TWS über Negativität im Hobby

Ja also war da nie so super hochfrequent am lesen, habe nicht mal einen account dort. Aber egal in welche news posts von gw ich reinguckt hab:
  • alles scheiss posen! Haltungsprobleme!?
Polemisch, aber kein Hass.
  • Überall ist ein Tactical rock!
Leider zutreffend. Das ist kein reines GW-Problem, sondern hat Corvus Belli genauso getroffen. Designs aus dem Computer haben eben auch ihren Preis. Bei CB hat die Formenvielfalt stark darunter gelitten. Man hatte mehr Modelle mit dem identischen Grundkörper und mehr taktische Felsen. Und wenn man die Zahl der Charaktermodelle die einen Felsen haben mal betrachtet, dann ist das schon ein beachtlicher Teil. Das kommt dann mit einer Reihe an Nachteilen, von der Integration in die eigene Armee bei der Wahl anderer Bases bis hin zur schönen Bemalung von Felsen, was eben nicht mal "so einfach" sein muss, wenn man es gut machen möchte.
Offenkundig.
  • Zu wenig optionen! zu viele optionen!
  • Zu neumodisch/fancy für Fantasy! Zu altmodisch!
  • Typisch gw, nur noch tabletop figuren für kinder!
  • Alle Modelle von Armee xy gleichen sich ja voll!
  • Hä?! Und der soll zu Xy gehören?? Eher zu Armee xy! Lol
Naja, da ist halt auch das gesamte Geschmacksspektrum abgedeckt. Was möchtest du denn unter einer Produktreview/Vorstellung lesen? Was soll da deiner Meinung nach anderes kommen? "Kanns kaum erwarten dass es erscheint" und "Cool" ist dann die Version die du bei Instagram noch findest. Mit obligatorischen Repost für bisschen eigenen Traffic. Aber viel mehr gibts ja auch bald nicht zu den Dingern zu sagen.

... persönliche Anfeindungen gegen die Leute die damals Community Arbeit gemacht haben. zB Aktio Turnier Beschränkungen bei Warhammer Fantasy oder das Grundmann FAQ.
Sowas gabs auch beim Ars Bellica - das Problem von Hausregeln ist halt wirklich, dass sie zu Diskussionen (auch unsachlichen) führen können. Ich erinnere mich noch daran, wie es immer hieß "der Ars Bellica-Gründer habe Regeln für Spacemarines geschrieben".
 
(„Kann ich eine Armee in 24 Stunden nackt im Schnee bemalen während mir ein Prinz Albert gepierced wird?!?!?!?“)
Zum Glück zog der Darjeeling noch, sonst hätte der Bildschirm einen Sepia Filter.🤔😁

Überall ist ein Tactical rock!
....war diesmal nicht ich.😁
Negativität die ich wahrgenommen habe, welche mMn wirklich "dem Hobby" geschadet hat waren...

... persönliche Anfeindungen gegen die Leute die damals Community Arbeit gemacht haben. zB Aktio Turnier Beschränkungen bei Warhammer Fantasy oder das Grundmann FAQ
👍
 
Polemisch, aber kein Hass.

Leider zutreffend. Das ist kein reines GW-Problem, sondern hat Corvus Belli genauso getroffen. Designs aus dem Computer haben eben auch ihren Preis. Bei CB hat die Formenvielfalt stark darunter gelitten. Man hatte mehr Modelle mit dem identischen Grundkörper und mehr taktische Felsen. Und wenn man die Zahl der Charaktermodelle die einen Felsen haben mal betrachtet, dann ist das schon ein beachtlicher Teil. Das kommt dann mit einer Reihe an Nachteilen, von der Integration in die eigene Armee bei der Wahl anderer Bases bis hin zur schönen Bemalung von Felsen, was eben nicht mal "so einfach" sein muss, wenn man es gut machen möchte.

Offenkundig.

Naja, da ist halt auch das gesamte Geschmacksspektrum abgedeckt. Was möchtest du denn unter einer Produktreview/Vorstellung lesen? Was soll da deiner Meinung nach anderes kommen? "Kanns kaum erwarten dass es erscheint" und "Cool" ist dann die Version die du bei Instagram noch findest. Mit obligatorischen Repost für bisschen eigenen Traffic. Aber viel mehr gibts ja auch bald nicht zu den Dingern zu sagen.


Sowas gabs auch beim Ars Bellica - das Problem von Hausregeln ist halt wirklich, dass sie zu Diskussionen (auch unsachlichen) führen können. Ich erinnere mich noch daran, wie es immer hieß "der Ars Bellica-Gründer habe Regeln für Spacemarines geschrieben".

