[40k] Adeptus Arbites

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Hi zusammen,
Inspiriert durch diverse andere Armeeaufbauthreads hab ich mich nun auch dazu durchgerungen meine Arbites offiziell im Forum aufzubauen.
Warum? ganz einfach, damit ich mich selbst ein wenig motivieren kann mal wieder ein paar Figuren anzumalen.
Geplant ist es die Armee auf etwa 2000 Punkte anzusammeln und auf einem für mich hohen Niveau umzubauen und zu bemalen. Das ganze will ich innerhalb eines jahres hinkriegen(mal vorsichtig geschätzt).




Updates
- 29. 05. 06: Start des Projekts; Bilder von fertigen Vigiles+ Leutnant
dazwischen: dokumentation Sentinelumbau
-08.06.06: erste Armeeliste online
-12.06.06 erster Abschnitt des Hintergrunds online
- 30.07.06: bilder des fertigen Sentinels online; nächster teil des Hintergrund angefügt
bis zum 10.12.
Fertigstellung des Infanteriezuges aus Kommandotrupp und zwei Infanterietrupps, mobile Infanterie(ohne Chimäre), Bau des Kommandotrupps(wip), hiervon bemalt: Proctor
17.12 Fertigstellung des Kommandotrupps
29.12. wip-bilder der Radchimäre

4.1 07 neue Bilder zur überarbeiteten Radchimäre

irgendwohierzwischen : fertigstellung der Chimäre

22.2.07 erste Bilder von Arbitratoren mit Schrotflinten
- Vorstellung der Armeeliste für das erste Spiel

23. 2. 07
-erster "spielbericht"
- bilder des ersten arbitratorentrupps
-wipbild eines Procotrs

3.3 07
-neuer Teil des Hintergrunds online

7.3.
2ter Spielbericht

8.3.
Fortsetzung der Hintergrundsgeschichte.

13.3
- Bild von sechs Arbites mit Schlagstock und Schockschild

23.3
wip bilder des Höllenhunds und des neuen Armeeanführers(Provost Faber)
neuer Teil der Hintergrundgeschichte

24.3 Hintergrund wird fortgesetzt

hierzwischen: Spielbericht gegenDeathwing-Armee

5.5 (verspätete) Bilder von fertigem Höllenhund, fertigen Provost, Maschinenkanone des Arbitratorentrupps
27.5: cybermastiffs und Unterweltabschaum
28/30 5. Wip bzw fertiger Proctor mit Türknacker

15.6.07: wip-bild des Anti-panzer-sentinels.

2.8. "unterstützungs"sentinel fertig

8.8. erste wipbilder der zweiten Radchimäre(mit austauschbarer bewaffnung)
sowie erste Turnierliste zum diskutieren.
9./10. 8 rohbau der zweiten Radchimäre fertig(wipbild)

21. 8:fastkaumnochwip-bemalung des chimärenrumpfs.
22/23. 8.: chimäre im prinzip fertig

3.9. nach marathon bemalung: Leman Russ fertig
4.9 Prototyp der Rapier-Lafette(wip)

6.9. Rapierschwadron(Panzerabwehrtrupp) fertig gebaut
7.9. letzter Cyberköter, Räumschaufel des Leman Russ und das erste Rapiergeschütz bemalt.

hierzwischen: letzte Modelle für das Turnier bemalt(ua die Rapiergeschütze)

11.9 : Turnierbericht und Ausblick auf die weitere Armeeplanung
20.9. kurzspielbericht, sowie ausblick auf weitere Armeeplanung(z.T abweichend von der Planung zum 11.9)

15.10. Farbschematest für Gefangenenzugs.
17.10. neue Testminis für Gefangenenzugs; im Snake-stil
19.10. Callidus fertig bemalt. weitere Gefangenemodelle gebaut.

17.10-10.12: Fertigstellung des Gefangenenzugs(20 Modelle)

15.1 08: Aufnahme des Projekts in "Die Hallen des Ruhms". Damit nimmt das Projekt nicht mehr an den Abstimmungen teil und ist nominell abgeschlossen. Lose sollen aber weitere Modelle bzw. Einheiten angefügt werden.

ab 11. 1.08: neuer Gefangentrupp(10 Mann) für den bereits vorhandenen Gefangenenzug gebaut. Bau eines ArbiterGenerals/ Marshall des Gerichts.

bis zum 8/9. 2. 08 die zehn Gefangenen bemalt.

hierzwischen: nach Beendigung der Prüfungsphase wiederaufnahme des Projekts(weiterhin außer Wertung)
16. 5. 08 Erstellung einer (unvollständigen) Linkliste meiner Arbites-Bilder.

bis zum 30. 5 Turnierbericht 2tes Port Maw sowie Einheitenbetrachtung

22. 6. fertigstellung dreier Servitoren sowie eines Techadepten(Weiser)

11.7. Fertigstellung des zweiten Höllenhunds
12.7 Teilnahme am Boltershot XI. siebter in der gesamtwertung und auszeichnung für die "schönste Armee"
13.7 Turnierbericht
.
.
.
24.02.09 Nach vielen ausgelassenen Neuerungen(ua der Snipertrupp) nun der Rohbau der dritten Radchimäre fertig

22.06.09 Beginn der arbites-Heeresreform... neue Modelle: Ergänzung zu den Vigilestrupps(Funker, schwere Waffe, spezialwaffen, neuer Leutnant, Banner, Kommissar), Leman Russ

10.1. 10 Nach langer Paiuse ist der Aufbauthread wieder geöffnet. Bilder der gesamten Armee online. Insklusive neuer Modelle(Kavallerie und Beraterstab, sowie einge lückenmodelle)
 
Zuletzt bearbeitet:

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Gedanken zur Armee

Meine Armee soll eine Truppe des Adeptus Arbites darstellen. Was ist das Adeptus Arbites? Kurz gesagt ist es die Polizei des Imperiums. Sie wachen über das imperiale Gesetz und sind neben dem Gouverneur die imperiale Institution auf einem Planeten.
Die Arbitratoren werden ähnlich Gardisten und Kommissaren fern ihrer Heimat aufgezogen und vergleichsweise trainiert, haben sie ihr Training absolviert werden sie in einem weit entfernten System stationiert.
Ihre Basis - das Distrikthauptquartier - ist gleichzeitig Polizeiwache, Gefängnis, Arbeits und Lebensbereich und vor allem eine Festung.
In ihr leben Arbites vollkommen autark und unabhängig von der, sie umgebenden Welt.
Die Zahl der Arbitratoren ist vergleichsweise gering. Im Schnitt etwa 50.000 Arbitratoren je System. Wenn man sich vor augen hält, dass es allein mehr Polizisten im Staat New York gibt(iirc), ist es klar, das auch die Arbites Hilfe brauchen. Diese erhalten sie in der Form von "Vigiles". Diese übernehmen den Großteil der eigentlichen Polizeiarbeit, während die Arbitratoren eher dirigierend wirken. Vigiles stammen in der Regel auch von dem Planetenauf dem sie arbeiten.

Man sollte Arbitratoren jedoch nicht für bessere Polizisten halten. Im Grunde sind sie eine Eliteeinheit, die es durchaus mit den Eliteeinheiten der imperialen Armee aufnehmen kann, wenn nicht sogar übertrifft. Das gesamte Adeptus Arbites unterliegt einer strengen militärischen Organisation. Dies hat auch seinen Grund, denn die Arbitratoren sind die erste Verteidigungslinie eines Planeten, oft auch die einzige. Englische Quellen nennen sie auch "the thin blue line".Ihre Gegner sind nicht nur Invasoren wie Orks - auf Armageddon kämpfte ein komplettes Regiment von Arbitratoren - , sondern auch geheime Kulte des Chaos oder des Symbiontenkults.


Leider gibt es nicht wirklich eine offizielle Liste des Adeptus Arbites. Die einzig mir bekannte bezieht sich noch auf regeln der 2ten/dritten Edition. Natürlich existieren mehrere, zum Teil sehr detailreich ausgearbeitete Fancodicis, doch sie haben ein Manko für mich: sie sind nicht offiziell. Da ich über keine feste Spielgruppe verfüge und somit auf Spiele im Laden/auf Spaßturnieren angewiesen bin brauchte ich eine alternative Möglichkeit.
Ich fand sie in gleich zwei verschiedenen Codicies. Den der imperialen armee und den Hexenjäger-Codex.
Beide studierte ich eingehend, bis ich mich dann doch für die imperiale Armee entschieden habe. Das Doktrinensystem erlaubt es mir meine Armee sehr stark zu individualisieren und mit vielen spaßigen Sonderregeln zu versehen. Jedoch könnte es sein, dass ich doch noch auf den Hexenjägercodex umsteige, je nach spielerfahrung.

