Dawn of War 3

Ich spiele es ab und zu. Finde es nicht so schlecht wie einige behaupten das es wäre.

Schlecht für sich allein gesehen ist es durch aus nicht, leider ist es im Vergleich zu seinen Vorgängern keinerlei Fortschritt oder verbesserung, es hält nicht mal das Niveau sonder stellt streng genommen sogar ein Rückschritt da (Gameplay / Größe / Content usw)

daran kranken aber leider 90% der Heutigen Spiele die eine 2 / 3 / 4 vor dem Namen haben.

das gegenteilige BSP wäre allerdings hier Witcher, die reihe hat sich konsequent von teil 1 bis 3 Weiterentwickelt.
 
game-over-man-game-over.jpg

http://www.gamersglobal.de/news/140...ue-inhalte-relics-fokus-auf-anderen-projekten

Nachdem sie das ganze Spiel ja so brachial vor die Wand gefahren haben und die Spielerzahlen seit geraumer Zeit deutlich im Keller sind, imo wenig überraschend. Hoffen wir mal das irgendwann wenn sie ein DoW#4 in Betracht ziehen, wieder Leute daran arbeiten die was vernünftiges zurecht zimmern.

-----Red Dox
 
Ich hätte die Kampagne gerne beendet.
Aber die Tatsache das man in jeder Mission eine andere Fraktion spielt hat mir den Spielspaß einfach verdorben.
Wenn ich Marines spielen will, will ich auch Marines spielen und keine Orks oder Eldar.
In jeder Mission muss man sich "neu" an die Einheiten und das Spielgefühl gewöhnen.
Wenn man für mehrere Fraktionen eine Kampagne machen will, hat Starcraft es einfach besser vorgemacht. Jeder Fraktion ihre Kampagne und die macht man aufeinander aufbauend.
Selbst die "Kampagne" aus DoW Soulstorm war besser.
 
Die Singleplayer Kampagne habe ich durch gespielt und fand sie auch nicht schlecht, allerdings hat das Game halt an den bereits erwähnten Sachen geschwächelt, bzw. was mich gerade im SP genervt hat war das die meisten Level mehr wie ein Schlauch gewirkt haben. Ansonsten war wohl auch der grosse Plan haufenweise Völker als DLC nachzuschieben, was nun aber wohl auch nicht aufgegangen ist. Hoffen wir das das nächste, sofern noch eines kommt, wieder besser wird.
 
//Da ich gerade durch die Remaster Edition von DoW I gerade wieder über die Reihe nachdenke, wollte ich hier mal was schreiben. Seht es mir daher nach, dass ich diesen alten Thread mal wieder hervor hole.

Dawn of War III ist eine traurige Geschichte.

Vor allem Dawn of War Teilen hatte der dritte das größte Produktionsbudget. Die Grafik war zum ersten Mal wirklich State of the Art, es gab eine für die Zeit aktuelle und massive Marketingkampagne. Das Spiel war zu Release auch ziemlich gut polished und die Rezensionen der ersten Stunde waren allesamt gut

Und trotzdem ist das Spiel massiv gefloppt und hat die Reihe quasi beerdigt.

Ich sehe das Problem heute vor allem darin, dass man das Spiel konsequent an der Zielgruppe vorbeientwickelt hat. Bzw. man wollte mehrere Zielgruppen ansprechen und hat es dabei keiner so recht gemacht, so dass keiner das Spiel wirklich lange spielen wollte.

Im Kern hat DoW III einen MOBA Ansatz. Das war damals Anno 2017 noch der heiße Schei* und man wollte damit wohl die E-Sportler abholen. Jedoch sollte es auch Basenbau (für die Fans von DoW I) und starke Helden (siehe DoW II) geben. Aber leider hat keines der Elemente zusammen harmoniert und man hat es nicht geschafft, alles so zu verändern, dass es passte - denn dafür war zu viel im Kern des Spiels fest verankert gewesen. Daher mal ein paar Punkte, wo ich die Fehler von DoW III sehe.

1. Die Grafik. Die Einheiten sahen klasse aus, man erkannte alles aus dem Tabletop wieder - und mit dem Imperial Knight oder dem Eldar Wraithknight waren damals brandneue Modelle aus der Vorlage am Start. Aber das Spiel war zu bunt, zu sauber, alles so schön farbig und freundlich. Eben kein 40k. 40k muss dreckig sein und hier fehlte einfach das Grimdark, was die beiden Vorgänger besser eingefangen hatten. Und das traurige: Das Render-Intro zu DoW III hatte diese 40k Atmosphäre noch - im Spiel sah man davon aber gar nichts.

