The Scouring: Erwartungen, Wünsche, Prognosen

Was verstehst Du unter "echter Niedergang"?

Der psychische und physische Schaden im Imperium durch die Häresie ist auf jeder Ebene bereits eingetreten, und der Senat wird bei Beginn der Bestie als seit langem fast völlig korrupt und/oder dekadent beschrieben.
Wenn ich so recht drüber nachdenke ist es auch ein recht starkes Indiz, dass der Niedergang da schon nicht mehr in den Anfängen gesteckt haben kann, denn in 1500 Jahren relativen Friedens hätte das Imperium theoretisch ne Menge "schaffen" können. Man kann solche Prozesse immer als ein "sich finden" positiv framen oder als ein "Dahinvegetieren" eher negativ. Der Bruderkrieg hat unvorstellbar viel zerstört und was von den Überlebenden wieder aufgebaut wird entspricht nicht dem hohen Standard, an den sich in den ersten Jahrzehnten und Jahrhunderten Viele noch erinnern können. Und Niedergang kann viel bedeuten, es muss nicht gleich Verfall und Hunger u.ä. bedeuten. Je subtiler sie das hinkriegen in den Büchern zu beschreiben, desto mehr verspreche ich mir von ihnen. Tausend für den Imperator waren ja von Ashes of the Imperium recht angetan - und die stehen nicht bloß auf Bolterporn.
 
Was verstehst Du unter "echter Niedergang"?

Der psychische und physische Schaden im Imperium durch die Häresie ist auf jeder Ebene bereits eingetreten, und der Senat wird bei Beginn der Bestie als seit langem fast völlig korrupt und/oder dekadent beschrieben.

Darunter verstehe ich die nicht mehr zu stoppende Abwärtsspirale nach der Bestie, die Stagnation auf allen Bereichen und die immer stärker und heftiger werdenden Angriffe durch Xenos und Verräter. Das soll nicht heißen das nach der HH alles super war. Ganz und gar nicht. Aber zwischen HH und Bestie gab es schon so eine Art ruhige Phase ohne riesige Katastrophen. Also vielleicht so eine Art Sowjetunion in den späten 70ern. Und nach der Bestie wurde aus der Spät-Sowjetunion dann eine Art Nordkorea mit mit starken Anleihen beim IS und den Warlords aus dem Kongo.
 
die Blood Angels sehens vmtl. genauso...
Waren das nicht im 1. Kreuzzug die Black Templars und im 7. die Blood Angels?

Im Übrigen hast Du Recht; der 1. Kreuzzug passt nicht so wirklich in die Erzählung von einer Friedensperiode...
 
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Waren das nicht im 1. Kreuzzug die Black Templars und im 7. die Blood Angels?

Im Übrigen hast Du Recht; der 1. Kreuzzug passt nicht so wirklich in die Erzählung von einer Friedensperiode...
Habt ihr das Buch gelesen in dem dieser Kreuzzug behandelt wird? (ADB's - Black Legion)

Das Imperium dürfte den 1. Kreuzzug kaum mit bekommen haben.
 
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Ich würde Abaddon's ersten Schwarzen Kreuzzug schon als Katastrophe einordnen, die Blood Angels sehens vmtl. genauso...

Für die betroffenen imperialen Welten war es sicher eine Katastrophe. Aber am Ende wurden die CSMs besiegt und zurückgeschlagen. Die Zusammenarbeit zwischen den diversen SM-Orden und den Titanenlegionen hat funktioniert, der Hohe Senat reorganisierte sich ein Stück weit und einige Ziele (und erfolgreiche Aktionen) Abaddons waren noch gar nicht bekannt. Zudem betraf es nur einen relativ kleinen Teil des Imperiums für einen begrenzten Zeitraum.

Zudem meine ich "Spät-Sowjetunion" auch im vollen geschichtlichen Sinn des Wortes. Das soll keine Nostalgie oder Verklärung zum Ausdruck bringen. Die Spät-Sowjetunion war keinesfalls eine Idylle. Sondern eine brutale Ein-Parteien-Herrschaft mit niedergehender Wirtschaft und einem langwierigen Krieg in Afghanistan. Aber es war halt auch eine relativ stabile Zeit in einem relativ stabilen Staat. Es kann halt immer noch viel schlimmer kommen.
 
