Ich hatte auch "in dem Maßstab" geschrieben. Pyrozwerge oder Unterwasserelfen könnte man machen, aber nicht mit etlichen Festen (wo sollen die alle sein) bzw. Meeresstädten (gut, die wären versteckt, es ist aber auch nicht so toll eine Fraktion zu spielen, die keine andere kennt bzw. darauf beruht, dass alle anderen beseelten Völker ignorante Trottel sind).
Damit es die Figuren gibt, braucht es ja aber auch kein Dutzend Festungen.
Kunstoffslayer wären gar kein Problem gewesen. Und wenn der Magma-Kram denn unbedingt sein muss, dass bricht unter Karak Kadrin ein Vulkan aus und plötzlich entwickeln die Slayer diese Lava-Runenmagie. Elfen am Meeresgrund gab es ja sogar in der Lore schon. Da hätte man locker an mehreren Küsten zumindest Außenposten platzieren können.
Kapitalistische Tech-Zwerge in modernen Bauhaus-Steampunk-Luftstädten sind da schwerer zu vermitteln.
Finde ich gar nicht. Die Bevölkerung eines Karak entkommt der Vernichtung durch Chaos/Grünhäute in letzter Sekunde, weil die Ingenieursgilde sie mit Luftschiffen in Sicherheit bringt. Man baut auf Basis einiger Schiffe eine fliegende Stadt und muss sich zukünftig als Händler durchschlagen. Tadaa 🥳
Klar könnte man nicht alles 1:1 so bringen, wie es dann in AoS aufgetaucht ist, weil es zusammen mit dem alten Kram noch alberner gewirkt hätte, als eh schon.
Auch warum Hochelfen auf Kängerus reiten und riesige Stieravatare haben - hier sei noch der Designeinwand angesprochen: dass die konservativen Hochelfen plötzlich Rinder-Helme und Poloschläger, ist recht schräg.
Das hier als Paradebeispiel. Fand das eigentlich jemand irgendwann mal wirklich gut, abgesehen von den 15 Minuten Ruhm in der Meta-Powerspirale?
Nebenbei sind Dunkelelfen nun die Guten und die Waldelfen heimatlos.
Beides erfüllt in der AoS-Lore aber auch keinen Zweck, sondern hat sich halt so ergeben, weil es keinen wirklichen Plan für diese Fraktionen gab, außer ein paar Einheiten und Spezialfähigkeiten.
"Nur einige tausend Beteiligte" waren in der Zeit des HRR, an die WHFB anknüpft, formidable Kriege. Einen Status Quo gab es mehr oder weniger durchaus, aber er wurde durch historische Schlachten, teils aus Spielberichten geboren, immer wieder ergänzt. Und die Kampagnensets spielten in teils völlig anderen Zeitebenen.
Genau das meine ich. Das hätte man den Spielern aber vermitteln müssen, statt die Heere in der Geschichte einfach nur aufzublasen.
Dann sind halt auch ein paar hundert Tiermenschen schon eine Gefahr für eine Stadt, in der es vielleicht nur ein Dutzend erfahrene Kämpfer gibt. Und wenn sich einige solcher Herden zusammenschließen, ist das auch eine Gefahr für die Hauptstädte der Regionen usw.
Und ab und zu kann es ja die große Bedrohung geben, in der sich Armeen aller Fürstenhäuser oder sogar (alle paar Jahre mal) mehrere Fraktionen gegen die Horden von was auch immer verbünden müssen.
Sowohl der Sturm des Chaos (gut, gab lustige Armeekisten), Albion, Nemesis-Krone, der Düsterlandenkram und schlussendlich die Endtimes waren ziemlich wirre Versuche irgendetwas voranzubringen.
Aber ohne den Status Quo am Ende wirklich anzutasten. Wenn man wie im Karussell nach kurzer Zeit wieder da aussteigt, wo man eingestiegen ist, dann ist das für viele vermutlich keine Motivation, selbst wenn die einzelnen Kampagnen vielleicht sogar teilweise gut geschrieben waren.
Das ist auch immer eine Gratwanderung. Natürlich sind Spieler nicht happy, wenn ihr namenhafter General vieler Jahre und Schlachten stirbt. Man kann das ja auch behutsam machen, so dass zumindest ganze Fraktionen nicht unbedingt vernichtet werden, sondern zeitweise im Exil sind etc. um Armeen nicht komplett zu entwerten.
Und man muss natürlich auch etwas tun, damit der Fluff die Kunden erreicht. In den ersten AoS-Jahren habe ich beruflich in verschiedenen Ecken des Landes gearbeitet und hatte deshalb auch mit mehreren GW-Shops zu tun. Genau einer hat mal eine AoS-Eskalationskampagne organisiert, um neue Spieler ins System zu locken oder Leute zu einer neuen Armee zu motivieren. (Und selbst da wurde das damals aktuelle Malign Portents-Material vollkommen ignoriert.) Die Fyrestorm-Kampagne ist vollkommen untergegangen.
Das ist bei ToW übrigens nicht besser. Ich habe drei GW-Shops in 50 km Umkreis. Auf deren Facebook-Seiten kann man die Erwähnungen von ToW zusammen an zwei Händen abzählen. Und dann wundert man sich über wenige aktive Spieler.