Technik Tiefe Wassereffekte

Themen über bestimmte Techniken im Tabletop-Hobby

Intheattic

Bastler
22. August 2015
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Moin liebes Forum,

ich habe mal eine Frage bezüglich Wassereffekten. Für kleiner Pfützen oder ähnliches habe ich bisher immer Vallejo Still Water Effects benutzt, was auch soweit funktioniert hat. Allerdings ist mir da immer schon aufgefallen das es sehr stark schrumpft.

Jetzt habe ich eine Base vorbereitet, die zum Teil "unter Wasser" gesetzt werden soll:


Die Base soll ca. 10-15 mm mit klaren, leicht gefärbten Wasser versehen werden. Die Abmessungen sind ca 130x160 mm.

Habt ihr da einen Rat welches Produkt sie dafür eignen würde? Ich hatte an Epoxi bzw. Polyestergießharz gedacht, hab da allerding keine Erfahrungen mit.

Danke schonmal.

Gruß
Intheattic
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für die Antwort!

Ich habe mich, letztendlich auch wegen dem Preis und einem kleinen Möbelbauprojekt, für folgendes Produkt entschieden:
https://www.amazon.de/Epoxidharz-Ep...1547467369&sr=8-1&keywords=epoxidharz+3,25+kg

Habe es gestern dann auch mal gestestet. Zum einen in einem Glasbehälter den ich mangels Alternative zum Anmischen genutzt habe. Zum anderen auf einen Holzsockel, in den ich auch ein Teil eines Terminators mit eingegossen habe. Damit wollte ich mal schauen ob das Produkt vllt die Acrylfarben angreift, wäre echt blöd gewesen das erst bei der eigentliche Base zu merken:mellow:.

Ich habe das Gemisch 1:2 angerührt und jeweils ein Tropfen Vallejo Blue, Green und Blackgreen Ink mit zugegeben. Von der Färbung her sieht es schon sehr gut aus. Konnte bei dem Mischverhältnis bisher auch keine übermäßige Erwärumg feststellen. Das einizige negative bisher ist die Blasenbildung. Aber mal abwarten bis alles ausgehärtet ist.

Ich halte euch mal auf dem laufenden, denke das könnte speziell für größere Spielplatten oder ähnliches durchaus interessant sein.
 
Die Blasen kann man eigentlich nur mit Unterdruck aus dem Harz bekommen. Im Professionellen Umfeld nimmt man dafür Vakuumkammern. Habe aber mal gehört, dass ein Staubsauger auch helfen soll. Probiert hab ich das allerdings noch nicht.

Was du aber auf jeden Fall tun kannst, ist es die Blasenbildung schon beim Anrühren zu minimieren. Langsam und gleichmäßig in den Mischbehälter schütten und nicht zu wild umrühren. Beim Eingießen dann auch langsam und konstant an einem Punkt bleiben und es sich selbst verteilen lassen.
 
Okay, ja das mit dem Vakuum habe ich auch schon gelesen, ist halt schwierig umzusetzten bzw. müsste ich dafür erstmal ein geeignetes Gefäß finden.

Laut Hersteller kann auch ein zu hoher Härteranteil Blasen verursachen. Das werde ich in einem zweiten Versuch nochmal versuchen.
Die andere Option wäre eventuell Wärme, scheinbar sollen 10min bei 40-50 Grad im Ofen schon helfen.

Hier mal das bisherige Ergebniss. Finde es ansich nicht schlecht, nur die Blasen stören halt :dry:


Ich werde weiterhin berichten 😀




 
So, nach ein paar weiteren Experimenten habe ich mich heute, scheinbar zu blauäugig, an meine richtige Base getraut.
Schien auch erst ganz gut zu laufen, eigentlich alle Blasen restlos wegbekommen. Es hat sich als echt praktisch erwiesen alles bei 45-50 Grad in den Ofen zu packen. Dadurch das die Viskosität des noch flüssigen Harzes durch die Temperatur sinkt, können die Blasen aufsteigen. Zusätzlich habe ich mit noch so eine Minilötflamme gekauft, womit ich dann kurz über die Oberfläche gegangen bin. Damit war auch der ganze Schaum, der sich am Rand gebildet hat, weg.
Naja, eigentlich glücklich habe ich dann alles abgedeckt stehen lassen und schon auf das Ergeniss gefreut. Solange bis ich die Abdeckung angehoben habe und das sah 😱:



Ich dachte erstmal mich trifft der Schlag :angry::angry::angry: Scheinbar hatte sich unter der Base, die hauptsächlich aus Rinde besteht, Luft gesammelt gehabt die dann im laufe aufgestiegen ist :nurgle:🙁
Dumm gelaufen, jetzt muss ich schauen wie ich das noch mit Wellen Kaschieren kann.

Für alle die ähnliches Vorhaben hier ein paar Tips:

- Die Base richtig versiegeln, d.h Holz muss dicht sein und es sollte (siehe oben) drauf geachtet werden das nirgends Luftkammern vorhanden sind
- Harz und Härter genau abwiegen, ich habe mir dafür eine Briefwaage bis 500g gekauft
- Wenn alles an Ort und Stelle ist, die ganze Base in den Ofen bis sie gut durchgeheizt ist. Die meisten Blasen aus den tiefen Schichten sollten dann schon weg sein
- Anschließend die Oberfläche beflammen um die oberflächlichen Blasen und möglichen Schaum zu entfernen

Es hat sich auch rausgestellt das Schichtdicken deutlich über 10mm absolut kein Problem sind.

Ich hoffe das dieser Post eventuell weiterhilft und Fehlschläge wie bei mir oben verhinder :lol:

Gruß
Alex
 
Mach doch lieber Wasserpflanzen drüber. Sowas wie Wasserlinsen kann man sicher noch ganz gut mit Streu oder gefärbtem Sand darstellen.
Hattest du es denn beim Trocknen noch im Ofen? Könnte natürlich sein, dass sich die Luft durchs Erwärmen erst soweit ausgedehnt hat, dass sie ausgetreten ist.

EDIT: Sehe gerade, dass auf dem Etikett steht, dass es sich das Gemisch nicht über 40°C erwärmen soll. Vllt hat das ja auch seinen Teil beigetragen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist auch eine gute Idee, muss mal schauen was sich da so findet ^^
Ne, beim trocknen war es nicht mehr im Ofen, allerdings vernetzt das auch schneller wenn es warm ist.

Ich denke die 40°C sind darauf bezogen das sich das Gemisch nicht selbst über 40°C erhitzen darf, dann ist vermutlich zuviel Härter drin und die Reaktion ist zu stark. Aber klar, 100% sicher bin ich mir da nicht. Ich hatte allerdings einen Versuch gemacht, bei dem alles gut gelaufen ist. Eventuell ist es allerdings schon so das durch die niedrigere Viskosität zum einen Blasen nach oben entweichen können, sich dafür aber auch vorhandene Luftreservioers entlüften und dann halt sowas entsteht :shutup: