Geschichtenwettbewerb - Diskussionen

Gwordin

Aushilfspinsler
Nur mal so: macht eine Diskussion über dieses Thema - ich weiß es inzwischen auch nicht recht zu fassen: Sexismus? Politische Korrektheit? - in Anbetracht des existierenden Hintergrunds zu Warhammer Fantasy und Warhammer 40.000 überhaupt Sinn? Ich meine nur: in eine Fiktion etwas Reales auch nur hineininterpretieren zu wollen, scheitert schon zu meist am Faktum der Fiktion..

Nur so als Gedankenanstoß. Wenn ihr euch damit weiter befassen wollt - ich halte da keinen auf :).
 

Scaevola

Codexleser
#aufschrei#Sexismus#im#Imperium
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Hier ist wohl jemand mit missionarischem Eifer unterwegs.
Nebenbei bei den Tyraniden stehen die BRUTKÖNIGINNEN an der Spitze, nicht ein einziger Mann ist da daebi, von Transgender-Königinnen ganz zu schweigen.:eek:;)

Ganz ehrlich, es kommen auch immer wieder Frauen vor( besonders beim lieben Cain, nervt ihn die Inquisitorin ganz gewaltig und es ist schon klar, wer hier WIRKLICH die Hosen anhat)

Vielleicht sollte ich auch nicht so große Töne spucken, ich habe selbst eine ähnliche Diskussion vom Zaun gebrochen. Ich muss aber auch gestehen, dass ich da stellenweise übers Ziel hinaus geschossen bin. Ich habe aber auch eine Lernkurve durchgemacht, und würde meine ersten Beiträge jetzt wahrscheinlich anders formulieren.
Und ich finde es bedenklich, dass man verzweifelt versucht, den eigenen Wertekatalog über andere Epochen/Kulturen rüberzustülpen. Genau das macht Serien wie "Säulen der Erde" so unglaubwürdig und damit grottenschlecht. Texte die explizit Gewalt verherrlichen, Diskriminieren, etc. ohne das zu hinterfragen, sind aber schon kritikwürdig. Nur das konkrete Beispiel erinnert mich ans Schießen mit Kanonen auf Spatzen.

Generell verwundert es mich auch, dass man ruhig das Sterben von Abertausenden bins ins kleinste Detail beschreiben kann, aber bei der ersten Sexszene kommen die Kritiken. Es ist für mich, da eine Parallele zu sehen. "Schwuchtel" lässt uns aufjaulen, aber Tausende können ruhig krepieren? (Ich habe den letzten Satz bewusst überzeichnet, nur ums das klarzustellen)
 

Scaevola

Codexleser
Hier zwei Vorschläge für Themen kommender Wettbewerbe, anknüpfend an die Thematik, die bei den Geschichten des Wettbewerbs Winter 12/13 aufgekommen sind:
Ich schätze dich wirklich sehr Men Aquiles. Aber ich sehe weit und breit außer Dir niemanden, den das Thema wirklich so sehr an die Nieren geht :rolleyes:

Nebenbei, viele Geschichten sind voller starker Frauen (z.B.: Ciaphas Cai, Gaunts Ghosts, etc...). Gerade bei Abnett wimmelts nur so von Frauen, die meistens mit die interessantesten Frauen sind (weil oft selbstbewusst)

Und wenn Thanquol weiblich wäre, dann möchte ich nicht in seiner Haut stecken (=Brüterinnen, so wie die skavische Kultur aussieht möchte ich eigentlich in keiner deren Felle stecken) ;)
 

Nakago

Grundboxvertreter
Generell verwundert es mich auch, dass man ruhig das Sterben von Abertausenden bins ins kleinste Detail beschreiben kann, aber bei der ersten Sexszene kommen die Kritiken. Es ist für mich, da eine Parallele zu sehen. "Schwuchtel" lässt uns aufjaulen, aber Tausende können ruhig krepieren? (Ich habe den letzten Satz bewusst überzeichnet, nur ums das klarzustellen)
Das wie bei Braveheart, dort werden etwa sechstausend Heterosexuelle aufs grausamste getötet, werden brutal verstümmelt, verbrannt, zu Tode geschliffen, erschlagen, aufgespiest und ausgeweidet. Und es stirbt ein Homosexueller und der wird noch vergleichsweise harmlos aus dem Fenster geworfen. Dreimal darf man jetzt raten, welcher Tod einen Aufschrei der ach so politisch Korrekten verursacht hat.

