Modellbau & Bemalung

Lord Krimdar VI

Eingeweihter
17. März 2002
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sealedcity.blogspot.de
Um den ganzen Regelteil etwas anschaulicher zu machen, werde ich hier einige Gedanken zu Bau und Bemalung der Xeno-Mechanoiden vorstellen.


Modellbau:

Klon-Krüppel:
Wie im Hintergrundteil des Codex' erwähnt, ist das Klonverfahren der Mechanoiden alles andere als ausgereift. Verkümmerte Gliedmaßen sind hier an der Tagesordnung und Bionics werden nur für wichtige Extremitäten implantiert. Beispiele für unwichtige Gliedmaßen sind hierbei das 2. Armpaar von Ganten oder auch die Schwänze der meisten Tyraniden. Hier kann man sich mit Kneifzange, Messer und Feile so richtig austoben und allerlei Stümpfe produzieren.
Auch an den Chitinplatten lässt sich einiges machen. Sei es nur ein Abschleifen der Kanten und Ecken, um halb ausgebildete Platten darzustellen, das Anbringen von Nieten zur Befestigung lockerer Platten oder gar das Ersetzen durch kalten Stahl.

Implantate:
Für die Masse an Implantaten ist Plastikkarton euer bester Freund. Für einfache Arme und Beine verweise ich lieber auf Zerlatschts kleines Bionic-Tutorial, als das Ganze hier nochmal breit zu treten. ^^
Darüberhinaus verwende ich für Mechanoiden in Kriegergröße sehr gerne Beine von Sentinels als Arm-Bionics, die ohne den "Oberschenkel" schön krude rüberkommen.

Für die Anbringung von Waffen gibt es 3 verschiedene Varianten:
a) Servitorenstil: einfach den Arm weglassen und die Waffen mit einem Stück Plasikkartonstab/-rohr an der Schulter anbringen. Verwende ich bevorzugt bei Modellen auf Gantenbasis.
b) Mechanische Arme: Bei Armen die nach dem obigen Tutorial gebaut wurden, empfehle ich statt einer Hand einfach ein zusätzliches Gelenk, das man direkt mit der Waffe verbinden kann.
c) Implantatwaffen: Letztlich kann man auch normale Arme der Tyraniden verwenden und die Waffen statt der Hand implantieren. Dabei ist natürlich ein wenig GS nötig, um den Übergang passend zu modellieren.

Zieloptiken/Augen:
Die meisten meiner Mechanoiden besitzen mindestens eine augmentische Sehhilfe. Man kann diese entweder aus Plastikkarton bauen (Platte für den beinhaltenden "Kasten", ein Stück Rohr für die Kamera) oder über Bitz realisieren (zu empfehlen sind die unzähligen Optiken und Waffenkameras aus dem Space Marine Bereich, die Nebelwerfer der CSM bieten gleich 4 Optiken).

Waffen:
Hier kommen wir zum interessanten Teil. Die Standardsachen wie Multimelter & Co. brauche ich wohl kaum zu erklären, jedoch gibt es eine Reihe von Sonderwaffen, die ich hier mal aufführe:

Sturmlaser:
Eine handliche Laserwaffe mit verbessertem Durchschlag? Da müssen Extraläufe her. Nach einigem Rumprobieren kombinierte ich 2 Lasergewehre der Chimäre mit einem Pulssturmgewehr und kam bei folgendem Design raus, das sich an Flohsacks Skizze orientiert.
stula.png


schwerer Sturmlaser:
Mehr Reichweite, mehr Wumms und irgendwie klingt es nach Multilaser? Was liegt da näher, als einfach mit einem solchen zu beginnen? Hier habe ich mich wieder beim Sentinel bedient. Gleiche Vorgehensweise wie beim kleinen Sturmlaser und schon kam das folgende Teil heraus:
hstula.png


Raketenbatterie:
Hier gibt es schon genug fertige Möglichkeiten an Raketenwerfern zur Auswahl - Cyclone, Landungskapsel, Sentinel, CSM Inferno...
imperial_guard_sentinel_2009_missile_launcher_large.jpg


Präzisionsgewehr:
Auch hier wieder keine große Kunst, sondern Bitz der SM Scouts.
sniper_scounts_single_sniper_rifle_large.jpg


Und weiter geht es mit den Nahkampfwaffen:

Adamantiumbohrer:
Bohrer gibt es von allerlei Modellen und Herstellern, als Beispiel wären hier die entsprechenden Bitz von den Killabots genannt.
ork_killa_kans_drilla_large.jpg


Energieklingen:
Alles was eine glatte Schneide hat und schön leuchtet, findet hier Verwendung. Kombinierbar mit Tyranidenarmen wie auch mit Plastikkartonbionics. Darunter fallen z.B. allerlei Energieschwerter der SM.

Energiekrallen:
Hier kann man grundsätzlich verschiedene Wege gehen. Ich mag persönlich das Design von Simeon 38X's Klauen, aber auch Armee der Killabots oder Energiekrallen der Orks sind denkbar.
Simeon38x.gif


Sensenklingen:
Zusätzlich zu glatten Schneiden, die NICHT leuchten, kann man hier alle Arte von Kettenschwertern, -sägen und Evisceratoren nehmen. Mein persönlicher Favorit stammt natürlich wieder aus dem Sentinelgussrahmen.
imperial_guard_sentinel_2009_chainsaw_large.jpg



Die Auswahlen:
Ein wenig weg von den Bitz hin zu den einzelnen Truppauswahlen.

