Klar kann und sollte man das immer separat regeln können, dürfen und - meiner Meinung nach - auch tun. In unserer Bubble sind auch Spieler die sagen "ach komm, der halbe Millimeter den der Laser da das Ziel berührt".
In der 7ten hieß es noch:
For one model to have line of sight to another, you must be able to trace a straight, unblocked line from its body (the head, torso, arms or legs) to any part of the target’s body.
Also Antennen, Kanonen, Waffen, etc. waren da nicht als Referenzpunkt zulässig.
Aber danach (8/9) war es:
If unsure, stoop down and get a look from behind the shooting model to see if any part of the target is visible.
Also schon etwas Lockerer. Und dann seit der 10:
If any part of another model can be seen from any part of the observing model, that other model is visible to the observing model.
Also RAW wurde da tatsächlich immer expliziter und gab weniger Basis für Diskussion - wenn mein Laser über meine und Deine Miniatur streicht, dann ist LoS gegeben und fertig ist der Lack. In der 7ten gäbe es theoretische Diskussionsoptionen. Dass ich die Kanone vom Broadside nicht anpeilen darf ist logo, aber die Tentakel der Mutalith gehören ja zu ihrem Kopf, und die gehen. Sind Flügel nicht auch einfach ein paar extra Arme? Gehört ein Schwanz nicht auch zum Körper?
In der 8 bzw 9 dann die Frage ob man nun "richtig" hinterm Modell steht, oder zu weit links oder rechts. Spieler A sieht eine LoS, Spieler B sieht keine, bei Events wird der Schiri gerufen und der macht es dann für eine der beiden Sieten auch nicht richtig und bla.
In meinen Augen einfach ein Fall, wo das Spielerlebnis an sich leidet, um eine klar, für alle verständliche Richtlinie zu haben. Was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass die kompetetive Szene einfach stärker wurde und ein Teil der Leute dort einfach so verbissen sind, dass man keine Lust mehr auf bestimmte Diskussionen hatte und deswegen einfach den Interpretationsspielraum zu verkleinern versucht hat.
Persönlich bin ich ein Fan von "Sichtlinie von Base-to-Base oder Base-to-Frame oder Frame-to-Base" - insbesondere wenn man sieht, wie extrem weit manche Modelle über ihre Base ragen (Ich find' die Spannweite vom Roten Baron immer noch abartig).