Soweit fürs erste. In dem Sinne: "The thin blue line will hold!"
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Bilder

So nun ein paar Bilder von meinen wenigen bislang fertigen Minis:

ein halber Trupp vigiles:
post-3-1148222049.jpg

post-3-1148222070.jpg



Die Inspiration:
gsg.jpg


Vermutlich ein Leutnant der Vigiles(oder auch einfahc nur ein Sergeant, mal schaun)
post-3-1148313683.jpg

post-3-1148313781.jpg


Hier eine (unvollständige) Sammlung der Bilder meiner Armee. Ich hab bilder von einzelnen Minis ausgelassen, es sei denn sie sind als prototypen, als besondere Modelle innerhalb der Armee oder einfahc deshalb wichtig, weil sie mir selber gut gefallen ;). Es fehlen weiterhin Bilder der Spielberichte.
Ich denke ich tu niemanden einen Gefallen, wenn ich alle Bilder direkt hier reinsetze, deshalb nur in Form von links. Die Auflistung hier erfolgt chronologisch nach einstellungsdatum in der jeweiligen Kategorie.

wip
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Img_3282.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Img_3285.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3653.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3697.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3704.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Namenlos2.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Sentinelvorne.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/chim2wip.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/rapierwip1.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/callidusentfrbt.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/wchter.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/gefangeneneuwip.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/gefg.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/wip.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/1bisdrei.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/4bis6.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/siebenbiszehn.jpg


bemalt
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/133-3316_IMG.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/multilaser.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/133-3357_IMG.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/133-3359_IMG.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/vigilestrupp2.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/134-3413_IMG.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3657.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3678.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3800.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3801.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3822.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3973.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3976.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/IMG_3974.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Namenlos3.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Namenlos.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Namenlos-2.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/Sentinelfront.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/justus.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/callidusfertig.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/2gefangenefertig.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/gefang.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/pyro.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/gruppenfoto.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/arbitergen.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/rasselbande.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/General.jpg
http://i52.photobucket.com/albums/g27/Elrond_de_Gravenesse/beckumarmee.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Armeeliste

So nun mal eine Armeeliste für den ersten Aufbauschrit(den ich nnerhalb von... keine Ahnung bis wann vollendet ahebn will^^, aber ich nehms mir vor^^

Da 500 Punkte nicht wirklich möglich ist, geh ich gleich auf 700

Vigilesstreife

Gewählte Doktrinen:

Eiserne Disziplin
Nahkampfspezialisten
Plattenpanzer
geschlossene Formation(setz ich nur bei reinen Vigilesarmeen ein... wird wohl bei größeren Schlachten gegen "Veteranen" weichen)
- 5te option: hier noch frei -

HQ:
Leutnant(40) mit Energiewaffe(5), eiserne Disziplin(5), zwei Plasmawerfer(20), Sanitäter(11), Standartenträger(11), Plattenpanzer für alle(20)
- 111 Punkte


Standard:

Vigileszug
ZugHQ:
Leutnant(40) mit Bionics(5) und Schrotflinte(1), ein Raketenwerfer(15), Plattenpanzer für alle(20)
-81 Punkte

1. Trupp(60), Granatwerfer(8), Maschinenkanone(15), Plattenpanzer(20)
-103 Punkte
2. Trupp(60), Granatwerfer(8), schwerer Bolter(10), Plattenpanzer(20)
- 98 Punkte

mobile Infanterie(60), Melter(10) Veteranensergeant(6), Plattenpanzer(20)
[- 96 Punkte]in
Chimäre(70), schwerer Bolter im Turm(10), schwerer Bolter im Rumpf(5), zusätzliche Panzerung(5), Geländeausstattung(5), Nebelwerfer(3)
[- 98 Punkte]
-194 Punkte


Sturm

Sentinel(35), mit schwerem Flammenwerfer(5), Geländeausrüstung(5), Nahkampfspezialisten(5), Suchscheinwerfer(1)
-51 Punkte

Sentinel(35), mit schwerem Flammenwerfer(5), Geländeausrüstung(5), Nahkampfspezialisten(5), Suchscheinwerfer(1)
-51 Punkte

Genau 700, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
Hintergrund

So hier nun die begleitende Geschichte zu dem Aufbauprojekt.

Zwei Gestalten schlichen  sich über das Gelände des  Verschiebebahnhofs. Es war dunkel, doch ob es wirklich Nacht war, konnten die beiden nicht wissen. Die riesige Halle in den Tiefen der Makropole  wurde normalerweise von stetiger Betriebsamkeit geprägt, von der Decke erhellten riesige Beleuchtungsanlagen die Arbeit. Der imperiale Standarttag wurde hier streng nach Vorschrift als geltende Zeiteinheit verwendet. Dabei wurde die Tatsache, dass ein Tag auf Varlea VI exakt 36 Standartstunden dauerte, als reiner Formfehler übergangen.
Der Tagesablauf der Arbeiter der Makropole wurde  vom gleichmäßigen Wechsel der vierzehn Stunden Schichten dominiert. Die Lautsprecher verkündeten den Schichtwechsel, oder die Essenspause.
Normalerweise wurde hier rund um die Uhr gearbeitet, doch in weniger als zwei Standartstunden würde ein großer Festakt zur Feier des “Tages der Errettung”  abgehalten werden, bei der der planetare Gouverneur  sich  den oberen Schichten der Bevölkerung Varleas präsentieren wollte. Im Varleasystem war der Gouverneur alle zehn Jahre erneut zu bestimmen und ein medienwirksamer Auftritt bei der er kleine Kinder auf den Arm nahm und Arbeitern den Dank des Imperiums aussprach kam einer sofortigen Wiederwahl gleich.
Natürlich würde sich der Gouverneur nicht durch die unzähligen Ebenen zu den Arbeitern herunterbemühen. Vielmehr war geplant, dass diese ihm auf einer der mittleren Ebene zujubeln sollten. Dort gab es sogar Tageslicht, zumindest Fenster nach draußen.
Deshalb waren die Arbeiten am Verschiebebahnhof stillgelegt worden, denn ein äußerst beflissener Vorarbeiter hatte die gesamte Belegschaft als jubelnde Menge verpflichtet.
Die riesigen Lampen weiterhin in Betrieb zu halten, käme Verschwendung gleich, hatte derselbe Vorarbeiter erklärt und die Beleuchtung ausschalten lassen.
Zwei schwankende Lichtkegel  zeigten den Gestalten ihren Weg durch das Gewirr von Schienen, Weichen, Wagons und Zugwägen.
Eine der beiden fluchte laut, als sie trotzdem über eine der Schienen stolperte. Der Fluch hallte in der Finsternis nach.
Die zweite Person blieb geschockt stehen. Der Atem ging schwer als er seinem Begleiter mit einer zugezischten Warnung bedeutete still zu sein.
Kurz darauf setzten die beiden ihren Weg fort und blieben schließlich vor dem Hauptgeneratorhaus stehen. Dort drin standen die heiligen Maschinen, die den gesamten Komplex mit  Energie versorgten. Ein schweres Dröhnen lag in der Luft; obwohl das Licht ausgeschaltet war, liefen die Generatoren also noch. Vermutlich hatten sich die Maschinendiener nicht getraut den Geist der Maschine zu verärgern. Metall blitzte im Schein der Lampe auf, als eine Brechstange und eine große Zange aus einer der Tragetaschen, die die zwei auf ihrem Rücken trugen, gezogen wurden. Der andere stellte die Lampen auf den Boden, wodurch der Lichtkegel auf seinen Begleiter fiel und dessen tiefviolette Robe enthüllte.
Die Zange arbeitete sich schnell durch die Kette, die die Tür zum Generatorraum zusätzlich sicherte. Die Tür selbst war für die Männer kein Hindernis. Die Brechstange hebelte sie einfach aus ihrer Fassung.
Das Dröhnen der Generatoren war nun ohrenbetäubend laut und erfüllte die bislang totenstille Halle, gleichzeitig schlug den Einbrechern der schwere Geruch von gesegnetem Öl und Weihrauch entgegen.
Hektik kam nun in die Bewegungen der Berobten. Der zweite öffnete seine Tasche und brachte mehrere Päckchen ans rötliche Licht der Notbeleuchtung, die nun in Windeseile  an den Generatoren befestigt wurden. Während ihrer Arbeit stimmten die Gestalten einen tiefen Singsang an, den sie mit steigender Begeisterung wiederholten. War er Anfangs nur ein Summen gewesen, so brüllten  sie nun ihren Choral der Welt entgegen. Ekstatisch fingen sie an ihre berobten Körper  mit langen, dornenversehenden Riemen zu geißeln. In den Gesang mischten sich frohlockende Rufe, wenn eine der scharfen Riemen auf den Körper traf. Immer weiter steigerte sich der Singsang und wurde  schneller. Als die kreischenden Stimmen sich beinahe überschlugen drückte die eine Gestalt eine der mythischen Runen auf einem Gerät, was er in der Hand hielt.