Diese Liste, die du da kommentiert hast, ist ein gutes Beispiel wie sich die Wahrnehmung, die Emotionalität, eben das "dicke Fell" der Leute über die letzten Jahrzehnte verändert hat. Nichts, aber auch garnichts davon hätte bis in die späten 00er irgendeine Reaktion höher als Schulterzucken, oder, "Jo, so sieht der das halt" hervorgerufen.
Jetzt ist das, mindestens in der Social Media Economy, leider auch oft in der realen Welt, ein halber Weltuntergang und ruft extreme, meist rein emotionale, Reaktionen hervor.

Danke Marc Zuckerberg, für nichts.
 
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Reaktionen: Shub Niggurath
Ich würde es noch bisschen anders sehen, aber am Ende müssen das weisere Menschen wissenschaftlich klären.

Die Community ist einfach größer geworden und größere Communities brauchen mehr Regeln für Verhaltensweisen. Was hier im Forum funktioniert, funktioniert halt auch auf dieser persönlichen Ebene. Klappt auch nicht immer und nicht mit jedem, aber wenn ich hier wem sage, analog zu oben "der sieht aus wie nach dem Klempnereinsatz", dann sinkt die Wahrscheinlichkeit auf einen Eklat.
 
Find ich gerade geil. Statt xy ned zu kaufen wenn man sie sonst gut findet.
Ist doch vollkommen legitim. Und auch da ist es eine Frage deiner Hobbypräferenzen. Ich habe einen Kumpel der schneidet den Arm halt ab und modelliert den nach. Mir fehlt die Fähigkeit und die Motivation für sowas. Wieder ein anderer würde dir sagen, dass er für die teilweise 35-55 Euro für ein Charaktermodell halt keine Messerarbeit leisten will und auch das ist legitim.

Wo wir uns einig sind, ist vermutlich, dass so eine Aussage differenzierter und begründeter sein könnte als "ein tactical rock". Aber das ist eben auch der Zeit, der Tatsache, dass ich dieses Endgerät in der Tasche habe und eben nicht an einem Rechner tippe geschuldet. Für längere Kommentare hier im Forum sitze ich am Rechner und nehme mir vielleicht die Zeit bisschen ausführlicher in der Debatte zu sein. Dazu kommt unsere Subkultur, in der "tactical rock " eben ein verstandenes Konzept ist.
 
Die Leute früher haben einfach mehr weggesehen und ihre eigenen Meinungen in der Öffentlichkeit runtergeschluckt.
Ne, Meinungen waren einfach nicht so verbreitet. Der Platz im Print war/ist begrenzt, da kommt nicht jeder (tatsächlich jeder!!!) zu Wort. Dito Radio und TV. Das ist heute einfach anders. Die Menge an "Informationen" hat einfach unfassbar zugenommen. Z.B. Filmkritiken: Vor SM gab es da weniger die gedruckt wurden oder in anderen Medien auftauchten. Da war man dann mit ner Hand voll Meinungen konfrontiert und es war klar, dass das Gegenüber keine Ahnung hat. Heute hat jeder!!! die Möglichkeit seine Meinung ungefragt zu präsentieren und sehr vieles davon kommt auch bei uns an, aber wie viel Gehalt das hat ist absolut unbekannt.

Meinungen sind öffentlicher und verbreiteter als zu Prä-SM-Zeiten und diese Menge an "Informationen" will/muss verarbeitet werden. Das macht was mit Menschen.

Dazu kommt das sich alle die sich damit ernsthaft beschäftigen einig darin sind, dass unsere Gesellschaft empfindsamer geworden ist. Die guten Zeiten haben scheinbar ein Wirkung hinterlassen.


Das Problem ist einfach, dass es immer jemanden gibt der die öffentliche Meinung kontrollieren will.
Können wir uns auf beeinflussen einigen? Kontrolle ist (noch) unmöglich und wenn das tatsächlich das Ziel sein sollte, machen "die" einen echt schlechten Job 😉.

cya
 
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Ich stimme @Naysmith zu: Viele Meinungen, womöglich zuviele, denn ein jeder verspürt den Reiz, seine ganz persönliche und natürlich richtige Meinung kundzutun.
Mit diesem Umstand, dass jeder einfach ins Internet blubbern kann, ist die Quantität gewährleistet, qualitativ geht da noch was.

