Hobbit? Ich weiß nicht so recht...

Silvercore

Codexleser
23. Januar 2010
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Aloha zusammen,

es weihnachtet sehr und damit beginnt die Zeit der vielen, und viel zu viel, geschnittenen Filme. U. a. findet auch die Hobbit-Reihe bzw. die HDR-Trilogie ihren Platz im TV. Als ich so durchschaltete, blieb mein Blick bei den zwei Türmen hängen und so langsam kroch es in mein Bewusstsein, dass es da ja auch so das ein oder andere Regelsystem von GW zum Hobbit bzw. der HDR-Trilogie gibt. Ich warf mich also ins Forum und war... zu Beginn etwas verwirrt. Das liest man ja von diversen und nicht mehr supporteten und zukünftig nicht mehr supporteten Möglichkeiten. Was eine Aussicht.

Um eins vorab zu klären:
Das Regelwerk zu "Der Hobbit" ist im Moment das aktuellste RW in dem Bereich (zusammen mit der Erweiterung Smauks Einöde)? Und die Herr der Ringe-Regeln sind im Grunde im Hobbit überarbeitet, right?

Nun zu meinen eigentlichen Anliegen: Beim Hobbit handelt es sich um ein Skirmisher, so wie ich das verstanden habe. Mit wie vielen Modellen spielt man es so (klar weiß ich, dass es auf die Punktzahl ankommt 😀) bzw. wo setzen so die Standardspiele von der Größe und Miniatur-Anzahl an? Für mich wäre ein Spielchen mit wenigen Puppen, ähnlich wir Mortheim, interessant.

Dann zum eigentlichen Regelwerk: so wie ich das verstanden habe, sind im RW (Hobbit) und dessen Erweiterung (Smauks Einöde) nur die Profile berücksichtigt, wie sie in den Filmen erscheinen. D.h. wenn ich mich für andere Dinge erwärme, muss ich mir die 5 Quellbücher aneignen, die ja so nicht mehr produziert werden bzw. vergriffen sind.

Nun stellt sich mir allen ernstes die Frage, ob es sich lohnt einen Schritt in Richtung Hobbit zu machen. Wie gesagt, ich möchte ja gezielt in die Richtung Skirmish gehen (und nicht etwa Ringkrieg), allerdings wenn ich sehe, dass ich zu dem RW noch Erweiterungen plus Quellenbücher benötige und dazu der Support vlt. nach und nach wegfällt, frag ich mich, ob es sich noch "lohnt"?


Viele Grüße
 
Ich fürchte meine Antwort wird dich etwas enttäuschen.. ja, bei LotR/Hobbit agiert jede Miniatur unabhängig von anderen wie man es von Skirmish/skirmishähnlichen Systemen kennt.. nur gibt es da ein Problem - es ist eben nur skirmishähnlich.. solltest du WM/H spielen wirst du wissen wovon ich spreche.. rechne damit, dass manche Armeen recht große Anzahl an Modellen umfassen können (je nach Armee und der Anzahl an Helden, etc.).. wenn du also Moriagoblins aufstellen willst, dann mach dich darauf gefasst, dass du viele Modelle aufstellen wirst.. richtig, wenn du LotR spielen willst, dann wirst du wohl oder übel auf eines der Quellbücher zurückgreifen müssen - da führt nun einmal kein Weg dran vorbei. Ob sich Hobbit/LotR lohnt liegt ganz bei dir. Wenn dir die Miniaturen zusagen und du ein ganz großer Supporter dieses Systems/Genres bist - dann nur zu. Mach dich jedoch darauf gefasst, dass es bei weitem nicht so komplex ist wie die gängigen Skirmish Systeme und dass du wesentlich mehr Modelle stellen müssen wirst. Außerdem ist auch das angesprochene Thema "Support seitens GW" nicht ganz unwichtig.. sobald die Quellbücher weg sind, sind sie weg und das wird wohl auch auf die LotR Miniaturen zutreffen.. einige wurden bereits komplett aus dem Sortiment rausgenommen und werden wohl nicht zurückkommen..

Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen 🙂
Cheers 🙂
 
Nein, nicht enttäuscht :happy:, im Gegenteil, es hilft.

ja, bei LotR/Hobbit agiert jede Miniatur unabhängig von anderen wie man es von Skirmish/skirmishähnlichen Systemen kennt.. nur gibt es da ein Problem - es ist eben nur skirmishähnlich.. solltest du WM/H spielen wirst du wissen wovon ich spreche.. rechne damit, dass manche Armeen recht große Anzahl an Modellen umfassen können (je nach Armee und der Anzahl an Helden, etc.)

