40k Willkommen auf Vernus 3

Fauk

Tabletop-Fanatiker
28. Juni 2013
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Hallo liebe Community,

Nachdem ich nun schon seit einiger Zeit im Hobby unterwegs bin und mich auch die literarischen Werke nicht kalt gelassen haben, habe ich mich nun auch an einer eigenen Geschichte versucht, welche ich über die Zeit weiterführen möchte. Ich habe den Prolog heute fertiggestellt und würde mich gerne über Feedback eurerseits freuen 😉 Vor allem interessiert es mich wie das Setting ankommt.

Willkommen auf Vernus 3


„Verdammt Plast, ich habe gesagt du sollst hier nichts anfassen! Der Imperator beschütze uns wenn hier was hochgeht!“ der Befehl des Sergeants hallte in den düsteren Hallen wieder, welche völlig still und tot vor ihnen lagen. Plast, Soldat der planetaren Verteidigungsstreitkräfte von Farus, hob abwehrend die Hände während sein Gesichtsausdruck ein leicht genervtes Bild zeichnete. „Oder euer Gebell erweckt hier alles zum Leben, Searg“, gab er schließlich verteidigend zurück, während er sein Lasergewehr erneut schulterte. Hier unten war es so dunkel und stickig das die kleinen Taschenlampen, die sie bei sich trugen, die einzigen Lichtquellen waren. Fremdartige Symbole zierten hier die Wände und waren mit bloßem Auge faktisch nicht zu erkennen, wenn nicht gerade der Schein der Taschenlampe sie erhellte.

„Sehr faszinierend…“ Beide erschraken kurz, als sie die krächzende Stimme hinter sich hörten, während sich ihre Körper zuerst an- und dann wieder entspannten. Durch ihre Mitte war ein seltsames Wesen in langen schwarzen Roben geschritten, welches ein kratzendes Geräusch hinterließ als es dem Objekt seiner Begierde, am anderen Ende des Raumes, näher kam. Auf der großen Robe prangte auf dem Rücken gut sichtbar, selbst in dieser Dunkelheit, das Zeichen des Adeptus Mechanicus und das seltsame Wesen selbst hörte auf den Namen: Dominus GC 17 Strich 8. Er war wesentlich größer und fülliger wie die beiden Männer zusammen, selbst in seiner gebückten Haltung. Die Soldaten waren nur zu dankbar dafür das seine große schwarze Robe alles von seinem grotesken Körper verbarg, bis auf einen kleinen Schlitz aus dem seine Augen, oder was einmal seine Augen waren, hervorleuchteten war nichts zu erkennen. So bewegte sich unter seiner Kleidung viel, zu viel als das es nur zwei Arme sein konnten. Die Männer konnten nur erahnen welche Dinge sich unter dieser Kleidung befanden und waren mehr als froh darüber, dass es wohl bei einer Ahnung bleiben würde. „Dem Imperator sei Dank ist er so von diesen Ruinen fasziniert das er nichts von unserem Gespräch gehört hat.“ Die Kälte welche immer wieder durch einen starken Windstoß in diese Kammer getragen wurde, ließ den Atem der Soldaten sichtbar werden. Farus war eigentlich eine Dschungelwelt, reich an Leben, Ressourcen und einem heißen Klima. Die Oberfläche des Planeten war bedeckt von dichten Wäldern, großen Seen und ähnlichem in denen mehr verschiedene Spezies lebten als der gesamte Sektor zusammen zu bieten hatte. Hier unten jedoch war nichts von der Hitze auf der Oberfläche zu spüren. Ganz im Gegenteil könnte man hier eher der Versuchung erliegen zu glauben an der Oberfläche würde sich eine Eiswüste erstrecken.

Mit einem plötzlichen knarzen schob sich eine grün leuchtende Apparatur aus der Wand, von der der Dominus einige Schritte zurückgegangen war. Das Geräusch ließ die Soldaten in aufschrecken und damit in Alarmbereitschaft übergehen, weshalb sie binnen Sekunden ihre Gewehre im Anschlag hatten. jeder Kommissar wäre stolz gewesen, aufgrund dieser schnellen Reaktion. Von ihrem Vorgesetzten ernteten sie allerdings nur ein erneutes: „Faszinierend“, wenngleich man nicht sicher sein konnte ob sie von seinen Stimmbändern oder den elektrischen Geräten, die sie ersetzten, ausging. Sogleich machten sich seine knorrigen Finger daran über die Apparatur zu streichen, was Plast zu einem spöttischen Kommentar hinriss: „Wie war das mit nicht anfassen, Searg?“ Verstärkt wurde die Aussage durch ein gleichgültiges Schulterzucken welches Pallus mit einem genervten Blick zur Kenntnis nahm. Das Adeptus Mechanicus stand in diesen Belangen weit über seinen eigenen Kompetenzen, weshalb er den Dominus nicht an seinen Taten hindern konnte, wenngleich er es auch wollte. Eigentlich schien die heiße Kaserne an der Oberfläche jetzt gar nicht mehr so schlimm, wie sie das die letzten Wochen getan hatte. Die Langeweile und stechende Hitze der Kaserne einzutauschen für eine kleine Expeditionsmission schien damals verlockend, doch hier unten lag etwas in der Luft das nach Ärger roch und bisher hatte ihn sein Riecher über mehrere Feldzüge hinweg am Leben gehalten. Er spuckte kurz auf den Boden und sammelte in diesem kleinen Zeitfenster seinen Mut um auf den Agenten des Mechanicus zu zugehen. „Sir vielleicht sollten wir…“ er konnte seinen Protest nicht weiter zum Ausdruck bringen. Unter der Robe des Dominus hatte sich eine Tentakel gezeigt die mit einem spitzen Stachel und ausgefahrenen Scheiben, rund um selbigen, ihn zum Schweigen aufforderte. Er schluckte einmal schwer und schob dann seinen Kameraden weiter den Flur hinauf. „Diese Kerle sind unheimlich“ sprach er während er mit dem Kopf schüttelte. Ungeachtet der Kritik und der Proteste seiner Leibgarde machte sich GC 17 weiter daran seine Entdeckung zu protokollieren und zu untersuchen. Die einfachen Menschen waren dem Omnissiah so nah wie die Entfernung zum heiligen Tera in Lichtjahren betrug, weshalb er sich um deren Belange nicht weiter kümmerte. GC 17 strich mehrmals über das seltsam an wirkende Pult und drückte hier und da etwas darauf herum, in dem Versuch den Maschinengeist, von dem er ausging das er auch hier existierte, zum Leben zu erwecken. Während der ganzen Prozedur predigte ein kleiner Lautsprecher, nur der Imperator weiß wo an seinem Körper, die ganze Zeit unbekannte Ritten und Gebete. Jedoch schien nichts davon zu funktionieren. Es war die Pflicht des Mechanicus auch Xenotechnologie zu untersuchen und eventuelles wertvolles Wissen aufzunehmen. Geschützt durch die Dunkelheit bohrte sich deshalb ein kleines Vox Relais aus seinem Rücken und begann damit, lautlos einige Nachrichten an die Makropole Vernus 3 zu senden, wo andere Agenten des Mechanicus stationiert waren. Nachdem er seine Nachrichten übermittelt hatte, widmete sich der Dominus wieder voll und ganz seiner Aufgabe, wobei ihm dieses mal etwas an der Apparatur auffiel, das er zuvor schon einmal gesehen hatte. Schnell verknüpften sich die letzten Reste seiner Menschlichkeit mit den hochpotenten Schaltkreisen der Implantate während er mit einem Finger über das grün vibrierende Licht strich, welches nach seiner Berührung nun stärker und beständiger zu leuchten begann.

