Film/Serien Tipps

ich fand ihn nen lahmen Abklatsch.
Ihm fehlt iwi der trashige Charme der Vorlage und es funkt irgendwie nicht.

Also, ich hab ja weiter oben schon das Thema mit den Parallelen zwischen Sinners und FDTD aufgemacht und finde Sinners nach wie vor nicht so dolle, dass es jetzt für einen Rekord an Oscar-Nominierungen reicht.
Umgekehrt muss ich ihn aber in einem Punkt etwas "in Schutz" nehmen: 😉 Das ist mE halt KEIN Abklatsch vom From Dusk till Dawn im Sinne einer Neuverfilmung, sondern hat schon mit dem Thema Rassismus/Kulturen und der Schilderung des Südstaaten-Alltags vor knapp 100 Jahren schon ganz andere und deutlichere erzählerische Schwerpunkte.Auch das Thema Musik wird da unterschiedlich angegangen und dargestellt.

FDTD ist ein typischer Rodriguez/Tarantino-Streifen, der in allem auf Action und "coolness" angelegt ist, und das funktioniert bei diesem Film sehr gut. Sinners hat da schon ne andere, reifere Herangehensweise und da sind manche Punkte halt nicht so gelungen/umgesetzt in dem Film.
So ein bisschen wie "Herr der Ringe" und "Conan": Beides nach dem Etikett klar Fantasy-Filme, aber das da der eine Streifen deutlich mehr Tiefgang hat als der andere, ist auch klar. Und NEIN, damit will ich NICHT HdR mit Sinners in irgend einer Weise qualitativ gleichsetzen!

Es tut Sinners mE auch nicht gut, dass man dem Film da jetzt 16 Nomminierungen reingedrückt hat. Da gehen dann manche Leute hin, und erwarten wegen diesem "Rekord" jetzt einen der besten Filme aller Zeiten. Dass das nicht klappen wird und Enttäuschungen vorprogrammiert sind, liegt auf der Hand.
 
sondern hat schon mit dem Thema Rassismus/Kulturen und der Schilderung des Südstaaten-Alltags vor knapp 100 Jahren schon ganz andere und deutlichere erzählerische Schwerpunkte.
Na ja, dann haben die Macher vielleicht das falsche "Transportmittel" gewählt.🤷
Ich erwarte auch nicht bei einem an "Night of the living Dead" angelehntem Film tiefschürfende Einblicke in Themen wie häusliche Gewalt oder Rollenverteilung, aber ist halt nur mein Eindruck.🤷
Wie gesagt, nur nebenbei gesehen während ich mit meinem Kumpel in der Vorführkabine gezockt habe.😁
 
Wenn es interessant ist,schaue ich den auch.
" Barbie" war so ein Fall, obwohl er per se definitiv nicht in mein "Beuteschema" passt.
Der hatte mich nach 10 Minuten.😁
...und ja die gibt es auf jeden Fall, passiert mir häufig wenn ich lese,zocke oa und meine Frau schaut was,was mich erstmal nicht so interessiert, dann packe ich das jeweilige Medium auch gerne mal beiseite.
Aus dem Gedächnis war es zB "Cloudcompass",
"Interstellar","Gattaca" und noch einige andere die ich jetzt aber nicht alle noch eintippen will.
 
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dann haben die Macher vielleicht das falsche "Transportmittel" gewählt.🤷
Mag sein. Im konkreten Fall Sinners finde ich Vampire als Metapher aber tatsächlich ziemlich gut gewählt: Was da die "anderen Kulturen" wie POC, Iren, Natives und Sino-Amerikanern abseits von Südstaaten-WASPs so alles von "normalen" sozialen Nachteilen bis hin zum blanken Rassismus mitmachen mussten, ist ja durchaus eine historische Tatsache.

Da dann das Horror-Prinzip des Blutsaugens mit zwischenmenschlicher Ausbeutung gleichzusetzen ist mE nicht so wirklich fernliegend und sogar durchaus schlüssig; Vampirjäger aller Länder, vereinigt Euch! 🥳

Ansonsten mal ein Tipp für einen Vampir-Film, den ich RICHTIG gut finde: "Shadow of the Vampire". Dort wird übrigens das "Filmemachen" metaphorisch dem Vampirismus gleichgesetzt...
 
