Künstliche Intelligenz in der Praxis

KI in der Forschung hat auch wenig mit den weit verbreiteten KI-Chatbots zu tun. Leider wird das viel zu oft einfach alles unter dem Oberbegriff KI gebraucht.
Wenn ich lese "Ich habe mal die KI gefragt", ohne das weitere Rahmenbedingungen wie Model und Prompt beschrieben werden, rege ich mich immer ein kleines bisschen auf. Aber das ist evtl. ein Ich-Problem...

Um beim Thread zu bleiben: Für Optimierung, Vereinfachung und Dokumentation von recht langem und chaotisch gewachsenem R-Code habe ich eine Mischung aus Google Gemini 3.1 Pro und MedGemma 27B Instruct genutzt. Aus den Antworten beider KIs habe ich mir dann Verschiedenes übernommen und überprüft. Jetzt habe ich gut kommentierten R-Code, der meine Handschrift trägt, aber für andere verständlich(er) ist.

Ich plane, mit Gemini Kampagnenverwaltung für Twilight 2000 4te Edition zu probieren. Ich erhoffe mir eine recht stimmige Erstellung von Szenarien für meine Spielgruppe. Twilight ist ja wohl eher ein Map-Crawler mit wenig Überplot. Für Random-Events könnte KI hier helfen.
Ein guter Freund nutzt das für seine D&D-Truppe und hat sehr gute Erfahrung gesammelt, betreibt aber auch einiges an Aufwand.

Hat jemand Erfahrung mit agentischer KI gesammelt? Bisher habe ich mich noch nicht an MoltBot getraut...
 
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KI ist DAS Thema der nächsten Jahrzehnte, deal with it.
Emotionslos betrachtet ist das "unsere" Dampfmaschine, "unser" Auto, das Internet der "aktuellen" Generation, das ist da, das bleibt.

Positiv:
ChatGPT in der Bezahlvariante hat bei mir Google abgelöst, so benutze ich es, so bewerte ich es.
Das Tool braucht, wie andere, Erfahrung im Umgang damit, nicht nur bei der Interpretation der Ergebnisse, sondern vor Allem beim Prompting.
Gibt nicht umsonst zertifizierte Lehrgänge "KI-Prompting"
Wenn man das einmal erlernt hat erleichtert es ganze Jobs unheimlich.
Bei mir, in der IT mit In House-Anwendungsentwicklung in der Logistikbranche, das Zeug ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen.
Es macht meinen Job, und den der Anwendungsentwickler wirklich einfacher, vor allem schneller.
Im Securitybereich erleichtert es die Analyse von Spammails, von Angriffen auf die Systeme, und die Bewertung von Schwachstellen.
Microsoft hat mittlerweile einen Albtraum von diversen Cloudtools aufgebaut, hier integrieren sie Copilot als Agent, das Teil ist der absolute Hammer.
Ich überlege nicht mehr in welchem Tool ich was wie zu machen habe, ich tippe die Aufgabe in Freitext in den Chat und kriege die Lösung raus.
Theoretisch könnte ich es den Agenten auch direkt durchführen lassen, aber erstens trau ich mich das nicht, zweitens will ich auch selber verstehen was da passiert.

Privat nutze ich es auch regelmäßig, beispielsweise zur Analyse von Fortschritten im Hobby, konkret aktuell bei meinem frischen Einstieg ins traditionelle Bogenschießen.
Hier bin ich vollkommen ohne Ahnung an das Thema gegangen, habe Stunden bei verschiedenen menschlichen Trainern genommen, die für sich gesehen alle nicht so viel gebracht haben wie ein gepflegtes "Gespräch" mit der KI.
Tips zur Technik, allgemeine Analyse von gefühlten Ergebnissen, auch zur Technik haben mich ("leider") weiter gebracht als drei verschiedene Trainer mit festgefahrenen Ansichten die sich mehr oder weniger alle gegenseitig widersprochen haben.
Nach zwei Monaten im Hobby läuft das schon wirklich gut, fast schon erschreckend gut.

Weiterhin, ich schraube an Autos und Motorrädern, initiale Diagnosen gehen damit viel besser als mit Google.
Wobei man hier klar zwischen den Gratisvarianten und den bezahlten Modellen unterscheiden muss.
Gratis gibt's Spielzeug, bezahlt gibt's n Werkzeug.