Dann hielt er abrupt inne, irgendetwas stimmte hier nicht. Es war nicht mehr viel menschlich an GC 17 und das war auch gut so, denn sonst wäre ihm vielleicht entgangen das irgendetwas durch den Raum schlich. Schnell hatte er sich umgedreht und dabei die Makropistole entsichert, aber noch nicht gezogen. Seine „Augen“ durchsuchten dabei den Raum auf Anzeichen. Jedoch konnte er nur normale Partikelrückstände in der Luft ausmachen. Eigentlich wollte er sich gerade wieder seiner Arbeit widmen als ein Schuss aus einem Lasergewehr an seinem Servoharnisch abprallte und dabei nicht einmal einen Kratzer hinterließ. Ketzerei? Hatten sich seine eigenen Leute gegen ihn gewandt? Inzwischen hatte er seine Makropistole gezogen und zielte in die Richtung in der er seine Leibgarde das letzte Mal gesehen hatte, jedoch sah er etwas was einen normalen Menschen mit Angst erfüllen würde, er selbst war aber zu derlei Gefühlen nicht mehr in der Lage gewesen. Ketzerei oder gar Verrat war es nicht was den Schuss ausgelöst hatte. Immer wieder wurde die Schwärze der Halle von Lasersalven durchbrochen die ein erschreckendes Schauspiel auch für nicht augmentierte Augen offenbarte. Ein großes, allen Anschein nach mechanisches Insekt, welches auf einem langen Schwanz balancierte schlängelte sich geschickt durch die Schüsse hinweg und hatte auf seinen beiden langen Klingen, an denen man normalerweise Arme erwarten würde, einen Körper aufgespießt. Entzückt von dem offensichtlich mechanischen Wunder vor ihm, zögerte GC 17 damit dem verbliebenen Soldaten zu helfen, welcher panisch um sein Leben kämpfte. Letztendlich jedoch konnte er diese Maschine nicht in ihrem derartigen Zustand untersuchen, weshalb ein lauter Schuss seiner Pistole den Kampfeslärm dämpfte, der bisher die dominierende Kraft war. Die Pistole feuerte dabei allerdings nicht nur eine Kugel ab sondern ein wahrer Geschosshagel prasselte auf das seltsame Geschöpf ein. Selbst bei dieser großen Geschossdichte ging keine Kugel daneben, war ein Dominus doch ohne weiteres dazu in der Lage solche Flugbahnen in den Bruchteilen weniger Sekunden zu berechnen. Zu seiner höchsten Entzücktheit jedoch verursachte keine der Kugeln auch nur Anzeichen von Schäden. Stattdessen waren sie wie durch ein nicht existentes Wesen hindurch geflogen und donnerten irgendwo weiter hinten, mit einem dumpfen Geräusch, gegen eine Wand. Des Omnissiahs Wunder waren eben überall zu finden. „Tut etwas!“ Schrie Pallus und riss damit die Aufmerksamkeit aller an sich wober er in der Zwischenzeit herüber gerannt war, aber das letzte was er sehen würde, war nicht das Bild seiner Frau gewesen, wie er es sich gewünscht hatte, sondern die kalten Augen eines Menschens der mehr Maschine war, wie irgendetwas anderes. Das Phantom hatte sich wieder materialisiert und ihm seinen spitzen Schwanz direkt durch die Lungenflügel gerammt, was das Leben des imperialen Soldaten binnen weniger Augenblicke beendete. Mit einer knisternden Energie bedankte sich GC 17 bei seinem letzten verbliebenen und jetzt toten Leibgardisten, mit einem kraftvollen Schwung seiner Energieaxt, welche das Phantom dieses Mal nicht verfehlte. Er hatte recht schnell dessen Technologie analysiert und seiner ersten Vermutung ließ er so nun einen Praxistest folgen. Aufgrund dieser Berechnungen war er dazu in der Lage den Körper des Geschöpfes mitten auf die Brust zu treffen und gegen die Wand zu schlagen. Bevor es jedoch Kontakt mit selbiger herstellen würde, verschwand es wieder, weshalb mit voller Wucht die Axt diesen Platz übernahm. Von der rohen Kraft und der damit entladenen Energie getroffen, pulsierte die getroffene Wand vor grüner Energie und quittierte den Schaden mit lautem Knistern und gelegentlichen grünen Blitzen die den Raum erleuchteten, aber immer in nur wenigen Augenblicken wieder verschwanden. Allerdings hatte GC 17 nicht genug Zeit dieses neuen Phänomen zu untersuchen, da jetzt keine Ablenkungen mehr am Leben waren musste er sich selbst um das Phantom kümmern. Erneut machte er seine Energieaxt bereit, während sein zusätzlicher Arm die Makropistole im Anschlag hielt. Seine Auguren durchkämmten die Gegend, wobei die Dunkelheit kein Hindernis darstellte. So gelang es ihm auch frühzeitig das anfliegende Phantom auszumachen, welches mit ausgestreckten Klingen auf ihn zu geflogen kam. Unerwartet gelang es ihm unbeschadet auszuweichen und dabei lediglich einen Streiftreffer auf seinem Servoharnisch zu erhalten. Entgegen dem ersten Laserbeschuss der ihn getroffen hatte, hinterließ dieser Angriff wenigstens einige Kratzer. Er würde sich später darum kümmern. Jetzt aber wuchtete er seine große Axt über den Kopf und ließ sie dann auf den Rücken des Phantoms herunterfliegen. So gelang es dem Geschöpf nicht sich wieder zu verschieben, weshalb weitere grüne Blitze und damit verbundene Energien durch den Raum flogen, als sie aus dem Körper des Phantoms entwichen. Mit einem noch nie dagewesenen Kreischen, entflog das letzte elektronische Leben aus der Konstruktion, aber nicht bevor es mit seiner restlichen Kraft auf die nächstgelegene Wand zu gekrochen war. „Faszinierend..“ sprach der Dominus während er beobachten konnte wie das Konstrukt noch dazu in der Lage war einen Stab in die Wand zu schieben. Zwar bewunderte er den Überlebenswillen des Konstrukts, allerdings war er nicht erpicht darauf herauszufinden was passieren würde, wenn dieser Stab in seiner Gänze in der Wand verschwand, weshalb er mit der Energieaxt die Reste sauber zerteile.

GC 17 war erneut entzückt von diesen neuen Ereignissen und schob die rauchende Pistole zurück unter sein Gewand. Wieder wurde ihm jedoch seine kostbare Forschungszeit verwehrt, als sich der Teil der Wand öffnete, in die das Phantom einen Stab, welchen er nur für einen Daten oder Aktivierungsstab halten konnte, gesteckt hatte. Der massive Fels schob sich mit einem tosenden Geräusch gen Decke und verschwand dort in der Dunkelheit. Zurück blieb eine knochige Gestalt, allerdings komplett aus Metall, welche unbeholfen nach vorne umkippte und mit einem lauten Krachen ungebremst auf dem Boden aufschlug. Man konnte sofort sehen dass dieser Körper etwas Besonderes war. Massive und golden wirkende Metalplatten dienten offensichtlich als zusätzliche Panzerung für den Körper, während sich um seinen Schädel ebenfalls goldene Metallplatten, ähnlich einer Krone, erstreckten. „Gepriesen sei der Omnissiah“ GC 17 schlurfte in Richtung seiner neuesten Entdeckung, blieb allerdings stehen als diese mit grünen Blitzen zum Leben erwachte. Entgegen der Gesetze der Natur erhob sich das Skelet ohne Zuhilfenahme seiner Gliedmaßen. Als es seinen aufrechten Stand erreicht hatte konnte der Dominus zum ersten Mal einen Necron Overlord in seiner ganzen Pracht erblicken. Allerdings schien das Wesen sichtlich verwirrt. Es hob seine Hände und ließ den Blick durch den Raum schweifen, dabei wechselte sein Fokus immer wieder von sich selbst weg, wieder zum Raum herum und dann wieder zurück, als versuche es eine Verbindung herzustellen. GC 17 hatte in der Zwischenzeit Kalibrierungen vorgenommen, um so wenig von seiner neuesten Entdeckung zu beschädigen wie möglich, aber nach dem Angriff des Phantomes, welches offenbar eine verwaltende Tätigkeit in diesem Gewölbe eingenommen hatte, wollte er kein Risiko mehr eingehen. Der Vernichtungsprojektor welcher sich inzwischen vollständig mit Energie geladen hatte und in einem blassen Licht erstrahlte, gab einen Schuss direkt auf den Kopf des Overlords ab. Der Schuss war dabei so schnell und unvorhergesehen das er auf der extrem kurzen Reichweite seine ganze Stärke entfalten konnte. Es gelang dem Overlord zwar noch sich zu ducken, allerdings vaporisierte seine Krone schlichtweg, was ihn mit einem kahlen Schädel zurückließ. Ohne Zeit zu verlieren streckte er seinen linken Arm nach vorne und GC 17 konnte eine seltsame Vorrichtung erkennen die wohl als Waffe diente. Schnell zog er seine Energieaxt, da er wusste dass der Projektor zu viel Zeit brauchen würde um erneut zu feuern. Zu seinem Glück kam aus dem Armgeschütz des Overlords rein gar nichts. Entweder war die Waffe defekt oder schlichtweg noch nicht bereit, weshalb dem Dominus genug Zeit blieb um seine Energieaxt erneut schwingen zu können. Dieses Mal jedoch traf sie nicht den metallischen Körper sondern wurde von einem Stab pariert, der mehr wie ein Kurzschwert wirkte. In seiner Spitze pulsierte die gleiche Grüne Energie die den Overlord zuvor mit Leben erfüllt und aus dem Phantom gewichen war. „Faszinierend, ich muss dies unbedingt untersuchen!“ GC 17 steckte etwas mehr Kraft in seine mechanischen Arme und drückte so den Necron vor sich weg, um wieder etwas mehr Abstand zu erhalten. Seine Auguren untersuchten den Körper in Windeseile und stellten so fest das der Stab scheinbar mit seinem Arm verbunden, oder dort versteckt war. Auch handelte es sich dabei nicht um ein Schwert sondern tatsächlich sogar um eine Art Sense, welche der Overlord jetzt in Beiden Händen fest hielt. „Was seid ihr?“ Seine Frage schnitt durch die angespannte Stimmung hindurch auch wenn es jetzt noch einmal mit Vernunft und Reden zu versuchen jedem normalen Menschen suspekt vorkommen würde, aber hier kämpften ja auch keine Menschen mehr gegeneinander. Eine Antwort blieb allerdings ebenfalls aus, weshalb beide Parteien kurzerhand wieder aufeinander zu stürmten, während Energiewaffen aus alter und neuer Zeit aufeinander prallten. Die Spitze der Sense kam den Auguren des Dominus gefährlich nahe als der Overlord mit jeder verstrichenen Sekunde mehr und mehr an Kampfgeschick hinzu- oder eher zurückgewann. GC 17 musste den Kampf schnell beenden, oder er würde unterlegen sein. Er entschied sich dafür den Vernichtungsprojektor erneut einzusetzen, wenngleich er damit wohl mehr Schäden anrichten würde wie er wollte. Die Energieaxt verfügte nun über etwas weniger Kraft während sich der Projektor auflud, dann richtete er selbigen direkt an die Brust des Necron und ein gewaltiger Blitz entlud sich welcher sich durch Metall brannte und jeden Funken Lebens hinaussprengte. Leblos viel der Dominus in sich zusammen. Der Overlord hatte die Schwäche in seiner Verteidigung genutzt und seinen Stab so positioniert das er von oben herab direkt durch die Auguren, und damit die schwächste Stelle des Dominus, schießen konnte. Die Unwissenheit darüber das der Stab über eine Fernkampfwaffe verfügte besiegelte das Ende des Agenten des Ommnissiahs.

