One Page Rules Erfahrungen?

GrindigaDeifi

Aushilfspinsler
Wir haben in unserer privaten Spielergruppe OPR Grim Dark letztes Jahr im Herbst/Winter für uns entdeckt und sind alle durchweg positiv angetan, worüber ich kurz berichten will.

Zur Einordnung: Unsere Spielergruppe ist so um 40+/-5 Jahre alt, berufstätig und häufig mit Kindern, also eher wenig Hobbyzeit. Alle sind seit >15 Jahren oder erheblich länger im Hobby. Vorrangig Fluff-/Spassspieler, manche aber mit durchaus ambitioniertem Siegeswillen. Wir hatten jetzt eine Handvoll spiele in unterschiedlichen Matchups, auch schon mit der 2.5 Liste.

Vorteile:
  • leicht verständliche, klare und geringe Anzahl Regeln (wir haben in den letzten Jahren kaum noch 40k gespielt, da der Aufwand immer auf dem neuesten Regelstand zu sein einfach zu hoch war)
  • wenig Vorbereitungszeit beim Listenschreiben und etwas kürzere Spieldauer als 40k
  • gute Balancing, was i.d.R. bis zum Schluss spannende, ausgewogene Spiele bewirkt
  • geringe/keine Kosten bei Regelbuch/Codices
  • Abwechselndes Einheitenziehen verhindert den häufig sehr ärgerlichen Alphastrike von 40k und sorgt für ein ganz eigenes Spielgefühl: keine längere Untätigkeit/Langeweile während dem Spielzug des Gegners, taktische Situation auf dem Feld ändert sich quasi minütlich und man muss entsprechend agieren bzw. drauf reagieren
  • Trotz extremer Simplifizierung gelingt die Abbildung des Fluffs in die (Sonder-)Regeln meist recht gut

Nachteile:
  • Es gibt wenig "Überraschung" bei den Fähigkeiten des Gegners, da man mit einem Blick auf die Armeeliste des Gegners mit ein bissl Erfahrung sofort einschätzen kann, was die Liste kann, auch wenn einem die Armee/Volk noch so unbekannt ist. Das muss jetzt nicht direkt ein Nachteil sein, ich empfand es nur so, dass es so ein bisschen das Unbekannte/"Mystische" der generischen Armee dadurch entfernt wurde. Auch wenn es ziemlich ärgerlich bei 40k sein kann, wenn der Gegner plötzlich mit einer Spezialfähigkeit daher kommt, die man so nicht (mehr) auf dem Schirm hatte, fehlt mir so was weitgehend als überraschendes Element in OPR.
  • Leider lassen sich nicht restlos alle (typischen) 40k Einheiten- und Ausrüstungsoptionen adäquat abbilden (z.B. nur 3er Terminatorentrupps, kein Devastoren-Sergeant usw.). Es sind oft nur Kleinigkeiten, die sich nicht umsetzen lassen, aber dennoch schade

Fazit: OPR Grim Dark ist eine rundum gelungene Sache mit gutem Balancing, schnellem/eingängigem Spielablauf, taktischer Tiefe, die man durchaus als Zeit und Kostensparende Alternative zu 40k sehen kann. Das ist natürlich alles recht subjektiv, aber ich persönlich würde jedem raten OPR mal auszuprobieren, gerade wenn man wenig Hobbyzeit hat und einen der ständige Powercreep und das ständige am Ball bleiben mit gefühlt 17 Codices und Regelbüchern für eine Armee bei 40k nervt. Ich persönlich würde mir aber entweder eine 10. 40k Edition wünschen, die mehr in Richtung OPR geht (besseres Balancing, evtl. auch abwechselndes Einheitenziehen, keine ständigen Regelupdates, gerne viele unnötige Sonderregeln entfernen/zusammenfassen, aber eben nicht ganz so stark vereinfacht, wie bei OPR) oder umgekehrt eine Art "Heavy OPR" mit ein paar mehr spezifischeren Sonderregeln, die den Fluff besser abbilden und mehr Kombinationen in der Armeeliste erlauben.
 

Cuthullu

Miniaturenrücker
Wir haben in unserer privaten Spielergruppe OPR Grim Dark letztes Jahr im Herbst/Winter für uns entdeckt und sind alle durchweg positiv angetan, worüber ich kurz berichten will.

Zur Einordnung: Unsere Spielergruppe ist so um 40+/-5 Jahre alt, berufstätig und häufig mit Kindern, also eher wenig Hobbyzeit. Alle sind seit >15 Jahren oder erheblich länger im Hobby. Vorrangig Fluff-/Spassspieler, manche aber mit durchaus ambitioniertem Siegeswillen. Wir hatten jetzt eine Handvoll spiele in unterschiedlichen Matchups, auch schon mit der 2.5 Liste.

