Sonstiges Frauen im Hobby

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Olaf

Erwählter
Guten Tag zusammen,

Es gibt/gab einen Thread zum Thema "Was fehlt euch im Hobby", dieser glit zwischendurch ab in Erzählungen über "etwas spezielles Mithobbyisten". Zu diesem Punkt fällt sichtlich jedem was ein.

Da ich leider keine Frau kenne, die sich mit den Hobby beschäftige und eine Freundin von mir damit liebäugelt, wollte ich hier fragen, wie man als Frau mit der Community zurecht kommt.

Was ich bis jetzt so mitbekommen habe (Aussagen von Youtuberinnen zu dem Thema und von weiblichen Mitarbeitern eines Shops) ist es nicht unbedingt immer angenehm, bestenfalls wird man als Exot betrachtet.

Ich hoffe, dass ich niemanden zu nahe trete und sich niemand angegriffen fühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ravil.Lionroar

Testspieler
Bei uns vor Ort wurde der Shop sogar eine Weile von einer Frau geleitet und die hat das meiner Meinung nach echt gut gemacht, sich viel Mühe mit der Facebookpräsenz gegeben und konnte krass gut malen. Ist leider nicht dort geblieben, die Gründe sind mir unbekannt.
(Okay, in den zehn Jahren im Hobby hab ich dort schon 5 verschiedene Storemanager angetroffen, hab da meine Vermutungen... ;) )

Aber ja, im Freundeskreis hab ich keine Frau, die sich für das Hobby interessiert, was eigentlich schade ist.
 

Haakon

Tabletop-Fanatiker
Es ist allgemein nicht angenehm im Internet unterwegs zu sein, ich glaube selbst die Atmossphäre der Venus ist weniger toxisch. Oder um es mit den Worten von Lorgar zu sagen...
"I gazed in the eye of the Internet... and the Internet gazed back"

Es mag vor paar Jahren anders gewesen sein, doch interessiert sich heute ernsthaft jemand dafür, wenn da Mädels im Club spielen? In unserem örtlichen Tabletopverein gibt es auch einige wenige Mädels und soweit ich weiß keine "Probleme". Ich bin nebenbei noch in einem Schwertkampfverein. Männerdomäne würde man auf den ersten Blick denken, nur sind über die Hälfte der Mitglieder weiblich. Überraschung, auch da gibts keine Probleme.

Wenn sie sich für das Hobby interessiert, dann los. Sie ist bei weitem nicht die einzige und wird nicht die einzige bleiben. Idioten kannst du überall begegnen. Ich hätte aus Affekt nun fast gesagt, dass es weibliche Youtuber gibt, die insbesondere damit werben, dass sie Frauen sind und trotzdem Hobbyisten. Dann habe ich gemerkt, okay Thumbnails mit Schönlingen gibt es auch.


Keine Kritik an seinen Videos, die sind echt gut.
 

Olaf

Erwählter
@Haakon,
Schön, dass es "normaler" ist als früher. Bin selbst erst wieder wegen Corona und ner Verletzung zurück ins Hobby gekommen. (Wenn man von 14 Stunden Sport die Woche auf 0 fällt braucht man "neue" Hobbies)

Witzig, dass du den "Schönling" zeigst, der mich motiviert hat wieder anzufangen, aber darauf einzugehen wäre zu sehr OT.
 

Auduna89

Codexleser
So melde mich mal zu Wort.

Denke ehr das Problem liegt nicht am Hobby oder so etwas. Denke ehr es ist mehr was Persönliches oder die Persönliche Einstellung dazu. Ich kann aus meiner Sicht nur erzählen, dass ich am Anfang sehr mit mir gehadert habe ob ich Anfange oder nicht. Das Problem bei mir war ehr, was sagen meine Freundinnen dazu oder werde ich als "Gleichgesinnte" oder anders Formuliert "wie werde ich behandelt".

Wäre mein Mann nicht gewesen zu der Zeit und hätte mir gut Zugesprochen und mir Mut gemacht, hätte ich bestimmt vor Scham nie angefangen. Aber Dank Ihm und seinen Freunden wurde ich herzlichst aufgenommen und ich bin jetzt auch nicht mehr die einzige Dame in unserer Gruppe.

