Nachfolgend wie versprochen der Bericht zur Schlacht 🙂
Wir sind bis zur Mitte der dritten Schlachtrunde gekommen, dann mussten wir das Spiel aus Zeitgründen beenden. Im Grunde war zu diesem Zeitpunkt aber an dem Ergebnis ohnehin nicht mehr zu rütteln.
Wir spielten wie gesagt nach dem Schlachtplan Erstes Blut.
Meine LoN stellte ich folgendermaßen auf: Im Zentrum die 30 Skelette mit Arkhan und den Morghast Harbingers; den Skeletten hatte sich auch der Wight King angeschlossen. Die linke Flanke sicherten die Black Knights, während Todeswölfe und Gespenst über die rechte Flanke vorrückten.
Letztere sahen sich weißen Löwen und Silberhelmen gegenüber. Hinter den feindlichen Linien, auf einem Hügel, ging die Repetierspeerschleuder in Position. Das Zentrum bildete die Phönixgarde mit Anointed und dem Dragonlord. Die (aus Sicht des Hochelfenspielers) linke Flanke wurde von den Speerträgern gehalten.
Wir spielten mit relativ viel Gelände, darunter drei LoS-Blocker. Dadurch bildeten sich regelrechte Korridore, die zumindest auf den Flanken das Manövrieren der Einheiten beschränkten.
Erwähnenswert ist noch, dass ich beim Wight King die Amethyst-Scherbe gegen die Hexenfeuerlaterne tauschte und für Arkhan den Spruch Seelenernte auswählte, damit er sich bei Gelegenheit heilen konnte.
Runde 1
Ich war als erster mit Aufstellen fertig und hatte den ersten Spielerzug. In diesem ersten Zug waren die Hochelfen für Arkhan ausser Reichweite, selbst mit der erhöhten Reichweite durch seine Mortarchenfertigkeit. Daher sparte ich mir den Befehlspunkt. Lediglich die Todeswölfe und das Gespenst rückten auf der rechten Flanke vor, sowie die Black Knights über die linke Flanke.
Die weißen Löwen und Silberhelme bewegten sich ihnen entgegen. Die Speerschleuder schoss auf die Morghasts, konnte jedoch kaum Schaden anrichten. Der Dragonlord flog in Position um ebenfalls die Morghasts mit Feuer zu bespeien. Er brachte es auf W6 Wunden, würfelte dann jedoch nur eine 1.
Runde 2
Ich konnte den Wurf für die zweite Runde für mich gewinnen und startete meinen Zug damit, die wenigen Wunden der Morghasts mit Arkhan vollständig zu heilen. Dann zauberte Arkhan seinen Fluch der Jahre auf den vorgerückten Dragonlord. Nach einigen sehr glücklichen Wurfergebnissen (ging bis auf 3+ runter), und gefolgt von einem arkanen Geschoss stand der Dragonlord mit nur noch 6 Wunden da (von 14 Wunden), was uns schon an eine Vorentscheidung glauben ließ.
An dieser Stelle machte ich einen folgenschweren strategischen Fehler (nachher ist man immer schlauer 🙄) und schickte nur die Morghasts auf den geschwächten Dragonlord, um diesem den Rest zu geben, während ich meine Black Knights die Speerträger angreifen ließ. Wohlwissend, dass der Dragonlord die Quicksilver Potion und Legendary Fighter hatte, bin ich davon ausgegangen, dass die Morghasts ihn ausschalten werden. Zu meinem Entsetzen (und der Freude meines Mitspielers) blieb der Dragonlord aber mit 2 Wunden stehen😱
Die Black Knights machten indes keine halben Sachen und mähten 7 Speerträger nieder; die drei verbleibenden Speerträger flohen vom Schlachtfeld. Diese Wunden hätte ich gegen den Dragonlord wohl besser gebrauchen können...
Auf der rechten Flanke gingen Todeswölfe und Gespenst mit den Silberhelmen in den Nahkampf. Dieser Kampf entwickelte sich zum Vorteil der Untoten, weder Wölfe noch Silberhelme richteten viel Schaden an, aber das Gespenst teilte ordentlich aus indem ich zwei 6en beim Trefferwurf erzielte und damit gleich 4 tödliche Wunden bei den Silberhelmen erzeugte.
Nun waren die Hochelfen wieder am Zug, und die Morghasts standen natürlich wie auf dem Präsentierteller vor Phönixgarde und Anointed. Der Anointed setzte unter Ausgabe eines Command Points seine Befehlsfähigkeit ein und buffte sich selbst und seine Garde.
Die Silberhelme zogen sich aus dem Kampf gegen Todeswölfe und Gespenst zurück und machten den Weg frei für die Weißen Löwen, die sich diesem Kampf besser gewappnet zeigen sollten. Das Gespenst wurde getötet und die Todeswölfe dezimiert, ohne ihrerseits viel Schaden bei den Elitekämpfern anrichten zu können.