Vorteile:
  • leicht verständliche, klare und geringe Anzahl Regeln (wir haben in den letzten Jahren kaum noch 40k gespielt, da der Aufwand immer auf dem neuesten Regelstand zu sein einfach zu hoch war)
  • wenig Vorbereitungszeit beim Listenschreiben und etwas kürzere Spieldauer als 40k
  • gute Balancing, was i.d.R. bis zum Schluss spannende, ausgewogene Spiele bewirkt
  • geringe/keine Kosten bei Regelbuch/Codices
  • Abwechselndes Einheitenziehen verhindert den häufig sehr ärgerlichen Alphastrike von 40k und sorgt für ein ganz eigenes Spielgefühl: keine längere Untätigkeit/Langeweile während dem Spielzug des Gegners, taktische Situation auf dem Feld ändert sich quasi minütlich und man muss entsprechend agieren bzw. drauf reagieren
  • Trotz extremer Simplifizierung gelingt die Abbildung des Fluffs in die (Sonder-)Regeln meist recht gut

Nachteile:
  • Es gibt wenig "Überraschung" bei den Fähigkeiten des Gegners, da man mit einem Blick auf die Armeeliste des Gegners mit ein bissl Erfahrung sofort einschätzen kann, was die Liste kann, auch wenn einem die Armee/Volk noch so unbekannt ist. Das muss jetzt nicht direkt ein Nachteil sein, ich empfand es nur so, dass es so ein bisschen das Unbekannte/"Mystische" der generischen Armee dadurch entfernt wurde. Auch wenn es ziemlich ärgerlich bei 40k sein kann, wenn der Gegner plötzlich mit einer Spezialfähigkeit daher kommt, die man so nicht (mehr) auf dem Schirm hatte, fehlt mir so was weitgehend als überraschendes Element in OPR.
  • Leider lassen sich nicht restlos alle (typischen) 40k Einheiten- und Ausrüstungsoptionen adäquat abbilden (z.B. nur 3er Terminatorentrupps, kein Devastoren-Sergeant usw.). Es sind oft nur Kleinigkeiten, die sich nicht umsetzen lassen, aber dennoch schade

Fazit: OPR Grim Dark ist eine rundum gelungene Sache mit gutem Balancing, schnellem/eingängigem Spielablauf, taktischer Tiefe, die man durchaus als Zeit und Kostensparende Alternative zu 40k sehen kann. Das ist natürlich alles recht subjektiv, aber ich persönlich würde jedem raten OPR mal auszuprobieren, gerade wenn man wenig Hobbyzeit hat und einen der ständige Powercreep und das ständige am Ball bleiben mit gefühlt 17 Codices und Regelbüchern für eine Armee bei 40k nervt. Ich persönlich würde mir aber entweder eine 10. 40k Edition wünschen, die mehr in Richtung OPR geht (besseres Balancing, evtl. auch abwechselndes Einheitenziehen, keine ständigen Regelupdates, gerne viele unnötige Sonderregeln entfernen/zusammenfassen, aber eben nicht ganz so stark vereinfacht, wie bei OPR) oder umgekehrt eine Art "Heavy OPR" mit ein paar mehr spezifischeren Sonderregeln, die den Fluff besser abbilden und mehr Kombinationen in der Armeeliste erlauben.
Bzgl. Heavy OPR, hast du dir schon das Patreon Regelwerk geholt? Da sind einige zusätzliche Module drin, wie ein einfaches CP System, Wetter, Zufallsereignisse, erweiterte Aktionen usw.
 

GrindigaDeifi

Aushilfspinsler
Bzgl. Heavy OPR, hast du dir schon das Patreon Regelwerk geholt? Da sind einige zusätzliche Module drin, wie ein einfaches CP System, Wetter, Zufallsereignisse, erweiterte Aktionen usw.
Danke für den Tipp, das hab ich schonmal gesehen, aber noch nicht ausprobiert. Sicher eine gute Ergänzung, ändert aber nichts an den fehlenden Einheiten/Ausrüstungsoptionen und der Varianz bei Sonderregeln (ja ich weiss man kann es mir nicht recht machen, bei 40k zu viel Sonderregeln und Ausrüstungs/Einheiten-Kombinationen bei OPR zu wenig 😁)
 

Cuthullu

Miniaturenrücker
Danke für den Tipp, das hab ich schonmal gesehen, aber noch nicht ausprobiert. Sicher eine gute Ergänzung, ändert aber nichts an den fehlenden Einheiten/Ausrüstungsoptionen und der Varianz bei Sonderregeln (ja ich weiss man kann es mir nicht recht machen, bei 40k zu viel Sonderregeln und Ausrüstungs/Einheiten-Kombinationen bei OPR zu wenig 😁)
Dann probier mal den @von Hohenstein Cut. So nennen wir 40k 9.Edi mit folgenden Einschränkungen:

