GOTT, MIT, VNS. - Schweden für den 30jährigen Krieg

Sir Leon

Malermeister
19. März 2004
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1. Einführung
Seit einigen Jahren befasse ich mich nun verstärkt mit historischen Wargames und wollte nun hier in einer etwas unpersönlichen Umgebung (ich bin hier eigentlich nicht sehr aktiv) einen etwas anderen Ansatz des Armeeaufbaus wagen. Normalerweise neige ich dazu, meine Projekte nicht abzuschließen, ich hoffe aber immer wieder darauf, es doch endlich einmal fertigzubringen, eine komplette Armee durchzuziehen. Daher habe ich mir für dieses Projekt mal wirklich einen Plan gemacht. Hoffen wir, dass er den ersten Feindkontakt einigermaßen unbeschadet übersteht.

1.1 Die Motivation
Ich hatte mir bereits vor Jahren Modelle für den 30jährigen Krieg zugelegt - bisher ausschließlich von Warlord Games, wusste mit denen aber noch nicht so richtig etwas anzufangen. Daher schlummerten sie während meiner Zeit in Essen (2009-2012) in Gussrahmen und Pappkisten.
Ende 2012 bin ich dann wieder in meine alte Heimatstadt - Düsseldorf - zurückgekehrt und habe dort Anschluss an einen durchaus großen Wargaming-Verein gefunden. Praktischerweise wohne ich nicht einmal 5 km von dem Hobby-Laden entfernt, in dem sich der Verein regelmäßig trifft. Dort waren bereits einige Leute dabei, Armeen für den 30jährigen Krieg aufzubauen. Also grub ich meine alten Modelle wieder aus und überlegte erneut, was denn nun aus ihnen werden sollte. Zeitweise dachte ich an Franzosen, entschied mich dann aber letztlich doch für etwas gängigeres - nämlich Schweden. In meinem Falle ist das insofern bemerkenswert, als dass ich eigentlich katholischer Religionslehrer bin, mich hier aber mit einer streng lutherischen Fraktion befasse. Meine Motivation rührt aber weniger daher, als von der Faszination dafür, dass ein heute eher weniger wichtiges Land für immerhin 100 Jahre den Status einer Weltmacht genoss. Heute hat sicher niemand Schweden auf der Rechnung, wenn es um die 20 einflussreichsten Länder geht, im 17. Jahrhundert führte Schweden diese Liste aber zeitweise sogar an. Außerhalb dieses Konfliktes kommt man wohl eher selten dazu, einmal schwedische Soldaten ins Feld (respektive über den Tisch) zu führen.

1.2 Das Regelwerk
Wir nutzen Pike & Shotte von Warlord Games. Das Regelwerk basiert auf Black Powder und ist der Kriegsführung des 16. und 17. Jahrhunderts angepasst. Natürlich lassen sich die Modelle letztlich auch für andere Systeme nutzen, die den Konflikt behandeln, aber meine Überlegungen zur Armeeorganisation beziehen sich erstmal nur auf P&S. Für den klassischen Fantasy-Spieler sei hier kurz erklärt, wie P&S konzepiert ist:
Die Armeen sind in Bataillone organisiert, die jeweils von einem eigenen Kommandanten angeführt werden. Eines dieser Bataillone wird vom Armee-General kommandiert. Befehle spielen bei P&S eine wichtige Rolle, denn nur über gelungene Befehlstests tun die Soldaten das, was sie tun sollen. Schlechte Kommandanten können einem also sehr leicht den Tag versauen.
Die Regimenter selbst bleiben das ganze Spiel über gleich groß, was die Zahl ihrer Modelle angeht. Verluste werden durch Marker dargestellt. Sammelt ein Regiment eine bestimmte Zahl an Markern, besteht die Gefahr, dass es aufgerieben und vom Schlachtfeld getrieben wird. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass Schlachten früher meistens durch das Verjagen des Gegners und nicht durch die physische Vernichtung der feindlichen Streitmacht gewonnen wurden.

