Eine Fragerunde zum Thema Powerlevel

So erstmal @guerillaffe: lässige Antwort, musste kurz schmunzeln. So gefällt mir das. Ich wollte nur nicht extra deswegen ne Antwort tippen.

Was hier einige Gegner der Machtpunkte nicht berücksichtigen ist, dass manche Spieler vielleicht garnicht das Intresse haben, mit
einem Druck zu spielen, den die suggerierte "Ausgeglichenheit" von Punkten fördert. Es geht nicht jedem darum sich mit dem Gegner zu messen.
Manch einer möchte einfach nur eine coole und spaßige Schlacht erleben; mit all dem ganzen Spielzeug, Granaten, Raketen, Gimmicks was die Truppe so hergibt. Am Ende ist es nicht so wichtig wer das Spiel gewinnt, sondern möglichst coole, cinematische und erinnerungswerte Situationen bzw "Szenen" zu erleben. Jetzt wird womöglich manch einer sagen: "Dann stell doch einfach auf was du möchtest; wozu überhaupt noch Punkte/Powerlevel?"
Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß, sondern manche Spieler möchten am liebsten den ausgeglichenen Grauton erleben. Und genau dazu sind die Machtpunkte perfekt.
 
Manch einer möchte einfach nur eine coole und spaßige Schlacht erleben; mit all dem ganzen Spielzeug, Granaten, Raketen, Gimmicks was die Truppe so hergibt. Am Ende ist es nicht so wichtig wer das Spiel gewinnt, sondern möglichst coole, cinematische und erinnerungswerte Situationen bzw "Szenen" zu erleben.

Das ist mit Punkten doch genauso möglich. Ich sehe nicht, was Powerlevel leistet, was Punkte nicht auch leisten, mit dem einzigen Nachteil, dass man eben etwas mehr nachschlagen und rechnen muss.
 
Das ist mit Punkten doch genauso möglich. Ich sehe nicht, was Powerlevel leistet, was Punkte nicht auch leisten, mit dem einzigen Nachteil, dass man eben etwas mehr nachschlagen und rechnen muss.

Und genau diese lästige Extraarbeit kann man sich mit Powerlevel unter anderem sparen. Einer der Gründe, warum grade diejenigen, die sich um das gezielte Wett-Ausrüsten wenig scheren, so gern auf es verzichten, wenn sie die Möglichkeit haben.
Das ist der Punkt an diesem Argument. Klar gehen spaßige Spiele auch mit Punkten. Aber ohne Punkte geht es einfacher. Also warum sich damit abmühen.

Zum Glück für alle Beteiligten gibt es heutzutage mehr als nur eine Möglichkeit, das Spiel nach den eigenen Bedürfnissen zu spielen.:wub:

Gruß vom Veri
 
@ Hummelmann

Wie sieht bei Euch das Gelände aus? Nahkämpfer auf der offenen Platte sind egal mit welcher Bepunktung sehr schwer zu spielen. Wenn Du sie von Losblocker zu Losblocker rennen lassen kannst sieht das schon wieder völlig anders aus. Die "dritte Armee" hat in dieser Edition noch mehr Einfluss als in denen vorher finde ich.

cya
Um darauf nochmal einzugehen:
Gelände ist vorhanden und wird auch genutzt. Es gibt nur eine Platte, auf der hohe Geländestücke komisch wirken und das ist das von Schützengräben durchzogene Matschfeld, was stark an WW1 erinnert. Hat der DeathKorp-Spieler gebaut.
Aber selbst da kann man noch genug Krater, zerfetztes Gebüsch und Industrieruinen aufstellen, ohne dass es lächerlich wirkt...und es gibt die Gräben.
Das andere Extrem ist der "Urwald", der auf Wunsch für mich und nen Necron-Spieler aufgebaut wurde. Es war grade so Platz, die Armeen aufzustellen - Beschuß auf lange Distanz war nahezu unmöglich, man musste viel manövrieren und ab und an mal Bäume rausnehmen (modular gebaute "Bauminseln" mit bis zu fünf Bäumen), um Truppen zu bewegen.
 
Und genau diese lästige Extraarbeit kann man sich mit Powerlevel unter anderem sparen. Einer der Gründe, warum grade diejenigen, die sich um das gezielte Wett-Ausrüsten wenig scheren, so gern auf es verzichten, wenn sie die Möglichkeit haben.

Einer der? Welche anderen Gründe gibt es denn noch? Ich habe Powerlevel weiter vorne im Thread als "schlechteres Punktesystem für Rechenfaule bezeichnet". Da waren dann einige der Meinung, dass das so gar nicht stimmt. Nur habe ich bisher noch kein anderes Argument für Powerlevel gehört (nur immer wieder, dass Punkte eben auch nicht perfekt seien - was stimmt, aber besser als Powerlevel allemal).
 
