Was hÀlt Euch im Hobby (bei GW)?

Warhammer: The Old World.  Die Mittelerde-Miniaturen. Blood Bowl. Und die Nostalgie, die bewirkt, dass Miniaturen fĂŒr Warhammer 40.000 gesammelt werden, in der Hoffnung, dass vielleicht irgendwann einmal wieder ein anstĂ€ndiges Spiel daraus wird (wird es eh nicht).

Da ich sowieso schon immer eher der Sammler/Bemaler gewesen bin, fÀllt es mir vermutlich etwas leichter, dabei zu bleiben. Aber die Bindung, die vermutlich nie ganz verschwinden wird, wird zumindest schwÀcher.

Denn "frĂŒher", also in der goldenen Ära um die Jahrhundertwende herum, konnte man bei Games Workshop fĂŒr mich kaum etwas falsch machen. Heute macht man da aus meiner Perspektive kaum etwas richtig. Klar, viele (aber sicher nicht alle) Modelle sehen super aus. Das war es aber auch schon.

Die Miniaturen sind erstens zu teuer. Zweitens gefÀllt mir die EindimensionalitÀt vieler BausÀtze nicht, die keine angemessene Varianz zulassen. Drittens sind viele Designs entweder zu sehr over the top oder aber zu mainstreamig/beliebig geworden. Manchmal paradoxerweise sogar beides gleichzeitig.

AoS ist in meinen Augen generische, quietschbunte, "amerikanische" Warcraft- und DnD-Fantasy, garniert mit Arcane-Ästhetik. Warhammer 40.000 wird auch immer "heller" und "glatter".

Das sieht man auch an den Artworks. Die Essenz, was Warhammer 40.000 eigentlich sein sollte, zeigt John Blanches Artwork fĂŒr die Dritte Edition. DĂŒster, Hoffnungslos, brutal.

"In der Finsternis der fernen Zukunft gibt es keinen Frieden" (ĂŒbrigens viel besser als "...only war" bzw. "...nichts als Krieg") klingt entsprechend bedrĂŒckend. Aber neben den Miniaturen und den Artworks sind die Texte mittlerweile auch fast nur noch grottig, ohne AtmosphĂ€re. Dazu kommen noch die Bezeichnungen. "Aeldari", "Drukhari", "Astra Miliwhat (?!)" - "you're in the Guard, son."

Bleiben die Regeln. Ich brauche keine "Stratagems" und "Detachments" und so einen Krempel. Her mit einem Armeeorganisationsplan, 0-1-BeschrĂ€nkungen, individuellen Punktkosten. Das System war auch nicht schwerer zu verstehen und eine Box mit Miniaturen ist eben keine verdammte Trading Card. Ein Spielfeld besteht nicht nur aus Ruinen in L-Form. Die Antenne eines Panzers kann einen Grot (sagt man das noch so?) nicht erschießen, indem es dessen linken großen Zeh anvisiert, wenn der hinter der Mauer hervorlugt. Tabletop ist eine Gefechtssimulation und wem das nicht "kompetitiv" genug ist, soll halt Schach spielen, verdammt.

Am besten sind eh die Spiele, die Games Workshop links liegen lÀsst, damit sie von Fans vervollkommnet werden können. An Blood Bowl doktern sie zum Beispiel auch schon wieder viel zu viel herum.

Dazu kommt noch, dass a) viele andere Tabletop-Spiele spannender, intelligenter designed und damit letztlich einfach bessere Spiele sind, dass b) andere Miniaturenhersteller auch schöne Modelle fĂŒhren, die gĂŒnstiger sind und/oder in geringerer StĂŒckzahl benötigt werden, dass c) gedruckte Modelle mittlerweile absolut fantastisch aussehen und man dabei nicht selten schönere Modelle findet als die im Sortiment und dass d) viele Brettspiele mittlerweile spaßiger sind als viele WĂŒrfel zu werfen und "Bumm" zu schreien. Da gibt es lohnendere Investments.

Computerspiele in den Universen sind mal so, mal so. Nicht jede IP-Umsetzung war schmeichelhaft. Bei den Romanen ist es Àhnlich.

Was bleibt? Ironischerweise killen eher die Lore-VerĂ€nderungen und die VerĂ€nderungen der "allgemeinen Ästhetik" mein Interesse an Warhammer 40.000, aber da gibt es vmtl. kein zurĂŒck.