2. Die Armee
Die Streitkräfte Schwedens im 30jährigen Krieg waren ausgesprochen vielfältig, was nicht zuletzt daran liegt, dass gerade einmal knapp 6% der Soldaten aus Schweden kamen. 55% bildeten sich aus deutschen Söldnern. Daneben wirken die Söldner aus Schottland, Irland und England (zusammen ca. 5%) und Kämpfer aus Finnland (2%) geradezu lächerlich gering. Die restlichen rund 30% stellten verbündete protestantische Fürsten aus Deutschland - allen voran Sachsen.
Als Spieler kann man sich hier mächtig austoben. Ob man nun ein schwedisches Regiment, Briten, Finnen oder Sachsen aufstellen will, bleibt sich regeltechnisch relativ gleich - die Gestaltung der Armee beeinflusst es aber massiv.

2.1 Der Hintergrund
Nach langen Recherchen und einigen Vorüberlegungen - begleitet von regelmäßigen Planänderungen - entschied ich mich schließlich dafür, etwas sehr Gewöhnliches in meiner Armee darzustellen, gleichzeitig aber gewisse schwedische Besonderheiten nicht zu vernachlässigen. Ich hatte mich schließlich von den berühmten Alten Regimentern und auch den schwedischen Provinz-Regimentern verabschiedet. Irgendwie sah man diese in jeder schwedischen Miniatur-Armee, also wollte ich sie nicht auch noch einmal darstellen. Die Infanterie meiner Armee sollte also von einem Neuen Regiment deutscher Söldner gestellt werden. Aufgrund der beeindruckenden Fahnen, entschied ich mich schließlich für das Regiment von Oberst Thomas Sigmund von Schlammersdorff. Besagter Offizier kämpfte bereits mit seinem Bruder zusammen gegen die katholische Liga, als der Krieg sich noch in der dänischen Phase befand und keiner mit einem Eingreifen Schwedens rechnete. Während der schwedischen Phase beauftragte Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar - selbst zunächst nur Obrist in der schwedischen Armee - Oberst Schlammersdorff mit der Rekrutierung eines neuen Regiments unter dessen Führung. Der Herzog selbst hatte bereits ein Leib-Regiment zu Fuß und zu Pferde ausgehoben. Neben Schlammersdorff wurden noch zwei weitere Offiziere mit Aushebungen beauftragt. Diese Streitkräfte nahmen an unterschiedlichen Schlachten in Mittel- und Süddeutschland teil.
In der Schlacht bei Rain am Lech, kämpften sowohl Schlammersdorffs Regiment, als auch Wilhelms Leib-Kürassiere. Und genau hier setzt mein Plan an. Die Armee soll sich grob an der Schlacht bei Rain orientieren. Infanterie möchte ich fast vollständig nur aus Schlammersdorffs Regiment bilden. Ausgenommen sind hier Plänkler, Dragoner und Sturmeinheiten, die unter einem anderen Offizier kämpfen. Die schwere Reiterei wird unter Herzog Wilhelm zusammengefasst, während die leichte Reiterei von Torsten Stålhandske angeführt wird.

2.2 Die Armeeliste

Bataillon des Armee-Generals
(410 Punkte)
Kommandant: König Gustavus II. Adolphus, der Löwe aus Mitternacht
2 Regimenter German Veteran Pikemen
4 Regimenter German Veteran Musketeers
1 Regimenter Commanded Musket
1 Regiment Cuirassiers
1 Medium Gun

Infanterie Bataillon (386 Punkte)
Kommandant: Oberst Thomas Sigmund von Schlammersdorff
3 Regimenter German Veteran Pikemen
6 Regimenter German Veteran Musketeers
1 Light Gun

Kavallerie Bataillon (171 Punkte)
Kommandant: Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar
1 Regiment Cuirassiers
2 Regimenter Harquebusiers

Optional:

Kundschafter Bataillon (211 Punkte)
Kommandant: Oberst Georg Christoph von Taupadel
1 großes Regiment Commanded Muskets
1 Regiment Elite Storming Party
2 Regimenter Dragoons

Finnisches Bataillon (166 Punkte)
Kommandant: Oberst Torsten Stålhandske
3 Regimenter Finnish Cavalry

Zusammen: 1344 Punkte

Wie man an der komischen Punktzahl erkennen kann, geht es mir hier mehr daraum, eine große Armee zu sammeln und weniger um einen konkreten Wert, den ich erreichen möchte. Das ganze sind eine irre Menge an Modellen und besonders bei der Reiterei habe ich noch längst nicht alle Modelle zusammen.

