[Archiv] [Storywettbewerb III 2011] [W40K] "Commoragh" — PLATZ 2

Aber ich ziehe ja nicht pro Kritikpunkt einen Punkt der Wertung ab.

Schon klar. 😉
Ist ja auch normal für die Diskussionen im Wettbewerb, dass sie sich mit fortlaufender Zeit immer mehr in Details verstricken. Da kann mitunter auch schon um einzelne Formulierungen debattiert werden.

Aber das ist ja eigentlich das Tolle daran, gerade für die Autoren. Wo hat man denn schon einmal die Möglichkeit, dass ein eigener Text dermaßen auf Herz und Nieren auseinander genommen wird? Selbst professionelle Texter bekommen selten so viel Feedback, da die wiederum einen hohen Output produzieren müssen.
 
Wie immer unbeeinflusst jeglicher Vorktitik und nicht bewandert im 40K-Universum...

Der Titel sagte mir anfangs nix und als ich die Story durch hatte musste ich doich googeln, um heruszubekommen, dass es sich um die DE-Stadt handelt^^

Ok, auch ohne dieses Wissen konnte ich mir anhand der Beschreibungen zusammenreimen, um welche Gebäude, welches Volk und welches Monster es sich handelt (Dank dem GW-Newsletter 🙂 )

zum Zitat... wurde die Geschichte auf Basis dessen geschrieben (die DE bieten isch ja geradzu an) oder wurde es als I-Tüpfelchen obendrauf gesetzt... wie auch immer... Sehr passend.

zur Geschichte selber... Der erste Absatz verwirrt etwas, was er wohl auch tun soll. Ist wohl ein Zusammenschnitt

Ich muss mir die Absätze kurz zusammenfassen:
1. Traumsequenz mit Blick auf Stadt
2. reale Szene in Kaserne
3. Folterszene
4. Zurück zur Realität in Kaserne

ok, der Faden ist nach einigem Nachlesen nachvollziehbar.
Aber mir ist der Hintergrund nicht ganz klar. Wie und wann wurde der Soldat gefoltert/manupilert?
Wurde er dann so wieder von den DE "ausgesetzt", um sein Werk zu tun... und die Imps haben nichts merkwürdiges bemerkt?

Also, mir scheint es etwas unrealistisch, dass ein Imp in die DE-Stadt verschleppt wird, körperlich aufgepuscht wird und dann unbemerkt im Alleingang seine Kaserne leer räumt... oder warum is die DE mögen wirklich böse sein und haben auch etwas auf dem Kasten, aber das ist übertrieben.

Die Endszene , speziell die wörtliche Rede der EldarIn, gefällt mir leider auch nicht besonders. Sie lässt sich so weit herab, ihrem "Spielzeug" ihren Plan auf einem Tablett zu servieren? Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor das auf eine elegantere Weise vermittelt?
Die Sätze, die sie von sich gibt wirken einfach nicht elegant genug, wie die Bewegung und Art der DE sonst beschrieben werden. das meine ich:

"Ja, wir haben noch einmal kurz dein Bewusstsein zurückkehren lassen, um uns an deinem Grauen zu ergötzen. Doch nun fürchte ich, bist du nutzlos für uns, obwohl all die kleinen Veränderungen an deinem Körper dich sehr stark gemacht haben."

...sorry, nicht mein Fall.

Und dann der plumpe Satz ganz am Ende, in dem direkt beschrieben wird, dass sie den Soldaten enthauptet.
Ok, die Beiläufigkeit mag die Gleichgültigkeit der DE widerspiegeln, aber ich hätte das anders formuliert.

Fazit:
schön beschriebene Traumszene (ähnliches kennt man aus diversen Filmen oder Serien) und gute Atmsophäre der Verzweiflung. Aber der Hintergrund und das Ende sagen mir nicht zu.
Tendenz geht ins Mittelfeld.

Punkte gibs erst wenn ich alles durch habe... dann im Bewertungsthread.
 
Sorry, die Zeit, die Zeit.

Ehrlich gesagt, sagt mir die Geschichte aus rein subjektiven Gründen nicht besonders zu. Ich bin aber auch einer von denen die guten Gewissens keine böse Armee spielen. 😉 Hadnwerklich sicherlich gut gemacht, kleinere Logiklücken, aber vom Inhalt her halt nicht so mein Fall.

Tendenz: 3-4 Punkte
 
Ich gratuliere Blackorc zum verdienten 2. Platz. Trotz meine Kritik fand ich diese Geschichte recht gut, auf jeden Fall vom Sprachlichen her. Die beiden 2-Punkt-Bewertungen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Wie bereits gesagt, ist es mir eine Ehre, mir mit dir und dieser Geschichte den zweiten Platz zu teilen.

Herzlichen Glückwunsch.
 
Juhu - 2ter Platz. ^_^
Interessant, dass diesmal 2 Geschichten sich diesen Rang teilen. Noch interessanter ist, dass sie beide recht hastig geschrieben wurden. Tatsächlich habe ich diese Geschichte auf den allerletzten Drücker an SHOKer gemailt. Das merkt man ihr imho auch an. Ich selbst als Autor bin mit ihr nicht komplett zufrieden und betrachte sie tatsächlich als unfertig. Für den Feinschliff hat mir leider die Zeit gefehlt.

Einen logischen, nachvollziehbaren Ablauf zur Rahmenhandlung habe ich mir nichts desto Trotz ausgedacht. Den Leser über diesen im Unklaren zu lassen, gehörte für mich von Anfang an aber ebenfalls zum Plan. Daher möchte ich die offenen Fragen auch nicht auflösen. Bei Filmen und Büchern nervt mich eigentlich nichts mehr, als wenn jede Frage bis ins Detail erklärt wird. Ich mag Stories, die zum Nachdenken anregen und auf die der Leser sich seinen eigenen Reim bilden muss. Wie ich der Diskussion entnehme, ist das hier ganz gut gelungen und ich habe mich sehr über die Spekulationen gefreut.