Für uns ist es schwierig die "Grenze" zu überwinden, denke ich mal.

Aber kann auch sagen, wo ich damals auch hinging zum Spielen wurde ich zwar am Anfang schief angeschaut aber Akzeptiert und als "Gleichgesinnte" anerkannt. Klar gibt es auch Idioten darunter die versucht haben mich anzubaggern oder haben doofe Witze gerissen. Aber so im ganzen bin ich doch froh angefangen zuhaben =).


Hoffe konnte etwas helfen.


MfG

Auduna

Ps: "Gegen Frauen zuspielen ist interessant, da Sie anders Denken und eine sehr komische Ansatzweise haben im Spiel " <- Zitat von meinem Mann
 

TheShadoweye

Aushilfspinsler
Hallo,

meine wenigkeit ist seit 7 Jahren in dem Hobby tätig, und persönlich hab ich kein Problem damit mich in nem Laden voll mit Herren zu messen. Habe mich daran aber auch gewöhnt da ich als einzige in meinem Freundeskreis damals Pen&Paper gespielt habe und Mittelalter-Fechten betrieben habe. Zumindest in den Anteilen des Warhammer Hobbys in welchen ich unterwegs bin, Turniere spiele ich persönlich keine, hatte ich seltenst Probleme mit irgendwelchen Vorurteilen etc.
Im Hobbystore meiner Wahl bin ich bisher auch noch nie irgendwie anders behandelt worden. Klar muss man den ein oder anderen Kommentar ertragen können, aber das gehört für manche Menschen wohl einfach zu einem, für sie guten Spiel dazu.

Aber bisher ist mir mehr positives in der GW - Community passiert als negatives.

So lang man sich dazu setzt und neugierig aufs Hobby ist, wird man auch immer irgendwie aufgenommen. (Außer man erwischt unbeabsichtigt den armen schüchternen Kerl, der völlig überfordert damit ist das er angesprochen wird.) Letztlich aber gibt es ja ein gemeinsames zentrales Thema, Miniaturen und die Welt drum herum.

Also nur Mut, immer rein ins kalte Wasser, denn so kalt ist es tatsächlich nicht.

Das Zitat von @Auduna89 s Mann kann ich nur bestätigen, da ich das ab und an auch schon am Spieltisch gehört habe. Wobei ich wie gesagt nicht zu den Weltklassespielerinnen gehöre. Da ich einfach nicht fest im Regelsattel sitze.

Ich hoffe das konnte ein wenig helfen,
LG
TheShadoweye
 

Haakon

Tabletop-Fanatiker
Ps: "Gegen Frauen zuspielen ist interessant, da Sie anders Denken und eine sehr komische Ansatzweise haben im Spiel " <- Zitat von meinem Mann

Okay, den Hintergrund möchte ich jetzt mal aus Neugier erfragen... :D

Nun bin ich der Auffassung, dass durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen existieren dürfen, doch verstehe ich nicht, wie sich das auf ein Spiel wie beispielsweise Warhammer 40k auswirkt. Wir haben hier ein Spiel mit einem Regelgerüst, zwei Spieler und damit eine Situation die spieltheoretisch irgendwie abgebildet werden könnte. Das bedeutet, dass so Grundhandlungen wie... ich bewege mich aufs Missionsziel, ich schieße, ich gehe in den Nahkampf usw. sollten doch geschlechterunabhängig funktionieren.
Ich könnte mir vorstellen, dass ihr vielleicht aus einer anderen "Ecke" zum Tabletophobby gefunden habt. Gerade Pen&Paper als Hobby legt möglicherweise nahe, dass man eher einen Rollenspielaspekt im Hobby vorzieht und gegebenenfalls weniger kompetitiv spielt. Jedoch würde ich das auch jedem Mann zutrauen, der auf ähnlichem Wege ins Hobby gefunden hat.

Das Problem bei mir war ehr, was sagen meine Freundinnen dazu oder werde ich als "Gleichgesinnte" oder anders Formuliert "wie werde ich behandelt".