Etwa eine halbe Stunde später wurden die noch immer qualmenden Überreste des Generatorenhauses von leistungsstarken Scheinwerfern erleuchtet.  Ein Flatterband sperrte im Namen des Adeptus Arbites den Bereich ab.
[/b]
EDIT: leicht abgeänderte Version der Geschichte, dank an James_Kneisl für den Hinweis :)

Provost Cornelius Faber schreckte aus seinem leichten Schlaf. Ein Zittern durchlief seine Kabine. Ein quäkender Lautsprecher an der Decke verkündete das erfolgreiche Verlassen des Warpraums und die Ankunft im Varleasystem. Statisches Rauschen beendete die Durchsage. Erneut durchlief das Schiff ein Zittern, als die Triebwerke gezündet wurden. Faber wechselte die bequeme Stoffkleidung gegen seine wirkliche Uniform. Dicke Panzerplatten umhüllten nun nach und nach seinen gesamten Körper. Die Rüstungsteile waren komplett mattschwarz gefärbt. Lediglich Verzierungen an den Knien, den Ellenbogen und den Füßen waren in einem dunklen Rot gehalten. Eine weitere Ausnahme machte die Arbitesfaust auf seiner Brust. Den schweren weißen Helm hingegen stülpte sich Faber noch nicht auf seinen kahl rasierten Schädel. Stattdessen klemmte er sich ihn unter den Arm, bevor er aus seiner Kammer hinaus auf den Gang trat
Genau wie die Kammer war auch der Gang in weißliches Licht getaucht. Gelbe Markierungen an den zum Teil rostig rot verfärbten Stahlwänden wiesen den Weg zu den Mannschaftsquertieren. Der Schockschlagstock an seiner Koppel klickte im Rhythmus der donnernden Schritte gegen die Panzerung seiner Beine. Es war ein gutes Gefühl, wieder das vertraute Gewicht der Boltpistole und des Schlagstocks an der Hüfte zu spüren.
Das Stahlrost des Bodens klirrte bei jedem Schritt seiner gepanzerten Stiefel und lies die Männer im Mannschaftsraum aufhorchen, als Faber durch das schwere Schott schritt. Mit laut surrenden Motoren schloss sich das Schott hinter dem Provost. Die Anwesenden hatten sofort nach Fabers Eintreten Haltung angenommen und warteten mit hinter dem Rücken verschränkten Armen auf Befehle.
“Vigilestrupp angetreten!” schnarrte Fabers sonorer Bariton durch den Raum, worauf die etwa 100 Männer sich in fünf Reihen aufstellten. Genau wie Faber waren auch sie vollkommen in dunklem Blau gekleidet, jedoch bei weitem nicht so stark gepanzert. Sie trugen lediglich den Brustpanzer und verstärkte Schienbein und Armpanzerung, die von schwarzen Schulterplatten ergänzt wurden. Auf der Brust prangte der imperiale Adler. Der Helm war mit einem durchsichtigen Visier versehen, was die männer noch bulliger wirken ließ und die Gesichter der Männer in ausdruckslose, kalte Masken der Autorität verwandelte.
“Rühren!” Die Haltung wurde kaum weniger angespannt. “Männer, in wenigen Minuten werden wir eine Bergwerksstation erreichen. Hier leben und arbeiten nicht weniger als 10.000 Diener des geheiligten Imperators um das gesamte Varleasystem mit dringend benötigten Rohstoffen zu versorgen. Wie berichtet wird, blüht hier das Verbrechen und die Sünde wider dem Imperator. Das können wir nicht zulassen!”, Faber ließ zur Bekräftigung seiner Worte die gepanzerte Faust auf einen nahe Tischen heruntersausen, worauf das Blechgeschirr einen scheppernden Tanz über die Tischplatte vollführte. „Wir werden hier mit der gesamten Härte des imperialen Gesetzes die Ordnung wiederherstellen. Keine Gnade dem Verbrecher, denn die Normen der Gesellschaft zu verletzen bedeutet sich gegen den heiligen Imperator selbst zu versündigen.“ Nach der allgemeinen Ansprache wandte sich Faber an einen Mann am äußersten Rand der Formation der Vigiles. Er trug ebenso wie Faber eine vollständige Plattenrüstung, die Abzeichen an seinem Schulterpanzer zeichneten ihn jedoch lediglich als Truppführer aus. „Proktor Willkins, ich erwarte, dass Sie hier vorbildlichen Dienst ableisten. Sie werden mit ihren Männern die restlichen Vigiles und Arbitratoren ablösen, die sich wegen der Verhältnisse verantworten werden müssen. Sollte mich auch nur ein ernsthafter Hinweis auf Pflichtvergessenheit ihrer Männer erreichen, werden Sie sich ebenfalls erklären müssen.”
Willkins salutierte zackig „Wie sie befehlen, Provost. Wir werden sie nicht enttäuschen!”
“Das ist ihre Aufgabe. Lassen sie wegtreten und vor der Luftschleuse in voller Montur aufstellen. Wir werden Stärke demonstrieren.”
Erneut salutiere der Proctor und begann die Befehle an seine Männer weiterzugeben. Schweigend und diszipliniert rückten die Vigiles ab. Faber nickte zufrieden, der Bergbauposten “Himmelsstadt” würde unter Willkins nicht mehr für Unruhe sorgen.
Von dem Verhalten von Willkins Vorgänger auf der Station war er allerdings tief beunruhigt. Wie hatten die elitären Sicherheitstruppen des Imperiums einen solchen Sumpf des Verbrechens entstehen lassen können?

