Was lest ihr aktuell?

Zorg

Tabletop-Fanatiker
Derzeit lese ich den ersten Band von Eisenhorn.
Bin mir noch nicht sicher wie ich das finde. Ist schon deutlich anders als die Heresy Romane.
 

sejason

Codexleser
Ich hab vor kurzem The Oubliette von JC Stearns gelesen.
Im Dark Eldar Forum wurde es als Buch "mit Dark Eldar" angepriesen ... und das kann ich bestätigen, auch wenn es eher um eine feudale Menschenwelt des Imperiums geht.
 

Dragunov 67

Grundboxvertreter
War bei "Legion der Verdammten" auch schade, daß die erst am Ende ihren heroischen Auftritt hatten. Allerdings gab es auch mal ein paar Einblicke in das 'Privatleben' von SMs, das war ein wenig, äähh merkwürdig.
 

Dragunov 67

Grundboxvertreter
Heute wieder an der Bücher Zelle gehalten (ist grad noch so der direkte Arbeitsweg, falls ich mir mal nen Bruch hebe :D. Ganz gut gelaufen "Waylander" und "Der Glöckner von ND" und einer zum schmunzeln "Fibel für die deutsche Volksschule" von 1909, ja das ist kein Zahlendreher.
 

Eric Manoli

Senex Antiquus
Mit PR bin ich leider nie warm geworden
Hört sich vielleicht komisch an, aber kann ich gut verstehen. Meinen ersten Roman habe ich 1967 gelesen, dann die nächsten Jahre die Romane verschlungen (und die vorher erschienenen nachgekauft), und dann ziemlich plötzlich die Lust verloren, weil ich mit dem Stil nichts mehr anfangen konnte. Vor einem knappen Jahr habe ich dann wieder angefangen, nach über 40 Jahren! Im Moment gefällt es mir, mal sehen, wie lange. ;)
 

Dragunov 67

Grundboxvertreter
Ging mir nach der Wende mit Jason Dark so, habe die Teile Kiloweise gekauft, dann das selbe wie bei Dir mit PR. Jetzt habe ich Rückfall Täter mir wieder eine Handvoll aus der Bücher Zelle mitgenommen, ehrlich nur ne Handvoll (waren nicht mehr da) :D
 

exilant

Testspieler
Ich liebe die Uthred Saga absolut.
Auf die Idee wäre ich bei dem Avatar nie gekommen :p
Aber ehrlich gesagt hat er IMO langsam den Bogen überspannt. Ich lese im Grunde auch nur noch um es zu Ende zu bekommen und bin froh dass das nächste Buch das letzte sein soll.
Es wird halt langsam unplausibel. Uthred ist so mächtig und einflussreich, quasi jeder Mächtige schuldet ihm was usw. da macht es wenig Sinn das er aus den Analen verschwindet. Im Grunde hätte die Reihe im 7.Band (Heidenfürst) mit Alfreds Ableben enden sollen: durch seine ständigen Reibereien und religösendifferenzen mit Alfred war es nachvollziehbar, das er ihn nicht in den Chroniken erwähnt, Uthred hat sein Bebbanburg wieder, wird alt&glücklich und verschwindet im Schatten der Geschichte. Die letzten 5 Bände sind irgendwie nur lustlose Fortsetzung um der Fortsetzung willen, weils halt erfolgreich ist. Viel Sinn macht es nicht mehr, dass er der faktische Ziehvater König Aethelstans ist und halt trotzdem nicht viel mehr als seinen unmittelbaren Hausstand in die Schlacht führen kann.

Die Arthus-Saga habe ich jenseits von Teil 1 (Winterkönig) auch nie gelesen (den hatte ich mal aus der Wühlkiste), hab das auch nimmer so im Kopf. Aber da ist das Problem halt die literarische Vorlage an die er sich i.d.R. immer hält. Aus der Arthussage nen konsistenten "historischen" Roman zu schreiben (jenseits von Teilaspekten) ist auch eher schwer, weil der Stoff ziemlich widersprüchlich und aus unserer Warte unlogisch ist.

