Ja, schon. Aber ist das doch einfach Zeitgeist, oder? HĂ€user sehen heute auch anders aus als vor 40 Jahren. Wer baut heute noch ein Haus mit Flachdach? 90% der HĂ€user sind weiĂ gestrichen. Klar, es wirkt âseriöserâ und zurĂŒckhaltender, genauso wie die Warhammer Stores. Das meinte ich mit Zeitgeist. Es gliedert sich einfach in das ein, was allgemein angesagt ist. Ohne jetzt vielleicht eine spezielle Message zu senden.
Desweiteren steckt in Warhammer bzw. Games Workshop mittlerweile deutlich mehr Geld als damals. Da hat man auch die Finanzen schickere LÀden zu betreiben. Ich war gestern in einem neuen Aldi, der sieht deutlich besser aus als die Rewes und Edekas im Umfeld. Und Aldi hat jetzt auch keinen höheren Anspruch auf Luxus als die anderen. Dass man dem Kunden ein schöneres Einkaufserlebnis bieten will, das ist ja erstmal nicht verwerflich. Wenn man etwas neu macht, kann man es dann ja auch gleich so gestalten. Und ja, ich will nicht bestreiten, dass ein schicker Laden auch das Standing einer Firma unterstreicht.
Ich finde den Weg, den Games Workshop geht, eigentlich recht verstĂ€ndlich. Games Workshop hat das Prinzip des Corporate Designs ja nicht erfunden. Ist auf meiner Arbeit genau das gleiche. Und das ist eine Schule, da wird nichts verkauft. Trotzdem möchte man einen vernĂŒnftigen Eindruck machen.
Hat es ein Umbranding von Farbtöpfchen gebraucht? Wahrscheinlich nicht. Macht es Dinge schlechter. Wahrscheinlich auch nicht. Eventuell hilft es wem beim Einkauf. Denke, dass die Werbung gar nicht mal so konstruiert bzw. an den Haaren herbeigezogen ist. Gerade in Nicht-Warhammer-LĂ€den hat man das die VerkĂ€ufer bestimmt oft gefragt. Woher soll der nicht im Hobby befindliche KĂ€ufer auch wissen, dass Citadel = Warhammer ist und Vallejo, Army Painter und Co. nicht? Aus dieser sich ist Coporate Design fĂŒr ein Unternehmen halt schon interessant und sinnvoll. Ich wĂŒrde es auch so machen, wenn ich an Farben verdienen wĂŒrde, hehe.