Das Terminus Dekret

Warum wird sich in den Thread eigentlich so auf eines von drei Szenarien versteift?

Und dazu noch das mMn unwahrscheinlichste.

Wenn der Imperator sich tatsächlich bewegt, dann hört ja das Astronomicon auf zu funktionieren. Richtig? Dann gibt es wohl schlagartig ganz andere Probleme als paar Grey Knights die in den Palast gehen.

Die Varianten der Reynkarnation* finde ich persönlich plausibler. Und in dem Falle wäre es ja uU im Interesse aller das die Grey Knights, die Batterie wieder ins Batteriefach legen.

Das war mein erster Gedanke zum Sachverhalt
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Der Grey Knight dient als Behältnis für die psionische Energie? Diese transportieren und evtl nutzen? Kann das Sinn machen?

Ein Grey Knight mit einem Bruchteil ImperatorPsi Mojo könnte ja dann den Custodes besiegen.

Vielleicht ist es tatsächlich doch nur das Lore Powercreep Update was sie bekommen wenn dann die Primaris Grey Knights droppen.
 
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Wenn der Imperator sich tatsächlich bewegt, dann hört ja das Astronomicon auf zu funktionieren. Richtig?

Soweit ich die Lore noch richtig in Erinnerung habe, nein.

Das Astronomicon wurde bereits zu Lebzeiten des Imperators von eben diesem erschaffen, um der Menschheit ihren Großen Kreuzzug und damit die Wiedervereinigung ihres Sternenreichs zu ermöglichen. Zu dieser Zeit hat der Imperator das Astronomicon allein aufrechterhalten, auch ohne die Opferung tausender Psioniker. Er konnte das Licht des Astronomicon selbst dann erstrahlen lassen, wenn er selbst nicht auf Terra weilte, so groß war seine psionische Macht.

Mit der gewaltigen Ausdehnung des Imperiums während des Großen Kreuzzugs kostete dies den Imperator aber immer mehr seiner Kraft, sodass er Terra nicht mehr verlassen konnte. Er musste vor Ort sein, um das Astronomicon anzutreiben. Dies ist ein Grund, warum er immer mehr Macht seinem Kriegsmeister Horus übertrug, der an seiner Stelle den Kreuzzug leitete. Der Imperator selbst kehrte also nach Terra zurück, um sein Astronomicon wieder stärker erstrahlen zu lassen.

Natürlich war sich der Imperator bewusst, dass ein psionisches Leuchtfeuer wie das Astronomicon keine dauerhafte Lösung für das Imperium sein konnte, gerade dann, wenn er eines Tages nicht mehr sein würde. Vielleicht wollte er auch nicht auf ewig auf Terra gebunden sein, wer weiß. Das war der Auslöser für seine Arbeit am Webway-Projekt. Er wollte das Netz der Tausend Tore der Eldar für die Menschheit nutzbar machen, sodass ein Astronomicon und ein Reisen durch den Warp nicht mehr nötig wäre.

Das ist wichtig, denn erst zu diesem Zeitpunkt kommen die unzähligen Opfer von Psionikern ins Spiel. Diese wurden nämlich erst nötig, weil der Imperator einen Großteil seiner psionischen Macht auf das Webway-Projekt konzentrierte, und das Astronomicon dadurch an Strahlkraft verlor. Im Prinzip glichen die ausgebrannten Seelen der Psioniker die Absenz der Energie des Imperators aus, sodass er sich seinem Lieblingsprojekt Webway-Projekt widmen konnte. Der Imperator diente ab hier nur noch als Fokus, um die Energie der unzähligen Psioniker zu bündeln. Quasi als eine Art Sammellinse. Dabei war es dem Imperator aber wohl auch wichtig, dass diese Opfer an Psionikern keine finale Lösung sein sollten, sondern eher ein notwendiges Übel waren, bis das Netz der Tausend Tore nutzbar gemacht werden könnte. Dass es in der Geschichte des Imperiums dazu nicht kam, das verdanken wir den dunklen Göttern des Warp. Und natürlich Magnus.

