Ich kann diese Spieler zum Teil verstehen. Wenn ich mich auf ein Turnier vorbereite, nützen mir die besten Hausregeln mit einem Kumpel überhaupt nichts.
Turnierspieler und "normale Spieler" sind auch was anderes. Das fängt schon damit an, dass ich bereits gesehen habe wie Tunrierlisten von "suboptimalen" Spaßlisten gefressen wurden, einfach weil die Turnierlisten nicht darauf optimiert waren, da einem sowas auf einem Turnier (wg. Metagame-Einschränkungen) nie begegnen würde.
Außerdem haben mittlerweile sowieso die Hälfte aller Turniere ihre jeweils individuelle 5-6 Seiten lange Beschränkungsliste, von daher ist "ich trainiere auf Turniere" auch nicht mehr als eine Alibi-Begründung.
Vor einigen Posts meintest du noch, dass du andere Tabletops spielst, weil die so tolle Regeln haben. Jetzt liegt es auf einmal daran, dass die GW-Systeme Spieler anziehen, die nicht mit deinem Geschmack vereinbar sind. Übrigens ist das bei allen Systemen so, die erfolgreich sind: Mit dem allgemeinen Spielerwachstum geht auch eine erhöhte Anzahl von Spielern einher, die nicht mit den eigenen Präferenzen übereinstimmen. Ob ein bestimmtes Spielsystem bestimmte Spieler anzieht ist fraglich.
Ich habe von der "ein oder anderen Regellücke" oder Unklarheit gesprochen.
40k hat nicht nur Regellücken wie ein Schweizer Käse, es ist teilweise auch einfach grundlegend schlecht konstruiert (Sichtlinie, Wundverteilung
und Schablonen - siehe Flammenwerferdiskussion).
Außerdem haben gerade viele Warhammerspieler die Angewohnheit sich selbst dem offensichtlichsten RAI auf biegen und brechen entgegenzustemmen - Strichwort kombinierte Waffen bei Tyraniden, dass zu 100% offensichtlich war aber trotzdem von einem guten Teil der Spieler boykottiert wurde und damit Tyraniden auf Turnieren zu 100% unspielbar machte bis das FaQ rauskam.
Und nein, ich glaube nicht, dass GW-(Haupt)Systeme solche Spieler anziehen, ich glaube dass die Spieler von GW so erzogen wurden und werden - nämlich zur absoluten Unselbstständigkeit.
Die sind ja nichtmal in der Lage sowas eigene Marker (z.B. für Fahrzeugschäden) zu machen, geschweige denn irgendwelche Mods, selbst eigene Armeelisten hab ich nach der dritten Edition praktisch keine mehr gesehen - da ist die hundert Mann starke Spielerschaft jedes Popelsystems produktiver.