Im Größeren oder kleineren Rahmen hat das "Problem" doch jeder. Wenn man keinen dahin geprägten Freundeskreis hat, fragt man sich halt schon von Zeit zu Zeit, wem man von seinem Hobby berichtet. Ich habe den Nerd in mir immer relativ offen ausgelebt, kenn ich aus meinem Freundeskreis aber anders, was ich für das Hobby eigentlich schade finde.
 

Dragunov 67

Regelkenner
Nun bin ich der Auffassung, dass durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen existieren dürfen, doch verstehe ich nicht, wie sich das auf ein Spiel wie beispielsweise Warhammer 40k auswirkt
Frauen denken anders! Das ist nicht abwertend oder sexistisch, sondern sogar nachgewiesen. Selbst wenn man gegen Mädels Schach spielt (trotz noch engerer Regeln) ist es zu merken. In meiner Dienstzeit (wir hatten eher Mädels als der Bund) war es bei der Ausbildung und bei Übungen im direkten Vergleich zu sehen. Mir persönlich ist aufgefallen, daß Frauen seltener Risiken eingehen, leicht defesiver und auf längere Sicht planen als Männer. Sie setzen den Fokus auch auf andere Aspekte.Zum Hobby, eine(r) meiner damaligen "Angstgegner" war die Freundin von nem Mitspieler, wenn sie sich meine Echsen borgte, es war sehr schwer vorher zu sehen wie sie auf bestimmte Dinge reagiert. ZB sind billige Lockeinheiten ignoriert worden, knappe Angriffe nicht angesagt usw. Nicht daß es keinen Spaß gemacht hat aber es war definitiv anders. Bei Mortheim und Necromunda ist es ähnlich. Ich hab nix gegen Mädels /Frauen am Spieltisch, das sind wir schon seit einigen Jahren gewöhnt (und die Versorgung mit selbstgebackenem Kuchen hat damit üüüberhaupt nix zu tun).
 

TheShadoweye

Aushilfspinsler
Okay, den Hintergrund möchte ich jetzt mal aus Neugier erfragen... :D

Nun bin ich der Auffassung, dass durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen existieren dürfen, doch verstehe ich nicht, wie sich das auf ein Spiel wie beispielsweise Warhammer 40k auswirkt. Wir haben hier ein Spiel mit einem Regelgerüst, zwei Spieler und damit eine Situation die spieltheoretisch irgendwie abgebildet werden könnte. Das bedeutet, dass so Grundhandlungen wie... ich bewege mich aufs Missionsziel, ich schieße, ich gehe in den Nahkampf usw. sollten doch geschlechterunabhängig funktionieren.
Ich könnte mir vorstellen, dass ihr vielleicht aus einer anderen "Ecke" zum Tabletophobby gefunden habt. Gerade Pen&Paper als Hobby legt möglicherweise nahe, dass man eher einen Rollenspielaspekt im Hobby vorzieht und gegebenenfalls weniger kompetitiv spielt. Jedoch würde ich das auch jedem Mann zutrauen, der auf ähnlichem Wege ins Hobby gefunden hat.

Das kann ich nicht sagen hust
Frag die Männer in diesem Fall, ich weis nur das mir einfach typische Fehler für einen Anfänger am Spieltisch unterlaufen. Und mich oft genug die Lehre des "Sunzi" mal wieder eingeholt hat beim spielen.
 

Haakon

Tabletop-Fanatiker
Frauen denken anders! Das ist nicht abwertend oder sexistisch, sondern sogar nachgewiesen. Selbst wenn man gegen Mädels Schach spielt (trotz noch engerer Regeln) ist es zu merken. In meiner Dienstzeit (wir hatten eher Mädels als der Bund) war es bei der Ausbildung und bei Übungen im direkten Vergleich zu sehen.

Nun bin ich Naturwissenschaftler, also möchte ich was Messbares. Kennst du eine wissenschaftliche Auswertung zu der Schach-Geschichte?

Bei einem multidimensionalen Problem magst du recht haben, dass Unterschiede dort erkennbar werden. Deswegen interessiert mich gerade die Schach-Geschichte. Den Rest erkläre ich mir einfach mit Spielerfahrung. Im Grunde schätze ich daher die individuellen Unterschiede als größer ein.

