Kaum noch Fluff zu Fahrzeugen in 40k?

Lord Protector

Tabletop-Fanatiker
11. April 2012
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Hallo allerseits,

ich stand vor der Entscheidung, was ich als Nächstes für meine Black Templar basteln soll, und wollte mich dabei von der Lore der Fahrzeuge inspirieren lassen.

Und oh boy, gibt es wenig zu den Primaris-Fahrzeugen!
Selbst die Lore-Videos, die gerne aus ein paar Zeilen Text ewig lange Inhalte machen, kommen hier nicht über sehr kurze Videos hinaus.
Klar, die Firstborn-Fahrzeuge hatten mehr Zeit, um Lore zu generieren.

Aber gefühlt kommt jedes brandneue Fahrzeug aus der Horus-Heresy-Reihe von Anfang an mit mehr Hintergrundgeschichte auf den Markt als die Primaris-Fahrzeuge derzeit haben. Gutes Beispiel Forgeworld releases hatten hier eine solide menge an Lore, man denke mal an den Marcharius oder Malcaldor. (Panzer die im vergleich zum Rogal Dorn eher Exoten sind..)

Ich habe das Thema in unserer Spielgruppe angesprochen und das Feedback bekommen, dass es zum Rogal-Dorn-Panzer praktisch immer noch keine nennenswerte Lore gibt. Früher gab es bei der Veröffentlichung eines Fahrzeugs einen großen Artikel im White Dwarf, oft mit mehreren Kurzgeschichten, technischen Informationen, einem Poster mit Explosionszeichnung usw.

Man könnte meinen, die Einführung eines neuen Panzer-Chassis – noch dazu eines, das größer als ein Leman Russ ist und plötzlich Imperiums-weit verbreitet ist – wäre ein großer Moment im Imperium, der mit jeder Menge Hintergrundinformationen begleitet werden sollte.

Aber Fehlanzeige: Weder im Codex der 9. Edition noch im aktuellen Codex findet sich dazu irgendetwas.

Habt ihr das auch schon bemerkt, oder übertreibe ich?


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Quelle 10. Edition Guard Codex. (Laut Mitspieler praktisch der selbe Text wie im 9. Edition's Codex.)
Wahnsinn..
 
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Das Problem ist auf der einen Seite die Umstrukturierung der Codizes und die Menge der Einheiten. Je mehr Einheiten es gibt, desto wahrscheinlicher landest die Einheit auf einer "Sammelseite". Dazu gibt's dann diese kleinen Hinweise auf dem Datasheet.

Da wurde wirklich vieles, auch von Forgeworld zurück gefahren. Aber das ist nicht nur bei den Fahrzeugen so.
 
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Da sagst du was.
Die Beispiele sind hier tatsächlich mannigfaltig geworden.

Ich hatte mir die Arks of Omen Bücher, den Dark Angels Codex und das Lion-Buch geholt, um zu lesen, wie die Rückkehr von Lion vonstattengeht.
Und was soll ich sagen, die existierende Lore wird der Tragweite seiner Rückkehr absolut nicht gerecht.
Ich fühle mich an die Einführung der Primaris erinnert, die alles andere als kohärent war.
Das Endergebnis ist dabei nie das Problem, sondern die doch sehr lieblose Realisierung.

Um beim Thema zu bleiben.

Ich hätte gerne folgende Dinge gelesen:

- Sind Rogal Dorn Kampfpanzer organisiert wie Leman Russ Kompanien oder wie Baneblades? Vielleicht sind es ja zu Ehren Rogal Dorns immer 7 Fahrzeuge.

- Woher stammt das Design, ist es von Cawl oder schon immer da gewesen?

- Präferieren manche Regimenter den Leman Russ gegenüber dem Dorn, und warum? (Darüber erfahren wir gleichzeitig mehr über den Dorn)

- Wie häufig sind die Rogal Dorn Panzer, eher selten wie ein Vanquisher und werden in bestehende Formationen untergemischt?

