Lagerhaltung bei GW (Ausgegliedert aus "GW-Releases im Mai 2012")

Das ist ein bisschen zu viel. Bei 4 - 5 Jahren lagern da ja Unmengen totes Kapital.
Ich denke mal die Sound mit Planung und Produktion ca. Nen Halbes Jahr bis 1 Jahr im Voraus.
KA wie lange es Dauert Regelbücher und Armeebucher/Codexis zu überarbeiten, aber die werden wohl nochmal etwas länger brauchen...


Druck läuft innerhalb 2-3 Stunden nach Lieferung der Datei an und dauert maximal zwei Wochen für die benötigte Menge. Lagerkosten etc sind Quatsch. GW lässt X Einheiten des Release anfertigen und über Logistikfirmen liefern wohin es soll. Also nix mit Lagerhallen oder auf Halde.
 
Die beliebtesten Lager sind meines Wissens nach heutzutage die Ladeflächen von Lastwagen, die Zollabfertigung der Häfen usw. usf. - ich habe vor längerer Zeit irgend nen Bericht gesehen, dass viele Unternehmen heutzutage (bzw. zumindest damals) recht viel Logistik darein investieren die Lager auf die Transportwege auszulagern - die Teile sind dann recht lange mit dem Containerschiff unterwegs oder teilweise auch auf der Straße, weil dass einfach deutlich effektiver ist, als klassische Hallenlagerung von denen aus sie am ende immer noch von a) nach b) gebracht werden müssen - man spart sozusagen einen Zwischenschritt großteils ein und kommt mit vergleichsweise kleinen Lagern aus (k.a. ob das bei GW auch so läuft)...
 
Druck läuft innerhalb 2-3 Stunden nach Lieferung der Datei an und dauert maximal zwei Wochen für die benötigte Menge. Lagerkosten etc sind Quatsch. GW lässt X Einheiten des Release anfertigen und über Logistikfirmen liefern wohin es soll. Also nix mit Lagerhallen oder auf Halde.

Doch, GW hat nachweislich ab und an schon Produkte viele Wochen vor dem Termin auf Lager. Auch gibt es ein sehr großes Lager in Nottingham.😉

Das Produkte Jahre vorher in großer Zahl auf Lager sind ist aber nicht richtig, einige Wochen bis vielleicht 3 Monate ist aber realistisch. Ein Beispiel von vor ein paar Jahren etwa belegt das, dort hatte ein Kunde (aus Israel) einen Codex ca. 6 Wochen vor dem Erscheinungstermin bekommen, bestellt bei der Mail Order.

Alleine um ihre Termine so genau einhalten zu können, müssen die Sachen schon mit einem Vorlauf von einigen Wochen bis Monaten in der Produktion sein, Fehler können immer mal auftreten, Fehldrucke oder sowas. Das könnte man nicht korrigieren, wenn man zwei Wochen vor der Auslieferung mit der Herstellung beginnt.^_^
 
Doch, GW hat nachweislich ab und an schon Produkte viele Wochen vor dem Termin auf Lager. Auch gibt es ein sehr großes Lager in Nottingham.😉

Das Produkte Jahre vorher in großer Zahl auf Lager sind ist aber nicht richtig, einige Wochen bis vielleicht 3 Monate ist aber realistisch. Ein Beispiel von vor ein paar Jahren etwa belegt das, dort hatte ein Kunde (aus Israel) einen Codex ca. 6 Wochen vor dem Erscheinungstermin bekommen, bestellt bei der Mail Order.

Alleine um ihre Termine so genau einhalten zu können, müssen die Sachen schon mit einem Vorlauf von einigen Wochen bis Monaten in der Produktion sein, Fehler können immer mal auftreten, Fehldrucke oder sowas. Das könnte man nicht korrigieren, wenn man zwei Wochen vor der Auslieferung mit der Herstellung beginnt.^_^

Fehldrucke sind im Zeitalter digitaler Versendung und physischem Ansichtsexemplar innerhalb zweier Tage passe.

Wenn GW da Nachholbedarf bezüglich Organisation hat ist das deren Problem.