Etwa einen Monat später befand sich Der Provost in seinem spartanisch eingerichteten Büro mitten in der Distriktfestung von Varlea VI.
“Achtung, Bürger der Imperiums! Das Verbrechen ist ein Pfad in die Verdammnis” las Provost Cornelius Faber. Er hielt eines der Plakate, die überall auf Varlea VI aufgehängt wurden, in der Hand.
Es war eines der Standartplakate, die die Einwohner eines jeden Planeten des Imperiums an seine Pflichten erinnerte. Es weckte Pflichtgefühl und einen inneren Drang dem Imperium zu dienen. Jedenfalls hatte Cornelius bislang insgeheim von sich auf andere geschlossen, auch wenn er es besser wusste. Die Papierfetzen in seinen behandschuhten Händen sprachen jedoch eine weitaus deutlichere Sprache. Mutwillig war es zerstört worden, auseinandergefetzt und die Überreste mit häretischen Symbolen besprüht. Es war bei weitem nicht das einzige geschändete Plakat und auch die blasphemischen Texte waren in den tieferen Regionen der Makropole an Wänden gefunden worden. Die betroffenen Gebäude waren niedergerissen worden.
Schnell schlug Cornelius das Zeichen des Aquila vor der Brust um sich geistig vor dem Inhalt des ketzerischen Grafittis in seinen Händen zu schützen. Doch trotzdem kam Wut in ihm hoch ob der Dreistigkeit, mit der die Täter vorgegangen waren. Nicht nur, dass die Artikel des heiligen Buches der Gesetze in vielfacher Hinsicht gebrochen worden waren, obendrein hatte die Übeltäter eines ihre Vergehen nahe des Platzes der Märtyrer begangen. Wären die Arbitratoren nicht sofort maßregelnd eingeschritten und hätten die verleumderischen Texte mittels heiliger Öle und Tinkturen von der Fassade gelöst, dann hätten unschuldige imperiale Bürger die Ergebnisse dieses Verrates an der Menschheit direkt betrachten können. Das beschmierte Plakat war das einzige außer einer chemisch riechenden Wand am Platz der Märtyrer , was an die Tat erinnerte. Die Einzelheiten waren jedoch bereits dem Geist der Maschine übermittelt worden. Nichts wird vergessen werden, jedes Verbrechen wider dem Imperator gesühnt.
Erneut betrachtete Cornelius das ehemalige imperiale Plakat. Quer über den warnenden Originalschriftzug hatten die Täter mit violetter Farbe das Zeichen des Chaos auf das Papier geschmiert und einige unheilige Runen hinzugefügt, die wohl die Erhabenheit der dunkeln Götter beschrieben. Angewidert ließ Cornelius das Papier fallen. Er verspürte den Drang seine Handschuhe zu wechseln.
Diese Welt machte ihn krank, dieses System machte ihn krank.
Wie konnte eine Welt des Imperators nur dermaßen verkommen? Die Schmierereien waren noch das harmloseste, mehr Sorgen bereiteten ihm die zunehmenden Terrorakte. Gewiss, nach seiner Erfahrung waren Übergriffe gewalttätiger Kulte auf einer Makropolenwelt wie Varlea keine Seltenheit, diese Häufung jedoch stimmt ihn nachdenklich. Vor allem die Wahl der Ziele lies ihn aufmerken, es gab sowohl Angriffe auf die Infrastruktur, als auch auf die Moral. Er würde wachsam sein müssen.
Er stand auf und bedeutete Proctor Marius Helmsdorff, der in Habacht-Stellung vor dem Schreibtisch stand, zu folgen. Während sie aus der kargen Kammer, die Cornelius als Büro diente, durch die Gänge der Bezirksfestung schritten eröffnete Cornelius das Gespräch: “Proctor. Ich ordne hiermit ein Eilverfahren für dieses Vergehen an, klären sie die Hintergründe und finden sie die Schattenmänner dieser Aktion!”
“Schattenmänner, Provost? Verzeihung, aber ich hielt dies lediglich für eine Tat eines Einzeltäters.”
“Unsinn, Helmsdorff”, entgegnete Cornelius,” Die Diener des Chaos agieren niemals alleine. Finden sie den Anführer des Kultes und bringen sie ihn hierher, den restlichen Anhängern des Kultes lassen sie die Gnade des Imperators zukommen.”
Der Proktor salutierte zackig und knallte die gepanzerten Stiefel zusammen. “Zu Befehl, Provost.”
“Rücken sie mit ihrem Trupp aus, nehmen sie noch eine Einheit Vigiles mit, zum Feuerschutz. Und räuchern sie mir diese Häretiker aus. Fangen sie auf Level Delta an mit ihren Untersuchungen.”
“Jawohl, wie sie befehlen!”
Im Eilschritt stampfte Helmsdorff davon, in Richtung der Mannschaftsräume, wo sein Team ihn erwarten würde. Ein Trupp Vigiles war bei weitem nicht zu viel Unterstützung, denn Ebene Delta war eine der untersten noch belebten Ebenen der Makropole, dort wurden in uralten Maschinenhallen alle möglichen Produkte im Auftrage der verschiedenen Handelshäuser produziert. Der Provost selbst kehrte in die Kommandozentrale zurück.
Ein Arbitrator trat an Faber heran und salutierte.
„Sir, es gibt Nachrichten von der Himmelsstadt.“
„Durchstellen.“
Nach einem erneuten Salutieren drückte der Arbitrator eine Kombination von Runen auf einer nahe stehenden Konsole
Leise surrend erwachte ein Holobildgeber zum Leben und lebensgroß erschien flackernd ein dreidimensionales Bild von Willkins. Der Proctor hatte seinen Helm abgenommen, steckte ansonsten jedoch in voller Rüstung. Deutliche Kampfspuren waren zu erkennen, anscheinend hatte der Brustpanzer mehrere kleinkalibrige Geschosse abwehren müssen. Das Gesicht war von Schweiß bedeckt. In der linken Hand hielt er die schwere Exekutorschrotflinte.
Hektisch salutierte Willkins.
„Sir, wir stehen hier in schweren Gefechten mit zum Teil schwer bewaffneten Banden von Schmugglern und Piraten. Die Aktion scheint von langer hand geplant. Nur mit Mühe konnte die Astrophatenkammer gehalten werden. Wir konnten den Angriff zurückschlagen und mehrere Dutzend Diliquenten ihrer gerechten Strafe übergeben. Gefangene wurden keine gemacht. Als die Wache gesichert war, befahl ich die Säuberung der Station. Die Aktion dauert noch an. Wir benötigen Nachschub in Form von Munition und Männern, da sonst die eroberten Bezirke nicht gehalten werden können.“
„Den Nachschub bekommen sie, wie viele Verluste haben sie erlitten?“
„ Ein Trupp Vigiles ist in einen Hinterhalt gelockt und niedergemacht worden. Fünf Arbitratoren fielen in Erfüllung ihrer Pflicht.“
„Der Imperator wird ihren Seelen gnädig gestimmt sein. Führen sie Die Aktion fort, Proctor.“
„Zu Befehl! Gerühmt sei er auf Erden!“ Willkins schlug seine Faust auf die Brustplatte und verneigte sich, während Faber den Gruß mit dem Zeichen des Adlers antwortete. Dann verblasste das Holobild.[/b]