Der Stab verformte sich auf eine sehr kleine Größe während er sich in den Arm des Necron zurückzog. Der Name dieses Overlords in früheren Tag lautete Nephor und es war das einzige was ihm noch bewusst war. Erneut ließ er jetzt in aller Ruhe seinen Blick durch die Hallen schweifen die ihm nur zu fremd vorkamen. So entdeckte er die Leichen der beiden Soldaten und des Phantoms. Erinnerungen hatte Nephor keine mehr, aber er war in der Lage klar zu denken, zumindest schien es für ihn so. Interessanterweise fehlten ihm im Moment jegliche Empfindungen, weshalb er weder Angst noch Unsicherheit verspürte. Seine eigene Gestalt allerdings verwunderte ihn, auch wenn er nicht wusste was wohl normal war. Sich selbst nicht im Klaren darüber wozu er in der Lage war, nahm er der Leiche des Dominus die schwarze Robe ab. Der Schuss seines Stabs des Lichts hatte das Geschöpf, was früher einmal ein Mann gewesen war, von oben nach unten sauber durchlöchert, ohne dabei etwas von seiner Kleidung zu beschädigen. Eingehüllt in diese schwarzen Roben, prangte erneut das Zeichen des Ommnissiahs auf einem Maschinenwesen und es war nicht mehr wie die grünen Augen des Overlords zu erkennen. Langsam setzte er sich so vermummt in Bewegung, immer dem einzigen Licht nach welchen ihn schließlich an die Oberfläche führten. Hier strahlte die Sonne so stark das sich seine Augen erst an das Sonnenlicht gewöhnen mussten, auch wenn dies wesentlich schneller geschah wie es etwa bei einem Menschen möglich war, schließlich verfügte er nicht über organische Augen. Die Zeit aber hatte allerdings gereicht dass ein weiterer Mensch, in derselben Uniform wie die beiden Leichen weiter unten im Gewölbe, an ihn herangetreten war und dabei salutiert hatte. Nephor hatte keine Zeit gehabt um seine jetzt wieder langsamen Bewegungen für eine Verteidigung zu benutzen. Zu seiner eigenen Verwunderung jedoch wurde er nicht angegriffen. „Geehrter Tech Priest GC 17 Strich 8, wir haben eine Nachricht aus der Makropole Vernus 3 erhalten. Scheinbar werden wir angegriffen und sollen unverzüglich zurückkehren und diese Expedition abbrechen.“ Er schluckte aufgeregt und zitterte am ganzen Körper während er diese Worte aussprach, offensichtlich hatte er vor ihm Angst. Auch schweifte sein Blick immer wieder hinter Nephor, scheinbar war er auf der Suche nach seinen Kameraden, welche Tot in den dunklen Hallen lagen. Irgendetwas in Nephor analysierte seine Gestik und Sprache und gab dem Overlord bald die Fähigkeit mit dieser seltsamen Spezies zu kommunizieren, auch wenn es noch mehr Zeit benötigen würde, bis er dazu in der Lage war ganze Sätze zu sprechen, so pressten sich aus seinen nicht vorhandenen Lippen nur die Worte: „Vernus 3, angegriffen?“ Sichtlich erleichtert davon das der vermeintliche Dominus ihn nicht hier und auf der Stelle liquidiert hatte, weil er es gewagt hatte eine Mission des Ommnissiahs zu unterbrechen, deutete er mit seinem Arm in Richtung eines Fahrzeuges welches er selbst als Chimäre bezeichnete. „Wir bringen euch direkt zurück geehrter Dominus.“ Nephor setzte sich damit in Bewegung und befand sich nach kurzer Zeit in einer Chimäre des Astra Militarum, in den Kleidern des geehrten Dominus des Cult Mechanicus zurück auf dem Weg zur Makropole Vernus 3 die kurz davor stand Opfer einer gewaltigen Xenos Invasion zu werden.
 
Die Geschichte macht auf jeden fall neugierig. Insbesondere da es bisher eher wenig zum Thema Necrons zu lesen gibt. Ich fand auch die Wendung gut, dass nicht der Echte Dominus die Hauptfugur ist sondern ein Necron-Overlord. Du solltest aber deinen Satzbau verbessern, der oft holprig ist. Mir sind auch mehrere unglückliche Wortkombinationen aufgefallen über die du nochmal nachdenken solltest. z.B.
Entgegen dem ersten Laserbeschuss der ihn getroffen hatte, hinterließ dieser Angriff wenigstens einige Kratzer
Anstelle von "entgegen" würde ich "Anders als der..." schreiben und ich kann mir nicht vorstellen wie ein laserstrahl einen kratzer verursachen soll. Was passiert denn, wenn metall stark erhitzt wird?;-)

Ein weiteres Beispiel war Dominus herabfliegende Axt, was für meine Brgriffe viel zu sanft und wenig martialisch klingt. Abschließend benutzt du oft das Wort "wie" anstelle von "als" was dann immer eher umgangssprachlich und nicht episch klingt.

Mach aber bitte weiter! Bin gespannt was so ein Undercover-Necron so reißen kann.
 
Undercover Necron Lord auf Selbstfindungstripp ...keine schlechte Idee wette er wird noch ein imperialer Held weil er die angreifenden Xenos zerschmettert und danach mit seinen dann wiedererweckten Truppen alles Leben auslöscht.....oder aber umdenkt...... interessante Alternativen ergeben sich evtl. daraus... bin echt gespannt ..


Gute Geschichte bin schon auf die Fortsetzung ....
 
Kapitel 2

Der Innenraum der Chimäre war in ein dauerhaft flackerndes und mattes rotes Licht gehüllt, welches einen Alarmzustand signalisierte. Sowieso rumpelte das gesamte Innere beständig, aufgrund der hohen Geschwindigkeit die der Fahrer dem Fahrzeug abverlangte. Der Innenraum war stark beengt und stickig, jedoch fehlten zwei Männer der ursprünglichen Besatzung, was für alle Beteiligten mehr Platz bedeutete. Wenngleich die Abwesenheit eben jener anfangs nicht unkommentiert blieb. Nephor selbst, immer noch komplett in die schwarzen Kleider des Adeptus Mechanicus gehüllt, saß am äußersten Rand, direkt an der Eingangsluke. Durch seine Kleidung stellte er einen starken Kontrast zu dem dar, was die Soldaten des Astra Militarums trugen. Diese waren nur leicht bekleidet und wirkten somit wie die typischen Dschungelkämpfer. Hier an der Oberfläche erschien die Ausgrabungsstäte, in der er sich bis vor kurzem noch befunden hatte, wie ein gigantischer Kühlschrank. Bedingt durch seine Größe musste Nephor sich gebückt halten, was ihm allerdings nur zugutekam, denn so konnte man nicht einmal mehr seine Augen sehen, selbst wenn man ihn direkt ansah. Der Weg zur Makropole war äußerst holprig und die Chimäre musste mehrmals stark abbremsen oder wurde durchgeschüttelt, wenn sie sich über umgefallene Baumstämme, größere Steine oder ähnliches bewegte. Neben dem Overlord selbst, befanden sich noch fünf weitere Mitglieder des Astra Militarums in demselben Abteil wie er. Des Weiteren gab es da noch den Fahrer und seinen Begleiter, den Nephor bereits am Ausgang der Ausgrabungsstätte getroffen hatte.

Zwei der Mitfahrer waren in ein konstantes Getuschel verstrickt, welches er allerdings ohne Mühe mithören konnte, schließlich war sein Gehör extrem verbessert. „Hast du das vom Vorposten gehört?“ Bei der Erwähnung des Vorpostens wackelte sein Gesprächspartner aufgeregt mit der Hand, um seinem Gegenüber zu signalisieren, dass er leiser reden sollte. „Natürlich, es gab auch den Befehl von ganz oben, stillschweigen darüber zu bewahren. Wenn die Gerüchte nur halb wahr sind, war es ein verdammtes Gemetzel.“ Die Chimäre bot kaum genug Platz als das ein geheimes Gespräch dieser Art möglich war. Jeder der Anwesenden hier konnte zumindest Bruchstücke mithören. Die Erwähnung des Vorpostens hatte so auch schon die Runde gemacht und fast alle waren äußerst angespannt deswegen. Gegenüber von Nephor und damit auch direkt bei den beiden tuschelnden Soldaten, befand sich ein ungewöhnlich großes Fenster. Scheinbar waren die Chimären auf diesem Planeten umgerüstet worden, um den örtlichen Gegebenheiten besser gerecht zu werden. Noch versuchte die Spracheinheit des Necrons die Mimik und Gestik, sowie die Sprache der Menschen zu analysieren. Der Deckmantel des Dominus hatte in dieser Hinsicht den Vorteil dass kaum jemand es wagen würde ihn direkt anzusprechen. Das Adeptus Mechanicus, und ein Dominus im Besonderen, waren nicht dafür bekannt gute Gesprächspartner zu sein, außerdem verbot es die Befehlskette ihn direkt anzusprechen, zumindest wenn kein triftiger Grund vorlag.

Die angespannte Stille wurde plötzlich von einem knistern des Voxs gestört: „Noch fünf Minuten bis Vernus 3“. Das Vox, welches dem Fahrer der Chimäre die Möglichkeit gab mit den Soldaten im hinteren Teil des Fahrzeuges zu kommunizieren, hatte auch schon bessere Tage erlebt, jedoch übermittelte es die Information noch verständlich genug, wenngleich es von einem statischen Rauschen begleitet wurde. Es war zu dieser Zeit als Nephors verbesserte Augen etwas außerhalb des Fensters ausmachten. Für das bloße Auge nicht sichtbar, zog sich eine seltsame Pheromonspur durch den Dschungel, welche mal stärker und dann wieder schwächer wurde, bis sie letztendlich vollkommen verschwand. Normalerweise würde so etwas auch nicht seine Aufmerksamkeit erregen, aber die Tatsache dass er es während der gesamten Fahrt bisher nicht gesehen hatte, machte den Overlord stutzig. Mit einer Hand stützte er sich an der Decke ab um dem konstanten wackeln des Fahrzeuges entgegen zu wirken, während er sich näher zum Fenster beugte. Alle Männer waren sichtlich angespannt als der „Dominus“ sich bewegte. Keiner hatte bisher mit dem Adeptus Mechanicus viel zu tun gehabt und ein Dominus war für viele noch ein Mysterium, was dazu führte das sie am liebsten gefragt hätten was los war, es sich dann aber doch verkniffen. Plötzlich erschütterte ein dumpfer Knall das Dach der Chimäre und damit das gesamte Fahrzeug. Alle Männer schraken auf und stützten sich ebenfalls an der Decke ab, während sie selbige mit ihren Blicken absuchten, wenngleich sie wussten dass sie dort nichts sehen würden. Der Fahrer selbst bremste plötzlich abrupt ab, was dazu führte das alle Soldaten auf ihren Sitzen Richtung Fahrerkabine rutschten und sich mit einem Grunzen für die abrupte Bremsung bedankten. Bedrückende Stille machte sich erneut in der Chimäre breit. „Hat das auch jemand gehört?“ keiner hatte Zeit die Frage zu beantworten da sich mit einem ohrenbetäubenden Knall eine große Klaue mitten durch das Dach bohrte und sich hektisch bewegte, während das ausgetanzte Metallstück auf den Boden krachte. „IMPERATOR BESCHÜTZE UNS!“ Schrie einer der Männer, während ein weiterer in seiner Panik sein Lasergewehr abfeuerte. „SPINNST DU? Was wäre wenn du eine der Treibstoffleitungen triffst?“ Schnell hatten seine Kameraden dem Schießwütigen sein Gewehr wieder heruntergenommen, während sich die Klaue zurück gebohrt hatte und damit verschwand. Derjenige der am nächsten an der abgeschlossenen Fahrerkabine saß, hämmerte jetzt mit der Faust dagegen: „Gib Gas!“ brüllte er, während der Motor der Chimäre grollte. Scheinbar war die abrupte Bremsung der Grund für den Totalausfall.