Oder die gleiche Diskussion bei den Amis, dass man keine diskriminierenden Sprüche auf Bomben schreiben darf. Auf Menschen werfen darf man die dann aber schon, wenn nichts Homophobes drauf steht.

Es ist unglaublich Schade, dass jemand so penetrant versucht, diesen Wettbewerb für seinen Kreuzzug gegen sexuelle Diskriminierung zu missbrauchen. Zuerst die Wettbewerbsverzerrung wegen nicht gegebener Wertung zweier Beiträge, dann solche Themen, die in diesem Setting absolut nichts zu suchen haben. Das ganze hier ist nur noch traurig. :angry:
 

Men Aquiles

Codexleser
@SHOKer:
Bei den Regeln handelt es sich um Minimalanforderungen. Die beiden Frauen müssen keinen Namen haben und nicht die Protagonistinnen sein; sie dürfen auch andere Gespräche führen, in denen es auch um Männer geht; beileibe müssen sie nicht die einzigen handelnden Personen in der Geschichte sein. Die Autoren können also Tyraniden, Grünhäute, Space Marines, Echsenmenschen etc. einsetzen so viel ihr Herz begehrt, auch zu ihren Protagonisten machen, nur: an einer Stelle in der Story müssen zwei Frauen miteinander über etwas anderes als Männer reden. Das sollte sogar in den Warhammeruniversen machbar sein.

Ja, Ziel ist, den Autoren bewusst zu machen, dass es, egal was uns GW suggerieren will, auch in den Warhammeruniversen Frauen gibt und dass sie was Interessantes zu sagen haben. Mein Wunsch wäre es, dass die Autoren später beim Schreiben anderer Geschichten, wenn sie gerade einen Wegwerfcharakter für eine Szene brauchen, innehalten und überlegen, ob der Charakter unbedingt ein Mann sein muss, zu dem sie ihn zunächst automatisch machen wollten. Ich zumindest hab eine Weilchen gebraucht, bis ich diesen Automatismus aufgebrochen hab. Klar macht es nicht immer Sinn, eine Frau einzufügen; aber meiner Erfahrung nach macht es öfter keinen Unterschied, welches Geschlecht ein einmal vorkommender Nebencharakter hat, als ich dachte.
Wenn bei den Bemühungen die zwei Frauen in die Geschichte einzubauen sie plötzlich interessant und zu Protagonistinnen mit Namen werden, um so besser; aber die Mindestanforderung lässt sich, wie oben beschrieben, sehr viel einfacher erfüllen.

Ja, es ginge darum, dass offizielle, bereits existierende Charaktere gendergeflippt werden, um einen Vergleich zu haben; um zu sehen, dass das Geschlecht durchaus einen Unterschied macht, einen Einfluss auf Biographien hat. Ja, das setzt eine etwas intimere Fluffkenntnis voraus; in Zeiten des Internets ist die Zugänglichkeit zu den entsprechenden Informationen jedoch gut gewährleistet.
Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass die Geschichten in diesem Forum gendergeflippt werden: welche Rolle wäre einer Petra Schneider in den Ereignissen, die sich in den „Kindern Sigmars” und „Kindern des Drachen” entfalten, zuteil geworden? In meinen alten „Geschichten aus Bhagar” könnte die Stadt Bhagar sogar „Ko-Dholut” heißen, weil sie nicht von Bhagra♂ und seiner Frau Dholut♀, sondern von Dholut♂ und seiner Frau Bhagi♀ gegründet worden wäre.
Wie man das dann handhaben sollte, dass man sich auf den Geschichten anderer Autoren ausbreitet (Teilnehmer fragt den ursprünglichen Autor per PM um Erlaubnis? Teilnehmer am Wettbewerb erteilen am Anfang des Wettbewerbs explizit ihre Erlaubnis, dass ihre Geschichten benutzt (oder eben nicht) werden dürfen?), weiß ich nicht; ich persönlich würde mich nur freuen, wenn sich jemand anderes so intensiv mit meinen Geschichten auseinandersetzt.
 

SHOKer

Mentor der flinken Federn
Moderator
@SHOKer:
Bei den Regeln handelt es sich um Minimalanforderungen. Die beiden Frauen müssen keinen Namen haben und nicht die Protagonistinnen sein; sie dürfen auch andere Gespräche führen, in denen es auch um Männer geht; beileibe müssen sie nicht die einzigen handelnden Personen in der Geschichte sein. Die Autoren können also Tyraniden, Grünhäute, Space Marines, Echsenmenschen etc. einsetzen so viel ihr Herz begehrt, auch zu ihren Protagonisten machen, nur: an einer Stelle in der Story müssen zwei Frauen miteinander über etwas anderes als Männer reden. Das sollte sogar in den Warhammeruniversen machbar sein.

