Da ich gerade etwas Zeit und Lust habe, dachte ich mir, mal etwas eigene Fan Lore zu den neueren Fahrzeugen des Astra Militarum zu schreiben.
Daher ACHTUNG – das folgende ist rein auf meinem Mist gewachsene Fan-Fiction. Aber vielleicht ist es ja trotzdem für einige interessant.
Der Rogal Dorn
Einleitung
Der schwere Kampfpanzer Rogal Dorn wird von den Truppen des Astra Militarum als schweres Durchbruchsfahrzeug eingesetzt. Mit seiner dicken Panzerung kann er dabei feindliches Abwehrfeuer abschütteln, das andere Kampfpanzer bereits vernichtet hätte. Sein umfangreiches Arsenal sorgt außerdem dafür, dass er für jede Schlachtfeldsituation ausgerüstet ist.
Von der prinzipiellen Konfiguration stellt der Rogal Dorn unverkennbar en Bindeglied zwischen dem mittelschweren Kampfpanzer Leman Russ und dem superschweren Kampfpanzer Baneblade dar, wodurch er mit den Evolutionsstufen anderer, historisches imperialer Panzerreihen vergleichbar ist (vgl. historisches Archiv 75-Beta 3 / Querverweise: Sicarian – Kratos – Fellblade).
Geschichte
Wann der Rogal Dorn zum ersten Mal in den Reihen der imperialen Armee eingesetzt wurde, ist in den Nebeln der Vergangenheit verloren gegangen. Unbestreitbar wird er bereits seit Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt, doch die spärlichen Informationen, die sich aus den Zeiten des großen Kreuzzuges und der Horus Häresie erhalten haben, führen diesen Panzer weder in den bekannten Inventarlisten der Solar Auxilia noch in denen sonstiger imperialer Auxiliartruppen. Dort scheint die Rolle schwerer Kampfpanzer stets vom schweren Kampfpanzer Malcador übernommen worden zu sein, was den Schluss zulässt, dass der STK Datensatz des Rogal Dorn erst zu einem späteren Zeitpunkt wiederentdeckt wurde.
Die einzigen belastbaren Spuren will der Technoarchäloge Marian Gollbrand entdeckt haben, der 386 M39 ein Traktat verfasste, welches die Wiederentdeckung der Rogal Dorn STK Pläne mit der Expedition zu der im Zeitalter des Weltenbrandes verloren gegangenen Fabrikwelt Cirgograd in 558 M32 verortet. Zu dieser Expedition lagen aber Gollbrand selber keine weiteren Informationen vor, außer dem Datum der Expedition und dass dort tatsächlich STK Daten ausfindig gemacht wurden. Der andere in dem Traktat referenzierte Querverweis stellt ein Einsatzbericht eines Imperialen Verbandes auf der zivilisierten Welt Erania rund 50 Jahre später dar, der in einer Inventarliste „2 KPz R.D.“ führt. Auch wenn dies den frühesten Hinweis auf den Einsatz des Rogal Dorn darstellen könnte, so wurde doch mehrfach kritisch angemerkt, dass 50 Jahre eine viel zu geringe Zeitspanne darstellen, um ein so komplexes STK Design wie den Rogal Dorn so weit zu adaptieren, dass er auf der anderen Seite des Imperiums auftaucht. (vgl. Stellare kartographische Daten, Referenz Zensus 624M37: Planet Cirgograd, Segmentum Tempstus und Planet Erania, Segmentum Obscurus)
Unbestreitbar ist jedoch, dass es sich bei dem STK Datensatz des Rogal Dorn um einen vergleichsweise einfach zu implementierenden Entwurf handelt, denn der Panzer wird heute auf mehreren bekannten Fabrikwelten hergestellt und gilt nicht als gefährdetes Fahrzeug nach den Richtlinien des Adeptus Mechanicus. Dennoch ist der Ressourcenaufwand zur Herstellung eines einzigen Rogal Dorn enorm und so bewegen sich die Produktionszahlen in der Art, dass für jeden Rogal Dorn zwischen 10 bis 20 Stück des Kampfpanzer Leman Russ gefertigt werden.
Konfiguration
In der als Basisversion festgelegten Konfiguration verfügt der Rogal Dorn über eine schwere, turmmontierte Hauptkanone der Opressor-Koniguration, sowie eine koaxial verbundene, schwere Autokanone. Dies stellt eine frappierende Ähnlichkeit zum Gefechtsturm des Superschweren Kampfpanzers Baneblade dar und unterstreicht die Ähnlichkeit dieser beiden Panzerentwürfe. Die Opressor-Kanonen kann wahlweise panzerbrechende oder explosive Granaten verschießen. Auch esoterischere Munition wie Melter- oder Plasmageschosse sind in Einzelfällen nachgewiesen.
In der Wanne ist üblicherweise eine schwere Gatlingkanone zu Abwehr feindlicher Infanterie montiert, diese wird aber häufig durch einen mittelschweren Gefechtsmörser ausgetauscht, der sich viel besser dazu eignet, befestigte feindliche Stellungen sowie leichte Bunker zu vernichten. Dass dies ebenfalls eine Ähnlichkeit zum Baneblade darstellt, sei nur am Rande erwähnt. Als letzte Basisausrüstung verfügt der Rogal Dorn über ein schweres Maschinengewehr, das extern am Turm montiert wird und wahlweise vom Richtschützen oder dem Ladeschützen bedient werden kann.