„ICH WILL NICHT STERBEN!“ Die Moral der Männer war schneller gebrochen, als den Verantwortlichen lieb gewesen wäre, was ein weiterer Grund war warum Gerüchte möglichst schnell im Keim erstickt wurden. Der einzige der die ganze Sache in Ruhe überblickte war Nephor selbst. Angst und dem damit verbundenen Stress waren Fremdworte für einen Necron, erst recht für einen der gerade erst erwacht war. Er suchte die Decke ab und wollte sich gerade in Richtung des Einschlagloches in Bewegung setzen als ein lauter Schrei das wilde durcheinander der Soldaten durchbrach. Scheinbar war die Kreatur sichtlich frustriert darüber bei ihrem ersten Angriff keine Beute gemacht zu haben. „Mami…“ einer der beiden Männer die sich zu Beginn der Fahrt unterhalten hatten, begann zu weinen, doch sollte sein erbärmlicher Anblick nicht lange halten, bohrte sich mit einem klirren doch die Klaue direkt durch das Fenster und damit auch seinen Hals. Dieses mal war Nephor nicht zu langsam. Schnell hatte er die Klaue mit seiner kalten Hand umklammert und nutzte nun seine große Stärke um kräftig daran zu ziehen. Dies hatte zur Folge dass sich das Fleisch des Monsters so tief in das gesplitterte Glas schnitt, das es ihm gelang den kompletten Arm abzureißen. Erneut konnte man ein lautes Schreien hören, jedoch klang es jetzt schmerzerfüllt anstatt frustriert. Fast zeitgleich mit dem Maschinengeist des Motors sprang auch das unbekannte Geschöpf vom Fahrzeug. Ob aus Absicht oder durch puren Zufall, wählte es die Seite ohne Fenster für seine Flucht. Die Chimäre bretterte jetzt noch schneller wie zuvor durch das Unterholz des Dschungels von Farus. Die ausgerissene Klaue lag reglos und blutend auf dem Boden der Chimäre und rutschte je nach Fahrtlage ein wenig hoch oder runter. Alle Soldaten waren in eine Art Schreckstarre verfallen. Der Gurt des toten Mannes war der einzige Grund warum selbiger nicht ebenfalls auf dem Boden neben der Xenos Gliedmaße lag. Ein nun lebloser und vorher angstverzerrter Ausdruck hatte sich kurz vor seinem Tod auf seinem Gesicht gezeigt. Die fünf Minuten die die Chimäre ursprünglich gebraucht hätte um die Makropole zu erreichen, dauerte jetzt gerade mal noch 30 Sekunden. Als sich ihre Luke erneut öffnete rannte einer der Soldaten sofort heraus und übergab sich direkt an Ort und Stelle, während er sich mit seiner anderen Hand an der ramponierten Panzerung festhielt. Bei der Geschwindigkeit mit der die Chimäre durch das kleine Nebentor der Makropole gerast war, hatte es nicht lange gedauert bis der zuständige Kommissar, samt kleinem Team, vor Ort war.

„Was beim Namen des heiligen Imperators ist hier vorgefallen?“ Nephor war als zweiter aus der Chimäre gekommen und blickte sich jetzt stummschweigend in dem Vorplatz um. Hinter sich erstreckte sich ein so gewaltiger Gebäudekomplex wie er nur einer Makropole würdig war. Kilometerhohe Gebäude ragten soweit in den Himmel das ihre Spitzen nicht mehr zu sehen waren. Glorreiche Banner des Imperiums wechselten sich auf der einen Seite der Gebäude mit starkem Pflanzenbewuchs auf der anderen ab. Überall qualmte Rauch der täglichen Geschäfte der Menschen aus den Schornsteinen und Rohren der Gebäude. Der Vorplatz selbst war von einer meterhohen Mauer umgeben, auf der für gewöhnlich Soldaten patrouillierten, welche jetzt allerdings fast alle damit beschäftigt waren die Chimäre anzustarren. „Würde jemand meine Frage beantworten?“ Der Kommissar war in eine, für seine Stellung, passende Uniform gekleidet, wobei ein Energieschwert locker von seiner Hüfte hing. Mit einem steinharten und kalten Blick musterte er den erbärmlichen Haufen von Soldaten die aus der Chimäre gekrochen kamen. Auch die Klaue, die noch immer auf dem Boden lag und eine kleine Blutlache hinterlassen hatte, entging ihm nicht. Mit einem seufzen drehte er sich zu Nephor herum. „Geehrter Dominus, ich muss mich für die Unfähigkeit meiner Männer entschuldigen und versichere ihnen das die disziplinarischen Maßnahmen angemessen sein werden.“ Nephor selbst hob in diesem Moment die verhüllte Hand genauso, wie er es zuvor bei den beiden Soldaten beobachtet hatte, die sich über den Vorposten unterhalten hatten. Dies gab dem Kommissar zu verstehen dass er sich keine Gedanken mehr machen musste, was ihn sichtlich erleichterte, wenngleich er allerdings auch die Blutspritzer auf dem Ärmel sah, welche der Xenos im Kampf hinterlassen hatte. „Funker Foster hier, wird sie umgehend zum Gouverneur bringen.“

Foster war ein relativ dünner Mann, der entgegen seiner Kameraden, in eine cadiansche Plaststahluniform gekleidet war. Auf seinem Rücken trug er ein großes Vox Funkgerät welches konstant rauschte, wie so gut jedes dieser Geräte die Nephor bisher gesehen hatte. „Irgendetwas stört die Übertragung…“ murmelte seine Begleitung, während sie langsam durch die erstaunlich engen Gassen und Straßen der Makropole schritten. Nephor konnte hier viel Leben entdecken, da die Menschen wie in einem alten mittelalterlichen Dorf ihren täglichen Arbeiten nachgingen. Lediglich die Kulisse stellte keine Lehmhütten dar, sondern gigantische Monumente aus Stahl und Beton. Dort wurde Wäsche auf gehangen, während an anderer Stelle ihm unbekannte Gerätschaften gewartet wurden. Von den Anspannungen außerhalb der Makropole schien hier keiner etwas zu wissen. In einem der Häuser, dessen Tür breit offen stand, konnte er eine einfache Fernsehsendung beobachteten, während sie warteten das ein Konvoi die Straße frei machte. In dieser Sendung schlugen seltsam aussehende Menschen ihre Kampfstäbe immer wieder mit dem Schaft auf den Boden als würden sie etwas beschwören wollen. Ebenfalls entging ihm nicht das er und Foster beständig aufwärts gingen. Mit einem Arm auf Brusthöhe und ständigem Blick auf sein Kommunikationsgerät erklärte Foster ihm: „Der Gouverneur erwartet sie sicher schon. Soweit ich das sagen kann, erwarten wir sehr hohen Besuch, neben ihnen natürlich, verehrter Dominus.“ Foster war ein guter, aber gleichzeitig auch zu gesprächiger Mann. Gut für ihn war jedoch, dass unter diesen schwarzen Kleidern kein Dominus mehr steckte. Nach einem endlos wirkenden Fußmarsch erreichten sie endlich den militärischen Sicherheitsbereich, ein Ende der Makropolentürme war aber weiterhin nicht in Sicht. Dieser Bereich war klar von dem Rest der Gebäude abgekapselt. Wechselten einfache Häuser, Wachtürme und Stacheldraht. An einem großen Aufzug hielten zwei Soldaten wache, während ein weiterer bereits in die Kabine des Aufzugführers gegangen war, als er Foster und Nephor das erste Mal erspäht hatte. Ein paar Wortwechsel später, stand Nephor bereits allein im Aufzugsschacht. Während ihn die krächzende Apparatur immer höher und höher brachte, ergab sich ein prächtiger Blick über die Makropole und den Teil des Planeten der nicht von Stahl und Beton in Beschlag genommen wurde. Den Vorhof auf dem sie angekommen waren, konnte er allerdings schon nicht mehr ausmachen, auch war ihm nicht klar in welche Himmelsrichtung sie während ihres Fußmarsches gelaufen waren. Mit einem lauten Rumms kam der Aufzug schließlich zum Stehen und hinter Nephor öffnete sich erneut die Schleusentür, von wo er bereits Stimmen ausmachen konnte.

„Sie verstehen das nicht, sein Kopf ist einfach explodiert. Da ist nichts mehr zu machen“. Ein älterer Mann in seltsam anwirkenden Roben, gebückt und auf seinen Stab gestützt argumentierte mit einem wesentlich jüngeren und besser gekleideten Mann. „Das habe ich schon verstanden, aber wir werden ja wohl Ersatz beschaffen können! Ich glaube Sie wissen nicht was für ein Besuch uns erwartet!“ Der ältere Mann rieb sich mit beiden Fingern den Nasenrücken. „Sir ich weiß nicht, was diese…“ er zögerte kurz während er das richtige Wort suchte „Interferenzen verursacht, aber ich werde nicht noch einen Astrophaten riskieren nur damit ihr Besuch unbeschadet den Planeten betreten kann. Vielleicht solltet ihr auf die altmodische Art zurückgreifen.“ Noch bevor der reich bekleidete Mann dagegen halten konnte, erblickte der alte Astropath bereits Nephor und deutete mit einer Armbewegung eine Verbeugung an. „Ich werde sehen was ich tun kann, aber scheinbar ist euer anderer Gast eingetroffen.“ Der Gouverneur seufzte leise und seine Schultern sanken Richtung Boden während er sich zu Nephor umdrehte und mit offenen Armen und dem besten gekünstelten Lächelns auf ihn zuschritt. „Geehrter Dominus, wie liefen die Ausgrabungen? Ich hoffe ihr habt bessere Nachrichten wie ich.“ Gouverneur Maximillian Decus war ein kräftiger, und großer Mann. Wie man es von einer Person in seiner Stellung erwarten würde, war er gekleidet wie ein reicher Admiral. Goldbestückte Schulterschützer, edler Stoff aus dem der Rest seiner Kleidung bestand, sowie tausende Edelsteine und Medaillen verschafften ihm einen mehr als imposanten Eindruck. Nephor jedoch blieb schweigsam wie immer und wandte erneut die gelernte Handbewegung an. Maximillian deutete das als Zeichen das der Dominus seine technologischen Geheimnisse nicht preisgeben wollte. „Natürlich…natürlich“. Er legte eine Hand auf die Schulter des Overlords und führte ihn dann denn riesigen Korridor entlang. Entgegen den anderen Menschen denen Nephor bisher begegnet war, hatte dieser hier keine Angst mit ihm in Kontakt zu treten. Decus begleitete ihn aus dem Aufzugsschacht hinaus in einen riesigen Raum, der dem Innenraum einer Kathedrale glich. Gigantische Marmorsäulen säumten den überdachten Bereich, der mit gigantischen Fenstern geschmückt war, die irgendwelche heroischen Momente der Menschheit zeigten. Ob diese Momente auf Ferus passiert waren oder sonst irgendwo vermochte er allerdings nicht zu sagen. „Wisst ihr, der Grund warum ich euch hergebeten habe ist der das wir hohen Besuch erwarten, der sicherlich auch eurer Interesse wecken wird.“ Er blieb abprupt stehen und machte eine Verbeugung vor Nephor. „Es ist äußerst dringlich und ich hoffe ihr versteht dass ich den Aufgaben des Omnissiah nicht lange im Weg stehen werde, geehrter Dominus.“ Nephor antwortete ein drittes Mal, seitdem er die Grabstätte verlassen hatte mit der gleichen Handbewegung. Scheinbar handelte es sich dabei wirklich um ein nützliches Werkzeug wenn man mit Menschen sprach. Mit einem Kopfnicken und einem Lächeln auf dem Gesicht begleitete der Gouverneur ihn weiter durch die Halle, wobei sich in der Zwischenzeit riesige Tore geöffnet hatten, die den Weg nach draußen offenbarten. Wenige Schritte später standen sie auf einem fast genauso imposanten Landefeld, welches den Blick auf einen großen Teil der Makropole und weitere Landefelder offenbarte. Es war auch der einzige Platz in der Makropole der den Blick auf den Himmel freigab und nicht einfach nur weitere Türme zeigte. Maximillian war konstant damit beschäftigt seine Kleidung zu richten, hier und da Staub und Dreck herunterzustreichen um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es dauerte nicht lange und mehrere, sehr große Schiffe durchbrachen die Wolkendecke und steuerten direkt auf die Vielzahl an vorhandenen Landefeldern zu. Eines stach aus der grauen Masse jedoch heraus. Es war gänzlich in Weiß lackiert worden und zwei große Symbole prangten auf seinen Flügeln. Mit einer kurzen Halbdrehung um den Landeplatz herum, erreichte es sein Ziel und landete fast lautlos direkt vor Nephor und dem Gouverneur. Sein „Mund“ öffnete sich und schlug mit einem Donnern auf den Boden auf. Heraus gerannt kamen einige Frauen, welche in einfache Stoffgewänder gekleidet waren. Sie nahmen Stellung an jeweils beiden Seiten des Landeplatzes ein und bildeten so eine Gasse vom Schiff bis zu den beiden Wartenden. Anschließend stieg eine weitere Frau mit kurzen weißen Haaren aus, welche in einem aufwändiger geschmückten Kleid bekleidet war. Sie positionierte sich direkt an der Ausgangsluke des Schiffes und verkündete dann lautstark: „Ich darf ankündigen, Lordinquisitorin Alexa Irson des Ordo Haereticus, sowie Principalis Katharina Orlstein vom Orden der weißen Wacht der Adepta Sororitas.“
 