3. Der Plan
Entgegen meiner üblichen Art, einfach wild drauf loszumalen, ist bisher wesentlich mehr Planung in die Armee geflossen. Ich habe mich ausführlich über Modelle, Uniformen, Fahnen und Offiziere informiert und meine Armee an ein relativ festes historisches Ereignis gebunden. Bei der Bemalung der Armee möchte ich ähnlich strukturiert vorgehen. Zumindest die ersten drei Bataillone sollen in den Sommerferien bemalt werden. Und zwar in nur 10-14 Tagen. Das läuft natürlich auf Dipping hinaus, aber bei der Masse an Modellen, die für das ganze Projekt notwendig sind, sehe ich kaum eine andere Möglichkeit, wenn ich dieses Jahr mit der Armee auch noch spielen will. Bis zu den Sommerferien ist natürlich noch ziemlich viel Zeit, aber mir fehlen auch noch ein paar Modelle und die übrigen müssen zusammen- und umgebaut, basiert und grundiert werden. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen und ist evtl. nicht so interessant für den Leser. Ich habe mir aber einiges vorgenommen, was rund um die Armee erledigt werden muss, so dass euch wohl nicht unbeingt langweilig wird. Für mich ist die spannenste Frage natürlich, ob ich eine Chance habe, mein Projekt in den Sommerferien wirklich zu schaffen oder ob ich mal wieder krachend scheitern werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorbereitung der Modelle

Umbau:
Tja, was will man bei historischen Modellen groß umbauen? Die Antwort lautet: einiges! Meine Armee wird eine Armee für den Spieltisch, also muss sie ein bisschen was aushalten können. Ich liebe Plastik-Modelle, keine Frage, aber Plastik-Lanzen und-Piken können einem echt den Spaß verderben. Sie brechen leicht ab oder verbiegen. Gerade Transporte können da sehr heikel werden. Ich bin daher auf den Gedanken gekommen, die Piken meiner Modelle - sozusagen der gefährdeste Teil - komplett durch Kupfer-Piken zu ersetzen. Je nach Modell ist das etwas aufwendig und natürlich kann auch eine angeklebte Pike wieder abfallen, aber eins ist sicher: sie BRICHT nicht ab! Eine nachträgliche Reparatur der Plastik-Piken ist vergleichsweise schwierig. Da nehme ich lieber in Kauf, dass die ein oder andere Waffe mal im Schaumstoff hängen bleibt.
Außerdem muss man etwas vorsichtig sein, was die Kopfbedeckungen der Soldaten angeht. Die Modelle von WLG kommen ohne anmodellierte Mützen oder Helme und im Gussrahmen findet man dann alles. So kann man die Soldaten leicht einer gewissen Region zugeordnet zusammenbauen. Leider sind die meisten Kopfbedeckungen in den Boxen der Infanterie eher für Engländer, Schotten und Iren. Daher legt Warlord den Schweden und Kaiserlichen für den 30jährigen Krieg eigene Helme aus Metall bei. Da ich aber auch normale Boxen von Warlord habe, die ich kaufte, bevor die Schweden veröffentlicht wurden, muss ich hier etwas vorsichtiger sein. In Kontinental-Europa waren wohl vor allem Hüte und Helme sehr beliebt, durch den englischen Einfluss kamen aber auch Nebelhauben und Wollmützen vor. Alle anderen Kopfbedeckungen wurden nur von Söldnern aus entsprechenden Regionen oder zu bestimmten Jahreszeiten getragen.