- Gibt es für den Dorn eine spezialisierte Variante wie den Atlas beim Leman Russ? Letzterer wird wohl kaum einen steckengebliebenen Dorn rausziehen können.

- Das ganze könnte man praktisch bei den Primaris Fahrzeugen so fort führen.
Mich würde nämlich Interessieren ob der verlusst eines Repulsors so schmerzhaft is wie der verlusst eines Land Raiders, oder is das teil fast wegwerf wahre wie ein Rhino?

Dass die Fahrzeuge quasi "vom Himmel fallen" und einfach überall verfügbar sind, halte ich im Vergleich zu der Sorgfalt, mit der Fahrzeuge früher eingeführt wurden, wirklich für einen tragischen Rückschritt.

Wenn ich früher einen Leman Russ Vanquisher gesehen habe, wusste ich, dass es sich um eine seltene Rarität handelt, die nur den besten Besatzungen zur Verfügung gestellt wurde.
Oder dass ein Land Raider ein uraltes Relikt ist, dessen Ersatz unglaublich schwierig und kostspielig ist.

Wenn ich hingegen einen Repulsor sehe, wirkt er auf mich einfach nur wie ein Produkt.
Natürlich sind sie letztlich alle Produkte, aber die Immersion und das Eintauchen in das Universum mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten waren und sind für mich immer ein zentraler Bestandteil des Hobbys gewesen.

Aktuell sehe ich diesen Aspekt bei den neueren Releases leider als verloren gegangen.
Oder besser gesagt sehr vernachlässigt.
 
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Wie war das damals beim Macharius? Der müsste doch vor ähnliche Probleme gestellt gewesen sein.
To be fair, das wurde bei dem nicht beantwortet.
Aber eben einige der anderen Punkte, wo kommt das Design her, was war die Motivation zu Erschaffung des Marcharius, wie wird der eingesetzt. Beispiele von anderen Regimentern die den einsetzen. Angaben zu Gewicht, Realmaße, Panzerdicke, maximale Geschwindigkeit usw.

Meine Auflistung diente eher dazu aufzzuzeigen was man hätte alles erzählen können.

Es is wie immer, die Dosis macht das Gift.
Nicht alles ins kleinste Detail zu erklären is doch garnicht notwendig. Aber eben alles unbeantwortt zu lassen is schon ziemlich Traurig.
 
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To be fair, das wurde bei dem nicht beantwortet.
Aber eben einige der anderen Punkte, wo kommt das Design her, was war die Motivation zu Erschaffung des Marcharius, wie wird der eingesetzt. Beispiele von anderen Regimentern die den einsetzen. Angaben zu Gewicht, Realmaße, Panzerdicke, maximale Geschwindigkeit usw.
Ich weiß es bei dem Macharius halt auch nicht. Ich habe den Rogal Dorn aber immer als etwas sehr Ähnliches betrachtet.
Die andere Frage ist halt, ob nicht eher der Atlas in der Lore komisch ist, und die imperiale Armee nicht eher auf diese Soviet-Doktrin setzt, bei der du einfach so lange in Masse vorwärts fährst, bis die liegen gebliebenen Panzer hinter der Frontlinie liegen und gemütlich geborgen werden können. Etwas ähnliches, den Flankenschutz einfach durch die Masse der Leman Russ gab's in einem Horus heresy Roman.
Das liegt daran, dass die Bücher immer mehr eingestampft werden, was Fluff angeht. Früher hatte JEDE Einheit im Codex eine ganze Seite Beschreibung mit Artwork. Heute gibt es nur noch diesen kleinen Absatz mit Modellbild auf dem Datenblatt.
Früher gab es aber auch deutlich weniger Einheiten. So fair muss man auch sein. Und ganz früher in der 3. Edition war das auch nicht so viel mehr pro Einheit. Da war aber halt die Ausrüstung umfassender beschrieben.