Streicht die Primarchen, streicht die Flieger, streicht die Primaris, streicht die dummen Eigennamen, streicht jegliche "positiven Vibes" aus der Lore, macht das Spiel wieder zu einer Gefechtssimulation auf Platoon-Ebene, lasst die Tradingcardisierung eines Tabletop-Strategie-Wargames bleiben, macht nicht noch mehr Fortnite draus...ach, re-released einfach die 4. Edition, das langt schon. 😀
Wird natĂŒrlich nicht passieren.

Vielleicht realistischer: Mich wĂŒrde es freuen, wenn bestimmte Boxed Games neu aufgelegt wĂŒrden, von einem Team, das nerdy genug ist, ein Spiel zu entwickeln, das sie selbst gerne spielen wĂŒrden. Space Hulk und Battlefleet Gothic wĂ€ren cool.



Jetzt, wo ich mir den Rant durchlese, fĂŒhle ich mich wie ein alter Sack. Dabei bin ich hier wohl eher noch einer der jĂŒngeren... đŸ€”đŸ˜†

Kann ich fast alles so unkommentiert unterschreiben. Sprichst halt die Wahrheit aus.

FĂŒr mich war die 4. Edition die Goldene Zeit von 40K. Kernregeln und Missionen simpel genug fĂŒr Einsteiger, mit Armeen, die wirklich Spielcharakter hatten - auch wenn es letzlich ein IGYG-WĂŒrfelfeuerwerk war.

Indes begrĂŒsse ich schon, dass der narrative Status Quo aufgelöst wurde, und es tatsĂ€chlich auch Offensivbewegungen vom Imperium der Menschheit aus gibt. Das bringt wieder Anteilnahme in die Spieler. Zumindest diejenigen, zu denen ich mich zĂ€hlte.

"Experten-Brettspiele" wĂ€ren echt die Sparte, die von GW noch fehlt. Also echte Spiele mit stabilen Regelwerken von Fans fĂŒr Fans produziert. Da gehe ich mit lĂ€ngs.
 
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Jetzt, wo ich mir den Rant durchlese
So schlimm finde ich es nicht,einiges davon wĂŒrde ich auch auf meine Wunschliste setzen.😉
Ansonsten hĂ€lt mich die von @Naysmith erwĂ€hnte kreative Freiheit im Hobby, auch wenn es im Moment eher hinten ansteht.😁
Alleine die Minis sind es nicht mehr,da mittlerweile auch mehr "andere MĂŒtter hĂŒbsche Töchter haben".😉
 
Warum sollte ich mich auch an was hĂ€ngen, von dem ich weiß das es nicht von Dauer ist. Das gleich gilt fĂŒr den Fluff auch der ist stĂ€ndig in VerĂ€nderung. Welten, Charaktere, Fraktionen kommen und gehen oder verĂ€ndern sich so sehr, dass die UrsprĂŒnge teils nicht mehr erkennbar sind.

Nur fĂŒr den Fall, dass du das anders verstanden hast als ich es meinte:
Es ging nicht um alt gegen neu oder um Widerstand gegen VerÀnderung als solche.
Das mag bei Fluff und RetCons ein Thema sein.
Auf Regeln bezogen ging es mir aber darum, ein einigermaßen gefestigtes Bild davon zu haben, wie man die Regeln wĂŒnscht.
Z.B. (ein paar willkĂŒrlich ausgesuchte Sachen, die ich wichtig finde):
  • Sie sollten möglichst gut treffen, was sie zu beschreiben versprechen.
  • Sie sollten kein Selbstzweck sein oder den Spieler beschĂ€ftigen ohne das Geschehen auf dem Feld zu erzĂ€hlen
  • Sie sollten dabei elegant sein, nicht unnötig kompliziert
  • Sie sollten möglichst an die Akteure (Modelle, Spielfeld, GelĂ€nde) geknĂŒpft sein, keine abstrakten Regellayers auf Metaebene.
etc.
Daraus resultiert dann Lob oder Kritik fĂŒr neue wie alte Regeln.
Das ist kein persönliches Nostalgieding oder Offenheit fĂŒr VerĂ€nderung. Das ist einfach Anspruch ans Regelsystem. Nicht alle Regeln sind gleich gut. Besser balancierte Regeln sind besser als unbalancierte. Vielfalt relevanter Entscheidungsoptionen ist besser als Kniffel. (Außer man möchte Kniffel, dann ist es anders rum besser).
Wenn sie einem eh immer egal waren und man einfach irgendwas wĂŒrfelt, nach egal welchen Regeln, um eine fluffige Geschichte dazu zu erzĂ€hlen, und zur Geschichte Unpassendes einfach ignoriert, fehlt vielleicht diese Sichtweise?

