40k 11. Edition Release Sommer 26

Zig verschiedene Fraktionen sowohl ausgewogen als auch einzigartig zu haben, für jede eigene, wenn möglich lore-treue Detachements und Einheiten mit einzigartigen Regeln und Charakter, das ganze dann nicht nur innerhalb der Armee sondern mit möglichst vielen anderen Fraktionen ausbalancieren, dabei versuchen eine möglichst breite Palette an Einheiten nutzbar zu haben, Einheitenspam zu vermeiden und sowohl für den Hobby- als auch den Turnierspieler motivierende Systeme zu implementieren...
Und sind dabei an allem gescheitert außer den 45-55 %.
  • lore-treue Detachments - die meisten sind halt Schmutz und deutlich seelenloser als alles was davor existierte. Das ist doch lediglich zu einem "Spam dies, Spam jenes" verkommen. Mit Blüten wie dem "Reroll"-Kontingent der Tyranidenbuddler. Was ist da gleich noch die "Lore-Erklärung" warum diese Tyraniden nun Rerolls haben? Dazu kommt die Balance allein mit der Menge an Kontingenten, was bei Spacemarines komplett aus dem Leim geht und bei Tau einfach lächerlich ist, während man sich bei jedem Chaoscodex fragt "habe ich überhaupt so viele Datasheets wie ich Kontingente habe?"
  • Lore-treue-Einheiten - da kann ich nur wieder das DKOK anführen, was aufgrund einer Box auf einmal überall Sanitäter spielt, mit der Fraktion kann man weiter machen - Admech? Die Assassinen passen laut Lore auf einmal auf Skitarii Battleline auf und werden dadurch besser?
  • Balance - existiert für Turniertony. Sie existiert nicht, sofern du etwas anderes spielen willst als "den Trupp". Ein Leman Russ mit und ohne Seitenkuppeln ist gleich teuer, ein Black Templar Impulsor zahlt den Multimelter jedoch extra (der Leman Russ bekommt zwei umsonst). Das kannst du nun für jede Codexauswahl erweitern und die nicht gleichwertige Ausrüstung aufsummieren. Interessiert bei 50 % der Fraktionen fast gar nicht und einige sind dafür umso mehr gekniffen. Wir hatten Punkte und Machtpunkte für diesen zweck. Letztere waren Gegenstand von Diskussionen und unbeliebt und wurden von GW übernommen - die Balance ist damit mieserabel.
  • Einheitenspam gibts immer noch, das regelt die Rule of Three und kein sinnvoller Armeeaufbau. Man hat zu viele Regeln entfernt und muss nun um 3+ und Rerolls ein System stricken. Klar, vorher war jeder Punkt Kampfgeschick mal sinnvoll, mit Festwerten lässt sich da nicht viel Regeln. Du triffst entweder auf 2+, 3+ oder schlecht.
Dadurch dass wir aktuell eher Kreuzzüge als reguläre Spiele spielen sind wir halt aber auch auf die Codizes angewiesen, weil die Indexkarten da absolut gar nichts an Kreuzzugsmechaniken, Einheitenverbesserungen oder Artefakten bieten. Wie viel das ausmachen kann haben wir beim Tyranidenkrieg gemerkt, als die Hälfte der Spieler zu Beginn noch keinen Codex hatte und gegenüber anderen Fraktionen deutlich im Nachteil war ;-)
Hätte mich und hat mich in jeder Edition interessiert. Aber diese ist einfach so seelenlos, dass ich das nicht einmal versuchen wollte. Die ersten Missionen gaben da schon ein Rätsel auf, wer nun zum schießen gewählt werden, rennen und welche Aktion machen darf. oder wo ich meinen Teleportpeilsender parken darf 😛 Die Crusade-Regeln der Deathguard sind lustig, aber reines Bookkeeping. Das brauche ich nicht, wenn im Spiel selbst das Listenbauen zum reinen "Point and Klick-Adventure" verkommen ist.
 