Das ist zugespitzt formuliert. Mich selbst überfordert das alles und meine prinzipielle Haltung dazu lautet, mich nicht auf solch dünne „Ich hab recht, solange ich rede“-Diskussionen einlassen zu wollen. Selbst wenn man weiß, richtig zu liegen, bleibt das in meiner Schublade, weil derartige Diskussionen nichts bringen. Ich kenne solche Rantvideos, Kommentarspalten und deren Haters nicht, wo schlecht über das eigene Hobby geschrieben und die vermeintlich gute alte Zeit beschworen oder sonstigem Zynismus oder Stinkstiefelei gefrönt wird. Dieses Verhalten verstehe ich einfach nicht.
 
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Mir kommt Angesichts der letzten Posts, Tenor "Noch nie gab es soviele Wortmeldungen wie heute" ein Gedanke, den ich jetzt erstmal ordentlich in meinem Hirn hin und her wälzen muss:

"Kann es sein, dass wir Menschen, jetzt wo wir zum ersten Mal in unserer Geschichte die tatsächliche Möglichkeit haben, das wirklich jeder völlig frei und ohne jegliche Begutachtung, gleich welcher Art die auch immer sein mag oder war (Platz auf der Print, Journalisten die nicht alles bringen konnten, Zeitbegrenzung im Fernsehen und ja, auch Vorauswahl und sogar Zensur etc.), seine Ansichten vor potentiell der gesamten Menschheit, zumindest aber Millionen, ausbreiten kann, an die kapazitiven und emotionalen Grenzen kommen dessen, was unser Hirn verarbeiten kann? Und wir dadurch, als Schutzfunktion des Gehirns, solche gibt es ja und diese sind gut belegt, auf eine emotionalere, instinkthaftere und urzeitlichere Ebene zurückfallen?"

Darüber muss ich jetzt nachdenken, viel und lange.
 
Darüber muss ich jetzt nachdenken, viel und lange.
Schwierig, da die Betrachtung doch sehr schwer fällt. Das Internet ist durch seine Anonymität in einer Form einzigartig, als das wir evolutionär schon einige Zeit zurück gehen müssten einen ähnlichen Fall zu finden. Am Ende sind ja auch Primaten usw. Lebensformen in einem sozialen Gefüge. Das Internet entnimmt uns auf der einen Seite aus diesem Gefüge, auf der anderen Seite wirft es uns in ein anderes.

Dabei funktionieren die meisten "ordnenden" Strukturen doch. Sicherlich ist der "Preis", wenn ich dich nun für deine eben getätigte Äußerung verbal attackiere erstmal geringer als "im echten Leben", unter Kollegen, im Freundeskreis oder im Dorf. Auf der anderen Seite gibts hier immer noch Konsequenzen, wir haben Moderation, Accounts und vielleicht will ich dir nicht einfach ans Bein pissen. Das reicht schon aus um meistens die größten Eskalationen zu verhindern.

Weitaus näher zu deinem Gedanken passen halt die "Riesen". Aber auch da gibt es ein Gefüge, Mechanismen, Regeln. Diese sind zwar anders als gewohnt, aber neben einigen "Flames", die teilweise automatisch, teilweise manuell wegmoderiert werden, ist auch das nicht im luftleeren Raum.

Kleine Anekdote von heute Morgen - ich habe im Gedanken an diesen Thread einen Manta der Tau in meiner Storyline gesehen - krasses Modell, richtig groß, im Malprozess. - Darunter 10 Kommentare, die reichten von "Nice" bis "positiv". Sofern da nicht manuell moderiert wurde, gab es nicht einen Kommentar der Ansprach, dass Teile des Modells aussahen, als wären sie mit Bauschaum ausgegossen worden. Die Übergänge sahen halt echt nicht gut aus. Ich habs im Rahmen einer Selbstzensur auch nicht kommentiert, warum auch, lass den mit seinem Modell glücklich und motiviert sein. Und er hat das vermutlich auch nicht hochgeladen, weil er will, dass bisschen auf ihm rumgetreten wird.

Will sagen, für eine Enthemmung durch die Anonymisierung in den Kommentaren ist das eigene Gefügesystem (Erziehung bsw.) nach wie vor relevant und es braucht eine Kontroverse damit das losgetreten wird. Die Horus Heresy war hier so ein Beispiel, bei dem die Kommentare regelmäßig explodierten. In anderen Feldern als dem Hobby, wie in der Politik ist die Sachlage natürlich anders. Das war nun aber auch ein Prozess über Jahrzehnte (damals hat man sich vor einem US-Präsidentschafts-Debattenformat noch gedankt und eingeleitet, "ich weiß sie wollen das Beste für unser Land, aber).
 