Die Maschine:
Man nehme einen Roten Schrecken, 4-6 schwere Sturmlaser, den Schwanz eines Talos' und eine Menge Plastikkarton. Der Unterleib sollte an der passenden Stelle abgeschnitten werden und in den Schwanz des Talos' übergehen. Für die Arme würde ich Bionics empfehlen und der Kopf umfassend mit Zieloptiken ausgestattet werden. Noch ein Haufen genieteter Panzerplatten aus Plastikkarton und fertig.

Mad One:
Hier eine PM an Threeshades - ist sein Baby ^_^

Prozessordrohne:
Hier kann man das Artwork von Flohsackals Grundgerüst nehmen. Also ein Zoantroph mit gekürztem Unterleib, gepanzerter Kopfverschalung und eine Menge Sensoriken und Antennen.

Großer Dominator/Vernichter/Gleichmacher:
Tyranidenkrieger mit den oben aufgeführten Veränderungen und schon läuft die Sache. Lediglich sollte der Dominator auch wirklich größer sein (bei mir ist er fast 1 Zoll größer geworden).

Phalanx-Dominator/-drohnen:
Für diese bulligen Gesellen empfehle ich Tyrantenwachen als Basis.

Standard-Dominator/Sturmdrohnen:
Ein Handvoll Symbionten, Bionics und Mechanoidenwaffen, kräftig schütteln und schon sind die passenden Modelle einsatzbereit.

Mantisdrohnen:
Für die Variante aus unserem Artwork braucht es einen Liktor, mechanische Beine (Plastikkarton oder Sentinel) sowie für die Bewaffnung einen großen Flammenwerfer. Hier kann man mit dem Redeemerbausatz protzen oder es mit dem Höllenhundflamer kleiner angehen lassen.

Schwarm-/Scoutdrohnen/Panzerjäger:
Termaganten bilden den Grundstock aller Xeno-Mechanoiden Schwadronen. Auf dieser Grundlage kommen mit einer Handvoll Bionics schon gute Ergebnisse raus.

Apendarixdrohne:
Hier kommen wir zur Königsklasse. Hintergrundtechnisch haben wir hier einen Malefaktor mit Bionics. Armorcast hat da mal ein Modell rausgebracht, doch gibt es 2 Probleme: das Design passt nicht zum aktuellen Tyranidenstil und es ist einfach grottenhässlich (glaubt mir, ich hab das Ungeheuer zu Hause stehen^^). Also muss eine Alternative her. Nachdem GW sich nun endlich an Tervigon und Tyrannofex gewagt hat, gefällt mir das Ding als Grundlage recht gut. Somit haben wir schon die Tyranidenseite abgedeckt, für die massiven Bionics gibt es eigentlich nur ein passendes Fahrzeug - die Geissel. Ja, ab hier wird es dann teuer.
Meine Vision des Modells besteht aus dem Tyrannofex mit Beinen der Geissel sowie dessen Torso als gepanzerten truppentransportierenden Hinterleib. Leider habe ich momentan zu viele Projekte am Laufen, um dieses Modell in absehbarer Zeit zu realisieren.

Exploratordrohnen:
Kettengetriebene Venatoren? Entweder kauft man sich eine Salvenkanone oder ähnliches Gerät und wird dabei arm (ist man spätestens nach der Apendarixdrohne 😉) oder führt sich chimeraas Scratch Build Tutorial zu Gemüte. Eine Alternative bietet jedoch die Iron Brotherhood von Micro Art Studios.

Geschützdrohnen:
Biovoren mit Raketenwerfern. Klingt einfach, ist auch so. Nur dass mir die aktuellen Biovoren nicht gefallen wollen. Die 2 Alternativen nennen sich Pyrovore und Schwarmwache. Insbesondere letztere passen gut und sparen gleichzeitig Geld für die Apendarixdrohne.

Der Bot:
Da wir recht viel dran machen werden, reicht ein Exemplar aus Black Reach völlig aus. Dazu ein halber Tyranidenkrieger o.ä. (was ihr so vom Basteln als Tyranidenpart übrig habt) und ein Paar schwere Waffen. Plastikkarton ist wieder obligatorisch. 😉


Bemalung:
Und nun zu etwas völlig Anderem.

Haut & Chitin: Um das kränkliche Äußere der zig Mal geklonten Mechanoiden zu unterstreichen, empfehle ich hier etwas blassere Farben, als bei den Tyraniden üblich. Davon abgesehen kann jedoch jedes beliebige Schema angewandt werden.

Metall: Schrottverwertung ist nunmal kein verchromter Edelstahl, daher eignen sich verwitterte Metall und Messingtöne hervorragend.

Unterschiedliche Farbschemata: Durch die Verwendung verschiedenen Genmaterials kann es durchaus zu Farbunterschieden innerhalb einer Schwadron kommen. Man sollte es nur nicht übertreiben. Bleibt man bei blassen Farben und hält das Metall einheitlich, so bleibt auch das zusammenhängende Aussehen der Schwadron erhalten.

Charaktermodelle: Hier kann man durchaus etwas weniger Blässe nehmen und auch andere Schemata, da diese Mechanoiden aus einem verbesserten Genpool erschaffen werden.


Verwendete Bilder stammen von bitzbox und dem lexicanum.
 
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