Wobei die Frage mir auch wieder einmal gezeigt hat, was mich bei Warhammer irgendwie stört. Ich erinnere mich, dass wir da auch zum Erscheinen der zehnten Edition eine Diskussion hatten. Nämlich inwiefern die Regeln einen realistischen Kampf simulieren, oder halt einfach nur mechanisch existieren, um das Spiel zu balancen.
Ich weiß noch, wie wir damals versucht haben, diese Regel zu erklären. Zum Beispiel, dass sich schwer gepanzerte Infanterie gegen AP0-Flinten aus Eitel nicht hinter Deckung versteckt. Die „Erklärung“ war damals schon sehr konstruiert, aber in Anbetracht von modifizierten Rüstungs- und Durchschlagswerten natürlich noch weniger plausibel.
Warhammer ist halt immer weniger eine Simulation und mehr und mehr ein Matched Play, wo Regeln über einer wie auch immer gearteten spielerischen Immersion stehen. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich eine hundertprozentige Simulation haben möchte. Aber ich finde es meist einfacher Regeln nachzuvollziehen oder zu verinnerlichen, wenn sie plausibel für etwas stehen. Und halt nicht einfach nur existieren, weil sonst die Spielregeln nicht funktionieren. Aber das ist eher eine ludologisch-philosphische sowie stark subjektive Problemstellung. 🫣