Ich sehe das etwas pragmatischer. Ich glaube GW ist mittlerweile an einem Punkt angekommen,
bei dem sie schauen, was verkauft sich und was könnten wir als nächstes verkaufen.
Sie könnten viel mehr machen, sich besser um den Fluff kümmern, mehr vorbereiten wenn
eine neue Edition ansteht usw.
Machen sie aber nicht, denn erstens läuft es auch so und zweitens kostet es Geld
und bringt ihnen weniger Gewinn, wenn man mehr Liebe in ein Produkt steckt.
Von daher habe ich null Verständnis für solche Schnellschüsse wie den Dark Eldar oder Emperors Children Codex,
das war einfach kein guter Kundenservice und viel am Fluff vorbei.
Und es wäre ja nun wirklich kein Problem gewesen, den Emperors Children wenigstens einen Cybot mit Schallwaffen zu geben.
Oder einen Predator. Stattdessen haben sie Chaos Marines genommen und Infractoren/Tormentoren draus geschustert.
Das ist einfach lahm.
 
Ich sagte ja: Sie machen aktuell beileibe keinen guten Job.
Aber ich kann verstehen, warum der Job nicht gut ist. Ich habe im Freundeskreis Leute, die an einem Pen-and-Paper Regelwerk Jahre gebastelt haben.
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste innerhalb von drei Jahren ein komplettes, möglichst ausgewogenes Tabletop-Regelwerk, Regeln für zwanzig Fraktionen, Fluff und Lore für zwanzig Fraktionen ausarbeiten...
Und dann noch mit mehreren Verantwortlichen koordinieren, von der Leitung reingequatscht bekommen, sich bei egal welcher Änderung den üblichen Flak aus dem Internet abzuholen...
Und dann gesagt zu bekommen dass man schneller machen muss weil der Verkauf laufen muss und die Geschäftszahlen gerade einknicken.

Für kein Geld der Welt würde ich das machen wollen.
Und natürlich gucken sie beim Balancing auf die Turniere. Da steckt deutlich mehr Geld drin. Kompetetive Spieler geben für eine einzelne Edition stellenweise mehr Geld aus als ich in acht Jahren für meine Necrons.
GW ist eine Aktiengesellschaft.
Und Aktiengesellschaften sind, leider, oftmals seelenlose Konstrukte, weil alle Kreativität und Idealismus und Liebe zum Detail auf dem Altar des Mammon geopfert wird 😕
 
Für kein Geld der Welt würde ich das machen wollen.
Eben, und da schließt sich der Kreis, ich würde das daraus entstehende, objektiv schlechte Produkt nicht für 50 oder fast 50 Euro kaufen wollen. Und selbst du hast Fraktionen, wo du es nicht tust. Scheint halt, wir bei Lego auch, genug Leute zu geben, denen es egal ist, wenn ihr Buch weniger Einheiten umfasst als das Werk der 3. Edition 😆

Ich rechne für die 11. daher auch mit nichts, du hast ja die Probleme gut aufgeführt, die chillen nochmal 3 Jahre mit Neuaufgüssen von dem was sie haben, bringen einen neuen Armeeaufbau und Gelände und gut. Feuerluken bekommen vielleicht noch ein Rework, damit die Waffe mit +1 Schaden des Trägers auch endlich vom Fahrzeug so abgefeuert wird und fertig.
 
  • Like
Reaktionen: Xawebor und Imu-Sesh
Und natürlich gucken sie beim Balancing auf die Turniere.
Ne andere Idee, Wunschdenken sozusagen. Du brauchst für viele Systeme keine 100 %tige Balance. Bloodbowl existiert auch mit Halblingen und gewinnt damit sogar mal Blumentöpfe. Die Regeln müssen halt zum Hintergrund passen.

Ich habe halt zu echten Turnierspielern wenig Kontakt, lediglich zu solchen, die bisschen so tun als ob. Also die Sorte Leute, die dann ihre Reddit-Liste im GW auf der Hälfte der Plattengröße spielen. Aber mich würde interessieren, legen die wirklich Wert auf ein Detachment oder würde da nicht ne vernünftige gestaltete Fraktion "wie damals" reichen? Das kann dann gerne for free und wöchentlicher Punkteanpassung kommen.

Auf dieses balancierte Grundsystem kannst du dann Fraktionsregeln schrauben, mit Vorteilen, Nachteilen, Crusade und 80 Prozent Balance-Anstrengungen. Bloodbowl kennt ja auch Ligen und Turniere. In der Horus Heresy gibt's auch externe Balance die das regelt.
 
  • Like
Reaktionen: Xawebor und Gigagnouf
Ich sehe die Edition bei weitem nicht als so misslungen wie du. Viele Punkte greifen imho zu kurz oder ignorieren andere Einflussfaktoren.
Allerdings gebe ich dir bei deiner Kritik in einigen Punkten durchaus einen Punkt.