Derzeit hast du halt zwei Designlinien - 1. Nostalgie, nicht umsonst kommt sowas wie EC mit den alten Waffen und dem alten Codexcover raus.
2. TikTok. Kurz, knapp, bloß nicht überfordern. Wenn es das Design nicht sofort erzählt, soll ein kurzer Text reichen.
 
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Ich weiß es bei dem Macharius halt auch nicht. Ich habe den Rogal Dorn aber immer als etwas sehr Ähnliches betrachtet.
Die andere Frage ist halt, ob nicht eher der Atlas in der Lore komisch ist, und die imperiale Armee nicht eher auf diese Soviet-Doktrin setzt, bei der du einfach so lange in Masse vorwärts fährst, bis die liegen gebliebenen Panzer hinter der Frontlinie liegen und gemütlich geborgen werden können. Etwas ähnliches, den Flankenschutz einfach durch die Masse der Leman Russ gab's in einem Horus heresy Roman.
Ich würde behaupten, dass der Leman Russ während der HH einen anderen Stellenwert hatte als in 40k.

Dort galt er als einer der schlechtesten Panzer, in den man versetzt werden konnte.
In 40k hingegen ist der Leman Russ oft das Beste, was den jeweiligen Soldaten überhaupt bekannt oder zur Verfügung steht.

Was die Doktrin der Imperialen Armee angeht, ist das so eine Sache.
Es gibt keine universelle Doktrin, die über die allergröbsten Konzepte hinausgeht.
Die Unterschiede zwischen Regimentern und Planeten sind teils halt echt groß.


Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es Welten und Regimenter gibt, die Fahrzeuge bewusst nicht bergen, sondern auf neue Lieferungen warten. Gleichzeitig gibt es sicherlich auch viele, die versuchen, beschädigte Fahrzeuge zu bergen und wieder instand zu setzen – gerade dann, wenn Nachschub erst nach Monaten oder Jahren verfügbar wäre. Letztlich ist es wohl eine Frage der Umstände und Ressourcen.

Selbst im Zweiten Weltkrieg haben die Russen Fahrzeuge geborgen und repariert – wenn genug Zeit dafür vorhanden war.

Was die Codices der früheren Warhammer-40k-Editionen angeht, stimme ich dir zu.
Allerdings gab es damals eine Art Kompensation: den White Dwarf.
Dort erschienen oft seitenlange Artikel, die neue Releases begleiteten und ergänzend haben.
Oder halt in FW Quellenbüchern.

Und aktuell fehlt dieses Angebot zu den Fahrzeugen Praktisch völlig.

Jeh nach dem wie groß und umfassend die Einführung des RD Panzeres ist, könnte dieser auf dem scale des Imperiums entscheidender sein als die Einführung der Mark X Rüstung. Könnte wohlgemerkt.

Aber wir wissen ja praktish nichts das über den Marketing Text des Produktes hinaus geht.
 
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Das Problem ist halt, dass GW zu den ganzen Primaris-Fahrzeugen und auch zum neuen Rogal Dorn Panzer der imperialen Armee bisher keine umfassenden Flufftexte rausgebracht hat. Das war früher noch anders, wo wir im WD einfach mal so zwischendurch einen 5-8 Seiten Artikel zum Land Raider inklusive Schnittzeichnung, Historie etc. bekommen haben. Mir fehlt das auch und das ist schon schade.

Bspw.: Wo hat Cawl / hat das AdMech die Konstruktionspläne für Repulsor / Impulsor / Gladiator her? Vor allem in Bezug zu den Anti-Grav-Triebwerken, die im Imperium ja Jahrtausende lang als quasi verlorene Technologie galten.

Wie haben sich die neuen Fahrzeuge in den ersten Jahrzehnten in den Reihen der Space marine Orden etabliert? Wie sind deren EInsatzdoktrin. etc.

Gleiches gilt für den Rogal Dorn.