Im Ernst, ich hatte mal einen Mitspieler der in der 5. Edition seine Terminatoren vor den Lauf meines Vindicators schockte. Da konnte man noch nicht angreifen und die hatten nur Bolter. Als ich fragte, ober er sie umpositionieren wolle, weil er dem Vindicator nicht schaden könne und der die Jungs bei einem Hit der Schablone locker rausnimmt, meinte er nein und würfelte für die Bolterschüsse auf die Frontpanzerung 13... kein Effekt.

Ein anderes mal kam er mit einem Slanesh Lord, der + 1 auf seine Initiative kam und einer Energiefaust, die die Initiative auf 1 senkte an. Als man ihm den Widerspruch verdeutlichte, antwortete er, "nicht jeder Chaoslord muss gut sein".

Und eine dritte habe ich noch, er spielte drei Carnifexe, die er 1-2 Zoll bewegte und dann mit ihnen W6 Zoll rannte, um sie weiter nach vorne zu bewegen.

DAS nenne ich anders denken. Mal einen Angriff nicht zur riskieren... das tue ich auch. Vielleicht nimmt man die Spielerfahrung mit mir nur nicht so bewusst wahr... :LOL:
 

Dragunov 67

Regelkenner
Zum "Schach gegen Mädchen" nix meßbares, nur gefühlt anders. Hatte auch nichts mit der Erfahrung zu tun, da es zu meiner Zeit gut nach Fähigkeitstufen sortiert war. Ist halt nur ein anderes Spielgefühl (hört sich doof an), lässt sich halt schwer beschreiben. Sind halt so bestimmte Situationen wo es auffällt. Sonst gibt es einige Studien dazu von diversen (hauptsächlich US) Militärs, Isreal hat zB eine komplette SOG, die nur aus Frauen besteht usw. Analysen kann ich da auch nicht bieten.
 

Ahnenzorn

Blisterschnorrer
Ich bin mir nicht ganz sicher ob man das heute noch sagen darf, aber ich habe früher schon gelernt, das Männer und Frauen unterschiedlich denken. Ganz stark versimplifiziert werden unterschiedliche Arreale im Gehirn unterschiedlich stark verwendet. So heißt es Frauen handeln emotionaler, gehen weniger Risiken ein. Männer dagegen tendenziell rationaler und eher dazu bereit Risiken einzugehen. Das ist natürlich in keiner Weise wertend gemeint, sondern vielmehr einfach biologisch / biochemisch bedingt.


Von Sword n Steele (eine glaube kanadische Youtuberin im Hobby) gab es mal ein Video "how to get women into wargaming" oder so. Ich schaue aber gerade das DFB Pokalspiel, weswegen ich jetzt keinen Link raus suche. Ggf. hole ich das später noch nach...
 

Karpath

Erwählter
Wir haben in unserer Spielgruppe auch eine Mitspielerin. Sie sammelt zwar primär (40k, AoS, hat einen Titanen da rumstehen usw + 3D Drucker...) Aber habe auch schon gegen sie 40k und Underworlds gespielt. Ich hab ehrlich gesagt keinen Unterschied zu meinen männlichen Mitspielern gemerkt. Ob Frauen anders denken? Ist mir ehrlich gesagt komplett egal. Und hoffe nur das Frauen in diesem Thread nicht als "Versuchsobjekt" verkommen. Bei manchen antworten kam mir irgendwie der Gedanke an eine Versuchsratte ("Was macht die weibliche Versuchsratte als nächste?" Geht sie vorsichtiger durchs Labyrinth als die männliche Ratte?" ) ;)
 

Dragunov 67

Regelkenner
Was macht die weibliche Versuchsratte als nächste?" Geht sie vorsichtiger durchs Labyrinth als die männliche Ratte?" )
Ja, macht sie, dazu gibt es tatsächlich ausgewertete Studien :LOL:.Wollte auch nicht wertend verstanden werden und kann nur aus meiner Erfahrung heraus berichten. Prinzipiell ist es mir :poop:egal durch welche Toilettentür ein, Soldat, Kollege, Ladenleiter oder Mitspieler geht. Für mich zählen Ergebnisse, wer die wie bringt ist mir persönlich schnurz, es sollte nur eine Anmerkung sein, daß es sogar außerhalb von Hobby oä Leuten aufgefallen ist, daß es im taktischen Denken Unterschiede gibt. Hat nix mit Labor zu tun oder so, ist halt von Mutter Natur so gemacht und fertig.
 