Keine Warlord Traits
Keine Relikte
Keine Strategems
und noch was war, komm grad net drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:

von Hohenstein

Fluffnatiker
Keine Warlord Traits
Keine Relikte
Keine Strategems
und noch was war, komm grad net drauf.
Keine Ordens/Clan/etc. spezifischen Sonderregeln
Keine "ich hab nur eine Sorte Marines aufgestellt"-Bonusregeln

Also im Grunde alles was auf den Codexeintrag nochmal kostenlos dazu kommt. Dann hast Du Deine "9.Edition light" bzw. "OPR heavy".
Das kann man vor allem auch mit Leuten spielen die sich nicht in OPR eingelesen haben. Also für spontane Spiele. Funktioniert auch sehr gut.
 

GrindigaDeifi

Aushilfspinsler
Keine Ordens/Clan/etc. spezifischen Sonderregeln
Keine "ich hab nur eine Sorte Marines aufgestellt"-Bonusregeln

Also im Grunde alles was auf den Codexeintrag nochmal kostenlos dazu kommt. Dann hast Du Deine "9.Edition light" bzw. "OPR heavy".
Das kann man vor allem auch mit Leuten spielen die sich nicht in OPR eingelesen haben. Also für spontane Spiele. Funktioniert auch sehr gut.
Klingt gut, werden wir mal probieren. Danke!
 

Ahnenzorn

Eingeweihter
Eben hatte ich mein erstes Match gegen Zwerge [3k, Basic Rules mit Competive Erweiterung, aber true Line of Sight].

Wow!
Nach vorheriger Absprache haben wir schon ziemlich knackige Listen gestellt. Außer dem Monolith hatte ich keine Experimente dabei. Keine der vielen Dosen und Chaosdosenlisten hatte mich bisher vor so eine Herausforderung gestellt. Nachdem sein Mörser in T1 direkt mal 9 von10 Necrons des einen Trupps wegholzte und ein Panzer zusammen mit seinen Raketenschützen den Monolith von 18 auf 4 runter geschossen haben, dachte ich schon ich verliere zum ersten mal klar.
Jetzt verstehe ich erst warum andere so ein Problem gegen (meine) Necrons haben: Die Kombi aus gutem Schutz und viel tough 🙈 Er hatte unter Anderem auch 3x tough 12 mit 2+ Save und 3x tough 6 mit 2+ Save sowie ein Flieger. In Runde 2 musste ich einsehen, dass ich nicht wie sonst immer den Großteil weggeschossen kriege.
Ich wechselte meine Strategie und würfelte fortan auch leicht unverschämt (11 Rüstungswürfe auf die 6, nach Regeneration noch 2 Wunden und solche Geschichten. Am Ende stand mein Mono mit einem verbliebenen LP auf einem Ziel, die fast unangekratzten Immortals auf einem Anderen, der Skorpekh Lord auf einem oder zwei LP umkämpfte ein Weiteres und nur das Vierte Ziel war ihm.

Fazit: Gegen so viel tough müsste man definitiv einige deadly Waffen einpacken. In meiner Allround Liste hat das nur der Skorpekh Lord. Der Rest setzt auf Rending, Poison oder viel AP.
 

Zeitgeist

Grundboxvertreter
Ich konnte jetzt mal Firefight ausprobieren. Hat mega Spaß gemacht zu viert (die Sister-Gang hab ich vergessen zu Fotografieren)!
Ich sehe potential für zu krasse Kombos, aber dann muss man das absprechen oder jeder benutzt die Gangs of the Hive City Listen, die besser zu einander passen.

1663843929144.png

1663843951653.png
 
Zuletzt bearbeitet:

Lexandro Arquebus

Tabletop-Fanatiker
Moderator

Zeitgeist

Grundboxvertreter
Ist Firefight eher Richtung Kill Team oder doch eher Necromunda?
Ich würde sagen beides.
Spielst du mit den Listen der Grimdark-Armeen, ist es eher Killteam
Spielen alle mit den Gang-Listen, ist es pur Necromunda mit allen bekannten Gangs.
it's your choice
Es sind die gleichen Regeln wie beim "großen" OPR Spielsystem, nur das Modelle beim letzten Lebenspunktverlust nicht gleich tot sind und es quasi keine Einheiten gibt. Dazu kommen noch Sprung- und Schubs-Regeln und hier machen auch die zusätzlichen Aktionen mehr sinn (wie Overwatch oder so).
Für Necromunda gibts dann auch nochmal ein zus. Buch mit Kampagneninhalt ala Necromunda mit eigenen Gebieten etc.
 
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