im Hobby seit laaaaaaaaangem keine Negativität mehr zu einer Bemalung erlebt habe. Selbst bei "Kritik" ist man vorsichtig, sofern nicht ausdrücklich darum gebeten wird. Und selbst wenn es an anderer Stelle gerne mal paar Seitenhiebe auf GWs moderne Geländesetups (oder was wir draus machen) gibt, so habe ich das nicht gegen User gesehen. Wenn beispielsweise "Bilder eurer letzten Schlacht" geteilt werden lese ich da kein "euer Tisch ist mal potthässlich", "nimm doch diese L-Ruinen und Missionspizzen da weg". Gut, nun sind wir hier ein deutlich moderierterer Bereich als Youtube und Instagram und weniger anonym.
Ich habe unter den SN-Instagram-Beiträgen mal was "Negatives" gelesen in Form von "Ihr habt bei eurer Übersicht vergessen dass: .." Darauf sind die angesprungen mit "deine Negativität kannst du woanders lassen" - halbe Stunde später war das gelöscht. Ich kann gelöschte Kommentare natürlich nicht lesen und kenne die Dunkelziffer daher nicht, andererseits können abseits eines Forums halt alle von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Dennis von Diced kommentiert beispielsweise gerne zurück und es gibt immer mal angenehme Diskussionen mit ihm.
@Tarkus Da gilt dann aber: Wie man sich bettet, so liegt man. Wenn man Social-Media-Kanäle regelmäßig bespielen will, betreibt man das sehr bald nicht mehr bloß hobbymäßig. Und man weiß eigentlich auch, dass man ein dickes Fell braucht, weil „Social“ eben Nähe zwischen Sender und Empfänger suggeriert. Nicht umsonst hat Facebook als Bewertungssystem angefangen.
Das ist halt das Ding, viele Youtuber beziehen halt bereits durch ihren Content eine spezielle Position. Wie @Jedit richtigerweise sagte, sind SN-Battlereports zum Erfolg der neuen Horus Heresy verdammt und jeder der eine kostenlose Box annimmt bezieht halt ein Stück weit eine Stellung und auch wenn die Kritik bei GW wahrscheinlich besser aufgehoben wäre, sind diese Leute halt auch GWs Sprachrohr. Und wenn sich beispielsweise TabletopTactics in der 9. Edition hinstellen und von der "Most Balanced Edition ever, cause wie playtested it" reden, dann aber Drukhari und Admech komplett ausrasten, dann darf es auch mal einen respektvollen, aber sarkastischen Kommentar geben.
 
Also ich hatte bis jetzt nichts Negatives erfahren, was dieses Hobby betrifft. Bekannte sind eher fasziniert und erstaunt über das was ich mache. Bei andere Hobbys von mir gibt es eher mal Reibereien. Sonst der Umgang in der Community immer sehr positiv und was Kritik beim malen betrifft immer sehr konstruktiv und gut. Und ehrlich gesagt, war es mir schon immer egal, was die breite Masse/Öffentlichkeit über mich bzw. meine Hobbys denkt. 😉
 
Mein Sohn lacht mich immer aus, wenn ich mal was aus den YouTube Kommentarspalten erzähle.

Orginalton:
"Wer liest denn sowas."
"Da schreiben nur Trolle, Bots und Boomer wie du. "


Ist natürlich etwas überspitzt, aber ich glaube da hat mein Junger etwas mehr (Social)Media Kompetenz als ich.
 
Insgesamt empfinde ich, und ich rede hier natürlich von meiner eigenen Bubble, das "Hobby Games Workshop", egal ob AoS oder 40k, als unfassbar inklusiv und freundlich.

Arschgeigen werden schnell rausgemobbt, ich mach das gern indem ich Leuten sage warum ich sie für Arschgeigen halte, kam bisher zwei Mal vor und hatte zwei Mal was damit zu tun dass ich mitbekommen habe wie sie jemand offensichtlich geistig beeinträchtigten am Spieltisch beschissen haben.
Wurden nie wieder gesehen, good riddance.

Paintjobs in einer Qualität die knapp über grau sind werden gelobt, Kritik angebracht ohne gehässig zu sein, eigentlich wird die Kritik immer deutlicher je "besser" der Paintjob ist ^^

Negativität bezieht sich bei uns sehr oft auf GW und die Regeln und Preis-Politik, und, wie ich an anderer Stelle schon schrieb, sind wir uns da auch weitgehend einig, sodass das in diesem Fall die Gruppe eher zusammenschweißt ^^

Weiß nicht, ich finde ja man darf GW ruhig scheiße finden, bin ich auch nicht frei von xD
 
Am Ende vom TWS Video gibt er ja den Tipp einfach gar nicht mehr zu kommentieren.