Bezieht sich das skirmishähnlich "nur" auf die Größe der Armee oder auf noch etwas anderes?


Mach dich jedoch darauf gefasst, dass es bei weitem nicht so komplex ist wie die gängigen Skirmish Systeme und dass du wesentlich mehr Modelle stellen müssen wirst.

Was genau meinst Du mit komplex? Und über welche Größe spricht man bei gängigen Spielen?

Außerdem ist auch das angesprochene Thema "Support seitens GW" nicht ganz unwichtig.. sobald die Quellbücher weg sind, sind sie weg und das wird wohl auch auf die LotR Miniaturen zutreffen.. einige wurden bereits komplett aus dem Sortiment rausgenommen und werden wohl nicht zurückkommen..

Wobei ja auch die Spielerschaft mit entscheidend ist und wie dort das Spiel innerhalb supported wird. Ist es gut verbreitet?
 
Bezieht sich das skirmishähnlich "nur" auf die Größe der Armee oder auf noch etwas anderes?

Viel mehr auf die Art und Weise wie sich die einzelnen Krieger verhalten - nämlich unabhängig von den anderen - sie sind also an keinen Trupp o.Ä. gebunden, wie sie es bei WHF oder Wh 40k wären 😉


Was genau meinst Du mit komplex? Und über welche Größe spricht man bei gängigen Spielen?

Wenn du dir z.B. Malifaux ansiehst, dann ist fast jede Einheit nur so mit Regeln und Sonderregeln zugepackt.. die Modelle bilden unter einander viele Synergien wie man es von WM/H kennt und eben diese Synergien sind sehr wichtig.. beim Hobbit/LotR fehlt es mir persönlich ein bisschen, bzw. hab ich da nicht genug davon ^_^ bei größeren Spielen können's dann gut 40-50 Modelle sein 😉 - das sind dann meistens so 750-1000 Punkte 🙂


Wobei ja auch die Spielerschaft mit entscheidend ist und wie dort das Spiel innerhalb supported wird. Ist es gut verbreitet?

Zu sagen, dass es weit verbreitet ist wäre eine Lüge, aber dennoch finden sich immer mehr neue Spieler. Die Community ist eben recht klein, aber auf youtube und facebook gibt es ein Kanal, bzw. eine Gruppe, die dir da sicher besser weiterhelfen könnte 🙂 https://www.youtube.com/channel/UCZhIRJbhU-az8MWY3aZbgLA
 
Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich was mit dem Begriff skirmishähnlich anfangen kann; ich kann Dir nicht so recht folgen :happy:. Klar weiß ich, dass bei einem Skirmisher die einzelnen Modelle nicht an Einheiten gebunden sind. Aber was verstehst Du dann unter skirmishähnlich? Werden denn nun beim Hobbit Einheiten bewegt oder bewegt man 40 bis 50 Goblins (um beim Beispiel zu bleiben) einzeln 😵?

Das das Spielchen nicht so vollgestopft mit Sonderregeln und Synergien ist, stört mich so gar nicht. Empfinde ich eher als sehr angenehm.
 
Man kann Tabletopspiele grob in verschiedene Kategorien unterteilen. Bei einigen Spielen bewegst du ganze Trupps, wie beispielsweise bei Warhammer 40k. Dann gibt es Spiele, in der jedes Modell separat abgehandelt wird, sogenannte Skirmisher.

Skirmisherähnlich soll in dem Fall ein Spiel beschreiben, welches weder Fleisch noch Fisch in der Hinsicht ist. Klassische Skirmisher haben viele Modelle, die sehr individuelle Sonderregeln haben, spielen dafür dann aber auch nur mit ca 10, maximal 15 Modellen. Irgendwie muss man diese Sonderregeln dann ja auch alle auf dem Schirm haben.
Herr der Ringe/Hobbit liegt mit seiner Modellzahl etwas darüber. Wobei ich es mit mehr als 3 Kampfgruppen, also im Endeffekt 39 Modellen schon fast anstrengend finde es zu spielen, da die Regeln dann doch zu sehr auf weniger Modelle ausgelegt sind. Fängt damit an, dass du jede Sichtlinie beim Schießen einzeln bestimmst, Sichtlinie, Deckung, dann wird für jede Deckung einzeln gewürfelt.

