10. Edition Frage zur Sichtlinie/Bewegung in Pariah Nexus Ruinen

Themen über die 10. Edition von Warhammer 40.000

Imu-Sesh

Miniaturenrücker
17. Juli 2024
907
9
1.436
103
Bochum
Mahlzeit!

Eine Frage zur Sicherheit, ob ich das richtig verstehe.
Fakt ist:
  • Ruinen sind (unabhängig von der tatsächlichen Höhe der darauf platzierten Elemente) über die gesamte Fläche des Footprint unendlich hoch und blickdicht - außer für Flugzeuge.
  • Modelle können sich über Elemente innerhalb einer Ruine uneingeschränkt über alles bewegen, was <= 2" Höhe hat.
  • Modelle können Bewegungen nicht auf oder in Mauer beenden.

1) Im Paria Nexus gibt es Layouts, auf denen Ruinen abgebildet sind, auf denen Mauerelemente platziert sind, die nicht den ganzen Fußabdruck einnehmen. Trotzdem gilt das Terrain als > 4".
Können Fahrzeuge sich jetzt über oder zT in diese Geländestücke bewegen, wenn da keine Mauern sind?
Das würde dann nämlich erklären welchen Sinn die Geländestücke ergeben, bei denen ein Teil des Geländestücks als <= 2" skizziert ist, über das Fahrzeuge sich ja zweifelsfrei uneingeschränkt bewegen dürfen.

2) Nicht in oder auf Mauern zu stehen gilt ja unabhängig von der Höhe der Mauer. Betrifft das "nicht auf oder in" nur Base oder das gesamte Modell, also Peitschen, Flügel?
Dürfen derartige Dinge durch Fenster oder Löcher ragen (womit sie ja theoretisch "in der Mauer" wären)?
Wäre auch interessant wenn ein Modell mit der Base außerhalb des Footprint steht, aber ein Teil des Modells in die Ruine ragt - ist das Modell dann nach "Wahrer Sichtlinie" sichtbar, weil es innerhalb (aber nicht vollständig innerhalb) der Ruine steht
Persönlich ist Base meine Referenz, aber wie seht Ihr das?

3) Das "blaue Auge" bedeutet - wenn ich das richtig verstehe - dass das zwei Geländestücke sind, die zusammen aufgestellt und als eines gewertet werden was die Sichtlinie angeht.
Also wenn ich ein 6"x4" Stück an einem 10"x5" Stück anschließe, dann kann ein Modell (grün) mit "Wahrer Sichtlinie" auch von Rot gesehen werden, wenn es sich im 6x4 aufhält und das 10x5 im Weg steht (Skizze)? Screenshot_20241015-195702~2.png
 
Mahlzeit!

Eine Frage zur Sicherheit, ob ich das richtig verstehe.
Fakt ist:
  • Ruinen sind (unabhängig von der tatsächlichen Höhe der darauf platzierten Elemente) über die gesamte Fläche des Footprint unendlich hoch und blickdicht - außer für Flugzeuge.
  • Modelle können sich über Elemente innerhalb einer Ruine uneingeschränkt über alles bewegen, was <= 2" Höhe hat.
  • Modelle können Bewegungen nicht auf oder in Mauer beenden.

Das ist erst mal so alles korrekt.
 
  • Like
Reaktionen: Imu-Sesh
1. Die Map Legende ist wirklich von Amateuren gemacht.
Also nicht das komplette Terrain soll 4+ Zoll hoch sein, sondern nur die Mauern. Dh Fahrzeuge können in die Ruine und werden nur durch die Mauern behindert.

3. Das Auge bedeutet es handelt sich um 1 Terrain. Im Fall deines Beispiels um eine L-förmige Ruine. Diese Ruine wird aus 2 Standard Ruinen zusammengesetzt (flexibeles Terrain). Man könnte aber auch ein einziges Stück aufstellen.

Alle Mauern der Ruinen befinden sich auf grauem Boden, dh die Mauern sollen höher als 4" sein.

Auf den blauen Böden stehen imho nie Mauern, hier kannst du alles mögliche drauf stellen. Aber nicht höher als 2".
Das soll auch den größeren Modellen etwas Mobilität ermöglichen (wurde wohl von vielen Spielern bei den Leviathan Maps kritisiert).

Tatsächlich sehe ich in Spielberichten, dass die blauen Bereiche manchmal komplett freigelassen werden (da weder Mauer welches das platzieren eines Modells darauf verhindern würde ... noch höher als 2", welches ebenfalls die Bewegung nicht einschränkt).

Zu deiner Zeichnung:
Wenn die Sichtlinie ein Stück über das normale Spielfeld zwischen den Schenkeln des L's geht (das erkennt man nicht gut), ist die Sichtlinie imho blockiert, weil hinter einer kompletten Ruine (Ruinen sind von außerhalb undurchsichtig).