Zum einleitenden Zitat:
Es war für mich eine Art Leitfaden für die Geschichte, auch wenn man das nicht überall merkt. Ich denke, viele Autoren kennen das Prinzip, sich vor dem Schreiben bestimmte Inspirationen zu suchen. Das können Filme, Bilder, Lieder, alles Mögliche eben sein. Für mich war es diesmal Lovecraft. Auf Englisch habe ich das Zitat verwendet, weil man imho Lovecraft eben am Besten im Original liest und bei der Übersetzung unweigerlich einige Feinheiten verloren gehen.

Zum Titel:
"Commoragh" war der Arbeitstitel der Geschichte und es war nie geplant, diesen final zu verwenden. Zum Schluss ist mir jedoch einfach die Zeit davon gelaufen und in der Kürze kein adäquater Ersatz eingefallen. Schade, eigentlich.

Zur Abstimmung:
Die beiden 2-Punkte-Bewertungen haben mich etwas erstaunt. Aber ich schätze, damit muss man leben, wenn man eine Horrorgeschichte einreicht. Das ist nicht jedermanns Sache und ich kann gut verstehen, dass jemand, der dem Genre nichts abgewinnen kann aus dieser Story auch keinen Lesegenuss schöpft.

Bei dieser Geschichte ist meine Einschätzung wirklich extrem subjektiv, das ist mir bewusst, aber ich kann mich mit diesen Wahnsinns-Horror-Ekel-Alptraum-Beschreibungen nicht anfreunden. Ich kann das ehrlich gesagt auch nicht mehr wirklich lesen. Anderen gehen Schlachtbeschreibungen oder SpaceMarine-Geschichten auf die Nerven.

Das finde ich interessant, weil mir persönlich bisher keine besondere Häufung von Horrorelementen hier in den Storyforen oder dem Wettbewerben aufgefallen ist. Tatsächlich war dies sogar der Grund, warum ich mich bewusst entschieden hatte, eine Horrorgeschichte zu schreiben, um einen Akzent zu setzen. Für mich persönlich war es jedenfalls eine interessante Erfahrung, da dieses Genre Neuland für mich war.
 
Interessant, dass diesmal 2 Geschichten sich diesen Rang teilen. Noch interessanter ist, dass sie beide recht hastig geschrieben wurden. Tatsächlich habe ich diese Geschichte auf den allerletzten Drücker an SHOKer gemailt.

alle drei Gewinnergeschichten entstanden irgendwie an einem Tag. Rabenfeders war die drittletzte, die kam, meine war die vorletzte, deine kam als letztes, wenn ich mich nicht irre 😀

Die beiden 2-Punkte-Bewertungen haben mich etwas erstaunt. Aber ich schätze, damit muss man leben, wenn man eine Horrorgeschichte einreicht. Das ist nicht jedermanns Sache und ich kann gut verstehen, dass jemand, der dem Genre nichts abgewinnen kann aus dieser Story auch keinen Lesegenuss schöpft.

nunja, ich konnte dem nunja auch nicht so viel abgewinnen, aber dennoch fand ich die Geschichte an sich lobenswert und gut geschrieben. Aber nun gut, es gab dieses Mal einige sehr abweichende Bewertungen, nicht nur hier.
Aber da du keine Ahnung von DE hast (nach eigener Aussage) möchte ich meinen Respekt zum Ergebnis ausdrücken.

ich schließe mich diesem Lob mal an und gebe damit das von dir zu meiner Geschichte zurück. Auch Rabenfeder hatte ja nach eigener Aussage nicht so viel mit Fantasy am Hut. Von daher ist das hier schon ein echt klasse Ergebnis 😀 Und erklärt vielleicht auch, weshalb du keine Geschichte besser als 4 Punkte fandest.

Achja: Das mit den 6 Punkten war mir übrigens schon klar. Fand ich sehr amüsant, dass du den Trick mit der Scheinbewertung genutzt hast, um das Spektrum ausnutzen zu können. Aber ich konnte ja leider nichts dazu sagen, ohne dich zu enttarnen.
 
Es ist nicht einmal der Horror, der mich an der Geschichte gestört hat. Das kann man meinem post entnehmen.

Ich schreibe so etwas ungern, weil ich mich noch ungerner unbeliebt mache, aber es lag mMn nach am Schreibstil am Ende und den Logik-Lücken in der Geschichte selbst.

Ich mag mich mit 40K nicht so recht auskennen, aber es hat mich verwundert, dass niemand Antworten darauf wusste. Dass die Story dann am Ende 2. wurde hat mich genauso überrascht.

Es fällt mir übrigens auf, dass ich im letzten Wettbewerb auch zum Großteil gegen jede Tendenz der Mehrheit gestimmt habe^^
Dass damals 'Pussilks Pilgerreise' gewonnen hat, war mir unverständlich.

Ich bin wahrscheinlich im Gegensatz zu vielen hier recht unbelesen... mein Repertoire reicht reicht nicht an die 20 Romane (10 davon Gotrek&Felix... dafür bin ich schon ausgelacht worden^^), hinzu kommen ebenso viele Hörbücher diverser Genres... In Sachen Film kenne ich mich dafür umso besser aus. Mag vielleicht der Grund sein, dass ich Geschichten anders lese als andere...

und das heißt schonmal gar nicht, dass ich besser schreiben kann 😉