Wenn die 11. Edition tatsächlich nur eine angepasste Version der 10. Edition wird bin ich wirklich auf die Änderungen gespannt.
Ich finde es braucht nämlich gar nicht sooo viele Änderungen, um die 10. Edi besser zu machen.

Codizies waren seit ich 40K spiele imho immer sehr durchwachsen. Von spielerisch starken und fluffigen Codizies bis zu Totalausfällen alles dabei. Das wird sich vermutlich niemals ändern.
 
  • Like
Reaktionen: Naysmith
40k hakelt momentan für mich zu sehr an einigen Stellen wo ich auch in den letzten Editionen keine besserungen gesehen habe.

- zu sehr Fokus auf Balance, dadurch büßen Fraktionen ihren Flair ein. Wir haben seit der 8ten Edition zig Detachments, Befehlsoptionen, Sonderausrüstung und Heldenfägigkeiten die sich am Ende nur wiederholen. Bestes Beispiel sind die "wiederhole Wurf von 1" Dinger.
Unterschiede sind da nur noch in der Statline zu suchen und das auch vermehrt mit der Lupe.

- Rüstung ist nichts wert, das alte DS System war besser und Einheiten mit einen Rüstwert von 4 oder besser hatten auch ne Chance am Leben zu bleiben. Bolter durchlugen Rüstung von 5 oder 6 was ich auch von einen mini Raketenwerfer auch erwarte, das Shirt fängt das mal eben nicht ab.

Das machte Rettungswürfe auch wertiger und musste auch nicht auf jeden Hansel draufgeklebt werden damit irgendwas auf dem Feld nach Runde 1 stehen bleibt da gefühlt jede zweite Knarre die Rüstung reduziert.

- Mortal wounds, die Antwort auf "zu viele Rettungswürfe" und wir haben jetzt schon Fähigkeiten die genau dagegen ein 4+ verletzung ignorieren haben weil es zu viele Mortal Wounds gibt, die spirale wird immer bescheuerter.

- Downtimes, mein größtes Problem mit den GW Hauptsystemen. "I go, you go" funktioniert bei Spielen dieser größenordnung nur noch wenn du Spaß hast längere Zeit einfach nichts zu machen und zuzugucken. GW hat versucht über Befehlsoptionen eine art "reaktionsmöglichkeit" zu geben, aber am Ende ist das Spiel dadurch nur noch mehr verkompliziert worden als vereinfacht (was der große Aufhänger beim Wechsel zur 8ten war, streamlining).
In anderen Systemen bekommen die alternierende Aktivierungen hin, ich wäre dafür das 40k diesen Schritt geht (oder zumindest als alternative möglichkeit zu spielen anbieten).
Oder bringt das Wundmarker System von Apocalypse rein, damit jeder wenigstens mit seinen Modellen spielrn kann bevor Verluste entfernt werden.

- Kurzlebigkeit, glaub da muss man nicht viel zu sagen. Wenn der letzte Codex draußen ist kannst vielleicht noch 6 Monate mit spielen wärend eine Kampange läuft und dann geht es von vorne los mit der neuen Edition, Index und irgend einer neuen Regel die alles davor obsolet macht. Der Verschleiß ist zu hoch, ein Jahr sollte schon zwischen sein, aber Leute kaufen es. Kann man nichts machen.


Hype kommt jedenfalls nicht auf wenn ich an eine 11te Edition denke, die 10te war ok im großen und ganzen aber die Codex Jagdt werd ich mir für die 11te nicht mehr geben. Tatsächlich spiel ich wieder ältere Editionen und hab da mehr Spaß dran.
 
Ich sehe die Edition bei weitem nicht als so misslungen wie du. Viele Punkte greifen imho zu kurz oder ignorieren andere Einflussfaktoren.
Nun gut, nun bist du aber auch in deinem Umfeld, so wie ich das mitbekommen habe schon eher "kompetitiv" unterwegs. Das meine ich nicht wertend, und auch nicht im Kontext eines Turnierspielers. Mir ist jedoch ein Beispiel im Hinterkopf, bei dem es darum ging, ob namhafte Charaktere nun verboten oder zugelassen werden sollten, was ich als Umstand bezeichnet hätte, den du mal eben spontan klären könntest. Von daher profitierst du, ähnlich wie die Turnierspieler halt vom 45 - 55 % Ansatz und den zahlreichen FAQs.