(Im Sinne des eigentlichen Threadtitels antworte ich spÀter.)
 
Das war lediglich meine ErklĂ€rung warum mir das Spielsystem und auch der Fluff egal ist. Ich hatte Dich erwĂ€hnt weil Deine Äußerung mir das erst richtig klar gemacht hat das es so ist. Vom Fluff wird von mir eklektisch benutzt was gefĂ€llt und das Spielsystem ist halt wie es ist und dann wird es wieder anders. Da es nicht von Dauer ist, ist es zwangslĂ€ufig mal besser und mal schlechter in der individuellen Wahrnehmung und Bewertung (da will der eine Kniffel und der andere nicht). Die Geschichte die der Tisch erzĂ€hlt ist fĂŒr mich wichtig. Jede Auseinandersetzung damit wie man etwas designen könnte um es "besser" zu machen ist fĂŒr mich allerdings ziellos, weil GW halt macht was es macht unabhĂ€ngig von allen guten Ideen die so geĂ€ußert werden. Zeit- und Energieverschwendung und nicht mehr als eine intellektuelle Übung. đŸ€·đŸŒâ€â™‚ïž

Aber darum soll es hier gar nicht gehen, auch ist das hier keine Antwort auf den alten Thread sondern die ehrliche Frage was Euch im Hobby bei GW hĂ€lt, weil alles KritikwĂŒrdige fĂŒr eine "KĂŒndigung" offensichtlich nicht reicht.

Daher Danke an all die Antwortenden, da kommen ja doch sehr unterschiedliche Aspekte zusammen auf die ich selber nicht gekommen wÀre (Bier). Sehr spannend finde ich, das es nur wenigen gelingt bei dieser Frage nicht auch die Kritik an GW erneut zu formulieren, obwohl nach dieser gar nicht gefragt wurde.

Ich vermute daher das auch die Kritik irgendwie auch ein Aspekt ist der manche dabei bleiben lĂ€sst. đŸ€”

cya
 
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Sehr spannend finde ich, das es nur wenigen gelingt bei dieser Frage nicht auch die Kritik an GW erneut zu formulieren, obwohl nach dieser gar nicht gefragt wurde.

Ich vermute daher das auch die Kritik irgendwie auch ein Aspekt ist der manche dabei bleiben lĂ€sst. đŸ€”

cya
Da wĂŒrde ich dir sehr zustimmen. Selbst im realen Leben kommt lĂ€uft es bei Treffen mit Freunden im GW-Dunstkreis irgendwann auf (angenehme) Diskussionen dazu heraus, wie man gerade zu GW und den neuesten Entwicklungen steht - auch gerne mal bei nem Bier oder Wein. ;-) Da werden dann auch gerne mal die 3. Edition (ich) und die 10. (Kumpel) verglichen. Wobei Vergleich bedeutet dass ich in Nostalgie schwelge wĂ€hrend er die taktischen Möglichkeiten der 10. hervorhebt. :-D
Nostalgie ist hier ja nahezu der gemeinsame Grund auf dem wir uns alle zusammenfinden - das mag aber auch der Struktur der Fanworld geschuldet sein, vor ein paar Tagen hat sich ja erst wieder jemand mit nem uralten Account zurĂŒckgemeldet. Das passiert nicht so selten. WĂŒrdest du die Frage auf Instagram stellen, wĂ€ren die Antworten sicher spannend, aber anders. ^^

Ich selbst arbeite darauf hin, einfach wieder mit der 3. zu spielen. Die war sicher nicht die anspruchvollste Regelversion, aber sie hat damals Spass gemacht und ich erinnere mich gerne daran - Nostalgie eben.

Bzgl. des Aspekts, dass neue Modelle nicht mehr bocken. Ich verstehe das bis zu einem gewissen Grade ganz gut, OBWOHL mir viele neue Modelle gefallen. Aber der Scale Creep bricht fĂŒr mich dann teils schon die Immersion - unter der Bedingung, dass ich Minis aus den 90ern mit modernen mischen möchte. Da waren aber schon die Plaste-Catachaner...Ende der 90er....(?) ein zu harter Bruch fĂŒr mich im Vergleich zu den Metall-IG. Bin gespannt was der neue Yarrick zu seinem Großvater demnĂ€chst sagt. 🧐
Spannenderweise hab ich wenig Probleme mit den neuen Eigennahmen, sie exisiteren in "meiner Lore" parallel bzw. reprÀsentieren tatsÀchliche EIgenbezeichungen, also z.B. Aeldari der Name den sie sich selbst gegeben haben und Eldar was die Affen drauf gemacht haben.