2. Der RTS Part. Ja, es gab wieder Basenbau, aber der war rudimentärer als in DoW I. Hauptproblem ist aber, dass die Einheiten einfach nur Kanonenfutter waren und es ausschließlich um die Helden ging. So wurde eine mühsam ausgebildete Armee zu schnell schnell zerlegt. Damit konnte man natürlich keine RTS Spieler begeistern.

3. Die Helden. Persönlich hatte ich kein Problem mit den übertriebenen Action-Posen, über die sich damals viele aufgeregt haben. Aber die Helden waren eben am Ende des Tages MOBA Helden. In DoW II war das ja noch ein RPG light, wo man die Helden zwischen den Mission aufgelevelt und ausgerüstet hatte. In DoW III hat man zum Spielstart seine Helden ausgewählt und die sind dann im Lauf der Mission aufgelevelt. Und auch hier war das Spiel eben nicht so wie DoW II, was die Helden ja in eine Abfolge an Skirmish-Gefechten geschickt hat, wo cleveres Deckungsspiel und das Mikromanagement der Fertigkeiten gefragt war - abgeschlossen von spannenden Boss-Gefechten. In DoW versumpfte das alle dagegen in einem unübersichtlichen Effektgewitter.

3. Der MOBA Ansatz. Für MOBA Spieler war das Game auch nichts, denn die wollen den Basenpart und die Einheitenkontrolle ja automatisiert haben und sich nur auf den einen (oder mehrere) Helden konzentrieren. Daher war DoW III für die zu komplex. Die Partien dauerten außerdem zu lange und waren zu unübersichtlich - außerdem hatte man in der Hochphase von LOL und DOTA II gerade kaum ein Interesse zu DoW III zu wechseln.

Unterm Strich war DoW III damit ein Spiel, das zwischen allen Stühlen stand und es zu vielen Spielertypen Recht machen wollte - und damit keinen erreichen konnte.

Ich selber hatte es mir zwar auch zum Release geholt, aber ich habe nicht mal die Kampagne beendet. Die hatte ja den dummen Fraktionswechsel nach jeder Mission und war am Ende auch nur bestenfalls 40k Standardkost (und auch hier würde ich sagen, dass die Story von DoW II, vor allem von Chaos Rising, besser war).

Im Kern mag da sogar ein gutes Spiel drinstecken, aber ich bin nicht der Typ Spieler für dieses Spiel gewesen - und ich denke auch, dass die Entwickler am Ende nicht mehr wussten, für wen die das Game entwickelt haben.

Ich denke, man hätte sich irgendwann im Entwicklungsprozess entscheiden müssen. Entweder hätte man ein klares 40k MOBA gemacht hat - mit allen Konsequenzen. Oder ein klassisches RTS, wo die Einheiten dann auch wieder eine Rolle spielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
//Da ich gerade durch die Remaster Edition von DoW I gerade wieder über die Reihe nachdenke, wollte ich hier mal was schreiben. Seht es mir daher nach, dass ich diesen alten Thread mal wieder hervor hole.

Dawn of War III ist eine traurige Geschichte.

Vor allem Dawn of War Teilen hatte der dritte das größte Produktionsbudget. Die Grafik war zum ersten Mal wirklich State of the Art, es gab eine für die Zeit aktuelle und massive Marketingkampagne. Das Spiel war zu Release auch ziemlich gut polished und die Rezensionen der ersten Stunde waren allesamt gut

Und trotzdem ist das Spiel massiv gefloppt und hat die Reihe quasi beerdigt.

Ich sehe das Problem heute vor allem darin, dass man das Spiel konsequent an der Zielgruppe vorbeientwickelt hat. Bzw. man wollte mehrere Zielgruppen ansprechen und hat es dabei keiner so recht gemacht, so dass keine das Spiel wirklich lange spielen wollte.

Im Kern hat DoW III einen MOBA Ansatz. Das war damals Anno 2017 noch der heiße Schei* und man wollte damit wohl die E-Sportler abholen. Jedoch sollte es auch Basenbau (für die Fans von DoW I) und starke Helden (siehe DoW II) geben. Aber leider hat keines der Elemente zusammen harmoniert und man hat es nicht geschafft, alles so zu verändern, dass es passte - denn dafür war zu viel im Kern des Spiels fest verankert gewesen. Daher mal ein paar Punkte, wo ich die Fehler von DoW III sehe.