Geil^^
Schön, dass die Fortsetzung auf das erste Kapitel folgt und wie der erste Teil macht auch dieser hier Lust auf mehr.
4 Stellen sind mir beim Lesen allerdings ein bisschen aufgefallen welche mich entweder verdutzt hatten oder ein kleines Stirnrunzeln verursachte.

"befanden sich noch fünf weitere Mitglieder des Astra Militarums in demselben Abteil wie er. "
Ich weiß nicht ob "Abteil" hier das richtige Wort ist, eine Chimäre hat ja nur den Transportbereich und die Fahrerkanzel. Abteil ist für mich in einem Zug wo es viele davon gibt^^

"Die fünf Minuten die die Chimäre ursprünglich gebraucht hätte um die Makropole zu erreichen, dauerte jetzt gerade mal noch 30 Sekunden"
30 Sekunden sind bisschen wenig für eine Strecke für die man normalerweise 5min brauch^^ Vielleicht wäre hier ein Ausdruck ala "benötigten sie gerade einmal die Hälfte der normalerweise benötigten Zeit" oder so besser, dadurch wird gezeigt, dass der Fahrer wie ein Wilder gerast ist, legt dich aber auf nichts konkretes fest.

Und als Letztes mim Aufzug. Anfangs hatte ich nicht den Eindruck, dass es einer mit Fenster/Glas ist wo man rausschauen kann, evtl kannst du das noch dazuschreiben als die beiden auf den Aufzug zu liefen dann überrascht es einen nicht wenn er auf einmal rausschaut^^

So das wars von meiner Seite aus und jetzt kann ich nur sagen: aufauf weiterschreiben, ich will neuen Stoff XD
 
Also die Story gefällt mir sehr gut, ist mal ganz was anderes. Mit jeder weiteren Handbewegung des Necrons musste ich mehr grinsen.

Ansonsten hatte ich an ein paar Stellen das Gefühl, du hast da einen Satz nicht ganz zu Ende gebracht, z.B. bei "Dieser Bereich war klar von dem Rest der Gebäude abgekapselt. Wechselten einfache Häuser, Wachtürme und Stacheldraht." scheint mir beim 2. Satz was zu fehlen(ein "Es" am Anfang des Satzes vielleicht?). Allgemein ist es immer eine gute Idee, sich jemand zu suchen der Korrektur liest. Ich finde Grammatik- und Rechtschreibfehler nicht wirklich dramatisch, aber ohne/mit wenigern ist es doch irgendwie angenehmer zu lesen 😉
 
Es hat etwas länger gedauert, dafür ist es aber auch das bisher längste Kapitel 🙂

Kapitel 3

Nach der Ansprache dauerte es eine kleine Weile, bis schließlich wieder jemand in der Öffnung des Schiffes erschien. Die Person die so als nächstes das Licht von Ferus erblickte, war schmal und nicht gerade groß und hatte ebenfalls kurzes weißes Haar. Sie trug einfache Gewänder und war zweifelsohne weiblich. In ihren Händen trug sie einen gigantischen Koffer, der fast halb so groß war wie sie selbst. Er war besetzt mit Eisennieten und somit mehr als sicher versiegelt. Ebenfalls konnte man, in der Art wie sie ihn trug, das Siegel des Ordo Haereticus, sowie ein für Nephor unbekanntes Symbol erkennen. Wortlos ging diese junge Frau durch die Gasse, welche durch die anderen Frauen gebildet wurde und an den beiden Wartenden vorbei, während Nephor ihr nachschaute wie sie im Gebäude verschwand. Erst durch das Geräusch von schwerem Schuhwerk blickte er wieder zu dem Transportschiff, aus dem inzwischen viele weitere Frauen, allesamt in Servorüstungen, marschiert kamen. An der Spitze standen zwei Frauen, die dieses Mal zweifelsohne die angekündigten Personen sein mussten. Principalis Katharina Orlstein hatte eine strahlend weiße Servorüstung angelegt, welche an vielen Stellen mit Siegeln oder Pergamenten geschmückt war. Mit der Schrift der Menschen hatte der Overlord bisher allerdings nur wenig, bis gar keinen Kontakt gehabt, weshalb er nicht vermochte zu entziffern was auf jenen stand. Die Principalis war dabei fast genau so groß wie er selbst, was sicherlich ungewöhnlich für eine Frau war, auch wenn man nicht sagen konnte ob die Rüstung einen Großteil dazu beitrug. Ebenfalls trug sie keinen Helm, so das man ihre langen weißen Haare erkennen konnte und das erstaunlich reine Gesicht. Von einer Person die sicher schon mehrere Kämpfe hinter sich gebracht hatte, war ihr Körper in einem bemerkenswerten guten Zustand. Direkt an ihrer Seite stand nun Lordinquisitorin Alexa Irson. Diese war in enge Kleider gehüllt, die dicht auf ihrer Haut auflagen. Bedingt dadurch, dass diese Kleidung im gleichen Schwarz wie ihr wesentlich zu langer und breiter Mantel gehalten war, konnte man kaum erkennen wo Kleidung in Umhang überging und umgekehrt. An ihrer Hüfte befand sich eine meisterhaftgefertigte Pistole unbekannten Ursprunges, sowie die imperiale Rosette die ihr volle Autorität über so gut wie alles versprach. „Gouverneur…“ beendete sie letztendlich das schweigen, als sie schließlich vor ihnen zum Halten kamen, während sie ihr langes braunes Haar, mit der Hand nach hinten kämmte. So bezaubernd wie sie auf den ersten Blick war, hatte sie und ihre Begleitung für den Gouverneur allerdings nur kalte Blicke übrig. „Eure Astrophaten haben sich als unzureichend herausgestellt. Wir mussten mehr oder minder Blind landen.“ Während sie ihre Kritik zum Ausdruck brachte ließ sie ihren Blick immer wieder zu Nephor herüber wandern. Maximillian machte eine demütige Verbeugung vor den Damen. „Es tut mir Leid, aber unsere Astrophaten haben mit seltsamen Interferenzen zu kämpfen.“ Katharina war inzwischen an Alexa herangetreten und tat so als würde sie ihr etwas ins Ohr flüstern, dabei sprach sie allerdings laut genug so das alle es hören konnten. „Ich kann die Ketzerei praktisch riechen. Die Schwesternschaft wird ihre Untersuchungen sofort beginnen, Inquisitorin.“ Alexa nickte ihr zu und machte dann noch eine kleine, für Nephor neue Handbewegung, welche die Principalis mit einem Nicken zu bestätigen schien. Dann stieß sie den Gouverneur mit ihrer breiten Schulter zur Seite, während sich alle Sororitas auf den Weg machten. Maximillian behielt sein Lächeln auf den Lippen, auch wenn sein Stolz sichtlich angekratzt war, aber gegen die Inquisition wagte nicht einmal ein planetarer Gouverneur etwas zu erwidern. „Wollt ihr mich eurem Gast nicht vorstellen, Gouverneur?“ „Natürlich, Natürlich“ erwiderte er, während er mit seiner ausgestreckten Hand auf Nephor zeigte. „Das ist der geehrte Tech Priest Dominus GC 17 Strich 8 vom Adeptus Mechanicus.“ Nephor hatte wieder gelernt, weshalb er die gleiche Verbeugung vor der Inquisitorin vollführte, wie es zuvor der Gouverneur ebenfalls getan hatte, was dazu führte das sich eine Augenbraue auf dem Gesicht der Inquisitorin hob. „Aus dem Mechanicus werde ich wohl nie schlau werden. Ich weiß von allen Vorgängen in diesem System, aber von der Ankunft des Mechanicus hatte ich keine Informationen...“ Inzwischen hatten alle Schwestern den Landeplatz verlassen und auch Alexa deutete in Richtung der Gebäude hinter ihnen. „Lasst uns hineingehen, wir haben viel zu besprechen.“