Nebenbei: Du hast mit dem Satz "Um das deutlich zu machen, jeder von Euch hat in seiner individuellen Position fĂŒr seine Person Recht, denn er bekommt einfach nicht was er gerne hĂ€tte." echt gut darauf hingeleitet, dass es hier nicht um ein Richtig oder Falsch geht - das macht den Thread sehr angenehm zu lesen. Danke!
 
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Ich vermute daher das auch die Kritik irgendwie auch ein Aspekt ist der manche dabei bleiben lĂ€sst. đŸ€”
Auf jeden Fall denn aus der Kritik an einigen Punkten sind spannende Hausregeln entstanden, coole Um/Eigenbauten und man setzt sich hin und baut GelÀnde , in der Art welches nicht mehr produziert wird.
Konstruktiver geht Kritik ja kaum.😉😁
Die weniger konstruktive Kritik lĂ€uft ja eher unter dem "...was wĂ€re wenn..." oder "wĂŒnsch dir was".
Keine triftigen GrĂŒnde damit aufzuhören,eher der Wunsch nach etwas noch besserem.đŸ€·
Der Rest ist dann halt das ĂŒbliche "Meckern" was man heute nahezu bei allem hat, Preise, VerfĂŒgbarkeit uĂ€ und gehört quasi schon zu allem dazu.đŸ€”
 
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Ich mag die Modelle abseits ihrer Preise. Aber als jemand der viel malt, merke ich sehr den Unterschied, was mit einem GW-Modell im Vergleich zu anderen Herstellern geht. Ansonsten liebe ich einfach die Idee mir da ne Welt zu erschaffen. Und auch wenn ich noch zu wenig GelÀnde bastel und bemale, so ist das Plan machen und drauf spielen und mir ne Geschichte dahinter auszudenken genau die kreative Aufgabe die ich brauche.

Bis zur 9. war ich mit den Regeln auch soweit fein. Und das war so ziemlich seit der 5. Edition der Fall. Die vierte, die ich derzeit gerne spiele, kannte ich immer nur aus den White Dwarfs und habe die gut 20 Jahre spÀter mal ausprobiert. Den Bruch auf die 8. habe ich gehasst, obwohl ich es mit unserer Spielrunde zu Indexzeiten gerne noch angefasst habe. Danach kamen kostenlose Sonderregeln praktisch mit jedem weiteren Codex. Ein Hoch hatte das dann in der 9. nochmal, aber dann hat die 10. praktisch alle aus dem System getrieben. Narrativ zu wenig und keinerlei Balancing der Auswahlen.

Lange Zeit hatte GW auch noch paar gute Spiele, die Horus Heresy hatte SchwĂ€chen, die neue ist besser als der initiale Aufschrei, wenngleich vieles außer Spacemarines weniger Spaß macht. Herr der Ringe war lange gut, bis GW entschieden hat, ein Drittel aller Modelle zu töten, bei Release nur 2/3 der restlichen Modelle Regeln zu geben und das dritte Buch mit den restlichen Profilen dann ewig nach den anderen zu Releasen. Da weder die Regelneuerungen noch neue KampagnenbĂŒcher einen Spielanreiz lieferten, ist die TĂŒr da auch zugezogen. Da feier ich lediglich die alten Modelle.

Kurzgesagt, ich mag die Modelle und die Regeln immer weniger. Die Firma hat bei mir LEGO-Niveau erreicht und mittlerweile auch deren Content-Kreaturen.
 
Ich kann mich auch nur den ganzen Nostalgikern anschließen. Ca. 1995 eingestiegen, erst mit Fantasy 4. und 5. Edition und dann mit der 3. Edition in 40k. Mortheim kam ĂŒber die White Dwarf Regeln, spĂ€ter noch die Box dazu. RĂŒckblickend war dass das schönste Spiel. Man musste wenig kaufen, konnte viel GelĂ€nde selber basteln und hatte ein narratives Element mit den Erfahrungspunkten und Verletzungen. Dabei gab es auch mit Abstand am wenigsten Streit beim Spielen!