Gleichzeitig rümpfen nun wirklich viele über das Gelände die Nase, während andere sagen "ja brauchst halt um das 40k zu spielen". Inklusive offiziellem GW-Layout, welches das befeuert. Mit anderen Worten, die Geländeregeln sind hässlich und seelenlos und das Regelwerk gibt da auch nicht wirklich Anreize es besser zu machen. Oder anders - du hast Ruinen, Pappkartons oder Hausregeln.

Ich finde es braucht nämlich gar nicht sooo viele Änderungen, um die 10. Edi besser zu machen.
Punkte, Geländeregeln und das größte Problem zu implementieren, ne würdige Psiphase. Genau hier haben wir nämlich das Problem. Das Streichen der Psiphase hat Grey Knights und Thousand Sons einfach so richtig lahm gemacht.

Auf der Front "Regelklarheit" wurde auch nicht geliefert - das bekomme ich leider auf die harte Tour mit 😛
Oder sagen wir es anders - es ist häufig Regelklarheit herzustellen, weil Regeln wenig intuitiv sind. Ich finde die Feuerluken da schön, wo es eben Logikprobleme dadurch gibt, dass das Fahrzeug und nicht die Insassen mit den Waffen der Insassen feuern. Was dann bedeutet, dass das Fahrzeug bestimmte Relikte nicht benutzen kann usw. Dann kommen so Situationen, in denen Einheiten ohne Schusswaffen "zum Schießen gewählt werden". Regeltechnisch sicherlich fein gebaut, aber eben nicht intuitiv.

Dann haben wir noch die Rerolls, die es eigentlich weniger geben sollte und die nun jeder praktisch immer hat. Nur so viel, in der Horus Heresy gibts die nicht und es gibt die auch nicht. Gar nicht. Raus. Ich muss mal schauen ob das Konzept überhaupt existiert (also dieses "maximal einmal wiederholen). Da man sich die Grundfunktionen des Spiels allerdings so weit runtergekürzt hat, geht das gar nicht anders als das als Sonderregeln zu verteilen. Alles andere wäre mathematisch schlechter zu erfassen und schwerer zu balancen.

Kommen wir zum Armeeaufbau und der Sonderregel-Flut. Warum braucht ein Cybot mit Panzerabwehrwaffen eine Regel gegen Panzer? Sollte der das nicht im Profil können? Oder der Blighthauler, oder Feuerdrachen? Gleichzeitig sollte eine Basiseinheit keine Sonderregel haben - wie Termaganten oder Spacemarines. Die Besonderheit von Terminatoren könnte auch das Profil sein, und oder die Bewaffnung. Durch dieses "alles geht" musste man Auswahlen halt künstlich interessant gestalten.

Damit sind wir dann am Hintergrund angekommen. Der ist was die Regeln angeht teils wild umgesetzt, geschenkt. Dreimal das identische Cybot Chassis und nur eines ist stabil? Naja, die brauchten halt ne Sonderregel.
Aber auch der Hintergrund im Codex ist lieblos bis dumm. Versteh mich nicht falsch, die Qualität der Black Library hatte er nie. Aber die Dark Angels haben quasi den Umbruch im Hintergrund schlechthin erlebt. Da steht praktisch nichts von drin. Okay, gibt paar Schnipsel, aber nichts Kohärentes. Dann kommen so Blüten wie "die gesamte erste Kompanie der Dark Angels trägt Terminatorrüstungen" - zwei Seiten weiter, ne Bladeguard im Farbschema des Deathwing. Liebloser gehts halt bald nicht mehr.

Von daher @Ghost Writer , für die 11. Edition in ihren Grundregeln fehlt vermutlich wirklich nicht viel, aber ich glaube auf der Codex/Armeeaufbau-Ebene gibts da Baustellen. Vor allem hinsichtlich von vernünftigen Punkten statt "Machtpunkten".
 
Die Punktefrage wird wohl nie für alle zufriedenstellend geklärt werden können. Ich kenne Spieler, die finden das gut wie es ist.

Von all deinen Punkten möchte ich nur auf 1 eingehen, da der die unterschiedlichen Sichtweisen sehr gut verdeutlicht:

Ich bin zu einer Zeit in 40K eingestiegen, in der es keine extra Psi-Phase gab.
Da hieß es noch "Anstatt zu schießen" usw ...
Das fand ich klasse. Als die extra Psi-Phase kam fand ich das kacke und finde das bis heute so.
Aber ... das sind persönliche Vorlieben. Keine Mängel am System.
 