Wenn die Sichtlinie komplett innerhalb des L's verläuft, würde reale Sichtlinie gelten. Zb. 2 Zoll hoher Kisten und Scarabs als Ziel könnten vielleicht tatsächlich nicht zu sehen sein. Reale Sichtlinie eben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Imu-Sesh
2) Nicht in oder auf Mauern zu stehen gilt ja unabhängig von der Höhe der Mauer. Betrifft das "nicht auf oder in" nur Base oder das gesamte Modell, also Peitschen, Flügel?
Dürfen derartige Dinge durch Fenster oder Löcher ragen (womit sie ja theoretisch "in der Mauer" wären)?

Da das Errata von "Model" spricht, zählen auch Peitschen usw dazu. Die dürfen nicht "within a wall" sein (im Gegensatz zu Etagen, da wird von Base gesprochen).
Wobei das bei uns in der Praxis ständig vorkommt dass Modelle ihre Waffen durch Fenster in der Mauer strecken. Sieht ziemlich affig aus, wenn der Marine mit dem Rücken vor dem Fenster steht und seine Laserkanone auf die eigenen Truppen richtet.


2) Wäre auch interessant wenn ein Modell mit der Base außerhalb des Footprint steht, aber ein Teil des Modells in die Ruine ragt - ist das Modell dann nach "Wahrer Sichtlinie" sichtbar, weil es innerhalb (aber nicht vollständig innerhalb) der Ruine steht

Diese Frage hatten wir in Zusammenhang mit Panzern/Geschützen und ihren langen Rohren ... versuch mal die "Suche". War damals imho etwas kontrovers.
 
  • Like
Reaktionen: Imu-Sesh
Wäre auch interessant wenn ein Modell mit der Base außerhalb des Footprint steht, aber ein Teil des Modells in die Ruine ragt - ist das Modell dann nach "Wahrer Sichtlinie" sichtbar, weil es innerhalb (aber nicht vollständig innerhalb) der Ruine steht
Persönlich ist Base meine Referenz, aber wie seht Ihr das?
Das Modell ist nach wahrer Sichtlinie sichtbar. Gemessen wird zur Base, Sichtlinie ist zu irgendeinem Teil des Modells.
 
@Ghostwriter
Meine Unsicherheit bzgl der Interpretation der Geländestücke kommt halt daher, dass - wenn man eh über nicht bebaute Teile eines Geländestücks fahren darf, das ausweisen einer expliziten <= 2" Zone eigentlich unnötig ist.

Vielleicht noch dass man zwar die Position der Wände vorschlägt und die Stücke ansonsten anderweitig vollstellen/blockieren soll und darf, nur eben die blauen Zonen nicht vollgestopft werden sollten.

Bei Sichtlinie über den "Innenhof" vom L wäre ich aber nicht zwingend von Blockade der LoS ausgegangen, wenn ein Modell in der Ruine steht. Weil das L in Gänze als Geländestück gesehen wird und genau genommen dann nicht vollständig zwischen Angreifer und Ziel steht.

@Dachfenster
Da sind die RAW sehr eindeutig, aber sowas kläre ich gerne vor einer Runde, weil manche Modelle echt so ekelig ausladend sind dass man die, wie Ghostwriter schon sagte, stellenweise aberwitzig aufstellen müsste.

Gelten aber Fenster und co nun als "in der Mauer" oder nicht? Könnte man jetzt abhängig machen von "unten zu" - ist "unten zu", dann sind Fenster eigentlich Mauern und Modelle sollten nicht durch ragen, ist "unten offen" ist es okay?
 
Das Modell ist nach wahrer Sichtlinie sichtbar. Gemessen wird zur Base, Sichtlinie ist zu irgendeinem Teil des Modells.

Da hat es heute Nacht mein Edit irgendwie verschluckt.

Das Errata sagt, bei Modellen ohne Base zählen alle Teile des Modells.
Bei Modellen mit Base zählt nur der Teil des Modells, der NICHT über das Base herausragt.
 
  • Like
Reaktionen: Imu-Sesh
Fast richtig. Bei Vehicles mit Bases (Ausnahme Walker mit Base), oder allen anderen Modellen ohne Base, zählt jeder Teil des Modells für die Sichtbarkeit. Bei allen anderen Modellen zählt nur die Base.

