@Haakon
Die Unterstellung bezog sich eher darauf, dass "Klarheit" immer eine Sache vom generellen "kompetetiven Denken" sei.
Meine Schwierigkeit liegt primär darin dass ich merke, dass Du den Wunsch nach Klarheit und Struktur mit Kompetetivem Spielen scheinbar gleich setzt, obwohl die zwei zwar eine Schnittmenge haben (und das eine klar vom anderen profitiert, keine Frage), aber verschiedene Dinge sind. Schwammige, verhandelbare Regeln und unplanbare Ergebnisse sind nicht automatisch Casual. Klar, es hat deutlich mehr "Homebrew" Charakter, aber offen gestanden erwarte ich z.B. von einem Wargame, bei dem Strategie und Tatik eigentlich aussagekräftiger sein sollten als der pure Zufall und verhandelbare Willkür schon eine gewisse Struktur und Klarheit.
Auch wenn wir damit groß geworden sind und das Abkehren von diesen Mechaniken ein weiterer Verlust einer liebgewonnen Vergangenheit ist, die nie wiederkehren wird.
Aber wenn der eine Gegner den Wald blickdicht verhandelt, der andere als Deckung? Wenn einer zwischen Lok und Waggon durchschießen will und der andere nicht? Das empfinde ich nicht als heimelige Wohnzimmeratmosphäre sondern als stressigen Unsicherheitsfaktor. Zumal die Menge an FAQ und Regelkommentaren zeigt, wie schwer sich die Warhammer Community offenbar mit der Regelkonformen Anweisung "bei Unklarheiten ausdiskutieren oder würfeln" direkt am Anfang des Grundregelwerks tut 😅
Ich weiß auch wie es früher war und habe, gelinde gesagt, gerade bei den alten Granaten- und Artillerieregeln einen Fön bekommen und beides nie eingesetzt, weil ich Schablonenwaffen und Abweichungen nie wirklich richtig erfassen und einkalkulieren konnte und dementsprechend meine DDA (zB) eigentlich so gut wie nie auf dem Feld hatte. Sehr wahrscheinlich einer der Gründe für meine unterirdische Spielleistung, aber die Dinger haben mich einfach aufgeregt.
Flammenwerfer hingegen, die gingen schon. Die konnten nicht abweichen.
Aber Sprengschablonen waren für mich (Einzelbeispiel) lange Zeit eine stressige Sache. Da ist es für mich jetzt besser zu sehen "yo, ich hau drei Ectoplasmakanonen für 3w3 in einen 10er Trupp, das sind im Schnitt 6, mit 1/9 Wahrscheinlichkeit aber nur 2 Attacken. Plus zuverlässige 6 für das große Ziel, die mit 66,7% Wahrscheinlichkeit treffen und in circa 8 Verwundungen resultieren die er mit 50%iger Wahrscheinlichkeit saved... also bewege ich besser eine zweite Einheit in Sichtlinie, da der Output mit über 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht hin haut."
Statt "Okay, die große Schablone erfasst das Rudel ganz gut, davon rettet er etwa ein Drittel uuuuuuuund... null Schaden, aber meine Immortals sind weg."
You get the point.
Ich habe aktuell recht viele klare, harte Daten, die mag ich. Ich glaube ich habe vorher in manchen Runden deutlich mehr Modelle und Einheiten an die Abweichwürfel verloren als an meinen Gegner. Sowas ist für mich kein Spaß. Erst Recht wenn ich bei direktem Feuer und Sichtlinie noch eine Abweichung würfeln soll. Jedes Mal ein stressiges Beten dass mein ganzer toller Plan nicht deswegen scheitert weil ich meine eigene Lychguard pulverisiere oder der Veil of Shadows mich vom Tisch portet. Hat für mich nichts mit Cineastik oder "Homebrew", sondern mit Casino zu tun.
Aber da wieder: Geschmacksfrage.
Klar ist das für Leute der alten Garde™ wieder blöd weil es jetzt egal ist ob man seine Ganten zu einem fetten Knäuel zusammenfasst oder eine Halbmeter lange Konga damit tanzt - die realistische Immersion geht da natürlich flöten, eine Explosion ist nicht mehr, wie sie sollte, auf einen festen Punkt und Radius beschränkt.
Mir gefällt es jetzt etwas besser. Du hasst es. Im kompetetiven Bereich ist es eigentlich egal, weil die Schablonen schwer planbar, aber einfach handhabbar waren.