  • Like
Reaktionen: Naysmith
Da hieß es noch "Anstatt zu schießen" usw ...
Das fand ich klasse. Als die extra Psi-Phase kam fand ich das kacke und finde das bis heute so.
Aber ... das sind persönliche Vorlieben. Keine Mängel am System.
Eine Psiphase ist eine Lösung. Muss nicht einmal sein. Bei der Horus Heresy funktioniert das super ohne. Und das ohne dass man denkt "cool, ein keyword das nichts macht".
Das zur Waffe mit riskant wie beim Skriptor runter zu dummen muss nicht sein. Dann gib dem halt ne Plasmapistole und streiche die aus der Lore, wenn du nichts draus machst. Wenigstens ne Tabelle für Gefahren des Warp darf es geben.
Die Punktefrage wird wohl nie für alle zufriedenstellend geklärt werden können. Ich kenne Spieler, die finden das gut wie es ist.
Weil? Also mich würde mal das Argument interessieren mit dem begründet wird, dass zwei unterschiedlich starke Modelle gleich viel kosten sollen. Spielt man nicht mit Punkten statt mit Gefühl, damit genau so ein Müll nicht passiert?

Nein im Ernst, wie kann man so einen Unsinn verteidigen? Es sind auf einmal 3 Datasheets zum Darstellen eines Bausatzes nötig oder du schaffst "Müllauswahlen" die praktisch niemals das Tageslicht sehen, wie 2 von 3 Waffenteams bei Krieg oder die Geschütze, die mathematisch an jeder Grundlage vorbei designed, aber gleich teuer sind. So schlecht waren nicht einmal die Machtpunkte, denn da hast du für bessere Auswahlen teils dann doch noch etwas bezahlt.
 
Das jetzige System hat den unbestreitbaren Vorteil, dass man mal eben schnell und unkompliziert eine Liste zusammenstellen kann.
Es hat den Nachteil, dass halt alle Optionen, egal wie unterschiedlich mächtig sie sind, das Gleiche kosten.
Das empfinde ich selbst auch als ein Unding, dass zB meine Scarab Terminators 180 Punkte kosten, egal ob mit schwerer Waffe oder ohne und egal ob ich einen Raketenwerfer habe oder nicht.

Ob und inwiefern Modelle wirklich gleich stark sind ist auch nur schwer in Zahlen zu fassen, weil es extrem vom Kontext abhängt.
Exakt gleiche Statlines spielen sich abhängig von ihren Abilities und Armeeregeln und Detachements unterschiedlich. Wie und in welchem Kontext sie eingesetzt werden.
Verschiedende Spieler empfinden auch die Punktkosten als unterschiedlich fair.
Im Endeffekt kann man nur schauen ob und sie weit einzelne Einheiten die Spiele dominieren, und da sieht man wegen der besseren Dokumentation halt in erster Linie Turniere oder die Youtube-Channels.
Zum Beurteilen und Bewerten fehlt im Bier-und-Brezel Bereich die Datenlage. Und die Spielstile und Ansprüche und Ansichten sind im Hobbysektor weitaus vielfältiger und stellenweise gegensätzlicher als in den "publikumswirksamen" Bereichen.
 
  • Like
Reaktionen: Naysmith
Du hast da an zwei Punkten Sachen nicht berücksichtigt, wie ich finde:
Das jetzige System hat den unbestreitbaren Vorteil, dass man mal eben schnell und unkompliziert eine Liste zusammenstellen kann.
Der App ist es erstmal egal, ob du Listen baust und sie dir Punktwerte anzeigt oder nicht. Theoretisch musst du, wie vorher auch die Optionen rein klicken, die ein Modell hat. Insbesondere wenn du newrecruit als Spielreferenz nutzen möchtest. Das ist aufgrund der Regelanpassungen vermutlich erforderlich.
Ob und inwiefern Modelle wirklich gleich stark sind ist auch nur schwer in Zahlen zu fassen, weil es extrem vom Kontext abhängt.
Das ist teilweise richtig, teilweise falsch. In einigen Fällen mag es kontextabhängig sein oder egal, wie am Truppsergeant der den Nahkampf nicht sieht.

ABER in vielen ist das nicht der Fall. Ob du nun 2 Multimelter mehr hast oder nicht, macht einen Unterschied. Unabhängig vom Kontext. Das sollte Punkte kosten und das haben selbst die Machtpunkte abgebildet.
Einen Sanitäter bei Dkok mitzunehmen hat immer einen Vorteil. Eine Suchkopfrakete mitzunehmen hat immer einen Vorteil. Das Energieschwert ist abseits vom kämpfen gegen 2 Auswahlen im Spiel immer besser. Die Nahkampfwaffe am Sentinel hat immer einen Vorteil gegenüber dem Weglassen selbiger. Das sind alles keine Sidegrades.