So, hab dann auch mein Exemplar bekommen; war ab Dienstag für mich zurückgelegt. Die Erklärung, warum sich das bei denen verzögert hatte, hab ich auch beim dritten Erklären nicht verstanden. Aber EGAL! 😉

460 Seiten, dramatis personae tatsächlich "nur" zweieinhalb Seiten mit deutlichem Schwerpunkt auf Legionärs-Charakteren, auch den Chaoten. Leute von "der Kirche" wurden da nicht genannt.
Mal sehen, ob ich mir das sofort reinziehe oder erst über die Feiertage...
 
Jetzt wo der Band raus ist beginnt natürlich eine noch interessantere Phase des Spekulierens. :-D

Spannend finde ich den Gedanken, dass die UM Millionen an Baseline-Humans nach Terra mitgebracht haben und diese dann bis zu einem gewissen Grade die Basis für die Wiederbevölkerung der Heimatwelt darstellen könnten/sollten. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Astartes diese Menschen später wieder nach Ultramar verfrachten. Natürlich sind mit Beginn des Großen Kreuzzugs ständig Offworlder nach Terra gekommen während Millionen Soldaten der Auxilia und anderer imperialer Organisationen den Planeten (für immer) verlassen haben. Die Belagerung haben, so scheint es mir, nicht viele normale Menschen global gesehen überlebt, auch wenn der Band bis zu der Stelle an der ich gerade bin, keine Zahlen nennt (die GW ohnehin selten plausibel hinbekommt...).
Aber jenseits der Genetik muss damit doch auch ein Transfer der Traditionen und Ritualie stattfinden. Und insofern Ultramar ein sicher besonders säkulares Gebiet im Imperium war (da war ALLES besser ;-) ) würde das - sehr weit fortgedacht, durchaus stimmig sein sich vorzustellen, dass es da ziemliche "culture clashes" gegeben haben kann, zwischen den Überlebenden der Belagerung die SEIN Wirken erlebt haben (oder es zumindest glauben) und jenen, die als Entsatz kamen.
 
So, "Asche des Imperiums" ist durch! 🥳

Fazit:
Insgesamt OK, aber was wirklich Neues gibt es da nicht. Man erlebt auf der "großen Ebene" den Zwist zwischen Guilliman, der erstmal das Solar-Sytem befrienden und den status quo sichern will, und seinen restlichen Brüdern, die auf Rache aus direkt in die Galaxis aufbrechen und den Häretikern hinterher wollen. Der wachsende Einfluss der "normalen" Menschen/Senatoren gegenüber den Primarchen ist gut rübergebracht. Auch die Schilderungen der post-apokalyptischen Erde sind "nett" geschildert.

Ansonsten natürlich viele Info-Splitter, was welcher "berühmte" Charakter so weiter treibt. Und wie manche Organisationen neu entstehen (Assassinen zB). Von den neu eingeführten Prota- und Antagonisten überzeugt erzählerisch- wenn überhaupt- eher wieder einer der Chaoten (IW).

Insgesamt ist das mE ne nahtlose Weitererzählung der HH/SoT, wobei aber diese zuletzt fürchterliche Zersplitterung eines Buches in gefühlt 50 Handlungsstränge nicht erfolgt; man kann das insgesamt flüssig lesen. "Spannend" im klassischen Sinne ist das aber alles nicht.

Ich würde dem Band ne stabile 6 von 10 geben, wobei zwangsläufig aber noch völlig unklar ist, in welche konkrete Richtung sich diese Reihe insgesamt entwickeln wird (sei es vom Umfang, noch vom Inhalt her).

Der "Grundverdacht", dass man als Black Libary das größte Zugpferd des Verlags nicht sterben lassen kann/will, und eventuell nach HH, SoT, TS noch ne weitere Reihe aus der gleichen Erzählzeit nachschieben könnte, egal, wie lesenswert das insgesamt noch ist, bleibt für mich persönlich jedenfalls definitiv bestehen.😉
 
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Reaktionen: Khraal
Roman: The Scouring - Asche des Imperiums
Autor: Chris Wraight

Handlung:
Nach dem Ende der SoT und HH sammeln sich einerseits auf Terra die Überlebenden, die Retter und diejenigen, die zu spät kommen. Andererseits versuchen die Verräter zu entkommen, was aber nicht so einfach und in den meisten Fällen gar nicht möglich ist. Die Loyalisten beginnen sich in den Ruinen der Thronwelt zu streiten. Vor allem Guilliman und Dorn haben entgegensetzte Ideen, Interessen und Vorstellungen über die Zukunft. Aber auch der Senat meldet seine Ansprüche an und zeigt erstmal seine Macht. Dann wartet da noch die Rückeroberung Lunas.