Ja, Ziel ist, den Autoren bewusst zu machen, dass es, egal was uns GW suggerieren will, auch in den Warhammeruniversen Frauen gibt und dass sie was Interessantes zu sagen haben. Mein Wunsch wäre es, dass die Autoren später beim Schreiben anderer Geschichten, wenn sie gerade einen Wegwerfcharakter für eine Szene brauchen, innehalten und überlegen, ob der Charakter unbedingt ein Mann sein muss, zu dem sie ihn zunächst automatisch machen wollten. Ich zumindest hab eine Weilchen gebraucht, bis ich diesen Automatismus aufgebrochen hab. Klar macht es nicht immer Sinn, eine Frau einzufügen; aber meiner Erfahrung nach macht es öfter keinen Unterschied, welches Geschlecht ein einmal vorkommender Nebencharakter hat, als ich dachte.
Wenn bei den Bemühungen die zwei Frauen in die Geschichte einzubauen sie plötzlich interessant und zu Protagonistinnen mit Namen werden, um so besser; aber die Mindestanforderung lässt sich, wie oben beschrieben, sehr viel einfacher erfüllen.
ok, ich muss zugeben, so klingt das schon ganz anders. Tatsächlich eine interessante Idee, die ich mal im Hinterkopf behalten werde. Wobei weibliche Charakteren in meinem Geschichten ohnehin kein Problem sind. Aber dennoch etwas, worüber man beim Schreiben nachdenken kann.
Das als feste Regel für den Wettbewerb zu übernehmen, halte ich aber dennoch für übertrieben und würde höchstwahrscheinlich auch keinen guten Anklang finden.
 

Blackorc

Tabletop-Fanatiker
Auch wenn es mich Überwindung kostet, will ich mal SHOKers Aufforderung folgen und mich bemühen, zur Ernsthaftigkeit zurück kehren. Daher gehe ich zunächst mal konkret auf die beiden Vorschläge ein, dann noch auf das Geschriebene:

1. Bechdel-Test
2. Genderflip
1. Bechdel-Test
Ist im Rahmen der Minimalanforderung durchaus machbar, allerdings stellt sich die Frage nach dem Sinn, da die Minimalanforderung derart einfach zu treffen ist, dass es nun wirklich keinen begabten Schreiber braucht, um sie zu erfüllen. Dann unterhalten sich im Rahmen der Geschichte halt zwei Zivilisten am Rande über irgendwas und das sind "zufällig" Frauen - fertig.

2. Genderflip
Empfinde ich als vollkommen unpassend im Rahmen der GW-Universen. Was wäre, wenn Khârn der Verräter eine Frau wäre? Würde sie dann vielleicht lieber mit einem Schwert als mit einer Axt Schädel einschlagen, weil das stilvoller ist? Was wäre, wenn Morathi ein Mann wäre? Würden die Dunkelelfen dann "Hexerkrieger" in´s Feld führen? Ich verstehe weder wo das hinführen soll, noch sehe ich Ziel unseres Wettbewerbes darin, eine alternative Geschichtschreibung zum vorhandenen Quellenmaterial zu verfassen.

Ja, Ziel ist, den Autoren bewusst zu machen, dass es, egal was uns GW suggerieren will, auch in den Warhammeruniversen Frauen gibt und dass sie was Interessantes zu sagen haben.
Das - mit Verlaub - ist vollkommener Bullshit. Ich habe keine Ahnung, auf was für einem Feldzug du dich da befindest, aber die GW-Universen sind mitnichten sexistisch - GW will uns da gar nichts suggerieren. Allerdings sind die menschlichen Gesellschaften beider großer Systeme dem feudalen Mittelalter entlehnt und de Facto hatten Frauen damals einen geringeren Einfluss. Davon unabhängig gibt es jedoch sowohl bei WHFB als auch bei 40K eine Menge interessanter Frauen im Fluff, die auch durchaus mehr sind als wandelnde Brüste. Mal ein paar, die mir so ganz spontan einfallen, es gibt sicher noch mehr:

WHFB:
Tzarin Katarina die Eiskönigin (Kislev)
Isabella von Carstein (Vampire)
Khalida Neferher (Khemri)
Morathi (Dunkelelfen)
Alarielle (Hochelfen)
Drycha (Waldelfen)
Dechala (Chaos)