Es braucht keine Einzelbepreisung aller Optionen. Es darf auch Hardpoints geben, bei denen du eine Grundoption (z.B. Flammenwerfer) kaufen musst, die du dann upgraden kannst, sodass nackte Trupps raus sind. Aber es braucht anders herum auch nicht 3 Krisis Datenblätter, weil die Waffen nicht gleichwertig sind.
 
Ich hoffe auf eine massive Verbesserung im folgenden Bereich:

Legend-Regeln.

Mit Hilfe dieser Regeln lässt sich einer Armee deutlich mehr Charakter und Tiefe verleihen.
Außerdem könnten sie leicht ein paar Probleme lösen, die das Spiel in meinen Augen aktuell hat.
Ich bin völlig fein damit, dass GW Legends aus seinem Turnier-Meta und den Codizes einfach rauslässt, einfach weil sie diese aktuell nicht verkaufen oder nicht im Meta haben wollen.

Aber dafür wünsche ich mir, dass man die Legend-Regeln mit etwas mehr Liebe behandelt.
Spieler haben so viel Geld und Liebe in Modelle gesteckt, die aktuell zum Teil einfach wie Schmutz behandelt werden.
GW soll hier bitte in der 11. Edition die Bestandskunden besser pflegen.
Die Regeln müssen natürlich auch nicht ab Tag 1 super sein, sie sollten aber wo nötig verbessert werden.
Aber so ein Schwachsinn wie „2× H-Bolter mit Twin-linked oder 4× Laserkanonen“ als echte, gleichwertige Optionen zu verkaufen, is einfach Schrott.

Ansonsten wünsche ich mir:

  • Punkte für Ausrüstung (in Maßen),
  • Bessere Geländeregeln
  • und die Rückkehr des Armeeorganisationsplans.


Disclaimer: Legend Regeln sollen nicht kompetativ sein, sondern Stylisch und zumindest halbwegs versuchen hier die einzelnen Bauoptionen zu respektieren. Lieber zu teuer als zu Lieblos wäre hier mein Motto.
 
Die Kyborgs und die Terminatoren sind schon okay (deren Größe passt ja zum Rest und sie sind noch recht „jung“). Was wirklich ein Update braucht sind die Bikes (alt, ausgelutschte Spritzgussformen und zu klein), die Geißel (alt und unförmig), die Chaosbruten (alt und einfach uncool), alle Panzer (Modelle sind zu klein), die Termi-Charaktäre (Modelle sind ebenfalls zu klein im vergleich zu den normalen Termis) und die Hellbrute (cooles Modell, aber leider zu klein).
Die Kyborgs sind unansehnlich und es gibt nur zwei Modelle mit der Spinne im Gussrahmen. Die Terminatoren sind halt kleiner als ihre imperialen Gegenstücke.

Die Chaosbruten sind per se nicht so schlecht, aber keine 40k-Modelle. Gewiss können sie auch anders entstehen, aber üblicherweise sind es gefallene Champions der Chaosgötter, die zu viel Mutationen angehäuft haben. Ein neuer Bausatz sollte das berücksichtigen und vorherige Bestandteile des ursprünglichen Wesens, ob Marine oder Kultist, mit einbauen - Rüstungsteile, Bionics usw. . Bisher wirken sie eher wie ein Fremdkörper in den entsprechenden Armeen.
 
Was ich mir wünschen würde, zurück zur 9., und wieder ans Reißbrett.
Von da aus weiter entwickeln, von mir aus verschlanken, WIRKLICH vereinfachen, und nicht nur so Marketinglügen, aber wieder Fluff und Flavour in die Fraktionen packen.
Ich weiß, ich weiß, Quadratur des Kreises und so weiter.

Was ich in der 10. extrem faszinierend finde, um nicht befremdlich zu sagen:

Die Menge an Stimmen die GW "in Schutz nehmen" beim Thema ausbalancierte Regeln.