Meine Meinung: Der Roman liest sich meiner Meinung nach gut. Es wird nicht langweilig, auch wenn eigentlich nicht so viel passiert. Die Zerstörungen und Verheerungen werden gut beschrieben. Sowohl was Terra und Sol betrifft als auch was die geistige Verfassung der beteiligten Parteien angeht. Das Chaos ist erstmal weg, vielleicht tot, und die Verräter müssen mit ihrem Versagen klarkommen. Interessanterweise leiden auch so einige Loyalisten unter der Abwesenheit des Chaos oder besser gesagt jeglicher psionischer Energie. Hass, Wut und Rache der Loyalisten auf und an die Verräter werden auch gut beschrieben. Ebenso die sinnlosen und erfolglosen Fluchtversuche der Verräter.

Neue politische Verbindungen und Mächte werden mal deutlich gezeigt, mal angedeutet. Der Senat formt sich zur Führungsmacht im Imperium und drängt die Primarchen an den Rand. Das geht seltsam geräuschlos und einfach vonstatten. Klar, der Senat hat die heimliche Unterstützung durch Guilliman. Und die anderen Primarchen sind samt ihrer Legionen stark geschwächt. Aber das sie sich so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen ist dann doch erstaunlich. Nachträglich sehen die anderen Primarchen im Gegensatz zu Guilliman auch nicht gerade wie große Strategen aus. Es sind die UMs, die Terra ernähren, versorgen und ausrüsten. Ohne UMs geht nix. Schön und gut, aber hätten nicht wenigstens einige andere Primarchen auch mal an Nachschub und Logistik denken können?

Die Actionszenen sind meiner Ansicht nach so okay. Die Rückeroberung Lunas ist Standardkost. Ansonsten passiert auffällig wenig. Bolterporn gibt es hier nicht. Das ist okay, aber interessanter wird der Roman deswegen leider auch nicht. Wer so halbwegs die Wh40k Lore kennt, der weiß auch was in diesem Roman passiert. Auch das die Verräter aufeinander losgehen und Perturabo eine zwielichtige Rolle spielt ist nicht so neu.

Die loyalen Primarchen spielen nur eine Nebenrolle. Dorn ist verbohrt, Guilliman vernünftig, hegt aber geheime Pläne. Und der Imperator ist tot. Oder auch nicht. Der Imperator machte sich schon in der HH und SoT rar, hier ist er quasi fast komplett abwesend. Kann einem gefallen, ich hingegen fand es nicht so toll. Aber gut, auch an dieser Front gibt es nichts Neues.

Einige bekannte Chars spielen mit: Hassan, Sindermann, Amon, Sigismund, usw. Andere, wie Keeler, werden nur erwähnt. Eine echte oder neue oder wichtige Rolle spielt keiner von denen. Nur der Ironwarrior Theokon sticht hier heraus. Er erkennt die Wahrheit, nämlich das man die Finger vom Chaos lassen sollte. Aber er ist einerseits unfähig andere von seiner Meinung zu überzeugen und ebenso unfähig gegen den Willen seines Primarchen zu handeln. Dennoch, Theokon ist ein interessanter Char von dem ich gerne noch mehr lesen würde.

Funfakt: Zumindest mir begegnet hier erstmals eine weibliche Custodes in den Romanen.

Fazit: Ich denke dieser Roman wäre ein ganz guter und passender Abschluss für die HH und SoT gewesen. Als Start einer neuen Romanreihe war mir das ein bisschen zu wenig. Neue Erkenntnisse gibt es in dem Roman eher nicht. Abgesehen von Theokon machen alle Chars genau das, was man von ihnen erwartet. Einen Ausblick auf die Zukunft gibt es nicht. Außer das man den Mars zurückerobern will. Aber ansonsten gibts meiner Meinung nach keinen Grund hier einen Nachfolger zu schreiben. Und wenn die Rückeroberung des Mars so abläuft wie die Lunas, dann brauche ich das auch nicht in Romanform.

Wertung: 6 von 10 Sternen

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Ahoi!

Ich bin zufällig auf diese mir etwas unerklärliche Angebotsseite bei Amazon gestoßen: Amazonlink

Stefan Behrenbruch scheint ein tatsächlicher Übersetzer für BL zu sein, tbc steht soweit ich weiss für "to be confirmed". Aber vll. sind solche blanken Seiten im Onlinehandel völlig normal. Ich kenn mich da NUll aus und dann wäre das ein vergleichswiese sinnloser Post. ^^