Lange Geschichte, kurzes Ende: Sollte sich der Imperator erheben, so könnte er das Astronomicon natürlich weiterhin strahlen lassen. Wahrscheinlich sogar heller als je zuvor und je nachdem, wie sehr er sich darauf konzentrieren könnte, auch ohne die Opfer tausender Psioniker des Adeptus Astronomica. Sollte er zur wahren „Gottheit“ aufsteigen, würde die Strahlkraft seines Astronomicon wahrscheinlich sogar die Cicatrix Maledictum durchscheinen, diese eventuell gar aus der Galaxis fegen.

Wie dem auch sei. Ich glaube schon, dass ein auferstandener Imperator die Menscheit weiterhin durch den Schrecken des Warp führen könnte, sollte es denn so kommen. Und jeder Grey Knight, der daran etwas ändern wollen würde, könnte dies garantiert nicht gegen den Willen des Imperators.

Die Frage ist halt, was sich Games Workshop mit diesem Lore-Schnipsel gedacht hat. Sollte der Imperator bei Sinnen sein, wenn er aufersteht, sollte ein Eingreifen der Grey Knights ja nicht von Nöten sein, alles wäre gut. Sollte er als Chaosgott, Zombie oder was auch sonst auferstehen, nun, dann hätte das Imperium wahrscheinlich ein größeres Problem. Und ob da dann 1000 Grey Knights ausreichen? Im Falle des Erwachens eines „bösen“ Imperators wäre dann wahrscheinlich auch das Astronomicon Geschichte, wobei in diesem Fall das Imperium, wie wir es kennen, ebenfalls Game Over wäre. Wenn der Imperator den Grey Knights also einen solchen absoluten Befehl auferlegt hat, dann muss er sich ja zu 100% sicher gewesen sein, dass er nicht als wohlwollender Herrscher zurückkehren wird. Das finde ich eigentlich am spannendsten an diesem Lore-Fetzen. Gar nicht mal die Frage, wie die Grey Knights das bewerkstelligen wollen.

Und was das Astronomicon anbelangt. Je nach Kreativität könnte Games Workshop natürlich noch weitere Pharos-Maschinen oder andere Necron-Konstrukte ins Spiel bringen, um die Menschheit auch ohne einen Imperator weiterhin den Warp passiere zu lassen, aber seien wir mal ehrlich. Ich glaube nicht, dass ich dies zu meiner Lebzeit noch miterleben werde. Der Imperator auf dem Goldenen Thron ist die immerwährende Konstante des Universums. Sollte sich daran etwas ändern, wären das die „End Times“ von Warhammer 40k. Entweder hin zur Erlösung der Menschheit, oder zu ihrer entgültigen Vernichtung. Aufgrund der Natur des Universums wahrscheinlich eher hin zum letzteren Fall. Das Universum von 40k wäre dann aber ähnlich wie bei Fantasy auserzählt. Ein neues System mit einer neuen Welt müsste her.

[Ergänzung mit kleinem Augenzwinkern]

Wobei mir da ein witziger Gedanke kam. Games Workshop ist sich der Tragweite eines auferstandenen Imperators wahrscheinlich bewusst und dass das Szenario von 40k dann wahrscheinlich irgendwann auserzählt wäre. Vielleicht sind die Grey Knights in diesem Sinne auch als eine Art Allegorie und somit als verlängerter Arm einer Versammlung von Aktionären zu verstehen, die um alles in der Welt verhindern müssen, dass sich der Imperator ein letztes Mal erhebt und somit das System Warhammer 40k als Cashcow von Games Workshop ein Ende findet. Das darf in naher Zukunft natürlich auf keinen Fall passieren. Terminus-Dekret erklärt. 😉
 
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@TBRY87:

Danke für die ausführliche Zusammenfassung!

Zwei Sachen hab ich anders in Erinnerung:
Das Astronomicon wurde bereits zu Lebzeiten des Imperators von eben diesem erschaffen,
Ist das nicht ein Relikt aus dem Dunklen Zeitalter der Menschheit? Die haben doch schließlich auch galaxisweiten Flug betrieben?!

Das ist wichtig, denn erst zu diesem Zeitpunkt kommen die unzähligen Opfer von Psionikern ins Spiel. Diese wurden nämlich erst nötig, weil der Imperator einen Großteil seiner psionischen Macht auf das Webway-Projekt konzentrierte

Ich meine, dass die geopferten Psioniker erst nötig wurden, als der Imp nach dem Kampf gegen Horus auf den Thron gesetzt wurde.
Oder vielleicht auch schon, als Magnus den Warpriss im Thronraum verursachte, und der Imp gezwungen war, dort zu verbleiben.
Früher war das mE nicht erforderlich?!
 