Jeff atmete schwer, während er die feuchte Straße hinunter rannte. Neben ihm auf gleicher Höhe japste Hank, ebenfalls am Rande der Erschöpfung.
Unachtsam trat Jeff in eine grünlich schimmernde Pfütze, die sich in einem Riss des Asphalts gebildete hatte. Dampf stieg in sich kräuselnden Fahnen vom Leder auf und bildete eine Schleppe hinter dem fluchend weiter Hetzenden
Auch das noch, hoffentlich würde er den Schuh so schnell wie möglich vom fuß bekommen, bevor sich die Säure danach auch über seinen Fuß hermachen würde.
Warum ausgerechnet hier, warum fanden die Treffen nicht in weniger gefährlichen Bereichen statt?
Er hatte sich dieser Gruppe angeschlossen, weil er Leute mochte, die über seinen Chef herzogen und ihm selbst das Gefühl gaben wirklich bedeutsam zu sein. Außerdem fand er die Kutte irgendwie schick. Aber zum laufen taugte sie nichts.
Wie ein Kleid hatte er die Kutte hoch gerafft um vernünftig ausschreiten zu können.
Hank war klüger gewesen, er hatte die Kutte bereits abgeworfen.
Gar nicht mal so dumm, dachte sich Jeff und versuchte im vollen sprint die Kutte über den Kopf zu ziehen.
Dadurch übersah er leider ein tief hängendes Rohr. Nach dem dumpfen Aufprall lag er wie ein Käfer auf dem Rücken, alle viere von sich gestreckt.
Wie in einem Traum ließ er die Ereignisse des Abends noch einmal Revue passieren.
Sie hatten sich wie jeden zweiten Abend nach dem Schichtdienst in der alten Manufactorumshalle getroffen. Jeff konnte sich noch an den betäubenden Geruch der Weihrauchbecken erinnern; überall brannten Fackeln und die anderen Jünger waren bereits da gewesen.
Der Hohepriester hatte sie auf einem alten Generatorblock in der Mitte der Halle erwartet und hatte sie von dort oben mit etwas warmen, rotem im Namen des dunklen Prinzen gesegnet.
Jeff hatte wie immer nicht verstanden worum es ging, jedoch fand er die stimmung toll und er feierte gern mit den anderen mit. Meßt setzten die Erinnerungen nach dem ersten Becher des süßen Messweins aus, doch diesen Abend hatte er nur vorsichtig genippt.
Die Frauen, die der Bewegung angehörten schienen sich auf einmal sogar für ihn zu interessieren. Selbst Irene, die ihn während der Arbeits sonst nie eines Blickes würdigte lächelte ihm unzweideutig zu.
Jeff dachte, dass dies wohl sein schönster Abend seines Lebens sein würde, als sie sich lasziv vor ihm räkelte.
Mit offenem Mund begaffte er alles um sich herum. Ihm gefiel was er sah.
In diesem Moment geschah es.
Eine Bulldozerschaufel rammte sich mit brachialer Gewalt durch eine der Wände und bahnte sich einen Weg in die Halle. Der leichte Schützenpanzer, zu dem die Schaufel gehörte setzte mit einem Aufheulen des Motors mitten in die sich anbahnende Orgie.
Die Heckklappe sprang auf und ein Trupp Uniformierter mit Sturmgewehren im Anschlag hatte die Jünger des dunklen Prinzen ins Visier genommen. Allesamt waren sie schwer gepanzert, und hinter ihren heruntergeklappten, verspiegelten Visieren war keine Regung zu erkennen.
Zeitgleich zu dem Eindringen des Transportpanzers waren die verschieden Türen ins Manofactorum gesprengt worden und weitere schwergepanzerte Gestalten drangen ein.
Jeff war erstart, das waren wirkliche Arbites. Nun war er erledigt, niemand entkam den Hütern des imperialen Gesetzes.
Krächzend erwachte ein Lautsprecher am Turm des Schützenpanzers zum Leben., während der dort befestigte Mulitlaser bedrohlich hin und her schwang..
Wie gebannt starrte die Menge
„BÜRGER! Ihr wurdet dem Verstoß gegen mehrere Gesetze des geheiligten Imperators zu Terra für schuldig befunden. Ihr seid überführt häretische Gedanken gepflegt, solcherlei Treffen geplant, angeboten und/oder besucht zu haben.
Ihr habt Frevel wider der Göttlichkeit seiner Heiligkeit begangen, indem ihr die schlimmsten Feinde des Imperiums anbetet. Verhalten sie sich ruhig!
Dann wird sie die Strafe keinesfalls schmerzhaft ereilen. Sei er auf Terra ihrer Seele gnädig!“
Der Lautsprecher knackte erneut und eine leichte Rückkopplung hallte durch das Gewölbe.
Wie ein Mann legten die Vigiles und Arbitratoren an.
Starr vor Panik empfing die Menge die erste Salve völlig ruhig. Dann schien die Welt in Schmerzen zu explodieren. Blut floß in Strömen
Jeff hatte überlebt. Inese hatte vor ihm gestanden. Nun lag er schreiend auf dem Boden und hielt sich die Ohren zu um die Qualen der anderen nicht zu erleben, nicht zu hören.
Schwer lastete der einstmals so begehrenswerte, nackte Körper von Inese auf ihm. Nachdem sie von mehreren Kugeln getroffen zusammengebrochen war, hatte sie den panischen Jeff unter sich begraben.
Über all der Gewalt und dem Schreien hinweg konnte er aber selbst durch seine Hände hindurch die stimme des Großmeisters hören. Sie klang geifernd und überschlug sich. Mit gekreischten Lobpreisungen an seinen dunklen Herren trieb er seine Jünger in den Kampf.
Jeff glaubte nicht was er hörte, wer wäre so wahnsinnig sich gegen die Arbitratoren zu werfen? Warum liefen die anderen nicht panisch weg?
Und warum folgten sie auf einmal dem anfeuernden Rufen des Irren?
Wie besessen warfen sich die halbnackten Jünger mit bloßen Fäusten auf die Vertreter von Recht und Gesetz. Keine Schmerzensschreie, sondern lusthaftes Stöhnen entrang sich ihrer Lippen.
Entsetzt von dem, was sich ihm darbot kämpfte sich Jeff unter der Leiche frei. Und hastete in den hinteren Teil der Halle.
Plötzlich hatte Hank neben ihm gestanden. Und gemeinsam liefen sie als einzige in die Dunkelheit hinein.
Aus den Augenwinkeln sah Jeff noch, wie der Anführer der Vigiles den Großmeister konfrontierte und mit seiner Schrotflinte bedrohte.
Warum schoss er nicht, fragte sich Jeff. Der Großmeister hingegen zögerte nicht, er schleuderte einen grünlichen Blitz aus seinen Augen auf den Vigiles, dessen Rüstung wurde mitsamt dem größten Teil seines Oberkörpers weggerissen.
Lachend suchte sich der Großmeister ein neues Opfer.
Dieses Lachen würde Jeff niemals vergessen können.[/b]
Hank holte ihn mit einer Ohrfeige in die Realität zurück. „Los beeil dich, bevor die Arbis uns einkreisen.“ Zischte er ihm entgegen, während er ihn am Kragen packte und auf die Füße zog. Jeff glaubte ein Abzeichen metallisch in der Innenseite des Mantels aufblitzen zu sehen. Kurz darauf war es auch wieder verdeckt; war es überhaupt da gewesen?
Eilig hetzten die zwei den Weg weiter, Jeffs Robe blieb auf dem Boden zurück.
Hier kannte er sich überhaupt nicht aus. Sonst kam er immer mit dem Strom der anderen hier herunter. Er selbst lebte dutzende Etagen weiter oben in einer der unendlichen Wohnsilos.
Ängstlich wie ein Kind folgte er Hank, der sich sicher durch das Gelände bewegte.
Was würde aus ihm werden, wenn er ihn verlöre?
Eine schreckliche Sekunde war sein Begleiter verschwunden. Verwirrt und verängstigt tapste er herum. Plötzlich schloss sich eine Hand über seinen Mund und zog ihn vom Weg. Es war Hank, der ihn mit Gesten beschwor ruhig zu sein, wenn er die Hand löste. Jeff wusste nicht warum das alles passierte und blickte Hank fragend ins unrasierte Gesicht. Da hörte er es. Ein hydraulisches Zischen erklang, etwas schweres stampfte über den asphaltierten Boden der Straße. Noch konnten die zwei die Ursache der Geräusche nicht sehen, ein heller Lichtschein eines Scheinwerfers, der den Boden an einer Straßenecke beleuchtete und suchend umherwanderte kündigte sie aber schon an.
Dann kam der Sentinel um die Ecke herumgewankt. Er wirkte ungelenk, wie er dort über einen Schutthaufen hinwegsetzte. Der schwere Fuß zerdrückte eine leere Transportkiste. Krachend hallte es durch die Gasse. Im Dunkeln der Gasse und geblendet von dem Starken Scheinwerfer konnte Jeff den Piloten nicht erkennen, aber er war dort. Sein Blick folgte dem Licht des Scheinwerfers.
Hank und Jeff drückten sich tiefer in Deckung als der Lichtkegel über ihr Versteck wanderte.
Scheinbar hatte er sie nicht gesehen, jedenfalls ertönte keine gebieterische Stimme, die sie aufforderte hervorzukommen, noch blitzte der Multilaser des Sentinels auf.
Begleitet von hydraulischem Schnaufen stapfte der Sentinel schließlich an den beiden vorbei. Erleichtert ließ Jeff den angehaltenen Atem entweichen. Auch Hank schien sich zu entspannen. Jeff hörte ein leises Klicken als sein Begleiter den Sicherungshebel der Boltpistole wieder in die Sperre zurückschob. Wo hatte er diese Waffe her, staunte Jeff.
„Los wir gehen, ich kenne einen Weg in die höheren Ebenen. Ich bring uns hier raus“ verkündete Hank flüsternd. Seine Stirn runzelnd folgte im Jeff, Hank würde ihm nachher einige Fragen beantworten müssen.