Die Morghasts wurden durch die vereinten Kräfte von Repetierspeerschleuder, Dragonlord und Phönixgarde/Anointed endgültig besiegt. Da wollte mein Mitspieler kein Risiko eingehen, dass Arkhan sie im nächsten Spielzug wieder heilt.
Das Schlachtenglück hatte sich also zugunsten der Hochelfen gedreht.
Runde 3
Genau an dieser Stelle gewann mein Mitspieler dann auch noch den Wurf für den dritten Spielzug und hatte damit einen Doppelzug, was mich unter den gegebenen Voraussetzungen Schlimmes befürchten ließ. Ich sollte damit recht behalten.
Während die Phönixgarde mit dem großen Block Skelette (+Wight King) im Kampf gebunden waren, richtete sich das Augenmerk vom Dragonlord und Anointed auf den nun blank stehenden Arkhan. Die Repetierspeerschleuder startete den Reigen und sorgte für erste Wunden bei Arkhan. Der Dragonlord setzte seinen Feueratem diesmal mit tödlicher Präzision ein und brachte Arkhan 5 Wunden bei.
Die verbleibenden Silberhelme brachten sich in Position die Black Knights anzugreifen, ein Nahkampf welcher vorerst ergebnisoffen bleiben sollte. Auf der rechten Flanke setzten sich die weißen Löwen langsam, aber sicher gegen die Todeswölfe durch.
Doch alle Augen richteten sich auf den Kampf zwischen den beiden Generälen. Der Dragonlord warf sich also unterstützt durch den Anointed (welcher wiederum sich selbst und die Garde buffte) dem bereits stark geschwächten Arkhan entgegen.
Der Dragonlord schaffte es, Arkhan bis auf eine Wunde an den Tod heranzubringen. Meine letzte Hoffnung war nun, mit Arkhan den Anointed aus der Gleichung zu nehmen, sich an ihm zu laben und damit direkt 2 Wunden zu heilen. Im folgenden Spielerzug hätte ich dann Seelendurst gezaubert (evtl. mit Mortarchenfähigkeit verstärkt) und sicherlich weitere 2-6 Wunden bei Nagash's ergebenstem Diener heilen können.
Doch erwies sich Arkhan als bereits zu geschwächt, um noch genug Schaden anzurichten, und konnte den Anointed nicht ausschalten und damit nicht vom Gegenschlag abhalten. Der Anointed schaffte es dann tatsächlich, Arkhan die letzte Wunde noch zu nehmen und ihn damit endgültig aus dem Spiel zu entfernen, ohne jede Chance auf Heilung.
Spielergebnis
An diesem Punkt mussten wir das Spiel aus Zeitgründen leider abbrechen. Anders als im Schlachtplan vorgegeben, einigten wir uns darauf alle verursachten Wunden zu zählen (und nicht die getöteten Modelle). Damit kam mir der Hochelfenspieler entgegen, da so der Dragonlord mit seinen nur 2 verbliebenen Wunden fast komplett mitgezählt wurde.
Unterm Strich ergab sich ein Ergebnis von 44 verursachten Wunden zu 36 verursachten Wunden, was einen knappen Sieg für den Hochelfenspieler bedeutete.
Wir hatten beide den Eindruck, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt entschieden war; auf Seiten meiner LoN war nur noch der Wight King übrig, um die Reste der Armee anzuführen, während die Hochelfen einen (schwer angeschlagenen) Dragonlord, Anointed und Erzmagier aufbieten konnten. Im Prinzip hätten Repetierspeerschleuder und Dragonlord meine im Nahkampf gebundenen Einheiten mit ihren Fernkampfangriffen immer weiter dezimieren können, so dass am Ende sicher ein großer Sieg für die Hochelfen rausgesprungen wäre.
Rückblickende Betrachtungen
Wir beide haben die Schlacht als sehr spannend empfunden und viel Spaß beim Spielen gehabt. Das sich das Schlachtenglück plötzlich zu Gunsten der Hochelfen verschoben hatte, kam für uns beide überraschend, und somit war die Schlacht für keinen von uns einseitig.
Mir wurde nochmal deutlich, wie wichtig es ist, seine wichtigen Einheiten sorgfältig zu screenen und auch den Sack zu zumachen, wenn sich die Chance dazu bietet. Außerdem wurde daran erinnert, wie vernichtend Doppelzüge sein können und man jederzeit damit zu rechnen hat, dass ein solcher auftritt.
Danke nochmal an emmachine und lastlostboy für die Beantwortung der Fragen, dadurch wurde uns das Spiel sehr erleichtert.
LG DesdiNova87