Ist das nicht ein Relikt aus dem Dunklen Zeitalter der Menschheit? Die haben doch schließlich auch galaxisweiten Flug betrieben?!

Die Navigation zu dieser Zeit geschah meiner Erinnerung nach mit anderen Artefakten, zum Beispiel Necron-Gerätschaften ähnlich der Pharos-Maschine, welche im Imperium Secundus von Guilliman genutzt wurde. Auf jeden Fall waren es kleinere, lokalere Leuchtfeuer, die zusammen ein Netz aufspannten. Es war kein Astronomicon, dass als einzelnes, großes Leuchtfeuer diente. Das wurde erst von dem Imperator und der Erdbevölkerung in den Himalaya gehauen. Müsste das aber auch nochmal in den einschlägigen Wikis nachlesen. Ähnlich wie im Universum selbst ist mein Wissen hier sehr flüchtig!

Ich meine, dass die geopferten Psioniker erst nötig wurden, als der Imp nach dem Kampf gegen Horus auf den Thron gesetzt wurde.
Oder vielleicht auch schon, als Magnus den Warpriss im Thronraum verursachte, und der Imp gezwungen war, dort zu verbleiben.
Früher war das mE nicht erforderlich?!

Habe dazu gerade nochmal gezielt nachgeschaut. Laut diesem Wiki drängte Malcador den Imperator im Laufe des Webway-Projekts dazu, die Macht der Psioniker an Stelle der Energie des Imperators für das Astronomicon zu verwenden. Damit der Imperator einen Großteil seiner eigenen Macht auf das Webway-Projekt anwenden konnte.

„Just before the outbreak of the Horus Heresy in the early 31st Millennium, the Emperor of Mankind's Imperial Webway Project had required more and more of the Emperor's psychic might as He sought to penetrate the corridors of the Aeldari's Webway and claim it for Mankind, a task that dangerously weakened the Astronomican's signal across the galaxy.

Malcador the Sigillite suggested a compromise: the beacon would still be guided by the Emperor Himself, but a large part of the required energy would be provided instead by the psychic and life energies of 10,000 sacrificial psykers, allowing the Emperor to pour His own psychic might into finishing His great project.“

Um den Goldenen Thron zu betreiben und den Imperator „am Leben“ zu halten, werden wahrscheinlich ebenfalls Psioniker geopfert. Ohne Menschenopfer geht es in 40k nicht. Ich habe das aber immer getrennt von den Opfern gesehen, die während des Betriebs des Astronomicon aufgebracht werden müssen. Die Opfer an den Goldenen Thron wurden natürlich erst nach der Invasion Horus‘ fällig. Aber schon zuvor wurde die Energie von Psionikern während der Verwendung des Astronomicon verbrannt.

Ich glaube, die Geschichte hat sich hier einfach selbst überholt, dass man die Opfer an Psionikern, den Goldenen Thron und das Astronomicon einfach gleichsetzt. Ursprünglich war das meines Wissens nach aber nicht so. Natürlich ist es in der Lore heute verbunden, da der Imperator auf dem Goldenen Thron notwendigerweise die Energie des Astronomicon und somit der Psioniker dort als Fokus bündeln muss. Aber ich würde das dennoch als unterschiedliche „Komponenten“ ansehen. Demnach sollte er auch auferstehen und die Energien des Astronomicon ohne den Goldenen Thron bündeln können.
 
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Imho hilft der goldene Thron dem Imperator dabei, das Astronomican zu bündeln, also die mentale Energie der geopferten 10K Psioniker. Und hält mit seinen zusätzlichen Gerätschaften den letzten Rest des Körpers des Imperators mehr oder weniger erfolgreich am Leben.
Außerdem sollte der Thron den Zugang zum Netz der 1000 Tore kontrollieren. Wurde aber zerstört, und nur die mentale Kraft des Imperators verhindert, dass sich Thronraum ein permanenter Riss im Warp bildet. Oder die mentale Kraft des Imperators treibt die Maschinen des goldenen Throns an?
Ach ja, derzeit flackert das Astronomican. Warum? Stirbt der Leichengott entgültig? Oder Vorzeichen seines Erwachens??