Der Kampf gegen die Kultisten war kurz und äußerst blutig gewesen. Ohne jede Rüstung waren sie zu dutzenden in das gut gezielte Abwehrfeuer der Arbitratoren und ihrer Vigiles gelaufen. Allein der Anführer hatte mit seinen psionischen Attacken für Schwierigkeiten gesorgt.
Das Faber ihn lebend gefordert hatte, hatte es nur schwieriger gemacht. Schließlich hatten die Männer jedoch einen Netzwerfer benutzt. Eine Waffe, die die Arbitratoren sonst zur Bekämpfung von Demonstranten einsetzten. Sie verschoss eine klebrige Flüssigkeit in einem breiten Schwall. Nach Luftkontakt härtete diese schnell aus und zeichnete sich durch enorme Zugfestigkeit aus. Auf diese Weise konnten große Gruppen Aufrührer schnell effektiv ausgeschaltet werden. Natürlich gab es das Risiko, dass die Opfer die Flüssigkeit in Mund und Nase bekamen und anschließend erstickten. Proctor Helmsdorff war es jedoch ohne Zögern eingegangen. Nun steckte der Demagoge in der Arrestzelle des umgebauten Chimäretransporters, durch Drogen ruhig gestellt und mit einem Sprenghalsband versehen, dessen Auslöser sich in Helmsdorffs Besitz befand.
Zufrieden schritt er auf die Chimäre zu. Die wenigen Überlebenden der Kultisten würden von den Vigilesstreifen aufgegriffen werden. Und wenn nicht würde das Gerücht die Liebe zum göttlichen Imperator in den Herzen der anständigen Bürger Varleas stärken und Furcht in die Herzen der Verräter sähen.
Die wenigen Verletzten und Toten des Arbiteskorps wurden bereits in einen zweiten Transporter geschafft. Als Helmsdorff an den Sanitätern vorüberschritt, winkte ihm einer, näher zu treten. Er wies auf einen schrecklich entstellten Mann. Der rechte Arm war ihm abgerissen worden und auch der Brustkorb war schwer verletzt. „Dieser Mann lebt noch!“
Erstaunt blickte Helmsdorff dem Vigiles ins Gesicht. Lediglich eins der beiden Augen erwiderte den Blick. In ihm lag Stolz. Helmsdorff war beeindruckt.
Er wandte sich an den Sanitäter: „Wird er es schaffen?“ „Wir tun unser Möglichstes Sir. Er hat einen starken Willen.“[/b]
Jeff kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hank scheuchte ihn mit einer solchen Geschwindigkeit durch ein Gewirr von Tunneln, Versorgungsröhren, verlassenen Fabrikhallen, Abwasserkanälen, dass er bereits nach wenigen Minuten die Orientierung verloren hatte.
Nachdem sie etwa einen halben Kilometer lang neben einer beunruhigend laut summenden Energieleitung entlang gekrochen waren hatte ihn Hank plötzlich bedeutet anzuhalten still schien er herunterzuzählen. Mit den Fingern seiner Hand gab er einen Countdown an, als der letzte Finger sich in die geschlossene Faust einfügte, zuckte ein armdicker Plasmastrahl quer vor ihnen über den Weg, den sie nehmen wollte.
Hank grinste Jeff an und setzte den Weg fort, nachdem die Entladung vorbei war. Jeff beeilte sich zu folgen. Woher kannte er sich bloß so gut hier aus. Diese Frage beherrschte Jeffs Gedankenwelt, während er verbissen weiter kroch um ja nicht den Anschluss zu verlieren.
Einige Minuten und mehrere verschiedenen Abzweigungen später blieb Hank vor einer schweren Plaststahltür stehen. Seine Finger rasten über eine Konsole und gaben verschiedene Kombinationen der arkanen Runen darauf ein. Mit einem Zischen öffnete sich die Tür und schwang nach innen.
Mit offenem Mund folgte Jeff Hank in den dahinter liegenden Raum. Wie von Geisterhand schwang die schwere Tür wieder zurück ins Schloss. Es war, als hätten sie eine fremde Welt betreten. Draußen war alles von groben Stahl, blankem Metall, gelegentlichen Rostspuren und dumpfen Dauerzwielicht geprägt, hier jedoch herrschte eine nahezu unnatürliche Helligkeit und Reinheit. Alles hier war weiß, der Boden, die wände und Decke, aber auch die Möbel.
Jeff und Hank wirkten hier mit ihrer abgetragenen Kleidung wie Fremdkörper. Hank ging zu einem niedrigen Tisch, und legte seinen Mantel über einen der Stühle. Jeff erkannte, dass der andere einen Schulterhalfter trug in dem bedrohlich die Boltpistole steckte. Wieder blitzte etwas hell auf, eine Art Medaillon, dass an einer Kette um Hanks hals hing, schnell ließ der es unter seinem Hemd verschwinden, bevor sein Begleiter genaueres erkennen konnte.
Hank setzte sich und bedeutete Jeff es ihm gleichzutun. Folgsam setzte sich Jeff Hank gegenüber. „Wo sind wir?“, wollte Jeff wissen. „An einem sicheren Ort. Hier findet uns weder der Kult noch das Adeptus Arbites. Aber wir können nicht lange hier bleiben. Wir müssen zum Kult zurück.“
Jeff war verwirrt. „Wie zum Kult zurück? Es sind doch alle tot!“
Nun schien Hank selbst ein wenig aus dem Konzept zu kommen, fing sich aber schnell wieder. „Nein, die, die heute getötet wurden waren nur wenige. Der wirkliche Kern des Kultes ist noch immer intakt und agiert weiter. Er durchdringt die Gesellschaft, vergiftet diesen Planeten, dieses System. Trachtet danach alles hinwegzufegen, was das Imperium aufgebaut hat. Er will das Imperium selbst zerstören, er will den Tod des Gottimperators! Du bist seit langem Mitglied, sag mir, wo der Rest steckt!“
Hank war aufgestanden und beugte sich mit bedrohlich blitzenden Augen über den Tisch und starrte Jeff forschend an. Der war immer weiter in seinem Stuhl versunken. Plötzlich wünschte er sich fast, sich den Arbitratoren ergeben zu haben. Ängstlich hatte aus reinem Reflex das Zeichen des Adlers vor seiner Brust gemacht um sich vor Angst und bösen Geistern zu beschützen.
Dies schien Hank noch mehr zu reizen, Er riss seine Pistole aus dem Halfter. Jeff starrte in die Mündung kurz vor seiner Nase. Der vor Wut zitternde Arm Hanks ließ die Pistole in kleinen Kreisbewegungen vor Jeffs Gesicht wandern. Starr vor Schreck bewegten sich lediglich Jeffs Augen. Sie folgten der drohenden Mündung. Sah er tatsächlich Kugel im Lauf oder bildete er sich das ein?
Hank schien vor Wut zu rasen. „ Wie kannst du es wagen? Das Zeichen von ihm auf Erden! Du hast dich anderen Herren verschrieben!“
„Nein, nein ich … ich bin doch nur mit den anderen mitgegangen. Sie redeten schlecht über Oberaufseher Harris.. das gefiel mir… ich wollte doch bloß dazu gehören…“ stammelte Jeff mit dünner Stimme. Er erwartete den Mündungsblitz, das helle Licht, das Ende seines Lebens.
Doch Hank drückte nicht ab. Schwer atmend nahm er die Pistole aus Jeffs Gesicht und steckte sie zurück in den Halfter. In seinem Gesicht kämpfte eine aufkeimende Verwirrung mit der nun schwer beherrschten Wut um die Oberhand in der Mimik. Das Ergebnis war ein fast lächelndes Gesicht. Dieses Lächeln machte Jeff fast noch mehr Angst als der Wutausbruch zuvor.
Hank setzte sich wieder. „Beug dich zu mir vor.“ Die Stimme war nun wieder völlig ruhig, aber von unglaublicher Autorität erfüllt. Wie automatisch kam Jeff dem Befehl nach. Ihre Gesichter waren nun nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt. Langsam hob Hank seine Hände an Jeffs Schläfen. Als sie ihn berührten war es Jeff, als durchführen ihn rot glühende Nadeln dort, wo die Fingerspitzen auf seine Haut trafen. Er riss den Mund auf um vor Schmerz zu brüllen, doch der Schrei blieb stumm.
„Wehr dich nicht.“, drang Hanks Stimme durch Jeffs Kopf, „Wenn du dich wehrst, wird es nur schmerzhafter. Öffne deine Gedanken!“
Unfähig sich zu bewegen ließ Jeff die Prozedur über sich ergehen. Alte Erinnerungen flackerten vor seinem inneren Auge vorbei. Die beschwerliche Schichtarbeit im Manufactorum, die Mittagspausen in der riesigen Kantine. Die heimlichen Blicke zu Inese, wenn er sich unbeobachtet gefühlt hatte. Das erste Mal, wo er von der seltsamen Gruppe gehört hatte, das erste Treffen. Die Freude Inese ebenfalls dort zu sehen. Sein sechster Geburtstag. Der Tod seiner Mutter, Trauer. Dann der Moment, wo er heimlich Inese beim duschen zugesehen hatte. Zurück zu den Treffen. Gespräche, deren Inhalt er längst vergessen zu haben glaubte durchlebte er noch einmal Wort für Wort. Hank, wie der bei einem der Treffen plötzlich neben ihm gestanden hatte. Jeff hatte angegeben, er wüsste vieles über den Kult. Das nächste Treffen, oh wie er sich da betrunken hatte.
Das letzte Treffen, Inese’ tote Augen, die ihn anstarrten. Überall Blut, Schreie, Schmerz, Panik.
Es wurde schwarz vor seinen Augen und er fiel in eine wohltuende Ohnmacht.
Hank ließ den Kopf seines Gegenübers vorsichtig los und auf den Tisch sinken.
Blut, dass Jeff aus Ohren, Nase und Augen lief floss über die weiße Tischplatte und sammelte sich zu einer kleinen Pfütze. Dort wo Hanks Finger seine Haut berührt hatte war sie weiß verfärbt und wie vereist.
Hank war ebenfalls in sich zusammengesunken. Mit schwacher Stimme sagte er zu dem Bewusstlosen: „Es tut mir leid.“[/b]
Die kleine Kolonne der Arbites Fahrzeuge schlängelte sich durch die Unterwelt der riesigen Makropole. Der vorderste Radpanzer der drei rückte nur behutsam durch das unwegsame Gelände vor. Danach folgte der Transporter mit dem gefangenen Demagogen. Die Chimäre mit den Verletzten bildete die Nachhut.
Nervös wanderten die Türme der Panzer suchend um ihre Achse. Nach möglichen Gegnern Ausschau haltend. Die Arbitratoren und ihre Hilfstruppen, die Vigiles befanden sich faktisch auf feindlichen Gebiet. Nicht nur versprengte Überbleibsel des Kultes machten Helmsdorff sorgen. Die Banden dieser Gegend bekriegten sich zwar üblicherweise unablässig gegenseitig, gegen Vertreter der Obrigkeit kam es jedoch auch vor, dass sie sich verbündeten.
Bald würden sie offeneres Gebiet erreichen und die Geschwindigkeit der Panzer voll ausfahren können. Dann hätten sie es so gut wie in die weniger gefährlichen Zonen der Unterstadt geschafft. Ungefährlich zumindest für ein solches Aufgebot von Polizeitruppen.
Seufzend wandte sich Helmsdorff wieder den kleinen Bildschirmen zu, die die Umgebung mit den matten Grüntönen ihrer Restlichtverstärker abbildeten. Plötzlich bemerkte er eine rasche Bewegung an der Flanke der Kolonne. Ein gleißender Blitz erhellte den kompletten Bildschirm. Fast im gleichen Moment begannen über Funk die Meldungen über den Angriff einzugehen. Ein schneller Blick auf die Schirme verriet Helmsdorff was passiert war: ein gut gezielter Raketentreffer hatte den Turm der Führungschimäre abgesprengt, Feuer loderte über das Dach.
„Los, los, los. Durchbrechen. Abwehrfeuer nach eigenem Ermessen!“, brüllte Helmsdorff in das Funkgerät.
Der Ruck, als die Chimäre beschleunigte riss ihn beinahe von den Beinen, er schaffte es aber noch sich an einem Griff festzuhalten. Sein Kommando war riskant. Vermutlich hatten die Angreifer zusätzliche Heckenschützen entlang ihres Weges postiert, auch mit Straßensperren waren zu rechnen. Auf ein Gefecht hier vor Ort konnte er sich jedoch nicht einlassen. Wenn er es schaffte seine Kolonne in die Sicherheitsparameter zu führen, würde er die automatischen Verteidigungsanlagen aktivieren können, was ihm zumindest genügend Zeit verschaffen würde seinen Gefangenen in die Bezirksfestung zu bringen.
Insgeheim hoffte er noch immer, dass es sich lediglich um eine Racheaktion einer lokalen Bande handeln würde.
Als weiter vor ihm die Turmlose Chimäre von einem armdicken Laserstrahl seitlich aufgerissen wurde, waren seine Hoffnungen begraben.
„Ausweichen, Ausweichen!“ befahl er mit beinahe schriller Stimme. Der Fahrer war imhm bereits zuvorgekommen und raste mit kaum verminderter Geschwindigkeit an dem Wrack vorbei, die Hülle als Deckung gegen den unsichtbaren Schützen nutzend.
Blind feuerte der Multilaser einige Salven in die ungefähre Richtung aus der der Schuss kam, die montierten Sturmgewehre fielen mit ein.
Auf einem der Schirme sah Helmsdorff, dass einige Insassen des Wracks den Abschuss überlebt hatten. Schnell gingen die Arbitratoren in Deckung. Helmsdorff wusste, dass sie den nächsten Tag vermutlich nicht mehr erleben würden.
Ein weiterer Schuss wurde von der Laserkanone abgegeben, traf statt Helmsdorffs dahinrasenden Radpanzer lediglich eine Ruine vergangener Zeiten, rumpelnd fielen einige Trümmer zusammen. Der Fehlschuss der Kanone hatte jedoch dem Turmschützen der hintersten Chimäre gezeigt, wo die Angreifer im Hinterhalt lagen. Eine gut gezielte Salve aus hochenergetischen Laserimpulsen setzte Roben, Haut und Knochen der Attentäter gleichermaßen in Brand. Als lebende Fackeln beleuchteten sie nun ihre Kumpanen. Panisch flüchteten diese und ließen die Laserkanone in der Stellung zurück.
Helmsdorff beglückwünschte den Kommandanten und Turmschützen der hinteren Chimäre zu seinen hervorragenden Treffern. Mit ein wenig Glück würden sie es doch noch schaffen. Hoffnungsvoll blickte er auf das unscharfe Bild der Welt vor dem Panzer. Erneut gleißte es auf. Jedoch nicht nur auf dem Bildschirm. Der Strahl einer Laserkanone durchbohrte den Panzer von vorne bis hinten. Fasziniert bemerkt Helmsdorff, dass sein Mantel in der bloßen Nähe des Strahls zu kohlen begann um kurz darauf in Flammen aufzugehen. Dann explodierte seine Welt.

