Hallo liebe Community,
Nachdem ich nun schon seit einiger Zeit im Hobby unterwegs bin und mich auch die literarischen Werke nicht kalt gelassen haben, habe ich mich nun auch an einer eigenen Geschichte versucht, welche ich über die Zeit weiterführen möchte. Ich habe den Prolog heute fertiggestellt und würde mich gerne über Feedback eurerseits freuen 😉 Vor allem interessiert es mich wie das Setting ankommt.
„Sehr faszinierend…“ Beide erschraken kurz, als sie die krächzende Stimme hinter sich hörten, während sich ihre Körper zuerst an- und dann wieder entspannten. Durch ihre Mitte war ein seltsames Wesen in langen schwarzen Roben geschritten, welches ein kratzendes Geräusch hinterließ als es dem Objekt seiner Begierde, am anderen Ende des Raumes, näher kam. Auf der großen Robe prangte auf dem Rücken gut sichtbar, selbst in dieser Dunkelheit, das Zeichen des Adeptus Mechanicus und das seltsame Wesen selbst hörte auf den Namen: Dominus GC 17 Strich 8. Er war wesentlich größer und fülliger wie die beiden Männer zusammen, selbst in seiner gebückten Haltung. Die Soldaten waren nur zu dankbar dafür das seine große schwarze Robe alles von seinem grotesken Körper verbarg, bis auf einen kleinen Schlitz aus dem seine Augen, oder was einmal seine Augen waren, hervorleuchteten war nichts zu erkennen. So bewegte sich unter seiner Kleidung viel, zu viel als das es nur zwei Arme sein konnten. Die Männer konnten nur erahnen welche Dinge sich unter dieser Kleidung befanden und waren mehr als froh darüber, dass es wohl bei einer Ahnung bleiben würde. „Dem Imperator sei Dank ist er so von diesen Ruinen fasziniert das er nichts von unserem Gespräch gehört hat.“ Die Kälte welche immer wieder durch einen starken Windstoß in diese Kammer getragen wurde, ließ den Atem der Soldaten sichtbar werden. Farus war eigentlich eine Dschungelwelt, reich an Leben, Ressourcen und einem heißen Klima. Die Oberfläche des Planeten war bedeckt von dichten Wäldern, großen Seen und ähnlichem in denen mehr verschiedene Spezies lebten als der gesamte Sektor zusammen zu bieten hatte. Hier unten jedoch war nichts von der Hitze auf der Oberfläche zu spüren. Ganz im Gegenteil könnte man hier eher der Versuchung erliegen zu glauben an der Oberfläche würde sich eine Eiswüste erstrecken.
Mit einem plötzlichen knarzen schob sich eine grün leuchtende Apparatur aus der Wand, von der der Dominus einige Schritte zurückgegangen war. Das Geräusch ließ die Soldaten in aufschrecken und damit in Alarmbereitschaft übergehen, weshalb sie binnen Sekunden ihre Gewehre im Anschlag hatten. jeder Kommissar wäre stolz gewesen, aufgrund dieser schnellen Reaktion. Von ihrem Vorgesetzten ernteten sie allerdings nur ein erneutes: „Faszinierend“, wenngleich man nicht sicher sein konnte ob sie von seinen Stimmbändern oder den elektrischen Geräten, die sie ersetzten, ausging. Sogleich machten sich seine knorrigen Finger daran über die Apparatur zu streichen, was Plast zu einem spöttischen Kommentar hinriss: „Wie war das mit nicht anfassen, Searg?“ Verstärkt wurde die Aussage durch ein gleichgültiges Schulterzucken welches Pallus mit einem genervten Blick zur Kenntnis nahm. Das Adeptus Mechanicus stand in diesen Belangen weit über seinen eigenen Kompetenzen, weshalb er den Dominus nicht an seinen Taten hindern konnte, wenngleich er es auch wollte. Eigentlich schien die heiße Kaserne an der Oberfläche jetzt gar nicht mehr so schlimm, wie sie das die letzten Wochen getan hatte. Die Langeweile und stechende Hitze der Kaserne einzutauschen für eine kleine Expeditionsmission schien damals verlockend, doch hier unten lag etwas in der Luft das nach Ärger roch und bisher hatte ihn sein Riecher über mehrere Feldzüge hinweg am Leben gehalten. Er spuckte kurz auf den Boden und sammelte in diesem kleinen Zeitfenster seinen Mut um auf den Agenten des Mechanicus zu zugehen. „Sir vielleicht sollten wir…“ er konnte seinen Protest nicht weiter zum Ausdruck bringen. Unter der Robe des Dominus hatte sich eine Tentakel gezeigt die mit einem spitzen Stachel und ausgefahrenen Scheiben, rund um selbigen, ihn zum Schweigen aufforderte. Er schluckte einmal schwer und schob dann seinen Kameraden weiter den Flur hinauf. „Diese Kerle sind unheimlich“ sprach er während er mit dem Kopf schüttelte. Ungeachtet der Kritik und der Proteste seiner Leibgarde machte sich GC 17 weiter daran seine Entdeckung zu protokollieren und zu untersuchen. Die einfachen Menschen waren dem Omnissiah so nah wie die Entfernung zum heiligen Tera in Lichtjahren betrug, weshalb er sich um deren Belange nicht weiter kümmerte. GC 17 strich mehrmals über das seltsam an wirkende Pult und drückte hier und da etwas darauf herum, in dem Versuch den Maschinengeist, von dem er ausging das er auch hier existierte, zum Leben zu erwecken. Während der ganzen Prozedur predigte ein kleiner Lautsprecher, nur der Imperator weiß wo an seinem Körper, die ganze Zeit unbekannte Ritten und Gebete. Jedoch schien nichts davon zu funktionieren. Es war die Pflicht des Mechanicus auch Xenotechnologie zu untersuchen und eventuelles wertvolles Wissen aufzunehmen. Geschützt durch die Dunkelheit bohrte sich deshalb ein kleines Vox Relais aus seinem Rücken und begann damit, lautlos einige Nachrichten an die Makropole Vernus 3 zu senden, wo andere Agenten des Mechanicus stationiert waren. Nachdem er seine Nachrichten übermittelt hatte, widmete sich der Dominus wieder voll und ganz seiner Aufgabe, wobei ihm dieses mal etwas an der Apparatur auffiel, das er zuvor schon einmal gesehen hatte. Schnell verknüpften sich die letzten Reste seiner Menschlichkeit mit den hochpotenten Schaltkreisen der Implantate während er mit einem Finger über das grün vibrierende Licht strich, welches nach seiner Berührung nun stärker und beständiger zu leuchten begann.