Einer der? Welche anderen Gründe gibt es denn noch? Ich habe Powerlevel weiter vorne im Thread als "schlechteres Punktesystem für Rechenfaule bezeichnet". Da waren dann einige der Meinung, dass das so gar nicht stimmt. Nur habe ich bisher noch kein anderes Argument für Powerlevel gehört (nur immer wieder, dass Punkte eben auch nicht perfekt seien - was stimmt, aber besser als Powerlevel allemal).

Ob das stimmt oder nicht, dass es besser ist als Powerlevel, ist denke ich eher Ansichtssache.:happy: Aber egal ob du mir da zustimmst... weitere Gründe findest du zB. in meinem Post bezüglich Einsatz von Powerpunkten in Kampagnensystemen vs Einsatz von Punkten in Kampagnensystemen. Stichwort Möglichkeiten der Anpassung an verschiedene Gegner, ohne die Kampagne wegen Anpassungsproblemen in die Tonne treten zu müssen.

Und mit etwas Nachdenken fallen dir vielleicht sogar noch ein paar mehr ein, ohne Leute mit dem Begriff "rechenfaul" unbewusst vor den Kopf zu stoßen, obwohl das natürlich keinesfalls in deiner Absicht lag, von oben auf andere herabzusehen. Um dir auch hier einen Hinweis zu geben:

Ich bin berufstätig, muss in meiner kleinen Firma mehrere Mitarbeiter managen, habe eine Frau, mittlerweile zwei Kinder und allgemein ein Privatleben. Da bleibt fürs Hobby nicht immer viel Zeit. Meinen Mithobbyisten geht es fast vollständig ähnlich. Für eine wohl ausgetüftelte Liste nach Punkten brauche ich im Schnitt wenigstens eineinhalb Stunden ohne ein Tool...und ich verwende keine, weil ich festgestellt habe, dass am Tool zusammengeklickte Listen meist nicht wirklich was taugen, weil man sich zu wenig Gedanken macht...aber richtig ausgetüftelt brauch ich auch mit Tool wenigstens ne Stunde). Fürs zusammenrechnen ohne PC nach Powerpoints für die selbe Liste brauch ich bestenfalls 10 Minuten.

In der über einen Stunden, die ich so spare, kann ich und einer meiner Kumpel so schon mal die komplette Aufstellung unserer Truppen managen, das Spielfeld mit Gelände bestücken, etc. Es spart einfach eine Menge Zeit, die so frei wird für entspanntes spielen.

Für Leute mit wenig Zeit ist sowas Luxus pur. Eine absolute Freude.

Falls du bisher nie auf derlei Probleme gestoßen bist in deiner Hobbyzeit...Glückwunsch. Andere beneiden dich. 😉

Gruß vom Veri
 
Aber egal ob du mir da zustimmst... weitere Gründe findest du zB. in meinem Post bezüglich Einsatz von Powerpunkten in Kampagnensystemen vs Einsatz von Punkten in Kampagnensystemen. Stichwort Möglichkeiten der Anpassung an verschiedene Gegner, ohne die Kampagne wegen Anpassungsproblemen in die Tonne treten zu müssen.

Ja, über diesen Punkt habe ich länger nachgedacht, bin aber nicht sicher, ob ich ihn richtig verstanden habe. Letztendlich erlaubst du damit doch in deiner Kampange das Ändern der Armeeliste zwecks Optimierung (was meiner Auffassung nach dem Sinn einer Kampange entgegenläuft, aber da kann man wohl geteilter Meinung sein). Das wäre mit Punkten allerdings auch möglich, bloß wiederum nicht so einfach, weil dann ggf. nicht nur die Ausrüstungsoptionen sondern auch die Truppgrößen usw. geändert werden müssten.
 
Kurze Frage: warum ist es mit Punkten nicht möglich während einer Kampagne Anpassungen vorzunehmen?

Das hängt schlicht von der Art der Kampagne ab. Ich hatte schon mal was dazu geschrieben:

Um klar zu machen, was ich meinte, ein Beispiel (ich meinte nicht narrative Kampagnen, obwohl unsere letzte nach Power super war):

wir spielen grade eine unserer "harten Kampagnen". Wie sowas früher lief ... mein Trupp Marines mit Laserkanone und Melter trifft in der Kampagne auf ein paar Tau-Panzer und rockt, weil er die passenden Waffen dabei hat. In der Folgerunde treffen die Jungs aber vermutlich auf Orks. Weil ständiger Waffenwechsel wegen der unterschiedlichen Punktekosten kompliziert ist, besonders vom Management durch den Spielleiter her, ist es erst gar nicht vorgesehen. Ich werde also einfach aufs Maul kriegen und kann nichts dagegen tun.
Heute mit Powerlevel kann ich einfach hergehen, meinen Trupp in die Rüstkammer schicken, ihnen einen Flamer und einen Schwebo aushändigen und es entstehen null Komplikationen. Ich muss mir keine Sorgen machen, ständig auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, weil ich nie die richtige Ausrüstung da habe, wo ich sie haben müsste.
Und unser Spielleiter muss sich keine Gedanken machen, wie er jedes Spiel entweder neu balanced, oder einfach kategorisch jegliche Flexibilität im Keim erstickt, nur damit die Kampagne nicht wegen Zeitmangel und Aufwand ihren Schwung verliert und nie zu Ende gespielt wird.