Fallbeispiel: Negativität
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Wie relevant findet ihr diese Kommentare auf ner Skala von 1 bis Hasskommentar?
 
Am Ende vom TWS Video gibt er ja den Tipp einfach gar nicht mehr zu kommentieren.

Fallbeispiel: Negativität
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Wie relevant findet ihr diese Kommentare auf ner Skala von 1 bis Hasskommentar?
Boar, heute würde ich dir im Forum für den Duktus des zweiten Kommentars vermutlich ne Verwarnung drücken und hätte dich beim ersten drum gebeten erst einmal nachzufragen, ob besagter User nen Hinweis haben will. Zeigt mir in der Retrospektive aber auch, wie empfindlich wir mittlerweile sind. Um 2013 hat hier jemand super geile Nightlords bemalt für die Horus Heresy und es mit dem Weathering bisschen übertrieben. Da gab's den witzig gemeinten Kommentar, dass das bisschen aussieht, als wäre der durch ne Reihe Dixies gefahren. Kam dann mit Emojis und wurde auch eher als witzig gemeinte Kritik, denn als Angriff aufgefasst.

Wenn sowas die Motivation von Leuten negativ beeinflusst ist das natürlich erstmal negativ. Andererseits ist das auch das Risiko, wenn man Zeug ins Internet lädt und das Ziel nicht ist, für jeden Unsinn gelobt zu werden. Meine ersten HDR-Miniaturen kamen ohne Akzente, Wash und allem daher und kamen natürlich nicht wirklich gut an. Sicherlich war ich danach erstmal bisschen geknickt, aber am Ende wollte ich besser werden.

Von daher... kein Problem von heute, wir sind dahingehend eher netter geworden...
 
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Reaktionen: Donnerkalb
Am Ende vom TWS Video gibt er ja den Tipp einfach gar nicht mehr zu kommentieren.

Fallbeispiel: Negativität
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Wie relevant findet ihr diese Kommentare auf ner Skala von 1 bis Hasskommentar?
Ohne Kontext nicht für mich zu bewerten.

Kenn ich den Maler (gut), könnte der Spruch auch von mir kommen.

Weiß ich dass der Maler schon lange dabei ist und "gefestigt", in dem Sinn dass so'n Spruch keinen Schaden anrichtet, auch.

Dann 1.

Kenn ich den Maler gar nicht, dann unangebracht (und ich würde gar nichts sagen), und würde das deutlich weiter oben auf der Skala einordnen
 
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Und wer sich jetzt mal diese geordnete und sachliche Diskussion hier durchliest erkennt ganz klar, dass es im Internet eben nicht nur noch Trolle gibt. Ihr habt euch alle einen Keks verdient!^^

Ich hab dem Ganzen eigentlich nur meine 5 Cent beizusteuern die ganz klar weit entfernt von einer typischen YouTube-Kommentarsektion sind.
Ähnlich, wie schon geschrieben wurde, sind auch vor 15 Jahren schon immer die selben Leute negativ aufgefallen, damals halt noch in natura. Die wurden erst freundlich auf ihr Fehlverhalten (Von klaren Betrugsversuchen über Pöbeln bis unsachliche und unerwünschte Kritik an Malfähigkeiten) hingewiesen und dann eigentlich immer der Räumlichkeiten verwiesen, weil Sie keine Schuld bei sich gesehen haben. So erlebt im GW-Store in Frankfurt, in einem lokalen Spieleclub, bei gemütlichen Magic-Gatherings in Marburg und leider such schon Privat.

Ergo würde ich nicht sagen, dass die Negativität zugenommen hat, es ist einfach der selbe Schlag Mensch, der völlig enthemmt und ohne Rücksicht auf „Verluste“ seiner Meinung quasi kundtun muss, weil es ja die einzig valide Meinung ist, die natürlich gehört werden muss.
Und das geht in einer Kommentarsektion sowohl einfach und schnell als auch angenehm konsequenzlos.
Mein persönlicher Umgang damit war auch eigentlich immer gleich. Solange es nur dummes Gewäsch ist ignorieren, sobald es gewisse Grenzen des guten Geschmacks überschreitet diese nochmal klar aufzeigen. Damit bin ich immer gut gefahren^^

Beste Grüße
hemeroc
 
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