Natürlich haben die ein Lager in Nottingham. Mailorder geht eben nictht just in time "mach mir mal EINE Figur". Das Lager dürfte aber bequem in eine durchschnittlich vier Zimmer Wohnung passen. Nochmals, falls das bei GW anders läuft ist das ein Problem von deren Orga.

Als kleiner Auftraggeber kriege ich bei meinen Lieferanten auch direkt ne Rechnung und deren Lieferant schickt direkt an mich. im Endeffekt hat irgendeiner, irgendwo ein Lager. Dies ist aber im heutigen Zeitalter eher Ausnahme denn Regel. Selbst Aldi und Co haben vor Ort kaum Lagerkapazität.
 
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Also GW hat ein ziemlich großes Lager, direkt in der Zentrale angeschlossen an die Fabrik (und ein zweites Set in den USA). Von dort verschicken die auch direkt alles (und damit meine ich wirklich alles, GW, BL, FW, Mail Order) und haben in der Regel praktisch alles ausreichend verfügbar (Neuheiten sicher in größeren Mengen als ältere Produkte). Das ist mitnichten nur eine kleine Wohnung. 😉

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=cUUYvTnB6es

Etwa von Minute 4 bis 6 sieht man deren kleines, unbedeutendes Lager...😉

Was man nicht vergessen darf, GW hat ein derart großes Sortiment, dass die niemals jeden Plastikbausatz gleichzeitig in Produktion haben können. Vielmehr produzieren die einen Bausatz (den Warhammer Riese als Beispiel) für einen kleinen Zeitraum (eine Woche etwa), bis davon Menge X hergestellt wird. Diese reichen dann für einige Monate aus. In der Zwischenzeit wird mit der selben Maschine ein anderer Bausatz hergestellt (der Leman Russ Panzer vielleicht), wieder für einen Zeitraum bis ausreichend lagernd sind. Auf diese Weise arbeitet GW schon seit Jahren und kann immer dann, wenn der Vorrat für einen Bausatz sich dem Ende neigt neue produzieren. Die Mengen kann man sicher durch kaufmännische Analysen bestimmen (wie schnell ging die letzte Charge weg).
 
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Was man nicht vergessen darf, GW hat ein derart großes Sortiment, dass die niemals jeden Plastikbausatz gleichzeitig in Produktion haben können. Vielmehr produzieren die einen Bausatz (den Warhammer Riese als Beispiel) für einen kleinen Zeitraum (eine Woche etwa), bis davon Menge X hergestellt wird. Diese reichen dann für einige Monate aus. In der Zwischenzeit wird mit der selben Maschine ein anderer Bausatz hergestellt (der Leman Russ Panzer vielleicht), wieder für einen Zeitraum bis ausreichend lagernd sind. Auf diese Weise arbeitet GW schon seit Jahren und kann immer dann, wenn der Vorrat für einen Bausatz sich dem Ende neigt neue produzieren. Die Mengen kann man sicher durch kaufmännische Analysen bestimmen (wie schnell ging die letzte Charge weg).

Was immer noch der klassische Weg ist. Viele Formen sind in wenigen Stunden oder sogar Minuten ausgetauscht. Anfahrtsprobleme beseitigt, und die eigentliche Produktion fährt.
Bei einer (frei aus der Luft gegriffenen) Taktzahl von 40 Gussrahmen pro Minute, hat man in wenigen Tagen ein paar Hunderttausend Figuren hergestellt. Je nach Beliebtheit reichen die dann für X Wochen/Monate. TT bleibt ja nen Nischenprodukt.

Selbst die neuen Farben für Morgen, nahmen grade einmal 1,x Millionen Töpfchen ein: Weltweit. (So zumindest das Blauhemd im Örtlichen GW). Hinzu kommt die Vorproduktion, um nachliefern zu können. Sagen wir mal alles in allem 3 Millionen. Das ist mehr als genug.
WIE lange die dann aber wirklich lagern, kann dir keiner sagen.

Es mag zwar sein, das man heute gerne auf Umwegen lagert (wie von dir beschrieben), aber auch dazu fallen wieder enorm hohe Kosten an. Fahrer, Sprit, Belegter LKW/Lagerraum.
Lediglich der Platz im Ladenregal dürfte anders gewertet werden.
 