Quelle: Lexikanum und Spekulation
 
Außerdem sollte der Thron den Zugang zum Netz der 1000 Tore kontrollieren. Wurde aber zerstört, und nur die mentale Kraft des Imperators verhindert, dass sich Thronraum ein permanenter Riss im Warp bildet.

Das ist natürlich richtig und muss bedacht werden. Selbst wenn der Imperator auferstehen und das Astronomicon unabhängig vom Goldenen Thron fokussieren kann, muss natürlich jemand den Zugang zum Netz der Tausend Tore verschlossen bzw. unter Kontrolle halten. Der Imperator suchte ja stets einen mächtigen Geist, der an seiner Stelle dauerhaft auf dem Thron sitzen könnte. Man sagt ja, er hätte Magnus dafür vorgesehen gehabt. Wäre es nicht ein schöner Abschluss, wenn Magnus sich nach der Auferstehung des Imperators für diesen Zweck aufopfert? Vielleicht sogar aus eigenen Motiven, um sein Versagen an der Menschheit wiedergutzumachen! Das wäre doch cool.

Aber ich weiß nicht, wie die Gefühlswelt eines Magnus‘ gerade aussieht. Generell ist mir die Lore um ihn nicht so bewusst, wie „böse“ er wirklich ist.
 
Kommt drauf an wie es flackert würde ich sagen.

Nichtsdestotrotz wäre ein erwachter / reinkarnierter Imperator ja eine stark geschwächte Version seiner selbst. Wovon eine fitte (aber alte) Version Grade mal so gegen Horus gewonnen hat.

Und wie wir wissen hat 40k eine gewaltigen Powercreep hingelegt die letzten Jahre. Keine Ahnung um der da mithalten kann, hat sicher Legacy Regeln.
 
Nichtsdestotrotz wäre ein erwachter / reinkarnierter Imperator ja eine stark geschwächte Version seiner selbst.

Da wäre ich mir gar nicht mal so sicher. Je nachdem, wie man es schreiben will, könnte er ja auch als aufgestiegene Gottheit zurückkehren, mächtiger als je zuvor. Auferstehung in der Art Phönix aus der Asche. Was natürlich noch stärkere Auswirkungen auf das Universum hätte. Ich weiß auch nicht, ob so eine Entwicklung für 40k selbst gut wäre. Wie erwähnt, wäre das dann eher ein „End Times“-Szenario. Letztendlich ist in der Fiktion ja aber alles möglich.
 
Im 40K Universum entstehen Götter aus Emotionen und psionischer Energie. Und ihr "Lebensraum" ist der Warp.
Das Erste könnte durch die Verehrung des Imperators durch Gläubige/Bürger des Imperiums erfüllt werden, das Zweite durch die jahrtausendlange Opferung von 10K Psionikern täglich.

Aber was würde die Auferstehung des Imperators als Gott bzw Warp-Entität für das Imperium der Menschheit bedeuten? Möglicherweise eine weitere Chaos-Gottheit??
Würde ich grundsätzlich nicht nur positiv bewerten.
 
Der Gott des Höheren Wohls (🙄, danke GW) ist ja auch ein ganz duftes Wesen. Gut die Grundeinstellung seiner Gläubigen ist natürlich deutlich optimistischer als bei den Imperialen Gue'la. Aber vielleicht korrigiert die Apotheose den Character des Imps.

Aber Apotheose wäre natürlich extrem geil für das Terminus -Dekret. Los GK, fangt den Chaosgott ein und sperrt ihn in den Goldenen Thron. Fragt man da eher bei den Necrons um Hilfe oder beim Dark Mechanicum.
 
Na ja ... auch wenn die C'Tan vom einigen als Sternengötter bezeichnet werden, sind sie (per imperialer Definition) keine Götter.
Die sind weder durch psionische Energie noch Emotionen entstanden, haben keine Macht im Warp und existieren im Realraum.

Und das Mechanicus (Adeptus und das Dunkle) werden da imho nicht helfen können. Ist doch der Maschinengott auch nur ein C'Tan, der noch dazu vom Imperator eingekerkert wurde.

