Verluste werden in einem Initiativeschritt ermittelt, das ist klar. Deine Interpretation trägt aber nicht dem Umstand Rechnung, dass es bei der Ermittlung dieser Verluste eine klare Abfolge gibt, die auf Seite 51f. beschrieben wird: Nacheinander, sortiert nach Verwundungsvorräten, beginnend beim nächsten Modell. Da wird festgehalten, dass ein Modell, direkt nachdem es seine Schutzwürfe abgelegt und nicht bestanden hat, "als Verlust entfernt" wird - einzeln und bevor die nächsten Verwundungen zugewiesen werden. Wenn die Hospitalis und der Sanguiniuspriester ihre Fähigkeit nur so lange auf den Trupp übertragen können, wie sie am Leben sind, ist für mich die logische Folge: Alle Mitglieder der Einheit, die vor dem entsprechenden Modell das "nächste" waren und testen mussten, durften das FnP noch nutzen. Alle, die erst danach an die Reihe kommen, nicht mehr.
Da das die Toten nicht vom Zurückschlagen abhält, kann ich die Diskrepanz, von der du sprichst, nicht sehen. Es stört die Abläufe in keinster Weise. Als diskrepant und nicht nachvollziehbar empfinde ich nur, dass die Einheit noch von der Anwesenheit eines Modells profitieren soll, das zuvor (und entsprechend der vorgegebenen Reihenfolge, bei der von Gleichzeitigkeit nicht die Rede ist) bereits als Verlust entfernt wurde. Das lässt sich durch keine mir bekannte Regelstelle stützen, denn zur Gleichzeitigkeit steht da nur:
"Wenn beide Seiten Modelle mit dem gleichen Initiativewert haben, werden die Attacken gleichzeitig abgehandelt." (S. 48 rechts) und "Wenn Attacken gleichzeitig durchgeführt werden müssen, ist es nützlich, die Attacken einer Seite abzuhandeln und die toten Modelle einfach nur auf der Stelle zu drehen, um anzuzeigen, dass sie noch attackieren müssen." (S. 52 rechts)
Nach meiner Lesart erfahren wir dadurch nur, dass die Attacken nicht verfallen, nicht mehr und nicht weniger. Der zuvor formulierten Reihenfolge beim Entfernen der Verluste, einschließlich des Todes der Sanis ggf. vor den Schutzwürfen der anderen, widerspricht das nicht.