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hat schon mit dem Thema Rassismus/Kulturen und der Schilderung des Südstaaten-Alltags vor knapp 100 Jahren schon ganz andere und deutlichere erzählerische Schwerpunkte.Auch das Thema Musik wird da unterschiedlich angegangen und dargestellt.
und genau darauf hätten sie sich konzentrieren sollen. Fazit meiner Frau & mir ist war einstimmig das man die Vampire weg lassen hätte sollen. Ebenso den "Gastauftritt" der Indianer.
So dieses Südstaaten Flair, gut. Die Geschichte der Hauptdarsteller und Vorbereitung für die Party, gut. Das mit der Musik, auch ok. Aber dann reicht es doch wenn der KKK vorbei kommt und es bisschen Action & Randale gibt. Wozu da Vampire reinschreiben?
Alternativ hintenraus den KKK weg lassen und einfach nur ein Gemetzel mit den Vampiren und ggfs. da dann Indianer & Schwarze Seite an Seite gegen die Vampire.
Oder 3te Option, alle vom KKK sind Vampire, deshalb z.B. die Mützen um auch bei Sonnenlicht rumlaufen zu können...
 
Ebenso den "Gastauftritt" der Indianer.
An der Szene ist sowieso einiges schräg: Da kommt der Ober-Vampir NOCH BEI TAGESLICHT zu diesem Farmhaus und hat nur ein paar große Verbrennungen, während er am Ende des Filmes bei Aufgang der Sonne innerhalb von wenigen Sekunden stirbt?! Keine Ahnung, ob das ein schlechter Schnitt ist, und in einem eventuellen directors cut erklärt wird. In dieser Version macht das aber keinen Sinn.

Den zweiten Teil des Filmes fand ich auch etwas überladen und schwächer als die erste Hälfte. Der KKK passt da mE rein thematisch schon rein, weil er eben die Einzel-Szene vom Anfang, wo die Scheune gekauft wird, fortführt und abschließt. Aber tatsächlich ist die Schießerei am Ende nach dem Vampir-Showdown ziemlich antiklimaktisch und wirkt redundant und überflüssig für die Gesamt-Handlung.

Und das leidige Stichwort CGI: Da wird ja recht oft mit dem Wagen durch die Gegend gefahren, aber leider ist das gerade bei den Szenen in den (Baumwoll-)Feldern sehr störend, wenn im Hintergrund des Bildes auf den Feldern strahlender Sonnenschein ist, und der Wagen und die Insassen mit den Gesichtern im Halbschatten gezeigt werden. Keine Ahnung, ob das ne Art Easter Egg zum Ausgang der Handlung sein soll, aber mE ist das eher schlechte CGI....
 
Gladiator II.

Ich hatte bereits den Hype/den Pathos um den ersten Teil mit Maximus Decimus usw. nicht so ganz verstanden, auch wenn das insgesamt ein definitiv guter Film war.
Der zweite Teil ist aber jetzt so Müll, dass ich nicht weiß, ob man da lachen oder weinen soll:
-Lachen, weil manche Szenen rein optisch so klischeehaft sind, dass sie auch 1:1 aus "Das Leben des Brian" oder Sandalen-Filmen aus denn 1950-gern stammen könnten. Angefangen bei den Szenen aus der kleinen Arena mit den Gladiatoren, über die Bettler ("Ein Talent für einen Ex-Leprakranken") bis hin zu diesen Zwillings-Kaisern, die einfach nur ein Klon von Pontius Pilatus und Schwanzus Longus sind, auch wenn sie optisch eher Ed Sheeran gleichen. 🥳

-Weinen, weil die ganze Handlung so mau ist, das man tatsächlich immer wieder Szenen/inhaltliche Bezüge aus dem 1. Teil reinschneiden musste, um da ne Spur von Dramatik reinzubekommen. Dazu bietet die locker tausendjährige Geschichte des weströmischen Reiches eigentlich genug Stoff und Charaktere für genügend Filme, ohne dass man da reinen Mumpitz erzählen muss. Aber nein!
Damit meine ich garnicht so Kappes wie angebliche römische Feldzüge in Numidien um 200 nach Christus, die vom normalen Zuschauer sowieso nicht als Unsinn erkannt werden. Ich meine damit Sachen wie "Wir spielen jetzt die Seeschlacht von Salamis zwischen Persern und Troianern nach"(SIC!). Das ist wirklich der Punkt, wo der Film zeigt, was er seinen Zuschauern an historischem Wissen zutraut, nämlich garnix. Das ist dann hart an der Grenze zur Publikums-Verachtung und man ist irgendwie "froh", dass man zumindest NOCH (Teil III soll wohl in der Planung sein) vor Zombis, Dinosauriern, Nazis und Aliens verschont geblieben ist.