Ne, ich find das nicht klar und logisch und nachvollziehbar dass man stumpf nach den Ergebnissen der GTs balanced, das ist betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung, und nichts anderes.
Ich ERWARTE einfach dass GW sich da vorab, vor Release, gefälligst selber drum kümmert und ihren Kram bis zur Erschöpfung playtestet, sorry, aber die Regeln kosten richtig viel Geld, das Spiel kostet richtig viel Geld, akzeptiert ja auch keiner nen Porsche bei dem erst nach den ersten professionellen Rennen die Motorsteuerung angepasst wird, und die Karre Zuhause bis dahin nur auf drei Zylindern läuft.

Dieser Fokus auf Turniere MUSS einfach weg, das ist die Pest.
Bin mir auch nicht sicher ob die Turnier-Tonis so viel mehr Geld ausgeben als die Casuals, einfach weil es vermutlich deutlich mehr Casuals gibt als Turnier-Tonis.
(An dieser Stelle möchte ich meine Glücklichkeit zum Ausdruck bringen dass sich "Turnier-Tony" anscheinend durchsetzt xD)
Glaub ich hab mehr für Admech ausgegeben als Siegler 😉

BIn mal gespannt was mit der 11. passiert, ich denke auch, "Gesetz der Serie", es wird mehr 10.5 werden.
Kann ja sein dass sowas wie bepunktete Ausrüstung und AOP wiederkommen, würde ja locker ins Korsett der 10. passen ohne groß was an der grundlegenden Mechanik zu ändern.
Auch ne Psiphase lässt sich locker wieder einführen, siehe TSons Codex, haben sie zwar hart reingeschissen (imo) aber es geht ja ^^

Oooh was würde ich dafür geben wieder wenigstens rudimentäre AOP zu sehen, ich kann so Listen wie die von Siegler, 5 Ctans oder so'n Käse echt nicht mehr sehen...
Da kommt für mein dafürhalten auch ne Menge der Balancingproblematik her, Infiltrators, Ruststalker, Chicks, Batmen, an sich sind die alle total fein, problematisch werden sie nur weil ich in der Lage bin nichts anderes zu spielen ^^
 
Die Kyborgs sind unansehnlich und es gibt nur zwei Modelle mit der Spinne im Gussrahmen. Die Terminatoren sind halt kleiner als ihre imperialen Gegenstücke.

Die Chaosbruten sind per se nicht so schlecht, aber keine 40k-Modelle. Gewiss können sie auch anders entstehen, aber üblicherweise sind es gefallene Champions der Chaosgötter, die zu viel Mutationen angehäuft haben. Ein neuer Bausatz sollte das berücksichtigen und vorherige Bestandteile des ursprünglichen Wesens, ob Marine oder Kultist, mit einbauen - Rüstungsteile, Bionics usw. . Bisher wirken sie eher wie ein Fremdkörper in den entsprechenden Armeen.
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Für mich sind die aktuellen Kyborgs mit Abstand die schönste Version der Modelle.
Hingegen sind die Bruten unglaublich, tja, wie drücke ich es am besten aus, langweilig, hässlich und „unwarpig“. Daher verwende ich aktuell 2 modifizierte Servants of the silent ones, von Necromunda, als Alternativen.
 
Dieser Fokus auf Turniere MUSS einfach weg, das ist die Pest.
Bin mir auch nicht sicher ob die Turnier-Tonis so viel mehr Geld ausgeben als die Casuals, einfach weil es vermutlich deutlich mehr Casuals gibt als Turnier-Tonis.
(An dieser Stelle möchte ich meine Glücklichkeit zum Ausdruck bringen dass sich "Turnier-Tony" anscheinend durchsetzt xD)
Glaub ich hab mehr für Admech ausgegeben als Siegler 😉

Wäre absolut wünschenswert, logisch. Wird nicht passieren. Logisch.
Für Balancing gibt es ziemlich genau zwei Möglichkeiten:

Erste Option: Selbst testen bis zum Umfallen. "Bis zum Umfallen" bedeutet:
24 Fraktionen (einzelne Space-Marine Orden mal ausgeklammert).
Das sind 276 Spiele, wenn jede Fraktion mal gegen jede Fraktion spielt.
Wenn man die GW Schätzungen nimmt brauchen wir 2 Stunden für 1.000 Punkte, 3 für 2.000 und 4 für 3.000 Punkte.
Macht
572 Stunden Spielzeit für 1.000 Punkte.
828 Stunden Spielzeit für 2.000 Punkte
1104 Stunden Spielzeit für 3.000 Punkte
---------------------------------------------
2504 Stunden Spielzeit gesamt. Jetzt nehmen wir mal 8 Pare Spieltester an, sind wir immer noch bei 313 Stunden Non-Stop Spielen.
Sind ca. zwei Monate für eine ganze "Rutsche" - bei einer einzelnen Liste. Dann habe ich also eine Handvoll Auswahlen getestet und nur ein Detachement.
Jetzt wage ich gar nicht einzurechnen wie lange es dauert um dann noch die Validität von einzelnen Auswahlen zu überprüfen. PLUS den Legends.
(Klar, SO intensiv muss man das während der Entwicklung nicht betreiben, aber ich denke es ist an dieser Stelle angebracht, sich einfach mal vor Auggen zu führen, wie VIELE Daten man eigentlich braucht, um wirklich ordentlich, objektiv und exakt arbeiten zu können 😉 )
Und das ganze dann neun, zehn, elf Mal? Für Punkteanpassungen, Ausrüstungsoptionen, Stratageme, Regeländerungen.