Ich finde allerdings die Frage, warum der Imperator den Thron nicht verlassen soll viel interessanter, als die Frage wie die Grey Knights die Wiederauferstehung des Imperators verhindern sollen. Wenn es im Fluff jemals dazu kommt, wird GW es irgendwie möglich machen.

Was bedeutet es, wenn sich der Imperator vom Goldenen Thron erhebt?
Welche Folgen ergeben sich aus der Wiederauferstehung des Imperators??
Und warum (und wer) soll das verhindert werden???
 
Wieso ist die Konnotation des Wortes "Chaos" hier immer negativ belegt.
Findest Du denn den Warp insgesamt und seine Herrscher und Bewohner irgendwie im Handeln oder Denken positiv geschildert? 😉

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"unsexy" Meinung:
In dieser Diskusson tritt mE das alte Hauptproblem beim fluff zu 30K auf: Der entscheidende Handlungsrahmen ist über 30 Jahre alt und umfasst nur ein paar wenige Sätze, die aber so elementar sind, dass man sie kaum abändern kann. Damals kein Problem, aber je weiter man das Universum mit über 70 (?) Bänden ausschmückt, desto deutlicher sieht man, dass man so richtig alle "Fakten" nicht ohne Widerspruch unter einen erzählerischen Hut bekommt.

Oder kurz: Wenn die Vorgabe und die Ausarbeitung sich reiben, wird es schwierig. Siehe ähnlich G.R.R. Martin: Seine GoT-Reihe ist durch die TV-Serie bereits festgelegt, und jetzt kommt er mit der Umsetzung in Buchform einfach nicht weiter/zu Ende, weil er zwangsläufig von zentralen Ereignissen kaum noch abweichen kann. Unter dieser Prämisse hätte ich auch keine Lust zum Weiterschreiben...
 
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Das sehe ich ähnlich. Habe gestern auch einen Kommentar zum Thema auf Reddit gelesen, der darauf abzielte, dass es manchmal besser ist, wenn man manche Mysterien nicht bis zum Ende ausbuchstabiert. Denn dann sind Mysterien irgendwann keine Mysterien mehr. Die Diskussion dort bezog sich zunächst auf das Terminus-Dekret, dann jedoch auf die komplette Geschichte um die Horus Heresy, welche infrage gestellt wurde. So ganz fatalistisch würde ich es zwar nicht sehen, da ich der Meinung bin, dass die Horus Heresy vielen Orden der modernen Space Marines auch einen coolen Hintergrund gegeben hat. Zum Beispiel wäre ich heute wahrscheinlich kein Fan der Ultramarines, wenn ich deren Lore nur auf 40k beziehen würde, welche zugegeben ein bisschen lahm ist. Erst mit den Erzählungen aus 30k ist der Orden interessant für mich geworden. Aber so manche Geheimnisse hätten für mich auch bestehen bleiben können. Zum Beispiel solche Sachen mit dem Void Dragon auf dem Mars. So als Schnipsel ja ganz cool, aber auserzählt muss sowas meiner Meinung nicht werden. Oder die zwei verschollenen Primarchen. Das ist doch viel spannender, wenn sich die Lore dazu im vagen hält und es auch so bleibt. Das ist ja auch eigentlich immer der Ansatz von Warhammer gewesen. Ein gigantisches und episches Universum aufspannen, die Ausgestaltung im Einzelfall aber dem Spieler zu überlassen. Damit er seinen Figuren und Spielen einen eigenen Hintergrund geben kann. Auch die Kampagnenbücher spannten ja immer nur ein Setting auf, welches der Spieler dann mit eigenen Ideen füllte.

Im Reddit zitierte jemand David Lynch, auch wenn ich nach einer kurzen Recherche glaube, dass er den Satz ursprünglich anders meinte. Aber irgendwie passt es auch zu diesem Thema: "Keep your eye on the donut, not the hole." 😀
 
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Aber so manche Geheimnisse hätten für mich auch bestehen bleiben können. Zum Beispiel solche Sachen mit dem Void Dragon auf dem Mars. So als Schnipsel ja ganz cool, aber auserzählt muss sowas meiner Meinung nicht werden.

Fühl ich absolut!
In dieser Beziehung war zb der Codex Necrons der 3. Edition imho ein Meisterwerk. Was hab ich da jeden Schnipsel Information verschlungen und spekuliert!