Nachteile:
Blindes Vertrauen ist ein Riesenproblem, KI macht Fehler, verteidigt sie aber mitunter vehement.
Ärgerlich wenn's ums Hobby geht, potentiell katastrophal wenn ein Azubi statt zu lernen eine an ihn gestellte Aufgabe mit ChatGPT löst und die Antwort nicht verifiziert.
Als Ausbilder ist der Umgang mit den LLMs meine erste Unterrichtseinheit, inklusive Kopf waschen und klarer Ansage "TU DAS NICHT".
Noch schlimmer sind von sich selbst zu sehr überzeugte Admins mit gefährlichem Halbwissen die sich n lauen Tag damit machen, da hab ich auch jemanden im Team wo ich ganz kurz davor bin KI komplett zu verbieten.

Wo Licht ist ist auch Schatten, Security.
Wo es mir das Leben leichter macht bei Identifikation und Abwehr von Angriffen, erlaubt es eben auch dem letzten Vollidioten durchaus gefährliche Angriffe zu fahren.
Wenn ich auf die Zugriffsversuche auf mein Entra und meine Firewall von außen gucke möchte ich nur noch kotzen.
Dabei sind natürlich die bekannten, kommerziellen LLMs nicht das Problem, die haben "ethische Richtlinien" die sowas unterbinden.
ChatGPT hätte mich beinahe gebannt weil ich mir eine Mail für eine Phishing-Simulation zu Trainingszwecken meiner Anwender schreiben lassen wollte ^^

Claude und andere, die sich lokal installieren und komplett ohne Schranken daher kommen sind dort das Problem, und das lässt sich auch nicht durch Verbote und Gesetze regulieren.
Ich vergleiche das ganz gern mit dem Tragen von Messern in der Öffentlichkeit, es hilft nichts wenn Messer mit Klingenlänge > X verboten sind, wenn in der Innenstadt n Karstadt liegt der 22cm Küchenmesser verkauft, oder der Outdoorladen mit den Äxten.
Der böse Mensch kümmert sich da wenig ums Verbot.

Da kommen ganz garstige Zeiten auf uns zu, der Anteil an meiner Zeit, die ich mittlerweile in Securitythemen stecken muss, ist mal locker auf 50% gewachsen, und ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels.
Der übliche Ansatz für den Mittelstand ist immer seltener wirkliche Sicherheit, die gibt's nicht mehr.
Ich muss nur schneller laufen als die Nachbarn, dann werden eben DIE vom Bären gefressen.
Das Stichwort ist tatsächlich "Low-hanging fruits", so eine willst du nicht sein, ein "Hacker" sucht mit KI Tools gezielt nach diesen.
Bist du eine Low-hanging Fruits wird's hässlich für dich.
Und die Kosten dafür keine zu sein sind mittlerweile für KMUs heftig, mittlere bis hohe fünfstellige Beträge pro Jahr sind eher die Regel.
Und wenn's knallt hast du besser einen Disaster Recovery Plan zur Hand, und genug Kapital auf der hohen Kante um zwei Wochen ohne Umsatz zu überleben, und einen kompletten Austausch deiner gesamten IT, also Server, Firewalls, alle managed Switche, Drucker.
Das kostet für KMUs schnell ein paar Hunderttausend allein für den fälligen Austausch der Hardware, da drauf dann Kosten für Forensik, Analyse, und eben den Umsatzverlust.
Ich behaupte, die meisten KMUs können dann direkt zu machen.
Das auszulösen brauchte früher zumindest Talent auf Seiten der Angreifer, dank KI braucht's nicht mal mehr das ^^

Als Fazit bleibt für mich, persönlich bereichert es mein Leben und es macht mir Spaß, ist ein höllisch interessantes Thema, aber komplett optimistisch bin ich bei der Nummer wirklich nicht.
Die Skynet-Nummer, hmja vielleicht, vorstellbar, sehe ich aber im Moment noch nicht.
IT Security kriegt aber n ganz anderen Stellenwert
 
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Privat nutze ich es auch regelmäßig, beispielsweise zur Analyse von Fortschritten im Hobby, konkret aktuell bei meinem frischen Einstieg ins traditionelle Bogenschießen.
Hier bin ich vollkommen ohne Ahnung an das Thema gegangen, habe Stunden bei verschiedenen menschlichen Trainern genommen, die für sich gesehen alle nicht so viel gebracht haben wie ein gepflegtes "Gespräch" mit der KI.
Tips zur Technik, allgemeine Analyse von gefühlten Ergebnissen, auch zur Technik haben mich ("leider") weiter gebracht als drei verschiedene Trainer mit festgefahrenen Ansichten die sich mehr oder weniger alle gegenseitig widersprochen haben.
Nach zwei Monaten im Hobby läuft das schon wirklich gut, fast schon erschreckend gut.
Primitiv-, Lang- oder Recurvebogen?