Ruins (and Visibility): The diagrams below illustrate how visibility
can be affected when units are within, wholly within or behind Ruins.
For Vehicles (excluding Walker models that have a base) or models
without bases, every part of the model and its base (if it has one) is
used for determining if it is not within, within or wholly within a Ruin.
For all other models, the model’s base is used to determine if it is not
within, within or wholly within a Ruin. If that model overhangs its
base, visibility to and from that model is determined only by its base.
Dazu folgende Frage. Vor der Ruine steht ein Dreadnought. Hinter der Ruine steht ein Winged Hive Tyrant. Sieht der Dreadnought den Tyrant ? Die Base vom Tyrant ist vollständig hinter der Ruine, und damit nicht sichtbar für den Dreadnought. Der Flügel guckt aber seitlich raus. Zählt das jetzt als nicht sichtbar, weil die Base vollständig hinter der Ruine ist, oder sichtbar, weil der Flügel neben der Ruine ist ?
 

Anhänge

  • Unbenannt4.png
    Unbenannt4.png
    10,9 KB · Aufrufe: 64
Das Errata "Ruins and Visibility" überschreibt hier die "Model visible" Grundregeln.
For all other models, the model’s base is used to determine if it is not
within, within or wholly within a Ruin. If that model overhangs its
base, visibility to and from that model is determined only by its base.
 
Der Text ist etwas tricky, weil die Einleitung sich auf ...
within
wholly within
behind

... ruins bezieht. Aber die Erläuterungen der Fahrzeuge/Modelle sich dann explizit auf ...
not within
within
wholly within

... beziehen. Wobei imho "not within" mit "behind" gleichzusetzen ist.

Fazit:
Bei Vehicles (Ausnahme Läufer mit Base) zählt alles vom Modell. Bei allen anderen nur das Base bzw der Teil des Modells, welches nicht überhängt.

Und zwar sowohl zur Bestimmung der Sichtbarkeit als auch um zu bestimmen, ob sich das Modell within, wholly within oder behind/not within ist (letzter Satz).

Was meint ihr?

Wenn das so korrekt wäre, haben wir das immer falsch gespielt. Die Klauen/Schwanz meiner Carnifexe bzw Flügel des Tyranten waren bisher immer legale Teile des Modells für Sichtbarkeit hinter Ruinen, obwohl das die Overhang Teile des Modells sind.
 
Moment!
Der Text spricht von Sichtbarkeit in und durch Ruinen, nicht aber an Ruinen vorbei!
Ein überhängender Teil eines Base-Modells, der seitlich an der Ruine vorbei ragt, ist nicht mehr in oder durch die Ruine hindurch sichtbar, und damit genau genommen, nicht Gegenstand des Textes.

Damit würde dann für die Teile, die nicht in die Ruine hinein ragen, die normale "was Du siehst kannst Du beschießen" Regel gelten.
Dann wäre das Ziel des Textes bzgl "behind the ruin" zu verdeutlichen, dass Base-Modelle deren Teile in die Ruine hinein ragen dennoch nicht durch die Ruine hindurch sichtbar sind.
 
Ich glaube dein Errata Text ist nicht ganz aktuell. Hier ist der aktuelle Text aus der App
Du hast recht, das Errata kam gestern.

Moment!
Der Text spricht von Sichtbarkeit in und durch Ruinen, nicht aber an Ruinen vorbei!
Ein überhängender Teil eines Base-Modells, der seitlich an der Ruine vorbei ragt, ist nicht mehr in oder durch die Ruine hindurch sichtbar, und damit genau genommen, nicht Gegenstand des Textes.

Damit würde dann für die Teile, die nicht in die Ruine hinein ragen, die normale "was Du siehst kannst Du beschießen" Regel gelten.
Dann wäre das Ziel des Textes bzgl "behind the ruin" zu verdeutlichen, dass Base-Modelle deren Teile in die Ruine hinein ragen dennoch nicht durch die Ruine hindurch sichtbar sind.
Durch das Errata ist es jetzt eindeutig. Es geht hier um Sichtbarkeit in und durch Ruinen. In meinem Beispiel wäre der Tyrant sichtbar. Würde der Flügel in die Ruine hinein ragen, und wäre nach "Model visible" sichtbar für den Dreadnought, würde dieses Errata die Grundregel "Model visible" überschreiben und der Tyrant wäre doch nicht sichtbar.
 
Damit wäre für Ruinen aber eine komplett andere Interpretation für Teile, die an der Seite vorbei ragen. Deswegen denke ich dass die Errata sich mit dem Passus "for the visibility into or through the ruins" - so liest, dass die Base die Referenz ist, wenn die LoS in oder durch die Ruine gezogen wird.
An der Ruine vorbei ist weder das eine noch das andere.

Ich denke da muss noch Errata technisch nachgebessert werden mit einem Satz wie "Parts of any model that are visible past the edges of the terrains Footprint are still visible according to the rules for Line of Sight" - oder eben nicht.

Sonst haben wir:
Statuen und Trümmer - seitlich herausragende Teile sind beschießbar.
Feste Gebäude - seitlich herausragende Teile sind beschießbar
Wälder - seitlich herausragende Teile sind beschießbar
Ruinen - Seitlich herausragende Teile sind nicht beschießbar