Dann hielt er abrupt inne, irgendetwas stimmte hier nicht. Es war nicht mehr viel menschlich an GC 17 und das war auch gut so, denn sonst wäre ihm vielleicht entgangen das irgendetwas durch den Raum schlich. Schnell hatte er sich umgedreht und dabei die Makropistole entsichert, aber noch nicht gezogen. Seine „Augen“ durchsuchten dabei den Raum auf Anzeichen. Jedoch konnte er nur normale Partikelrückstände in der Luft ausmachen. Eigentlich wollte er sich gerade wieder seiner Arbeit widmen als ein Schuss aus einem Lasergewehr an seinem Servoharnisch abprallte und dabei nicht einmal einen Kratzer hinterließ. Ketzerei? Hatten sich seine eigenen Leute gegen ihn gewandt? Inzwischen hatte er seine Makropistole gezogen und zielte in die Richtung in der er seine Leibgarde das letzte Mal gesehen hatte, jedoch sah er etwas was einen normalen Menschen mit Angst erfüllen würde, er selbst war aber zu derlei Gefühlen nicht mehr in der Lage gewesen. Ketzerei oder gar Verrat war es nicht was den Schuss ausgelöst hatte. Immer wieder wurde die Schwärze der Halle von Lasersalven durchbrochen die ein erschreckendes Schauspiel auch für nicht augmentierte Augen offenbarte. Ein großes, allen Anschein nach mechanisches Insekt, welches auf einem langen Schwanz balancierte schlängelte sich geschickt durch die Schüsse hinweg und hatte auf seinen beiden langen Klingen, an denen man normalerweise Arme erwarten würde, einen Körper aufgespießt. Entzückt von dem offensichtlich mechanischen Wunder vor ihm, zögerte GC 17 damit dem verbliebenen Soldaten zu helfen, welcher panisch um sein Leben kämpfte. Letztendlich jedoch konnte er diese Maschine nicht in ihrem derartigen Zustand untersuchen, weshalb ein lauter Schuss seiner Pistole den Kampfeslärm dämpfte, der bisher die dominierende Kraft war. Die Pistole feuerte dabei allerdings nicht nur eine Kugel ab sondern ein wahrer Geschosshagel prasselte auf das seltsame Geschöpf ein. Selbst bei dieser großen Geschossdichte ging keine Kugel daneben, war ein Dominus doch ohne weiteres dazu in der Lage solche Flugbahnen in den Bruchteilen weniger Sekunden zu berechnen. Zu seiner höchsten Entzücktheit jedoch verursachte keine der Kugeln auch nur Anzeichen von Schäden. Stattdessen waren sie wie durch ein nicht existentes Wesen hindurch geflogen und donnerten irgendwo weiter hinten, mit einem dumpfen Geräusch, gegen eine Wand. Des Omnissiahs Wunder waren eben überall zu finden. „Tut etwas!“ Schrie Pallus und riss damit die Aufmerksamkeit aller an sich wober er in der Zwischenzeit herüber gerannt war, aber das letzte was er sehen würde, war nicht das Bild seiner Frau gewesen, wie er es sich gewünscht hatte, sondern die kalten Augen eines Menschens der mehr Maschine war, wie irgendetwas anderes. Das Phantom hatte sich wieder materialisiert und ihm seinen spitzen Schwanz direkt durch die Lungenflügel gerammt, was das Leben des imperialen Soldaten binnen weniger Augenblicke beendete. Mit einer knisternden Energie bedankte sich GC 17 bei seinem letzten verbliebenen und jetzt toten Leibgardisten, mit einem kraftvollen Schwung seiner Energieaxt, welche das Phantom dieses Mal nicht verfehlte. Er hatte recht schnell dessen Technologie analysiert und seiner ersten Vermutung ließ er so nun einen Praxistest folgen. Aufgrund dieser Berechnungen war er dazu in der Lage den Körper des Geschöpfes mitten auf die Brust zu treffen und gegen die Wand zu schlagen. Bevor es jedoch Kontakt mit selbiger herstellen würde, verschwand es wieder, weshalb mit voller Wucht die Axt diesen Platz übernahm. Von der rohen Kraft und der damit entladenen Energie getroffen, pulsierte die getroffene Wand vor grüner Energie und quittierte den Schaden mit lautem Knistern und gelegentlichen grünen Blitzen die den Raum erleuchteten, aber immer in nur wenigen Augenblicken wieder verschwanden. Allerdings hatte GC 17 nicht genug Zeit dieses neuen Phänomen zu untersuchen, da jetzt keine Ablenkungen mehr am Leben waren musste er sich selbst um das Phantom kümmern. Erneut machte er seine Energieaxt bereit, während sein zusätzlicher Arm die Makropistole im Anschlag hielt. Seine Auguren durchkämmten die Gegend, wobei die Dunkelheit kein Hindernis darstellte. So gelang es ihm auch frühzeitig das anfliegende Phantom auszumachen, welches mit ausgestreckten Klingen auf ihn zu geflogen kam. Unerwartet gelang es ihm unbeschadet auszuweichen und dabei lediglich einen Streiftreffer auf seinem Servoharnisch zu erhalten. Entgegen dem ersten Laserbeschuss der ihn getroffen hatte, hinterließ dieser Angriff wenigstens einige Kratzer. Er würde sich später darum kümmern. Jetzt aber wuchtete er seine große Axt über den Kopf und ließ sie dann auf den Rücken des Phantoms herunterfliegen. So gelang es dem Geschöpf nicht sich wieder zu verschieben, weshalb weitere grüne Blitze und damit verbundene Energien durch den Raum flogen, als sie aus dem Körper des Phantoms entwichen. Mit einem noch nie dagewesenen Kreischen, entflog das letzte elektronische Leben aus der Konstruktion, aber nicht bevor es mit seiner restlichen Kraft auf die nächstgelegene Wand zu gekrochen war. „Faszinierend..“ sprach der Dominus während er beobachten konnte wie das Konstrukt noch dazu in der Lage war einen Stab in die Wand zu schieben. Zwar bewunderte er den Überlebenswillen des Konstrukts, allerdings war er nicht erpicht darauf herauszufinden was passieren würde, wenn dieser Stab in seiner Gänze in der Wand verschwand, weshalb er mit der Energieaxt die Reste sauber zerteile.
