Was wäre eigentlich jetzt Deine Antwort auf die Eingangs gestellte Frage eine solche habe ich Deinen beiden Beiträgen irgendwie nicht entnehmen können.
Ich dachte, die wäre im zweiten implizit.
Also diese ganze Sunk-Cost-Geschichte mit dem bereits eingeräumten Platz im Leben wäre eine Betrachtung, die das „was hält euch“ schon hinreichend begründen könnte.
Fluff, spezifisch bei 40k, finde ich wie gesagt sehr tauglich in seinen Grundzügen, auch wenn ich der Kritik von
@Pahuax im Detail zustimme.
Modelle, auch die halbfertigen Projekte, wo schon sehr viele Gedanken reingeflossen sind, Untersuchung, wie genau wo was in den Fluff passt, warum es so und nicht anders aussieht etc.
Ich mag auch tatsächlich die primäre Fraktion, die ich „spiele“, sehr gern, und die meisten Eldar gibt es nicht in hübscher von anderen Herstellern.
Regeln/Spiel sind hingegen so eine Sache:
Also ja, ich verfolge sie
einigermaßen, mal mehr mal weniger, und habe bisher jede Edition (seit der 3.) außer der 7. und der 9. zumindest getestet. Mindestens aus Neugier, was GW so neues veranstaltet hat und wie es sich auswirkt. Eben
weil ich Regeln nicht egal finde auch theoretisch mitdiskutieren können möchte. Nach Auslassen der 9. habe ich gemerkt, dass ich das wirklich nicht mehr adäquat konnte, und habe dann in der 10. bei einer Vereinsliga mitgespielt und meine 10–15 Spiele gemacht.
Spiele sind auch gut zur Motivation, um sich mit den Figuren wieder zu beschäftigen.
Die natürliche Ergänzungsfrage ist:
Wie weit hält euch/uns etwas in GW-Systemen? Tut es das überhaupt?
Ich meine, wir schreiben hier über solche, weil es ein Forum dafür ist. Aber stimmt überhaupt die Vorstellung, wir wären da noch so fest verwurzelt wie vor 20 Jahren, als wir klein waren und nichts anderes kannten?
Ich beziehe mich oben etwa nur auf 40k.
Was ist mit Fantasy?
Ich habe, wie vermutlich Pahuax, während der 4. Edition 40k am intensivsten gespielt. War sie deswegen gut?
Ich habe zu der Zeit auch Fantasy entdeckt und die 40k-Spielfrequenz ist eingebrochen, als ich sah, dass Gameplay auch
ganz anders sein kann, mit spannendem Stellungsspiel im R&F.
War deswegen der Fluff von Fantasy so genial? Oder die Modelle und Fraktionen? Nein, hier riss es allein das Spielsystem, während das von 40k mir im Vergleich sehr öde erschien. Nicht, dass ich danach für 40k nichts mehr gebaut hätte mit der
Vorstellung, das auch mal zu spielen, aber.
Spiele ich noch Fantasy?
Ja, und zwar nach WCE. Bin auch WHFB-Beirat hier im Verein. Aber WCE ist nicht GW, das ist eine Fanmade-Fortentwicklung aus den besseren Fantasy-Editionen bevor es GW mit der 8. Edition versaute.
Spiele ich noch andere Spiele von GW?
Bei Killteam habe ich mal reingeschaut,
könnte taugen, aber kleine Skirmisher gibt es wie Sand am Meer.
Das letzte Jahr habe ich damit verbracht, eine Kampagne für Carnevale (kleiner Skirmisher von TTCombat) zu schreiben und zu beginnen.
Es hat ein sehr cooles und originelles Setting, dazu passende Modelle (leider aus Resin) und immerhin ein Regelsystem, das
gut genug ist, was für viele andere Spiele schon mal nicht gilt.
Aktuell versuche ich etwas, auch bei Infinity reinzukommen, weil mir sehr viele Regelentscheidungen dort gefallen, aber das allein das System nicht einstiegsfreundlicher macht.
Ich habe also genug im Hobby zu tun, auch mit guten Gründen und nicht aus nostalgischer Trägheit.
GW-Spiele nehmen dabei rein von der Zahl der Spiele eine geringere Rolle ein, die aktuelle 40k-Edition habe ich fertig getestet, schaue in der 11. dann wieder rein. Wenn sie mich halten können sollte, werde ich das schon merken. Die Regelteaser jetzt für die 11. finde ich interessant, wieder, weil ich Regeln auch rein akademisch interessant finde. Ich habe allerdings gerade Skelette auf dem Tisch vor mir stehen, auf 20mm-Eckbases, für das in der Signatur verlinkte Projekt.
Wie weit das jetzt als „bei GW“ zählt oder nicht.
Eigentlich wäre ich auch Kandidat für 40k mit OPR-Regeln spielen, wäre das weniger handwavy und würde sich auch als 40k-Alternativsystem mehr ernst nehmen.
Stattdessen richtet es sich mehr an Spieler mit so einem Ansatz wie deinem (
@Naysmith), die bei den nerdigeren Aspekten mehr auf Abstand sind und denen man mit einem schlanken Regelsystem entgegen kommt, um ihre eigene Geschichte mit (meist) GW-Miniaturen zu erzählen.