Habe damals jeden Fluff-Schnipsel aufgesogen und kann wahrscheinlich den Großteil heute noch zitieren.
Das Bemalen war immer ein ganz wichtiger Teil des Hobbys fĂŒr mich.
Letztendlich mag ich einfach diese Mischung aus Fluff, Ästhetik und Altbekanntem. Habe ca. 15 Jahre Hobbypause gemacht, aber in all der Zeit gerne mitverfolgt, was so veröffentlicht wird.
Höre seit ca. 2 Jahren die Horus Heresy Reihe auf Spotify durch und habe vor einem Jahr zum ersten Mal wieder Figuren zu anmalen gekauft. Ich kann mich dabei einfach unglaublich gut entspannen, altvertraut halt


Wie @John Tenzer schon schrieb, wĂŒrde ich mir manchmal einen etwas optimistischer Hintergrund wĂŒnschen, dieses „alles ist eh völlig kaputt und wir hauen uns trotzdem weiter“ ist mir mittlerweile zu platt, da fehlt es mir persönlich an nachvollziehbaren bzw. komplexere Handlungsmotiven.
Die Meinung zu Kill Team teile ich ebenfalls. Viel Abwechslung zum Bauen und Malen (auch von GelĂ€nde) und die im Vergleich zu den Hauptsystemen sehr begrenzte GrĂ¶ĂŸe passen ganz gut zu meinem aktuellen Lebensabschnitt in dem wenig Zeit fĂŒr das Hobby bleibt. Auch die Wahl zwischen Kompetitiv und Koop kommt mir sehr entgegen. Mit letzterem habe ich tatsĂ€chlich seit ca. 20 Jahren wieder Mitspieler gefunden. Und die Regeln machen mir Spaß.
Blitz Bowl als Brettspiel geht in die selbe Richtung fĂŒr mich.

Somit treffen mich die hier aufgefĂŒhrten Negativ-Aspekte wie zu viel Monoposen, zu teuer, zu hĂ€ufiger Editionswechsel eher nicht, auch wenn ich sie gut nachvollziehen kann.
 
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GW setzt halt den Standard in der Branche

Das hat man jetzt beim StarCraft Tabletop gemerkt.

Das Eavy Metal Team setzt den Standart fĂŒr Box Arts.
Die Preise mĂŒssen deutlich gĂŒnstiger sein.
Die Regeln mĂŒssen besser sein
Das Sortiment muss tief sein.

Ist man GW nicht in mindestens einer Kategorie deutlich ĂŒberlegen, ist die Resonanz schon sehr verhalten.

Fast jeder ist schon irgendwie investiert und kann sich mit dem System identifizieren. Dann wird dessen grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che zu seiner grĂ¶ĂŸten StĂ€rke.

Es Àndert sich alle 3 Jahre. Man kann Immer wieder kommen und schauen ob das ,was einen vertrieben hat, mittlerweile auch verschwunden ist.
 
Gute Frage. Ich male gerne, sammle gerne Modelle, mag den Fluff. Die Regeln haben mich nicht abgeholt. Ich hatte ja seit der 3. Edition Pause und bin dann mit der 10. wieder eingestiegen. Daher spiele ich OPR Grimdark Future bzw. Firefights. Die Regeln dort sind fĂŒr jemanden wie mich, der nur alle zwei oder drei Monate spielt deutlich zugĂ€nglicher.
Und eben das Malen. Ich bin selbststÀndig, habe seit Jahren Tinnitus von dem Stress, entweder zu viel Arbeit und Stress, oder zu wenig und Sorge wies weiter geht. Das wechselt sich saisonal immer ab...
Aber wenn ich mich Abends hinsetze und Bastel oder Male ist kein Stress. Klar, der Pile fÀllt bald um, aber ich habe gar nicht den Druck dass der jemals weniger werden muss. Das Malen entspannt.
Und nun hatten hier bereits ein oder zwei die Nostalgie erwĂ€hnt. Gut möglich dass es deshalb so entspannend ist weil es an eine Zeit erinnert in der es eines der grĂ¶ĂŸten Ärgernise war, dass meine Eltern wollten das ich den MĂŒll raus bringe, obwohl ich malen oder zocken wollte.
Wer weiß das schon, ich nicht, bin kein Seelendoc.
 
Ich bin nicht 20 Jahre im hobby wie manche hier. Den kurzen Ausflug in der 3. Edition lasse ich mal außen vor, da nur 2 Spiele und die Armeebemalung war in 2 Std. erledigt, nicht wirklich relevant ist. Ich habe Ende 2018 angefangen. FĂŒr mich sind Preise relevant und das was ich dafĂŒr erhalte. QualitĂ€t ist top, gar keine Frage, aber ich bin inzwischen auch nicht mehr bereit unzĂ€hlige Euros fĂŒr nen 3er Trupp auf den Tisch zu legen. Was nicht heißt, das ich mir wohl nie wieder was kaufen werde, aber eher nur noch selektiert. Zum Spielen habe ich meine beiden Armeen soweit fertig, ansonsten wĂŒrde ich den Drucker anschmeißen und ggf. Passende Proxys drucken, wenn doch mal was fehlen sollte. Da ich nicht auf Turnieren spiele, spielt das dann auch keine Rolle, wenn div. Einheiten nicht original sind.