1. Die Grafik. Die Einheiten sahen klasse aus, man erkannte alles aus dem Tabletop wieder - und mit dem Imperial Knight oder dem Eldar Wraithknight waren damals brandneue Modelle aus der Vorlage am Start. Aber das Spiel war zu bunt, zu sauber, alles so schön farbig und freundlich. Eben kein 40k. 40k muss dreckig sein und hier fehlte einfach das Grimdark, was die beiden Vorgänger besser eingefangen hatten. Und das traurige: Das Render-Intro zu DoW III hatte diese 40k Atmosphäre noch - im Spiel sah man davon aber gar nichts.

2. Der RTS Part. Ja, es gab wieder Basenbau, aber der war rudimentärer als in DoW I. Hauptproblem ist aber, dass die Einheiten einfach nur Kanonenfutter waren und es ausschließlich um die Helden ging. So wurde eine mühsam ausgebildete Armee zu schnell schnell zerlegt. Damit konnte man natürlich keine RTS Spieler begeistern.

3. Die Helden. Persönlich hatte ich kein Problem mit den übertriebenen Action-Posen, über die sich damals viele aufgeregt haben. Aber die Helden waren eben am Ende des Tages MOBA Helden. In DoW II war das ja noch ein RPG light, wo man die Helden zwischen den Mission aufgelevelt und ausgerüstet hatte. In DoW III hat man zum Spielstart seine Helden ausgewählt und die sind dann im Lauf der Mission aufgelevelt. Und auch hier war das Spiel eben nicht so wie DoW II, was die Helden ja in eine Abfolge an Skirmish-Gefechten geschickt hat, wo cleveres Deckungsspiel und das Mikromanagement der Fertigkeiten gefragt war - abgeschlossen von spannenden Boss-Gefechten. In DoW versumpfte das alle dagegen in einem unübersichtlichen Effektgewitter.

3. Der MOBA Ansatz. Für MOBA Spieler war das Game auch nichts, denn die wollen den Basenpart und die Einheitenkontrolle ja automatisiert haben und sich nur auf den einen (oder mehrere) Helden konzentrieren. Daher war DoW III für die zu komplex. Die Partien dauerten außerdem zu lange und waren zu unübersichtlich - außerdem hatte man in der Hochphase von LOL und DOTA II gerade kaum ein Interesse zu DoW III zu wechseln.

Unterm Strich war DoW III damit ein Spiel, das zwischen allen Stühlen stand und es zu vielen Spielertypen Recht machen wollte - und damit keinen erreichen konnte.

Ich selber hatte es mir zwar auch zum Release geholt, aber ich habe nicht mal die Kampagne beendet. Die hatte ja den dummen Fraktionswechsel nach jeder Mission und war am Ende auch nur bestenfalls 40k Standardkost (und auch hier würde ich sagen, dass die Story von DoW II, vor allem von Chaos Rising, besser war).

Im Kern mag da sogar ein gutes Spiel drinstecken, aber ich bin nicht der Typ Spieler für dieses Spiel gewesen - und ich denke auch, dass die Entwickler am Ende nicht mehr wussten, für wen die das Game entwickelt haben.

Ich denke, man hätte sich irgendwann im Entwicklungsprozess entscheiden müssen. Entweder hätte man ein klares 40k MOBA gemacht hat - mit allen Konsequenzen. Oder ein klassisches RTS, wo die Einheiten dann auch wieder eine Rolle spielen.
Volle Zustimmung 👍
 
  • Like
Reaktionen: Ferox21
//Da ich gerade durch die Remaster Edition von DoW I gerade wieder über die Reihe nachdenke, wollte ich hier mal was schreiben. Seht es mir daher nach, dass ich diesen alten Thread mal wieder hervor hole.

Dawn of War III ist eine traurige Geschichte.

Vor allem Dawn of War Teilen hatte der dritte das größte Produktionsbudget. Die Grafik war zum ersten Mal wirklich State of the Art, es gab eine für die Zeit aktuelle und massive Marketingkampagne. Das Spiel war zu Release auch ziemlich gut polished und die Rezensionen der ersten Stunde waren allesamt gut

Und trotzdem ist das Spiel massiv gefloppt und hat die Reihe quasi beerdigt.

Ich sehe das Problem heute vor allem darin, dass man das Spiel konsequent an der Zielgruppe vorbeientwickelt hat. Bzw. man wollte mehrere Zielgruppen ansprechen und hat es dabei keiner so recht gemacht, so dass keine das Spiel wirklich lange spielen wollte.