Also GW hat ein ziemlich großes Lager, direkt in der Zentrale angeschlossen an die Fabrik (und ein zweites Set in den USA). Von dort verschicken die auch direkt alles (und damit meine ich wirklich alles, GW, BL, FW, Mail Order) und haben in der Regel praktisch alles ausreichend verfügbar (Neuheiten sicher in größeren Mengen als ältere Produkte). Das ist mitnichten nur eine kleine Wohnung. 😉

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=cUUYvTnB6es

Etwa von Minute 4 bis 6 sieht man deren kleines, unbedeutendes Lager...😉

Was man nicht vergessen darf, GW hat ein derart großes Sortiment, dass die niemals jeden Plastikbausatz gleichzeitig in Produktion haben können. Vielmehr produzieren die einen Bausatz (den Warhammer Riese als Beispiel) für einen kleinen Zeitraum (eine Woche etwa), bis davon Menge X hergestellt wird. Diese reichen dann für einige Monate aus. In der Zwischenzeit wird mit der selben Maschine ein anderer Bausatz hergestellt (der Leman Russ Panzer vielleicht), wieder für einen Zeitraum bis ausreichend lagernd sind. Auf diese Weise arbeitet GW schon seit Jahren und kann immer dann, wenn der Vorrat für einen Bausatz sich dem Ende neigt neue produzieren. Die Mengen kann man sicher durch kaufmännische Analysen bestimmen (wie schnell ging die letzte Charge weg).

Welcher Teil ist davon Mailorder?

Welcher Teil für "Halde"?

Nochmal, wenn GW derartige Lagerkapazitäten vorhält stimmt die Orga nicht. Es ist absolut kein Problem das Zeug per Logisitgdienstleister vom Hersteller zum Geschäft zu karren.

Nun rate mal wie die Weltfirma Esprit ihre "in Store edc" subler beliefert. Richtig, da steht täglich einer von DHL auf der Matte und liefert zwei, drei Pakete. Warum kann das GW nicht?

Gut, die Produktion wurde wohl (teilweise) wieder nach GB geholt. Meine Frage, ob dieser Lagerkapazität, hat GW nen Plan was sich wie verkauft oder muss da so groß aufgefahren werden?

Nimm dir mal an dir selbst, oder deiner Frau, ein Beispiel. Nächste Woche Freitag gibt es Schnitzel. Sprintest du jetzt sofort los um dich mit Zutaten einzudecken oder kaufst du das Ganze frisch bevor du es verbrauchst?

Gut Miniaturen haben kein Verfallsdatum, kosten SO aber Geld weil sie unproduktiv im Zentrallager liegen und nicht im Laden gekauft werden.
 
[/Was immer noch der klassische Weg ist. Viele Formen sind in wenigen Stunden oder sogar Minuten ausgetauscht. Anfahrtsprobleme beseitigt, und die eigentliche Produktion fährt.QUOTE]

Wenige Stunden ??? Solche Ruestzeiten kosten aber 😉

Allgemein denke ich, dass GW zwar teuer, aber nicht doof ist. Die werden schon wissen warum sie was lagern.

@Dark Warrior:
Interessantes Video, danke dafuer.
 
Was die Rüstzeiten angeht, bin ich jetzt man von Zeiten bei meinem Arbeitgeber ausgegangen. Für manche Produkte braucht man halt mal 8 Stunden. Ne eigene Maschine wäre halt zu Teuer. Wie schnell das bei GW geht: KA.

Nochmal zu den Lagerzeigen. Jeder GW-Laden bekommt 1x die Woche ne neue Lieferung. Als nix mit 1x Täglich. Zudem ist die Bestellmenge von Einzelhändlern in der gesammten Masse ja auch nicht wirklich berechenbar.
Es gibt so viele Möglichkeiten der "Lagerhaltung" das GW schon wissen wird was für sie am besten ist.
 
Welcher Teil ist davon Mailorder?

Welcher Teil für "Halde"?
Das Hochregallager ist die 'Halde', die Szene wo der Typ mit dem Handscanner rumläuft ist Teil der Mail Order. Sagen die im Video auch.