Wo kommt das Design her? Warum unterscheidet es sich so deutlich von sämtlichen anderen imperialen Fahrzeugen, die aller einer einzigen, klaren Designsprache folgen? Ist der Dorn schon lange im Einsatz oder eher ein Neuzugang nach STC Fund?
 
Jo das ganze ist in der Firma wohl einfach untergegangen. Ob das an mangelnder Nachfrage liegt oder an einer veränderten Firmenstruktur, kann man natürlich nur rätseln.

GW könnte ja, wenn sie daran Interesse haben, mehrere Sammelbänder rausbringen. Wie es zum Beispiel auch Star Wars gemacht hat. Da könnte man vieles von den Dingen die sich hier gewünscht wurden reinpacken.

Was mir aber auch noch eingefallen ist als ich deinen Beitrag gelesen habe, wie abgrundtief dumm ich damals den Lore Text zu der Wyvern im Imp Codex fand. Überspitzt formuliert könnte man den Eindruck gewinnen, der Panzer kam von Khorne persönlich gesegnet aus der Imperialen Fabrik, um dann mit Panzerketten in den Nahkampf zu fahren.
Dann habe ich lieber gar keine Lore ganz ehrlich.
 
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Jo das ganze ist in der Firma wohl einfach untergegangen. Ob das an mangelnder Nachfrage liegt oder an einer veränderten Firmenstruktur, kann man natürlich nur rätseln.

GW könnte ja, wenn sie daran Interesse haben, mehrere Sammelbänder rausbringen. Wie es zum Beispiel auch Star Wars gemacht hat. Da könnte man vieles von den Dingen die sich hier gewünscht wurden reinpacken.

Was mir aber auch noch eingefallen ist als ich deinen Beitrag gelesen habe, wie abgrundtief dumm ich damals den Lore Text zu der Wyvern im Imp Codex fand. Überspitzt formuliert könnte man den Eindruck gewinnen, der Panzer kam von Khorne persönlich gesegnet aus der Imperialen Fabrik, um dann mit Panzerketten in den Nahkampf zu fahren.
Dann habe ich lieber gar keine Lore ganz ehrlich.
Oder, ketzerischer Gedanke.
Anstatt Regeln in die Bücher zu schreiben die keine 24 Stunden Gültigkeit besitzen.
Einfach solche Informationen in die Codizes schreiben.
Ne Doppelseite Lore zum ersten komplett neuen Plastik Fahrzeug kit nach 30 Jahren, wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt gewesen.

Wobei du schon recht hast, so ein "Essential Guide" wäre ja ein Anfang.
 
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Ich denke, das liegt einfach an der Art und Weise, wie GW heutzutage operiert. Lore/Fluff bringt halt auf den ersten Blick kein Geld und wenn Sales Manager und Anwälte den kreativen Prozess dominieren, dann fällt der halt hinten rüber. Gilt auch für anderen Fluff, nicht nur für Panzer. Gut ist der nur, wenn alter Hintergrund kanibalisiert wird. Ausnahmen bilden da teilweise die Romane. Denke mal, weil da dort Qualität direkt mit dem Absatz in Kausalzusammenhang steht.
 
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Vieleicht auch ganz passend zum "Fahrzeug Fluff Lore":
Wenn ein First Born SM Ordnen durch Primaris verstärkung, Abnutzung, Rubicon Umwandlung und ganz einfach verschleiss irgendwann nur noch aus Primaris besteht, was macht der dann eigentlich mit seinen Fuhrpark?
Seine Land Speeder Storm kann er natürlich weiter als Taxi für seine Scouts nutzen, aber was ist mit dem Rest:
  • Land Speeder
  • Bikes
  • Rhinos
  • Predator
...

Verstauben die, werden sie verschrottet, abgegeben an andere Orden oder vielleicht sogar ganz andere Ordos?
Ich mein, die Sororitas freuen sich bestimmt über ne Hand voll Rhinos und Kampfpanzer.
 