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Wer antiquarisch oder per Zufall/Amazon rankommt, wie gesagt "und sie schufen ein Reich". Ein historischer Roman wie ich sonst keinen kenne: zwar nur etwas über 500 Seiten, aber ne sehr besondere Story: eingebettet in eine Rahmenhandlung - ein alter Ritter nächtigt bei einem alten Köhler, der ihm die sagenumwobene Geschichte des ausgestorbenen Geschlechts erzählt, das früher in der Gegend herrschte - wird die Geschichte zweier Geschlechter über 12 Generationen erzählt, die fränkischen Ritter von Drachenstein und die sächsischen von Rabeneck, die beide von König Konrad Höfe bei Rekenz (der heutigen Stadt Hof) an gegenüberliegenden Ufern der Saale erhalten. Da beide Familien meist jeweils verschiedene Fraktionen innerhalb des Reichs dienen (erst Franken/Sachsen, später Staufer/Welfen) liegen sie meist in Fehde, wobei es aber auch immer mal Freundschaften zwischen beiden Seiten gibt, wenn das Reich befriedet ist.
Anhand dieser Familiengeschichte führt das Buch über 350 Jahre deutscher Geschichte, eben von Konrad I (König ab 1918) bis zum Untergang der Staufer 1268 in der Schlacht bei Tagliacozzo und erklärt eben auch immer (aus zeitgenössischer Perspektive natürlich) warum die jeweiligen Herrscher so handelten wie sie handelten.
Auf einer weiteren Eben erfährt man noch so einiges darüber wie denn Mythen so entstanden sein können, weil der Köhler "mystische Geschichten" erzählt, der Ritter aber, der Einblick in die wahren Begebenheiten hat, eben wies wie es wirklich war. So sagt man z.B. einem Drachensteiner nach einen "Zwergenhort" gefunden zu haben - tatsächlich entdeckt ein geheimes Silberbergwerk mitsamt dem abgebauten Silber, welches von venezianischen Bergleuten angelegt wurde. Diese gingen im "wilden" Reich gerne auf Prospektion und haben eben Raubgrabungen vorgenommen, um den Landesherren nix abdrücken zu müssen. Und da Bergleute eher klein sind wurde in der Volkssage eben Zwergengold draus. usw.
Und finally kommen einen eben sehr viele Elemente und Versatzstücke des Buches bekannt vor, aber in anderem Kontext. Irgendwann kommt man drauf und schmunzelt erst, dass der Autor so billig "kopiert", bis dann einer der späteren Drachensteiner einen gewissen Konrad von Fussesbrunnen kennenlernt und diesem seine Familiengeschichte erzählt. Da applaudiert man dann dem gewitzten Storykniff.

-> Holen!

https://www.amazon.de/sie-schufen-ein-Reich/dp/3404117794
 

Karpath

Erwählter
Auf die Idee wäre ich bei dem Avatar nie gekommen :p
Aber ehrlich gesagt hat er IMO langsam den Bogen überspannt. Ich lese im Grunde auch nur noch um es zu Ende zu bekommen und bin froh dass das nächste Buch das letzte sein soll.
Es wird halt langsam unplausibel. Uthred ist so mächtig und einflussreich, quasi jeder Mächtige schuldet ihm was usw. da macht es wenig Sinn das er aus den Analen verschwindet. Im Grunde hätte die Reihe im 7.Band (Heidenfürst) mit Alfreds Ableben enden sollen: durch seine ständigen Reibereien und religösendifferenzen mit Alfred war es nachvollziehbar, das er ihn nicht in den Chroniken erwähnt, Uthred hat sein Bebbanburg wieder, wird alt&glücklich und verschwindet im Schatten der Geschichte. Die letzten 5 Bände sind irgendwie nur lustlose Fortsetzung um der Fortsetzung willen, weils halt erfolgreich ist. Viel Sinn macht es nicht mehr, dass er der faktische Ziehvater König Aethelstans ist und halt trotzdem nicht viel mehr als seinen unmittelbaren Hausstand in die Schlacht führen kann.

Grundsätzlich gebe ich dir recht. Die Handlung ist eigentlich durch, die Schlachten geschlagen. Aber dennoch bekomme ich irgendwie nicht genug. Man hat die Charaktere lieb gewonnen, kann sich ganz rein versetzen und hat das Gefühl es könnte ewig so weiter gehen. Aber wie du sagst, Uthred ist alt und sollte sich zur Ruhe setzen, bevor die Buchreihe durch schlechte Bücher seine Magie verliert
 

Nibbler

Erwählter
zum zigsten Mal: "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy"
(weil mir meine bessere Hälfte zum Geburstatg eine englische Erstausgabe geschenkt hat - stört eigentlich noch jemanden das Apostroph im Buchtitel? Ich bin mir ziemlich sicher, dass das da nichts zu suchen hat)
 
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