Im Kern hat DoW III einen MOBA Ansatz. Das war damals Anno 2017 noch der heiße Schei* und man wollte damit wohl die E-Sportler abholen. Jedoch sollte es auch Basenbau (für die Fans von DoW I) und starke Helden (siehe DoW II) geben. Aber leider hat keines der Elemente zusammen harmoniert und man hat es nicht geschafft, alles so zu verändern, dass es passte - denn dafür war zu viel im Kern des Spiels fest verankert gewesen. Daher mal ein paar Punkte, wo ich die Fehler von DoW III sehe.

1. Die Grafik. Die Einheiten sahen klasse aus, man erkannte alles aus dem Tabletop wieder - und mit dem Imperial Knight oder dem Eldar Wraithknight waren damals brandneue Modelle aus der Vorlage am Start. Aber das Spiel war zu bunt, zu sauber, alles so schön farbig und freundlich. Eben kein 40k. 40k muss dreckig sein und hier fehlte einfach das Grimdark, was die beiden Vorgänger besser eingefangen hatten. Und das traurige: Das Render-Intro zu DoW III hatte diese 40k Atmosphäre noch - im Spiel sah man davon aber gar nichts.

2. Der RTS Part. Ja, es gab wieder Basenbau, aber der war rudimentärer als in DoW I. Hauptproblem ist aber, dass die Einheiten einfach nur Kanonenfutter waren und es ausschließlich um die Helden ging. So wurde eine mühsam ausgebildete Armee zu schnell schnell zerlegt. Damit konnte man natürlich keine RTS Spieler begeistern.

3. Die Helden. Persönlich hatte ich kein Problem mit den übertriebenen Action-Posen, über die sich damals viele aufgeregt haben. Aber die Helden waren eben am Ende des Tages MOBA Helden. In DoW II war das ja noch ein RPG light, wo man die Helden zwischen den Mission aufgelevelt und ausgerüstet hatte. In DoW III hat man zum Spielstart seine Helden ausgewählt und die sind dann im Lauf der Mission aufgelevelt. Und auch hier war das Spiel eben nicht so wie DoW II, was die Helden ja in eine Abfolge an Skirmish-Gefechten geschickt hat, wo cleveres Deckungsspiel und das Mikromanagement der Fertigkeiten gefragt war - abgeschlossen von spannenden Boss-Gefechten. In DoW versumpfte das alle dagegen in einem unübersichtlichen Effektgewitter.

3. Der MOBA Ansatz. Für MOBA Spieler war das Game auch nichts, denn die wollen den Basenpart und die Einheitenkontrolle ja automatisiert haben und sich nur auf den einen (oder mehrere) Helden konzentrieren. Daher war DoW III für die zu komplex. Die Partien dauerten außerdem zu lange und waren zu unübersichtlich - außerdem hatte man in der Hochphase von LOL und DOTA II gerade kaum ein Interesse zu DoW III zu wechseln.

Unterm Strich war DoW III damit ein Spiel, das zwischen allen Stühlen stand und es zu vielen Spielertypen Recht machen wollte - und damit keinen erreichen konnte.

Ich selber hatte es mir zwar auch zum Release geholt, aber ich habe nicht mal die Kampagne beendet. Die hatte ja den dummen Fraktionswechsel nach jeder Mission und war am Ende auch nur bestenfalls 40k Standardkost (und auch hier würde ich sagen, dass die Story von DoW II, vor allem von Chaos Rising, besser war).

Im Kern mag da sogar ein gutes Spiel drinstecken, aber ich bin nicht der Typ Spieler für dieses Spiel gewesen - und ich denke auch, dass die Entwickler am Ende nicht mehr wussten, für wen die das Game entwickelt haben.

Ich denke, man hätte sich irgendwann im Entwicklungsprozess entscheiden müssen. Entweder hätte man ein klares 40k MOBA gemacht hat - mit allen Konsequenzen. Oder ein klassisches RTS, wo die Einheiten dann auch wieder eine Rolle spielen.
100%!
Super Analyse.

Ich denke das Sie auch einfach die Bedeutung der Kampagne völlig unterschätzt haben.
Die Leute wollen wie in Command & Conquer, Star Craft und eben den bisherigen Dawn of War teilen, dedizierte Kampagnen für die jeweiligen Völker haben.

Was wir in DoW 3 bekommen hatte wirkte wirklich sehr runter gespart.
Vor allem nach der Starken DoW 2 Kampagne war das ne ziemliche Enttäuschung.