Genauso prunkvoll wie die restlichen Gemächer des Gouverneurs, war auch dieser Versammlungsraum gehalten. Ein großer runder Tisch, der ohne weiteres mehr als 20 Personen Platz versprach stand in der Mitte des Raumes, welcher erneut unter einer Kuppel lag. Sowohl Nephor wie auch Alexa ließen ihren Blick lange durch diesen Raum gleiten, denn auch hier waren sowohl die Wände wie auch die gläserne Kuppel von ruhmreichen Bildern der Menschheit geschmückt. Stolz rückte Maximillian seinen Umhang zurecht und zog dann einen Stuhl vor, den er der Inquisitorin anbot. Nachdem alle Platz genommen hatten konnte das Gespräch beginnen. „Wir haben beunruhigende Gerüchte gehört Gouverneur.“ „Nun ich bin sicher dass…“ Alexa hob die Hand und unterbrach so den Gouverneur. „Mit Verlaub aber ihr habt nicht zu reden während ich euch eure Anklagepunkte darlege.“ Bei der Erwähnung des Wortes „Anklagepunkte“ musste Maximillian schwer schlucken. Nephor beobachtete alles sehr genau, während er ein klein wenig abseits saß. Diese Menschen waren durchaus sehr interessant und solche Gespräche würden seiner Kommunikationseinheit helfen ihre Sprache zu verstehen. „Wie ich also gerade sagte, die Anklagepunkte beschreiben schwere Ketzerei, Heuchlerei und sogar offene Angriffe gegen die Menschheit und damit das Reich des Imperators.“ Alexa war nicht von kräftiger oder besonders hoher Statur, aber sie wusste genau wie sie andere Personen einschüchtern konnte. „In den untersten Bereichen der Makropole wird sogar von einem Kult gemunkelt, wenn ich mich recht entsinne Gouverneur entstammt ihr ebenfalls den unteren Bereichen dieser Makropole, ja?“ Maximillian wollte kurz Luft holen um etwas zu antworten, erinnerte sich aber recht schnell daran das die Inquisitorin ihm verboten hatte zu sprechen. „Unter euren Männern hat sich nun auch ein weiteres Gerücht breit gemacht, der von einem Vorposten spricht.“ Bei der Erwähnung des Vorpostens war es dieses Mal Nephor der sich bewegte, kannte er dieses Wort doch. Alexa beobachte so auch ihn aus dem Augenwinkel. „Wir alle wissen jedoch das es sich nicht wirklich um einen Vorposten handelt nicht wahr Herr Gouverneur?“ Dafür dass sie gerade erst seit wenigen Stunden auf diesem Planeten ist, war die Inquisitorin gut informiert und Maximillian biss sich auf die Lippen bei dem Gedanken was sie vielleicht noch alles wusste. „Ich frage mich wie ihr es geschafft habt zu verheimlichen, dass es sich um einen ganzen Siedlungszweig zur Erschließung neuer Ressourcen handelt, zu dem ihr den Kontakt verloren habt.“ Während sie sprach kramte sie aus ihrem Mantel ein kleines Gerät heraus welches leise Piepstöne von sich gab. „Vernus 3 wurde nicht so groß und wichtig weil es etwa besonders reich an wichtigen Ressourcen ist, sondern weil es eine bisher unerforschte Energiequelle in ihrem inneren beherbergt die es zu einer der günstigsten Makropolen im gesamten Sektor macht.“ Jetzt blickte sie Nephor direkt an, während sie weiter mit dem Gouverneur sprach. „Die Erforschung und Sicherung dieser Quelle hat oberste Priorität, weshalb ich mich dazu gezwungen sah die Adepta Sororitas mit hinzu zu ziehen, sollte sich das Gerücht der Ketzerei bewahrheiten. Ich halte eure Truppen durchaus für fähig, aber wenn es hart auf hart kommt, hätte ich gerne Personen um mich denen ich vertrauen kann.“ Inzwischen hatte sie das Gerät wieder weggepackt und wandte sich jetzt direkt Nephor zu. „Dominus, warum seid ihr hier? Mir liegen keine Informationen des Adeptus Mechanicus vor.“ Es bedarf keiner hochentwickelten Necron Einheit um zu erkennen dass er direkt angesprochen wurde. Nephors Übersetzungskern war allerdings mit seinen Berechnungen nach wie vor nicht ganz fertig. Unter normalen Umständen hätte er bereits wesentlich größere Fortschritte gemacht, aber da er nicht einmal seine eigene Rolle genau kannte, stockte es etwas. Nephor beugte sich etwas nach vorne und stützte seinen schweren Körper mit einem Arm auf dem Tisch ab, was dieser mit einem lauten Knarzen erwiderte. Natürlich verspürte er weder Angst noch Stress, aber er wusste auch das seine Einheit noch nicht bereit war um in vollen Sätzen zu antworten, weshalb eben jene sich bemühte seinen Geist mit all den Informationen zu versorgen die sie in der jüngsten Vergangenheit gesammelt hatte. Sie war jedoch so schon weit genug dass der Overlord verstand was von ihm verlangt wurde. Je länger er allerdings brauchte umso missmutiger wurde die Inquisitorin. Dann endlich hatte er alle Informationen beisammen um seine nicht vorhandenen Stimmbänder zu einer Antwort zu bewegen. „Ausgrabungsstäte, interessant für den Omnissiah.“ Alexa lehnte sich zurück und verschränkte dann nicht nur die Arme sondern auch ihre Beine. „Der Omnissiah…“ sie seufzte kaum hörbar und legte dabei den Kopf etwas schief, während sie mit ihrem Blick wieder Maximillian durchbohrte, der bisher zum stummen Dritten verdammt war. „Im Namen der heiligen Inquisition werde ich euch in Untersuchungshaft setzen Gouverneur. Es steht euch frei euch in euren Gemächern zu bewegen, aber einige Schwestern werden euch stetig beobachten. Dies gilt solange wie meine Untersuchungen andauern. Als ersten Schritt werde ich mit dem geehrten Dominus diesen…“ Sie hob ihre beiden Hände um das nächste Wort bildlich in Anführungszeichen zu setzen: „…Vorposten zu untersuchen und anschließend einen Blick auf die Energiequelle werfen.“ Damit war das Gespräch auch schon wieder beendet. Zwei gepanzerte Schwestern des Ordens der weißen Wacht betraten, wie als wenn sie gerufen worden waren, den Raum und führten den Gouverneur ohne Worte ab. Wie es sich für einen Mann seines Charakters gehörte ging er mit erhobenem Haupt und einem undeutsamen Lächeln auf den Lippen mit den Schwestern mit. Er leistete keinen Widerstand und keine Widerworte. Alexa selbst beobachte ihn mit jedem seiner Schritte und entspannte sich erst wieder als die Türen geschlossen waren. „Ich kenne Männer wie ihn, und seine Tricks. Weder vertraue ich ihm noch euch, Dominus. Aber ihr seid auch kaum mehr ein Mann, habe ich recht?“ Ironischerweise konnte sie nicht ahnen wie Recht sie mit ihrer Aussage hatte, auf die Nephor kein Wort erwähnte. „Ich respektiere euren Glauben an den Omnissiah, weshalb ich euch immer noch mehr vertraue wie ihm, denn euer Glaube ist offensichtlich stärker.“ Die Inquisitorin erhob sich und schob den Stuhl zurück unter den Tisch, so dass sich auch Nephor von seinem Platz erhob. „Ich werde euch ein neues Quartier zuweisen, jetzt wo ich die Kontrolle über diese Makropole habe. Ich hoffe das ist kein Problem für euch.“ Erneut nahm sie auch sein Schweigen als ein Ja hin. „Erholt euch oder, was auch immer ihr sonst tut, Dominus. Aber morgenfrüh werden wir zusammen mit einigen anderen Schwestern aufbrechen und diesen Vorposten untersuchen.“ Mit einem Nicken in Richtung Tür verabschiedete sie sich so von Nephor und beauftragte eine der schlicht gekleideten Frauen des Ordens der weißen Wacht damit Nephor zu seinem Quartier zu bringen.

Der Overlord verbrachte die Nacht damit, kniend in einer Ecke seines Raumes zu sitzen. Wenn man bei einem Necron überhaupt davon sprechen konnte so „schlief“ er während dieser Zeit. Seine Systeme jedoch liefen auf Hochtouren, um alles zu verarbeiten und neue Verbindungen zu knüpfen. Es war die erste Zeit, seit seinem Erwachen, in denen der Overlord so rasten konnte. Erst ein klopfen an der Tür, lies ihn aus seiner Starre wieder erwachen. Er hob langsam den Kopf, während das grüne Leuchten knisternder Energie in seinen Augen zu neuem Leben erwachte. „Geehrter Dominus? Ich bin hier auf Befehl von Inquisitorin Alexa.“ Nephor erhob sich langsam und rückte sein Gewand zurecht, während er zur Tür schritt und diese öffnete. Vor ihm stand eine der Adeptinnen die zuvor auf dem Landeplatz eine Gasse gebildet hatten. Der Blick mit dem sie ihn anstarrte konnte man am ehesten mit Angst gleichsetzen, jedoch war sie sich ihrer Pflicht bewusst. Sie deute in den Gang hinter ihr und schloss anschließend die Tür hinter dem Overlord. Der Weg durch die oberen Bereiche der Makropole endete schließlich in einem baugleichen Aufzug den Nephor auch zuvor schon genommen hatte um erst so weit nach oben zu kommen. Als die Tür sich mit einem vertrauten Quietschen zur Seite schob, fand sich der Dominus auf einem großen Platz wieder. Hier war bereits die Schwesternschaft in großem Aufruhr. Überall liefen sichtlich gestresste Frauen in einfachen braunen Gewändern umher, verteilten Aufgaben oder führten selbige aus. Beobachtet wurden sie von den scheinbar schon länger Angehörigen des Ordens, welche allesamt Servorüstungen trugen. Gelegentlich konnte er auch Servitoren erkennen, die für die schweren Aufgaben verantwortlich waren. Seine Begleitung jedoch ließ sich von dem ganzen Tumult nicht beeindrucken und führte den Necron direkt zur Inquisitorin, welche vor einer Chimäre stand. Diese war kein Vergleich mit dem Gefährt das ihn von der Ausgrabungsstätte zur Makropole gebracht hatte. Sicherlich war der Typ gleich, aber die Inquisitionschimäre sah nicht so aus als würde sie gleich auseinanderfallen, wenn man sie schief ansah. In einer Kolonne hinter ihr parkten fünf Immolatoren des Ordens der Weisen Wacht mit bereits laufenden Motoren und noch offenen Rampen, aus denen gelegentlich Schwestern kamen. „Ah geehrter Dominus, schön dass sie uns auch endlich mit ihrer Anwesenheit beglücken.“ Neben der Inquisitorin stand die Principalis welche wohl gerade letzte Besprechungen mit den Truppführern der Schwestern besprach. Als sie bemerkte das Nephor auch endlich eingetroffen war, schickte sie alle fort und trat dann zur Inquisitorin heran. „Die Vorbereitungen wurden abgeschlossen, wir sind Einsatzbereit.“ Alexa nickte ihr zu und die Principalis verschwand in einem Immolator der direkt hinter der Chimäre stand, während Alexa und Nephor selbst in der Inquisitionschimäre Platz nahmen. Kurz darauf setzte sich die ganze Kolonne, bestehend aus einer Chimäre und fünf Immolatoren zu je sechs Schwestern, in Bewegung.