Nochmal, wenn GW derartige Lagerkapazitäten vorhält stimmt die Orga nicht. Es ist absolut kein Problem das Zeug per Logisitgdienstleister vom Hersteller zum Geschäft zu karren.

Nun rate mal wie die Weltfirma Esprit ihre "in Store edc" subler beliefert. Richtig, da steht täglich einer von DHL auf der Matte und liefert zwei, drei Pakete. Warum kann das GW nicht?

Gut, die Produktion wurde wohl (teilweise) wieder nach GB geholt. Meine Frage, ob dieser Lagerkapazität, hat GW nen Plan was sich wie verkauft oder muss da so groß aufgefahren werden?

Na, das machen die doch genau so. Die stellen das her, laden es vom Lager in den Laster und fahren es zum Kunde (UPS/DHL für Läden, DHL für Privatkunden). GW Läden (z.B.) kriegen eine oder zwei Lieferung die Woche mit allen Produkten, die nötig sind und bestellt wurden. GW ist eben nicht so groß, dass die Montags eine Order bekommen, Dienstags die Maschine für einen Gussrahmen umrüsten und Mittwochs die Box verpacken können. Da ist es billiger, einfach Montags die fertige Box aus dem Regal zu holen und Dienstags zu verschicken.

Das man das in irgendeiner Form effizienter gestalten kann, möchte ich nicht beurteilen, aber es ist nun einfach so, wie es ist.

Nimm dir mal an dir selbst, oder deiner Frau, ein Beispiel. Nächste Woche Freitag gibt es Schnitzel. Sprintest du jetzt sofort los um dich mit Zutaten einzudecken oder kaufst du das Ganze frisch bevor du es verbrauchst?

Gut Miniaturen haben kein Verfallsdatum, kosten SO aber Geld weil sie unproduktiv im Zentrallager liegen und nicht im Laden gekauft werden.
Das ist in der Tat kein guter Vergleich. Aber wenn wir z.B. einkaufen sind und was brauchen (auch für nächste Woche, sowas kann man ja schon abschätzen), das sich eine Weile hält (Mineralwasser z.B.), dann kaufen wir da auch für das Wochenende nicht eine oder zwei Flaschen, sondern gleich eine Kiste, die sich dann über Tage langsam verbraucht.😉
 
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Ich habe einmal diese Diskussion ausgelagert.

Bei der Diskussion über das Lager darf man übrigens auch nicht vergessen, dass GW nicht alles selbst produziert. Druckerzeugnisse (inkl. Pappschachteln der Minis), Hobbyzubehör (Pinsel, Grasstreu etc.), Farben und einige andere Artikel werden angekauft. Nun können diese Hersteller nicht sofort auf Anfrage von jetzt auf gleich die Bestellungen für GW bearbeiten, das bedarf eines vorher abgesprochenen Zeitfensters. Also braucht GW für diese Produkte mindestens ein Lager, zumal die Sachen ja auch zu den Lieferungen für Läden zusammengestellt werden müssen. Wäre ja ineffizient, wenn der LGS ein Paket mit Grasstreu, eines mit Farben und eines mit Minis bekäme.

Im Übrigen scheint GW mit einer solchen Lagerhaltung nicht schlecht zu fahren. Im Gegensatz zu anderen Herstellern wie Privateer, Warlord Games oder Wargames Factory musste ich bei GW nie länger als ein paar Tage auf eine Bestellung warten, da war immer alles auf Lager oder es wurde bei Exoten generell angegeben, dass eine Lieferzeit von 2-3 Wochen vorliegt.
 
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Danke fürs Auslagern

@Dark Warrior: Ich kritisiere ja nicht dein Wissen, oder dich persönlich. Es geht nur darum, dass GW hier meines Erachtens Geld verschenkt. Geld was letztendlich der Kunde bezahlt.

Eine genaue Anleitung darzustellen wäre ohne sich vor Ort und über die Verkaufszahlen zu informieren wenig sinnvoll. Die Beispiele der Autoindustrie wären hier sicherlich besser gewesen als das mit dem Einkaufen.
 
