7. Edition Kurze Fragen - Kurze Antworten 7th Edition

Themen über die 7. Edition von Warhammer 40.000
@llb
Hilf mir bitte mit etwas Kontext auf die Sprünge. Wo liegt der Unterschied bzw. wofür ist das wichtig?

Ich blätterte durch den Necron Codex und wünschte mir, dass der C'tan auch nur annähernd eine Existenzberechtigung hat. 😀


Precision Shots
If a model with this special rule rolls a 6 To Hit with a shooting weapon, that shot is a ‘Precision Shot’.

Jetzt gibt es neben den C'tan Powers noch andere Waffenprofile die über die Sonderregel 'Precision Shots' verfügen und ich stellte mir die naive Frage, ob die jetzt noch einen Trefferwurf von 6 benötigen für die Sonderwundzuteilung, oder nicht.

'Sniper' sagte in dem Zusammenhang:
If a weapon has the Sniper special rule, or is fired by a model with the Sniper special rule, and rolls a 6 To
Hit, that shot is a ‘Precision Shot’. Wounds from Precision Shots are allocated against a model (or models)
of your choice in the target unit, as long as it is in range and line of sight of the firer, rather than following
the normal rules for Wound allocation.

Dort hat also der Effekt den Namen der Sonderregel und wird im zweiten Satz sogar im Plural verwendet.
Ist das wichtig? Macht das einen Unterschied?

Weiteres Beispiel Eldar Exarch der Crimson Hunters.
Marksman’s Eye: This model makes Precision Shots on a 5+, rather than a 6.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass es da wieder ein Modell ist, das über die Sonderregel verfügt.

Nächstes Beispiel Vindicare Assassine.
Deadshot: All successful To Hit rolls made by a Vindicare Assassin, excluding Snap
Shots, have the Precision Shots special rule.

Ich fasse kurz zusammen:
Lediglich bei Modellen mit der Sonderregel gibt es eine Änderung der Wahrscheinlichkeit zum Eintreten des Effekts. Niemals bei Waffen. (Soweit ich weiss.)
Beim Vindicare Assassin wird der Effekt der Sonderwundzuteilung ausdrücklich nicht nur mit dem Namen der Sonderregel, sondern auch mit dessen Effekt nach dem Trefferwurf gleichgesetzt.


Jetzt zu meiner Frage: WAS SOLL MIR DAS JETZT ALLES SAGEN?! ICH BIN VERWIRRT! :dry:


Könnte tatsächlich die Möglichkeit bestehen, dass wenn diese "Sonderregel" in Waffenprofilen auftaucht alle Schüsse den Effekt der Sonderwundzuteilung bekommen und der Trefferwurf von 6 nur zum Tragen kommt, wenn das Modell über die Sonderregel verfügt.

Wir hatten darüber mal gesprochen, aber ich glaube, das war zum Zeitpunkt des 6te-7te-Editions-Umschwungschaos in dem der AM Codex erschienen ist. 🙂
 
Aaaaaahhh, alles klar. Ich hatte das wirklich nur noch dunkelst im Hinterkopf. Danke.

Meine, aber da bin ich mir unsicher, dass wir damals eben das von Dir geschilderte Problem wirklich genau so hatten und regeltechnisch keinen handfesten Hinweis finden konnten, dass es einen qualitativen Unterschied macht, ob der Waffenträger selbst über PS verfügt ODER die Waffe PS hat.

Wenn ich mir den letzten Satz von PS angucke, dann vertrete ich die Meinung, dass das Modell die PS-Regel braucht, entweder von sich aus aus oder durch eine Waffe bzw. Sonderregel indirekt verliehen.

Nur wo steht, alle Treffer automatisch PS sind, da muss keine 6 geworfen werden, da ist wirklich jeder Treffer ein PS.

Hatte der Eldar-Superweltenwandler nicht auch so eine Regel? Mal im Vergleich lesen zum Vindicare?

Bin leider ohne Codizes, sonst würde ich es selbst nachgucken.


Gruß
General Grundmann
 
Stümmt.
Den hab ich ganz verpeilt.

Sharpshot: Shots fired by models with this special rule (excluding Snap Shots) are always Precision Shots as described in the Precision Shot special rule (see Warhammer 40,000: The Rules).

Fakt ist einfach, dass die Wahrscheinlichkeit (Trefferwurf von 6) Teil der Sonderregel ist, aber in einigen Regelkontexten ausschließlich die Sonderwundzuteilung mit der Sonderregel gleichgesetzt wird. Eins von beidem muss falsch sein. :/

EDIT:
Lustigerweise ist das - so präzise es auch ist - falsch.
Die Sonderregel heisst 'Precision Shots' und der Effekt der Wundzuteilung in dessen Regeltext wird mit "Precision Shot" angesprochen. Also genau andersrum. 😀

In Shield of Baal gibt es auch den Executioner als BA Relikt.
Der hatte auch einen sehr wirren Wortlaut der Regel wenn ich mich nicht irre.
Hab das Buch aber nicht und auch nie gelesen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ganz stark von GW, ganz stark, wie gewohnt. ;-)

Eines von beidem muss falsch sein, eines richtig. 🙂 Versuchen wir uns für das Richtige zu entscheiden.