Organisation:
Die Organisation der Modelle und Regimenter nimmt neben dem Umbau gerade die meiste Zeit in Anspruch. Dazu muss man wissen, dass die Warlord-Pikeniere in zwei Grund-Posen kommen: kämpfend und marschierend. Viele Spieler stellen in die ersten beiden Reihen kämpfende, dahinter marschierende Modelle. Mir selbst gefällt das aber nicht, denn es haben ja in einer Pikenformation mehr als nur zwei Reihen gekämpft. Und außerdem sieht es ziemlich albern aus, wenn die hinteren Reihen lässig heranmarschieren, während vorne schon alles steht und kämpft. Daher habe ich die Modelle so aufgeteilt, dass es in einem Regiment nur marschierende oder kämpfende Modelle sind. Während das bei den marschierdenden Söldnern unproblematisch ist, hat es sich gezeigt, dass es gar nicht so leicht ist, 16 kämpfende Pikenträger auf 80x80mm zu bringen. Aber da bin ich dran.
So sieht das ganze bisher in der Praxis aus:

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Eine Frage der Farbe...
Gustav II. galt lange als Erfinder der Uniform, was aber schlicht falsch ist. Seine Soldaten waren meistens eher ein trauriger Anblick. Um sie dem europäischen Standard anzupassen, gab er vornehmlich an die Provinzregimenter und Farb-Regimenter wohl farbige Stoffe aus, aus denen sie sich Uniformen schneidern konnten und dabei versuchte er wohl die Farbe Blau zur schwedischen Farbe zu machen, das ganze ging aber nur bedingt gut. Viele Regimenter bekamen mal diesen oder jenen Stoff zugeschickt, wodurch einige Regimenter wohl eher wie ein Jahrmarktsumzug aussahen. Verbesserungen gab es erst, nachdem die Schweden erste Städte in Deutschland erobert hatten und die dortigen Stoffvorräte plündern konnten. Derlei neu eingekleidet, gaben sie wohl einen sehr beeindruckenden Anblick ab. Die Lage verschlechterte sich aber zunehmend, als die Schweden gen Süden zogen. Dort wollte die Bevölkerung erstens nicht befreit werden und zweitens gingen Europa zunehmend die Stoffvorräte aus. Da Schlammersdorf sein Regiment Ende 1631 in Thüringen anwarb, ist davon auszugehen, dass die Soldaten ihre Uniformen bereits mitbrachten und das trugen, was gerade verfügbar war. Blank- und Schutzwaffen werden sie wohl zentral bekommen haben, aber vermutlich gab es längst nicht mehr genug Stoffe, um ein Regiment neu einzukleiden - und schon gar nicht einheitlich! Wilhelm IV. hatte zuvor zwei Leibregimenter aufgestellt und Schlammersdorf und zwei weitere Offiziere angewiesen, ebenfalls Regimenter anzuwerben. Allerdings sah er diese wohl nicht als seine Regimenter an. In seinen Augen hatte er nur einen Auftrag der Schweden weitergegeben. Das würde erklären, warum Schlammersdorffs Regiment keine sächsischen Fahnen erhielt und Herzog Wilhelm sich auch weigerte, die Regimenter zu bezahlen. Anzumerken sei, dass die sächsischen Regimenter immer sehr gut aussahen und hervorragend uniformiert wurden. Im Umkehrschluss waren das die Männer von Schlammersdorff aber - wie o. g. - nicht.
Auf der Grundlage dieser Vorüberlegungen, habe ich beschlossen, die Soldaten in überwiegend erdigen Farben zu bemalen. Basis wird eine graue Grundierung, da Grau eine recht typische Alltagsfarbe zu dieser Zeit war. Braune Farbtöne sind nicht unwahrscheinlich, da gerade bei deutschen Söldnern Lederjacken sehr beliebt waren (bei Schweden waren sie untypisch). Hinzu kommen vornehmlich weiße (in dem Falle eher schmutzig-weiße) (Unter-)Hemden. Hier und da wird es durchaus auch einmal eine farbige Jacke oder Hose gegeben haben, deren Zahl dürfte aber gering bleiben. Die Hauptmänner werden evtl. aufwendiger, aber farblich einigermaßen passend (wohl schwarz) uniformiert.