Da bei uns tatsächlich sowohl Hardcore-Optimierer als auch absolute Fluffhasen an der Kampagne teilnehmen, haben dank Powerlevel letztere deutlich mehr Freiheiten, sich nachträglich anzupassen, wenn sie mal wieder nicht dran gedacht haben, ihre Kampagnenlisten schon vor Runde eins für Kampagnenrunde 25 optimal auszurüsten. Und erstere können permanent ihrer Optimierlust frönen.

Es hat sich herausgestellt, dass so beide Spielertypen besser in einer Kampagne miteinander harmonieren. Es gibt weniger Unzufriedenheit auf beiden Seiten und dadurch hat die aktuelle Kampagne selbst nach drei Monaten noch nicht ihren Reiz verloren. Tatsächlich spielen wir dadurch deutlich mehr als die letzten Jahre.

Ich hoffe, ich konnte rüberbringen, was ich gemeint habe

Gruß vom Veri

Das wäre mit Punkten allerdings auch möglich, bloß wiederum nicht so einfach, weil dann ggf. nicht nur die Ausrüstungsoptionen sondern auch die Truppgrößen usw. geändert werden müssten.

Ganz genau. Drum sind unsere Kampagnentüftler in der Gruppe sehr begeistert vom Powerlevel-System. Einfach weil es ihnen recht komplexe Kampagnen ermöglicht, ohne sie in einem logistischen Alptraum zu verstricken.
Und die bisherigen Kampagnen nach Powerlevel fanden auch entsprechenden Anklang.
 
Ich frage mich nur, wie man die Rüstspirale beim Powerlevel aufhält bzw. verhindert? Ich meine, wo zieht man die Grenze bei Aufwertungen, Ausrüstungen, Biomorphen etc.? Im Grunde könnte ich doch alles an Zubehör mitnehmen, ohne daß es unfluffig etc. wäre. Und wenn mein Gegner dann nicht gegen eine Armee antreten will, welche (in Punkten) wohl doppelt so stark wie seine ist, tut er mir gleich und rüstet ebenso auf.
 
Ich frage mich nur, wie man die Rüstspirale beim Powerlevel aufhält bzw. verhindert? Ich meine, wo zieht man die Grenze bei Aufwertungen, Ausrüstungen, Biomorphen etc.? Im Grunde könnte ich doch alles an Zubehör mitnehmen, ohne daß es unfluffig etc. wäre. Und wenn mein Gegner dann nicht gegen eine Armee antreten will, welche (in Punkten) wohl doppelt so stark wie seine ist, tut er mir gleich und rüstet ebenso auf.

Einfach miteinander reden und sich kurz abstimmen?

Powerspirale ist doch eher eine Einstellungssache und kein gottgebener Zustand und bei Punkten kann man doch auch knüppelhart oder "mittelmäßig" aufstellen und man sollte sich da ja auch abstimmen, damit Spiele nicht einseitig verlaufen. Die Spirale bei Punkten sieht bloß anders aus (Waffenoptionen oder einfach punkteoptimiertere Einheiten anstatt maximale Ausrüstung).

Nicht, dass ich das Powerlevel den Punkten vorziehe oder überlegen finde, aber finde diese Argumentation nicht wirklich aussagekräftig, da ja auch die meisten Personen, die nach PL spielen anscheinend nicht vor diesem Problem stehen...
 
Viel Spaß bei einer Kampagne mit 10+ Leuten 😀

Und das sollte auch keineswegs ein Argument bzw. Gegenargument sein. Ich wollte einfach nur Meinungen dazu wissen. 😉


Und bei einer Fluffkampagne nach Punkten würdest du jeden alles stellen lassen was der Codex her gibt? :huh:

Kann ich mir auch nicht vorstellen und es wird meistens einen Rahmen geben, kann man doch auch bei PL so machen 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist am Ausmaxen denn schleichend nach PL?

Das versteh ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Entweder ich maxe innerhalb meiner Limits aus. Oder eben nicht. Macht zwischen PL und Punkten in meinen Augen keinen Unterschied.

Mit Powerlevel ist das interne Balancaing eben deutlich schlechter. I.d.R. macht nur ein Einheiten-Layout Sinn (selten auch mal zwei) und gerade im niedrigpreisigen Segment gibt es natürlich hohe Ungenauigkeiten (eine Einheit, die eigentlich 1,5 Powerlevel haben müsste und eine die 2,4 haben müsste werden beide als "2" bepreist, dabei ist die eine schon fast doppelt so stark). Das zusammen ergibt im kompetitiven Umfeld ein deutlich weniger abwechslungsreiches Spiel als mit Punkten - was schon etwas heißen will 😉