Nicht nur das äußere der Chimäre unterschied sich von denen der planetaren Streitkräfte, sondern auch ihr Inneres war wesentlich größer, da sie weitaus weniger Personen transportieren musste. Alexa hatte neben Nephor Platz genommen und erneut ihr leise piepsendes Gerät ausgekramt, welches jetzt einige Informationen wiedergab. „Der Kontakt zum Vorposten brach vor einigen Tagen ab. Es war ursprünglich als Siedlungszweig gedacht, was bedeutet das mehrere tausend Menschen dort leben sollten. Ich kann mir einfach nicht erklären wie der Gouverneur verhindert hat das keine Informationen durchsickerten.“ Alexa biss sich auf die Lippe, während sie weiterhin wie gebannt auf ihr Gerät starrte. Nephor selbst hatte es nur kurz eines Blickes gewürdigt. So lange er ihre Sprache nicht zu 100% verstand, würde er sich keine Gedanken um ihre Technologie machen. Entgegen seiner ersten Erwartungen rumpelte diese Chimäre nicht von Zeit zu Zeit. Entweder lag es an ihrer verbesserten Technologie oder aber der Fahrer war wesentlich geübter. Die Fahrt selbst verlief somit ohne weitere Zwischenfälle und nach einer halben Stunde knisterte das Vox. Selbst in diesem neuen Fahrzeug gab es also Vox Interferenzen. „Wir haben den Zielort erreicht Inquisitorin, aber…“ die Fahrerin stockte, was Alexa endlich dazu brachte von ihrem Gerät aufzuschauen, welches sie inzwischen wieder in ihrem Mantel verstaut hatte. „…Das solltet ihr euch ansehen.“ Ein schweres Schlucken war noch zu hören, dann brach die Vox Verbindung ab und die Hecktür der Chimäre öffnete sich, während die restlichen Fahrzeuge ebenfalls zum Stehen kamen. Als Nephor ausgestiegen war, eröffnete sich ihm ein Bild das für jeden klar denkenden Menschen mehr als schrecklich anzusehen war. Sämtliche Schwestern der Adepta Sororitas hatten inzwischen ihre Helme aufgezogen und auch Alexa hatte ein kleines Atemgerät angelegt, welches gerade einmal ihren Mund samt Nase bedeckte. Der Siedlungszweig bestand aus mehreren massiven Häusern die jedoch winzig wirkten, verglich man sie mit den Gebäuden der Makropole. Sie hatten keine richtigen Dächer sondern flache Flächen, nur wenige Fenster und waren maximal 30 Meter hoch. Die Farbe der Fassaden waren nicht mehr auszumachen, denn überall waren menschliche Kadaver an die Wand genagelt worden oder selbige wurden in der Vergangenheit mit Blut oder Eingeweiden „verziert“. Abstrakt verstümmelte und aufgespießte Kadaver hielten in ihren toten Händen seltsame Banner in der Hand und „schmückten“ so den Siedlungszweig abseits der Häuser. Zu ihrer rechten erhob sich eine kleine Anhöhe, auf der das größte Gebäude stand, welches damals wohl vor allem als Haupthaus des örtlichen Verwalters diente. Am unteren Ende des Hanges jedoch, ergab sich etwas das alles bisher gesehen in Sachen Grausamkeit in den Schatten stellte. Ein riesiger Berg aus Leichen war dort aufgestapelt worden. Fliegen und weiß der Imperator was sonst noch für Gewürm hatte sich bereits großflächig über die Kadaver hergemacht und sonderten damit auch den enormen Gestank ab, der alle Anwesenden dazu zwang ihre Helme oder Atemgeräte anzulegen. „Wir werden diesen ganzen Ort mit reinigenden Flammen niederbrennen!“ Man konnte den Zorn in der Stimme der Principalis selbst durch ihr Funkgerät vernehmen, während sich die gesamte Gruppe durch das Dorf bewegte. Alexa selbst, hatte genauso wie Nephor, während dieses Marsches noch kein einziges Wort gesagt, bis zu dem Zeitpunkt als sie vor dem gigantischen Leichenberg zum stehen kamen. „Der Gouverneur muss davon nicht nur gewusst haben, nein er hat es aktiv auch verschwiegen!“ Erneut trat Katharina vor, inzwischen hatte sie eine Boltpistole in der Hand und zielte damit auf den Leichenberg. „Dafür werde ich ihn persönlich hinrichten!“ Nephor selbst hatte sich hingekniet und untersuchte etwas, das seine Aufmerksamkeit erregt hatte. Seine Systeme hatten dieselbe Pheromonspur entdeckt, wie damals als seine Chimäre angegriffen wurde. Allerdings verlief diese Spur nicht etwa durch das Dorf, sondern eher darum herum. Auch war es nicht eine einzige, konstante Spur sondern mehrere, wie als wenn jemand oder etwas die Lage ausgespäht hatte. „Verdammte Interferenzen!“ Alexas kleiner Wutausbruch holte Nephor aus seinen Berechnungen. Die Inquisitoren hatte vergeblich versucht die Makropole über Vox zu erreichen, aber die Interferenzen waren zu stark, weshalb sie ihren Blick durch das Dorf wandern ließ. Schließ blieb er auf dem großen Hauptgebäude stehen. „Dominus, begleitet mich auf diese Anhöhe. Die Verwaltungsgebäude haben für gewöhnlich eine herkömmliche Leitung zur Makropole, sollte sie kaputt sein, zähle ich auf euch und eure Fertigkeiten!“ Sie deutete mit einem Finger auf das große Gebäude, während sie ihren Blick zurück zu Katharina wandte. „Brennt den ganzen Ort nieder! Lasst nichts dieser Verderbtheit zurück!“ Sie musste diese Befehle der Principalis nicht zweimal geben, weshalb sie mit ihrem Kettenschwert kurzerhand einen Kreis in der Luft formte, was den Immolatoren das Zeichen gab näher heran zu fahren und ihre heiligen Flammen zu entfachen. Nephor und Alexa konnten das Ganze von ihrer erhöhten Position aus gut beobachten, wie die ersten Gebäude und die damit verbundenen Leichen in Flammen aufgingen.

Es war zu dieser Zeit als Alexa und Nephor vor der großen Haupttür zum Stehen kamen. Sie wirkte massiv und entgegen aller anderen Türen, die sie bisher gesehen hatten, war diese noch ganz so wie man es erwarten würde. Kein Blut, keine Leichen, nichts. Lediglich ein paar Kampfspuren befanden sich auf ihr. Als Alexa versuchte die Tür zu öffnen reagierte Nephor sehr schnell. Er hatte ein Klicken hinter der Tür ausgemacht, welches kaum hörbar war und nur durch sein verbessertes Gehör wahrgenommen werden konnte. Mit einer schnellen Bewegung stellte er sich vor die Inquisitorin, als sich die Tür öffnete, was einen lauten Knall folgen ließ. „SCHIEßT AUF ALLES WAS SICH BEWEGT!“ Was jetzt passierte dauerte nur wenige Sekunden. Die Tür des Hauptgebäudes war eine Falle. Hinter ihr waren Sprengladungen angebracht worden, welche auf ein Öffnen der Tür reagierten und nun hochgegangen war. Die Tür war direkt auf Nephors Rücken geschleudert worden und hatten ihn und die Inquisitorin von den Füßen gerissen. Da er so schnell reagiert hatte, konnte er Alexa in seine Arme schließen und rollte jetzt mit ihr den Abhang herunter, während sein Mantel Brandspuren davon trug. Alexa war für einen kurzen Moment von Adrenalin übermannt, fasste sich aber schnell wieder und verstand recht schnell was gerade passiert war und das Nephor sie gerettet hatte. Kurz wurde ihr Gesicht leicht rot, als sie so in seinen starken Armeen lag, jedoch verpuffte der romantische Gedanken binnen weniger Millisekunden schon wieder. Erstens befand sie sich mitten in einer Gefechtssituation und zweitens ging sie davon aus dass sie genau wusste welche Techschrecken unter diesem Mantel vorzufinden waren. Während das ungleiche Duo durch die Luft und anschließend den Abhang heruntergeschleudert wurden, stießen mehrere Unbekannte die Türen der Häuser auf die noch nicht in Flammen standen. Ein mindestens genau so großer Teil kam aus dem riesigen Leichenberg gekrochen, in dem sie sich versteckt hatten. Diese „Menschen“, wenn man sie überhaupt noch so nennen konnte, waren über alle Maßen entstellt und ähnelten am ehesten Mutanten, auch wenn sie keine waren. Sie trugen entweder gar keine Kleidung oder nur noch Kleidungsfetzen und ihre Haut war dunkelgrau gefärbt, welches sich nur gelegentlich mit dem Rot von getrocknetem Blut abwechselte. Bewaffnet waren sie mit dem was sie hier zur Hand hatten. Selbstgebaute Speere und Holzfälleräxte, gelegentlich Autopistolen und Gewehre und neu entzündeten Brandfackeln. Anscheinend hatten sie einen anderen Gegner erwartet, als die Adepta Sororitas. Diese wurden so zwar überrascht, aber fast alle Angriffe prallten von ihren Rüstungen ab und hinterließen dabei nicht einmal Kratzer. Das erwiderte Bolterfeuer traf dementsprechend kaum auf Widerstand. Ironischerweise wurde so das Schlachtfeld in noch mehr Blut und Eingeweide getränkt als die Boltergeschosse nach dem Eindringen in die Körper der Angreifer explodierten. Ein wildes Geschrei war die Folge und von vorhandenen Schlachtfeldformationen konnte man wenn dann nur bei der Schwesternschaft sprechen. „Brennt Ketzer!“ Katharina hatte ihre Boltpistole durch eine Infernopistole gewechselt und war damit beschäftigt Angreifer lebendig zu verbrennen. Nephor und Alexa waren inzwischen zum Stillstand gekommen und hatten erneut zur Principalis aufgeschlossen. Unbeachtet von den Verteidigern war es einem Mann gelungen den Hang hinauf zu laufen und durch das gesprengte Tor des Haupthauses zu springen. „IHR HABT UNS DIE MACHT DER DUNKLEN GÖTTER VERSPROCHEN!“ Brüllte er aus ganzer Kehle ohne vorher überhaupt überprüft zu haben ob seine Worte jemanden erreichen würden. Tatsächlich stand ein weiterer Mann in der Eingangshalle, welcher nur noch entfernt an einen Menschen erinnerte. Sein ganzer Körper war entstellt von Narben und seltsamen Ritual Zeichen. Die Haut schien sich kaum noch auf dem Fleisch halten zu können und in seinem Arm hielt er einen Speer der eine dunkle Aura ausstrahlte, welche sogar mit dem bloßen Auge zu sehen war. „Und diese Macht sollt ihr bekommen!“ erwiederte er mit einem widerwärtigen Grinsen. Er war mit seiner aufgewühlten Begleitung herausgelaufen und hatte von hier oben, wie auch Alexa und Nephor zuvor auch schon, einen guten Überblick über das Geschehen. Es hatten sich mehrere Kreise gebildet in denen die Schwestern Formation eingenommen hatten um mit einem gut abgestimmten Dauerfeuer alle Angreifer zurück zu ihren dunklen Göttern zu schicken, während die Immolatoren weiterhin die Häuser in Brand steckten, zu denen die fliehenden Ketzer rannten. Zuerst wollte er den größten Ring aus Sororitas angreifen, entdeckte dann aber die Principalis, sowie die Inquisitorin und die vermummte Gestalt von Nephor. Sie stachen aus der Menge, bedingt durch ihre Kleidung, heraus, weshalb sich der Ketzeranführer dachte, warum die Köpfe erschlagen wenn man den Körper zerstören konnte? „SPÜHRT DIE MACHT DER DUNKLEN GÖTTER!“ schrie er, während er etwas Anlauf nahm und dann mit voller Wucht den bedrohlich leuchtenden Speer warf. Erneut war es Nephors übermenschlichem Reaktionsvermögen zu verdanken das er sich rechtzeitig umgedreht hatte um den Speer so vor seinem Einschlag mit einer Hand abfangen konnte. Doch scheinbar musste dieser gar kein Ziel treffen, in dem Moment in dem er ihn gefangen hatte, explodierte eine Nova lilafarbener Energie aus dem Speer welche alle anwesenden Personen traf ohne, dass diese hätten ausweichen können. Sofort sprangen Funken grüner Energie aus Nephors Körper der Necron Overlord erstarrte. Jetzt waren es die Schwestern die schrien. Einigen von ihnen wurden von den Beinen geworfen, als die Nova sie traf, weshalb sie sich auf dem Boden windeten. Andere wiederum hielten sich die Ohren zu und schrien wie wild. Und jene die es am schlimmsten getroffen hatte gerieten in einen scheinbaren Panikzustand, den ihr Bolterfeuer wurde unkontrolliert und nicht zu selten trafen sie die eigenen Verbündeten. Alexa hatte es ebenfalls von den Füßen geworfen, jedoch schrie sie nicht, und sie bewegte sich auch nicht. Stattdessen war ihr Blick wie besessen auf den versteinerten Nephor gerichtet.