WH40K:
Das komplette Adeptus Sororitas
Commander Schattensonne (Tau)
Die Maske (Chaos)
Jain Zar (Eldar)
Lelith Hesperax (Dark Eldar)


Mein Wunsch wäre es, dass die Autoren später beim Schreiben anderer Geschichten, wenn sie gerade einen Wegwerfcharakter für eine Szene brauchen, innehalten und überlegen, ob der Charakter unbedingt ein Mann sein muss
Toller Aufruf - wenn ich mal wieder jemanden brauche, der nach fünf Zeilen im Kugelhagel untergeht, nehme ich eine Frau... :mellow:

Ich zumindest hab eine Weilchen gebraucht, bis ich diesen Automatismus aufgebrochen hab.
Ich frage mich immer noch, von welchem Automatismus du sprichst. Wenn ich sowohl an vergangene Wettbewerbe denke, als auch an die großen Geschichten hier in den Storyforen kommen da reichlich Frauen vor. In Nakagos "Das Schwinden" ist die anfängliche Hauptcharaktere Gavri eine Frau, bei SHOKers "Dunkle Wächter" kommen sowieso reichlich Mädels vor, weil es um Dunkelelfen geht, Rabenfeder hat zu seinen aktiven Zeiten nahezu ausschließlich aus der Sicht von Frauen geschrieben usw.

Ich persönlich sehe das weibliche Geschlecht in den Geschichten hier im Forum absolut nicht unterrepräsentiert und sehe da keinen Handlungsbedarf.
Das Einzige was sich freilich festhalten lässt ist, dass in diesem Forum mehr Jungs als Mädels unterwegs sind und es vielen Schreibern schwer fällt, die Perspektive zu wechseln, sich konsequent in eine Frau hinein zu versetzen. Das braucht aber eben auch ein bißchen Übung und kommt bei den meisten Autoren mit der Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gwordin

Aushilfspinsler
Nur ein klein wenig Ergänzung zu Blackorcs Liste:

Fast der komplette Aspekt der Bansehee bei den Eldar besteht aus Frauen - die wichtigste Göttin - weil Mutter der Eldar - Isha, ist weiblich. Neben Runenlesern und -propheten gibt es auch weibliche Vertreter dieser Zünfte.
Und in der Inquisition gibt es auch weibliche Inquisitorinnen, bei 40k fällt mir ad hoc Inquisitorin Valeria vom Ordo Xenos ein. Und bei den Dark Eldar sind die Hagashin primär auch weiblich.

Und bei den Tau! Vergessen wir nicht O'Shasserao, Commanderin Schattensonne!

Ich glaube es macht an der Stelle nun wenig Sinn noch weitere Beispiele von weiblichen Charakteren und Figurensets für das Tabletop aufzuzählen. Festzuhalten bleibt: es gibt sie. Auf dem Feld, wie auch in den Geschichten.

Ein Umdenken wird aus meiner Sicht daher auch nicht mit wettbewerbstechnischen Zwangsvorgaben, sondern lediglich durch Überzeugen und Kommunikation erzielt. Wenn das denn nötig ist, denn ich halte die meisten der hier Schreibenden für so weit in ihrer eigenen Zeit verwurzelt, dass die Chance durchaus erkannt wird, mit weiblichen Protagonisten genauso zu schreiben, wie mit Männlichen. Also: schlagt euch nicht die Schädel ein, bleibt sprachlich anständig und führt die Diskussion mit entsprechendem Respekt fort.
 
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yinx

Erwählter
Ich muss Gwordin und Blackorc hier zustimmen, auch wenn ich wünschte er hätte ein anderes Wort als Bullshit verwendet. ;) Ich denke der Grund, dass in den Geschichten eher Männer auftauchen als Frauen, ist der männlichen Schreiberschaft geschuldet, denen der Perspektivwechsel nicht zusagt.
Es gibt tatsächlich viele einflussreiche Frauen in Warhammer und bei den Elfen verschwimmen die Grenzen eh. (Bei den Waldelfen sind sehr viele der normalen Modelle weiblich, nicht mal nur Helden). Natürlich gibt es Völker, bei denen es aus dem zeitlich einsortierten Hintergrund schwierig ist, Frauen einzubauen, was zumeist Menschen sind. Und sogar die Bretonen glauben an die Herrin vom See und laufen mit Maids durch die Gegend. (Bzw. es gibt Völker bei denen man keine Frauen sehen will: z.B. Zwerge)
Die obige Liste könnte man vermutlich noch ellenweit verlängern.
Zum Beispiel Neferata, die erste der Vampire, oder der gesamte Lahmia Clan.
Den Bechdeltest finde ich aus Blackorcs genannten Gründen relativ uninteressant. Es ist zwar eine nette Idee, den Perspektivwechsel zu erzwingen und mal drüber nachzudenken, ob man unbedingt gleich einen Mann nehmen muss, bietet aber als Gesamtthema finde ich nicht genug Spielraum zur Interpretation, da man, wie Blackorc schon meinte, einfach unnötige Zivilisten am Rande quatschen lässt.
Der Genderflip ist schon lustiger, schränkt den Wettbewerb meiner Meinung nach aber sehr ein. Die Folgen, die aus dem Wechsel des Geschlechts einer einflussreichen Person im Warhammer Universum stehen, lassen sich auch kaum sinnvoll ermessen und wären absolut subjektiv (was in einem Autorenwettbewerb ja nicht so schlimm wäre).

