40k Ein Versuch mit 40k: Sororitas Ordensmission

Moderne Gebäude sehen nach 10 Jahren auch furtchtbar fleckig und hässlich aus. Vielleicht machst du mal ne Detailaufnahme von dem was genau du meinst. Ich sehe nur, dass es jetzt etwas grauer wirkt. Deinen Level an "Unsauberkeiten beim Bau" hätte ich auch gern. 😀

Also ich glaube, ich hab den Grund jetzt raus. Es ist das Material. Auf Plastik verlaufen die Washes, wie sie sollen, aber bei mir ist das Material Pappe - und die saugt die Ink auf und bildet Flecken. Sieht aus wie Schimmel. Ich mach noch mal Fotos, bin aber im Moment noch mit etwas anderem beschäftigt, nämlich den bislang leeren Bögen an der Vorderfront. Genaueres kommt morgen...
 
Hast du die Pappe mit ModPodge überzogen?
Nein, keine Versiegelung. Ich dachte, der Farbauftrag würde dafür reichen.

Ist auf der Pappe nicht noch dick Farbe drauf? Da würde ich eher auf die Farbe tippen.
Gut möglich. Abtönfarbe ist ja ziemlich dick und erzeugt ein leichtes Relief; manchmal werden sogar die Linien der Pinselborsten abgebildet. Wahrscheinlich betonen Washes diese Unregelmäßigkeiten zusätzlich. Ich vermute, dass mehrere ungünstige Effekte zusammenkommen.

Hier kann man mal sehen, warum Wash/Ink nicht funktioniert:

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Markierung 1: Minimale Oberflächendefekte werden extrem hervorgehoben.

Markierung 2: Die Ink verläuft nicht, sondern wird augenblicklich aufgesaugt und bildet scharf umrissene Schmutzflecken.

Markierung 3: Statt die Farben voneinander abzusetzen, werden sie gleichermaßen schmuddelig und dadurch aneinander angeglichen, was zum Kontrastverlust führt.

Ich muss deshalb wohl auf klassische Schattierungsmittel verzichten und mich auf einen sehr "flächigen", möglichst sauberen Farbauftrag beschränken.
 
Der Vorschlag von @Dragunov 67 mit den steinernen Schriftrollen hat mich letzte Nacht lange beschäftigt. Ich habe einen Versuch gemacht und plastisch gewellte Pseudo-Schriftrollen einschließlich Wachssiegeln aus Styrodur geschnitten. Die wurden dann mit gedrucktem Text beklebt.

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Über das Ergebnis wird man wahrscheinlich streiten können. Es sieht nicht wirklich wie Beton aus, was es eigentlich sein soll, speziell wegen der rot bemalten Siegel - aber irgendwie sah es ohne diesen Farbakzent nicht gut aus, weshalb ich das Wagnis eingegangen bin.

Frage: War das verkehrt? Sollte vielleicht alles nur Beton-Farbe haben? Oder sollte ich vielleicht - im Gegenteil - auch noch die bogenförmigen Einfassungen bemalen, zb vergolden?

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Der Text ist übrigens das imperiale Glaubensbekenntnis, zumindest laut einer Online-Quelle. Ich hoffe, dass es zuverlässig ist. Jedenfalls klingt dieses verschwurbelte Pseudo-Latein mit seiner falschen Grammatik und eingestreuten Fantasiewörtern sehr nach 40k.

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Jetzt sehe ich, was du meinst. Fehler 1 würde mich auch stören. Da würde ich die Löcher einfach mit mehr Farbe verspachteln. Der Rest wäre bei mir bonus Struktureffekt.
Bei den Flecken würde ich einfach etwas drüber trockenbürsten. Quasi mehr Flecken, um die bestehenden etwas abzumildern.
Beim nächsten Projekt in der Art würde ich schon mal Strukturfarbe empfehlen. Die kann man dann einfach trockenbürsten und durch die Struktur sollten washes auch besser verlaufen.
 
Hier kann man mal sehen, warum Wash/Ink nicht funktioniert:
An Gebäuden nennt man das Charakter,Alter oder gefechtsmäßig eingesaut,je nach Ort und Typ.😉😁
Mit ein klein bisschen mehr Arbeit (Wasserstreifen/Algen oä) sieht es gewollt oder geschossen oder einfach erodiert aus
Einfach 🔨🔨🔨 mal wieder.👍
 
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Mich springt dieses Fenster direkt an es hat im vergleich mit den anderen Fenstern zuviel freie Wand
Ja, stimmt. Ich würde es auch noch längst nicht als fertig bezeichnen. Im Moment denke ich über so dinge nach wie Technisches, Ikonen, Reliquien, Flammenschalen. Es findet sich bestimmt auch etwas für die allzu leeren Wandsegmente.