Die Unterstellung bezog sich eher darauf, dass "Klarheit" immer eine Sache vom generellen "kompetetiven Denken" sei.
Meine Schwierigkeit liegt primär darin dass ich merke, dass Du den Wunsch nach Klarheit und Struktur mit Kompetetivem Spielen scheinbar gleich setzt, obwohl die zwei zwar eine Schnittmenge haben (und das eine klar vom anderen profitiert, keine Frage), aber verschiedene Dinge sind. Schwammige, verhandelbare Regeln und unplanbare Ergebnisse sind nicht automatisch Casual. Klar, es hat deutlich mehr "Homebrew" Charakter, aber offen gestanden erwarte ich z.B. von einem Wargame, bei dem Strategie und Tatik eigentlich aussagekräftiger sein sollten als der pure Zufall und verhandelbare Willkür schon eine gewisse Struktur und Klarheit.
Auch wenn wir damit groß geworden sind und das Abkehren von diesen Mechaniken ein weiterer Verlust einer liebgewonnen Vergangenheit ist, die nie wiederkehren wird.
Aber wenn der eine Gegner den Wald blickdicht verhandelt, der andere als Deckung? Wenn einer zwischen Lok und Waggon durchschießen will und der andere nicht? Das empfinde ich nicht als heimelige Wohnzimmeratmosphäre sondern als stressigen Unsicherheitsfaktor. Zumal die Menge an FAQ und Regelkommentaren zeigt, wie schwer sich die Warhammer Community offenbar mit der Regelkonformen Anweisung "bei Unklarheiten ausdiskutieren oder würfeln" direkt am Anfang des Grundregelwerks tut 😅
Ich weiß auch wie es früher war und habe, gelinde gesagt, gerade bei den alten Granaten- und Artillerieregeln einen Fön bekommen und beides nie eingesetzt, weil ich Schablonenwaffen und Abweichungen nie wirklich richtig erfassen und einkalkulieren konnte und dementsprechend meine DDA (zB) eigentlich so gut wie nie auf dem Feld hatte. Sehr wahrscheinlich einer der Gründe für meine unterirdische Spielleistung, aber die Dinger haben mich einfach aufgeregt.
Flammenwerfer hingegen, die gingen schon. Die konnten nicht abweichen.
Aber Sprengschablonen waren für mich (Einzelbeispiel) lange Zeit eine stressige Sache. Da ist es für mich jetzt besser zu sehen "yo, ich hau drei Ectoplasmakanonen für 3w3 in einen 10er Trupp, das sind im Schnitt 6, mit 1/9 Wahrscheinlichkeit aber nur 2 Attacken. Plus zuverlässige 6 für das große Ziel, die mit 66,7% Wahrscheinlichkeit treffen und in circa 8 Verwundungen resultieren die er mit 50%iger Wahrscheinlichkeit saved... also bewege ich besser eine zweite Einheit in Sichtlinie, da der Output mit über 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht hin haut."
Statt "Okay, die große Schablone erfasst das Rudel ganz gut, davon rettet er etwa ein Drittel uuuuuuuund... null Schaden, aber meine Immortals sind weg."
You get the point.
Ich habe aktuell recht viele klare, harte Daten, die mag ich. Ich glaube ich habe vorher in manchen Runden deutlich mehr Modelle und Einheiten an die Abweichwürfel verloren als an meinen Gegner. Sowas ist für mich kein Spaß. Erst Recht wenn ich bei direktem Feuer und Sichtlinie noch eine Abweichung würfeln soll. Jedes Mal ein stressiges Beten dass mein ganzer toller Plan nicht deswegen scheitert weil ich meine eigene Lychguard pulverisiere oder der Veil of Shadows mich vom Tisch portet. Hat für mich nichts mit Cineastik oder "Homebrew", sondern mit Casino zu tun.
Aber da wieder: Geschmacksfrage.
Klar ist das für Leute der alten Garde™ wieder blöd weil es jetzt egal ist ob man seine Ganten zu einem fetten Knäuel zusammenfasst oder eine Halbmeter lange Konga damit tanzt - die realistische Immersion geht da natürlich flöten, eine Explosion ist nicht mehr, wie sie sollte, auf einen festen Punkt und Radius beschränkt.
Mir gefällt es jetzt etwas besser. Du hasst es. Im kompetetiven Bereich ist es eigentlich egal, weil die Schablonen schwer planbar, aber einfach handhabbar waren.