Du meinst wenn der LKW mit Teil XXXX im Stau steht und auf einmal bei VW die Bänder komplett stehen? JIT ist eine Tolle Sache, aber kann auch ganz schnell ganz Böse nach hinten losgehen. Zu Aldi & Co. haben keine Lager..... also bei uns in der Nähe steht eines von deren Zentrallagern, das Ding hat 4 eigene Bushaltestellen, die Größe kannst du dir dann sicherlich selbst ausmalen. Das Rewe Zentrallager in Dietzenbach ist auch nicht wirklich viel kleiner....
 
Auch die Autoindustrie ist als Vergleich nicht so gut geeignet, da sie im Normalfall dezentral organisiert ist. Nehmen wir mal VW, da ich mal bei denen gearbeitet habe: Die Teile werden in den Werken produziert und dann zum Teil an andere Werke zur Weiterverarbeitung verschickt. Sicher, dadurch landet ein Teil der Komponenten in Containern, allerdings muss VW dafür extra auch Lagerflächen haben, Eisenbahnwagen haben und Frachtschiffplatz buchen. Und vor Ort muss jede Fabrik dann noch einen gewissen Vorrat haben, damit sie Verzögerungen durch ausfallende Züge, Zollkontrollen oder ungünstige Wetterbedingungen auf See kompensieren können.
Hinzu kommen noch die OTC, welche die Ersatzteile für Werkstätten lagern, außerdem die Lager für die "Rohmaterialien".
Man sieht also, es gibt durchaus noch den Bedarf für große Lager.

Die durchschnittliche Tabletopfirma hat deutlich weniger Produktionsstätten. Auch die zugekauften Materialien werden in kleineren Mengen bezogen. Wenn GW bei W&N neue Pinsel bestellt, dann wird das wahrscheinlich höchstens palettenweise geschehen, nicht containerweise. Auch viele der anderen Produkte haben einfach nicht das Volumen und die Bedarfsmenge, dass sich Containerlagerung rentieren dürfte.
Am Beispiel Privateer Press sieht man auch, was passieren kann, wenn man in dem Bereich Lagerkosten sparen will: Abgesehen davon, dass bei Teilen des Sortiments sowieso schon gesagt wird, dass auf Grund der Produktionsengpässe bei Zinnminis längere Lieferzeiten herrschen, ist es in den vergangenen Jahren mehrfach vorgekommen, dass Veröffentlichungen verspätet erschienen, da die Lieferungen im Zoll hängen blieben.
 
Danke fürs Auslagern

@Dark Warrior: Ich kritisiere ja nicht dein Wissen, oder dich persönlich. Es geht nur darum, dass GW hier meines Erachtens Geld verschenkt. Geld was letztendlich der Kunde bezahlt.

Eine genaue Anleitung darzustellen wäre ohne sich vor Ort und über die Verkaufszahlen zu informieren wenig sinnvoll. Die Beispiele der Autoindustrie wären hier sicherlich besser gewesen als das mit dem Einkaufen.

Keine Sorge, so habe ich das nicht aufgefasst.^_^

Die Frage ist eben, kann GW das besser machen? GW hat die letzten paar Jahre erhebliche Einsparungen in Produktion und im Handel vollzogen. Ich gehe einfach mal davon aus, wenn die Herstellung und Lagerung optimierbar wäre, hätte (und hat) man das auch optimiert. Meiner Vermutung nach ist die vorliegende Form für GW aktuell finanziell und logistisch am sinnvollsten.

Was Eversor anmerkte stimmt auch vollends. GW hat praktisch zu jeder Zeit jedes Produkt verfügbar, bei der Menge an Sachen ist das gar keine schlechte Leistung (aktuell kommt es immer mal vor, das Metallmodelle nicht mehr verfügbar sind (wegen Finecast vermutlich), aber vor dieser Umstellung gab es da selten überhaupt mal Probleme). Auch in der jüngeren Vergangenheit (7+ Jahre) während meiner Tätigkeiten bei unserem lokalen Händler ist mir das äußerst selten untergekommen, dass es hieß, Artikel X ist plötzlich ausverkauft. Das passierte allenfalls mal bei Neuheiten, wo der Andrang so groß war, dass es mal dauerte. Bei Plastikmodellen haben ich das bewusst nur einmal erlebt.