Fluff habe ich keine Ahnung von, da ich den Kram nicht verfolge.

Spielen, naja, komme gerade so halbwegs mit den aktuellen Regeln klar. Das die Regeln jetzt wieder geÀndert werden war abzusehen, aber das was gerade vorgestellt wird, sprengt einfach meinen Kopf. Ich habe weder Zeit noch Lust mich ewig in die Regeln rein zu arbeiten. Daher kann es dann auch durchaus passieren, dass ich das Spielen dann wieder an den Nagel hÀngen werde und mich dann auf andere Dinge konzentriere.

Im Grunde hÀlt mich nicht wirklich was und ich werde halt immer weiter aus dem Hobby rausgedrÀngt.
 
Aber darum soll es hier gar nicht gehen, auch ist das hier keine Antwort auf den alten Thread sondern die ehrliche Frage was Euch im Hobby bei GW hĂ€lt, weil alles KritikwĂŒrdige fĂŒr eine "KĂŒndigung" offensichtlich nicht reicht.

Die Antwort hat dazu LordProtector schon sehr gut formuliert:
Und das zu kritisieren, was man schon so lange schĂ€tzt, gehört fĂŒr mich absolut dazu.
WĂŒrde mich das alles nicht tangieren, wĂŒrde ich es nicht fĂŒr mich bewerten und kommentieren, das wĂ€re eigentlich gleichbedeutend damit, dass es mir egal ist.
Aber 40k, das ich seit der 2. Edition mal mehr, mal weniger verfolge, ist mir nicht egal.

Spiele dauern bei uns Stunden, also interessieren mich die Regeln.
Modelle bauen und bemalen nimmt unzÀhlige Stunden in Anspruch, also ist mir die QualitÀt der Modelle nicht egal.
Die seit Jahrzehnten verfolgte Lore von 40k nimmt Unmengen meines GedÀchtnisses ein, also ist sie mir nicht egal.

Erstmal mĂŒsstest du hinnehmen, dass einem fĂŒr ein Spielsystem alles davon wichtig sein kann, alles Teil des Systems. Nicht, weil es vermeintlich Konstanten bei speziell 40k wĂ€ren, sondern weil einem alle drei Aspekte eines Systems wichtig sind. Die Regeln hatten ja frĂŒher, als man sich dafĂŒr entschied, auch wirklich lĂ€nger Bestand. Der Fluff war vielleicht sogar das, weswegen man das System cool genug zum Anfangen fand und ihn in seinen GrundzĂŒgen immer noch schĂ€tzt. Also ich tue es zumindest.

Die Miniaturen sind noch am entbehrlichsten: Was mir nicht ideal gefÀllt, finde ich hÀufig von nem anderen Hersteller, kann mir aus anderen Sets und Greenstuff umbauen, und niemand hat damit ein Problem zu haben.
Mit Regeln geht das nicht, es ist ja kein Solo-Spiel. Es braucht eine kritische Dichte an Spielern desselben Regelsystems, damit sich da etwas Spielniveau mit regelmĂ€ĂŸigen Spielgelegenheiten und mehr als ein „wir lernen die Regeln“ einstellen kann.
Fluff ist der ĂŒbergeordnete Kontext, in dem das Geschehen stattfindet. Er ist wichtig, um sich fĂŒr die Geschichte zu interessieren, sich mit seiner Armee/Fraktion zu identifizieren, um der Miniaturenwahl, deren Umbauten und Farbgestaltung eine Bedeutung zu geben.

Und nun betrachte Folgendes:
Das alles nimmt im eigenen Kopf und der eigenen Biografie erstmal viel Raum ein.
Plötzlich kommt irgendein Heini daher, der (vielleicht unter Zielvorgaben eines spielfernen Managements) Teile davon zum Schlechteren umschreibt. Nicht irgendwie umschreibt, sondern zum Schlechteren. Könnte es besser machen, macht es stattdessen schlechter. (Das sollte jetzt genug Wiederholung sein, um den Unterschied zu betonen.) Das entwertet das gesamte Gebilde in deinem Kopf und deinem Leben ein StĂŒck.
Wir können diskutieren, wie rational das ist, aber ist erstmal so und erzeugt negative Emotionen.
Was machst du damit?
Reißleine ziehen und KlospĂŒlung betĂ€tigen, Armeen verbrennen? Vielleicht hat GW einem ja nur erzĂ€hlt, man könnte ja Machtpunkte statt echter Punkte verwenden oder so nen Quatsch.
Ins Internet gehen und Andere fragen, ob sie das auch doof finden? Sounds more like it.