Dazu von vielen Schauspielern hartes overacting im schlechtesten Sinne und die leider mittlerweile übliche CGI-Künstlichkeit, und man hat ein ziemliches Machwerk. Versteht mich nicht falsch, auch mit sehr flexibler historischer Authentizität und bizarren optischen Einfällen kann man unterhaltsame Filme machen wie zB "300". Aber hier gelingt fast nichts.

Ist jetzt leider der zweite Film von Ridley Scott hintereinander (nach "Napoleon"), der mE sowohl von der geschichtlichen Darstellung wie von der Erzählung her völlig misslungen ist.

P.S.:
Am Anfang des Films gibt es auch ne Szene, wo der Hauptdarsteller in seiner Jugend vor den Pyramiden von Gizeh mit seinen Kumpels Fußball spielt (JA, ECHT!). Alleine das hätte Warnung genug sein müssen... 😉
 
Gladiator II.

Ich hatte bereits den Hype/den Pathos um den ersten Teil mit Maximus Decimus usw. nicht so ganz verstanden, auch wenn das insgesamt ein definitiv guter Film war.
Der zweite Teil ist aber jetzt so Müll, dass ich nicht weiß, ob man da lachen oder weinen soll:
-Lachen, weil manche Szenen rein optisch so klischeehaft sind, dass sie auch 1:1 aus "Das Leben des Brian" oder Sandalen-Filmen aus denn 1950-gern stammen könnten. Angefangen bei den Szenen aus der kleinen Arena mit den Gladiatoren, über die Bettler ("Ein Talent für einen Ex-Leprakranken") bis hin zu diesen Zwillings-Kaisern, die einfach nur ein Klon von Pontius Pilatus und Schwanzus Longus sind, auch wenn sie optisch eher Ed Sheeran gleichen. 🥳

-Weinen, weil die ganze Handlung so mau ist, das man tatsächlich immer wieder Szenen/inhaltliche Bezüge aus dem 1. Teil reinschneiden musste, um da ne Spur von Dramatik reinzubekommen. Dazu bietet die locker tausendjährige Geschichte des weströmischen Reiches eigentlich genug Stoff und Charaktere für genügend Filme, ohne dass man da reinen Mumpitz erzählen muss. Aber nein!
Damit meine ich garnicht so Kappes wie angebliche römische Feldzüge in Numidien um 200 nach Christus, die vom normalen Zuschauer sowieso nicht als Unsinn erkannt werden. Ich meine damit Sachen wie "Wir spielen jetzt die Seeschlacht von Salamis zwischen Persern und Troianern nach"(SIC!). Das ist wirklich der Punkt, wo der Film zeigt, was er seinen Zuschauern an historischem Wissen zutraut, nämlich garnix. Das ist dann hart an der Grenze zur Publikums-Verachtung und man ist irgendwie "froh", dass man zumindest NOCH (Teil III soll wohl in der Planung sein) vor Zombis, Dinosauriern, Nazis und Aliens verschont geblieben ist.

Dazu von vielen Schauspielern hartes overacting im schlechtesten Sinne und die leider mittlerweile übliche CGI-Künstlichkeit, und man hat ein ziemliches Machwerk. Versteht mich nicht falsch, auch mit sehr flexibler historischer Authentizität und bizarren optischen Einfällen kann man unterhaltsame Filme machen wie zB "300". Aber hier gelingt fast nichts.

Ist jetzt leider der zweite Film von Ridley Scott hintereinander (nach "Napoleon"), der mE sowohl von der geschichtlichen Darstellung wie von der Erzählung her völlig misslungen ist.