Aber diesen Fehler machen viele Settings im Laufe der Zeit. Der Zwang mit jeder Edition neuen Fluff zu bringen, und neuen Modellen eine Existenzberechtigung zu verschaffen. Und das ohne das es eine langfristige Planung für die Weiterentwicklung des Settings gibt (davon gehe ich bei GW aus).
Was wirklich schade ist. Dieses Setting hat sooo viel Potential!
 
einen Kommentar zum Thema auf Reddit gelesen, der darauf abzielte, dass es manchmal besser ist, wenn man manche Mysterien nicht bis zum Ende ausbuchstabiert.

Da bin ich bei Dir! Es wird nur dann sehr, sehr "dünnes Eis", wenn man dann trotzdem gleichzeitig zB das Thema der zwei verlorenen Legionen immer wieder in neuen Schnipseln über die Bücher verteilt anspricht. Klar, das ist verführerisch, sowas zu schreiben und zu veröffentlichen, weil sich viele Fans drauf stürzen.

Aber irgendwann muss man sich halt entscheiden: Will ich die Leser immer wieder neu antriggern ODER soll das Thema wirklich für immer ein Rätsel bleiben? Je mehr man immer neue Info-Häppchen raushaut, desto mehr bringt man sich langfristig natürlich selber in Zugzwang: Da denkt dann Autor X heute: "Wow, diese zwei Kommentare wird die Neugier der Leute total anfachen" und in 10 Jahren denkt Autor Y: "Wie konnte Kollege Y damals so einen Müll schreiben, der uns jetzt jede halbwegs logische storyline blockiert?" 🥳

Da wäre ich insgesamt auch für mehr Zurückhaltung und weniger "gossip".😉
 
Einer meiner Lieblingsschnipsel, die man auserzählt hat und der total "gebackfired" ist, ist für mich der folgende:

Der „Henker“-Titel von Leman Russ.
Der ließ alle SW-Fans darüber spekulieren, woher der Titel stammt, und wurde häufig mit dem Kampf gegen Magnus in Verbindung gebracht.
Leman Russ wurde als der Primarch gesehen, den man losschickt, um anderen Primarchen das Handwerk zu legen.
Und dann erfahren wir, dass der Titel aus dem Genozid an Milliarden von Zivilisten stammt...
Hier hätte sich einige gewünscht das man hier etwas mehr im waagen gelassen hätte. 😉

Mag fatalistisch klingen, aber die HH waren für mich so lange richtig cool, wie sie nur aus den Visions-Büchern bestanden.
Es war ein mystisches Ereignis mit verlorener Technologie und viel verschollenem Wissen, wo man aus den Bildern und zwischen den Zeilen deuten musste.

Komplett ausformuliert merkt man, dass sich die HH gar nicht so anders angefühlt hat wie 40k.
Damals wurden bereits Menschen in Massen großzügig lobotomisiert und in Servitoren verwandelt, und das Adeptus Mechanicus hat schon immer Maschinen angefleht, zu funktionieren.
Und der Imperator wollte garnicht als Gott verehrt werden, war aber für Milliarden von Menschen ganz offiziel Göttlich. (Omnissiah)

War für mich tatsächlich ziemlich unterwältigend das Ganze.
Hier hätte ich mir doch eine schärferen Kontrast zu 40k gewünscht.
Dazu kamen die Primarchen, die in ihrer Darstellung teilweise einfach nur zum Fremdschämen waren …

Aber die Kuh muss halt geschlachtet werden.

Dennoch lese ich die Bücher gerne, und kann das in kauf nehmen für meine Unterhaltung, ohne es Ignorieren zu müssen.
 
@Lord Protector :🤔
Stimme ich nur teilweise zu. Was ich super fand war die Darstellung warum manche Primarchen abgefallen sind. Das waren dann nicht nur solche Disney Bösewichte die böse sind weil sie böse sind.
Angron und Lorgar z.Bsp.
World Eaters sind die tragischste Legion für mich. HH der Schattenkreuzzug finde ich sehr gut geschrieben.
Da war es schon gut etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

PS: Fulgrim ist naja. Feier es immer noch wie Perturabo Fulgrims Gesicht in den Minititan drückt🤌
 
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