Beim nächsten Projekt in der Art würde ich schon mal Strukturfarbe empfehlen. Die kann man dann einfach trockenbürsten und durch die Struktur sollten washes auch besser verlaufen.

Wahrscheinlich, ja. Diesmal werde ich darauf verzichten müssen, denn es ist unheimlich aufwändig, noch irgendetwas - egal was - in die tieferen Segmente zu malen. Man malt dabei fast immer über die Ränder und muss dann ewig nachkorrigieren, was ich beim Aufhellen schon schmerzlich erfahren durfte.

An Gebäuden nennt man das Charakter,Alter oder gefechtsmäßig eingesaut,je nach Ort und Typ.😉😁
Ist alles natürlich richtig. Ich versuche bloß, es nicht auf eine Weise schmuddelig zu lassen, die nach Unfähigkeit statt nach realistischen Alterungsspuren aussieht 😁

Tja, dann mal ran an die Kleinarbeit...
 
Es geht von oben nach unten, also angefangen mit dem Kuppelturm auf dem Hauptgebäude. Da drin wollte ich so etwas wie den zentralen Kultplatz haben. Mangels anderer Möglichkeiten habe ich eine AoS-Figur zweckentfremdet und hoffe, dass sie eine halbwegs passable Darstellung des Imperators abgibt, nachdem ich den linken (Schild-)Arm durch eine Energiefaust ersetzt habe. Rund um die Statue brennen Kerzen. Sie bestehen aus zerschnittenen Schaschlikspießen, auf die winzige Papier-Flämmchen aufgesetzt wurden.

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Hey,
ich gebe zu nicht auf Seite 1 mit lesen angefangen zu haben und hoffe jetzt nicht gegen irgendwelche Designrichtlinien ala "es soll aussehen wie nagelneu" zu verstoßen.

Vorweg: mega cooles Ding.
Dass Baufehler und Unsauberkeiten durch die Bemalung nochmal unterstrichen werden ist leider meistens so :-D da hilft auch nur noch sauberer bauen. ;-)

Zwei Anmerkungen habe ich, wobei du leider nur noch eine umsetzen kannst.
1. Alles was aus Styrodur ist und Stein darstellen soll mit ner Alukugel, Steinen o.Ä. bearbeiten. Die feine Struktur ist einfach sooo ein Unterschied. Bemalen, Washen, Bürsten und du hast eine interessante Wand oder was auch immer. Das wäre z.B. auch mein Tipp gewesen, wie du die Siegel auf der Mauer noch massiv hättest aufwerten können. Ich glaube bemalt funktioniert diese Technik aber nicht mehr wirklich.

2. Für 40k finde ich das halt noch sehr sauber und dadurch "kontrastlos". Ja du hast gold und grau als Kontrast, aber die Farben sind noch sehr flach.
Weiter oben war schonmal das Blacklining angesprochen worden. Ich glaube damit könntest du einiges reißen. Aber ich würde da auch gar nicht versuchen saubere Linien zu ziehen, sondern Farbe in die Ecken und dann mit dem Finger nach unten (der Schwerkraft folgend) verwischen. Und im Zweifelsfall auch nicht nur einmal, sondern mehrfach an der gleichen Stelle.
Genauso dein mit 1. markierter Fehler ist in meinen Augen nicht schlimm, sondern läd eigentlich vielmehr dazu ein dort Effekte aufzumalen. Dicken Tropfen dunkle, verdünnte Farbe in das Loch, leicht mit dem Pinsel nach unten verziehen und dann dem Finger wieder "weg" wischen. Wenn nicht genug übrig bleibt nochmal. Kurz gesagt: Schmock alles zu und setz dann Highlights. ...Metallteile: Rost dran...