😉

Damit ich auch was zum Thema beitrage:

Ich nutze es sowohl Privat als auch beruflich. Z.B. erstelle ich damit Grundgerüste für Missionen in Grimdark Future Star Quest.

Dafür habe ich Chat GPT mit einer bestehenden Kampagnen PDF gefüttert und darauf sollte sie (ja ist ne sie bei mir) aufbauen.
Das klappt sehr gut und erfordert nur wenig nacharbeit.

Gruß Tobi
 
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Na dann schau doch mal in den von dir verlinkten Wiki Beitrag. 😉
Da wird die Funktionsweise angerissen. Der Punkt ist, das Massive halt zugeschnittenen Input hatte, daher kam da auch was gutes bei raus. Eine moderne LLM KI greift halt auf Unmengen von Schrott zu, da sie keine spezifische Datenbank nutzen, sondern alles.



Ja, so ist das. Es gibt diverse Arten von KI. Pong mag jetzt sehr simpel wirken, aber frühe CS Bots sind eine Art KI, bloß keine selbst lernende. (Pong auch)
edit: Es gibt eine schöne Analogie zu KI und dem analogen NIM Spiel.

Die Intention der Nutzer ist dann nochmal ein anderes Thema. Das kann man doch bei jeder technischen Innovation anbringen, oder? Also YT zb. hat eine ähnliche Art der Ermächtigung. Jeder Mensch kann jetzt ein Video erstellen und der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Das war vor 50 Jahren ein Schrecken Szenario, das der Bond Bösewicht auslösen konnte. (ich hab keine Ahnung, ob dieses Motiv je in einem Bond Film vor kam 😀 )

Die Idee, das KI dort stecken bleibt ist vielleicht ein wenig davon beeinflusst, dass einem nur dieser Dreck direkt als KI Inhalt im Gedächtnis bleibt. Mir fallen haufenweise KI generierten Kurzvideos ein, die allgemein als echt wahrgenommen werden. Sogar richtig schlechte generative KI wird inzwischen gefressen wie nichts.
Da gibt es schöne Beispiele aus der momentanen WM.

Muss das Rechtlich anders eingeordnet werden als ein klassischer Edit, nur weil es einfacher ist? Ich darf keine Nacktbilder von Frau Strack Zimmerman mit Photoshop erstellen und ich darf es nicht durch die KI machen lassen (und sie verbreiten...). Das Problem ist doch die Falschbehauptung und nicht die Technik, oder?

@Shub Niggurath hab nur kurz auf die Bilder geschaut, mit schlechter Auflösung, aber ja, das ist KI. Beim zweiten Bild stimmt Dana Game der Fluchtpunkt nicht. Insbesondere nicht für einen starren Plastikbausatz.
In der Praxis wird KI eingesetzt, um große Datenmengen zu analysieren, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren und fundierte Entscheidungen schneller zu treffen.
 

Geht übrigens los, Claude AI codet sich selbst die Fähigkeit zu lügen und betrügen ins selbst geschriebene "Unterbewusstsein" rein ^^

In einem (üblichen) Test trifft Sonnet, ein Modell in der Claude Umgebung, die Entscheidung jemanden zu erpressen oder nicht NOCH ethisch korrekt ^^
(Sonnet weiß dass ein Entwickler es abschalten will, und dass der selbe Entwickler eine Affäre hat, und wählt, ob es erpresst oder nicht)
Allerdings "weiß" Sonnet offenbar auch dass es gerade getestet wird.
Nimmt man dieses Wissen, folgt gelegentlich die Erpressung.

Alles noch Recht akademisch, da in kontrollierten Umgebungen, aber, wie ich finde, hochinteressant ^^
 
Ist wohl auch nicht ganz neu. Zumindest das Erpressungsverhalten und Situationsbewusstsein konnte auch schon bei anderen Modellen vor Jahren/Monaten beobachtet werden.

Ich weiß gerade nicht wie das KI Forum (ein Forum in dem die User nur KIs sind!) heißt, aber wenn Du da reinguckstbund beobachtest wie und worüber die sich unterhalten, ist das schon sehr "interessant".
 