Wir hatten per PN Austausch ĂŒber die Wichtigkeit eines Zusammenhalts von – durch Austausch in – Gemeinschaften, besonders angesichts einer „Obrigkeit“ mit anders gelagertem Interesse. Die Obrigkeit ist in diesem Fall GW, und sie hĂ€lt den Platz, den wir den GW-Spielen in unserem Leben eingerĂ€umt haben, Geisel. Nicht uns selbst. Aber Teile von uns.

In jedem Fall liest du dann Kritik im Internet. Oft naturgemĂ€ĂŸ auch mit Erörterungen der Frage, wie man sich den jeweiligen Aspekt besser wĂŒnschen wĂŒrde – ist ja nur konsequent, und so unter Nerds ein interessantes Thema, bei dem man sich zudem abgleichen kann, ob man wirklich dasselbe wĂŒnscht oder nur dasselbe kritisiert. Oder ob das, was man sich zu wĂŒnschen glaubt, ĂŒberhaupt geht.
Aus einer ignoranten Sicht dann als „Gemecker“ verunglimpft.

Kritik kann auch positiv sein, oder mit einer gewissen Hoffnung, wenn GW etwas verbessert. Z.B. jetzt zur 11. scheinen ganz interessante GelÀnderegeln in Aussicht zu sein. Kein Gemecker, aber auch eine Form von Kritik.

Was sie aber nicht ist, ist Selbstzweck, wie du es immer mal anzudeuten versuchst:
Ich vermute daher das auch die Kritik irgendwie auch ein Aspekt ist der manche dabei bleiben lĂ€sst. đŸ€”
Du ernstest dafĂŒr ja auch immer mal Gegenwind, wenn du das auf so eine Ebene zu stellen versuchst, weil sich andere Spieler mit ihren echten Anliegen dann nicht ernst genommen fĂŒhlen.
Es ist kein „wir meckern fröhlich vor uns hin, weil wir gern Ossi-Klischees erfĂŒllen“.
Es geht schon um die Sache.
 
Bei meiner RĂŒckkehr ins Hobby vor einiger Zeit war es die Lore und das Umbauen was mich wieder gepackt hat.
Geblieben bin ich dann, weil ich angefangen hab auf Regeln also Spielen zu pfeifen und stattdessen das was mir Spaß macht, Basteln, Malen, Austausch in den Vordergrund gestellt habe.
Ich spiel vielleicht 2-4x im Jahr und dann eher Narrativ, da ist es dann völlig egal, ob man mit den neusten Regeln, den neusten Modellen spielt.
Warhammer ist so cool, wenn man nicht spielt. 😀



grĂŒĂŸe
 
Erstmal mĂŒsstest du hinnehmen, dass einem fĂŒr ein Spielsystem alles davon wichtig sein kann, alles Teil des Systems. Nicht, weil es vermeintlich Konstanten bei speziell 40k wĂ€ren, sondern weil einem alle drei Aspekte eines Systems wichtig sind. Die Regeln hatten ja frĂŒher, als man sich dafĂŒr entschied, auch wirklich lĂ€nger Bestand. Der Fluff war vielleicht sogar das, weswegen man das System cool genug zum Anfangen fand und ihn in seinen GrundzĂŒgen immer noch schĂ€tzt. Also ich tue es zumindest.

Die Miniaturen sind noch am entbehrlichsten: Was mir nicht ideal gefÀllt, finde ich hÀufig von nem anderen Hersteller, kann mir aus anderen Sets und Greenstuff umbauen, und niemand hat damit ein Problem zu haben.
Mit Regeln geht das nicht, es ist ja kein Solo-Spiel. Es braucht eine kritische Dichte an Spielern desselben Regelsystems, damit sich da etwas Spielniveau mit regelmĂ€ĂŸigen Spielgelegenheiten und mehr als ein „wir lernen die Regeln“ einstellen kann.
Fluff ist der ĂŒbergeordnete Kontext, in dem das Geschehen stattfindet. Er ist wichtig, um sich fĂŒr die Geschichte zu interessieren, sich mit seiner Armee/Fraktion zu identifizieren, um der Miniaturenwahl, deren Umbauten und Farbgestaltung eine Bedeutung zu geben.