Zweite Option: Ich schaue die idR sehr umfassend und detailliert dokumentierten Turniere, Youtuber und semi-"Pros" an, die mir freiwillig und ohne dass ich eigene Leute bezahlen muss alle Daten liefern, die ich brauche, um die "publikumswirksame" Seite des Hobbies in Balance zu halten.


Als gewinnorientiertes Unternehmen, das schnell produzieren und veröffentlichen will und möglichst viel Geld mit möglichst wenig Einsatz machen möchte ist die Wahl hier ziemlich klar. Ich kann entweder 16 Spieltester (bei Mindestlohn 12.81) für mindestens 54.000 im Jahr bezahlen...
ODER ich lasse es die Spieler machen.
Ist es kacke? Absolut.
Betriebswirtschaftlich aber sinnvoll, solange es ordentlich funktioniert. Und weil man heutzutage in oberen, entscheidungstreffenden Etagen nur noch BWL'er (no offense) findet und die eigentliche Hobbyisten gefühlt nicht mehr so wirklich zu sagen haben stehen wir da, wo wir stehen.

Games Workshop konnte es besser, Games Workshop kann es sicherlich besser, Games Workshop sollte es auch besser machen.
Problem?
Games Workshop muss es nicht besser machen.
 
Da prallen halt Wünsche aufeinander. Die der Hobbyisten und die derjenigen die entscheiden was gemacht wird.

Evtl. könnte man da was mit ner Art Warhammer Hobby Gewerkschaft bewegen, aber wenn ich mich allein hier umgucke hab ich da wenig Hoffnung, die hier individuell vorhandenen Idealvorstellungen des Spiels sind ja schon unheimlich unterschiedlich, da ne Einigung zu finden wo es hin soll ... das ist wenigstens sehr herausfordernd.

Für den Hobbyisten bleibt nur sein Erwartungsmanagement auf die Reihe zu kriegen. Was wünsche ich mir und wie realistisch ist die Erfüllung dieser Wünsche, wenn es nach den Wünschen derjenigen geht welche die Entscheidungen treffen.

cya
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Augenrollen
Reaktionen: Haakon
Wäre absolut wünschenswert, logisch. Wird nicht passieren. Logisch.
Für Balancing gibt es ziemlich genau zwei Möglichkeiten:
Man kann sich das Leben aber auch leichter machen, als mit dem derzeitigen Shitdesign. GW war niemals gut darin, Sonderregeln zu bepreisen. Ist ja auch bei allen, die keine mathematischen Operationen darstellen auch erst einmal schwierig. Nun hat man jedem Datenblatt mehrere davon gegeben. Inklusive der oben genannten Blüten wie "Panzerjäger" auf einer Einheit mit Panzerabwehrwaffen. Gleichzeitig hat man das System so weit entkernt, dass Gelände halt ne Wand ist, jeder auf 2+/3+ trifft. Das ist schon seit der 8. das Problem. Dann könnte man ja fast ein System weiterentwickeln statt es umzuwerfen, wie es mit anderen Systemen bei GW ja gut funktioniert. Und man muss auch nicht testen, ob ein Leman Russ mit 2 Multimeltern besser ist als einer komplett ohne Seitenkuppeln.

Da ist es dann auch nicht das behauptete "Erwartungsmanagement", sondern eher die Stumpfheit der Konsumenten, die sich für 50 Euro ein Buch mit weniger Inhalt holen als ein Papierheft aus dem Jahr 2002 😀
Aber gut, nicht repräsentativ, aber mir sagen deutlich mehr Leute als in der 9., dass sie keine Bücher kaufen. Also vielleicht tut sich ja was.