Auduna89

Codexleser
Das kann ich nicht sagen hust
Frag die Männer in diesem Fall, ich weis nur das mir einfach typische Fehler für einen Anfänger am Spieltisch unterlaufen. Und mich oft genug die Lehre des "Sunzi" mal wieder eingeholt hat beim spielen.
Dies kenne ich zu gut.
Naja es ist ehr was uns ausmacht das wir anders Planen beim spielen.

Mein Mann meinte mal zu mir "Du brauchst lange für deine Bewegungsphase, ist ja genauso wenn du im Bad bist".
-> denke der Punkt ist so gemeint in Punkto es fühlt sich anders an, dass wir jegliche Situation abzudecken versuchen. Denke das dies auch bei mir die "Risikobereitschaft" ändert. Die Defensive Spielweiße kann ich unterschreiben aber das liegt ehr daran, dass ich möchte das meine Modelle überleben und nicht Sinnlos verheizt werden. Denke da ist schon 1 Aspekt was es anders macht auf dem Spielfeld.

Und ja Snacks gibt es immer wenn wir gespielt haben oder eben Grillen. Also sowas gehört ja zu einer gemütlichen Runde dazu :eek:

MfG

Auduna
 

Gigagnouf

Testspieler
Bei uns vor Ort wurde der Shop sogar eine Weile von einer Frau geleitet und die hat das meiner Meinung nach echt gut gemacht, sich viel Mühe mit der Facebookpräsenz gegeben und konnte krass gut malen. Ist leider nicht dort geblieben, die Gründe sind mir unbekannt.
(Okay, in den zehn Jahren im Hobby hab ich dort schon 5 verschiedene Storemanager angetroffen, hab da meine Vermutungen... ;) )

Aber ja, im Freundeskreis hab ich keine Frau, die sich für das Hobby interessiert, was eigentlich schade ist.
Hamm? ^^

Ich werde nie diese Situation vergessen, ich war mit meiner Freundin unterwegs, damals vor X Jahren, und ich hab sie aus einer Laune heraus mal in den GW in Dortmund geschleift, hab zu dem Zeitpunkt nix mitm Hobby zu tun gehabt und wollt mal so gucken was es neues gibt.

Ich geh rein, ausgelassene Stimmung, direkt laut in dem Laden.

Sie folgt mir auf dem Fuße in sprichwörtlich dem "kleinen Schwarzen", BAM!


... Totenstille...

Hat nicht wirklich geholfen ihr zu verklickern dass es da "normale" Leute gibt 😂

Mittlerweile spielt sie Drukhari, leider nicht so aktiv wie ich das zu Coronazeiten gerne hätte, aber nun ja, ist sozusagen n gemeinsames Hobby.

Im GW in Hamm wird sie lediglich "aktiver" versucht zu mehr Spielen und Sammeln zu überreden, ansonsten alles cool, keine Unterschiede festzustellen.

In der Spielweise, nun ja, normalerweise gibt sie mir ordentlich aufs Maul, fühlt sich aber als "Verlierer" weil sie so wenig Marines platt macht, und ihre Glaskanonen halt tun was sie sollen, alles wegrotzen und dann sterben ^^
 