GC 17 war erneut entzückt von diesen neuen Ereignissen und schob die rauchende Pistole zurück unter sein Gewand. Wieder wurde ihm jedoch seine kostbare Forschungszeit verwehrt, als sich der Teil der Wand öffnete, in die das Phantom einen Stab, welchen er nur für einen Daten oder Aktivierungsstab halten konnte, gesteckt hatte. Der massive Fels schob sich mit einem tosenden Geräusch gen Decke und verschwand dort in der Dunkelheit. Zurück blieb eine knochige Gestalt, allerdings komplett aus Metall, welche unbeholfen nach vorne umkippte und mit einem lauten Krachen ungebremst auf dem Boden aufschlug. Man konnte sofort sehen dass dieser Körper etwas Besonderes war. Massive und golden wirkende Metalplatten dienten offensichtlich als zusätzliche Panzerung für den Körper, während sich um seinen Schädel ebenfalls goldene Metallplatten, ähnlich einer Krone, erstreckten. „Gepriesen sei der Omnissiah“ GC 17 schlurfte in Richtung seiner neuesten Entdeckung, blieb allerdings stehen als diese mit grünen Blitzen zum Leben erwachte. Entgegen der Gesetze der Natur erhob sich das Skelet ohne Zuhilfenahme seiner Gliedmaßen. Als es seinen aufrechten Stand erreicht hatte konnte der Dominus zum ersten Mal einen Necron Overlord in seiner ganzen Pracht erblicken. Allerdings schien das Wesen sichtlich verwirrt. Es hob seine Hände und ließ den Blick durch den Raum schweifen, dabei wechselte sein Fokus immer wieder von sich selbst weg, wieder zum Raum herum und dann wieder zurück, als versuche es eine Verbindung herzustellen. GC 17 hatte in der Zwischenzeit Kalibrierungen vorgenommen, um so wenig von seiner neuesten Entdeckung zu beschädigen wie möglich, aber nach dem Angriff des Phantomes, welches offenbar eine verwaltende Tätigkeit in diesem Gewölbe eingenommen hatte, wollte er kein Risiko mehr eingehen. Der Vernichtungsprojektor welcher sich inzwischen vollständig mit Energie geladen hatte und in einem blassen Licht erstrahlte, gab einen Schuss direkt auf den Kopf des Overlords ab. Der Schuss war dabei so schnell und unvorhergesehen das er auf der extrem kurzen Reichweite seine ganze Stärke entfalten konnte. Es gelang dem Overlord zwar noch sich zu ducken, allerdings vaporisierte seine Krone schlichtweg, was ihn mit einem kahlen Schädel zurückließ. Ohne Zeit zu verlieren streckte er seinen linken Arm nach vorne und GC 17 konnte eine seltsame Vorrichtung erkennen die wohl als Waffe diente. Schnell zog er seine Energieaxt, da er wusste dass der Projektor zu viel Zeit brauchen würde um erneut zu feuern. Zu seinem Glück kam aus dem Armgeschütz des Overlords rein gar nichts. Entweder war die Waffe defekt oder schlichtweg noch nicht bereit, weshalb dem Dominus genug Zeit blieb um seine Energieaxt erneut schwingen zu können. Dieses Mal jedoch traf sie nicht den metallischen Körper sondern wurde von einem Stab pariert, der mehr wie ein Kurzschwert wirkte. In seiner Spitze pulsierte die gleiche Grüne Energie die den Overlord zuvor mit Leben erfüllt und aus dem Phantom gewichen war. „Faszinierend, ich muss dies unbedingt untersuchen!“ GC 17 steckte etwas mehr Kraft in seine mechanischen Arme und drückte so den Necron vor sich weg, um wieder etwas mehr Abstand zu erhalten. Seine Auguren untersuchten den Körper in Windeseile und stellten so fest das der Stab scheinbar mit seinem Arm verbunden, oder dort versteckt war. Auch handelte es sich dabei nicht um ein Schwert sondern tatsächlich sogar um eine Art Sense, welche der Overlord jetzt in Beiden Händen fest hielt. „Was seid ihr?“ Seine Frage schnitt durch die angespannte Stimmung hindurch auch wenn es jetzt noch einmal mit Vernunft und Reden zu versuchen jedem normalen Menschen suspekt vorkommen würde, aber hier kämpften ja auch keine Menschen mehr gegeneinander. Eine Antwort blieb allerdings ebenfalls aus, weshalb beide Parteien kurzerhand wieder aufeinander zu stürmten, während Energiewaffen aus alter und neuer Zeit aufeinander prallten. Die Spitze der Sense kam den Auguren des Dominus gefährlich nahe als der Overlord mit jeder verstrichenen Sekunde mehr und mehr an Kampfgeschick hinzu- oder eher zurückgewann. GC 17 musste den Kampf schnell beenden, oder er würde unterlegen sein. Er entschied sich dafür den Vernichtungsprojektor erneut einzusetzen, wenngleich er damit wohl mehr Schäden anrichten würde wie er wollte. Die Energieaxt verfügte nun über etwas weniger Kraft während sich der Projektor auflud, dann richtete er selbigen direkt an die Brust des Necron und ein gewaltiger Blitz entlud sich welcher sich durch Metall brannte und jeden Funken Lebens hinaussprengte. Leblos viel der Dominus in sich zusammen. Der Overlord hatte die Schwäche in seiner Verteidigung genutzt und seinen Stab so positioniert das er von oben herab direkt durch die Auguren, und damit die schwächste Stelle des Dominus, schießen konnte. Die Unwissenheit darüber das der Stab über eine Fernkampfwaffe verfügte besiegelte das Ende des Agenten des Ommnissiahs.
