Kleine (?) Ergänzung:
Auch wenn es in meinen Augen nach RAW nicht gegeben ist dass das Secondary durch "Unleash the Lions" erfüllt wird sind immer noch Unklarheiten da, wenn man nicht anhand der "Persisting effects" Regeln argumentieren kann oder möchte.
1.) "Marked for Death" besagt eindeutig, dass drei Einheiten davon betroffen sind. Nur wenn es weniger als drei mögliche Zieleinheiten gibt dürfen es weniger sein, aber es sind nicht mehr als maximal drei Ziele von der RAW her erfasst. Man könnte jetzt also debattieren, dass durch das Zerfallen der Allarus Einheit in mehrere Sub-Einheiten nur ein Teil der neuen Einheiten das "Marked for Death" tragen, da es sonst zu viele Ziele gäbe. Also wenn die 6er Einheit Allarus in 6 einzelne zerfällt erhalten nur eine oder zwei der einzelnen Termis das "Marked for Death" (was dann dumm vom Custodes-Spieler wäre, die Einheit zu splitten, weil es das Erfüllen des Secondaries deutlich vereinfacht).
2.) Eine andere Herangehensweise wäre dass man abspricht, dass "Marked for Death" komplett erlischt, weil die ursprüngliche Zieleinheit nicht mehr existiert. Es gäbe keine Siegpunkte dafür, aber das Mark wäre entfernt, da die ursprüngliche Zieleinheit nicht existiert (und somit weder destroyed noch removed werden kann, theoretisch) und weder die RAW des Secondaries noch die FAQ zum Secondary die Eventualität behandeln, dass eine Einheit organisatorisch verschwindet, ohne entfernt zu werden (was aber eben auch im Spiel ein ganz extremer Sonderfall ist - AFAIK ist "Unleash the Lions" die einzige Möglichkeit eine Einheit während der Schlacht zu splitten).
Beispiel:
Tyraniden gegen Custodes. Der Tyranide zieht "Marked for Death". Der Custodes bestimmt einen Land Raider, einen Dreadnought und eine 6er Einheit Allarus als "Marked for Death", da das seine stabilsten und langlebigsten Einheiten sind. Zu dem Zeitpunkt müsste der Tyranide 6 Allarus entfernen, um damit zu scoren. Der Custodes zieht während seines Zuges "On all fronts" und entscheidet sich, seine Allarus aufzuspalten um mehr Schlachtfeld kontrollieren zu können.
Option 1: Persisting effects - der Tyranide muss weiterhin 6 Allarus zerstören, die Bedingungen für sein Secondary sind damit unverändert - abgesehen von der Tatsache, dass der Custodes die einzelnen Termis besser auseinander halten kann und somit das Zerstören der Allarus erschweren kann. Der Tyranide wird wahrscheinlich eher den Dreadnought angreifen wollen. Haken dabei: Es existieren jetzt, organisatorisch, acht "Marked for Death" Ziele, statt der drei, die das Secondary definiert.
Option 2: Das "Marked for Death" springt auf eine einzelne Allarus Einheit über. Es existieren weiterhin 3 Zieleinheiten mit "Marked for Death", aber nun muss erst mal geklärt werden, welcher Spieler besimmt, welche Allarus Miniatur das Mark jetzt trägt. Und dann ist der Tyranide stark im Vorteil, denn ein einzelner Allarus ist deutlich einfacher zu entfernen als 6.
Option 3: Das "Marked for Death" erlischt ohne Scoring. Es gibt trotz ausreichender Anzahl an Einheiten nur zwei Zieleinheiten (entgegen dem Text des Secondaries). Der Custodes Spieler kann nun ohne Risiko, dem Gegner 5 Siegpunkte zu schenken, die beiden anderen Ziele mit den Allarus abscreenen und erschwert dem Tyraniden das Erreichen des Secondaries signifikant.
Option 4: Der Custodes-Spieler bietet dem Tyranidenspieler an ein neues Secondary zu ziehen um etwaige Diskussionen bzgl. dem Stratagem zu umgehen / Man einigt sich vor dem Spiel dass, solange ausreichend Einheiten auf dem Feld sind, Allarus nicht für "Marked for Death" gewählt werden können / Man einigt sich im Vorfeld darauf, was in einem solchen Fall geschehen sollte oder müsste.
Option 1 wäre IMHO die fairste, da sie insgesamt die kleinsten Auswirkungen auf die Spielsituation hat.
Insgesamt sehe ich den Custodes-Spieler in der Pflicht, das auf dem Schirm zu haben und dem Gegner noch vor Spielbeginn über diese Problematik aufzuklären und das frühzeitig abzusprechen. ?