Fahnen
Hier liegt eigentlich das wahre Problem. Es gibt durchaus einige gut dokumentierte Fahnen für den 30jährigen Krieg und auch einige der Farben von Schlammersdorffs Regiment sind bekannt. Leider findet man aber gerade bei den Schweden oft sehr lückenhafte Dokumentationen, weil viele Fahnen bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt noch genutzt wurden. Bis heute hat wohl keine davon überlebt. Hier ist eigene Kretivität gefragt. Ich habe mir die wenigen, erhaltenen Fahnen von Schlammersdorff angesehen (siehe Link-Liste) und dann auf der Basis dieser weitere Fahnen mit ähnlichem Aussehen gestaltet. Die Kompanien eines Regiments nutzten in der Regel die gleichen Farben für ihre Fahnen, veränderten aber die Motive. Auffällig bei Schlammersdorff sind die Glaubensbekundungen und das kräftige Grün in Kombination mit Weiß. Ich kupferte mir einige Motive des weißen Regiments ab und bastelte einfach nach Gutdünken weitere Fahnen. Das Ergebnis waren dann 12 Fahnen - wobei die letzten eher Rohlinge für weitere Motive sind. Das ist etwas übertrieben, weil Schlammerdorff nur 8 Kompanien mit deutlich geringerer Sollstärke als vorgesehen aufstellen konnte, es kann aber auch nicht schaden.
Die Fahnen für Wilhelms Leibregiment zu Pferde sind ebenfalls bekannt und auch das Leibregiment des Königs ist gut dokumentiert. Praktisch keine Infos konnte ich über die finnischen Fahnen finden. Hier gibt es nur ein paar Fetzen an einer Stange eines Infanterie-Regiments, dass bereits auf eine Vorliebe für ein helleres Blau schließen lässt. Leider ist das absolut bar jeder Grundlage, wenn man hieraus eine Fahne für ein Reiterregiment ableiten will, das soll mich aber nicht daran hindern.

Hier findet ihr eine Auswahl, der von mir gestalteten Fahnen. Wenn also jemand auch das Regiment von Schlammersdorff darstellen will, kann er diese mit denen aus dem Link kombinieren und kommt so auf eine ausreichende Zahl an Fahnen. Evtl. solltet ihr sie noch ein wenig verkleinern - so jedenfalls mein Eindruck. Aber eigentlich mag ich große Fahnen.

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Zuletzt bearbeitet:
Hey, ich bin schon einmal auf mehr gespannt. Für historische Themen bin ich immer zu haben. Leider gibt es da viel zu wenige.

Das mit Lanzen und Speeren aus Plastik kenne ich. Je nach Hersteller sind Kupferwaffen jedoch sehr gefährlich. Die Kupferspeere bei Warlord sind echte Waffen. Ich weiß nicht, wie oft ich mich an den Spitzen schon gestochen habe. 🙄

Auf jeden Fall frohes Schaffen.
 
Ich runde die Spitzen bei Kupferlanzen grundsätzlich ab oder knipse die Spitze weg. Das ist mir gerade bei aufgerichteten Waffen für die Augen viel zu gefährlich.

Mit Farbe wird es bei den Modellen allerdings noch was dauern. Die werden bis zu den Sommerferien nur vorbereitet und dann in einem Rutsch bemalt - so hoffe ich jedenfalls. Allerdings wohl erstmal nur der Pflichtteil und zusätzlich wohl einige Skirmisher. Muss an der Aufstellung wohl aber noch was ändern. Ich habe zu wenig leiochte Reiter drin. 🙂 Entweder kommt noch ein optionales Bataillon dazu oder ich kürze bei den Livländern. Mal sehen.
 