Der Stab verformte sich auf eine sehr kleine Größe während er sich in den Arm des Necron zurückzog. Der Name dieses Overlords in früheren Tag lautete Nephor und es war das einzige was ihm noch bewusst war. Erneut ließ er jetzt in aller Ruhe seinen Blick durch die Hallen schweifen die ihm nur zu fremd vorkamen. So entdeckte er die Leichen der beiden Soldaten und des Phantoms. Erinnerungen hatte Nephor keine mehr, aber er war in der Lage klar zu denken, zumindest schien es für ihn so. Interessanterweise fehlten ihm im Moment jegliche Empfindungen, weshalb er weder Angst noch Unsicherheit verspürte. Seine eigene Gestalt allerdings verwunderte ihn, auch wenn er nicht wusste was wohl normal war. Sich selbst nicht im Klaren darüber wozu er in der Lage war, nahm er der Leiche des Dominus die schwarze Robe ab. Der Schuss seines Stabs des Lichts hatte das Geschöpf, was früher einmal ein Mann gewesen war, von oben nach unten sauber durchlöchert, ohne dabei etwas von seiner Kleidung zu beschädigen. Eingehüllt in diese schwarzen Roben, prangte erneut das Zeichen des Ommnissiahs auf einem Maschinenwesen und es war nicht mehr wie die grünen Augen des Overlords zu erkennen. Langsam setzte er sich so vermummt in Bewegung, immer dem einzigen Licht nach welchen ihn schließlich an die Oberfläche führten. Hier strahlte die Sonne so stark das sich seine Augen erst an das Sonnenlicht gewöhnen mussten, auch wenn dies wesentlich schneller geschah wie es etwa bei einem Menschen möglich war, schließlich verfügte er nicht über organische Augen. Die Zeit aber hatte allerdings gereicht dass ein weiterer Mensch, in derselben Uniform wie die beiden Leichen weiter unten im Gewölbe, an ihn herangetreten war und dabei salutiert hatte. Nephor hatte keine Zeit gehabt um seine jetzt wieder langsamen Bewegungen für eine Verteidigung zu benutzen. Zu seiner eigenen Verwunderung jedoch wurde er nicht angegriffen. „Geehrter Tech Priest GC 17 Strich 8, wir haben eine Nachricht aus der Makropole Vernus 3 erhalten. Scheinbar werden wir angegriffen und sollen unverzüglich zurückkehren und diese Expedition abbrechen.“ Er schluckte aufgeregt und zitterte am ganzen Körper während er diese Worte aussprach, offensichtlich hatte er vor ihm Angst. Auch schweifte sein Blick immer wieder hinter Nephor, scheinbar war er auf der Suche nach seinen Kameraden, welche Tot in den dunklen Hallen lagen. Irgendetwas in Nephor analysierte seine Gestik und Sprache und gab dem Overlord bald die Fähigkeit mit dieser seltsamen Spezies zu kommunizieren, auch wenn es noch mehr Zeit benötigen würde, bis er dazu in der Lage war ganze Sätze zu sprechen, so pressten sich aus seinen nicht vorhandenen Lippen nur die Worte: „Vernus 3, angegriffen?“ Sichtlich erleichtert davon das der vermeintliche Dominus ihn nicht hier und auf der Stelle liquidiert hatte, weil er es gewagt hatte eine Mission des Ommnissiahs zu unterbrechen, deutete er mit seinem Arm in Richtung eines Fahrzeuges welches er selbst als Chimäre bezeichnete. „Wir bringen euch direkt zurück geehrter Dominus.“ Nephor setzte sich damit in Bewegung und befand sich nach kurzer Zeit in einer Chimäre des Astra Militarum, in den Kleidern des geehrten Dominus des Cult Mechanicus zurück auf dem Weg zur Makropole Vernus 3 die kurz davor stand Opfer einer gewaltigen Xenos Invasion zu werden.
Nachdem ich nun schon seit einiger Zeit im Hobby unterwegs bin und mich auch die literarischen Werke nicht kalt gelassen haben, habe ich mich nun auch an einer eigenen Geschichte versucht, welche ich über die Zeit weiterführen möchte. Ich habe den Prolog heute fertiggestellt und würde mich gerne über Feedback eurerseits freuen 😉 Vor allem interessiert es mich wie das Setting ankommt.