„Sofort…aufhören!“ Katharina hatte von allen die Verderbnis am besten überstanden, konnte sie doch zumindest zum Teil klar denken, auch wenn sie ihren Körper kaum unter Kontrolle hatte. Auf die bisher wegrennenden Ketzer hatte die Nova jedoch keinen negativen Effekt, im Gegenteil sogar. Sie wurden von neuem Mut gepackt und drehten jetzt wieder um, um ihre Waffen erneut gegen die Schwestern zu richten. Deren Servorüstungen würden zwar standhalten, aber wenn sie erst einmal in Nahkampfreichweite kamen, würde es ihnen nicht mehr schwer fallen die gelähmten oder schreienden Schwestern zu übermannen. In dem Moment als sie ihre schwerste Stunde erlebten warf eine neue Nova alle die noch standen endgültig von den Füßen. Entgegen der ersten war diese aber nicht lila sondern grün. Nephors Reanimationsprotokolle hatten es geschafft den Overlord wieder mit neuer Energie zu versorgen, weshalb neues „Leben“ in seinen stählernen Körper zurückkehrte. Mit seiner übermenschlichen Kraft zerstörte er den unheilvollen Speer, dessen dunkle Energien keine Chance hatten diesen Nichtmenschen zu verderben. Befreit vom Fluch des Exzesses erhielten die Sororitas die Macht über ihre Körper wieder und ihre Gedanken waren wieder frei. Wilde Gebete an den Imperator wechselten sich fast genauso laut mit Danksagungen und schwerem Bolterfeuer ab. Auch Nephor konnte jetzt nicht mehr tatenlos zusehen. Mit seinem versteckten Stab des Lichtes gab er zwei Schüsse auf den Ketzeranführer ab, der den Speer geworfen hatte und traf ihn zweimal im Bauch, was diesen durchlöchert den Abhang herunterrollen ließ. Der Kampf dauerte keine zwei Minuten mehr, bis schließlich der letzte Bolter verstummte und alle einen kurzen Moment hatten um durchzuatmen. Als Nephor keine weiteren Feinde mehr ausmachen konnte und sich umdrehte ergab sich ein für Ihn seltsames Bild. Fünf Schwestern, die keine Helme mehr trugen, knieten vor Katharina, während andere Sororitas ihre Bolter auf eben jene richteten. Allerdings schien dies kein Effekt der Verderbnis zu sein. Katharina hatte ihren Helm ebenfalls abgenommen, da der fürchterliche Leichengestank inzwischen dem all zu vertrauten Rauch der Flammen gewichen war, denn die Immolatoren waren die Einzigen die ihre Waffen nicht ruhen ließen. „Schwester Neriel, Schwester Augur, Schwester Sabrina, Schwester Felicia und Schwester Maria.“ Katharinas kalte Augen liefen über jede Schwester, deren Namen sie genannt hatte, aber keine war in der Lage gewesen ihre Principalis anzusehen. „Mit dem eröffnen des Feuers auf eure eigenen Schwestern habt ihr Schande über euch und den Orden gebracht. Euer Glaube hat euch verlassen und ihr habt dem Imperator gegenüber Schwäche gezeigt!“ Während Katharina die knienden Schwestern tadelte lief sie immer wieder vor ihnen auf und ab, bis sie schließlich auf der Höhe von Nephor zum Stehen kam. „Für die Verletzung eurer Pflicht und den Verlust des Glaubens sollte ich euch mit dem Tod bestrafen.“ Jetzt wandte sie sich zum Overlord herum. „Geehrter Dominus, nie mehr soll ein Mensch an euren Glauben an den unsterblichen Imperator zweifeln. Ihr wart das einzige standhafte Monument des Glaubens und habt uns allen das Leben und unsere Reinheit gerettet.“ Sie stand inzwischen direkt vor ihm, während sie weitersprach: „Ich verleihe euch den Ehrentitel Wächter der weißen Wacht und überreiche euch dies als Zeichen unserer Anerkennung!“ Katharina hielt eine goldene Kette in beiden Händen, welche sie Nephor um den Hals legte. Es handelte sich dabei um ein Rosarius des Adeptus Ministorums, in dessen inneren ein Schildgenerator leise knisterte. Jeweils zwei kurze Boltersalven wurden von den restlichen Schwestern als Zeichen der Anerkennung in die Luft geschossen. Die Principalis verschwendete allerdings keine weitere Zeit, während sie mit dem ausgestreckten Finger auf die noch immer knienden Schwestern deutete. „Diese Schwestern haben den Tod verdient, für den Verlust ihres Glaubens. Aber ich bin mir sicher dass noch nicht alle Hoffnung verloren ist. Als Wächter der weißen Wacht unterstelle ich euch, für die Zeit auf Ferus, das Kommando über diese in Ungnade gefallenen Adeptinnen! Sie sollen euch Dienen und so von eurem Glauben und eurer Standhaftigkeit überzeugt werden, um vielleicht wieder den Weg zurück ins Licht des Imperators zu finden oder aber als Märtyrerinnen zu sterben!“ Nephor hatte sich neben Katharina gestellt und blickte auf die nach wie vor Knieenden gefallenen Schwestern. Er hob seinen freien linken Arm und entblößte damit seine eiserne Klaue, während er sprach: „Und dienen werden sie…“ denn was niemand wusste, seine Necroneinheit hatte ihre Berechnungen abgeschlossen. Der Overlord war dazu in der Lage die Sprache der Menschen vollständig zu verstehen.
 
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Und dienen werden sie... GEIL!

Boah, echt hammerstory, das neue Kapitel ist so richtig stark und ich kann mich nur wiederholen, ich kanns kaum erwarten wies weiter geht.
Eine willkommene Abwechslung zu SpaceMarien hier, Impsoldat da. Hier gibts attraktive neue Ideen gepaart mit starkem Schreibstil der sich mit jedem Kapitel steigert und zu fesseln weiß.

Bei den vorherigen Kapiteln hatte ich immer 1-2 Stellen bei denen ich bisschen gestockt hatte oder anderweitig der Lesefluss bisschen gestört war aber bei diesem riesigen Kapitel hatte ich beim ersten Durchlesen nur ein einziges Wort was ich geändert hätte:
Den Innenraum der Chimäre hätte ich nicht als größer sondern geräumiger beschrieben aber sonst liebe ich dieses Kapitel!
 
Hach ich liebe es die blöden Sororitas so vorgeführt zu sehen XD! Kanns kaum erwarten zu lesen, was Nephor mit seinen Femen-Flagelanten anstellt.

@Fauk: nicht das du mich falsch verstehst: ich finde die idee superm hätte jedoch eine fluff frage (die mir aber auch gerne jeder andere beantworten kann): sind sich die mädels in servos wirklich so grün mit dem mechanicus? gibt es dazu eine offizielle quelle?
 
@Fauk: nicht das du mich falsch verstehst: ich finde die idee superm hätte jedoch eine fluff frage (die mir aber auch gerne jeder andere beantworten kann): sind sich die mädels in servos wirklich so grün mit dem mechanicus? gibt es dazu eine offizielle quelle?

Also ob es jetzt eine genaue Fluff Quelle gibt wo explizit die Beziehung von Sororitas mit Mechanicus beschrieben wird kann ich nicht sagen. Ich habe es hier jetzt so genommen das die Principalis schlichtweg von Nephors Standfestigkeit beeindruckt war, da er nicht nur den Speer gefangen, nicht in die Kniee sondern auch ihn noch zerstört hat, war das für sie genug um ihn als leuchtende Bastion des Imperators anzusehen, welchen sie mehr oder minder inoffiziel geehrt hat, da es ja so in den Sororitas keine Ehrentitel gibt wenn ich richtig informiert bin.