Fangfrage vorweg: verfügt der Exarch überhaupt grundsätzlich über die "Precision ShotS" Sonderregel? Weil sein zitierter Regeltext sagt ja nur, dass er einen (1) "Precision Shot" schon auf die 5+ abgibt. Das verändert aber nur die Prämisse, dass es eben nicht nur auf die "6" einen (1) Precision Shot gibt.

Aber okay, dass ist jetzt nur nerviges Seitengelaber. Warum diese Regel geben, wenn er sie dann überhaupt nicht nutzen kann?!?


Zurück zu unserer Diskussion würde ich sagen, dass sowohl Vindicare als auch Superweltenwandler bei jedem Treffer einen (1) Precision Shot landen, außer, weil separat aufgeführt, bei Snap ShotS.

Damit haben wir zwei Sonderregeln, die aus der "Snap ShotS"-Sonderregel den "Snap Shot"-Effekt klauen, ohne ansonsten mit "Snap ShotS"-Sonderregel was zu tun zu haben.


Gruß
General Grundmann
 
Ich verstehe Euer Problem nicht so ganz. Die Sonderregel besagt, daß jede 6 ein Precision Shot ist. Beim Vindicare ist jeder Trefer, der kein Snap Shot war, ein Precision Shot. Danach wird jeweils erklärt, was ein PS bewirkt.
Vielleicht basiert die Unklarheit darauf, daß die Sonderregel so heißt wie der Effekt? Das ist reine Semantik. Lest es so: Die Sonderregel tritt nur unter bestimmten Bedingungen in Kraft, im Normalfall beim Trefferwurf von 6., beim Vindicare bei jedem Treffer (außer Snap Shots).
 
Das Problem ist nicht ausschließlich die Doppeldeutigkeit, die in einem Regelset schon unglaublich lächerlich ist.
Sondern, dass die eine so benannte Mechanik die andere vollständig beinhaltet.
Das ist sogar für GW-Verhältnisse... eh - "bemerkenswert". :lol:

@GG
Nein, der Exarch verfügt sowohl über 'Precision Shots' als auch für 'Marksman's Eye' dessen Effekt ich ja kopierte.

Ich denke mal du meinst "Precision Shots" nicht "Snap Shots".
Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt:
Es ist - egal zu welcher Tageszeit - entweder zu früh oder zu spät für diesen Scheiß. 🙂

Ein weiterer Punkt auf der langen Liste Warum-GW-niemals-hätte-Regeln-schreiben-dürfen und dabei kann es ersteinmal bleiben.

cheers
lastlostboy
 
Das Problem ist nicht ausschließlich die Doppeldeutigkeit, die in einem Regelset schon unglaublich lächerlich ist.
Sondern, dass die eine so benannte Mechanik die andere vollständig beinhaltet.
Das ist sogar für GW-Verhältnisse... eh - "bemerkenswert". :lol:
...

Ja, das beim Vindicare ist wirklich bemerkenswert, wie inkonsequent stellenweise die Regeln geschrieben werden und wie gern GW neue Sonderregeln schreibt oder ganze Regeltexte kopiert statt auf bereits bestehende zu verweisen (siehe Zelot <-> Furchtlos oder Schwere Servitoren (Cult Mechanicus) <-> Unaufhaltsam).
 
Ja, das beim Vindicare ist wirklich bemerkenswert, wie inkonsequent stellenweise die Regeln geschrieben werden und wie gern GW neue Sonderregeln schreibt oder ganze Regeltexte kopiert statt auf bereits bestehende zu verweisen (siehe Zelot <-> Furchtlos oder Schwere Servitoren (Cult Mechanicus) <-> Unaufhaltsam).
Das hat schon einen Sinn, denn so muss man als neuer Spieler nicht zwischen x Regeln hin und her blättern, die alle aufeinander verweisen. War zur 6. ja noch nicht so. Und zum Beispiel bei Scharfschütze<->Rüstungsbrechend gibt es ja sogar kleine Abweichungen.
 