Willkommen auf Vernus 3
„Verdammt Plast, ich habe gesagt du sollst hier nichts anfassen! Der Imperator beschütze uns wenn hier was hochgeht!“ der Befehl des Sergeants hallte in den düsteren Hallen wieder, welche völlig still und tot vor ihnen lagen. Plast, Soldat der planetaren Verteidigungsstreitkräfte von Farus, hob abwehrend die Hände während sein Gesichtsausdruck ein leicht genervtes Bild zeichnete. „Oder euer Gebell erweckt hier alles zum Leben, Searg“, gab er schließlich verteidigend zurück, während er sein Lasergewehr erneut schulterte. Hier unten war es so dunkel und stickig das die kleinen Taschenlampen, die sie bei sich trugen, die einzigen Lichtquellen waren. Fremdartige Symbole zierten hier die Wände und waren mit bloßem Auge faktisch nicht zu erkennen, wenn nicht gerade der Schein der Taschenlampe sie erhellte.
„Sehr faszinierend…“ Beide erschraken kurz, als sie die krächzende Stimme hinter sich hörten, während sich ihre Körper zuerst an- und dann wieder entspannten. Durch ihre Mitte war ein seltsames Wesen in langen schwarzen Roben geschritten, welches ein kratzendes Geräusch hinterließ als es dem Objekt seiner Begierde, am anderen Ende des Raumes, näher kam. Auf der großen Robe prangte auf dem Rücken gut sichtbar, selbst in dieser Dunkelheit, das Zeichen des Adeptus Mechanicus und das seltsame Wesen selbst hörte auf den Namen: Dominus GC 17 Strich 8. Er war wesentlich größer und fülliger wie die beiden Männer zusammen, selbst in seiner gebückten Haltung. Die Soldaten waren nur zu dankbar dafür das seine große schwarze Robe alles von seinem grotesken Körper verbarg, bis auf einen kleinen Schlitz aus dem seine Augen, oder was einmal seine Augen waren, hervorleuchteten war nichts zu erkennen. So bewegte sich unter seiner Kleidung viel, zu viel als das es nur zwei Arme sein konnten. Die Männer konnten nur erahnen welche Dinge sich unter dieser Kleidung befanden und waren mehr als froh darüber, dass es wohl bei einer Ahnung bleiben würde. „Dem Imperator sei Dank ist er so von diesen Ruinen fasziniert das er nichts von unserem Gespräch gehört hat.“ Die Kälte welche immer wieder durch einen starken Windstoß in diese Kammer getragen wurde, ließ den Atem der Soldaten sichtbar werden. Farus war eigentlich eine Dschungelwelt, reich an Leben, Ressourcen und einem heißen Klima. Die Oberfläche des Planeten war bedeckt von dichten Wäldern, großen Seen und ähnlichem in denen mehr verschiedene Spezies lebten als der gesamte Sektor zusammen zu bieten hatte. Hier unten jedoch war nichts von der Hitze auf der Oberfläche zu spüren. Ganz im Gegenteil könnte man hier eher der Versuchung erliegen zu glauben an der Oberfläche würde sich eine Eiswüste erstrecken.
Mit einem plötzlichen knarzen schob sich eine grün leuchtende Apparatur aus der Wand, von der der Dominus einige Schritte zurückgegangen war. Das Geräusch ließ die Soldaten in aufschrecken und damit in Alarmbereitschaft übergehen, weshalb sie binnen Sekunden ihre Gewehre im Anschlag hatten. jeder Kommissar wäre stolz gewesen, aufgrund dieser schnellen Reaktion. Von ihrem Vorgesetzten ernteten sie allerdings nur ein erneutes: „Faszinierend“, wenngleich man nicht sicher sein konnte ob sie von seinen Stimmbändern oder den elektrischen Geräten, die sie ersetzten, ausging. Sogleich machten sich seine knorrigen Finger daran über die Apparatur zu streichen, was Plast zu einem spöttischen Kommentar hinriss: „Wie war das mit nicht anfassen, Searg?“ Verstärkt wurde die Aussage durch ein gleichgültiges Schulterzucken welches Pallus mit einem genervten Blick zur Kenntnis nahm. Das Adeptus Mechanicus stand in diesen Belangen weit über seinen eigenen Kompetenzen, weshalb er den Dominus nicht an seinen Taten hindern konnte, wenngleich er es auch wollte. Eigentlich schien die heiße Kaserne an der Oberfläche jetzt gar nicht mehr so schlimm, wie sie das die letzten Wochen getan hatte. Die Langeweile und stechende Hitze der Kaserne einzutauschen für eine kleine Expeditionsmission schien damals verlockend, doch hier unten lag etwas in der Luft das nach Ärger roch und bisher hatte ihn sein Riecher über mehrere Feldzüge hinweg am Leben gehalten. Er spuckte kurz auf den Boden und sammelte in diesem kleinen Zeitfenster seinen Mut um auf den Agenten des Mechanicus zu zugehen. „Sir vielleicht sollten wir…“ er konnte seinen Protest nicht weiter zum Ausdruck bringen. Unter der Robe des Dominus hatte sich eine Tentakel gezeigt die mit einem spitzen Stachel und ausgefahrenen Scheiben, rund um selbigen, ihn zum Schweigen aufforderte. Er schluckte einmal schwer und schob dann seinen Kameraden weiter den Flur hinauf. „Diese Kerle sind unheimlich“ sprach er während er mit dem Kopf schüttelte. Ungeachtet der Kritik und der Proteste seiner Leibgarde machte sich GC 17 weiter daran seine Entdeckung zu protokollieren und zu untersuchen. Die einfachen Menschen waren dem Omnissiah so nah wie die Entfernung zum heiligen Tera in Lichtjahren betrug, weshalb er sich um deren Belange nicht weiter kümmerte. GC 17 strich mehrmals über das seltsam an wirkende Pult und drückte hier und da etwas darauf herum, in dem Versuch den Maschinengeist, von dem er ausging das er auch hier existierte, zum Leben zu erwecken. Während der ganzen Prozedur predigte ein kleiner Lautsprecher, nur der Imperator weiß wo an seinem Körper, die ganze Zeit unbekannte Ritten und Gebete. Jedoch schien nichts davon zu funktionieren. Es war die Pflicht des Mechanicus auch Xenotechnologie zu untersuchen und eventuelles wertvolles Wissen aufzunehmen. Geschützt durch die Dunkelheit bohrte sich deshalb ein kleines Vox Relais aus seinem Rücken und begann damit, lautlos einige Nachrichten an die Makropole Vernus 3 zu senden, wo andere Agenten des Mechanicus stationiert waren. Nachdem er seine Nachrichten übermittelt hatte, widmete sich der Dominus wieder voll und ganz seiner Aufgabe, wobei ihm dieses mal etwas an der Apparatur auffiel, das er zuvor schon einmal gesehen hatte. Schnell verknüpften sich die letzten Reste seiner Menschlichkeit mit den hochpotenten Schaltkreisen der Implantate während er mit einem Finger über das grün vibrierende Licht strich, welches nach seiner Berührung nun stärker und beständiger zu leuchten begann.