Als Thema könnte man eher vorschlagen: Charaktere in ungewöhnlichen Rollen.
Vielleicht ein Vampir derer von Carstein, der sich nicht nach der Unterwerfung des Imperiums sieht.
Ein Dunkelelf, dem die Lebensweise der Hochelfen besser gefällt und darüber sinniert.
Ein Ork, der keine Lust auf Krieg und Moschen hat.
Ein Zwerg, der lieber Gemüse anpflanzt, als nach Gold zu graben.
Ein Echsenmensch, dem es im Dschungel zu heißen geworden ist.
Ein Eldar dem die Aspekte seines Volkes nicht gefallen...
etc.

LG
yinx

(P.S.: Natürlich sind die Tyraniden nur weiblich. Wie dämlich ;) )
 

Sarash

Hüter des Zinns
Wenn das Leitthema des nächsten Wettbewerbs dies zulässt, schreibe ich die sexistischste, gewaltverherrlichendste und faschistoideste Geschichte, die ich zusammenzimmern kann. Warum, weil das verdammt nochmal 40K ist - eine Dystopie.
Wenn ich gesellschaftliche Probleme hätte ansprechen wollen oder mich mit Minderheiten in der Literatur auseinandersetzen, wäre ich einem gewöhnlichen Autorenforum beigetreten. Ich habe angefangen 40K zu spielen, weil der Hintergrund so schön böse und unerbittlich und unserer Welt so fremd ist. Und auch wenn es schwierig ist, beim Schreiben darauf zu achten, sich in 40K zu bewegen und nicht in einer Adaption unserer Welt auf dieses System, so will ich doch keinen Bezug zu unserer meistens so schnöde langweiligen Realität.

Bei jeglichem Gender/ Minderheiten/ Gesellschaftskritik- Wettbewerb werde ich nicht teilnehmen und auch nicht lesen und bewerten!
 

Scaevola

Codexleser
Das war's dann aber mit der Anonymität, lieber Sarash ;):p
Da kannst Du dann deinen Namen gleich darunter setzen.

Ich glaub, ich werde über einen Space Marine mit schreiben, der lieber eine Frau wäre, und sich nur mit "Schwester" anreden lässt. Mal sehen, was das für ein Tohuwabohu im Ordenshaus auslöst ;). Vlt. eine Szene mit einer Einsatzbesprechung (in Anlehnung an die Szene aus "das Leben des Brian") :D

Ich hab's! Eine Renegatenbande, und deren Vorsitzender (die chaotische Befreiungsfront, nicht zu verwechseln mit der Freien Chaotenfront) stellt die Frage: "Was hat das Imperium jemals für uns getan?"
 
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Scaevola

Codexleser
Das geht nicht, die haben alle ihre Helme auf :pirate2::police::shuriken::zorro::santa::kapuze::hat::fear::cowboy::chris::whaa::darklord:
So ungefähr muss man sich die Versammlung vorstellen.
 

Sarash

Hüter des Zinns
Solange das alles in Lächerliche ausufert, bin ich dabei. Dann könnten wir ja für den nächsten Wettbewerb das Leitthema "Parodie" wählen.

Und Anonymität ist so eine Sache. Ich habe das Gefühl, dass ich von denen, die mich kennen, doch sehr schnell in jedem Wettbewerb erkannt werde. Im positiven wie im negativen Sinne. Also sei's drum.


PS: Der Themenvorschlag "Parodie" ist übrigens ernst gemeint.
 