Generelle Empfehlung, wenn du es trotz des Preises anfangen willst ist dir erstmal einen Überblick über die Community in deiner Nähe zu schaffen. Das können Leute sein, die mit dir anfangen oder die schon spielen. Wenn letzteres gilt, schaue was die da spielen, die Herr der Ringe/Hobbit Community ist da recht zersplittert. Einige spielen noch nach den leicht anderen Herr der Ringeregeln und lehnen den Hobbit teilweise ab, andere Spielen nach dem Hobbit, wieder andere spielen Sagaregeln (anderes Tabletop) mit Herr der Ringe Modellen und daran angepassten Regeln, manche vielleicht noch den Ringkrieg usw.
Wenn du das getan hast, dann fange an zu kaufen, denn dann weißt du, was du brauchst. Ich persönlich würde, wenn du mit dem Hobbit anfangen willst, und ihr evtl. zu zweit oder zu dritt seit, erstmal dazu raten, wenige Modelle zu kaufen und Geld in ordentliches Gelände zu investieren.
Hat drei Vorteile:
  • Viel Gelände kostet in der Regel weniger als viele Modelle, und macht das Spiel weit taktischer. Viele verschiedene Bewegungsoptionen, Engpässe und Entscheidungen. Schon verkommt das Spiel nicht zu sinnlosem gewürfel. Ziterdes hat hier schöne Gebäude, beispielweise zu Seestadt.
  • Ihr braucht nicht viele Modelle. Damit steigt die Chance, dass ihr voll bemalt spielt, großer Vorteil, glaube mir 😀 Zudem sind die Modelle recht teuer und sie haben keine oder selten modulare Teile. Folglich baut ihr die Modelle so zusammen wie auf der Box zu sehen. Müsst ihr ne Box zweimal kaufen, dann habt ihr alle Posen zweimal, kauft ihr drei Boxen, habt ihr die Modelle dreimal und irgendwann seid ihr beim Angriff der Klonkrieger.
  • Wenn dir das Bemalen nicht liegen sollte, sei es weil du keine Zeit oder nicht die Geduld mitbringst, ist es mit wenigen Modellen eine gute Option sich die Modelle professionell bemalen zu lassen. Gerade wenn man sich seine Erstausrüstung kaufen würde, kann das manchmal (vor allem bei GW) teurer werden als so manche professionelle Bemalung. Gelände, beispielsweise bei Ziterdes wäre auch Prepainted, nicht wunderschön, aber immerhin eine Option.
 
Kommt drauf an was du spielst 😉
Waldelben fangen im Hobbit bei 15 Punkten an, Wächter von Seestadt bei 4 Punkten. Wenn das Gelände genug Abwechslung bietet, habe ich schon mit 12 -24 Modellen sehr viel Spaß gehabt. Ist natürlich auch eine Frage, was ihr spielen wollt, ob Schlachten zwischen Armeen oder Szenarien mit den Zwergen/Gefährten.
 
Ich fange gerade auch mit HdR/Hobbit an.

Spielen tu ich mit meinen Freunden mit ca. 13-16 Modellen und wir spielen 300P.

Da wir (großteils) noch nicht wissen weilche Armeen wir spielen proxxen wir sehr viel, das geht auch gut da in HdR fast alle selbe Ausrüstungsmethoden haben (Speere, Äxte, Schilde, Schwerter, Bogen) somit haben wir auf ein sehr großes Spektrum an Armeen zugriff.
 
Wenn du mit wirklich wenigen Modellen spielen willst, kein Problem. Es gibt Modelle mit Punktkosten von 3 (Hobbitmilizen) und welche mit Kosten von über 300 (Sauron, Balrog, Drache, mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Smaug noch viel mehr Punkte kosten). Gespielt wird meistens mit 350-700 Punkten, je nachdem was du spielen willst, hast du dann 3-60 Modelle.

An sich ist das System "easy to learn and hard to handle", und vor allem hat es mMn eine sehr gute Spielbalance. Es gibt auch Armeen, wie die Gefährten, den Weißen Rat oder Thorins Gemeinschaft, die nur aus Helden bestehen, dann hast du meistens nur 5 oder weniger Modelle auf dem Tisch.

Die Uruks die du ansprichst, sind schon ziemlich elitär. Und vor allem haben sie die stärksten Fernkampfwaffen im Spiel und die beste Heldenauswahl.

Schau doch gerne auf Facebook vorbei, wenn du Fragen hast.

https://www.facebook.com/groups/803232686375862/
 
Die Profile der Modelle in der Box sind alle erhalten, es fehlen aber die Punktkosten. GW hat dann wohl festgestellt, dass sich die Besitzer des kleinen Regelbuchs nicht extra das große kaufen wollen um z.B. an die Profile von Azogs Jägern zu kommen. Deshalb haben sie dann alle Hobbitmodelle, die zum ersten Teil rausgekommen sind in einer PDF auf englisch rausgegeben:

http://www.blacklibrary.com/faqs-and-errata.html
-> Heroes and Villains of Middle-Earth