Vieleicht auch ganz passend zum "Fahrzeug Fluff Lore":
Wenn ein First Born SM Ordnen durch Primaris verstärkung, Abnutzung, Rubicon Umwandlung und ganz einfach verschleiss irgendwann nur noch aus Primaris besteht, was macht der dann eigentlich mit seinen Fuhrpark?
Seine Land Speeder Storm kann er natürlich weiter als Taxi für seine Scouts nutzen, aber was ist mit dem Rest:
  • Land Speeder
  • Bikes
  • Rhinos
  • Predator
...

Verstauben die, werden sie verschrottet, abgegeben an andere Orden oder vielleicht sogar ganz andere Ordos?
Ich mein, die Sororitas freuen sich bestimmt über ne Hand voll Rhinos und Kampfpanzer.
Ich denke, das wird so ablaufen, wie es heute auch passiert.
Man wird die Sachen einmotten und für Notzeiten einlagern.
Wir erleben ja gerade aktuell, dass in Kriegszeiten auch 60 Jahre alte Fahrzeuge wieder reaktiviert werden.

Da die Fahrzeuge oft auch einen sentimentalen Wert haben, wird man sie eher selten verschenken. (Aber es ist nicht unmöglich)

Zudem, wer sagt, dass Primaris die Fahrzeuge nicht benutzen können?

GW's Regeln wollten uns noch vor gar nicht langer Zeit erklären, dass Primaris nicht in Firstborn-Fahrzeugen mitfahren können, während im Nachbarsystem Primarchen in die Dinger ein- und ausgestiegen sind. Dann kam der andere Unsinn, dass Primaris 2 Plätze brauchen, was auch geändert wurde, und seit kurzen können nun auch Gravis in einem Impulsor mitfahren. (Mal eben per Balance datashet...)

Die Regeln sind so dermaßen wankelmütig, dass ich sie nicht für Lore-Begründungen nutzen würde.
Diese unterliegen ganz weltlichen Einflüssen, aber immer seltener der inneren Logik des 40k-Universums.
Genauso wie ein Primaris-Marine in eine Firstborn-Terminatorrüstung passt, passen sie auch ans Steuer eines Rhinos.

Aber Rhinos sind halt langsam obsolet, sofern man genügend Impulsoren und Repulsoren hat.
Dennoch, als eiserne Reserve für den Fall, dass man nichts anderes mehr hat, werden die ganz sicher noch taugen.
 
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Bspw.: Wo hat Cawl / hat das AdMech die Konstruktionspläne für Repulsor / Impulsor / Gladiator her? Vor allem in Bezug zu den Anti-Grav-Triebwerken, die im Imperium ja Jahrtausende lang als quasi verlorene Technologie galten.

Wie haben sich die neuen Fahrzeuge in den ersten Jahrzehnten in den Reihen der Space marine Orden etabliert? Wie sind deren EInsatzdoktrin. etc.

Gleiches gilt für den Rogal Dorn.

Wo kommt das Design her? Warum unterscheidet es sich so deutlich von sämtlichen anderen imperialen Fahrzeugen, die aller einer einzigen, klaren Designsprache folgen? Ist der Dorn schon lange im Einsatz oder eher ein Neuzugang nach STC Fund?
Die fragen schon mal direkt an GW gestellt? zB. via Facebook und Co? Könnte hilfreich sein wenn GW merken würde dass Leuten der Fahrzeug-Lore wichtig ist.
Was mir aber auch noch eingefallen ist als ich deinen Beitrag gelesen habe, wie abgrundtief dumm ich damals den Lore Text zu der Wyvern im Imp Codex fand. Überspitzt formuliert könnte man den Eindruck gewinnen, der Panzer kam von Khorne persönlich gesegnet aus der Imperialen Fabrik, um dann mit Panzerketten in den Nahkampf zu fahren.
Dann habe ich lieber gar keine Lore ganz ehrlich.
Die imperialen Ritter wurden gebaut um die Siedler eines Planeten vor Dinosauriern zu schützen. (War soweit ich weiss der Lore damals als die Ritter eingeführt wurden)
 
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Da ich gerade etwas Zeit und Lust habe, dachte ich mir, mal etwas eigene Fan Lore zu den neueren Fahrzeugen des Astra Militarum zu schreiben.