Blackorc

Tabletop-Fanatiker
So, jetzt aber mal wieder ernsthaft hier, echt jetzt. ;)

Charaktere in ungewöhnlichen Rollen.
Ich finde beide Themenvorschläge sehr interessant, mache mir aber ein wenig Sorgen um das Gesamtgefüge des Wettbewerbs mit diesen Themen. Wenn wirklich alle Beiträge in einem Wettbewerb eine Parodie sind, ermüdet das nicht? Und wenn in allen Beiträgen eines Wettbewerbs die Charaktere aus der Rolle fallen, ist es dann überhaupt noch ungewöhnlich?

Ich lasse euch diese Bedenken mit Freude zerstreuen, denn eigentlich sind die Themen cool, aber ich bin mir nicht so sicher, ob sie im Rahmen eines Wettbewerbs funktionieren.
 

Nightpaw

Eingeweihter
Meine Damen und Herren, ich halte das ganze Gleichschaltungsgerede für überzogen. Entweder haben wir eine matriarchalich geprägte Kultur, in der Männer benachteiligt sind, oder wir haben eine patriarchalisch geprägte Kultur, in der Frauen benachteiligt sind. Dazwischen gibt es Ausprägungen beider Formen, in denen sich Intellektuelle und Philantrophen gegen das bestehende System wenden und, wenn ihr Einfluss groß genug wird, mehr oder weniger erfolgreich Quotenregelungen einführen, die aber nicht von der breiten Masse der Gesellschaft mitvertreten werden, denn würden sie es, dann wären sie ja qua se obsolet. Alle andere ist Utopie und passt somit nicht zu der dystopischen Grundstimmung unseres gemeinsamen Hobbies. Utopie deshalb, weil eine allgemeine Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen gleichermaßen interessierte und in gleichem Ausmaß vorhandene Bewerber auf alle in allen Lebensbereichen verfügbaren Positionen erfordern würde. Die würde jedoch gleichermaßen Bewerber mit gleichen Ausgangsvoraussetzungen erfordern, die allerdings zumindest in der menschlichen Rasse nicht gegeben sind, wie jeder bestätigen kann, der sich auch nur ansatzweise mit der menschlichen Physiognomie beschäftigt hat. Und ich will hier überhaupt nicht über psychische Unterschiede reden, sondern einmal voraussetzen es gebe keine (was ich jedoch auch zumindest für fragwürdig halte). Männer können keine Kinder zur Welt bringen. Durchschnittliche Frauen haben eine von durchschnittlichen Männern völlig unterschiedliche Physis; sie sind kleiner, haben einen leichteren Knochenbau und ihr Fettgewebe und ihre Muskulatur unterscheiden sich ebenfalls von denen durchschnittlicher Männer. Das sorgt automatisch dafür, dass Frauen sich bestimmten Berufsbildern nicht zuwenden, ja nicht einmal zuwenden können. Das fängt bereits im Sport an. Es mag Sportarten geben, in denen die Unterteilung in Frauen- und Männermannschaften nicht auf logischen Geschichtspunkten basiert und alleine aus der Historie unserer überwiegend patriarchalisch geprägten Kulturen resultiert. In anderen Bereichen, nehmen wir einmal Boxen, Wrestling, Gewichtheben oder einfach nur Fußball, sieht das anders aus. Und beim Militär sind Frauen auch nicht für alle Aufgabenbereiche im gleichen Ausmaß geeignet wie Männer. Ihre Aufgabenbereiche können andere sein, beispielsweise Scharfschützen, Planung und Entwicklung, Luftwaffe (da fehlen mir Kenntnisse, inwieweit die physischen Unterschiede Frauen benachteiligen würden), Marine (mit Ausnahme vielleicht von stark kraftabhängigen Aufgabenbereichen) oder Panzerwaffe. Bei der Infanterie sieht es da schon anders aus; das fängt beim Marschgepäck an und zieht sich bis zur Nahkampfsituation, in der ein männlicher Gegner schon allein sein höheres Körpergewicht zu seinem Vorteil nutzen kann (jeder, der schon einmal geboxt hat, wird sofort wissen, was ich meine). Und ich rede hier von Durchschnittstypen beider Geschlechter, sicherlich mag es Ausnahmen in beide Richtungen geben.