P.S.:
Am Anfang des Films gibt es auch ne Szene, wo der Hauptdarsteller in seiner Jugend vor den Pyramiden von Gizeh mit seinen Kumpels Fußball spielt (JA, ECHT!). Alleine das hätte Warnung genug sein müssen... 😉
Hmm.. liest sich für mich so als hätte der Film dich ganz in seinen Bann gezogen gehabt. 😅

Aber ja, ein weiterer Scidley Rott Film..🫤


Fallout Staffel 2
insgesamt bisher immer noch wirklich gut.
Das mit den Todeskrallen auf den Strip fand ich aber ähnlich enttäuschend wie nicht wenige der bisherigen BoS Szenen.
Der Schwachpunkt der gesamten Serie sind irgendwie die verschiedenen Kämpfe.
Punktet dafür aber bei den wichtigeren Elementen wie z.b. dem typischen Fallout Humor.

kam einen etwas vor als wäre plötzlich der Rundenmodus angeschaltet worden oder beim Nummern ziehen gelandet.. da stehen mehrere Todeskrallen* und lassen sich brav nach einander auseinander nehmen, weil diese sich lediglich verteidigen.

*eigentlich hoch aggressive Kreaturen die enorm einstecken/austeilen können und die Spitzenprädatoren in Fallout sind.
 
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kam einen etwas vor als wäre plötzlich der Rundenmodus angeschaltet worden oder beim Nummern ziehen gelandet.. da stehen mehrere Todeskrallen* und lassen sich brav nach einander auseinander nehmen, weil diese sich lediglich verteidigen.

*eigentlich hoch aggressive Kreaturen die enorm einstecken/austeilen können und die Spitzenprädatoren in Fallout sind.
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als hätte der Film dich ganz in seinen Bann gezogen gehabt.
War ich zu subtil? 😁

Was ich wirklich verstörend fand, war die Sache mit der Schlacht von Salamis und den Troianern. Man muss da ja nicht die geringste Schulbildung für haben, um den Fehler zu erkennen. Da reicht es ja, wenn man ne halbe Stunde "Troia" von Petersen und den zweiten Teil von "300" gesehen hat. 🥳

Und dann haben die ein Budget von 250 Millionen und wahrscheinlich ein paar dutzend kreative Köpfe und NIEMANDEM fällt dieser Blödsinn auf? Ich hatte ja zuerst die Hoffnung, das wäre nur ein Synchron-Fehler, aber leider nicht.

Wenigsten hatte die Haie in dieser Szene keine Dr.-Evil-Laser am Kopf festgebunden...
 
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War ich zu subtil? 😁

Was ich wirklich verstörend fand, war die Sache mit der Schlacht von Salamis und den Troianern. Man muss da ja nicht die geringste Schulbildung für haben, um den Fehler zu erkennen. Da reicht es ja, wenn man ne halbe Stunde "Troia" von Petersen und den zweiten Teil von "300" gesehen hat. 🥳

Und dann haben die ein Budget von 250 Millionen und wahrscheinlich ein paar dutzend kreative Köpfe und NIEMANDEM fällt dieser Blödsinn auf? Ich hatte ja zuerst die Hoffnung, das wäre nur ein Synchron-Fehler, aber leider nicht.

Wenigsten hatte die Haie in dieser Szene keine Dr.-Evil-Laser am Kopf festgebunden...
Ich finde der Film zeigt damit schon irgendwie auch, wie es die letzten Jahre um Amerika so steht.


Bzgl. kreativer Köpfe... gerade DIE werden das doch als kreative Freiheit verbucht haben. 😆


Andererseits, der Film enstand doch als bereits die Streiks in den Studios am Gange waren oder nur einige Monate zuvor !? 🤔
Eventuell hatten da ein paar der Autoren auch schon ihren rebellischen Moment. 😅
 
Was ich wirklich verstörend fand, war die Sache mit der Schlacht von Salamis und den Troianern. Man muss da ja nicht die geringste Schulbildung für haben, um den Fehler zu erkennen. Da reicht es ja, wenn man ne halbe Stunde "Troia" von Petersen und den zweiten Teil von "300" gesehen hat. 🥳
Ohne den Film jetzt in Schutz nehmen zu wollen oder zu können (da ich ihn bislang nicht gesehen habe): vielleicht war das ja so beabsichtigt

Erklärungsversuch: die Römer sahen sich ja als Nachfahren der Troianer. Gleichzeitig waren die Griechen auch kulturelle Vorbilder und als klassisches Feindbild ungeeignet. Also hat man einfach, wie schon oft in der Geschichte, einfach für die Dramaturgie ein bisschen Mischmasch betrieben