Daher ACHTUNG – das folgende ist rein auf meinem Mist gewachsene Fan-Fiction. Aber vielleicht ist es ja trotzdem für einige interessant.


Der Rogal Dorn

Einleitung


Der schwere Kampfpanzer Rogal Dorn wird von den Truppen des Astra Militarum als schweres Durchbruchsfahrzeug eingesetzt. Mit seiner dicken Panzerung kann er dabei feindliches Abwehrfeuer abschütteln, das andere Kampfpanzer bereits vernichtet hätte. Sein umfangreiches Arsenal sorgt außerdem dafür, dass er für jede Schlachtfeldsituation ausgerüstet ist.

Von der prinzipiellen Konfiguration stellt der Rogal Dorn unverkennbar en Bindeglied zwischen dem mittelschweren Kampfpanzer Leman Russ und dem superschweren Kampfpanzer Baneblade dar, wodurch er mit den Evolutionsstufen anderer, historisches imperialer Panzerreihen vergleichbar ist (vgl. historisches Archiv 75-Beta 3 / Querverweise: Sicarian – Kratos – Fellblade).

Geschichte

Wann der Rogal Dorn zum ersten Mal in den Reihen der imperialen Armee eingesetzt wurde, ist in den Nebeln der Vergangenheit verloren gegangen. Unbestreitbar wird er bereits seit Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt, doch die spärlichen Informationen, die sich aus den Zeiten des großen Kreuzzuges und der Horus Häresie erhalten haben, führen diesen Panzer weder in den bekannten Inventarlisten der Solar Auxilia noch in denen sonstiger imperialer Auxiliartruppen. Dort scheint die Rolle schwerer Kampfpanzer stets vom schweren Kampfpanzer Malcador übernommen worden zu sein, was den Schluss zulässt, dass der STK Datensatz des Rogal Dorn erst zu einem späteren Zeitpunkt wiederentdeckt wurde.

Die einzigen belastbaren Spuren will der Technoarchäloge Marian Gollbrand entdeckt haben, der 386 M39 ein Traktat verfasste, welches die Wiederentdeckung der Rogal Dorn STK Pläne mit der Expedition zu der im Zeitalter des Weltenbrandes verloren gegangenen Fabrikwelt Cirgograd in 558 M32 verortet. Zu dieser Expedition lagen aber Gollbrand selber keine weiteren Informationen vor, außer dem Datum der Expedition und dass dort tatsächlich STK Daten ausfindig gemacht wurden. Der andere in dem Traktat referenzierte Querverweis stellt ein Einsatzbericht eines Imperialen Verbandes auf der zivilisierten Welt Erania rund 50 Jahre später dar, der in einer Inventarliste „2 KPz R.D.“ führt. Auch wenn dies den frühesten Hinweis auf den Einsatz des Rogal Dorn darstellen könnte, so wurde doch mehrfach kritisch angemerkt, dass 50 Jahre eine viel zu geringe Zeitspanne darstellen, um ein so komplexes STK Design wie den Rogal Dorn so weit zu adaptieren, dass er auf der anderen Seite des Imperiums auftaucht. (vgl. Stellare kartographische Daten, Referenz Zensus 624M37: Planet Cirgograd, Segmentum Tempstus und Planet Erania, Segmentum Obscurus)

Unbestreitbar ist jedoch, dass es sich bei dem STK Datensatz des Rogal Dorn um einen vergleichsweise einfach zu implementierenden Entwurf handelt, denn der Panzer wird heute auf mehreren bekannten Fabrikwelten hergestellt und gilt nicht als gefährdetes Fahrzeug nach den Richtlinien des Adeptus Mechanicus. Dennoch ist der Ressourcenaufwand zur Herstellung eines einzigen Rogal Dorn enorm und so bewegen sich die Produktionszahlen in der Art, dass für jeden Rogal Dorn zwischen 10 bis 20 Stück des Kampfpanzer Leman Russ gefertigt werden.