Um auf den Punkt zu kommen: Warum, zum Henker, soll ich also mit Gewalt in Hintergrundgeschichten zu einem Kriegsspiel bei menschlichen Truppen versuchen, Frauen in Berufsheere zu implementieren? Das ist völlig unrealistisch. Frauen nutzen sich im Schützengraben schneller ab als Männer und sind in allen Kraftaufgaben unterlegen. Geht nur einmal mit offenen Augen durch Eure Fitnessstudios und schaut mal, was die weiblichen Muskelprotze im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen stemmen. Da liegen Welten dazwischen. Frauen haben andere körperliche Vorzüge (und damit meine ich jetzt keineswegs die Geschlechtsorgane, nur um vorzubeuegne, dass mir hier etwas unterstellt wird).

Wenn man also mit Gewalt einen auf feminine Protagonisten fixierten Wettbewerb will, sollte sich dieser auf Schwerpunkte wie Elfen/Eldar, Nonnen/Adeptus Sororitas (aus kulturellen Gründen feminin) und Tyraniden beschränken, wobei Tyraniden schon wieder absurd wären, da sie sich ja in emotionaler Ebene in keiner Weise mit menschlichen Frauen vergleichen lassen dürften (Schwarmbewusstsein). Da kann jeder schreiben, was er will, und keiner kann beurteilen, ob es in sich schlüssig ist. Mehr Auswahl bleibt nicht. Und wäre das spannend, wenn man sich dann 10+ Geschichten in diesem Themenkreis anschaut? Sicherlich nicht. Zumal nicht jeder die nötigen Fluffkenntnisse hat.

Da wäre es mir persönlich dann, wenn es denn sein müßte (d.h., die Mehrheit es wünscht), lieber, mal zu schauen, wie homosexuelle oder transsexuelle Charaktere im Warhammer-Hintergrund involviert werden könnten. Das wird in den offziellen Geschichten nach meiner Kenntnis – mit Ausnahme von Slaanesh – überhaupt nicht thematisiert. Auf der anderen Seite: Muss die sexuelle Ausrichtung eines Charakters überhaupt thematisiert werden? Macht es einen Unterschied, ob heterosexuelle oder homosexuelle Imperiale Soldaten in Stücke geschossen werden? Hat es irgendeinen Einfluss auf den Verlauf einer Schlacht, ob die Generäle hetero- oder homosexuell sind? Wahrscheinlich nicht. So ein Thema würde den Großteil der Geschichten eher ins Lächerliche abgleiten lassen. Okay, ich ziehe den Vorschlag zurück.

Mein Gegenvorschlag: Wenn wir uns schon vom allgemeinen Kriegsspielhintergrund wegbewegen und uns in höhere Gefilde des literarischen Anspruchs bewegen wollen, könnte man das Thema "Diskriminierung" zum Leitthema eines Wettbewerbs machen. In jeder Geschichte müsste sich der Held oder die Heldin oder das heldenhafte geschlechtslose Wesen mit Diskriminierung auseinandersetzen, ob es nun selbst Opfer der Diskriminierung oder der Täter ist, sei dahingestellt. Zumindest sollte die Diskriminierung schwerwiegende Folgen für die Entwicklung des Protagonisten/der Protagonistin/(wie ist das Neutrum für "Protagonist"?) haben. Zum Guten, oder zum Schlechten.

Grüße
N.
 

Ominus

Codexleser
Mir kommt es schon so vor, als bereiten wir uns darauf vor ein Kinderbuch voller Kurzgeschichten zu schreiben, in denen wir einem Publikum mit unausgereiften Moralvorstellungen aufzeigen müssen, was richtig und was falsch ist. Wir schreiben über Mobbing unter Tiermenschen, die Freundschaftsbande zwischen Astartes und die kleine Wirtschaftsfibel des Imperiums *rolleyes*

Wenngleich das Thema Diskriminierung verlockend klingt, befürchte ich, dass man (oder ich) nicht umhinkommt, auf irgendeiner Minderheit herumzutreten, Schimpfwörter zu benutzen, oder den zweifelsohne moralisch verwerflichen Aspekt von Diskriminierung in ein ungerechtfertigt positives Licht zu rücken. Das aber nicht, weil man der Meinung ist, ein diffuses Weltbild unter die Leserschaft streuen zu müssen, sondern weil die Grundlage auf der man schreibt, es nicht anders hergibt.
Wenn ich damit in einer ähnlichen Diskussion bzw Kritik lande, wie die beiden Geschichten, um die sich der Zirkus hier dreht, habe ich keine Lust daran teil zu haben :dry:


PRO verwerfliche Themen und Gewaltverherrlichung.
 

