Gelesen: Fulgrim - Der Perfekte Sohn von Jude Reid
Worum geht es? Fulgrim ist gelangweilt und ruft einen Wettbewerb aus: Wer ihm den Kopf eines bestimmten Champions des Imperators bringt, wird sein neuer Liebling. Die Emperor's Children haben zwar keine Ahnung, was an dem Typ so besonders sein soll, was sie überhaupt mit der Welt sollen, die er verteidigt und haben generell irgendwie keinen Plan außer rumhängen, Drogen nehmen und Loyalisten abstechen. Aber wenn Daddy es sich so sehr wünscht... Also gehen sie einander an die Gurgel, bis nur noch einer steht. Ziemlich verstümmelt, aber er steht - und erstaunlicherweise nicht wie einst Eidolon hinter Fulgrim, um seine Augen nicht zu beleidigen, sondern neben Fulgrim.
Lesenswert? Hm. Auffälligerweise ist der Plot genau so strukturiert wie beim Angron - Buch. Ein halbwegs netter und kompetenter Protagonist mit Vorliebe für Nahkampf. Eine ihm loyal ergebene Kultistin, die ihn dahin bringt, wo er hin will, ihm das Leben rettet und dafür von ihm abgemurkst wird. Eine Invasion auf einer Welt, die eigentlich gar keinen Wert hat, aber die loyalen Space Marines haben da etwas hingebracht, was der Primarch unbedingt will. Und die "normalen" loyalen Soldaten sind Kanonenfutter. Ein Primarch, der seine Anhänger irgendwo hinbringt, ohne Plan und Ziel - Hauptsache Blutbad und Papa Imperator eins reinwürgen. Space Marines, die der Meinung sind, sie seien dazu bestimmt, einen Primarchen im Zweikampf zu erledigen und dahinter alles andere zurückstellen. Weil eine Vision ihnen gesagt hat, sie seien dazu auserwählt.
Allerdings kommen hier Black Templars dazu, die permanent Dorn preisen statt Imperator und Sigismund - der letztere scheint für diese Templars gar keine Rolle zu spielen. Kommen eher rüber wie schwarz angemalte Imperial Fists. Gefiel mir nicht.
Die Emperor's Children sind hier auch eher Versager, die ohne Doping und Schummeln nicht viel erreichen. (OK, geschrieben von einer Chirurgin - die 'sagt nein zu Drogen' - Message ist wenigstens subtil verpackt). Bolterporn ist hier nicht so - eher Klingenfetisch. (OK, geschrieben von einer Chirurgin. Die lieben halt ihre Skalpelle.)
Kann man als Appetithäppchen lesen, um etwas Einblick in Fulgrims Kiddies zu bekommen. Ungefähr so wie Der Rote Engel für Angrons Jungs.