Und wo ich grad das hier sehe. Versuch "intelligent" zu bauen. Ich hab immer gerne gesagt: du musst die Leute bzw. deren Augen ver*rschen. ;-)
Was ich meine: du hast ne Kiste gebaut und da nen Deckel drauf geklebt. Jetzt eine unsaubere Kante. Lass den Deckel absichtlich überstehen. Damit versteckst du die Klebekante, das Auge bekommt ein Detail vorgetäuscht und du hast Struktur, mit der du arbeiten kannst. Nicht mehr Aufwand, aber es wirkt interessanter und hilft einem auf den letzten Millimetern. :-D
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Lass dich nicht entmutigen!... bzw. entmutige dich nicht selbst! 🙂
 
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Hey,
1. Alles was aus Styrodur ist und Stein darstellen soll mit ner Alukugel, Steinen o.Ä. bearbeiten. Die feine Struktur ist einfach sooo ein Unterschied. Bemalen, Washen, Bürsten und du hast eine interessante Wand oder was auch immer. Das wäre z.B. auch mein Tipp gewesen, wie du die Siegel auf der Mauer noch massiv hättest aufwerten können. Ich glaube bemalt funktioniert diese Technik aber nicht mehr wirklich.

2. Für 40k finde ich das halt noch sehr sauber und dadurch "kontrastlos". Ja du hast gold und grau als Kontrast, aber die Farben sind noch sehr flach.
Weiter oben war schonmal das Blacklining angesprochen worden. Ich glaube damit könntest du einiges reißen. Aber ich würde da auch gar nicht versuchen saubere Linien zu ziehen, sondern Farbe in die Ecken und dann mit dem Finger nach unten (der Schwerkraft folgend) verwischen. Und im Zweifelsfall auch nicht nur einmal, sondern mehrfach an der gleichen Stelle.
Genauso dein mit 1. markierter Fehler ist in meinen Augen nicht schlimm, sondern läd eigentlich vielmehr dazu ein dort Effekte aufzumalen. Dicken Tropfen dunkle, verdünnte Farbe in das Loch, leicht mit dem Pinsel nach unten verziehen und dann dem Finger wieder "weg" wischen. Wenn nicht genug übrig bleibt nochmal. Kurz gesagt: Schmock alles zu und setz dann Highlights. ...Metallteile: Rost dran...

Und wo ich grad das hier sehe. Versuch "intelligent" zu bauen. Ich hab immer gerne gesagt: du musst die Leute bzw. deren Augen ver*rschen. ;-)
Was ich meine: du hast ne Kiste gebaut und da nen Deckel drauf geklebt. Jetzt eine unsaubere Kante. Lass den Deckel absichtlich überstehen. Damit versteckst du die Klebekante, das Auge bekommt ein Detail vorgetäuscht und du hast Struktur, mit der du arbeiten kannst. Nicht mehr Aufwand, aber es wirkt interessanter und hilft einem auf den letzten Millimetern. :-D
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Lass dich nicht entmutigen!... bzw. entmutige dich nicht selbst! 🙂
Hallo und herzlichen Dank für den ausführlichen Post! 🙂

Zu Punkt 1:
Bei meinen diversen Fantasy-Bauten benutze ich immer die Alu-Kugel zum Strukturieren. Hier hatte ich das extra nicht gemacht, weil ich davon ausging, dass 40k-Bauten nicht aus Steinen bestehen und eher glatt sind. Möglicherweise war das eine falsche Vorstellung. Bei vielen Teilen würde es aber sowieso nicht gehen, weil die Oberflächen aus Pappe bestehen und nicht aus Styrodur.

Zu Punkt 2:
Ich habe Diverse Schattierungs-Versuche mit allen möglichen Techniken gemacht und musste es am Ende jedes Mal wieder übermalen, weil es einfach nur schmutzig aussah und die Farbe eher aneinander angeglichen wurden, statt sich voneinander abzusetzen (d.h. die Kontrastwirkung wurde geringer statt stärker). Panel-Lining ist ohnehin kaum möglich, weil es keine Fugen zwischen den Teilen gibt, sondern nur aufeinandergesetzte Höhenebenen. Ich finde fürs Schattieren schlicht keine Lösung, wohingegen mir das bei den Fantasy-Bauten immer leicht fiel.

Zum "intelligenten" Bauen: Ich baue spontan und plane wenig. Daher kommt es oft zu "Folge"-Fehlern, weil ich irgendetwas vorher nicht bedacht hatte und dann später angleichen muss. Bei 40k ist das natürlich noch mal problematischer als bei Fantasy. Ich denke daher ganz allgemein, dass 40k auf Dauer nichts für mich ist. Jemand schrieb mir bereits sehr zutreffend, ich hätte mit diesem Projekt meine Fantasy-"Komfortzone" verlassen, und daraus würden viele der Schwierigkeiten resultieren. Das ist sicher richtig. Ich werde auch die Konsequenzen daraus ziehen - aber erst einmal will ich von diesem Projekt so viel retten, wie eben zu retten ist.