Wie angekündigt hier also der abschließende Plan für die Sommerferien. Beginnen wir mit dem Pflichtteil:

General Bernhard, Herzog von Sachsen-Weimar, Leibregiment zu Pferde
1 Schwadron schwere Kürassiere, 1 Schwadron Arkebusiere, 1 Schwadron leichte Kürassiere (36 Modelle + General-Base)

Oberst Thomas Sigmund von Schlammersdorff, Infanterie Regiment
3 Kompanien aus je 1x Pikenieren und 2x Musketieren, leichtes Geschütz (99 Modelle, ein Geschütz + Offizier-Base)

Oberst Georg Christoph von Taupadel, Dragoner Regiment
1 Schwadron Dragoner, 2 Kompanien Musketiere, 1 Kompanie Jäger (74 Modelle + Offizier-Base)

Damit wären wir bei 209 Modelle + ein Geschütz + Offiziere. Da die Armee damit aber noch nicht fertig ist, gibt es noch die Kür:

Oberst Torsten Stålhandske, Finnisches Kürassier Regiment
1x leichte Kürassiere, 2x Finnische Reiter (24 Modelle + Offizier-Base)

General Bernhard, Herzog von Sachsen-Weimar, Infanterie Regiment
3 Kompanien aus je 1x Pikenieren und 2x Musketieren, leichtes Geschütz (99 Modelle, ein Geschütz + Offizier-Base)

Damit käme ich dann auf rund 340 Modelle und etwa 1200 Punkte. Mal sehen, wie weit ich in den Ferien komme...

Fahnen für die Sachsen, Stalhandske und Taupadel müsste ich wohl mehr oder weniger erfinden.
 
So, Ende der Woche gehen die Ferien los und ich habe in der Zwischenzeit den ganzen Plan nochmal verworfen. Die Struktur der geplanten Armee habe ich dem allgemeinen P&S-Standard angepasst. Daher wird es jetzt mehrere Regimenter geben. Das ist zum Angucken wohl auch spannender, vor allem verkloppen dann nicht irgendwann bei mir einzelne Kompanien ganze Regimenter... Der Plan sieht nun wie folgt aus:

General: Gustavus Adolphus, Lion of the North

1. Foot Battalia "Das Gelbe Regiment"
Infantry Commander: Niels Brahe
1 Unit of German Veteran Pikemen (Elite, Guard)
2 Units of German Veteran Musketeers (Elite, Guard)
1 Light Gun

2. Foot Battalia "Die Blaue Brigade"
Infantry Commander: Johann Georg aus dem Winckel
2 Units of German Veteran Pikemen (Elite)
4 Units of German Veteran Musketeers (Elite)
1 Light Gun

3. Foot Battalia "Die Grüne Brigade"
Infantry Commander: John Hepburn
1 Unit of German Veteran Pikemen (Elite)
2 Units of German Veteran Musketeers (Elite)
2 Units of German Veteran Pikemen
4 Units of German Veteran Musketeers
1 Light Gun

4. Foot Battalia
Infantry Commander: Georg Christoph von Taupadel
1 Storming Party
1 Commanded Musket (Large)
1 Unit Dragoons

1. Horse Battalia "Leibregiment des Königs"
Cavalry Commander: Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
1 Unit Cuirassiers
1 Unit Harquebusiers

2. Horse Battalia "Hakkapeliitta"
Cavalry Commander: Torsten Stålhandske
1 Unit Finnish Cavalry
1 Unit Light Cavalry

Ob das ganze allerdings so klappt, wie ich mir das vorstelle, hängt etwas von Warlord und der Post ab. Erfahrungsgemäß sind beide da etwas unzuverlässig... Aber ab Montag geht es direkt nach der Arbeit mit den ersten Fuß-Regimentern los. Evtl. kommen die ersten auch schon nachher unter die Grundierung. Army-Painter ist da ja sehr hilfreich...
 
Schön auch mal was komplett anderes zu sehen! Wirklich sehr spannend das mit zu verfolgen... ich wünsche Dir ganz viel Erfolg beim Armeeaufbau! :happy:

Nur eine Frage habe ich da. Findet man denn da viele gleichgesinnte in Düsseldorf, oder muss man sich bei der speziellen Thematik damit abfinden, durch ganz Deutschland zu reisen, um ein Spiel austragen zu können?