Ich behaupte, dass GW diese Leistung nur aufrecht erhalten kann, weil sie so produzieren und lagern, wie sie es aktuell tun. Auch wenn man an GWs eigene Läden denkt, muss es auch so sein. Diese Läden haben die Vorgabe, zu jeder Zeit eine Menge X von beinahe dem gesamten Sortiment da zu haben. Bei 250+ Läden weltweit muss GW daher auch praktisch jedes Produkt ausreichend oft verfügbar haben. Wenn die jedes Mal erst eine Box herstellen müssen, würde das komplett aus dem Ruder laufen.
 
Nun rate mal wie die Weltfirma Esprit ihre "in Store edc" subler beliefert. Richtig, da steht täglich einer von DHL auf der Matte und liefert zwei, drei Pakete. Warum kann das GW nicht?

GW muss es nicht. Die Modebranche hat teilweise komplette Sortimentswechsel im Quartalstakt (Zara sogar alle zwei Monate, wenn ich mich recht entsinne), und benötigt daher eher agile Supply Chains, die schnell umgestellt werden können und das System nur mit kleineren, aber höherfrequenten Chargen belasten.

GW hat keine kompletten Sortimentswechsel. Seit sie die Einzelteilgeschichte abgestellt haben und mit Finecast die Blisterzahl reduziert haben, kommen sie pro Produktlinie auf vielleicht zwei Dutzend SKUs. Je nachdem, wie gut ihre historischen Verkaufsdaten sind, dürften sie daher ihre Produktionsläufe mit hinreichend guter Genauigkeit planen können; daher ist eine schlanke Supply Chain sinnvoller, d.h. wenig Abwechslung im Produkt und in globaler Hinsicht recht gleichbleibende Abnahmemengen.

Es stellt sich aber das Problem, dass Händler jenseits von GW-Läden, die wie ich es sehe ihre Bestände bei Mindermengen schnell auf die vorgegebene Menge aufstocken, schwer berechenbare Bestellungen tätigen. Daher muss, um diese unterschiedlichen Bestellmuster abzudecken, eine gewisse Menge an Ware auf Lager gehalten werden, aus den oben genannten Gründen (Umrüstzeiten).

Da aber die Ware nur zu Stichdaten geliefert wird (früher war das mal Dienstag als Bestelltag für die Lieferung am Freitag), können sie die gewerblichen Abnehmer zwingen, ihrem System entsprechend zu bestellen.

Mail Order ist was anderes, dürfte neben dem Vertrieb an Wiederverkäufer (intern und extern) aber nicht so kritisch sein - und auch da hilft das Lager, eine hohe Erfüllungsquote zu erzielen.

Insofern ist es bei den derzeitigen Preisen für 3PL-Dienste das System eines Zentrallagers in UK, von dem aus durch einen Dienstleister individuell adressierte Kleinmengen versandt werden, durchaus sinnvoll.

Ich habe das Lager auch selber nur von Außen gesehen (und das Video), aber aus fachlicher Sicht erscheint das als eine vernünftige Organisation. Das kann ich gerne auch noch im Detail aufschlüsseln, ich denke aber, GW kann sich das derzeitige System einfach leisten, weil durch den "Premium-Produkt-Status" und die niedrigen Material- und Produktionskosten nach Amortisation der Formen genug hängen bleibt, um den im Vergleich zu Full-Truckload-Sendungen höheren Transportpreis pro Lieferung aufzufangen. Es ist teuer, aber es hilft, die Alleinstellungsmerkmale "Umfangreiches Programm" und "Prompte Lieferung und Ersatz" zu gewährleisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nur darum, dass GW hier meines Erachtens Geld verschenkt. Geld was letztendlich der Kunde bezahlt.
Nunja. Ich denke das GW sich das schon ausgerechnet hat. Und bei GW kann die Ware wenigstens im Lager nicht schlecht werden. Bei Lebensmitteln sieht das schon anders aus, und selbst da besitzt mein Arbeitgeber in den Produktionswerken jeweils Lager, mit einer durchschnittlichen Lagerzeit von 6 Wochen pro Artikel. In das Lager im Hauptwerk passen ca. 12.000 Paletten.

Ich mein: All die Firmen, die so "altmodisch" Lagern, machen doch nicht alle etwas Falsch?