Konfiguration

In der als Basisversion festgelegten Konfiguration verfügt der Rogal Dorn über eine schwere, turmmontierte Hauptkanone der Opressor-Koniguration, sowie eine koaxial verbundene, schwere Autokanone. Dies stellt eine frappierende Ähnlichkeit zum Gefechtsturm des Superschweren Kampfpanzers Baneblade dar und unterstreicht die Ähnlichkeit dieser beiden Panzerentwürfe. Die Opressor-Kanonen kann wahlweise panzerbrechende oder explosive Granaten verschießen. Auch esoterischere Munition wie Melter- oder Plasmageschosse sind in Einzelfällen nachgewiesen.

In der Wanne ist üblicherweise eine schwere Gatlingkanone zu Abwehr feindlicher Infanterie montiert, diese wird aber häufig durch einen mittelschweren Gefechtsmörser ausgetauscht, der sich viel besser dazu eignet, befestigte feindliche Stellungen sowie leichte Bunker zu vernichten. Dass dies ebenfalls eine Ähnlichkeit zum Baneblade darstellt, sei nur am Rande erwähnt. Als letzte Basisausrüstung verfügt der Rogal Dorn über ein schweres Maschinengewehr, das extern am Turm montiert wird und wahlweise vom Richtschützen oder dem Ladeschützen bedient werden kann.

In dieser Konfiguration verfügt der Rogal Dorn über eine Besatzung von 5 Mann. In der Wanne befinden sich der Fahrer, außerdem der Richtschütze der bugmontierten Waffe. Im Turm sind der Panzerkommandant, der Richtschütze der Hauptwaffe sowie der Ladeschütze untergebracht. Auf Grund seiner Größe ist der Rogal Dorn weitaus geräumiger als der Leman Russ, was von seiner Besatzung gerne positiv gegenüber Leman Russ Besatzungen erwähnt wird.

Wie alle imperialen Fahrzeuge ist auch der Rogal Dorn modular aufgebaut und kann alternative Waffenkonfigurationen aufweisen. Die offensichtlichste ist der komplette Austausch der Turmbewaffnung (Opressor-Kanone und koaxiale Autokanone) hin zu zwei Kampfgeschützen des Leman Russ Schemas, welche synchronisiert sind. Dies erlaubt eine höhere Feuerrate auf ein einzelnes Ziel oder eine schnellere Schussfolge auf mehrere Ziele. In dieser Konfiguration wird üblicherweise ein weiterer Ladeschütze im Panzer eingesetzt, um beide Kampfgeschütze zuverlässig mit Munition versorgen zu können. Dennoch ist der Munitionsverbrauch dieser Konfiguration enorm, was bei längeren Gefechten ein Problem darstellen kann.

Als zusätzliche Waffen können zwei Seitenkuppeln montiert werden. Diese entsprechend weitgehend den bekannten Seitenkuppeln des Leman Russ und haben dieselben zwei möglichen Konfigurationen – entweder zwei schwere Bolter zur Abwehr mittelschwer gepanzerter Infanterie, oder zwei Multimelter zur weiteren Bekämpfung feindlicher Panzerfahrzeuge sowie Bunkerstellungen. Unnötig zu erwähnen, dass beim Einsatz der Seitenkuppen zwei weitere Richtschützen im Rumpf des Rogal Dorn eingesetzt werden müssen, wodurch die Besatzung je nach Art der turmmontierten Waffen auf 7 – 8 Personen ansteigt.