Nightpaw

Eingeweihter
Wenngleich das Thema Diskriminierung verlockend klingt, befürchte ich, dass man (oder ich) nicht umhinkommt, auf irgendeiner Minderheit herumzutreten, Schimpfwörter zu benutzen, oder den zweifelsohne moralisch verwerflichen Aspekt von Diskriminierung in ein ungerechtfertigt positives Licht zu rücken. Das aber nicht, weil man der Meinung ist, ein diffuses Weltbild unter die Leserschaft streuen zu müssen, sondern weil die Grundlage auf der man schreibt, es nicht anders hergibt.
Wenn ich damit in einer ähnlichen Diskussion bzw Kritik lande, wie die beiden Geschichten, um die sich der Zirkus hier dreht, habe ich keine Lust daran teil zu haben :dry:
Selbstverständlich würden solche Aspekte aufkommen. Stell Dir mal Django vor, ohne dass einer Nigger sagt. Was solche Geschichten schlussendlich aber beim Leser auslösen, liegt am handwerklichen Geschick des Autors. Und selbiges zu beurteilen, sind wir hier. Oder nicht? ;)

Und wenn das nun wiederum dazu führt, dass bestimmte Personen aufgrund der Nutzung bestimmter Schlüsselworte, Themenbereiche oder Erzähltechniken schlechte oder gar keine Punkte vergeben... so ist das Leben. Dieter Bohlen hat auch schon Leute rausgeworfen, die ohne Zweifel hervorragend singen und darstellen konnten. So ist das nun mal mit Wettbewerben. Da gibt es zwangsläufig Leute, die abstrus und extrem subjektiv bewerten. Also noch subjektiver als alle Anderen, denn objektiv bewerten kann ja nun keiner, außer vielleicht Marcel Reich-Ranicki.

Grüße
N.

Edit: Ich glaube, Niemand hier hat etwas gegen Gewaltverherrlichung. Oder spielt Ihr Warhammer aus therapeutischen Zwecken?
 

yinx

Erwählter
Ich glaube, dass die allgemeine Intention dieser sonderbaren Frauendebatte falsch verstanden wird. Abgesehen davon bin ich auch kein sonderlicher Freund dieser andauernden Genderdiskussionen (allein für das Wort "Gender" hasse ich sie, wieso kann man nicht Geschlechter sagen? ;) )
Meiner Meinung nach werden Vorurteile zum großen Teil allein durch solche Debatten reproduziert und teilweise sogar produziert. Außerdem schafft man durch solche erzwungenen Kompromisse keine Vorurteilslose Welt, sondern verändert lediglich die Geschlechterbilder. Aber wie ich schon sagte, ich denke, darum ging es MA auch nie. Nightpaw sagt es schon, subjektiv bewerten alle. Manch anderer zieht vielleicht Punkte ab, weil ihm das System oder die Rasse nicht gefällt. um die es geht. An sich auch nicht richtig. Ist leider so.
Egal.

Diskriminierung klingt nach einem interessanten Thema. Ich glaube hier hat man auch viel Spielraum, die Interpretation der Themengebiete hat doch ohnehin immer ziemlich weite Wellen geschlagen. Zum Beispiel greift hier wieder das ganz gewöhnliche Bretonensetting in WHF, oder das Setting des Imperiums in 40K... Es bietet auch einige Angriffsfläche für Ironie und witzige Geschichten, wie zum Beispiel ein Zombie, der von den anderen ausgeschlossen wird, weil in ihm noch keine Maden leben und er noch "allzu lebendig" wirkt. :p

Und wenn in allen Beiträgen eines Wettbewerbs die Charaktere aus der Rolle fallen, ist es dann überhaupt noch ungewöhnlich?
Du hast natürlich recht, dass das keine allzu offene Themenvorgabe ist, aber mMn kann man das auch sehr weitläufig interpretieren. Zum Beispiel würde hier auch ein Bretone funktionieren, der seine Untergebenen nicht mit Abscheu betrachtet, oder ein Kommisar in 40K der nicht eisenhart ist, vielleicht sogar zu weich und dafür am Ende bestraft wird. Man kann das denke ich schon recht vernünftig und sicher auch subtil einfließen lassen.
Würde, denke ich, genug Spielraum bietet.

Für Parodie als Thema bin ich zum Beispiel eher nicht, hier würde ich Blackorc zustimmen, es schränkt einfach zu stark ein. Bzw. wenn man es nimmt, dann würde ich versuchen eine Nische zu finden, um keine tatsächliche Parodie schreiben zu müssen.

Insgesamt ist mir das Thema aber eigentlich egal. Ich lasse mich gerne davon überraschen und schaue dann, was ich hinein interpretieren kann. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
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