In dieser Konfiguration verfügt der Rogal Dorn über eine Besatzung von 5 Mann. In der Wanne befinden sich der Fahrer, außerdem der Richtschütze der bugmontierten Waffe. Im Turm sind der Panzerkommandant, der Richtschütze der Hauptwaffe sowie der Ladeschütze untergebracht. Auf Grund seiner Größe ist der Rogal Dorn weitaus geräumiger als der Leman Russ, was von seiner Besatzung gerne positiv gegenüber Leman Russ Besatzungen erwähnt wird.
Wie alle imperialen Fahrzeuge ist auch der Rogal Dorn modular aufgebaut und kann alternative Waffenkonfigurationen aufweisen. Die offensichtlichste ist der komplette Austausch der Turmbewaffnung (Opressor-Kanone und koaxiale Autokanone) hin zu zwei Kampfgeschützen des Leman Russ Schemas, welche synchronisiert sind. Dies erlaubt eine höhere Feuerrate auf ein einzelnes Ziel oder eine schnellere Schussfolge auf mehrere Ziele. In dieser Konfiguration wird üblicherweise ein weiterer Ladeschütze im Panzer eingesetzt, um beide Kampfgeschütze zuverlässig mit Munition versorgen zu können. Dennoch ist der Munitionsverbrauch dieser Konfiguration enorm, was bei längeren Gefechten ein Problem darstellen kann.
Als zusätzliche Waffen können zwei Seitenkuppeln montiert werden. Diese entsprechend weitgehend den bekannten Seitenkuppeln des Leman Russ und haben dieselben zwei möglichen Konfigurationen – entweder zwei schwere Bolter zur Abwehr mittelschwer gepanzerter Infanterie, oder zwei Multimelter zur weiteren Bekämpfung feindlicher Panzerfahrzeuge sowie Bunkerstellungen. Unnötig zu erwähnen, dass beim Einsatz der Seitenkuppen zwei weitere Richtschützen im Rumpf des Rogal Dorn eingesetzt werden müssen, wodurch die Besatzung je nach Art der turmmontierten Waffen auf 7 – 8 Personen ansteigt.
Als letzte Option können zwei weitere bugmontierte Waffen installiert werden, wahlweise zwei weitere schwere Maschinengewehre oder zwei Melter in Infanteriestärke. Diese zwei Waffen haben sehr eingeschränkte Feuerwinkel und werden üblicherweise vom Richtschützen der Wanne mit bedient. Die Montierpunkte dieser Waffen sind im Grunddesign des Rogal Dorn bereits vorgegeben, doch über den Einsatz dieser Rumpfwaffen wird üblicherweise vom Panzerkommandanten je nach Art der aktuellen Gefechtssituation entschieden.
Einsatzprofile
Die Tactica Imperialis sieht für den Rogal Dorn den Einsatz als schweres Durchbruchfahrzeug vor, welches eine Öffnung der feindlichen Linien erzwingen soll, damit nachrückende, leichtere Verbände diesen Durchbruch nutzen können. Doch auch als Verankerung der eigenen Frontlinie in der Abwehr feindlicher Angriff kann der Rogal Dorn auf Grund seiner hohen Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit brillieren. Prinzipiell wird er auch dort eingesetzt, wo ein Baneblade entweder nicht zur Verfügung steht oder eine zu große Investition an Aktivposten wäre.
Auch als Kommandopanzer ist der Rogal Dorn beliebt, da er für den Kommandanten einer Panzerkompanie ein weitaus angenehmeres Fahrzeug darstellt als ein Leman Russ. Neben der Ergonomie bietet der Rogal Dorn allein schon auf Grund seiner Größe einen besseren Überblick über das Gefechtsfeld. Außerdem verfügt er üblicherweise über eine ausreichend starke Funkanlage, so dass im Gegensatz zum Leman Russ die Installation eines zusätzlichen Hochleistungs-Funkgerätes nicht zwingend notwendig ist.
Auf Grund der geringen Verfügbarkeit ist der Rogal Dorn in den Reihen des Astra Militarum zu Beginn einer Kampagne nur vereinzelt zu finden. Durch seine hohe Widerstandkraft kann er jedoch Schaden überstehen, die einen leichteren Kampfpanzer – vor allem den weit verbreiteten Leman Russ – bereits unrettbar zerstört hätten. Somit ist es nicht unüblich, dass die relative Anzahl des Rogal Dorn über den Verlauf eine Kampagne zunimmt, da für dieses Fahrzeug weitaus weniger Ausfälle zu verzeichnen sind als wie beim schon erwähnen Leman Russ. Dadurch ist es auch möglich, dass ganze Panzerkompanien aus kampferprobten Rogal Dorn Panzern auftreten können. Dies ist jedoch meist nur temporär, da diese Panzer vom übergeordneten Kommando bald wieder auf die verfügbaren Truppen aufgeteilt werden.
Abschließend lässt sich festhalten, dass der schwere Kampfpanzer Rogal Dorn sich in den Reihen des Astra Militarum einen festen Platz erarbeitet hat und gerade in längeren Kampagnen zu einem üblichen Anblick geworden ist.