Und nun betrachte Folgendes:
Das alles nimmt im eigenen Kopf und der eigenen Biografie erstmal viel Raum ein.
Plötzlich kommt irgendein Heini daher, der (vielleicht unter Zielvorgaben eines spielfernen Managements) Teile davon zum Schlechteren umschreibt. Nicht irgendwie umschreibt, sondern zum Schlechteren. Könnte es besser machen, macht es stattdessen schlechter. (Das sollte jetzt genug Wiederholung sein, um den Unterschied zu betonen.) Das entwertet das gesamte Gebilde in deinem Kopf und deinem Leben ein StĂŒck.
Wir können diskutieren, wie rational das ist, aber ist erstmal so und erzeugt negative Emotionen.
Was machst du damit?
Reißleine ziehen und KlospĂŒlung betĂ€tigen, Armeen verbrennen? Vielleicht hat GW einem ja nur erzĂ€hlt, man könnte ja Machtpunkte statt echter Punkte verwenden oder so nen Quatsch.
Ins Internet gehen und Andere fragen, ob sie das auch doof finden? Sounds more like it.

Wir hatten per PN Austausch ĂŒber die Wichtigkeit eines Zusammenhalts von – durch Austausch in – Gemeinschaften, besonders angesichts einer „Obrigkeit“ mit anders gelagertem Interesse. Die Obrigkeit ist in diesem Fall GW, und sie hĂ€lt den Platz, den wir den GW-Spielen in unserem Leben eingerĂ€umt haben, Geisel. Nicht uns selbst. Aber Teile von uns.

In jedem Fall liest du dann Kritik im Internet. Oft naturgemĂ€ĂŸ auch mit Erörterungen der Frage, wie man sich den jeweiligen Aspekt besser wĂŒnschen wĂŒrde – ist ja nur konsequent, und so unter Nerds ein interessantes Thema, bei dem man sich zudem abgleichen kann, ob man wirklich dasselbe wĂŒnscht oder nur dasselbe kritisiert. Oder ob das, was man sich zu wĂŒnschen glaubt, ĂŒberhaupt geht.
Aus einer ignoranten Sicht dann als „Gemecker“ verunglimpft.

Kritik kann auch positiv sein, oder mit einer gewissen Hoffnung, wenn GW etwas verbessert. Z.B. jetzt zur 11. scheinen ganz interessante GelÀnderegeln in Aussicht zu sein. Kein Gemecker, aber auch eine Form von Kritik.

Was sie aber nicht ist, ist Selbstzweck, wie du es immer mal anzudeuten versuchst:

Du ernstest dafĂŒr ja auch immer mal Gegenwind, wenn du das auf so eine Ebene zu stellen versuchst, weil sich andere Spieler mit ihren echten Anliegen dann nicht ernst genommen fĂŒhlen.
Es ist kein „wir meckern fröhlich vor uns hin, weil wir gern Ossi-Klischees erfĂŒllen“.
Es geht schon um die Sache.
Keine Ahnung, wie ich das jetzt verstehen soll.
Ich habe lediglich auf die Frage geantwortet, ohne jeglichen Anspruch auf AllgemeingĂŒltigkeit. Ich habe auch nicht gesagt, dass Kritik nur negativ ist. Kritik kann selbstverstĂ€ndlich auch positiv sein. Aber um etwas zu kritisieren, muss man sich ja zwangslĂ€ufig damit auseinandersetzen.

Ich stimme allem zu, was du sagst. Habe ich mich denn irgendwie dagegen positioniert?
Keine rhetorische Frage , ich stehe gerade einfach auf dem Schlauch. đŸ€·â€â™‚ïž


Edit: Now i get it! Sry stand einfach auf dem Schlach. ^ ^
 
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@Lord Protector ich glaube das ging an mich. @Kuanor danke fĂŒr die Belehrung. Es liegt mir allerdings völlig fern irgendwelche Kritik zu invalidieren. Auch wenn das hĂ€ufig missverstanden wird, vermutlich weil ich da emotional mehr Abstand zu haben scheine als viele andere. Wie gesagt jeder Punkt den Du ansprichst ist fĂŒr Dich 100% richtig und wichtig (ach herrliche Floskel). Muss es allerdings deswegen nicht auch fĂŒr mich sein, einfach weil ich andere Vorstellungen und WĂŒnsche habe. Daher alles easy und gut.

Was wÀre eigentlich jetzt Deine Antwort auf die Eingangs gestellte Frage eine solche habe ich Deinen beiden BeitrÀgen irgendwie nicht entnehmen können.

cya