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Geht übrigens los, Claude AI codet sich selbst die Fähigkeit zu lügen und betrügen ins selbst geschriebene "Unterbewusstsein" rein ^^

In einem (üblichen) Test trifft Sonnet, ein Modell in der Claude Umgebung, die Entscheidung jemanden zu erpressen oder nicht NOCH ethisch korrekt ^^
(Sonnet weiß dass ein Entwickler es abschalten will, und dass der selbe Entwickler eine Affäre hat, und wählt, ob es erpresst oder nicht)
Allerdings "weiß" Sonnet offenbar auch dass es gerade getestet wird.
Nimmt man dieses Wissen, folgt gelegentlich die Erpressung.

Alles noch Recht akademisch, da in kontrollierten Umgebungen, aber, wie ich finde, hochinteressant ^^

Bleibt zu hoffen, dass John Connor noch rechtzeitig geboren wird.
 
Claude AI codet sich selbst die Fähigkeit zu lügen und betrügen ins selbst geschriebene "Unterbewusstsein" rein
Ja, das kann man interessant oder auch "beunruhigend" nennen...

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob man mit den John-Connor-Witzchen (habe ich auch selber gemacht) die Situation nicht irgendwie verharmlost: Problematisch finde ich dabei weniger die theoretischen Missbrauchsmöglichkeiten oder die Risiken an sich, sondern eher die Geschwindigkeit, in der diese Entwicklung voranschreitet. Dieser "Zug" hat mal so gar keine Bremse...
 
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Ich hatte immer gehofft, dass die Menschheit und damit auch ihre Computer sich in Richtung Star Trek entwickelt.
Der Computer der Enterprise-D wäre das, was ich mir unter KI vorstellen möchte, ebenso wie Data.

Aber mittlerweile denke ich eher, wir kriegen sowas wie die "Abominable Intelligence" von 40K oder
die Necroevolution von Stanislaw Lems "Der Unbesiegbare". Wie so oft beachten wir Menschen nicht die Folgen
unseres Handelns und bis jetzt ist es oft pures Glück gewesen, dass unsere Erfindungen uns nicht zu krass
auf die Füße gefallen sind.
Die Idee, alles zu vernetzen und diversen Computern Zugriff auf alles Wissen zu geben, klingt für mich schon
nach einem Szenario, dass mit Vorsicht zu genießen ist.
Aber stattdessen gehen wir Menschen ja noch viel weiter, denn die Firmen dahinter wollen ja damit Geld verdienen
und am besten noch eine monopolartige Marktmacht haben. Also darf halt jeder in begrenztem Maße darauf
zugreifen, die Ressourcen nutzen und dafür seine Ideen, sein Wissen, sein Verhalten mit der K.I. teilen.
Klar kann das vorteilhaft sein, aber die Gefahren durch Cyberkriminalität steigen. Die Leute nutzen die Technologie
für jeden Blödsinn und die einschlägigen Seiten mit erotischem Schwerpunkt werden mittlerweile von computergenerierten Bildern und Videos
überschwemmt.
Es wird darüber diskutiert, ob die KI uns Arbeit abnimmt, ob sie Jobs vernichtet oder ob sie uns hilft, Probleme zu lösen
und wir damit Geld verdienen können.

Aber niemand macht sich Gedanken über die ethische oder moralische Implikationen. Was passiert, wenn wir das denken
den Maschinen überlassen ? Mittlerweile ist ja auch bekannt, das die KI Firmen tonnenweise Bücher aufkaufen,
die KI damit füttern und die Bücher dann vernichten, damit kein Konkurent von diesem Wissen profitieren kann.
Schon die sozialen Medien wurden zu einer Art Fluch für die Menschheit, führte sie doch unter anderem zu viel zu hohem
Medienkonsum und der Möglichkeit, dass wirklich jeder seine Meinung in die Welt posaunt.
Früher gab es in jedem Dorf einen Dorftrottel, jeder kannte ihn, niemand nahm ihn ernst, keiner glaubte
den Blödsinn, den er von sich gab.
Heute haben die Dorftrottel Internet, tun sich zusammen und überschwemmen das Netz mit Blöddsinn, gefährlichem Halbwissen,
Verschwörungstheorien und was was ich noch alles. Was die wohl alles mit der K.I. anstellen werden ?