Das hat schon einen Sinn, denn so muss man als neuer Spieler nicht zwischen x Regeln hin und her blättern, die alle aufeinander verweisen. War zur 6. ja noch nicht so. Und zum Beispiel bei Scharfschütze<->Rüstungsbrechend gibt es ja sogar kleine Abweichungen.
Klar für neue Spieler ist es im ersten Moment einfacher zu spielen. Wobei es durch mehr Sonderregeln (oder gar Retundante Sonderregeln) teilweise schwieriger wird diese zu lernen(oder irgendwann auswendig zu kennen) oder es auch zu Konflikten kommen kann (Spätestens wenn es eine neue Edition geben sollte). Es gibt oder gab zum Beispiel doch mal ne Regel das ne Furchtlose Einheit nicht mehr furchtlos ist. Wenn Zelot auf Furchtlos verweisen würde würde die Regel automatisch auch da gelten. Nach aktuellem Stand muss die Regel extra noch dazugeschrieben werden oder sie ist Immun gegen die Fähigkeit.
Bei Scharfschütze <-> Rüstungsbrechend ist es wieder etwas anders da beide Fähigkeiten unterschiedliche Verhaltensweisen gegen Fahrzeuge besitzen. An der Stelle besteht eher ein schlechtes Design dass es keine feingliedrigeren Regeln gibt auf die sie verweisen können.
Bei Scharfschütze ist es aber im Grunde ähnlich wie beim Vindicare. Man hätte sich den ersten Absatz fast komplett schenken können.
Im Falle des Scharfschützen:
"Ein Modell mit dieser Sonderregel oder eine Waffe mit dieser Sonderregel, die abgefeuert wird besitzt die Sonderregel Präzise Schüsse."
und dann weiter mit dem was beim Verwundungswurf passiert.
Im Falle des Vindicare würde der analoge Fall von Crimson Hunter Exarchen passen:
"Schüsse dieses Modells sind bei allen erfolgreichen Trefferwürfen, Schnellschüsse ausgenommen, präzise Schüsse, anstatt nur auf 6.
Wobei man im Falle des Vindicares auch den Waffen die Sonderregel hätte geben können, da die eh alle über die Scharfschützenregel verfügen.
Teilweise wirken die Retundanzen ja eher als wollte mal schlicht das Volumen des Textes und im Falle des Regelbuchs zwanghaft die Anzahl der Seiten erhöhen.

Edit: Wahrscheinlich wäre die Präzise Schüsse Diskussion dann überhaupt nicht aufgekommen, wenn nicht immer diese Retundanzen wären
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Bedenkliche daran ist, daß sowas deutlich darauf hinweist, daß die Regelschreiber selbst nicht alle Regeln kennen.
Das kommt wahrscheinlich noch erschwerend dazu. Bei den ganzen Regeln mit Präzise Schüsse merkt man es besonders gut, da dort teilweise die Regeln 1 zu 1 kopiert sind.
Bei den "Schweren Kampfservitoren" ist der einzige Unterschied beim Satz der sich mit "Unaufhaltsam" überschneidet, dass bei der Kampfservitoren Regel keine Geschützwaffen aufgeführt sind. Ist aber eigentlich nicht relevant, da die Einheiten die diese Regel besitzen überhaupt keine Möglichkeit haben Geschützwaffen zu erhalten. Stattdessen haben wir 3-4 Zeilen Regeln die in dem Fall praktisch keinen relevanten unterschied zu einer bereits existierenden Regel besitzen und per Errata angepasst werden müssen, sollte sich in einem Errata im Regelbuch (eher unwahrscheinlich) oder über ein neues Regelbuch was ändern.


Was in so fern ein Unterschied gewesen wäe, als dass der Vindicare beim Abfeuern einer Flakk etc. diese Sonderregeln nicht bekommen hätte.
Berechtigter Punkt, an den ich in dem Moment nicht gedacht hab (wahrscheinlich weil ich keinen Vindicare an ne Flak stellen würde). Wobei sich da auch die Frage stellt, ob der Vindicare mit einer Flakstellung "wirklich" genauso treffsicher (im Bezug auf Präzise Schüsse) ist wie mit seinen eigenen, wahrscheinlich von ihm justierten, Waffen mit denen er praktisch eins geworden ist (wobei das eher wieder Hintergrunddenken ist).
 
Richtig, gute Regeln einfach und klar zu schreiben ist hohe Kunst. Das erwarte ich nicht von deinen drei Club-Kollegen, sehr wohl aber von einer Firma die mit dem Verkauf von Modellen und Regeln ihr Geld verdient und für sowas professionelle Regelschreiber, Spieltester und Lektoren hat! Von denen erwarte ich es. Andere, kleinere, Firmen kriegen das auch hin.


Gruß
General Grundmann
 
Ne, sorry, da bin ich völlig anderer Meinung. Das 40K-Regelgerüst ist seit der dritten Edition grundlegend gleich. Diese Grundregeln müssten inzwischen perfekt sein. Neue Regeln werden anscheinend nicht oder nur unzureichend getestet und Korrektur gelesen, Beispiele sind Chariots und Psiphase. Und bei letzten "Neuauflage" der nicht mal zwei Jahre alten fünften Edition ist auch wieder schlampig gearbeitet worden. DARUM gibt's so viele unklare Regelsituationen! Und gerne trenne ich zwischen Verantwortung und Schuld, hier trifft aber beides einzig und allein den bzw. die Designer! Und ja, wenigstens ein (1) Designer von GW MUSS zwingend den regeltechnischen Gesamtüberblick haben! Ist aber anscheinend nicht so, weil ansonsten würde es mutmaßlich nicht so viele regeltechnischen Dopplungen, Unklarheiten und Formulierungsschwächen geben.


Gruß
General Grundmann