Als letzte Option können zwei weitere bugmontierte Waffen installiert werden, wahlweise zwei weitere schwere Maschinengewehre oder zwei Melter in Infanteriestärke. Diese zwei Waffen haben sehr eingeschränkte Feuerwinkel und werden üblicherweise vom Richtschützen der Wanne mit bedient. Die Montierpunkte dieser Waffen sind im Grunddesign des Rogal Dorn bereits vorgegeben, doch über den Einsatz dieser Rumpfwaffen wird üblicherweise vom Panzerkommandanten je nach Art der aktuellen Gefechtssituation entschieden.

Einsatzprofile

Die Tactica Imperialis sieht für den Rogal Dorn den Einsatz als schweres Durchbruchfahrzeug vor, welches eine Öffnung der feindlichen Linien erzwingen soll, damit nachrückende, leichtere Verbände diesen Durchbruch nutzen können. Doch auch als Verankerung der eigenen Frontlinie in der Abwehr feindlicher Angriff kann der Rogal Dorn auf Grund seiner hohen Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit brillieren. Prinzipiell wird er auch dort eingesetzt, wo ein Baneblade entweder nicht zur Verfügung steht oder eine zu große Investition an Aktivposten wäre.

Auch als Kommandopanzer ist der Rogal Dorn beliebt, da er für den Kommandanten einer Panzerkompanie ein weitaus angenehmeres Fahrzeug darstellt als ein Leman Russ. Neben der Ergonomie bietet der Rogal Dorn allein schon auf Grund seiner Größe einen besseren Überblick über das Gefechtsfeld. Außerdem verfügt er üblicherweise über eine ausreichend starke Funkanlage, so dass im Gegensatz zum Leman Russ die Installation eines zusätzlichen Hochleistungs-Funkgerätes nicht zwingend notwendig ist.

Auf Grund der geringen Verfügbarkeit ist der Rogal Dorn in den Reihen des Astra Militarum zu Beginn einer Kampagne nur vereinzelt zu finden. Durch seine hohe Widerstandkraft kann er jedoch Schaden überstehen, die einen leichteren Kampfpanzer – vor allem den weit verbreiteten Leman Russ – bereits unrettbar zerstört hätten. Somit ist es nicht unüblich, dass die relative Anzahl des Rogal Dorn über den Verlauf eine Kampagne zunimmt, da für dieses Fahrzeug weitaus weniger Ausfälle zu verzeichnen sind als wie beim schon erwähnen Leman Russ. Dadurch ist es auch möglich, dass ganze Panzerkompanien aus kampferprobten Rogal Dorn Panzern auftreten können. Dies ist jedoch meist nur temporär, da diese Panzer vom übergeordneten Kommando bald wieder auf die verfügbaren Truppen aufgeteilt werden.

Abschließend lässt sich festhalten, dass der schwere Kampfpanzer Rogal Dorn sich in den Reihen des Astra Militarum einen festen Platz erarbeitet hat und gerade in längeren Kampagnen zu einem üblichen Anblick geworden ist.
 
Liest sich gut, obwohl ich unabhängig davon einen Panzer mit diesem Namen eher als Belagerungspanzer erwartet hätte, mit einem richtig fettem Mörser oä(exotischerer) Bewaffnung.😉😁
Du hast vergessen zu erwähnen, warum er "untenrum" etwas freizügig daher kommt.😉🤣🤣
Mehr Lore zu Fahrzeugen würde ich auch gut finden, vor allem mit Blick auf die ganzen neuen Teile.
Ursprünglich waren die Ideen mit den STKs ja darauf ausgelegt,daß es überwiegend zivile Konstrukte für Kolonisten waren, die für militärische Zwecke umgerüstet wurden.
Eine Aufschlüsselung was so und was rein militärische Technik war bzw "neu" erfunden wurde,würde mich auch schon interessieren.🤔
 
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