Dann hielt er abrupt inne, irgendetwas stimmte hier nicht. Es war nicht mehr viel menschlich an GC 17 und das war auch gut so, denn sonst wäre ihm vielleicht entgangen das irgendetwas durch den Raum schlich. Schnell hatte er sich umgedreht und dabei die Makropistole entsichert, aber noch nicht gezogen. Seine „Augen“ durchsuchten dabei den Raum auf Anzeichen. Jedoch konnte er nur normale Partikelrückstände in der Luft ausmachen. Eigentlich wollte er sich gerade wieder seiner Arbeit widmen als ein Schuss aus einem Lasergewehr an seinem Servoharnisch abprallte und dabei nicht einmal einen Kratzer hinterließ. Ketzerei? Hatten sich seine eigenen Leute gegen ihn gewandt? Inzwischen hatte er seine Makropistole gezogen und zielte in die Richtung in der er seine Leibgarde das letzte Mal gesehen hatte, jedoch sah er etwas was einen normalen Menschen mit Angst erfüllen würde, er selbst war aber zu derlei Gefühlen nicht mehr in der Lage gewesen. Ketzerei oder gar Verrat war es nicht was den Schuss ausgelöst hatte. Immer wieder wurde die Schwärze der Halle von Lasersalven durchbrochen die ein erschreckendes Schauspiel auch für nicht augmentierte Augen offenbarte. Ein großes, allen Anschein nach mechanisches Insekt, welches auf einem langen Schwanz balancierte schlängelte sich geschickt durch die Schüsse hinweg und hatte auf seinen beiden langen Klingen, an denen man normalerweise Arme erwarten würde, einen Körper aufgespießt. Entzückt von dem offensichtlich mechanischen Wunder vor ihm, zögerte GC 17 damit dem verbliebenen Soldaten zu helfen, welcher panisch um sein Leben kämpfte. Letztendlich jedoch konnte er diese Maschine nicht in ihrem derartigen Zustand untersuchen, weshalb ein lauter Schuss seiner Pistole den Kampfeslärm dämpfte, der bisher die dominierende Kraft war. Die Pistole feuerte dabei allerdings nicht nur eine Kugel ab sondern ein wahrer Geschosshagel prasselte auf das seltsame Geschöpf ein. Selbst bei dieser großen Geschossdichte ging keine Kugel daneben, war ein Dominus doch ohne weiteres dazu in der Lage solche Flugbahnen in den Bruchteilen weniger Sekunden zu berechnen. Zu seiner höchsten Entzücktheit jedoch verursachte keine der Kugeln auch nur Anzeichen von Schäden. Stattdessen waren sie wie durch ein nicht existentes Wesen hindurch geflogen und donnerten irgendwo weiter hinten, mit einem dumpfen Geräusch, gegen eine Wand. Des Omnissiahs Wunder waren eben überall zu finden. „Tut etwas!“ Schrie Pallus und riss damit die Aufmerksamkeit aller an sich wober er in der Zwischenzeit herüber gerannt war, aber das letzte was er sehen würde, war nicht das Bild seiner Frau gewesen, wie er es sich gewünscht hatte, sondern die kalten Augen eines Menschens der mehr Maschine war, wie irgendetwas anderes. Das Phantom hatte sich wieder materialisiert und ihm seinen spitzen Schwanz direkt durch die Lungenflügel gerammt, was das Leben des imperialen Soldaten binnen weniger Augenblicke beendete. Mit einer knisternden Energie bedankte sich GC 17 bei seinem letzten verbliebenen und jetzt toten Leibgardisten, mit einem kraftvollen Schwung seiner Energieaxt, welche das Phantom dieses Mal nicht verfehlte. Er hatte recht schnell dessen Technologie analysiert und seiner ersten Vermutung ließ er so nun einen Praxistest folgen. Aufgrund dieser Berechnungen war er dazu in der Lage den Körper des Geschöpfes mitten auf die Brust zu treffen und gegen die Wand zu schlagen. Bevor es jedoch Kontakt mit selbiger herstellen würde, verschwand es wieder, weshalb mit voller Wucht die Axt diesen Platz übernahm. Von der rohen Kraft und der damit entladenen Energie getroffen, pulsierte die getroffene Wand vor grüner Energie und quittierte den Schaden mit lautem Knistern und gelegentlichen grünen Blitzen die den Raum erleuchteten, aber immer in nur wenigen Augenblicken wieder verschwanden. Allerdings hatte GC 17 nicht genug Zeit dieses neuen Phänomen zu untersuchen, da jetzt keine Ablenkungen mehr am Leben waren musste er sich selbst um das Phantom kümmern. Erneut machte er seine Energieaxt bereit, während sein zusätzlicher Arm die Makropistole im Anschlag hielt. Seine Auguren durchkämmten die Gegend, wobei die Dunkelheit kein Hindernis darstellte. So gelang es ihm auch frühzeitig das anfliegende Phantom auszumachen, welches mit ausgestreckten Klingen auf ihn zu geflogen kam. Unerwartet gelang es ihm unbeschadet auszuweichen und dabei lediglich einen Streiftreffer auf seinem Servoharnisch zu erhalten. Entgegen dem ersten Laserbeschuss der ihn getroffen hatte, hinterließ dieser Angriff wenigstens einige Kratzer. Er würde sich später darum kümmern. Jetzt aber wuchtete er seine große Axt über den Kopf und ließ sie dann auf den Rücken des Phantoms herunterfliegen. So gelang es dem Geschöpf nicht sich wieder zu verschieben, weshalb weitere grüne Blitze und damit verbundene Energien durch den Raum flogen, als sie aus dem Körper des Phantoms entwichen. Mit einem noch nie dagewesenen Kreischen, entflog das letzte elektronische Leben aus der Konstruktion, aber nicht bevor es mit seiner restlichen Kraft auf die nächstgelegene Wand zu gekrochen war. „Faszinierend..