Mehrere berobte Gestalten gingen kurz darauf zwischen den rauchenden Trümmern der zwei Panzer hindurch. Der dritte war ihnen zwar entkommen, doch sie feierten dennoch mit johlenden Lobgesängen an ihre infernalischen Herren ihren Sieg.
Zwei machten sich an den Resten der Führungschimäre zu schaffen. Schnell hatten sie die Trümmer der Arrestzelle geborgen. Ihr Anführer würde sie loben, ja das würde er. Dies versicherten sie sich immer wieder gegenseitig, unterbrochen von unbeherrschten Kichern.
Als sie die Zelle aufbrachen sahen sie, dass die Explosion auch ihren Meister schwer verletzt hatte. Mehrere Knochenbrüche hatten seinen Körper zur Unkenntlichkeit verkrüppelt.
Nur noch wenig Leben schien in ihm zu sein. Benebelt von den Drogen, die ihm zur Ruhigstellung verabreicht wurden winkte er den Kultisten, der ihn von seinen Fesseln befreit hatte, mit schwacher Geste näher heran. Begierig zu erfahren, was der sterbende Mann ihm zu sagen hatte hielt der Kultist sein Ohr nah über den Mund des Demagogen. Vielleicht würde der alte Mann ihn ja zum neuen Meister des Kultes ernennen? Kurze Bilder von Allmachtsfantasien geisterten durch das verwirrte Bewusstsein des Kultisten, bis ihm bewusst wurde, dass sein Meister ihn mit seiner Hand am Arm gepackt hatte. Verwundert über die Kraft der schwer Verletzten schrie er überrascht auf. Schnell verwandelte sich dieser Schrei in einen Ausdruck purer Agonie. Die Haut des Kultisten wurde erst bläulich, dann wanderte sie ins weißliche um sich schließlich eng um die Knochen zu spannen. Mit jedem Augenblick, den der unselige Kontakt anhielt wurde der gebeutelte Körper des Demagogen gesünder. Knochenbrücjhe verheilten, Wunden schlossen sich; durch die Lebensenergie seines Opfers genährt regenerierte sich der Anführer des Zirkels.
Als schließlich der schreiende Kultist mit einem letzten Stöhnen zu Boden sank entließ der Demagoge sein Opfer in einen erlösenden Tod. Er schlug die Kapuze zurück und ein freudloses Lächeln umspielte seine Lippen, als er die sich bewundernd in den Staub werfenden Kultisten um sich herum betrachtete.
„Meine Kinder, dieser Befreiungsversuch war närrisch. Nun wissen unsere Feinde, wie stark wir wirklich sind. Doch ihr wart auch loyal, das wird euch der dunkle Prinz vergelten.
Nun heißt es rasch zu handeln, ehe die Hunde des falschen Imperators reagieren können.
Wir werden die Herren von Varlea sein!“[/b]
 

Vastin

Blisterschnorrer
ich muss schon sagen die Idee ist cool :)

schöne Modelle, wobei mir der Sergeant/Leutnant net gefällt, das Modell die bemalung gefällt mir bei allen Modellen :)
wie hast du die Visiere der Helme gemacht?

hast du dir schon überlegt welche Doktrinen du nehmen willst?
 