Phynxes

Testspieler
Hier in Köln gibt es ein paar Frauen die Tabletop und TCGs zocken. Der GW in Köln hat auch schon mehrere Ladenleiterinnen gehabt und prinzipiell hab ich das Gefühl zumindest in meiner lokalen Bubble, dass Frauen dazu gehören. Mir sind auch glücklicherweise bisher keine größeren sexistischen o.ä. Aussagen aufgefallen, wobei ich da auch durchaus dann den Mund aufmachen würde.
Mein Eindruck ist zumindest, dass Frauen im Hobby langsam zahlreicher vorhanden sind, was auch mit der allgemeinen Akzeptanz von Tabletop (Vor 15 Jahren wurde man unabhängig vom Geschlecht noch sehr argwöhnisch betrachtet weil man Miniaturen über den Tisch schiebt) zusammenhängen könnte. Zu dem erleben Brettspiele gefühlt auch einen größeren Boom, wodurch auch der Einstieg zu Tabletop durch Spiele wie Zombicide, Gloomhaven etc. erleichtert wird. Gerade auch Pen & Paper wie Dungeons & Dragons hab ich eigentlich stets als divers erlebt und kenne viele andere Frauen die es spielen.

Bei mir ist es so, dass wenn ich in neu in eine Gemeinschaft reinkomme, beobachte ich erstmal wie die anderen drauf sind, fallen sexistische, ableistische oder homo-/queerfeindliche Aussagen, wäge ich ab ob ich überhaupt dort verbleiben will. Meistens hab ich nicht die Kraft und Lust gegen Windmühlen zu kämpfen und suche mir dann Kreise in denen ich mich wohler fühle.
Ich habe das Glück in einer relativ offenen und liberalen Stadt zu wohnen, in der ich mich mit meiner Partnerperson als lesbisch gelesenes Paar halbwegs frei bewegen kann , aber im Internet merke ich immer mehr wie ich explizit nach queerfeministischen Gruppen suche um ungestört meine Hobbies auszuüben. Ich denke vielen Frauen geht es da durchaus ähnlich und sie halten sich daher von toxischen Gruppen fern, wodurch der Eidnruck entstehen kann, dass sie in solchen Hobbies seltener anzutreffen sind.
Dank des Internets kann ich mich mit passenden Gruppen, die meine Hobbies teilen, verbinden und so über Tabletop, P&P, Star Wars etc. austauschen ohne auf mein Geschlecht reduziert zu werden oder toxischer Maskulinität ausgesetzt zu sein.

Böse ausgedrückt, sollte sich nur selten eine weibliche Person in eure Läden verirren, würde ich mir Gedanken machen, ob es an der dort etablierten Gemeinschaft liegen könnte.

Mein Tipp den ich eigentlich immer anbringen kann: Hört betroffenen Personen zu, erkennt die Validität ihrer Aussagen an und reflektiert ob und wie ihr und eure Gemeinschaft positiven Einfluss nehmen könnt. Viele meiner Freundinnen haben schon einigen Mist erlebt und sind daher behutsam.

Im deutschsprachigen Raum kenne ich leider nur wenige aktive Content Creators aus dem Tabletop/ Pen & Paper Bereich, spontan fällt mir da
Mháire von Orkenspalter.TV ein.
Aktuell versuche ich mit meinem Kanal auch etwas diese Lücke zu füllen, wobei ich auch nicht die Zeit dafür habe um daraus etwas vergleichbares wie im englischsprachigen Raum zu schaffen.
Apropos, aus dem englischen Raum wüsste ich spontan Dana Howl, Hobby Night, Sword & Steele, Chickpaints, Lyla Mev, Norn Queen Alexis und Nikki Sullivan.

Ihr könnt dazu beitragen, dass Frauen sich im Hobby repräsentierter und willkommener fühlen, indem ihr den oben genannten Frauen zu Reichweite verhelft, Frauen in eurem Umfeld Raum in eurer Gemeinschaft schafft und ihnen auf Augenhöhe begegnet und auf ihre Interessen und Wünsche eingeht.

Wie immer gibt es im Leben nichts geschenkt und es ist mit Arbeit verbunden. Veränderung kommt nicht von nichts und auch nicht sofort. Ihr könnt aber euren Teil dazu beitragen.



P.s.
Zum Thema Frauen denken anders.
Ich sehe das eher so, dass Frauen anders sozialisiert und erzogen werden in unserer Gesellschaft (Rosahellblaue Falle) und dadurch andere Lernprozesse im Verhalten und der Analyse stattfinden, was nach außen hin als "Die denken anders" wahrgenommen wird.
 
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