Im Prinzip sind beides Elite-Armeen, wobei die Custodes noch mal eine Stufe höher stehen, was den Elite-Grad ('Elite der Elite') angeht. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis (Euro pro Punkt) sind sie wahrscheinlich die beste Armee – mit wenig Geld bekommt man recht viele Punkte auf den Tisch.
Das bringt bei der Raumabdeckung (Board Control) und bei Opfereinheiten ein paar Probleme mit sich. Die Thousand Sons können das etwas mit Tzaangors (Vogeltiermenschen), die neuen Roboter oder Chaosbruten ausgleichen. Custodes haben dafür die Sisters of Silence, wobei ich nicht genau weiß, wie gut das aktuell bei beiden Armeen funktioniert.
Der starke Punkt bei den Thousand Sons, die psionischen Kräfte, wurde in dieser Edition geändert. Das gilt zwar für alle Völker, ist aber bei ihnen für einige Spieler ein besonders wunder Punkt. Im Prinzip sind sie das Zauberer-Volk schlechthin – perfekt, wenn du zum Beispiel in RPGs wie Baldur's Gate oder Diablo gerne Magier spielst.
Die Regeln können sich wieder ändern was das Zaubern angeht.
Grob gesagt sind Custodes im Nahkampf sehr stark, während Thousand Sons aufgrund der jetzigen Regeln (Psi-Kräfte und Bewaffnung) eher im Fernkampf dominieren.
Vom Hintergrund her sind Custodes die 'Guten' und die Leibwache des Imperators – wenn man blinden Gehorsam und das Imperium der Menschheit denn als 'gut' bezeichnen will. Thousand Sons sind hingegen die Verräter-Marines schlechthin. Sie haben Zugriff auf Dämonenzeug und Dämonenmaschinen. Dieses ganze Mutationszeug muss man optisch natürlich mögen. Und auch die Tiermenschen.
Bei den Custodes sollte man beachten: Ursprünglich gehörten viele Einheiten zu einem anderen Spielsystem (Horus Heresy / 30k), haben aber seit Langem Regeln für beide Systeme. Vieles davon wird bald neu aufgelegt und erscheint als Plastik-Bausatz von GW. Keiner weiß jedoch genau, wie GW das in Zukunft mit den Regeln in 40k hält.
The New Year Preview: Brandneue Legio Custodes enthüllt
P.S. Achja eine neue Edition kommt wahrscheinlich auch noch im Sommer 2026. Im dem Sinne vielleicht etwas warten.