Griffin

Miniaturenrücker
Die Cadianer mit den Gesichtsvisieren als Arbitestruppen finde ich ist eine super Idee. Nur Oberst Straken passt irgendwie nicht so richtig dazu. "Kojack oben mal ohne"- ich weiß ja nicht.

Die Farbwahl finde ich in Ordnung, denn es sind nun mal keine Schlachtfeldtruppen, selbst wenn so mancher "Underhive" was davon hat.

Bin aber auf jedenfall gespannt auf mehr.

mfG,

Griffin
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
@Vastin: Die Visiere sind aus Blisterplastik geschnitten und mit einem stück Klebeband verstärkt.
An Doktrinen hab ich mir bislang in die innere Auswahl geholt:
Plattenrüstungen(deshalb auch die zusätzlichen panzerungsteile bei den vigiles), Veteranen(für die eigentlichen Arbitratoren), Nahkampfspezialisten, Standhaft und eiserne Disziplin.
Gerne irgendwie reinkriegen würd ich noch: geschlossene Formation und Spezialwaffentrupps(Scharfschützen)

@Griffin: Zugegeben, Straken passt nicht so ganz in das ordentliche Schema. Aber das Modell hat mich irgendwie angelacht als ich es in meiner Bitzbox fand. und es hat ne Schrotflinte^^.
Ich werde das noch im Hintergrund erklären(schreib grad dran) :)

Hab mir heute nen Sentinel gegönnt, das wird mein erstes Fahrzeug ;)
 

Vastin

Blisterschnorrer
also ich würde an deiner Stelle Standhaft raus nehmen, eiserne Disziplin ist eigentlich vollkommen ausreichend bzw nützlicher
wenn du Standhaft raus nimmst hättest du aufjeden Fall Platz für geschlossene Formation

hmm das mit den Visieren muss ich probieren ^^
wie hast du die angeklebt ohne das die Farbe vom Kleber angegriffen wird ? durch den Verstärkungsklebe Streifen?

bin mal auf den Straken hintergrund gespannt ^^
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
mal kucken, sndhaft käm mir bei den geplanten drei trupps, die das kriegen sollten auch was teuer. aber ich werd statt der geschlossenen formation wohl eher spezialwaffentrupps dazukaufen. mal sehn, vll kann ich mal nen testspiel mit proxis arrangieren.

zu den Visieren: Also angegriffen hat der kleber meine farbe eigentlich nicht. Man muss nur aufpassen, dass kein kleber auf das klare Plastik kommt, sonst wird das trübe. Noch ein tipp: bieg das Plastik vorher, bevor du das anklebst, sonst wird das zur echten geduldprobe die dranzufimmeln
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
So hab den abend ein wenig an meinem Sentinel gebastelt.
das einzige was bereits festgeklebt ist, sit der rechte fuß auf der base, die kabine an den Gehmechnismus.
Lose noch die rechte wand der Kabine, sowie die Waffen(ja plural: hab zum ersten mal magnete verwendet)

Dran kommt noch die Kettensäge, da der Sentinel ein Nahkampfspezi werden soll. Wobei: irgendwie mag die mir nicht so recht gefallen für Urbanes gebiet... fällt euch ne alternative bewafnung ein?
 

Vastin

Blisterschnorrer
oki danke ich glaube ich werde das mal Probieren mit den Visieren, bei meinen eigenbau gardisten ^^

wie wäre es mit so einer Art hydraulischen Zange anstelle der Kettensäge ?
würde bestimmt besser passen ^^
ich weiss net vielei die von Yarrik ? oder von den Orks ich weiß bloß net ob das von der größe her passen würde ^^
 

Sire Godefroy

Fluffnatiker
Sehr coole Idee, aber das habe ich ja schon mehrfach gesagt. ;)
Ich freue mich auf deine Armee und hoffe auch auf eine umfangreiche Fluff-Sammlung zum Adeptus Arbites, da mich die Jungs sehr interessieren. Vor allem die Necromunda-Modelle sind ungeschlagen, finde ich.
Die Vigiles sind ebenfalls gut umgesetzt. Wie anderen auch, mag mir aber der Sarge nicht so recht gefallen. Hier hätte ich mir irgendwas in Richtung Lieutenant/Captain der amerikanischen Polizei gewünscht, also einen Typ im langen Mantel mit dicker Wumme, der seine Leute aus dem Hintergrund dirigiert. Auch ein abkommandierter Arbitrator wäre als Chef vorstellbar.

Die Bemalung ist okay, wenn auch etwas unsauber, sprich ausbaufähig. Wie gehst du da vor?

Zum Sentinel: Die Idee mit der Zangenkralle finde ich cool. Alternativ könntest du auch eine Abrissbirne oder eine Art Fusionsschneider dran befestigen. Alles was eben zum Thema Stadtkampf passt und dem Arbites den Weg ebnen kann. ;)

Ansonsten aber schonmal viel Erfolg und Durchhaltevermögen! :)
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
danke für die Antworten :)

die mehrheit scheint ja für ne Zange zu sein, mal schaun, was ich da in meine bitzbox finde, auch die idee mit dem fusionbrenner klingt gut(mal ein plasmapistolenen verschrauben)

@Sire Godefroy: ich werd den Arbiteshintergrund noch ergänzen, im moment fehlt mir aber leider ein wenig die zeit dazu, nächste woche hab ich ein paar tage frei, dann werd ich das spätestens nachholen.
Von wegen Serg... ich werd ihn erstmal drinbehalten, damit ich erstmal nen modell für nen leutnant hab(des Vigiles zugs) und ihn vll später ersetzen.
Das coole Mantelmodell wird wohl leicht umgebaut meine armee anführen ;)

Wie ich beim malen vorgehe? nun ich nehm meinen pnsel, fabren und wasser zum verdünnen und los gehts^^
im ernst: Ich bemale zuerst tosr Kopf und Bein zusammen und kleb anschließend die bemalten Arme an. Als letztes wird das Vidier hinzugefügt.

Aber hast recht, ich muss mein Akzente auf dem schwarz noch etwas verfeinern. Im großen und ganzen bin ich jedoch schon mit meinen Ergebnissen zufrieden, hab ja nciht den anspruch eine Armee auf GD- Niveau zu haben. halt guter TT-Standard


und danke für die ermutigenden worte
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
so hier mal die von mir gefundene (Chaos)Cybotklaue, mit GS mal grob unter den Sentinel geflanscht(natürlich nichts endgültig, nur um zu sehn ob das dazu passt).
Ich bin noch nciht wirklich überzeugt. Ich hab mir auch überlegt den Plasmaschneider vom Techmarine drunterzusetzen. Wie ich das vernünftig ranbastel weiß ich noch nicht
 

Sire Godefroy

Fluffnatiker
Hm, ich hätte eher an einen Greifarm-Mechanismus gedacht, ähnlich dem eines Techmarines. In der jetztigen Position sieht der Greifer nicht besonders beweglich aus. Hier würde sich der Fusionsschneider (je nachdem, wie er dann aussieht) wohl besser machen, da dieses Gerät ja durchaus statisch sein kann.
 
Das hier wird bestimmt einer meiner Lieblings-Threads im Forum, wie seiner Zeit 'Gantus seine Alieniden', Smiles 'Horde des Krull' oder Wolkenmanns 'TAU'.

Ich liebe deine Vigiles einfach
...und freue mich auf den ersten Radpanzer ;) .

Cheers

CC
 

Elrond de Gravenesse

König von Bretonia
@Godefroy: Achso, jetzt glaub ich zu verstehn, was du meinst^^. Fragt sich nur, wo ich den Greifarm befestige.
Ich favourisiere mittlerweile den Plasmaschneider(also dieses ding hier:Fusion/Plasmaschneider
@Ciaphas: Danke für die vielen Vorschusslorbeeren :) . Hoffe dich nicht zu enttäuschen.
 
Oben