“ sprach der Dominus während er beobachten konnte wie das Konstrukt noch dazu in der Lage war einen Stab in die Wand zu schieben. Zwar bewunderte er den Überlebenswillen des Konstrukts, allerdings war er nicht erpicht darauf herauszufinden was passieren würde, wenn dieser Stab in seiner Gänze in der Wand verschwand, weshalb er mit der Energieaxt die Reste sauber zerteile.
GC 17 war erneut entzückt von diesen neuen Ereignissen und schob die rauchende Pistole zurück unter sein Gewand. Wieder wurde ihm jedoch seine kostbare Forschungszeit verwehrt, als sich der Teil der Wand öffnete, in die das Phantom einen Stab, welchen er nur für einen Daten oder Aktivierungsstab halten konnte, gesteckt hatte. Der massive Fels schob sich mit einem tosenden Geräusch gen Decke und verschwand dort in der Dunkelheit. Zurück blieb eine knochige Gestalt, allerdings komplett aus Metall, welche unbeholfen nach vorne umkippte und mit einem lauten Krachen ungebremst auf dem Boden aufschlug. Man konnte sofort sehen dass dieser Körper etwas Besonderes war. Massive und golden wirkende Metalplatten dienten offensichtlich als zusätzliche Panzerung für den Körper, während sich um seinen Schädel ebenfalls goldene Metallplatten, ähnlich einer Krone, erstreckten. „Gepriesen sei der Omnissiah“ GC 17 schlurfte in Richtung seiner neuesten Entdeckung, blieb allerdings stehen als diese mit grünen Blitzen zum Leben erwachte. Entgegen der Gesetze der Natur erhob sich das Skelet ohne Zuhilfenahme seiner Gliedmaßen. Als es seinen aufrechten Stand erreicht hatte konnte der Dominus zum ersten Mal einen Necron Overlord in seiner ganzen Pracht erblicken. Allerdings schien das Wesen sichtlich verwirrt. Es hob seine Hände und ließ den Blick durch den Raum schweifen, dabei wechselte sein Fokus immer wieder von sich selbst weg, wieder zum Raum herum und dann wieder zurück, als versuche es eine Verbindung herzustellen. GC 17 hatte in der Zwischenzeit Kalibrierungen vorgenommen, um so wenig von seiner neuesten Entdeckung zu beschädigen wie möglich, aber nach dem Angriff des Phantomes, welches offenbar eine verwaltende Tätigkeit in diesem Gewölbe eingenommen hatte, wollte er kein Risiko mehr eingehen. Der Vernichtungsprojektor welcher sich inzwischen vollständig mit Energie geladen hatte und in einem blassen Licht erstrahlte, gab einen Schuss direkt auf den Kopf des Overlords ab. Der Schuss war dabei so schnell und unvorhergesehen das er auf der extrem kurzen Reichweite seine ganze Stärke entfalten konnte. Es gelang dem Overlord zwar noch sich zu ducken, allerdings vaporisierte seine Krone schlichtweg, was ihn mit einem kahlen Schädel zurückließ. Ohne Zeit zu verlieren streckte er seinen linken Arm nach vorne und GC 17 konnte eine seltsame Vorrichtung erkennen die wohl als Waffe diente. Schnell zog er seine Energieaxt, da er wusste dass der Projektor zu viel Zeit brauchen würde um erneut zu feuern. Zu seinem Glück kam aus dem Armgeschütz des Overlords rein gar nichts. Entweder war die Waffe defekt oder schlichtweg noch nicht bereit, weshalb dem Dominus genug Zeit blieb um seine Energieaxt erneut schwingen zu können. Dieses Mal jedoch traf sie nicht den metallischen Körper sondern wurde von einem Stab pariert, der mehr wie ein Kurzschwert wirkte. In seiner Spitze pulsierte die gleiche Grüne Energie die den Overlord zuvor mit Leben erfüllt und aus dem Phantom gewichen war. „Faszinierend, ich muss dies unbedingt untersuchen!“ GC 17 steckte etwas mehr Kraft in seine mechanischen Arme und drückte so den Necron vor sich weg, um wieder etwas mehr Abstand zu erhalten. Seine Auguren untersuchten den Körper in Windeseile und stellten so fest das der Stab scheinbar mit seinem Arm verbunden, oder dort versteckt war. Auch handelte es sich dabei nicht um ein Schwert sondern tatsächlich sogar um eine Art Sense, welche der Overlord jetzt in Beiden Händen fest hielt. „Was seid ihr?