Die Emperor´s Children wurden von Horus dazu auserkoren, auf Istvaan V eine Festung zu errichten, da bald mit dem Angriff der Iron Hands, Salamanders und der Raven Guard zu rechnen war. Diese sollten später noch von den Iron Warriors, Night Lords, den Word Bearers und der Alpha Legion unterstütz werden.
Diesem Sturm hätten Horus´ Legionen unter keinen Umständen standgehalten. Doch was die loyalen Legionen nicht wussten, dass sich ihre Verstärkung schon auf Horus´Seite geschlagen hatte.
Die Iron Hands, die Raven Guard und die Salamanders begannen nach einem Bombardement aus dem Orbit, welches aber dank der brillanten Arbeit der dritten Legion kaum Schaden anrichtete, auf dem Planeten zu landen. Tausende Landungskapseln verdunkelten den Himmel, als der Sturm der Vergeltung über die Verräter hereinbrach. Den Kapseln folgten die gepanzerten Transporter des Mechanicums und der Imperialen Armee, die schweren Panzer auf das Schlachtfeld brachten.
Bald wurde die Wüste von Istvaan IV rot von Blut gefärbt. Es war ein Kampf zwischen Astartes, der mit solcher Grausamkeit geführt wurde, dass kein normaler Sterblicher auch nur eine Sekunde hätte überleben können. Es war die größte Schlacht, die das Imperium gesehen hatte und sehen wird.
Die Primarchen kämpften an vorderster Front mit ihren Prätorianer, und niemand konnte ihrem Zorn wiederstehen. Die einzigen die sich nicht sehen ließen waren Hourus und Fulgrim, doch für diesen war eine spezielle Rolle ausgewählt worden: Er sollte ein letztes Duell mit seinem einstigen Bruder Ferrus Manus austragen.
Da die Loyalisten drei volle Legionen zählten, begannen sie, langsam die Oberhand zu gewinnen. Doch auch das war Teil von Horus´ Plan und so zogen sich die Sons of Horus, die Death Guard und die Wolrd Eaters in ihre Festung zurück, nur die Emperor´s Children blieben zurück. Corax und Vulkan wollten diese Gelegenheit nutzen, um sich neu zu formieren und um sich um die Verwundeten zu kümmern, doch Ferrus Manus wollte den Abtrünnigen keine Verschnaufpause geben und hörte deshalb nicht auf seine Brüder.
Also sammelten sich die Raven Guard und die Salamanders , während die Iron Hands weiter vorrücken. Jetzt zeigt sich endlich auch Fulgrim auf dem Schlachtfeld, da er nun ungestört gegen Ferrus Manus kämpfen konnte.
Als die vermeindliche Verstärkung der Loyalisten eintraf, glaubten sie, die Schlacht sei schon gewonnen, doch alle Hoffnungen auf den Sieg wurden zerstört, als die Iron Warriors, die Alpha Legion, die Night Lords und die Word Bearers zu erkennen gaben, wem ihre Loyalität wirklich galt und die sich auf dem Rückzug befindenden Astartes abschlachteten...
Die Iron Hands waren nun auf sich allein gestellt, ohne die geringste Hoffnung auf Sieg.
Ferrus Manus stellte sich Fulgrim und es kam zum ersten Kampf zwischen zwei Primarchen.
Fulgrim führte Forgebreaker, während Ferrus Manus mit dem neu geschmiedetem Fireblade kämpfte. Beide besaßen unvorstellbare Kräfte und niemand wagte, sich in diesen Kampf einzumischen...
Doch der Primarch der Iron Hands gewann die Oberhand in diesem Duell, das dem zweier zorniger Kriegsgötter glich. Fulgrim war mit seinen Kräften am Ende, doch als sein Wiedersacher zum letzen, todbringenden Schlag ausholte, riss er das Laer-Schwert von seinem Gürtel hoch und parierte diesen. Der Dämon im Inneren des Schwertes gab Fulgrim die Kraft, weiterzukämpfen, und seinen Bruder zu besiegen.
Doch als er Ferrus Manus´ Kopf spaltete, wurde ihm mit einem Schlag bewusst, was er angerichtet hatte. Er blickte über seine überlebenden Krieger und empfand nur Trauer über das, was aus seiner geliebten Legion geworden war:
Es waren verkommene und verdammte Krieger, die nichts mehr von der Vollkommenheit besaßen, die sie einst angestrebt hatten. Sie hatten sich gegen ihren Vater, den Imperator gewandt und hatten ihre einstigen Schlachtenbrüder einfach ohne einen Funken Reue getötet. Sie hatten die Ideale, für die sie einst eingestanden hatten verdreht, doch das allerschlimmste hatte Fulgrim selbst getan.
Er hatte einen seiner Primarchenbrüder getötet. Zwischen ihnen bestand einst die engste Freundschaft von allen Primarchen, doch er hatte ihn einfach getötet. Er wollte es nicht wahrhaben und wünschte sich, er würde das selbe Schicksal erleiden wie Ferrus Manus.
Der Dämon erhörte diesen Wunsch und versprach Fulgrim, er würde ihn von allem Leiden erlösen, wenn er seinen Geist öffne. Von Trauer geblendet nahm Fulgrim dieses falsche Angebot an und öffnete sich für den Dämon, doch dieser hatte nicht vor, ihn zu erlösen, sondern übernahm jetzt die vollkommene Kontrolle über Fulgrims Körper, dessen Geist nun zurückgedrängt wurde und für immer dazu verdammt war, tatenlos mit anzusehen, was der Dämon mit seinem Körper tun werde.
Der letzte Phönix blieb für immer einsam in der Dunkelheit zurück...