Mir kommt Angesichts der letzten Posts, Tenor "Noch nie gab es soviele Wortmeldungen wie heute" ein Gedanke, den ich jetzt erstmal ordentlich in meinem Hirn hin und her wälzen muss:

"Kann es sein, dass wir Menschen, jetzt wo wir zum ersten Mal in unserer Geschichte die tatsächliche Möglichkeit haben, das wirklich jeder völlig frei und ohne jegliche Begutachtung, gleich welcher Art die auch immer sein mag oder war (Platz auf der Print, Journalisten die nicht alles bringen konnten, Zeitbegrenzung im Fernsehen und ja, auch Vorauswahl und sogar Zensur etc.), seine Ansichten vor potentiell der gesamten Menschheit, zumindest aber Millionen, ausbreiten kann, an die kapazitiven und emotionalen Grenzen kommen dessen, was unser Hirn verarbeiten kann? Und wir dadurch, als Schutzfunktion des Gehirns, solche gibt es ja und diese sind gut belegt, auf eine emotionalere, instinkthaftere und urzeitlichere Ebene zurückfallen?"

Darüber muss ich jetzt nachdenken, viel und lange.
Ich glaub genau das gleiche gelesen zu haben, als anfang 1600 der Druck soweit etabliert war, dass "jeder" Flugschriften drucken konnte. Ist vermutlich immer eine Sache der Perspektive. Schon in den ersten Schriften überhaupt macht man sich Sorgen, dass alle verdummen, weil man mit der Schrift nicht mehr 1000 Seiten Epos auswendig können muss. In 20 Jahren gibt es bestimmt wieder was noch "krasseres".

Aber der Mensch ist ja von der Hardware her ja seit der Steinzeit gleich geblieben. Man kann nur so und so viel Bullshit pro Tag absondern und auch nur so und so viel konsumieren, bis einfach die Zeit dafür alle ist. Es gibt zumindestens einen Maximalwert. Und da wir soziale Wesen sind, wird es da bestimmt auch ein Minimum geben, was man einfach im Rahmen des Soziallebens braucht. So viel Reichweite, dass ihnen ein bedeutender Teil der Menschheit zuhört, haben trotz allem nur wenige. Das gewisse Gruppen mit Lautstärke und Präsenz da mehr Einfluss nehmen, war wohl auch schon immer so.
 
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Heute hat jeder!!! die Möglichkeit seine Meinung ungefragt zu präsentieren
Wieso denn "ungefragt"? Was sind denn Kommentarspalten anderes, als eine implizite Frage nach der Meinung der User? Das Gegenteil ist sogar der Fall, man wird überall zugemüllt mit Engagement-Bait.

Achja und ich finde Tactical Rocks auch blöd! Gibts sogar schon bei Blood Bowl. Hallo, warum liegt da ein Riesenfels auf dem Pitch? Ergibt null Sinn und sieht einfach dumm aus.
 
Wieso denn "ungefragt"? Was sind denn Kommentarspalten anderes, als eine implizite Frage nach der Meinung der User? Das Gegenteil ist sogar der Fall, man wird überall zugemüllt mit Engagement-Bait.

Achja und ich finde Tactical Rocks auch blöd! Gibts sogar schon bei Blood Bowl. Hallo, warum liegt da ein Riesenfels auf dem Pitch? Ergibt null Sinn und sieht einfach dumm aus.
Den Fels hat bestimmt der Troll da verloren. Ist sein Freund den hat er immer dabei. Vermisst er jetzt bestimmt. 🦄
 
Tja, an den Taktischen Felsen sind wir bestimmt selbst schuld. GW hatte ja mal eine Box mit "Hero Bases" rausgebracht,
aber die haben sich wohl nicht so verkauft.
Kutami hat immer noch welche:


Hätten wir alle mehr davon gekauft, hätte GW sich bestimmt dazu hinreissen lassen, die Sockelgestaltung interessanter zu machen.
🤔 😼🦄
 
  • Wow
Reaktionen: Iryan Farros
@Naysmith Ich wollte ja nur auf die Wahrnehmung durch die Zeitgenossen hinaus. Wenn man das so vergleichen will, müsste man schauen, wie weit sich der Medienkonsum jeweils durch den Buchdruck und durch Social Media erhöht hat und das dann vergleichen. Da rechnet man dann noch ein, dass man damals vermutlich einfach auf die Straße gegangen ist und sein Social Media Equivalent bekommen hat.