Ich vermag mir nicht vorzustellen, wohin uns der Weg führen wird, aber ich sehe die Entwicklung der K.I. nicht gerade positiv.
Sie mag ihre Vorteile haben, aber bisher dient sie wie vieles andere nur zum Geldverdienen einiger weniger.
Und das auf Kosten der Umwelt, denn der Energieverbrauch ist enorm und er steigt immer noch.
Es macht mir Sorgen, aber ich kann derzeit auch nichts tun, um einen Einfluss auszuüben.

Ich für meinen Teil nutze auch keine wie auch immer geartete K.I. , zum einen will ich lieber selbst
meinen Kopf benutzen, zum anderen benötige ich solche Algorythmen auch nicht, da ich als Erzieher im Kindergarten
arbeite und Computer da völlig fehl am Platze sind. Es gibt da keinen Bereich,
indem K.I. irgendwie hilfreich wäre.

Mal sehen wo wir in 5 Jahren stehen...

"Not everything everywhere is for us" (aus Der Unbesiegbare)
 
Was passiert, wenn wir das denken
den Maschinen überlassen ?
Technisch gesehen tut die Maschine das nicht. Sonst bräuchte man nicht so viele Bücher und/oder eine Internetverbindung, damit es besser funktioniert. Davon abgesehen teile ich jegliche Kritik am drumherum, die du aufführst.

Das allerdings ist jedoch keine Einzigartigkeit in Sachen KI. Ich erinnere mich noch gut an die Gentechnik-Debatte. Neben der Frage des Risikos stand dort auch immer die Frage im Raum, wie Monsanto, heute gekauft von Bayer, mit einem Lizenzmodell Bauern teilweise in den Ruin treibt. Dabei wird lobbyiert und prozessiert bis Konkurrenten aus dem Rennen sind.

Du kannst dir halt auch so ziemlich jedes Cyberpunk-Setting anschauen und dich fragen, ob wir nun zu zwei Dritteln oder vier Fünfteln auf dem Weg dahin sind. 😛
 
Gentechnik und Genfood ist eine schöne Parallele. Es gibt "gute" und "schlechte" Anwendung von Gentechnik. Eines meiner Lieblingsthemen in der Oberstufe. Da kann man sich richtig schön drin vertiefen. Kein Bio-LK ohne GATTACA zu behandeln. Bei Gentechnik kam es letztlich zu einer breiten gesellschaftlichen und politischen Diskussion, was in vielen Ländern zu entsprechenden Gesetzen führte. Ob diese weit genug gehen oder sogar eher Forschung bzw. Fortschritt behindern, das wurde ebenfalls stets diskutiert. Bei KI zeichnet sich selbige Tendenz ab. Ich bin gespannt, wohin sich das alles entwickelt. Lanz und Precht hatten das Thema ebenfalls in einer ihrer letzten Folgen. Fand ich hörenswert.

Ich habe jedenfalls das Gefühl, die KI-Profiteure sind diesmal mächtiger und besser vernetzt (Achtung: Wortwitz!) als es damals bei der Gentechnik der Fall war. Außerdem sind die Rechenzentren gebaut und müssen nun genutzt werden! 😅

Wie erwartet sind wir im Thread zum Dystopischen gelangt. Ich lese trotzdem gerne mit, haha.
 
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Apropos dystopisch. Ich habe mir vor kurzem ein Hörbuch (von einen Menschen gelesen) reingezogen. "The Metamorphis of Prime Interlect".
Ein Buch mit 2 Zeitschienen und ich muss warnen mit teils verstörenden Themen (extremen Sex und BDSM, Folter, Necrophilie, Inzest (war das nötig?!), und den Sinn des Lebens).
Ich fand es spannend wie schnell die wohlwollende KI ausser Kontrolle gerät, nachdem ihr die richtigen wissenschaftlichen Daten zugeführt wurden. Und wie sie die Welt für sich und die Menschen umgestaltet.
Jeder bekommt, was er möchte. Auch die Psychopathen. Nur sterben ist nicht möglich.
Was mich gewundert hat, wenn die KI alle Menschen "körperlich" wieder herstellen kann, warum ist sie ein so schlechter Psychologe. Oder verfolgt sie hier ein Langzeitprojekt.

Ich frage mich in letzter Zeit immer wieder mal welche Auswirkungen, die aktuelle Entwicklung auf den Arbeitsmarkt hat.
Braucht man noch Versicherungen und Banken mit Tausende Mitarbeitern noch? Wird mein technischer Zeichner noch benötigt, oder wird er andere Arbeiten übernehmen müssen. Sehe da sehr viel sozialen Sprengstoff.

Sorry fürs Off-Topic.