“ Seine Frage schnitt durch die angespannte Stimmung hindurch auch wenn es jetzt noch einmal mit Vernunft und Reden zu versuchen jedem normalen Menschen suspekt vorkommen würde, aber hier kämpften ja auch keine Menschen mehr gegeneinander. Eine Antwort blieb allerdings ebenfalls aus, weshalb beide Parteien kurzerhand wieder aufeinander zu stürmten, während Energiewaffen aus alter und neuer Zeit aufeinander prallten. Die Spitze der Sense kam den Auguren des Dominus gefährlich nahe als der Overlord mit jeder verstrichenen Sekunde mehr und mehr an Kampfgeschick hinzu- oder eher zurückgewann. GC 17 musste den Kampf schnell beenden, oder er würde unterlegen sein. Er entschied sich dafür den Vernichtungsprojektor erneut einzusetzen, wenngleich er damit wohl mehr Schäden anrichten würde wie er wollte. Die Energieaxt verfügte nun über etwas weniger Kraft während sich der Projektor auflud, dann richtete er selbigen direkt an die Brust des Necron und ein gewaltiger Blitz entlud sich welcher sich durch Metall brannte und jeden Funken Lebens hinaussprengte. Leblos viel der Dominus in sich zusammen. Der Overlord hatte die Schwäche in seiner Verteidigung genutzt und seinen Stab so positioniert das er von oben herab direkt durch die Auguren, und damit die schwächste Stelle des Dominus, schießen konnte. Die Unwissenheit darüber das der Stab über eine Fernkampfwaffe verfügte besiegelte das Ende des Agenten des Ommnissiahs.
Der Stab verformte sich auf eine sehr kleine Größe während er sich in den Arm des Necron zurückzog. Der Name dieses Overlords in früheren Tag lautete Nephor und es war das einzige was ihm noch bewusst war. Erneut ließ er jetzt in aller Ruhe seinen Blick durch die Hallen schweifen die ihm nur zu fremd vorkamen. So entdeckte er die Leichen der beiden Soldaten und des Phantoms. Erinnerungen hatte Nephor keine mehr, aber er war in der Lage klar zu denken, zumindest schien es für ihn so. Interessanterweise fehlten ihm im Moment jegliche Empfindungen, weshalb er weder Angst noch Unsicherheit verspürte. Seine eigene Gestalt allerdings verwunderte ihn, auch wenn er nicht wusste was wohl normal war. Sich selbst nicht im Klaren darüber wozu er in der Lage war, nahm er der Leiche des Dominus die schwarze Robe ab. Der Schuss seines Stabs des Lichts hatte das Geschöpf, was früher einmal ein Mann gewesen war, von oben nach unten sauber durchlöchert, ohne dabei etwas von seiner Kleidung zu beschädigen. Eingehüllt in diese schwarzen Roben, prangte erneut das Zeichen des Ommnissiahs auf einem Maschinenwesen und es war nicht mehr wie die grünen Augen des Overlords zu erkennen. Langsam setzte er sich so vermummt in Bewegung, immer dem einzigen Licht nach welchen ihn schließlich an die Oberfläche führten. Hier strahlte die Sonne so stark das sich seine Augen erst an das Sonnenlicht gewöhnen mussten, auch wenn dies wesentlich schneller geschah wie es etwa bei einem Menschen möglich war, schließlich verfügte er nicht über organische Augen. Die Zeit aber hatte allerdings gereicht dass ein weiterer Mensch, in derselben Uniform wie die beiden Leichen weiter unten im Gewölbe, an ihn herangetreten war und dabei salutiert hatte. Nephor hatte keine Zeit gehabt um seine jetzt wieder langsamen Bewegungen für eine Verteidigung zu benutzen. Zu seiner eigenen Verwunderung jedoch wurde er nicht angegriffen. „Geehrter Tech Priest GC 17 Strich 8, wir haben eine Nachricht aus der Makropole Vernus 3 erhalten. Scheinbar werden wir angegriffen und sollen unverzüglich zurückkehren und diese Expedition abbrechen.“ Er schluckte aufgeregt und zitterte am ganzen Körper während er diese Worte aussprach, offensichtlich hatte er vor ihm Angst. Auch schweifte sein Blick immer wieder hinter Nephor, scheinbar war er auf der Suche nach seinen Kameraden, welche Tot in den dunklen Hallen lagen. Irgendetwas in Nephor analysierte seine Gestik und Sprache und gab dem Overlord bald die Fähigkeit mit dieser seltsamen Spezies zu kommunizieren, auch wenn es noch mehr Zeit benötigen würde, bis er dazu in der Lage war ganze Sätze zu sprechen, so pressten sich aus seinen nicht vorhandenen Lippen nur die Worte: „Vernus 3, angegriffen?“ Sichtlich erleichtert davon das der vermeintliche Dominus ihn nicht hier und auf der Stelle liquidiert hatte, weil er es gewagt hatte eine Mission des Ommnissiahs zu unterbrechen, deutete er mit seinem Arm in Richtung eines Fahrzeuges welches er selbst als Chimäre bezeichnete. „Wir bringen euch direkt zurück geehrter Dominus.“ Nephor setzte sich damit in Bewegung und befand sich nach kurzer Zeit in einer Chimäre des Astra Militarum, in den Kleidern des geehrten Dominus des Cult Mechanicus zurück auf dem Weg zur Makropole Vernus 3 die kurz davor stand Opfer einer gewaltigen Xenos Invasion zu werden.